| Dokumentenidentifikation |
DE112005002537T5 18.10.2007 |
| Titel |
Wärmetauscheranlage zum Verdampfen |
| Anmelder |
Alfa Laval Corporate AB, Lund, SE |
| Erfinder |
Blomgren, Ralf, Skanör, SE; Paaske, Henning, Vanlöse, DK; Andersen, Bo Juul, Espergaerde, DK; Krantz, Joakim, Helsingborg, SE |
| Vertreter |
Ruschke Hartmann Madgwick & Seide Patent- und Rechtsanwälte, 81925 München |
| DE-Aktenzeichen |
112005002537 |
| Vertragsstaaten |
AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KM, KN, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, LY, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NG, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, EP, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, OA, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, AP, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, EA, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM |
| WO-Anmeldetag |
03.11.2005 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/SE2005/001658 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2006054936 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
26.05.2006 |
| Date of publication of WO application in German translation |
18.10.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
18.10.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
C02F 1/08(2006.01)A, F, I, 20051103, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
B01D 1/22(2006.01)A, L, I, 20051103, B, H, DE
F28D 9/00(2006.01)A, L, I, 20051103, B, H, DE
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| IPC additional class |
C02F 103/08 (2006.01) A, L, N, 20051103, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Wärmetauscheranlage
zur Destillation. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Wärmetauscheranlagen
zur Entsalzung von Meerwasser. Insbesondere geht es um eine Wärmetauscheranlage
zum Verdampfen, umfassend mindestens eine Verfahrenslinie mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden
Wärmetauscherstufen, von denen jede einen Plattenstapel von Wärmetauschplatten
umfaßt, die auf eine solche Weise im Plattenstapel vorgesehen sind, daß
erste Plattenzwischenräume zum Kondensieren und zweite Plattenzwischenräume
zum Verdampfen gebildet werden, wobei jede Wärmetauscherstufe dahingehend zum
Durchführen der Kondensation von Dampf und der Verdampfung einer Flüssigkeit
auf eine solche Weise ausgestaltet ist, daß die erste Wärmetauscherstufe
so angepaßt ist, daß den ersten Plattenzwischenräumen Dampf und den
zweiten Plattenzwischenräumen eine Flüssigkeit zugeführt wird, wobei
der zugeführte Dampf zu einer Flüssigkeit kondensiert und die zugeführte
Flüssigkeit verdampft und den ersten Plattenzwischenräumen in einer nächsten
Wärmetauscherstufe zum Verdampfen einer Flüssigkeit zugeführt wird,
die den zweiten Plattenzwischenräumen in dieser nächsten Wärmetauscherstufe
zugeführt wird, wobei die Anlage ein geschlossenes Gehäuse umfaßt,
das einen Innenraum umschließt, in dem die Verfahrenslinie mit den Wärmetauscherstufen
vorgesehen ist
STAND DER TECHNIK
Die Anmelderin stellt seit vielen Jahren Ausrüstung zum Entsalzen
von Meerwasser her, wobei Stapel mit Wärmetauschplatten die Hauptkomponenten
im Verfahren darstellen. Die Platten haben keine Durchgänge für Dampf,
sondern statt dessen befinden sich die Plattenstapel in Behältern, und der
Raum außerhalb der Platten wird für einen oder mehrere Strömungswege
für den Dampf benutzt, je nach Verfahrenstyp.
Der Prozeß findet in mehreren sogenannten Effekten („effects")
bei einem Druck statt, der überall niedriger ist als der Umgebungsdruck. Dampf
vom ersten Effekt, der den höchsten Druck und die höchste Temperatur hat,
strömt zum zweiten Effekt, wo er in den Plattenzwischenräumen zum Kondensieren
kondensiert wird. Die abgestrahlte Wärme führt zu einer Verdampfung des
Salzwassers in den Zwischenräumen zum Verdampfen, und der gebildete Dampf strömt
weiter zum nächsten Effekt. Der Prozeß wird in den anderen Effekten wiederholt,
und im Kondensator findet schließlich eine Kondensation statt, wobei das Kühlmedium
Wasser ist. Für jeden Effekt gibt es mindestens einen Plattenstapel, aber die
Plattenstapel sollten nicht mehr als 1000 bis 1200 Platten umfassen, so daß
für den Fall, daß mehr Platten benötigt werden, zwei parallele Plattenstapel
in jedem Effekt enthalten sind.
Sind sogar noch größere Quantitäten gewünscht,
werden Anlagen mit mehreren zylindrischen Behältern gebaut. Es ist nicht ökonomisch,
drei parallele Plattenstapel innerhalb eines zylindrischen Behälters anzuordnen.
Der Durchmesser muß an die drei nebeneinander befindlichen Plattenstapel angepaßt
werden, und im Vergleich zu einem Behälter für drei Plattenstapel würde
der Durchmesser ungefähr um 50 % steigen, was bedeutet, daß die Dicke
des Materials um 50 % und die Gesamtmaterialmenge um mehr als 100 % steigen würde.
Der stark wachsende Querschnittsbereich ist ansich vorzuziehen, da die Dampfgeschwindigkeit
sinkt, aber er hat einen geringen ökonomischen Nutzen. Es besteht daher keine
erkennbare Möglichkeit, die spezifischen Kosten zu senken.
Die US-A-4,511,436 offenbart eine Anlage zur Entsalzung von Meerwasser.
Die Anlage umfaßt eine Verfahrenslinie mit mehreren aufeinanderfolgenden Wärmetauscherstufen,
von denen jede einen Plattenstapel von Wärmetauschplatten umfaßt, die
paarweise miteinander verschweißt und auf eine solche Weise im Plattenstapel
vorgesehen sind, daß erste Zwischenräume zum Kondensieren und zweite Zwischenräume
zum Verdampfen gebildet werden. Die Verfahrenslinie der Wärmetauschplatten
erstreckt sich vertikal, wobei sich die erste Stufe oben befindet. Parallel zu dieser
vertikalen Verfahrenslinie gibt es eione vertikale Wärmetauscherlinie zum Vorheizen
des zu entsalzenden Meerwassers. Die beiden Linien sind in einem geschlossenen Druckbehälter
vorgesehen, der schematisch in diesem Dokument offenbart ist. Im Hinblick auf die
konstruktive Ausgestaltung des Gehäuses bezieht sich die US-A-4,511,436 auf
eine parallele Anmeldung, die als US-A-4,514,260 veröffentlicht wurde.
Das Dokument US-A-4,514,260 offenbart eine ähnliche Anlage mit
einer Anzahl von Plattenstapeln, die übereinander in einem vertikalen Stapel
angeordnet sind, der eine Höhe hat, die wesentlich größer ist als
die Breite und Länge in einer horizontalen Ebene. Die Plattenstapel werden
von einem Gehäuse umschlossen. Das Gehäuse hat zwei vertikale gegenüberliegende
ebene Seiten und zwei vertikale gegenüberliegende nach außen gekrümmte
Seiten.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Wärmetauscheranlage
vorzusehen, die eine sehr große Kapazität hat und die in vorteilhafterweise
im Hinblick auf die Kosten hergestellt und aufgebaut werden kann. Ein weiteres Ziel
der Erfindung besteht darin, eine solche Wärmetauscheranlage
vorzusehen, die eine solche Konstruktion aufweist, daß die Anlage groß
sein kann und eine große Nummer von Wärmetauscherstufen umfassen kann.
Dieses Ziel wird erreicht durch die eingangs definierte Wärmetauscheranlage,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Anlage mindestens zwei solche Verfahrenslinien
mit aufeinanderfolgenden Wärmetauscherstufen umfaßt, daß sich die
Verfahrenslinien parallel zueinander im Innenraum erstrecken, wobei die Wärmetauscherstufen
Reihen mit Wärmetauscherstufen bilden, die nacheinander und transversal zu
den Verfahrenslinien im Innenraum des Gehäuses vorgesehen sind, und daß
das Gehäuse in einem Querschnitt transversal zu den Verfahrenslinien eine rechteckige
Form hat.
Jede solche Reihe von Wärmetauscherstufen, von denen jede einen
Plattenstapel umfaßt, bildet einen sogenannten Effekt („effect") der
Anlage. Da anstelle der herkömmlichen zylindrischen Behälter ein umschließendes
Gehäuse mit einer rechteckigen Form gewählt wird, können die Kosten
wesentlich verringert werden. Die Form des Gehäuses kann dann besser an die
äußere Kontur angepaßt werden, wie sie von den Reihen der Wärmetauscherstufen
in der Anlage transversal zu den Linien gesehen gebildet wird. Druckbehälter
werden normalerweise zylindrisch ausgestaltet, da das eine optimale Form im Hinblick
auf die Beständigkeit ist und somit zu einem minimalen Materialbedarf führt.
Wird das Druckgefäß externen Überdrücken ausgesetzt, ist dieser
Ansatz nicht unbedingt selbstverständlich, da die Konstruktion aufgrund von
Instabilitäten zusammenbrechen könnte. Für einen zylindrisches Gefäß
kann eine geringe Ovalität zu Biegespannungen und damit zu einer Verformung
führen, die wiederum zu größeren Biegespannungen und schließlich
einem totalen Zusammenbruch führt. Druckgefäße, die äußeren
Überdrücken ausgesetzt sind, müssen daher sehr viel beständiger
ausgeführt sein, als wenn das Gefäß nur einem entsprechenden inneren
Überdruck ausgesetzt wäre. Im Fall von Vakuumgefäßen ist das
von besonderer Bedeutung, da der niedrige Druck zu einer geringen Materialdicke
führt, wenn das Gefäß nur im Hinblick auf Membranspannungen ausgelegt
ist, und bei dieser Materialdicke ist die Plattensteife zu niedrig, um eine hinreichende
Sicherheit gegen Verbiegungen zu bieten. Um die Materialdicke nicht zu stark vergrößern
zu müssen, ist das Gehäuse mit Verstärkungsringen versehen, aber
unabhängig davon ist eine Dicke erforderlich, die vier- bis fünfmal größer
ist als für ein zylindrisches Gefäß, das einem inneren Überdruck
ausgesetzt ist. Da Entsalzungsanlagen bei einem tiefen Vakuum betrieben werden,
gelten dort die oben gemachten Aussagen. Ein zylindrischer Behälter führt
nicht zu einer großen Materialeinsparung im Vergleich zu einem quadratischen,
und je mehr parallele Plattenstapel im Behälter angeordnet sind, umso geringer
ist die Materialersparnis. Es sollte in Erinnerung gerufen werden, daß das
Material lediglich einen kleinen Kostenanteil am endgültigen Behälter
ausmacht und daß es nicht sicher ist, daß die Konstruktion mit dem geringsten
Materialbedarf auch zu den geringsten Kosten führt. Es bestehen mehreren Faktoren,
die für die gesamte Wirtschaftlichkeit von Bedeutung sind. Nach einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung umfaßt die Anlage mindestens drei solche
parallele Verfahrenslinien mit aufeinanderfolgenden Wärmetauscherstufen. Jede
Reihe umfaßt somit drei nebeneinander angeordnete Wärmetauscherstufen,
die zusammen einen Effekt der Anlage bilden. Weiterhin kann eine Anlage vorteilhafterweise
mindestens vier solche parallele Verfahrenslinien mit aufeinanderfolgenden Wärmetauscherstufen
umfassen. Die Vorzüge der rechteckigen Form steigen mit der Größe
der Anlage, das heißt mit der Anzahl der parallelen Verfahrenslinien, die die
Anlage umfaßt.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist jede Wärmetauscherstufe
als ein Modul ausgestaltet, das einen Teil des Gehäuses umfaßt und in
Bezug auf die Strömung mit mindestens einem vorangegangenen oder nachfolgenden
Modul in derselben Verfahrenslinie verbunden werden kann. Für große Anlagen
ist es wichtig, daß Transporte einfach durchgeführt werden können
und daß die Arbeit auf Seiten des Benutzers minimiert wird; sie sollte lediglich
auf die Aufbauarbeit beschränkt sein. Die gesamte qualifizierte Herstellung
sollte auf Seiten des Zulieferers oder des Unterzulieferers stattfinden. Im Hinblick
darauf ist das rechteckige Gehäuse von Vorteil, da es in einfacher Weise in
zwei solcher Module aufgeteilt werden kann, die rationellerweise in der Fabrik hergestellt
und dann relativ leicht zur Aufbaustelle transportiert werden können.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist jedes Modul
entweder als ein Innenmodul ausgestaltet, das zwischen zwei benachbarten Modulen
in derselben Reihe vorgesehen sein kann, oder als ein Außenmodul, das nur neben
einem benachbarten Modul in derselben Reihe vorgesehen ist. Unter dem Gesichtspunkt
der Ausgestaltung gibt es daher zwei Module. Das Außenmodul ist in einer rechten
Ausgestaltung und in einer linken Ausgestaltung vorhanden, da diese aber vollständig
symmetrisch hergestellt werden können, bilden sie nur eine Konstruktion. Vorteilhafterweise
kann jedes Modul in Bezug auf die Strömung mit mindestens einem benachbarten
Modul in derselben Reihe verbunden sein. Weiterhin kann der Teil des Gehäuses
jedes Moduls mechanisch mit mindestens einem benachbarten Modul in derselben Reihe
und mit mindestens einem vorangegangenen oder nachfolgenden Modul in derselben Verfahrenslinie
verbunden werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
umfaßt jede Verfahrenslinie mindestens drei solche aufeinanderfolgende Wärmetauscherstufen,
wobei mindestens ein Teil der Flüssigkeit, die in den zweiten Wärmetauscherstufen
verdampft wird, den ersten Plattenzwischenräumen der dritten Wärmetauscherstufen
zum Verdampfen einer Flüssigkeit zugeführt wird, die den zweiten Plattenzwischenräumen
der dritten Wärmetauscherstufen zugeführt wird. Weiterhin kann jede Verfahrenslinie
vorteilhafterweise mindestens vier solche aufeinanderfolgende Wärmetauscherstufen
umfassen, wobei mindestens ein Teil der Flüssigkeit, die in den dritten Wärmetauscherstufen
verdampft wird, den ersten Plattenzwischenräumen der vierten Wärmetauscherstufen
zum Verdampfen einer Flüssigkeit zugeführt wird, die den zweiten Plattenzwischenräumen
der vierten Wärmetauscherstufen zugeführt wird. Jede Verfahrenslinie kann
natürlich weitere solche aufeinanderfolgende Wärmetauscherstufen, zum
Beispiel fünf, sechs, sieben, acht, neun oder mehr umfassen.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Gehäuse
derart ausgestaltet, daß es die Aufrechterhaltung eines wesentlich niedrigeren
Drucks im Innenraum als in der Umgebung außerhalb des Gehäuses erlaubt.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Anlage
auf eine solche Weise ausgestaltet, daß sich die Reihen mit den Wärmetauscherstufen
im wesentlichen horizontal erstrecken.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Anlage
auf eine solche Weise ausgestaltet, daß sich die Verfahrenslinien im wesentlichen
horizontal erstrecken.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Anlage
in einer solchen Weise ausgestaltet, daß sich die Verfahrenslinien im wesentlichen
vertikal erstrecken. Für sehr große Anlagen können die Kosten für
das Gehäuse weiter verringert werden, wenn die Plattenstapel in mehreren Reihen
in mehreren Ebenen angeordnet werden. Bei einer solchen Ausgestaltung können
die Außenfläche und der erforderliche Grundbereich minimiert werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die ersten
Plattenzwischenräume und die zweiten Plattenzwischenräume in den Plattenstapeln
mit Dichtungen abgedichtet. Auf eine solche Weise können die Plattenstapel
zur Reinigung und Reparatur geöffnet werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist in jeder
Verfahrenslinie ein Flüssigkeitsseparator vorgesehen, der mit im wesentlichen
jeder Wärmetauscherstufe verbunden ist.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfaßt
die Anlage einen Thermokompressor, der über die Zufuhr von externem Dampf bei
einem hohen Druck betrieben werden und mindestens einen Teil des mindestens in den
letzten Wärmetauscherstufen produzierten Dampfes aufnehmen kann, um diesen
Teil mit dem externen Dampf zu vermischen, wobei die Mischung den Dampf bildet,
der den ersten Wärmetauscherstufen zugeführt wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung wird nun genauer anhand einer Beschreibung der unterschiedlichen
Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
1 offenbart eine Querschnittsansicht von der Seite
durch eine Wärmetauscheranlage nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung.
2 offenbart eine Querschnittsansicht von oben durch
die Anlage nach 1.
3 offenbart eine Seitenansicht einer Wärmetauscherstufe
der Anlage nach 1.
4 offenbart eine Querschnittsansicht durch die Anlage
nach 1 entlang der Linie IV-IV
5 offenbart eine Ansicht eines ersten Außenmoduls
der Wärmetauscheranlage nach 1.
6 offenbart eine Ansicht eines Innenmoduls der Wärmetauscheranlage
nach 1.
7 offenbart eine Ansicht eines zweiten Außenmoduls
der Wärmetauscheranlage nach 1.
8 offenbart eine Seitenansicht der Anlage nach
1.
9 offenbart eine erste Querschnittsansicht von der
Seite durch eine Wärmetauscheranlage nach einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung.
10 offenbart eine zweite Querschnittsansicht durch
die Wärmetauscheranlage nach 9 entlang der Linie
X-X.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER UNTERSCHIEDLICHEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER ERFINDUNG
1–4 offenbaren
eine Wärmetauscheranlage zur Destillation, insbesondere zur Entsalzung von
Meerwasser. Die offenbarte Wärmetauscheranlage umfaßt vier Verfahrenslinien
1. Jede Verfahrenslinie 1, die sich in einer Längsrichtung durch
die Anlage erstreckt, umfaßt fünf aufeinanderfolgende Wärmetauscherstufen
2a–2e, von denen jede einen Plattenstapel 3 von
Wärmetauschplatten 4 umfaßt, die auf eine solche Weise im Plattenstapel
3 vorgesehen sind, daß erste Plattenzwischenräume 5
und zweite Plattenzwischenräume 6 gebildet werden. Die vier Verfahrenslinien
1 erstrecken sich auf eine solche Weise parallel zueinander, daß die
Wärmetauscherstufen 2a–2e Reihen 8 von Wärmetauscherstufen
2a–2e bilden. Jede Reihe 8 mit den Wärmetauscherstufen
2a, 2b, 2c bzw. 2d bildet einen sogenannten
Effekt.
Diese Reihen 8 liegen hintereinander und erstrecken sich
in einer transversalen Richtung durch die Anlage, das heißt transversal zu
den Verfahrenslinien 1. Die Reihen 8 erstrecken sich in der offenbarten
Ausführungsform im wesentlichen senkrecht zu den parallelen longitudinalen
Verfahrenslinien 1. Es ist anzumerken, daß die Anlage nach alternativen
Ausgestaltungen eine andere Anzahl von Reihen 8 und Verfahrenslinien
1 als die offenbarten haben kann.
Die Anlage umfaßt ein geschlossenes Gehäuse 10,
das einen Innenraum 11 einschließt, in dem vier Verfahrenslinien
1 mit Wärmetauscherstufen 2a-2e vorgesehen sind.
Das Gehäuse 10 ist als ein Druckbehälter ausgestaltet, der das
Aufrechterhalten eines im wesentlichen niedrigeren Drucks im Innenraum
11 als in der Außenumgebung direkt außerhalb des Gehäuses
10 erlaubt. Eine Trennwand 12 erstreckt sich im wesentlichen horizontal
im Gehäuse 10 und unterteilt den Innenraum 11 in im wesentlichen
zwei longitudinale Hälften. Weiterhin sind die unterschiedlichen Wärmetauscherstufen
2a–2d voneinander durch vertikale Wände
18, 18' getrennt. Die Wände 12, 18 und
18' bilden somit eine Anzahl von oberen Räumen 13 und eine
Anzahl von unteren Räumen 14, siehe 3.
Jeder Plattenstapel 3 ist auf eine solche Weise ausgestaltet, daß
er sich durch die Trennwand 12 erstreckt, wobei ein oberer Teil des Plattenstapels
3 in einem solchen oberen Raum 13 angeordnet ist und ein unterer
Teil des Plattenstapels 3 in einem solchen unteren Raum 14.
Einer der Plattenstapel 3, von denen jeder eine große
Anzahl von Wärmetauschplatten 4 umfassen kann, zum Beispiel 500 bis
1000, ist genauer in 3 offenbart. Jeder Plattenstapel
3 kann zum Beispiel über vier Spannbolzen (nicht offenbart) zusammengehalten
werden, die sich durch eine Rahmenplatte und eine Druckplatte (nicht offenbart)
jedes Plattenstapels 3 erstrecken. In jedem Plattenzwischenraum
5 und 6 im Plattenstapel 3 sind Dichtungen
15 bzw. 15' zum Abdichten der Plattenzwischenräume
5 und 6 vorgesehen. Genauer gesagt, sind die Dichtungen
15 auf eine solche Weise vorgesehen, daß die ersten Plattenzwischenräume
zum Kondensieren gegen den jeweiligen unteren Raum 14 abgedichtet sind,
und die Dichtungen 15' sind auf eine solche Weise vorgesehen, daß
die zweiten Plattenzwischenräume 6 zum Verdampfen gegen den jeweiligen
oberen Raum 13 abgedichtet sind, siehe 3.
Weiterhin umfaßt die Anlage einen Durchgang durch die Trennwand
12 zwischen jeder Wärmetauscherstufe 2a–2b,
2b–2c, 2c–2d und 2d
2e. In im wesentlichen jedem solchen Durchgang ist ein Flüssigkeitsseparator
16a–16d vorgesehen.
Die Anlage umfaßt weiterhin einen Thermokompressor
20, der über die Zufuhr von externem Dampf über einen hohen Druck
in bekannter Weise betrieben werden kann. Der externe Dampf wird dem Thermokompressor
20 über eine Zufuhrleitung 21 zugeführt. Der Thermokompressor
20 liefert den Dampf bei einem Druck und einer Temperatur an die ersten
Wärmetauscherstufen 2a über eine Einlaßleitung
22. Dieser Druck und diese Temperatur entsprechen dem Druck und der Temperatur
in den ersten Wärmetauscherstufen 2a, sind aber niedriger als der
Umgebungsdruck bzw die Umgebungstemperatur. Druck und Temperatur fallen dann nacheinander
in den aufeinanderfolgenden Wärmetauscherstufen 2b–2e
ab. Ein Teil des Dampfes, der aus einer oder mehreren letzten Wärmetauscherstufen
ausgegeben wird, in diesem Beispiel die vorletzten Wärmetauscherstufen
2d, wird über eine Leitung 23 an den Thermokompressor
20 zurückgeführt. Der Thermokompressor 20 umfaßt
eine Düse zur Rückführung des rückgeführten Dampfes an
die Einlaßleitung 22 mittels des externen Dampfes.
Die zu destillierende Flüssigkeit, in diesem Beispiel Salz enthaltende
Flüssigkeit, sogenannte Lake, wird über eine schematisch offenbarte Zufuhrleitung
30 zugeführt. Die Zufuhrleitung 30, die komplexer sein kann
als in 1 offenbart, dient der Zufuhr einer Salz enthaltenden
Flüssigkeit bei einer Temperatur, die der Temperatur in jeder Stufe
2a–2d angepaßt ist. Die Salz enthaltende Flüssigkeit
wird den zweiten Plattenzwischenräumen 6 in jedem Plattenstapel
3 in den vier ersten Wärmetauscherstufen 2a–2d
über die Zufuhrleitung 30 und einen Durchgangskanal 31 in
jedem Plattenstapel 3 zugeführt, siehe 4.
Die zugeführte Flüssigkeit wird erwärmt und mindestens teilweise
durch den Dampf in den benachbarten ersten Plattenzwischenräumen
5 verdampft. Der Dampf in den ersten Plattenzwischenräumen
5 wird dann kondensiert und als Flüssigkeit über zwei Durchgangskanäle
34 in jedem Plattenstapel, siehe 4, und eine
Ausgabeleitung 35, siehe weiter unten, ausgegeben. Es ist anzumerken, daß
in der in 1-4 offenbarten
Ausführungsform die letzten Wärmetauscherstufen 2e reine Kondensationsstufen
zum Kondensieren des Dampfes von den vorangegangenen Wärmetauscherstufen
2d sind. Die Kondensation kann durch die Zirkulation eines äußeren
Kühlmittels über eine Zirkulationsleitung 32
und geeignete Durchgangskanäle in jedem Plattenstapel
3 in den letzten Wärmetauscherstufen 2d erfolgen. Mindestens
ein Teil des äußeren Kühlmittels kann über die Zufuhrleitung
30 an die unterschiedlichen Wärmetauscherstufen 2a–2d
geliefert werden. Die Wärmetauscherstufe 2e wird dann zum Vorwärmen
einer Salz enthaltenden Flüssigkeit verwendet, siehe 1.
Jede Wärmetauscherstufe 2a–2e dient
somit zum Kondensieren von Dampf in den ersten Plattenzwischenräumen
5. Weiterhin wird in jeder Wärmetauscherstufe 2a–2d,
außer in der letzten Wärmetauscherstufe 2e, die Verdampfung einer
Flüssigkeit in den zweiten Plattenzwischenräumen 6 vorgenommen.
Genauer gesagt, werden die ersten Wärmetauscherstufen 2a mit Dampf
an die ersten Plattenzwischenräume 5 über die Einlaßleitung
22 und den oberen Raum 13 versorgt. Eine Salz enthaltende Flüssigkeit
wird den zweiten Plattenzwischenräumen 6 der ersten Wärmetauscherstufen
2a über die Zufuhrleitung 30 zugeführt. Der zugeführte
Dampf wird zu einer Flüssigkeit kondensiert, die aus den ersten Wärmetauscherstufen
2a über die Durchgangskanäle 34 und die Auslaßleitung
35 ausgegeben wird. Die gesamte Flüssigkeit, die über die Auslaßleitung
von allen Wärmetauscherstufen 2a bis 2e ausgegeben wird,
ist von hoher Reinheit mit einem sehr niedrigen Salzgehalt. Die zugeführte
Flüssigkeit wird teilweise verdampft und in den unteren Raum 14 ausgegeben.
Vom unteren Raum 14 kann der Dampf über den ersten Flüssigkeitsseparator
16a zum oberen Raum 13 strömen. Flüssigkeitstropfen
der Salz enthaltenden Flüssigkeit, die nicht verdampft wurde und in der offenbarten
Ausführungsform Salz enthält, werden auf diese Weise eingefangen und als
überschüssige Flüssigkeit zurück an einen Bodenraum
37 im unteren Teil des unteren Raums 14 transportiert. Dieser
Bodenraum 37 dient daher in der offenbarten Ausführungsform dazu,
die Salz enthaltende überschüssige Flüssigkeit, sogenannte Lake,
aufzunehmen. Um die Befeuchtung der Wärmetauscherflächen in den ersten
Plattenzwischenräumen 5 sicherzustellen, wird um ein mehrfaches Salz
enthaltende Flüssigkeit zugeführt als verdampft.
Der Dampf, der durch den ersten Flüssigkeitsseparator
16a strömt, wird dem oberen Raum 13 und den ersten Plattenzwischenräumen
5 in der zweiten Wärmetauscherstufe 2b zum Verdampfen der
Flüssigkeit zugeführt, die den Plattenzwischenräumen 6 in
den zweiten Wärmetauscherstufen 2b über die Zufuhrleitung
30 zugeführt wird. Der Dampf, der in den ersten Plattenzwischenräumen
5 in den zweiten Wärmetauscherstufen 2b kondensiert wird,
wird über die Durchgangskanäle 34 in den Plattenstapeln
3 und über die Ausgangsleitung 35 ausgegeben. Die zugeführte
Flüssigkeit wird verdampft und in den unteren Raum 14 ausgegeben.
Aus dem unteren Raum 14 kann der Dampf über den zweiten Flüssigkeitsseparator
16b zum oberen Raum 13 der dritten Wärmetauscherstufen
2c strömen. Flüssigkeit, die in der offenbarten Ausführungsform
Salz enthält, wird dann eingefangen und als überschüssige Flüssigkeit
an den Bodenraum 37 zurückgeführt.
Der Dampf, der durch den zweiten Flüssigkeitsseparator
16b strömt, wird dem oberen Raum 13 und den ersten Plattenzwischenräumen
5 in den dritten Wärmetauscherstufen 2c zum Verdampfen der
Flüssigkeit zugeführt, die den zweiten Plattenzwischenräumen
6 in den dritten Wärmetauscherstufen 2c über die Zufuhrleitung
30 zugeführt wird. Der Dampf, der in den ersten Plattenzwischenräumen
5 in den dritten Wärmetauscherstufen 2c kondensiert wird,
wird über die Durchgangskanäle 34 in den Plattenstapeln
3 und über die Auslaßleitung 35 ausgegeben. Die zugeführte
Flüssigkeit wird verdampft und in den unteren Raum 14 ausgegeben.
Aus dem unteren Raum 14 kann der Dampf über den dritten Flüssigkeitsseparator
16c zum oberen Raum 13 der vierten Wärmetauscherstufen
2d strömen. Flüssigkeit, die in der offenbarten Ausführungsform
Salz enthält, wird dann eingefangen und als überschüssige Flüssigkeit
an den Bodenraum 37 zurückgeführt.
Der Dampf, der durch den dritten Flüssigkeitsseparator
16c strömt, wird dem oberen Raum 13 und den ersten Plattenzwischenräumen
5 in den vierten Wärmetauscherstufen 2d zum Verdampfen der
Flüssigkeit zugeführt, die den zweiten Plattenzwischenräumen
6 in den vierten Wärmetauscherstufen 2e über die Zufuhrleitung
30 zugeführt wird. Der Dampf, der in den ersten Plattenzwischenräumen
5 in den vierten Wärmetauscherstufen 2d kondensiert wird,
wird über die Durchgangskanäle 34 in den Plattenstapeln
3 und über die Auslaßleitung 35 ausgegeben. Die zugeführte
Flüssigkeit wird verdampft und in den unteren Raum 14 ausgegeben.
Aus dem unteren Raum 14 kann der Dampf über den vierten Flüssigkeitsseparator
16d zum oberen Raum 13 der fünften Wärmetauscherstufen
2e strömen. Flüssigkeit, die in der offenbarten Ausführungsform
Salz enthält, wird dann eingefangen und als überschüssige Flüssigkeit
an den Bodenraum 37 zurückgeführt.
Der Dampf, der durch den vierten Flüssigkeitsseparator
16d strömt, wird an den Bodenraum 13 der fünften Wärmetauscherstufen
2e geleitet. Von diesem oberen Raum wird ein Teil des Dampfs über
die Leitung 23 zum Thermokompressor 20 gesaugt, wohingegen der
Rest des Dampfes den ersten Plattenzwischenräumen 5 in den fünften
Wärmetauscherstufen 2e zugeführt wird. Der Dampf, der in den
ersten Plattenzwischenräumen 5 in den fünften Wärmetauscherstufen
2e kondensiert wird, wird über die Auslaßleitung 35
ausgegeben. Es ist anzumerken, daß die fünften Wärmetauscherstufen
2e, die die abschließende Kondensation durchführen, Wärmetauscherstufen
einer anderen Art enthalten können als die vorangegangenen
Stufen 2a–2d, zum Beispiel Plattenstapel mit Platten eines
anderen Typs oder vollständig unterschiedliche Typen von Wärmetauschern,
zum Beispiel Rohrkondensatoren.
Eine oder mehrere der Wärmetauscherstufen 2a–2d
können auch einen Vorerhitzer 40 zum Vorerhitzen der Salz enthaltenden
Flüssigkeit umfassen, die den ersten Plattenzwischenräumen 5
über die Zufuhrleitung 30 zugeführt wird. Ein solcher Vorerhitzer
40 zum Vorerhitzen der Salz enthaltenden Flüssigkeit mittels des Dampfes,
der den Wärmetauscherstufen 2c zugeführt wird, ist schematisch
in 1 offenbart.
Es ist auch anzumerken, daß es möglich ist, mindestens einen
Teil der überschüssigen Flüssigkeit direkt aus dem unteren Raum
14 in den Wärmetauscherstufen 2a, 2b,
2c an den unteren Raum 14 der nächsten Reihe 8 mit
den Wärmetauscherstufen 2b, 2c, 2d über eine
Kammer 42 strömen zu lassen, siehe 3.
Die überschüssige Flüssigkeit von einer Reihe 8 mit den
Wärmetauscherstufen 2a, 2b, 2c wird über eine
oder mehrere Leitungen 41 in die Kammer 42 geleitet, wo derselbe
Druck wie in der nächsten Reihe mit den Wärmetauscherstufen
2b, 2c, 2d herrscht. Aufgrund des Druckabfalls wird die
überschüssige Flüssigkeit somit verdampft. Die so gebildete Flüssigkeit
wird über eine oder mehrere relativ große Öffnungen 43 in
den unteren Raum in der nächsten Reihe 8 mit den Wärmetauscherstufen
2b, 2c, 2d geleitet.
Die Auslaßleitung 35 kann auch mit einem Trockenverdampfungstank
39 stromabwärts von mindestens einigen der Wärmetauscherstufen
vernunden sein, in der offenbarten Ausführungsform stromabwärts von den
Wärmetauscherstufen 2b, 2c und 2d. Das Kondensat
von den jeweiligen Plattenstapeln 3 wird über die Auslaßleitung
35 an den Trockenverdampfungstank 39 geliefert, wo ein niedrigerer
Druck herrscht als in den jeweiligen Plattenstapeln 3. Aufgrund des Druckabfalls
wird ein Teil des Kondensats über Trockenverdampfung verdampft. Der gebildete
Dampf wird über geeignete Leitungen (nicht offenbart) an die Verfahrenslinie
in der nächsten Reihe 8 mit Wärmetauscherstufen zurückgeführt.
Das verbleibende Kondensat wird über die Leitung 40 aus den Tanks
39 ausgegeben.
Das Gehäuse 10 hat im in 4
gezeigten Querschnitt eine rechteckige Form. Die gegenüberliegenden oberen
und unteren Wände 51 und 52 sind eben, im wesentlichen horizontal
und im wesentlichen parallel. Die gegenüberliegenden Seitenwände
53 und 54 sind eben, im wesentlichen vertikal und im wesentlichen
parallel. Die Anlage ist auch aus einer Anzahl von Modulen 61–63
zur leichten Vormontage in einer Fabrik und zum leichten Aufbau vor Ort, wo die
Anlage installiert werden soll, konstruiert. Jedes Modul 61–63
umfaßt einen der Plattenstapel 3 und einen Teil des Gehäuses
10. Jedes Modul 61–63 wird in Bezug auf die Strömung
mit mindestens einem vorangegangenen oder einem darauffolgenden Modul derselben
Verfahrenslinie 1 verbunden. Weiterhin wird jedes Modul 61–63
in Bezug auf die Strömung mit mindestens einem benachbarten Modul
61–63 in derselben Reihe 8 verbunden. In der offenbarten
Ausführungsform kann der Dampf von einer Wärmetauscherstufe zur nächsten
strömen. Es gibt jedoch keine Unterteilung zwischen benachbarten Plattenstapeln
wie in jeder Reihe 8, was bedeutet, daß sich die Dampfströmung
in einer Verfahrenslinie 1 über benachbarte Verfahrenslinien
1 in der darauffolgenden Reihe 8 erstrecken kann.
Jedes Modul 61–63 kann entweder als inneres
Modul 61 ausgestaltet sein, das zwischen zwei benachbarten Modulen in derselben
Reihe 8 angeordnet ist, oder als ein äußeres Modul
61–63, das nur neben einem benachbarten Modul
61, 63 bzw. 61, 62 in derselben Reihe
8 vorgesehen ist. Ein inneres Modul 61 ist in 6
offenbart. Jedes äußere Modul 62, 63 kann als ein linksseitiges
Modul 62 oder ein rechtsseitiges Modul 63 ausgestaltet sein. Ein
linksseitiges Modul 62 ist in 5 offenbart
und ein rechtsseitiges Modul 63 ist in 7 offenbart.
Der oben erwähnte Teil des Gehäuses 10 jedes Moduls
61–63 wird mechanisch mit mindestens einem benachbarten
Modul 61–63 in derselben Reihe 8 und mit mindestens
einem vorangegangenen oder darauffolgenden Modul 61–63
in derselben Verfahrenslinie 8 verbunden. Nach einer Ausführungsform
kann die mechanische Verbindung durch Verbinden der Module 61–63
miteinander über Schweißverbindungen erfolgen, das heißt das Gehäuse
10 jedes Moduls 61–63 wird mit dem Gehäuse
10 eines benachbarten Moduls 61–63 verschweißt.
Nach einer anderen Ausführungsform kann jedes innere Modul
61 vertikale Längsflansche 70 umfassen, die an entsprechende
vertikale Längsflansche 70 eines benachbarten Moduls 61–63
anstoßen. Die Module 61–63 können dann über
geeignete Verbindungen miteinander verbunden werden, zum Beispiel über Schraubverbindungen.
Die äußeren Module 62–63 unterscheiden sich von
den inneren Modulen 61, da sie nur auf einer Seite Flansche 70
umfassen. Weiterhin kann jedes Modul 61–63 vertikale Transversalflansche
71 umfassen, die an entsprechende vertikale Transversalflansche
71 eines benachbarten Moduls 61–63 in derselben
Verfahrenslinie 1 anstoßen. Diese Flansche 71 sind in
8 angedeutet. Das erste und letzte Modul
61–63 in jeder Verfahrenslinie kann mittels einer Abdeckung
63 von geeigneter Ausgestaltung verschlossen sein. In den Verbindungen
zwischen unterschiedlichen Modulen 61–63 in der Längsrichtung
und in der Transversalrichtung können Dichtungen 74 vorgesehen
sein, siehe 5 und 7.
In der offenbarten Ausführungsform sind die Trockenverdampfungstanks
39 außerhalb des Gehäuses 10 angeordnet, es ist jedoch
auch möglich, sie innerhalb des Gehäuses 10 anzuordnen.
9 und 10 offenbaren schematisch
eine Wärmetauscheranlage nach einer zweiten Ausführungsform. Elemente
mit im wesentlichen gleicher Funktion sind in beiden Ausführungsformen mit
den gleichen Bezugszeichen versehen worden. Nach der zweiten Ausführungsform
erstrecken sich die Verfahrenslinien 1 mit aufeinanderfolgenden Wärmetauscherstufen
2a–2g nicht in einer longitudinalen horizontalen Richtung,
sondern in einer longitudinalen vertikalen Richtung. Die Reihen 8 mit den
Plattenstapeln 3 erstrecken sich wie in der ersten Ausführungsform
horizontal und transversal zu den longitudinalen Verfahrenslinien 1. Die
Breite der letzten Reihe 8 mit den letzten Wärmetauscherstufen
2g, die für die endgültige Kondensation vorgesehen sind, ist
in dieser Ausführungsform größer als die Breite der vorangehenden
Reihen in Bezug auf die Wärmetauscherstufen 2a–2f.
Die Wärmetauscherstufen 2g, die in 9
und 10 offenbart sind, sind über einen Rohrkondensator
realisiert worden. Die zweite Ausführungsform eignet sich für sehr große
Anlagen und umfaßt offensichtlich drei Thermokompressoren 20 mit drei
Zufuhrleitungen 22. Das Gehäuse 10 ist in dieser Ausführungsform
annähernd kubisch, was bedeutet, daß der Außenflächenbereich
des Gehäuses 10 minimiert wird. Die kompakte Konstruktion führt
auch zu sehr kleinen Abständen zum Pumpen. Der erforderliche Grundbereich ist
sehr klein im Vergleich zum Grundbereich, wie er bei einer Anlage mit horizontal
liegenden Verfahrenslinien 1 erforderlich ist.
Die Erfindung ist nicht auf die offenbarten Ausführungsformen
beschränkt, sondern kann innerhalb des Rahmens der folgenden Ansprüche
variiert und modifiziert werden.
ZUSAMMENFASSUNG
Eine Wärmetauscheranlage zur Destillation umfaßt mindestens
zwei parallele Verfahrenslinien (1) mit mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden
Wärmetauscherstufen (2a, 2b), von denen jede einen Plattenstapel
(3) von Wärmetauschplatten (4) umfaßt, die auf eine
solche Weise vorgesehen sind, daß erste Plattenzwischenräume (5)
zum Kondensieren und zweite Plattenzwischenräume (6) zum Verdampfen
gebildet werden. Die Wärmetauscherstufen bilden Reihen (8) mit Wärmetauscherstufen,
die hintereinander und transversal zu den Verfahrenslinien liegen. Jede Wärmetauscherstufe
dient zum Durchführen der Kondensation von Dampf und der Verdampfung einer
Flüssigkeit, wobei den ersten Plattenzwischenräumen Dampf und den zweiten
Plattenzwischenräumen eine Flüssigkeit zugeführt wird. Der zugeführte
Dampf wird zu einer Flüssigkeit kondensiert und die zugeführte Flüssigkeit
wird verdampft und den ersten Plattenzwischenräumen in einer nächsten
Wärmetauscherstufe zum Verdampfen einer Flüssigkeit zugeführt, die
den zweiten Plattenzwischenräumen in dieser nächsten Wärmetauscherstufe
zugeführt wird. Die Anlage umfaßt ein geschlossenes Gehäuse (10),
das einen Innenraum (11) umschließt, in dem die Verfahrenslinien vorgesehen
sind. Das Gehäuse hat, gesehen in einem Querschnitt transversal zu den Verfahrenslinien,
eine rechteckige Form.
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| Anspruch[de] |
Wärmetauscheranlage zum Verdampfen, umfassend mindestens eine Verfahrenslinie
(1) mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Wärmetauscherstufen (2a,
2b), von denen jede einen Plattenstapel (3) von Wärmetauschplatten
(4) umfaßt, die auf eine solche Weise im Plattenstapel vorgesehen
sind, daß erste Plattenzwischenräume (5) zum Kondensieren und
zweite Plattenzwischenräume (6) zum Verdampfen gebildet werden,
wobei jede Wärmetauscherstufe (2a, 2b) dahingehend zum Durchführen
der Kondensation von Dampf und der Verdampfung einer Flüssigkeit auf eine solche
Weise ausgestaltet ist, daß die erste Wärmetauscherstufe (2a)
so angepaßt ist, daß den ersten Plattenzwischenräumen (5)
Dampf und den zweiten Plattenzwischenräumen (6) eine Flüssigkeit
zugeführt wird, wobei der zugeführte Dampf zu einer Flüssigkeit kondensiert
und die zugeführte Flüssigkeit verdampft und den ersten Plattenzwischenräumen
(5) in einer nächsten Wärmetauscherstufe (2b) zum Verdampfen
einer Flüssigkeit zugeführt wird, die den zweiten Plattenzwischenräumen
(6) in dieser nächsten Wärmetauscherstufe (2b) zugeführt
wird, wobei die Anlage ein geschlossenes Gehäuse (10) umfaßt,
das einen Innenraum (11) umschließt, in dem die Verfahrenslinie (1)
mit den Wärmetauscherstufen (2a, 2b) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlage mindestens zwei solche Verfahrenslinien (1) mit aufeinanderfolgenden
Wärmetauscherstufen (2a, 2b) umfaßt,
daß sich die Verfahrenslinien (1) parallel zueinander im Innenraum
(11) erstrecken, wobei die Wärmetauscherstufen (2a,
2b) Reihen (8) mit Wärmetauscherstufen bilden, die nacheinander
und transversal zu den Verfahrenslinien (1) im Innenraum (11)
des Gehäuse (10) vorgesehen sind, und
daß das Gehäuse (10) in einem Querschnitt transversal zu den
Verfahrenslinien (1) eine rechteckige Form hat.
Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage
mindestens drei solche parallele Verfahrenslinien (1) mit aufeinanderfolgenden Wärmetauscherstufen
(2a, 2b) umfaßt.
Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage
mindestens vier solche parallele Verfahrenslinien (1) mit aufeinanderfolgenden
Wärmetauscherstufen (2a, 2b) umfaßt.
Anlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Wärmetauscherstufe (2a, 2b) als ein Modul (61–63)
ausgestaltet ist, das einen Teil des Gehäuses (10) umfaßt und
in Bezug auf die Strömung mit mindestens einem vorangegangenen oder einem nachfolgenden
Modul (61–63) in derselben Verfahrenslinie (1)
verbunden ist.
Anlage nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Modul (61–63) entweder als ein Innenmodul (61)
ausgestaltet ist, das zwischen zwei benachbarten Modulen in derselben Reihe (8)
vorgesehen ist, oder als ein Außenmodul (62, 63), das nur
an dem einen benachbarten Modul in derselben Reihe (8) vorgesehen ist.
Anlage nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Modul (61–63) in Bezug auf die Strömung
mit mindestens einem benachbarten Modul in derselben Reihe (1) verbunden
werden kann.
Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Teil des Gehäuses (10) jedes Moduls (61,
63) mechanisch mit mindestens einem benachbarten Modul in derselben Reihe
(8) und mit mindestens einem vorangegangenen oder nachfolgenden Modul in
derselben Verfahrenslinie (1) verbunden werden kann.
Anlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Verfahrenslinie (1) mindestens drei solche aufeinanderfolgende
Wärmetauscherstufen (2a–2c) umfaßt, wobei mindestens
ein Teil der Flüssigkeit, die in den zweiten Wärmetauscherstufen (2b)
verdampft wird, den ersten Plattenzwischenräumen (5) der dritten Wärmetauscherstufen
(2c) zum Verdampfen einer Flüssigkeit zugeführt wird, die den
zweiten Plattenzwischenräumen (6) in den dritten Wärmetauscherstufen
(2c) zugeführt wird.
Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jede Verfahrenslinie
(1) mindestens vier solche aufeinanderfolgende Wärmetauscherstufen
(2a, 2d) umfaßt, wobei mindestens ein Teil der Flüssigkeit,
die in den dritten Wärmetauscherstufen (2c) verdampft wird, den ersten
Plattenzwischenräumen (5) in den vierten Wärmetauscherstufen
(2d) zum Verdampfen einer Flüssigkeit zugeführt wird, die den
zweiten Plattenzwischenräumen (6) der vierten Wärmetauscherstufen
(2d) zugeführt wird.
Anlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (10) so ausgestaltet ist, daß es die Aufrechterhaltung
eines wesentlich niedrigeren Druckes im Innenraum (11, 13,
14) als in der Umgebung außerhalb des Gehäuses (10)
erlaubt.
Anlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlage auf eine solche Weise ausgestaltet ist, daß sich die Reihen
(8) mit den Wärmetauscherstufen (2a–2b) im
wesentlichen horizontal erstrecken.
Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlage auf eine solche Weise ausgestaltet ist, daß sich die Verfahrenslinien
(1) im wesentlichen horizontal erstrecken.
Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlage auf eine solche Weise ausgestaltet ist, daß sich die Verfahrenslinien
(1) im wesentlichen vertikal erstrecken.
Anlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten Plattenzwischenräume (5) und die zweiten Plattenzwischenräume
(6) in den Plattenstapeln (3) mit Dichtungen (15) abgedichtet
sind.
Anlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Verfahrenslinie (1) ein Flüssigkeitsseparator (16)
vorgesehen ist, der mit im wesentlichen jeder Wärmetauscherstufe (2a,
2b, 2c, 2d) verbunden ist.
Anlage nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlage einen Thermokompressor (20) umfaßt, der über
die Zufuhr von externem Dampf bei einem hohen Druck betrieben werden und mindestens
einen Teil des mindestens in den letzten Wärmetauscherstufen (2d)
produzierten Dampfes aufnehmen kann, um diesen Teil mit dem externen Dampf zu vermischen,
wobei die Mischung den Dampf bildet, der den ersten Wärmetauscherstufen (2a)
zugeführt wird.
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