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Dokumentenidentifikation DE602004003627T2 18.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001491491
Titel Karbonator mit Hohlfasermembranmodul zur Zubereitung von Getränken
Anmelder Page, John K.R., Camberley, GB;
Page, Mark George, Finchamstead, Berkshire, GB
Erfinder Page, John K.R., Little Sandhurst, Camberley GU47 8QS, GB;
Page, Mark George, Finchamstead, Berkshire RG40 4JF, GB
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Aktenzeichen 602004003627
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.05.2004
EP-Aktenzeichen 042532176
EP-Offenlegungsdatum 29.12.2004
EP date of grant 13.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.10.2007
IPC-Hauptklasse B67D 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B67D 1/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A23L 2/54(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Viele Getränke erfordern bestimmte Konzentrationen an Gasen, die in mindestens einem der Flüssigkeitsbestandteile vor dem Abziehen gelöst sein müssen, um den gewünschten Geschmack und/oder die gewünschten Präsentationseffekte in dem fertiggestellten Getränk zu erreichen. Beispiele für solche Getränke umfassen mit Kohlendioxid versetzte Säfte, Sodas und dergleichen, bei denen Kohlendioxid entweder im Vorhinein bei einem erhöhten Druck in Wasser gelöst wird, das einem Konzentrat zugesetzt wird, oder bei einem erhöhten Druck in dem Gemisch aus Wasser plus Konzentrat vorgelöst wird. Wenn ein ein korrektes Abziehen stattfindet, verbleibt ein wesentlicher Teil des Kohlendioxids in dem Glas oder Becher in Lösung, wodurch der vertraute Geschmackseffekt erzeugt wird, wenn das Getränk konsumiert wird. Andere Beispiele für Getränke umfassen abgekühlten oder heißen Kaffee sowie Schokoladen, wobei entweder Stickstoff- oder Luftgase bei einem erhöhten Druck in Wasser oder in mit Konzentrat vorgemischtem Wasser vorgelöst werden. Wenn diese Flüssigkeiten korrekt abgezogen werden, werden die vorgelösten Gase beim Durchgang der Flüssigkeit durch den Abziehhahn im Wesentlichen aus Lösungen entfernt, so dass eine große Menge kleiner Blasen gebildet wird, die auf der Oberfläche des Getränks aufschwimmen und sich dort absetzen, so dass eine ansprechende Präsentation des Getränks in dem Glas oder dem Becher erzeugt wird.

Weitere Beispiele umfassen Getränke auf der Basis von Milchprodukten, die vorgelöstes Stickstoffoxid enthalten, und Getränke auf Wasserbasis, die vorgelösten Sauerstoff enthalten.

Die Verwendung von Gas/Flüssigkeit-Kontaktmodulen, die nicht-flutende, gasdurchlässige Hohlfasern und dazugehörige Kontroll- bzw. Steuerschemata zur Kontrolle bzw. Steuerung gelöster Gase in Flüssigkeiten enthalten, wurde in dem US-Patent 5,565,149 beschrieben. Die Technologie, die in dem US-Patent 5,565,149 beschrieben worden ist, wurde in einer Reihe von Cellarstream®-Abziehsystemen kommerzialisiert, die von Headmaster, Ltd., Bramshill, Vereinigtes Königreich, und Permea, ein Bereich von Air Products and Chemicals, Inc., Allentown, Pennsylvania, USA, hergestellt und vermarktet werden. Eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus dem US-Patent 4,950,431 bekannt.

Die Menge eines Gases, die in einer Flüssigkeit bei einer ausgewählten Temperatur gelöst werden kann, ist zu dem auf das Gas ausgeübten Absolutdruck proportional.

Bisher bestanden Getränkeabziehsysteme, welche die Gas/Flüssigkeit-Kontaktmodule nutzten, aus den zwei Schalenöffnungen des Kontaktmoduls, die mit einer unter Druck gesetzten Flüssigkeitsquelle bzw. einem Abziehhahn verbunden sind, wohingegen die Gasöffnung des Kontaktmoduls mit einer unter Druck gesetzten Gasquelle verbunden ist.

Um einen effizienten Betrieb solcher Systeme aufrechtzuerhalten, sind zusätzliche Steuereinrichtungen, wie z.B. diejenigen, die in dem US-Patent 5,565,149 beschrieben sind, erforderlich, um den Gasdruck, der auf die Kontaktmodulfasern ausgeübt wird, im Wesentlichen bei dem gleichen Druck wie demjenigen der Flüssigkeitszufuhr in das Kontaktmodul aufrechtzuerhalten. Diese herkömmlichen Systeme weisen für bestimmte Anwendungen Nachteile auf.

Wenn es erwünscht ist, eine große Menge eines schwach löslichen Gases, wie z.B. Stickstoff, für ein Getränk wie z.B. ein gekühltes Kaffeegetränk zu lösen, muss das Kontaktmodul so gebaut sein, dass es bei entsprechend hohen Drücken sowohl auf der Flüssigkeits- als auch auf der Gasseite des Systems sicher betrieben werden kann. Bei einer Arbeitstemperatur von 3°C werden Kontaktmodule, die für einen Betrieb bei einem Überdruck von maximal 4 bar bemessen sind, eine maximale Konzentration an gelöstem Stickstoff von etwa 110 ml pro Liter Wasser abgeben. Die Konzentration an vorgelöstem Gas bestimmt direkt die Größe der „Haube" auf dem abgezogenen Getränk und es ist allgemein anerkannt, dass der Betrieb der Kontaktmodule bei einem hohen Druck zur Abgabe hoher Konzentrationen an gelöstem Gas erwünscht ist, wenn dies wirtschaftlich erreicht werden könnte.

Zusätzliche Nachteile von relativ hohen Kosten und der Komplexität von Geräten stellen Barrieren bezüglich einer breiten Nutzung solcher Kontaktmodulsysteme dar, wenn verglichen mit einigen Einzelhandelsgeschäften eine niedrigere Gebrauchsfrequenz die Norm wäre, wie z.B. im häuslichen Bedarfssektor.

Die vorliegende Erfindung stellt eine neue Vorrichtung zur Nutzung von Hohlfaser-Gas/Flüssigkeit-Kontaktmodulen bei viel höheren Flüssigkeits- und Gasdrücken bereit, wie dies bisher praxisgeeignet oder wirtschaftlich war. Die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung kann somit Flüssigkeiten abgeben, die signifikant höhere Konzentrationen an gelöstem Gas enthalten, wie dies mit einer herkömmlichen Vorrichtung möglich ist. Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ergibt sich aus dem Ausschluss des Bedarfs für Steuereinrichtungen zum Ausgleich der Flüssigkeits- und Gasdrücke innerhalb des Kontaktmoduls, wodurch sowohl die Kosten als auch die Komplexität der meisten Geräte vermindert werden. Ein weiterer Vorteil, der sich aus der vorliegenden Erfindung ergibt, besteht darin, dass dann, wenn die Vorrichtung zum Auflösen eines sehr gut löslichen Gases verwendet wird, wie z.B. von Kohlendioxid, die praktische Leistung des Kontaktmoduls bei einem typischen Abziehvorgang signifikant größer ist als diejenige des Kontaktmoduls mit vergleichbarer Geometrie, das in der herkömmlichen Weise betrieben wird.

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Nutzung der Vorrichtung für eine Anwendung von Gas/Flüssigkeit-Kontaktmodulen, die Hohlfasern enthalten, zum Lösen bzw. Auflösen von Gasen in Flüssigkeiten vor dem Abziehen einer Flüssigkeit als Getränk.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung gemäß dem beigefügten Anspruch 1 bereit.

Die Flüssigkeit innerhalb des Behälters kann ein Getränk wie z.B. Kaffee, Tee, Soda und dergleichen oder ein Konzentrat, das zur Herstellung eines Getränks durch die Zugabe einer anderen Flüssigkeit geeignet ist, oder Wasser sein.

Das unter Druck gesetzte Gas innerhalb des Behälters ist typischerweise ein Gas, das in einem Getränk gelöst ist, wie z.B. Kohlendioxid, Stickstoff, Stickstoffoxid, Sauerstoff, Luft und dergleichen.

Typischerweise enthält das Kontaktmodul ein Bündel von Hohlfasermembranen, wobei die Fasern gasdurchlässig und flüssigkeitsundurchlässig sind. Das Kontaktmodul weist eine Flüssigkeitseintrittsöffnung auf, die es einer Flüssigkeit ermöglicht, einen Zugang zu dem Äußeren der Hohlfasermembranen innerhalb des Moduls zu erhalten. Das Modul enthält auch eine Gaseintrittsöffnung, die es einem Gas ermöglicht, das Innere der Hohlfasermembranen in dem Modul zu füllen. Da sich das Gas bei einem erhöhten Druck befindet, während es in der Gegenwart der Flüssigkeit vorliegt, löst die Flüssigkeit einen relativ hohen Anteil des Gases, wodurch eine Flüssigkeit bereitgestellt wird, die ein gelöstes Gas darin enthält.

In den beigefügten Zeichnungen, die einen Teil der Beschreibung bilden, zeigt

1 eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

2 eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Entsprechende Bezugszeichen zeigen in den verschiedenen Figuren der Zeichnungen entsprechende Teile an.

Die folgende detaillierte Beschreibung veranschaulicht die Erfindung beispielhaft und ist nicht beschränkend aufzufassen. Die Beschreibung ermöglicht es dem Fachmann in eindeutiger Weise, die Erfindung auszuführen und zu verwenden, und beschreibt mehrere Ausführungsformen, Anpassungen, Variationen, Alternativen und Anwendungen der Erfindung, einschließlich dessen, was gegenwärtig als die beste Art und Weise der Ausführung der Erfindung angesehen wird.

Die 1 zeigt eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Es wird eine Vorrichtung 10, die einen geschlossenen Behälter 14 aufweist, der eine Flüssigkeit 16 und ein Kontaktmodul 24 enthält, bereitgestellt. Das Modul 24 weist eine Schale 22 auf, die ein Bündel von Hohlfasern 12 umgibt. Das Modul 24 weist einen Raum 20 auf, der das Bündel von Hohlfasern 12 umgibt, worin eine Flüssigkeit vorliegt. Das Kontaktmodul 24 weist eine Endkappe 30 in dem unteren Bereich auf, welche die Enden der Fasern in dem Faserbündel 12 verschließt, wodurch ein Eintreten von Flüssigkeit in das Innere der Fasern verhindert wird. Es gibt einen oberen Verschluss 26, der die Bereiche um die Fasern 28 verschließt, jedoch stellt die obere Fläche des Verschlusses 26 eine Faserfläche 28 bereit, die zur Atmosphäre hin offen ist, wodurch das Innere der Fasern 12 ein Gas aufnehmen kann.

Der obere Teil des geschlossenen Behälters 14 ist mit einer Kappe 42 ausgestattet, welche die offene Fläche der Hohlfasern 28 bedeckt und einen Gaskanal 32 bereitstellt, der unter Druck gesetztes Gas zu der offenen Fläche 28 des Bündels von Fasern 12 zuführt. Die Kappe 42 ist zwischen der Kontaktmodulschale 22 und dem Inneren der Kappe 42 mit Ringdichtungen 38 und 40 abgedichtet. Eine Auslassöffnung 34 ist bereitgestellt, um es einer Flüssigkeit, die das Faserbündel 12 in dem Raum 20 umgibt, zu ermöglichen, aus dem Kontaktmodul 24 auszutreten. Das Innere des geschlossenen Behälters 14 weist einen vorgegebenen Pegel einer Flüssigkeit 16 auf und in dem verbleibenden Abschnitt des Inneren des geschlossenen Behälters 14 befindet sich ein unter Druck gesetztes Gas 18, das unter Druck verbleibt.

In der Vorrichtung 10 ist das Kontaktmodul 24 mit einer unteren Öffnung 36 zum Empfangen von Flüssigkeit von der Flüssigkeit 16 in dem geschlossenen Behälter 14 ausgestattet. Die Flüssigkeit 16 tritt in das Kontaktmodul an der Öffnung 36 ein und füllt den Raum 20 zwischen dem Faserbündel 12 und der Außenschale 22 des Kontaktmoduls. Beim Gebrauch der Vorrichtung 10 wird dann, wenn eine Gas-enthaltende Flüssigkeit gewünscht ist, die Gas-enthaltende Flüssigkeit durch eine obere Öffnung 34 entfernt. Die Kappe 42 ist mit einer zusätzlichen Ringdichtung 44 und einer Druckdichtung 46 ausgestattet, um zu verhindern, dass das unter Druck gesetzte Gas aus dem geschlossenen Behälter 14 entweicht. Eine Öffnung 48 ist mit einem unter Druck gesetzten Gas verbunden und ermöglicht somit einem Gas, bei der Öffnung 48 in den geschlossenen Behälter 14 einzutreten, um das erforderliche, unter Druck gesetzte Gas in dem Raum 18 in der Vorrichtung bereitzustellen.

Die 2 zeigt eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Eine Vorrichtung 50 weist eine Gaseinlassöffnung 63 auf, die innerhalb der Kappe 42 eingearbeitet ist und stellt ein unter Druck gesetztes Gas für den Gaskanal 32 bereit. Ein Ventil 62 mit 3 Öffnungen und 2 Positionen ist gegebenenfalls in der Gaszuführungsleitung stromaufwärts von der Gasöffnung 63 bereitgestellt. Eine Gasdruckreguliereinrichtung 64 ist zwischen dem Ventil 62 und der Gasquelle 66 angeordnet. Die Gasquelle 66 stellt unter Druck gesetztes Gas mit einem vorgegebenen Druck bereit, so dass es den Raum 18 füllt. In der vorliegenden Ausführungsform kann der Pegel der Flüssigkeit 16 automatisch zwischen zwei ausgewählten Pegeln gehalten werden, nämlich einem oberen Pegel und einem unteren Pegel. Wenn ein ausreichendes Abziehen der Gas-enthaltenden Flüssigkeit durch die Öffnung 34 dazu führt, dass der Flüssigkeitspegel unter den unteren ausgewählten Pegel fällt, öffnet eine Steuereinrichtung 60 das Ventil 62, um unter Druck gesetztes Gas aus dem geschlossenen Behälter 14 abzulassen. Die Steuereinrichtung 60 betätigt auch ein Ventil 56, das es ermöglicht, dass eine Flüssigkeit von der Flüssigkeitsquelle 58 durch eine Öffnung 54 zugesetzt wird, bis der höhere ausgewählte Flüssigkeitspegel in dem geschlossenen Behälter 14 erreicht wird. Die Steuereinrichtung 60 betätigt dann das Ventil 62 und schließt das Flüssigkeitseintrittsventil 56, so dass es ermöglicht wird, auf den Raum 18 in dem geschlossenen Behälter 14 wieder einen Gasdruck auszuüben.

Der geschlossene Behälter 14 ist ferner mit einer Steuereinrichtung 60 ausgestattet, die eine Sensoreinrichtung 52 enthält, wobei die Sensoreinrichtung 52 erfasst, wenn der Flüssigkeitspegel unter den unteren vorausgewählten Pegel fällt und wenn der Flüssigkeitspegel den oberen vorausgewählten Flüssigkeitspegel erreicht. Folglich liefert die Steuereinrichtung 60 Signale an das Flüssigkeitssteuerventil 56 zum Öffnen bzw. Schließen, wenn die Flüssigkeit 16 den unteren Pegel erreicht, und erneut beim Wiederbefüllen, wenn die Flüssigkeit den oberen vorausgewählten Pegel erreicht.

Ein zusätzlicher Vorteil dieser Ausführungsform der Erfindung ist derart, dass der Wasserpegel automatisch zwischen dem vorausgewählten oberen und unteren Pegel aufrechterhalten werden kann, ohne Druck aus dem geschlossenen Behälter 14 abzulassen, bevor mit dem jeweiligen Wiederbefüllungsvorgang fortgefahren wird. Wenn der Druck der Wasserquelle 58 über dem Betriebsdruck des geschlossenen Behälters 14 liegt, kann das Ventil 62 in diesem Betriebsmodus weggelassen werden.

Diese Ausführungsform der Erfindung hat den weiteren Vorteil, dass keine Verschwendung von unter Druck gesetztem Gas stattfindet, das beim Betrieb eingesetzt wird. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das gesamte Wasser, das dem geschlossenen Behälter 14 während jedes Wiederbefüllungsvorgangs zugesetzt wird, zuerst durch das Kontaktmodul 24 hindurchtreten muss. Dies stellt eine hohe Effizienz beim Lösen des unter Druck gesetzten Gases in der Flüssigkeit bereit, da die gesamte Flüssigkeit, die das System verlässt, zweimal durch das Kontaktmodul 24 hindurchgetreten ist. Wie es in nachfolgenden Beispielen gezeigt ist, wurde gefunden, dass die Effizienz des Lösens eines Gases in einer Flüssigkeit signifikant höher ist als die Effizienz eines einzelnen vergleichbaren Kontaktmoduls, das in einer herkömmlichen Weise bei dem gleichen Druck, der gleichen Temperatur und der gleichen Abziehströmungsgeschwindigkeit betrieben wird.

Beispiel 1

Ein Kontaktmodul mit einem Innendurchmesser von 51 mm, das eine aktive Faserfläche von 1,2 m2 enthielt, wurde gemäß der in der 2 gezeigten Ausführungsform an einem 10,5 Liter-Fass angebracht. Das Fass wurde isoliert und mit einem Flüssigkeitspegelsensor, einer Flüssigkeitspegelsteuereinrichtung und einem Magnetventil in Reihe von einer Quelle von Vakuum-entgastem Wasser gemäß der in der 2 gezeigten Anordnung ausgestattet.

Der Pegelsensor war von einem Typ, der nur einen einzelnen Pegel erfasste, der auf 9,5 Liter eingestellt war. Die Steuereinrichtung war mit einem Schalter ausgestattet, der die Wirkung einer Erfassung eines unteren Pegels simulierte und folglich dem Anwender erlaubte, zu bestimmen, wann das Fass wieder befüllt werden soll. Der Raum in dem Fass wurde anfänglich mit Kohlendioxidgas gefüllt, das von einem Zylinder mit einer nicht-entlastenden Druckreguliereinrichtung, die auf einen Abgabedruck von 3 bar eingestellt war, zugeführt wird. Ein Druckmessgerät wurde stromabwärts von dieser Reguliereinrichtung in die Zuführungsgasleitung eingebaut.

Die Wasserquelle stand unter einem Druck von 4,2 bar und hatte eine Temperatur von 13,3°C. Das Fass begann sich mit Wasser zu füllen, wenn die Steuereinrichtung mit elektrischer Leistung versorgt wurde, und es füllte sich weiter, bis der obere Pegel, der von dem Pegelsensor eingestellt worden ist, erreicht wurde. Während dieser Zeit blieb der Wert des Druckmessgeräts in der Zuführungsgasleitung bei 3 bar.

Die Kohlendioxidkonzentrationen einer Abfolge von fünf abgezogenen Volumina von 200 ml, die jeweils bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 2,0 Liter pro Minute abgezogen worden sind, wurden mit einem Kohlendioxidanalysegerät des Typs gemessen, der zum Testen von Sodas verwendet wird. Die gemessenen Kohlendioxidkonzentrationen blieben bei 4,22 Volumina Kohlendioxid pro Flüssigkeitsvolumen für alle Proben konstant.

Der Schalter der Steuereinrichtung wurde betätigt und das Fass füllte sich erneut. Das Zuführungsgas-Druckmessgerät blieb bei 3 bar und eine weitere Abfolge von fünf 200 ml-Volumina wurde mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 1 Liter pro Minute abgezogen. Die gemessenen Kohlendioxidkonzentrationen blieben bei 4,22 Volumina Kohlendioxid pro Flüssigkeitsvolumen konstant.

Im Hinblick auf das Vorstehende ist ersichtlich, dass die einzelnen Aufgaben der Erfindung gelöst und andere vorteilhafte Ergebnisse erhalten werden.


Anspruch[de]
Vorrichtung (10, 50, 70) zum Auflösen eines Gases (18) in einer Flüssigkeit (16) und zum Abziehen der gashaltigen Flüssigkeit, wobei die Vorrichtung einen geschlossenen Behälter (14) umfaßt, wobei der geschlossene Behälter (14) eine Flüssigkeit (16) zu einem vorbestimmten Gehalt enthält, und weiter ein Kontaktmodul (24) enthält, welches Hohlfasern (12) mit einer Innenseite und einer Schalenseite innerhalb einer Schale (22) umfasst, wobei die Schale (22) zumindest teilweise in die Flüssigkeit (16) eingetaucht ist, wobei das Modul (24) einen Gaszuführungs-Kanal (32, 68) zu der Innenseite der Fasern (12) umfaßt und weiter einen Kanal (20) zum Empfangen von Flüssigkeit (16) aus dem geschlossenen Behälter (14) und zum Zuführen der Flüssigkeit (16) zu der Schalenseite der Fasern (12) und zum Transportieren der Flüssigkeit, welche das Gas enthält, von der Schalenseite der Fasern (12) zum Abziehen umfaßt, wobei der verbleibende Raum (18) in dem geschlossenen Behälter (14) durch unter Druck gesetztes Gas eingenommen wird, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß der geschlossene Behälter weiter eine einzelne externe Leitung (34) zum Leiten von Flüssigkeit (16) in und aus dem Behälter (14) und eine einzelne externe Leitung (48, 63) zum Leiten eines Gases (18) in und aus dem Behälter (14) umfaßt. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung mit Mitteln (48, 63, 49) zur Verbindung an eine externe Quelle für unter Druck gesetztes Gas ausgestattet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Vorrichtung mit Mitteln (54, 65) zur Verbindung an eine externe Flüssigkeitsquelle ausgestattet ist. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei sich die Flüssigkeit (58) unter Druck befindet. Vorrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, wobei die Vorrichtung mit Mitteln (52, 60) ausgestattet ist, um den Gehalt an Flüssigkeit (16) in dem geschlossenen Behälter (14) zu detektieren und kontrollieren. Vorrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, wobei die Vorrichtung mit Mitteln (60, 62) ausgestattet ist, um den Gasdruck innerhalb des geschlossenen Behälters (14) vor dem Wiederbefüllen des geschlossenen Behälters mit einer vorbestimmten Menge an Flüssigkeit (16) freizusetzen. Vorrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, wobei das Kontaktmodul (24) vollständig in die Flüssigkeit (16) eingetaucht ist. Vorrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, wobei die Flüssigkeit (16) Wasser, Kaffee, Tee, Schokolade, Soda oder ein flüssiges Konzentrat davon ist. Vorrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, wobei das unter Druck gesetzte Gas Stickstoff, Sauerstoff, Luft, Stickstoffoxid, Kohlendioxid oder ein Gemisch davon ist.






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