Die Erfindung betrifft eine Lackmischwaage nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Zur exakten Mischung von Lacken, wie dies z.B. in Lackierbetrieben
erforderlich ist, werden Lackmischwaagen verwendet. Diese Geräte bestehen aus
einer relativ genauen Waage, die mit einer elektronischen Bedieneinheit mit Anzeige
verbunden ist. Einfache Geräte verfügen lediglich über eine einzeilige
Digitalanzeige sowie einige wenige Funktionstasten, während anspruchsvolle
Lackmischwaagen einen Bildschirm und eine vollwertige Tastatur besitzen und mit
einem Computer verbunden werden können. Damit ist es möglich, die für
einen bestimmten Lack erforderlichen Rezepturen einzulesen die erforderlichen Lackanteile
genau zu definieren und zuzuwiegen.
Nach dem Stand der Technik sind so genannte Kompaktgeräte bekannt,
die aus einem den Messwandler aufnehmenden Waagengehäuse mit Lastschale, einem
Stativ und einer Anzeige- und Bedieneinheit bestehen und auf einer Tischfläche
aufgestellt werden können. Beim Zuwiegevorgang wird ein Mischbehälter
auf die Lastschale gestellt und dieser entsprechend den angezeigten Anteilen mit
den verschiedenen Lacken von Hand befüllt. Beim Umgang mit Lacken ist es kaum
zu vermeiden, das Gerät durch Spritzer oder heruntertropfende Flüssigkeit
zu verschmutzen. Da die Geräte nach dem Stand der Technik ungeschützte
Gehäuse aus Kunststoff oder Metall besitzen, lassen sich diese Verunreinigungen
nur schwer wieder entfernen. Dies ist besonders lästig, falls Tastatur oder
Display der Anzeige- und Bedieneinheit betroffen sind. Viele Anwender versuchen
deshalb, sich zu behelfen und überziehen das Gehäuse mit hüllenförmig
ausgebildeten Klarsichtfolien, wodurch allerdings die Bedienung erschwert wird.
Im Hinblick auf den zuvor beschriebenen Stand der Technik besteht
die Aufgabe darin, einen neuen Typ einer Lackmischwaage zu entwickeln, welcher die
genannten Probleme löst und dem Benutzer unnötige Arbeit erspart.
Die Erfindung betrifft eine elektronische Lackmischwaage, bestehend
aus einem den Messwandler aufnehmenden Waagengehäuse mit Lastschale, einem
Stativ sowie einer Anzeige- und Bedieneinheit. Zum Schutz der verschmutzungsgefährdeten
Flächen, ist eine hochtransparente Schutzfolie vorgesehen, die leicht abnehmbar
ist. Der wesentliche Vorteil der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik
besteht darin, dass die Schutzfolie genau den Gehäusebauteilen angepasst ist
und bei Verschmutzung durch den Benutzer ohne Werkzeug leicht gegen eine neue Folie
ausgetauscht werden kann. Weiterhin ist vorteilhaft, dass sich derartige Folien
sehr kostengünstig herstellen lassen und auch bei der Entsorgung keine Probleme
darstellen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen,
die Ausführungsbeispiele darstellen, näher erläutert.
Es zeigt 1 eine erfindungsgemäße
Lackmischwaage in einer Ansicht schräg von oben. Eine Lastschale
1 ruht auf einem den Messwandler aufnehmenden Waagengehäuse
2, der mit einem Stativ 3 verbunden ist. Dieses trägt eine
Anzeige- und Bedieneinheit 4 mit Anzeige 5 und Tastatur
6. Die der Lastschale 1 zugewandte Fläche des Stativs
3 und der Anzeige- und Bedieneinheit 4 trägt eine transparente
Schutzfolie 7, deren Breite mindestens der des Stativs entspricht, welche
mittels angeformter Klemmleisten 8, 8' in entsprechend dimensionierten
Nuten 9, 9' befestigt wird.
2 zeigt eine erfindungsgemäße Lackmischwaage
gemäß 1 in einer Detailansicht. Die Art und
Befestigung der Schutzfolie 7 mit Klemmleiste 8 in der Nut
9 ist in dieser Abbildung vergrößert dargestellt. Die mit der
Schutzfolie 7 einstückig verbundene, flexible Klemmleiste
8 besitzt eine Verdickung 10 im vorderen Bereich, die vorzugsweise
mit Widerhaken 11 versehen ist, um einen festen Sitz in der Nut
9 zu gewährleisten.
In 3 ist eine erfindungsgemäße
Lackmischwaage gemäß 1 in einer Detailansicht
dargestellt. Diese Ansicht zeigt, wie eine erfindungsgemäße Schutzfolie
7 am unteren Bereich des Stativs 3 befestigt wird. Die einstückig
mit der Schutzfolie verbundene, flexible Klemmleiste 8 ist nicht an deren
Ende, sondern in hinreichender Distanz zu diesem angeordnet. So wird erreicht, dass
der überstehende Teil der Schutzfolie 7 geteilt werden kann und mit
den beiden seitlichen Überständen 12, 12' die im Wesentlichen
senkrechte Fläche 13 des Stativs geschützt wird. Der mittlere
Überstand 14 deckt die horizontale Fläche 15 ab.
4 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lackmischwaage mit einer größeren Schutzfolie. Diese Lackmischwaage gemäß
1 besitzt eine Schutzfolie 8, welche die vertikale
Fläche des Stativs 3 und auch die horizontale Fläche im Bereich
der Lastschale 1 abdeckt.
In 5 wird eine erfindungsgemäße
Lackmischwaage in einer weiteren Ausführungsform gezeigt. Eine Lastschale
16 ruht auf einem den Messwandler aufnehmenden Waagengehäuse
17, der mit einem Stativ 18 verbunden ist. Dieses trägt eine
Anzeigeeinheit 19. Vor der Lastschale 16 befindet sich eine Tastatur
20 als Eingabemedium. Eine transparente Schutzfolie 21, deren
Breite mindestens der des Stativs entspricht, erstreckt sich von der Oberkante
der Anzeigeeinheit 19 bis zur Vorderkante der Tastatur 20 und
wird dabei unter der Lastschale 16 hindurchgeführt. Sie wird mittels
Adhäsionsstreifen 22, 22', 22'' an den Bauteilen
der Lackmischwaage lösbar befestigt. Im Bereich der auf das eigentliche Wägesystem
wirkenden Krafteinleitungspunkte besitzt die Schutzfolie 21 zur Vermeidung
von Kraftnebenschlüssen hier nicht dargestellte Ausschnitte.