| Dokumentenidentifikation |
DE202007001609U1 18.10.2007 |
| Titel |
System zur Verbindung und Befestigung von Bauplatten mit Hilfe von Rückseitenelementen |
| Anmelder |
Hamel, Werner, 27607 Langen, DE; Tants, Günter, 27607 Langen, DE; Büchner, Kathrin, 27607 Langen, DE |
| DE-Aktenzeichen |
202007001609 |
| Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) |
18.10.2007 |
| Registration date |
13.09.2007 |
| Application date from patent application |
03.02.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E04C 2/38(2006.01)A, F, I, 20070203, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
E04B 1/61(2006.01)A, L, I, 20070203, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein System zur Verbindung und Befestigung von
Bauplatten mit Hilfe von Rückseitenelementen.
Im Bauwesen werden Bauplatten in großem Maßstab eingesetzt.
Dominierend ist ihr Einsatz
- – im Trockenbau, wo vor allem Gipskarton- und Gipsfaserplatten sowie
Holzwerkstoffplatten (OSB, MDF, HDF, Sperrholz, Laminat, Parkett, Massivholz u.a.)
und Verbundplatten eingesetzt werden und
- – im Fassadenbau, wo Kompaktplatten und Verbundplatten aller Art (z.B.
aus Holz, Kunststoff, Metall, Keramik, Stein u.a.) zum Einsatz kommen.
Die Befestigung der Platten erfolgt auf geeigneten Unterkonstruktionen
durch Schrauben, Klammern oder/und Kleben. Die Einheitlichkeit der Wände, Decken
bzw. Fußböden wird durch dichtes Stoßen der Platten erreicht (
und ) , wobei diese zum effektiven Zusammenhalt spezielle
Stoßkanten aufweisen, die ineinander greifen (–).
Die Plattenverbindungen entsprechend und
lassen ein gewisses Kippeln der Platten nach oben hin
zu und erfordern eine entsprechend sichere Befestigung der Platten auf der Unterkonstruktion.
Die Plattenverbindungen entsprechend den
bis gewährleisten eine höhere Stabilität
der Kantenverbindungen, lassen aber immer noch ein gewisses Kippeln der Platten
vor ihrer Befestigung zu. Aber alle Kantensysteme entsprechend
bis weisen infolge der Minderung der Materialstärken
an den Federn bzw. Nuten der Stoßkanten gegenüber der Plattendicke eine
erhebliche Gefahr der Beschädigung der Stoßkanten während der Plattenmontage
auf, sodaß es immer wieder zu Materialverschleiß, Mehrarbeit und Qualitätsverlust
in der Praxis kommt.
Die Nachteile des Systems der Plattenverbindung entsprechend
bis (DE –
AZ 35 42 262 C2) bestehen weiterhin darin, dass die Platten an ihren Stößen
jeweils durch zwei Reihen von Schrauben an der Unterkonstruktion befestigt werden
müssen, um ein Kippeln der Platten zu vermeiden und dass im Fall von
eine sehr breite Fuge zu verspachteln ist,
was – bedingt durch schichtweises Auftragen von Spachtelmassen – einen
unverhältnismäßig hohen Arbeitsaufwand erfordert und außerdem
durch Schwund und thermisches Arbeiten der Platten zur Rissbildung in den gespachtelten
Fugen führt, was bei Wänden im Wohnungsbau einen beträchtlichen Qualitätsmangel
darstellt.
Plattenverbindungen entsprechend
(DE – AZ 20 2005 015 916.6) haben gegenüber den Platten entsprechend
der bis schon
den Vorteil, nur eine Reihe von Befestigern (bsw. Schrauben) zu benötigen,
haben aber immer noch den Nachteil, dass beim Zusammenschieben der Platten eine
gewisse Beweglichkeit der Platten an den Stößen vor dem Verschrauben auf
der Unterkonstruktion gegeben ist, wodurch Ungenauigkeiten in der Ebenheit der Platten
und in der Größe und Exaktheit der Stoßfuge entstehen können.
Platten für den Bau von Fassaden dürfen wegen der thermischen
Bewegungen der Platten grundsätzlich nicht gestoßen werden. Sie werden
mit offenen Fugen von einigen Millimetern bis Zentimeter verlegt. Dadurch wird der
Unterbau sichtbar und somit der Witterung ausgesetzt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein System zur Verbindung und Befestigung
von Bauplatten zur Verfügung zu stellen, das es gestattet, Platten im Trocken-
und Fassadenbau an ihren Stößen einfach und sicher so zu verbinden, dass
gleichzeitig eine größere Stabilität der Plattenstöße und
eine sichere Planheit der Platten-Scheibe bei geringem Arbeitsaufwand gegeben ist.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein System von
- – Bauplatte,
- – Rückseitenelementen an den Bauplatten,
- – Befestigungsmitteln und
- – Unterkonstruktionen
der Art,
- – daß an jeweils einer von zwei aneinander stoßenden Bauplatten
(BPL) an deren Rückseiten ein streifenförmiges Element (RSE) aus hochstabilem
Holz, Kunststoff oder Metall fest angebracht ist durch Schrauben und/oder Kleben
(KL), das die Fuge der aneinander stoßenden Bauplatten an deren Rückseite
um einige Zentimeter unterlappt, sodaß durch Verschrauben der anstoßenden
Platte mit dem Rückseitenelement (RSE) eine feste Verbindung
dieser Platte mit der Platte, die das Rückseitenelement enthält, unter
Ausbildung einer schmalen Stoßfuge erfolgt (),
wobei
- – das Rückseitenelement auch in entsprechende passende Aussparungen
auf den Rückseiten der Bauplatten verankert sein kann (
und ) und
- – das Rückseitenelement auch geteilt an jeder Kante der Bauplatte
angebracht sein kann und
- – in an sich prinzipiell bekannter Weise in Form von Nut (N) und Feder
(F) ineinander greift beim Zusammenschieben der Bauplatten ()
und
- – so deren festen Schluß mit schmaler Fuge gewährleistet, insbesondere
bei krokodilzahnartiger (Krokodilzahnung – KZa) oder klicksystemartiger Ausbildung
von Nut und Feder (), wobei
- – durch vorherige Verschraubung eines Schenkels des Rückseitenelementes
auf der Unterkonstruktion (UK) nach Zusammenschieben z.B. von zwei Bauplatten beide
Bauplatten fixiert sind () und
- – die Verbindung der Bauplatten mit der Unterkonstruktion auch durch
Schrauben durch die Bauplatte und das Rückseitenelement erfolgen kann ()
sowie
- – die Verbindung der Bauplatten miteinander mit Hilfe von Rückseitenelementen
auch ohne Verschraubung auf der Unterkonstruktion erfolgen kann, wenn die Bauplatten
an anderer Stelle mit der Unterkonstruktion verankert sind (),
wobei alle Kanten der Bauplatten mit den erfindungsgemäßen Rückseitenelementen
versehen sein können, jeweils aber im Falle von Fassadenplatten diese mit offenen
Fugen montiert werden und die jeweilige Unterkonstruktion bekannter Art wie CW-Ständer,
Holz-Ständer u.a. sind und jeweils nur eine Schraubenreihe pro Stoßkante
erforderlich ist.
Die erfindungsgemäße Lösung ist charakterisiert durch:
– RSE (Rückseitenelement):
aus einem Stück oder zweiteilig, vorzugsweise quaderförmig
– L (Länge von RSE):
entspricht der Plattenlänge bzw. -breite; kann auch stückweise
unterbrochen sein
– B (Breite von RSE):
1- bis 10-fache der Plattenstärke
– D (Dicke von RSE):
1/10 bis x der Plattenstärke
– N (Nut):
1/8 bis S von D
– F (Feder):
1/8 bis R von D
– W (Winkelschräge):
10° bis 150°
– Z (Zahnung):
0,1 bis 5 nun
– ZN (Zahnungsneigung):
20° bis 150°
– KL (Klebstoffe):
müssen mit den jeweils verwandten Materialien kompatibel
sein
– RSE – Materialzusammensetzung:
Holz, Holzwerkstoffe, Kunststoffe, oder Metall
Die Vorteile des Systems zur Verbindung und Befestigung von Bauplatten
mit Hilfe von Rückseitenelementen bestehen im Trockenbau in
- – der Erhöhung der Stabilität der Plattenstöße
- – der Verminderung er Gefahr der Beschädigung der Stoßkanten
bei der Montage
- – der Rißfreiheit der Fugen
- – der Einsparung einer Schraubenreihe pro Platte
- – der Minimierung der Fugenbreite und somit
- – der erheblichen Reduzierung des Spachtelaufwandes der Plattenfugen
und somit
- – dem Zeitgewinn bei der Montage
- – der hohen Egalität der Oberfläche der sogen. Scheibe
Für den Fassadenbau gelten die vorgenannten Anstriche 1 und 4
und bei der Verwendung von Materialien mit ausgleichendem thermischen Ausdehnungsverhalten
zwischen Unterkonstruktion und Fassadenplatten, wie z.B. Kunststoffen mit minimalem
Ausdehnungsverhalten, respektive Hartholz oder Leimholz, ergibt sich noch eine Erhöhung
der Sicherheit gegen Wellung oder Rißbildung der Fassadenplatten durch thermisches
Ausdehnen bzw. Zusammenziehen.
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| Anspruch[de] |
System zur Verbindung und Befestigung von Bauplatten mit Hilfe von Rückseitenelementen
gekennzeichnet dadurch, daß Bauplatten für den Trocken-
bzw. Fassadenbau mit einem Rückseitenelement aus hochstabilem Kunststoff, Holz
oder Metall, vorwiegend von rechteckigem Querschnitt an einer oder mehreren Stoßkanten
fest verbunden sind durch Schrauben oder Klammern/Klebstoff und das Rückseitenelement
die Fugen zwischen zwei Bauplatten um einige Zentimeter unterlappt und die darüber
befindlichen Bauplatten durch Verschraubung mit dem Rückseitenelement befestigbar
ist, wobei die Rückseitenelemente auch in entsprechende Aussparungen der Rückseite
der Bauplatten eingepaßt sein können als
– ein ganzes Rückseitenelement oder
– ein zweigeteiltes Rückseitenlement mit prinzipiell bekannter Nut-/Feder-Ausführung,
die krokodilzahn- oder klicksystemartig ausgebildet sein kann
und die Verschraubung der Bauplatten mit der Unterkonstruktion jeweils mit einer
Schraubenreihe pro Stoßkante gegeben ist, entweder
– nur durch das Rückseitenelement oder
– durch Bauplatte und Rückseitenelement hindurch oder auch
– nur durch die Bauplatte hindurch bei zweigeteilten Rückseitenelementen
mit Nut und Feder.
System zur Verbindung und Befestigung von Bauplatten mit Hilfe von Rückseitenelementen
nach Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch, daß die Rückseitenelemente gekennzeichnet
sind durch:
– RSE (Rückseitenelement):
aus einem Stück oder zweiteilig, vorzugsweise quaderförmig
– L (Länge von RSE):
entspricht der Plattenlänge bzw. -breite; kann auch stückweise
unterbrochen sein
– B (Breite von RSE):
1- bis 10-fache der Plattenstärke
– D (Dicke von RSE):
1/10 bis x der Plattenstärke
– N (Nut):
1/8 bis S von D
– F (Feder):
1/8 bis x von D
– W (Winkelschräge):
10° bis 150°
– Z (Zahnung):
0,1 bis 5 mm
– ZN (Zahnungsneigung):
20° bis 150°
– KL (Klebstoffe):
müssen mit den jeweils verwandten Materialien kompatibel
sein
– RSE-Materialzusammensetzung:
Holz, Holzwerkstoffe, Kunststoffe oder Metall
System zur Verbindung und Befestigung von Bauplatten mit Hilfe von Rückseitenelementen
nach Anspruch 1 und 2 gekennzeichnet dadurch, daß im Fassadenbau die Rückseitenelemente
vorzugsweise aus einem Material mit thermisch ausgleichenden Eigenschaften zwischen
Unterkonstruktion und Fassadenplatten wie Leimholz, Hartholz, Kunststoff mit minimaler
thermischer Ausdehnung bestehen.
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