Die Erfindung betrifft ein Nackenstützkissen mit einem Stützbereich,
einer Außenkontur und bezüglich seiner Dicke eine Auflagefläche zur
Auflage auf einer Unterlage, üblicherweise eine Matratze, und eine Nackenstützfläche.
Ein solches Nackenstützkissen ist der US
4768246 zu entnehmen. Bei den dort erläuterten Ausführungsformen
eines Nackenstützkissens ist eine ebene Auflagefläche zur Auflage auf
einer Matratze und dazu parallel in Dickenrichtung beabstandet eine obere Fläche
vorgesehen. Zwischen der flächenmäßig größeren Auflagefläche
und der im Verhältnis dazu kleineren oberen Fläche befindet sich eine
schräge Fläche. Ausgehend von der oberen Fläche befindet sich in
dem Nackenstützkissen ein Durchbruch mit einer im Schnitt konisch verlaufenden
Innenkontur, der eine Mulde zur Aufnahme des Hinterkopfs einer Person bildet, um
eine ausgerichtete stabile Lage auf dem Rücken zu ermöglichen. Die Mulde
und die Außenkontur können kreisförmig gestaltet sein und außerdem
ist die Mulde außermittig in der oberen Fläche angeordnet, um eine Anpassung
an unterschiedliche Halslängen von Personen zu erreichen.
Ein solches Nackenstützkissen ist jedoch nicht für Personen
geeignet, die eine Seitenlage beim Schlaf bevorzugt einnehmen und ermöglicht
auch keine komfortable Position insofern, als keine individuelle Berücksichtigung
des Versatzes des Nackenverlaufs zum Hinterkopf gegeben ist.
Die US 4726087 beschreibt
ein Nackenstützkissen mit im wesentlichen rechteckiger Form. Die Auflageseite
für die Auflage auf einer Unterlage, beispielsweise eine Matratze, weist verteilte
Noppen auf. Entlang der oberen Stützfläche verlaufen Rippen, wobei die
Bereiche entlang der beiden parallelen Längskanten gegenüber dem dazwischen
befindlichen rinnenartig vertieften Bereich unterschiedlich erhöht sind, um
so zumindest zwei unterschiedliche Anpassungsbereiche zur Verfügung zu stellen.
Zwar erlaubt diese Form auch eine Seitenlage, bietet in dieser jedoch keine günstige
Positionierung des Kopfes insgesamt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Nackenstützkissen
zu schaffen, das eine günstige Anpassung an die individuellen Liegegewohnheiten
und Körperverhältnisse ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein
Nackenstützkissen mit einem ringartigen Stützbereich, der eine Außenkontur
und eine Innenkontur aufweist, der bezüglich seiner Dicke eine Auflagefläche
zur Auflage auf einer Unterlage und dazu beabstandet eine auf dem Umfang des Stützbereichs
wellenförmige Nackenstützfläche mit Wellenabschnitten bildet, wobei
die Wellenabschnitte bezüglich ihrer Wellentäler unterschiedliche Abstände
in Dickenrichtung zur Auflagefläche aufweisen.
Von Vorteil bei dieser Gestaltung ist, dass die Wellenform und die
ringartige Gestaltung, verbunden mit den unterschiedlich dicken Abschnitten, neben
einer stabilen Abstützung des Kopfs einer Person sowohl in der Rückenlage
als auch in der Seitenlage bei gleichzeitiger Wahl der günstigsten Abstützung
des Nackenbereichs wegen der unterschiedlich dicken Abschnitte ermöglicht.
Günstig ist, wenn der Stützbereich im Querschnitt eine gerundete Form
aufweist.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Außenkontur
und die Innenkontur kreisförmig gestaltet sind und jeweils einen Mittelpunkt
aufweisen. Vorzugsweise sind dabei die Mittelpunkte von Außenkontur und Innenkontur
zueinander versetzt. Dies ermöglicht zusätzlich eine individuelle Anpassung
an die bzw. Auswahl der Abschnitte entsprechend der Länge des Halses bzw. Nackenbereiches.
Ferner ist es günstig, wenn die Abstände der Wellentäler
zur Auflagefläche, ausgehend von einem Minimum, in beiden Umfangsrichtungen
des Stützbereichs bis zu einem Maximum zunehmen.
Durch den symmetrischen Verlauf kann gleichwohl eine Einnahme einer
Seitenlage auf der linken Schulter als auch der echten Schulter erfolgen, wobei
eine Auswahl der jeweils günstigsten Unterstützung durch einen der Wellenabschnitte
erreichbar ist.
Günstig ist, wenn der Mittelpunkt der Innenkontur zur Außenkontur
hin im Bereich einer Achse durch das Maximum und Minimum versetzt ist, da hierdurch
bereits den üblichen Körperproportionen, nach denen ein großer und
stabiler Mensch auch einen längeren und stärker zurückversetzten
Nackenbereich aufweist als ein kleiner Mensch, Rechnung getragen wird.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt.
Es zeigt
1 eine Draufsicht auf das Nackenstützkissen,
2 einen Schnitt II-II gemäß 1
und
3 eine Abwicklung des halben Umfangs des Nackenstützkissens
bezüglich der der Auflagefläche desselben abgewandten Abschnitte der oberen
Kontur der Nackenstützfläche.
Die 1 bis 3
werden nachfolgend zusammen beschrieben.
Das Nackenstützkissen weist einen ringartigen Stützbereich
1 auf, der eine im wesentlichen im unverformten Zustand kreisförmige
Außenkontur 2, eine kreisförmige Innenkontur 3 und in
Dickenrichtung unten eine Auflagefläche 4 zur Auflage auf einer Unterlage,
beispielsweise eine Matratze, und oben eine Nackenstützfläche
5 besitzt. Der Stützbereich 1 des Nackenstützkissens
ist bezüglich einer Symmetrieachse S spiegelsymmetrisch gestaltet. Dabei besitzt
die kreisförmige Außenkontur 2 einen auf der Symmetrieachse S
angeordneten Mittelpunkt M1 und die Innenkontur 3 einen dazu auf der Symmetrieachse
S zur Außenkontur 2 hin versetzten Mittelpunkt M2. Die Außenkontur
2 und die Innenkontur 3 müssen nicht exakt einer Kreisform
entsprechen. Wichtig ist der Versatz der beiden Konturen, um so auf dem Umfang des
Stützbereichs 1 diametrial auf der Symmetrieachse S unterschiedliche
Breiten B1 und B2 zu erreichen, so dass sich Bereiche ergeben, die für unterschiedliche
Nackenlängen geeignet sind, und so beispielsweise der Bereich mit der Breite
B1 für einen großen Menschen mit entsprechend langem Hals und Nackenlänge
und der Bereich mit der Breite B2 für einen kleineren Menschen mit entsprechend
kürzerem Hals und Nackenlänge passt.
Eine weitere Anpassung an die bei großen und kleineren Menschen
unterschiedlichen Proportionen wird ferner dadurch erreicht, dass Umfangsabschnitte
U1 und U2 symmetrischer Ausbildung mit mehreren Wellenabschnitten 6 gebildet
sind, die jeweils ein Wellental 7 und dieses abgrenzend Wellenberge
8 aufweisen, wie insbesondere aus 3 ersichtlich
ist, wobei das Wellental 7 des im Bereich der größten Breite
B2 liegenden Wellenabschnitts 6 zur Auflagefläche 4 einen
größeren Abstand A zur Auflagefläche 4 aufweist, als das
Wellental 7 des im Bereich der kleinsten Breite B1 befindlichen Wellenabschnitts
6.
Der Stützbereich 1 des Nackenstützkissens bzw.
dessen Kern kann aus verschiedenen Materialien bestehen, z.B. aus Polyurethan-Schaum,
elastischem Latex mit Poren oder dergleichen Material.
Es wird durch die symmetrische Ausbildung auch bei der Auswahl des
individuell richtigen Wellenabschnitts erreicht, dass unabhängig von der eingenommenen
Seitenlage das Gesicht der auf dem Nackenstützkissen ruhenden Person stets
frei liegt. Die Wellenabschnitte 6 sind auch zur Innenkontur
3 und Außenkontur 2 gerundet.
- 1
- Stützbereich
- 2
- Außenkontur
- 3
- Innenkontur
- 4
- Auflagefläche
- 5
- Nackenstützfläche
- 6
- Wellenabschnitte
- 7
- Wellental
- 8
- Wellenberg
- M1
- Mittelpunkt der Außenkontur
- M2
- Mittelpunkt der Innenkontur
- B1
- Breite
- B2
- Breite
- U1
- erster Umfangsabschnitt
- U2
- zweiter Umfangsabschnitt
- A
- Abstand
- S
- Symmetrieachse