Die vorliegende Erfindung betrifft einen wärmeleitenden Körper
und ein Verfahren zur Herstellung desselben. Ein derartiger wärmeleitender
Körper ist in einer elektronischen Vorrichtung zwischen einem elektronischen
Teil und einem Kühlelement, wie einem Radiator oder einer metallischen Wärmeübertragungsplatte,
angeordnet und überträgt von dem elektronischen Teil generierte Wärme.
In den letzten Jahren stieg der Energieverbrauch von elektronischen
Elementen mit der steigenden Leistungsfähigkeit von elektronischen Elementen,
welche durch einen Prozessor eines Computers repräsentiert werden, wobei gleichzeitig
auch die durch elektronische Elemente generierte Wärmemenge anstieg. Da die
Verarbeitungsfähigkeit elektronischer Elemente aufgrund von Wärme sinkt,
ist es notwendig Wärmestaus in elektronischen Elementen zu vermeiden. Das Kühlen
von elektronischen Elementen wird daher zu einem entscheidenden Problem zur Aufrechterhaltung
der Leistungsfähigkeit von elektronischen Elementen.
Deswegen ist für einen derartigen wärmeleitenden Körper,
der zwischen einem elektronischen Teil und einem Kühlelement (einer Kühlrippe
oder ähnlichem) angeordnet ist und der von dem elektronischen Teil generierte
Wärme an das Kühlelement überträgt, eine hohe Wärmeleitfähigkeit
erforderlich. Beispielsweise offenbart die japanische Offenlegungsschrift Nr. 63-20340
einen wärmeleitenden Körper, der aus einer Zusammensetzung, in der ein
wärmeleitender Füllstoff in ein polymeres Matrixmaterial integriert ist,
ausgebildet ist. Es ist bekannt, dass herkömmlicherweise bei einem derartigen
wärmeleitenden Körper, der wärmeleitende Körper eine desto höhere
Wärmeleitfähigkeit aufweisen wird, je höher der Gehalt an einem wärmeleitenden
Füllstoff in dem wärmeleitenden Körper ist. Jedoch steigt die Viskosität
einer solchen Zusammensetzung im Allgemeinen an, wenn die Menge an wärmeleitendem
Füllstoff steigt. Demzufolge verschlechtert sich die Bearbeitbarkeit und Verarbeitbarkeit,
wie die Formbarkeit, der Zusammensetzung. Aus diesem Grund sollte der Gehalt des
wärmeleitenden Füllstoffs in der Zusammensetzung eine bestimmte Höhe
unterschreiten. Daher kann eine hohe Wärmeleitfähigkeit eines aus einer
derartigen Zusammensetzung ausgebildeten wärmeleitenden Körpers nicht
erzielt werden.
In den japanischen Offenlegungsschriften Nr. 9-283955, 11-279406,
2002-97372 und 11-302545 werden wärmeleitende Zusammensetzungen und Körper
offenbart, in die Kohlenstofffasern als wärmeleitender Füllstoff integriert
sind. In den in diesen Veröffentlichungen beschriebenen wärmeleitenden
Zusammensetzungen und Körper steigt die Viskosität der Zusammensetzung
auf Grund der Integration von Kohlenstofffasern an, wobei die Fluidität der
Zusammensetzung sinkt. Deswegen setzt das Einmischen von Luft in die Zusammensetzungen
die Verarbeitbarkeit der Zusammensetzungen herab. Wenn Kohlenstofffasern in eine
Richtung orientiert werden um die Wärmeleitfähigkeit in diese Richtung
zu erhöhen, verhindert eine derartig hohe Viskosität und niedrige Fluidität
der Zusammensetzungen, dass die Kohlenstofffasern hochgradig ausgerichtet werden.
Dementsprechend kann ein resultierender wärmeleitender Körper keine ausreichend
hohe Wärmeleitfähigkeit erlangen.
Die vorliegende Erfindung geht die oben genannten herkömmlichen
Probleme an. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, einen wärmeleitenden
Körper, der im Stande ist eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufzuweisen,
und ein Verfahren zu dessen Herstellung zur Verfügung zu stellen.
Die vorliegende Erfindung stellt einen aus einer wärmeleitenden
Zusammensetzung ausgebildeten wärmeleitenden Körper zu Verfügung.
Die wärmeleitende Zusammensetzung umfasst ein polymeres Matrixmaterial; wärmeleitende
Fasern, wobei der durchschnittliche Faserdurchmesser der wärmeleitenden Fasern
in einem Bereich von 5 bis 15 &mgr;m liegt und die durchschnittliche Faserlänge
der wärmeleitenden Fasern in einem Bereich von 70 bis 130 &mgr;m liegt, und
wobei die wärmeleitenden Fasern nicht mehr als 20 Prozent der Gesamtmenge der
wärmeleitenden Fasern an feinen Fasern, die eine Länge von 20 &mgr;m
oder weniger aufweisen, umfassen; und einen nicht-faserförmigen wärmeleitenden
Füllstoff. Darüber hinaus weisen die wärmeleitenden Fasern diamagnetische
Eigenschaften auf und die wärmeleitenden Fasern sind in dem wärmeleitenden
Körper richtungsorientiert.
Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Herstellung
eines wärmeleitenden Körpers umfassend ein polymeres Matrixmaterial, wärmeleitende
Fasern und einen nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoff, zur
Verfügung. Der durchschnittliche Faserdurchmesser der wärmeleitenden Fasern
liegt in einem Bereich von 5 bis 15 &mgr;m und die durchschnittliche Faserlänge
der wärmeleitenden Fasern liegt in einem Bereich von 70 bis 130 &mgr;m. Die
wärmeleitenden Fasern umfassen nicht mehr als 20 Prozent der Gesamtmenge der
wärmeleitenden Fasern an feinen Fasern, die eine Länge von 20 &mgr;m
oder weniger aufweisen. Die wärmeleitenden Fasern weisen darüber hinaus
diamagnetische Eigenschaften auf. Das Verfahren ist durch die Schritte:
Bereitstellen einer wärmeleitenden Zusammensetzung durch Verteilen der wärmeleitenden
Fasern und des nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoffs in dem
polymeren Matrixmaterial, Anwenden einer magnetischen Kraft auf die wärmeleitende
Zusammensetzung, und Verfestigen oder Härten des polymeren Matrixmaterials,
gekennzeichnet.
Weitere Aspekte und Vorteile der Erfindung werden durch die folgende
Beschreibung deutlich werden.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden
näher erläutert.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein wärmeleitender
Körper aus einer wärmeleitenden Zusammensetzung ausgebildet, die ein polymeres
Matrixmaterial, wärmeleitende Fasern und einen nicht-faserförmigen wärmeleitenden
Füllstoff umfasst.
Der durchschnittliche Faserdurchmesser der wärmeleitenden Fasern
liegt in einem Bereich von 5 bis 15 &mgr;m, während die durchschnittliche
Faserlänge der wärmeleitenden Fasern in einem Bereich von 70 bis 130 &mgr;m
liegt.
Die wärmeleitenden Fasern umfassen nicht mehr als 20 Prozent
der Gesamtmenge (Anzahl) der wärmeleitenden Fasern an feine Fasern, die eine
Faserlänge von 25 &mgr;m oder weniger aufweisen. Darüber hinaus weisen
die wärmeleitenden Fasern diamagnetische Eigenschaften auf und derartige wärmeleitende
Fasern sind in dem wärmeleitenden Körper in einer festgelegten Richtung
ausgerichtet.
Das polymere Matrixmaterial kann entsprechend der benötigten
Funktion, wie mechanische Stärke, Wärmebeständigkeit und Haltbarkeit,
ausgewählt werden und dessen chemische Zusammensetzung und Verfestigungsverfahren
sind nicht speziell eingeschränkt. Beispiele für die polymeren Matrixmaterialien
umfassen thermoplastische Harze oder Reaktionsharze, wie Epoxyharze und Urethanharze,
Gummimaterialien umfassend synthetische Gummis, wie Silikonkautschuk und Fluorkohlenwasserstoffgummis,
und verschiedene Arten von thermoplastischen Elastomeren. Das polymere Matrixmaterial
kann auch nicht-ausgehärtete Materialien umfassen, die eine Polymermatrix durch
eine Aushärtungsreaktion erzeugen können. Diese polymeren Matrixmaterialien
können in die Zusammensetzung allein oder als eine Kombination von zwei oder
mehr gemischt werden.
Unter den polymeren Matrixmaterialien wird ein Silikonkautschuk bevorzugt,
da dieser eine hervorragende Wärmebeständigkeit und eine gute Adhäsion
und Konformität mit elektronischen Teilen aufweist. Der Silikonkautschuk kann
durch Aushärten von Polyorganosiloxan, das dessen Rohmaterial ist, erhalten
werden. Physikalische Zustände von Silikonkautschuk umfassen einen gelatinösen
Zustand und geschäumte Zustände sowie einen elastomeren Zustand. Das Verfahren
zum Aushärten des Silikonkautschuks ist nicht speziell eingeschränkt und
kann eine Radikalreaktion eines organischen Peroxids, eine Additionsreaktion in
der ein eine Vinylgruppe umfassendes Polydimethylsiloxan und ein Polyorganosiloxan
mit einem an ein Silikonatom gebunden Wasserstoffatom in Gegenwart eines Katalysators
auf Platinbasis umgesetzt werden, und einer Kondensationsreaktion, die ein Kondensationsprodukt
während des Aushärtens erzeugt, verwenden. Der Einkomponententyp und der
Zweikomponententyp können als die Arten von Silikonkautschuk genannt werden.
Unter den Silikonkautschuken wird ein Silikonkautschuk, der durch
Aushärten eines flüssigen Polyorganosiloxans des Additionsreaktionstyps
erzeugt wird, als polymeres Matrixmaterial bevorzugt. Da flüssiges Polyorganosiloxan
des Additionsreaktionstyps eine niedrige Viskosität aufweist, weist es hervorragende
Beladungseigenschaften für wärmeleitende Fasern und einen nicht-faserförmigen
wärmeleitenden Füllstoff auf. Das heißt, die Verwendung von flüssigem
Polyorganosiloxan des Additionsreaktionstyps kann die Menge an wärmeleitenden
Fasern und nicht-faserförmigem wärmeleitendem Füllstoff, die in die
Zusammensetzung gemischt werden sollen, erhöhen. Flüssiges Polyorganosiloxan
des Additionsreaktionstyps, das einen Polymerisationsgrad von um 100 bis 2000 und
eine niedrige Viskosität aufweist, weist eine hervorragende Formbarkeit auf
und kann einem resultierenden wärmeleitenden Körper eine hervorragende
Flexibilität verleihen.
Vom Standpunkt einer guten Formbarkeit aus, beträgt die Viskosität
eines Silikonkautschukmaterials (bei 25 °C) vorzugsweise 1000 mPa·s oder
weniger, und besonders bevorzugt 500 mPa·s oder weniger. Wenn diese Viskosität
1000 mPa·s überschreitet, können leicht Luftblasen in eine wärmeleitende
Zusammensetzung gemischt werden, wobei das Entfernen derartiger Blasen schwierig
ist.
Wärmeleitende Fasern haben diamagnetische Eigenschaften. Wenn
eine magnetische Kraft auf derartige wärmeleitende Fasern angewendet wird,
können die wärmeleitenden Fasern parallel zu der Linie der magnetischen
Kraft oder senkrecht dazu ausgerichtet werden. Beispiele für wärmeleitende
Fasern umfassen eine Polyethylenfaser, eine Polypropylenfaser, eine Polyesterfaser,
eine Polyallylsulfidfaser, eine Aramidfaser, eine Polyamidfaser, und eine Kohlenstofffaser.
Die wärmeleitenden Fasern können als ein Whisker, eine Spirale oder ein
Rohr ausgebildet sein. Diese wärmeleitenden Fasern können allein oder
als eine Kombination von zwei oder mehr Arten verwendet werden. Unter den wärmeleitenden
Fasern werden eine Kohlenstofffaser, insbesondere eine Kohlenstofffaser mit einer
Wärmeleitfähigkeit von 100 W/m·K oder mehr in mindestens eine Richtung
(vorzugsweise in der Richtung der Faserachse), aufgrund ihrer hervorragenden Wärmeleitfähigkeit
als wärmeleitende Fasern bevorzugt. Konkrete Beispiele von Kohlenstofffasern
umfassen eine Pech-basierte Kohlenstofffaser, eine Polyacrylonitrile-basierte Kohlenstofffaser,
und eine Reyon(Kunstseide)-basierte Kohlenstofffaser. Eine Kohlenstofffaser wird
durch Carbonisierung oder Graphitierung von geschmolzenem gesponnenem Faserpech
hergestellt. Unter den Kohlenstofffasern wird eine Kohlenstofffaser, die ein Mesophasenpech
als deren Rohmaterial verwendet, als wärmeleitende Faser bevorzugt, da diese
eine hohe Wärmeleitfähigkeit in der Richtung der Faserlänge aufweist.
Darüber hinaus wird, auf Grund der hohen Wärmeleitfähigkeiten, bevorzugt
eine Kohlenstofffaser verwendet, die einer Carbonisierungsbehandlung bei nicht weniger
als 1000 °C, besonderes bevorzugt einer Graphitierungsbehandlung bei nicht
weniger als 2000 °C, unterworfen wurde.
Der durchschnittliche Durchmesser der wärmeleitenden Fasern liegt
in einem Bereich von 5 bis 15 &mgr;m, und vorzugsweise von 7 bis 12 &mgr;m.
Wenn dieser durchschnittliche Durchmesser der Fasern weniger als 5 &mgr;m beträgt,
wird die Stärke der wärmeleitenden Fasern unzureichend. Demzufolge können
wärmeleitende Fasern, wenn die Fasern in dem polymeren Matrixmaterial dispergiert
werden, leicht in feine Pulver zerbrochen werden, wobei die Viskosität der
wärmeleitenden Zusammensetzung steigt. Andererseits, wird es, wenn der durchschnittliche
Durchmesser der wärmeleitenden Fasern 15 &mgr;m übersteigt, schwierig
derartige Fasern in eine Richtung in der Zusammensetzung auszurichten. Die durchschnittliche
Länge der wärmeleitenden Fasern liegt in einem Bereich von 70 bis 130
&mgr;m, vorzugsweise von 80 bis 120 &mgr;m, und besonders bevorzugt von 83 bis
110 &mgr;m. Wenn diese durchschnittliche Länge der Fasern geringer als 70
&mgr;m ist, kann die Viskosität einer wärmeleitenden Zusammensetzung
steigen. Andererseits, wenn die durchschnittliche Länge der wärmeleitenden
Fasern 130 &mgr;m übersteigt, kann eine Verflechtung der Fasern die Viskosität
einer wärmeleitenden Zusammensetzung steigern und das Ausrichten der wärmeleitenden
Fasern erschweren.
Die Gegenwart von pulvrigen feinen Fasern in den wärmeleitenden
Fasern bewirkt, dass eine wärmeleitende Zusammensetzung eine hohe Viskosität
hat. Eine geeignete wärmeleitende Zusammensetzung weist wärmeleitenden
Fasern auf, die nicht mehr als 20 Prozent, vorzugsweise nicht mehr als 15 Prozent,
und besonders bevorzugt nicht mehr als 12 Prozent, der Gesamtmenge (Anzahl) der
wärmeleitenden Fasern an feinen Fasern mit einer Faserlänge von 25 &mgr;m
oder weniger umfassen. Wenn die Menge dieser feinen Fasern 20 Prozent der Gesamtmenge
der wärmeleitenden Fasern übersteigt, kann dies die Viskosität der
wärmeleitenden Zusammensetzung steigern. Dementsprechend wird es schwierig
die wärmeleitenden Fasern in der Zusammensetzung auszurichten, und der resultierende
wärmeleitende Körper kann daher keine hohe Wärmeleitfähigkeit
zeigen. Die Faserlänge und der Prozentsatz der Menge an feinen Fasern kann
beispielsweise unter Verwendung eines Bildanalysators (LUZEX®, hergestellt
von der NIREKO Corporation) bestimmt werden.
Wärmeleitende Fasern können durch das Zermahlen von Fasern
unter Anwendung von verschiedenen Verfahren während oder nach der Herstellung
der wärmeleitenden Fasern erhalten werden. Als Mahlverfahren können eine
Hammermühle, eine Kugelmühle, eine Vibrationskugelmühle, eine Schneidmühle,
eine Strahlmühle, eine Luftwirbelmühle, eine Mischmühle, und ein
Henschelmischer verwendet werden. Kohlenstofffasern werden als wärmeleitende
Fasern bevorzugt, da die gewünschten wärmeleitenden Fasern wie bereits
erläutert leicht, vornehmlich durch Zermahlen von Fasern in zerkleinerte Fasern
mit einer Schneidemaschine während oder nach der Herstellung der wärmeleitenden
Fasern, und durch zusätzliches Zermahlen der zerkleinerten Fasern unter Anwendung
der genannten Mahlverfahren, erhalten werden können.
Die Menge an wärmeleitenden Fasern in einer wärmeleitenden
Zusammensetzung liegt vorzugsweise in einem Bereich von 50 bis 150 Gewichtsteilen,
und besonders bevorzugt von 60 bis 140 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile
eines polymeren Matrixmaterials. Wenn die Menge an wärmeleitenden Fasern in
der wärmeleitenden Zusammensetzung weniger als 50 Gewichtsteile beträgt,
kann keine hervorragende Wärmeleitfähigkeit in einem resultierenden wärmeleitenden
Körper erzielt werden. Andererseits steigt die Viskosität der wärmeleitenden
Zusammensetzung übermäßig an, wenn die Menge an wärmeleitenden
Fasern 150 Gewichtsteile überschreitet.
Der nicht-faserförmige wärmeleitende Füllstoff ist
kein durch das Zermahlen von Fasern erhaltener Füllstoff und weist Partikel
sphärischer und anderer unregelmäßiger Gestalt auf. Vorzugsweise
ist die Form des nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoffs
sphärisch, da sekundär Aggregation mit den daraus resultierenden Mängeln,
wie Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche eines wärmeleitenden
Körpers, selten auftreten. Auf Grund seiner hervorragenden Wärmeleitfähigkeit,
wird der nicht-faserförmige wärmeleitende Füllstoff vorzugsweise
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Aluminiumoxid, Bornitrid, Aluminiumnitrid,
Siliciumcarbid und Siliciumdioxid. Die durchschnittliche Partikelgröße
des nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoffs liegt vorzugsweise
in einem Bereich von 0,1 bis 100 &mgr;m, besonders bevorzugt in einem Bereich
von 1 bis 50 &mgr;m. Wenn diese durchschnittliche Partikelgröße weniger
als 0,1 &mgr;m beträgt, steigt die spezifische Oberfläche des nicht-faserförmigen
wärmeleitenden Füllstoffs. Dies kann die Viskosität der wärmeleitenden
Zusammensetzung übermäßig erhöhen. Andererseits, wenn die durchschnittliche
Partikelgröße des nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoffs
100 &mgr;m überschreitet, kann sich der Zustand der Oberfläche eines
wärmeleitenden Körpers, beispielsweise auf Grund der Bildung von Unregelmäßigkeiten
auf der Oberfläche des wärmeleitenden Körpers, verschlechtern.
Die Menge des nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoffs
in einer wärmeleitenden Zusammensetzung liegt vorzugsweise in einem Bereich
von 300 bis 600 Gewichtsteilen, besonders bevorzugt von 400 bis 600 Gewichtsteilen,
bezogen auf 100 Gewichtsteile eines polymeren Matrixmaterials. Wenn diese Menge
weniger als 300 Gewichtsteile beträgt, kann der wärmeleitenden Körper
nicht mit einer ausreichenden Wärmeleitfähigkeit ausgestattet werden.
Andererseits, wenn die Menge 600 Gewichtsteile überschreitet, kann dies die
Viskosität der wärmeleitenden Zusammensetzung übermäßig
steigern. Aus diesem Grund umfasst die wärmeleitende Zusammensetzung vorzugsweise
50 bis 150 Gewichtsteile an wärmeleitenden Fasern und 300 bis 600 Gewichtsteile
an nicht-faserförmigen wärmeleitendem Füllstoff, bezogen auf 100
Gewichtsteile eines polymeren Matrixmaterials.
Die wärmeleitende Zusammensetzung kann weiterhin andere Zusatzstoffe,
wie einen Weichmacher, ein Klebemittel, ein Verstärkungsmittel, ein Färbemittel,
ein Mittel zur Verbesserung der Wärmebeständigkeit und dergleichen, umfassen.
Die Viskosität der wärmeleitenden Zusammensetzung (bei 25
°C) beträgt vorzugsweise 80000 mPa·s oder weniger, und besonders
bevorzugt 75000 mPa·s oder weniger. Wenn die Viskosität 80000 mPa·s
übersteigt, wird es schwierig die wärmeleitenden Fasern in eine Richtung
in der wärmeleitenden Zusammensetzung auszurichten. Darüber hinaus kann
das Einstellen der Viskosität der wärmeleitenden Zusammensetzung, welche
die wärmeleitenden Fasern und den nicht-faserförmigen wärmeleitenden
Füllstoff umfasst, auf 80000 mPa·s oder weniger Luftblasen, die durch
das Hineinmischen in die wärmeleitende Zusammensetzung entstehen, verhindern
und dafür sorgen, dass die wärmeleitenden Faser in der Zusammensetzung
hochgradig ausgerichtet sind.
Die Form des wärmeleitenden Körpers ist beispielsweise ein
Block oder eine Platte. Vorzugsweise ist die Form eines wärmeleitenden Körpers
eine Platte, da derartige als Platte ausgebildete Körper zwischen einem elektronischen
Teil und einem Kühlelement angeordnet werden können und die von dem elektronischen
Teil generierte Wärme effizient abführen können. Wenn ein wärmeleitender
Körper in Form einer Platte ausgebildet ist, beträgt die Dicke der Platte
vorzugsweise 0,1 bis 5 mm. Wenn die Plattendicke weniger als 0,1 mm beträgt,
kann sich die Leistungsfähigkeit und Verarbeitbarkeit während des Befestigens
verschlechtern. Andererseits, wenn die Plattendicke 5 mm übersteigt, kann die
Wärmebeständigkeit der Platte steigen, wobei sich deren Kosten erhöhen
können.
Die Wärmeleitfähigkeit des wärmeleitenden Körpers
beträgt vorzugsweise 14 W/m·K oder mehr, und besonders bevorzugt 15 W/m·K
oder mehr. Wenn diese Wärmeleitfähigkeit weniger als 14 W/m·K beträgt,
kann der wärmeleitende Körper keine ausgezeichnete Wärmeleitfähigkeit
zeigen. Vorzugsweise beträgt die Härte eines wärmeleitenden Körpers
50 oder weniger, gemessen mit einem Typ E Härtemesser (in Übereinstimmung
mit ISO 7619). Wenn diese Härte 50 übersteigt, ist ein wärmeleitender
Körper in der Formkonformität mit einem elektronischen Teil minderwertig
und kann untauglich sein elektronische Teile ausreichend zu schützen.
Wärmeleitende Fasern sind entlang einer Richtung in einem wärmeleitenden
Körper ausgerichtet. Dies verbessert die Wärmeleitfähigkeit des wärmeleitenden
Körpers in diese Richtung. Beispielsweise sind im Fall eines in Form einer
Platte ausgebildeten wärmeleitenden Körpers die wärmeleitenden Fasern
in eine Richtung, wie die Richtung entlang der Oberfläche der Platte oder der
Richtung der Dicke der Platte, ausgerichtet. Dadurch kann die Wärmeleitfähigkeit
des wärmeleitenden Körpers in der Richtung entlang der Oberfläche
oder der Richtung der Dicke verbessert werden.
Um eine wärmeleitende Zusammensetzung herzustellen werden wärmeleitende
Fasern und ein nicht-faserförmiger wärmeleitender Füllstoff in ein
polymeres Matrixmaterial gemischt. Anschließend wird die Mischung gerührt
oder geknetet bis die wärmeleitenden Fasern und der nicht-faserförmige
wärmeleitende Füllstoff fast gleichmäßig verteilt sind. Zu diesem
Zeitpunkt wird ein Anstieg der Viskosität der wärmeleitenden Zusammensetzung
infolge der feinen Fasern, durch Regulieren Prozentsatzes der Menge an in den wärmeleitenden
Fasern, innerhalb des oben genannten Bereiches, enthaltenen feinen Fasern mit einer
Faserlänge von 25 &mgr;m oder weniger, unterdrückt. Folglich ist es
möglich die Menge an wärmeleitenden Fasern und nicht-faserförmigem
wärmeleitendem Füllstoff, die in die Zusammensetzung gemischt werden kann,
im Bezug auf das polymere Matrixmaterial zu steigern.
Ein Verfahren zur Herstellung eines wärmeleitenden Körpers
umfasst einen Schritt des Bereitstellens einer wärmeleitenden Zusammensetzung
durch bereits erläutertes Verteilen von wärmeleitenden Fasern und eines
nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoffs in einem polymeren
Matrixmaterial, einen Schritt des Formens der wärmeleitenden Zusammensetzung
durch verschiedene Formverfahren, einen Schritt des Anwendens einer magnetischen
Kraft auf die wärmeleitende Zusammensetzung um die wärmeleitenden Fasern
in der wärmeleitenden Zusammensetzung in eine bestimmte Richtung auszurichten,
und einen Schritt des Verfestigens oder Härtens des polymeren Matrixmaterials,
während die Ausrichtung der wärmeleitenden Fasern aufrechterhalten wird.
Wenn eine wärmeleitende Zusammensetzung eine hohe Viskosität
in dem Schritt des Anwendens der magnetischen Kraft zum Ausrichten der wärmeleitenden
Fasern aufweist, wird die Bewegung der wärmeleitenden Fasern erschwert. Dementsprechend
fällt es schwer die wärmeleitenden Fasern in eine bestimmt Richtung hochgradig
auszurichten. Da die wärmeleitende Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
wie bereits erläutert die wärmeleitenden Fasern und der nicht-faserförmige
wärmeleitende Füllstoff umfasst, wird ein Anstieg der Viskosität
der wärmeleitenden Zusammensetzung unterdrückt. Deshalb wird die Bewegung
der wärmeleitenden Fasern in der wärmeleitenden Zusammensetzung nicht
behindert. Darüber hinaus tritt die Verflechtung der wärmeleitenden Fasern
in der wärmeleitenden Zusammensetzung nicht einfach auf, da der durchschnittliche
Faserdurchmesser und die durchschnittliche Faserlänge der wärmeleitenden
Fasern auf bestimmte, bereits erläuterte Bereiche eingestellt werden. Infolgedessen,
kann dadurch ein Anstieg der Viskosität der Zusammensetzung und eine Abnahme
des Ausrichtungsgrads der wärmeleitenden Fasern infolge von Faserverflechtung
verhindert werden.
Bei dem Herstellungsverfahren umfasst eine Magnetkraftquelle zum Anwenden
einer magnetischen Kraft einen supraleitenden Magneten, einen Permanentmagneten,
einen Elektromagneten, eine Spule und dergleichen. Unter den Magnetkraftquellen
wird ein supraleitender Magnet bevorzugt, da dieser magnetische Felder mit einer
hohen magnetischen Flussdichte generieren kann. Die magnetische Flussdichte des
von diesen Magnetkraftquellen generierten magnetischen Feldes liegt vorzugsweise
in einem Bereich von 1 bis 30 Tesla.
Wenn diese magnetische Flussdichte weniger als 1 Tesla beträgt,
kann es schwer fallen die wärmeleitenden Fasern in der wärmeleitenden
Zusammensetzung hochgradig auszurichten. Andererseits ist es praktisch schwierig
Flussdichten, die 30 Tesla überschreiten, zu erzielen.
Ein Verfahren des Formens der wärmeleitenden Zusammensetzung
umfasst ein Stabrakelstreichmaschinenverfahren, ein Streichmesserverfahren, ein
Strangpressenverfahren (T-Pressformverfahren und so weiter), ein Kalandrierverfahren,
ein Formpressverfahren und ein Gießformverfahren.
Bei der Verwendung wird der erhaltene wärmeleitende Körper
beispielsweise zwischen einem elektronischen Teil und einem Wärmeabgabeelement
angeordnet.
Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden beschreiben.
In einem wärmeleitenden Körper dieser Ausführungsform,
sind wie bereits erläutert wärmeleitende Fasern und ein nicht-faserförmiger
wärmeleitender Füllstoff in ein polymeres Matrixmaterial integriert. Diese
Konfiguration kann verhindern, dass die Viskosität einer wärmeleitenden
Zusammensetzung steigt. Aus diesem Grund ist es möglich die Menge an wärmeleitenden
Faser und einem nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoff in einer
wärmeleitenden Zusammensetzung zu erhöhen. Gleichzeitig ist es möglich
die wärmeleitenden Fasern in der Zusammensetzung hochgradig auszurichten. Darüber
hinaus wird das Einmischen von Luftblasen in die wärmeleitende Zusammensetzung
verringert; und selbst wenn Luftblasen in die Zusammensetzung eingemischt sind,
können diese leicht entfernt werden. Dementsprechend ist es möglich die
Verschlechterung der Wärmeleitfähigkeit eines wärmeleitenden
Körpers infolge der Anwesenheit von Luftblasen in dem Körper zu minimieren.
Folglich ist es möglich einen wärmeleitenden Körper zu erhalten,
der im Stande ist eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufzuweisen. Auch haben
die wärmeleitenden Fasern diamagnetische Eigenschaften und sind in dem Körper
richtungsorientiert.
Demzufolge kann der wärmeleitende Körper mit einer hohen
Wärmeleitfähigkeit ausgestattet sein.
Darüber hinaus ist es nicht notwendig spezielle Materialien als
die wärmeleitenden Fasern und den nicht-faserförmigen wärmeleitenden
Füllstoff zu verwenden. Daher ist es möglich einen wärmeleitenden
Körper mit einer hohen praktischen Anwendbarkeit zur Verfügung zu stellen.
Ferner erlaubt das Verhindern einer gesteigerten Viskosität der wärmeleitenden
Zusammensetzung eine bessere Formbarkeit der wärmeleitenden Zusammensetzung,
die eine einfache Herstellung eines wärmeleitenden Körpers zur Folge hat.
Darüber hinaus ist es möglich die wärmeleitenden Fasern durch Anwenden
einer magnetischen Kraft in der wärmeleitenden Zusammensetzung in eine Richtung
zu orientieren, da die wärmeleitenden Fasern diamagnetische Eigenschaften aufweisen.
In einem wärmeleitenden Körper dieser Ausführungsform
werden die Kohlenstofffasern, die in mindestens eine Richtung eine Wärmeleitfähigkeit
auf von 100 W/m·K oder mehr aufweisen, vorzugsweise als wärmeleitende
Fasern integriert. Dies erlaubt es einem wärmeleitenden Körper eine höhere
Wärmeleitfähigkeit aufzuweisen.
In einem wärmeleitenden Körper dieser Ausführungsform
werden vorzugsweise 50 bis 150 Gewichtsteile an wärmeleitenden Fasern und 300
bis 600 Gewichtsteile eines nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoffs,
bezogen auf 100 Gewichtsteile eines polymeren Matrixmaterials, integriert. Wenn
ein wärmeleitender Körper derart gestaltet ist, ist es möglich einen
Anstieg der Viskosität einer wärmeleitenden Zusammensetzung zu verhindern
und einen wärmeleitenden Körper mit einer ausgezeichneten Wärmeleitfähigkeit
zu erhalten.
In einem Verfahren zur Herstellung eines wärmeleitenden Körpers
dieser Ausführungsform werden die wärmeleitenden Faser in einer festgelegten
Richtung durch Anwenden einer magnetischen Kraft auf die wärmeleitende Zusammensetzung
ausgerichtet.
Dieses Herstellungsverfahren kann die wärmeleitenden Fasern,
durch Nutzen der diamagnetischen Eigenschaften der wärmeleitenden Fasern, hochgradig
ausrichten.
Es sollte für den Fachmann offensichtlich sein, dass die vorliegende
Erfindung in vielen anderen speziellen Ausgestaltungen verkörpert werden kann,
ohne dabei vom Sinn und Umfang der Erfindung abzuweichen. Insbesondere soll verstanden
werden, dass die Erfindung in den folgenden Ausgestaltungen verkörpert werden
kann.
Die wärmeleitenden Fasern und der nicht-faserförmige wärmeleitender
Füllstoff können verschiedenen Oberflächenbehandlungen unterworfen
werden. Beispielsweise, wenn die wärmeleitenden Fasern und/oder der nicht-faserförmige
wärmeleitende Füllstoff einer Oberflächenbehandlung durch ein Kopplungsmittel,
wie ein Silane-Kopplungsmittel oder ein Titanat-Kopplungsmittel, unterworfen wird,
ist es möglich deren Adhäsion an der Polymermatrix zu verbessern. Außerdem
ist es durch Auftragen einer isolierenden Beschichtung auf die wärmeleitenden
Fasern und/oder den nicht-faserförmigen Füllstoff möglich eine Isolierung
zwischen einem wärmeleitenden Körper und einem elektronischen Teil zu
gewährleisten.
Ein Film, eine Platte, ein nicht-gewobener Stoff oder ein Gewebe können
auf den wärmeleitenden Körper laminiert oder in das Innere davon eingebettet
werden. In diesem Fall ist es möglich die Verarbeitungseigenschaften während
der Montage zu verbessern oder den wärmeleitenden Körper zu verstärken.
Außerdem kann eine isolierende Schicht auf die Oberfläche des wärmeleitenden
Körpers laminiert werden um die Isolierung zwischen dem wärmeleitenden
Körper und einem elektronischen Teil zu gewährleisten. Darüber hinaus
kann eine selbstklebende Schicht oder ein Haftvermittler auf die Oberfläche
des wärmeleitenden Körpers laminiert werden, um Selbstklebkraft oder Haftfähigkeit
an einem elektronischen Teil oder einem Wärmeabgabeelement zu verleihen.
[Beispiele]
Als nächstes werden die bereits erläuterten Ausführungsformen
konkreter durch die angegebenen Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben.
(Beispiel 1)
Ein Polyorganosiloxan des Additionsreaktionstypen (flüssiges
Silikon, Viskosität [bei 25 °C]: 400 mPa·s, spezifisches Gewicht:
1,0, WACKER ASAHIKASEI SILICONE CO., LTD.) wurde als ein polymeres Matrixmaterial
mit Kohlenstofffasern (durchschnittlicher Faserdurchmesser: 10 &mgr;m, durchschnittliche
Faserlänge: 110 &mgr;m, Prozentsatz der Menge an feinen Fasern mit einer
Faserlänge von ≤ 25 &mgr;m: 9,3 %) als wärmeleitende Fasern und
sphärischem Aluminiumoxid (durchschnittliche Partikelgröße: 3,2 &mgr;m)
als nicht-faserförmiger wärmeleitender Füllstoff in den in Tabelle
1 angegebenen Verhältnissen gemischt. Diese Mischung wurde solange gerührt
bis sie nahezu einheitlich wurde. Die Mischung wurde dann entschäumt um eine
wärmeleitende Zusammensetzung herzustellen. Anschließend wurde diese wärmeleitende
Zusammensetzung in eine Platte geformt. Dann wurde die geformte wärmeleitende
Zusammensetzung in einem magnetischen Feld eines supraleitenden Magneten von 8 Tesla
für 10 Minuten stehen gelassen. Zu diesem Zeitpunkt waren der supraleitende
Magnet und die wärmeleitende Zusammensetzung derart angeordnet, dass die Linien
der magnetischen Kraft des supraleitenden Magneten parallel zu der Richtung der
Dicke der wärmeleitenden Zusammensetzung verliefen. Dann wurde die wärmeleitende
Zusammensetzung für 30 Minuten auf 120 °C erhitzt um eine wärmeleitende
Platte (Dicke 0,5 mm) zu erhalten. Als diese wärmeleitende Platte unter einem
Mikroskop untersucht wurde, stellte sich heraus, dass die Kohlenstofffasern in Richtung
der Dicke der Platte ausgerichtet waren.
(Beispiel 2)
Eine wärmeleitende Platte (Dicke: 0,5 mm) wurde unter Verwendung
der gleichen Zusammensetzung und des gleichen Verfahrens wie in Beispiel 1, mit
der Ausnahme, dass andere Kohlenstofffasern (durchschnittlicher Faserdurchmesser:
10 &mgr;m, durchschnittliche Faserlänge: 83 &mgr;m, Prozentsatz der Menge
an feinen Fasern mit einer Faserlänge von ≤ 25 &mgr;m: 20,0 %) als
wärmeleitende Fasern verwendet wurden, erhalten. Als diese wärmeleitende
Platte unter einem Mikroskop untersucht wurde, stellte sich heraus, dass die Kohlenstofffasern
in der Richtung der Dicke der Platte ausgerichtet waren.
(Beispiel 3)
Eine wärmeleitende Platte (Dicke: 0,5 mm) wurde unter Verwendung
der gleichen Zusammensetzung und des gleichen Verfahrens wie in Beispiel 1, mit
der Ausnahme, dass andere Kohlenstofffasern (durchschnittlicher Faserdurchmesser:
10 &mgr;m, durchschnittliche Faserlänge: 103 &mgr;m, Prozentsatz der Menge
an feinen Fasern mit einer Faserlänge von ≤ 25 &mgr;m: 15,0 %) als
wärmeleitende Fasern verwendet wurden, erhalten. Als diese wärmeleitende
Platte unter einem Mikroskop untersucht wurde, stellte sich heraus, dass die Kohlenstofffasern
in der Richtung der Dicke der Platte ausgerichtet waren.
(Beispiel 4)
Eine wärmeleitende Platte (Dicke: 0,5 mm) wurde unter Verwendung
des gleichen Polyorganosiloxans des Additionsreaktionstypen (flüssiges Silikon,
Viskosität [bei 25 °C]: 400 mPa·s, spezifisches Gewicht: 1,0, WACKER
ASAHIKASEI SILICONE CO., LTD.) und sphärischen Aluminiumoxids (durchschnittliche
Partikelgröße: 3,2 &mgr;m) wie in Beispiel 1 und anderer Kohlenstofffasern
(durchschnittlicher Faserdurchmesser: 7 &mgr;m, durchschnittliche Faserlänge:
80 &mgr;m, Prozentsatz der Menge an feinen Fasern mit einer Faserlänge von
≤ &mgr;m: 20,0 %) als wärmeleitende Fasern in den in Tabelle 1 gezeigten
Verhältnissen auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 erhalten. Als diese wärmeleitende
Platte unter einem Mikroskop untersucht wurde, stellte sich heraus, dass die Kohlenstofffasern
in der Richtung der Dicke der Platte ausgerichtet waren.
(Beispiel 5)
Eine wärmeleitende Platte (Dicke: 0,5 mm) wurde unter Verwendung
des gleichen Polyorganosiloxans des Additionsreaktionstypen (flüssiges Silikon,
Viskosität [bei 25 °C]: 400 mPa·s, spezifisches Gewicht: 1,0, WACKER
ASAHIKASEI SILICONE CO., LTD.) und sphärischen Aluminiumoxids (durchschnittliche
Partikelgröße: 3,2 &mgr;m) wie in Beispiel 1 und anderer Kohlenstofffasern
(durchschnittlicher Faserdurchmesser: 7 &mgr;m, durchschnittliche Faserlänge:
120 &mgr;m, Prozentsatz der Menge an feinen Fasern mit einer Faserlänge von
≤ 25 &mgr;m: 9,0 %) als wärmeleitende Fasern in den in Tabelle 1 gezeigten
Verhältnissen auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 erhalten. Als diese wärmeleitende
Platte unter einem Mikroskop untersucht wurde, stellte sich heraus, dass die Kohlenstofffasern
in der Richtung der Dicke der Platte ausgerichtet waren.
(Beispiel 6)
Eine wärmeleitende Platte (Dicke: 0,5 mm) wurde unter Verwendung
des gleichen Polyorganosiloxans des Additionsreaktionstypen (flüssiges Silikon,
Viskosität [bei 25 °C]: 400 mPa·s, spezifisches Gewicht: 1,0, WACKER
ASAHIKASEI SILICONE CO., LTD.) und sphärischen Aluminiumoxids (durchschnittliche
Partikelgröße: 3,2 &mgr;m) wie in Beispiel 1 und anderer Kohlenstofffasern
(durchschnittlicher Faserdurchmesser: 12 &mgr;m, durchschnittliche Faserlänge:
120 &mgr;m, Prozentsatz der Menge an feinen Fasern mit einer Faserlänge von
≤ 25 &mgr;m: 9,5 %) als wärmeleitende Fasern in den in Tabelle 1 gezeigten
Verhältnissen auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 erhalten. Als diese wärmeleitende
Platte unter einem Mikroskop untersucht wurde, stellte sich heraus, dass die Kohlenstofffasern
in der Richtung der Dicke der Platte ausgerichtet waren.
(Vergleichsbeispiel 1)
Eine wärmeleitende Platte (Dicke: 0,5 mm) wurde aus der gleichen
Zusammensetzung wie in Beispiel 1 durch Erhitzen auf 120 °C für 30 Minuten
ohne Anwenden eines magnetischen Feldes erhalten. Als diese wärmeleitende Platte
unter einem Mikroskop untersucht wurde, stellte sich heraus, dass die Kohlenstofffasern
in der Platte in zufällige Richtungen verteilt vorlagen.
(Vergleichsbeispiel 2)
Eine wärmeleitende Zusammensetzung wurde unter Verwendung der
gleichen Zusammensetzung und des gleichen Verfahrens wie in Beispiel 1, mit der
Ausnahme, dass andere Kohlenstofffasern (durchschnittlicher Faserdurchmesser: 10
&mgr;m, durchschnittliche Faserlänge: 75 &mgr;m, Menge an feinen Fasern
mit einer Faserlänge von ≤ 25 &mgr;m: 29,3 %) als wärmeleitende
Fasern verwendet wurden, hergestellt. Die erhaltene Zusammensetzung wies jedoch
eine sehr hohe Viskosität auf und konnte nicht geformt werden.
(Vergleichsbeispiel 3)
Eine wärmeleitende Platte (Dicke: 0,5 mm) wurde unter Verwendung
der gleichen Zusammensetzung und des gleichen Verfahrens wie in Beispiel 1, mit
der Ausnahme, dass andere Kohlenstofffasern (durchschnittlicher Faserdurchmesser:
10 &mgr;m, durchschnittliche Faserlänge: 138 &mgr;m, Prozentsatz der Anzahl
an feinen Fasern: 15,0 %) als wärmeleitende Fasern verwendet wurden, erhalten.
Als diese wärmeleitende Platte unter einem Mikroskop untersucht wurde, stellte
sich heraus, dass die Kohlenstofffasern in der Platte in unbestimmte Richtungen
verteilt vorlagen.
(Vergleichsbeispiel 4)
Eine wärmeleitende Platte (Dicke: 0,5 mm) wurde unter Verwendung
der gleichen Zusammensetzung und des gleichen Verfahrens wie in Beispiel 3, mit
der Ausnahme, dass die Menge an Fasern reduziert wurde, erhalten. Als diese wärmeleitende
Platte unter einem Mikroskop untersucht wurde, stellte sich heraus, dass die Ausrichtung
der Kohlenstofffasern teilweise erzielt wurde, der Grad der Ausrichtung war jedoch,
verglichen mit den Beispielen 1 bis 3, infolge der Verflechtung von Kohlenstofffasern,
niedriger.
(Vergleichsbeispiel 5)
Eine wärmeleitende Zusammensetzung wurde unter Verwendung des
gleichen Polyorganosiloxans des Additionsreaktionstypen (flüssiges Silikon,
Viskosität [bei 25 °C]: 400 mPa·s, spezifisches Gewicht: 1,0, WACKER
ASAHIKASEI SILICONE CO., LTD.) und sphärischen Aluminiumoxids (durchschnittliche
Partikelgröße: 3,2 &mgr;m) wie in Beispiel 1 und anderer Kohlenstofffasern
(durchschnittlicher Faserdurchmesser: 3 &mgr;m, durchschnittliche Faserlänge:
50 &mgr;m, Prozentsatz der Menge an feinen Fasern mit einer Faserlänge von
≤ 25 &mgr;m: 80,5 %) als wärmeleitende Fasern in den in Tabelle 1
gezeigten Verhältnissen auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 erhalten. Die
erhaltene Zusammensetzung wies jedoch eine sehr hohe Viskosität auf und konnte
nicht geformt werden.
(Vergleichsbeispiel 6)
Eine wärmeleitende Platte (Dicke: 0,5 mm) wurde unter Verwendung
des gleichen Polyorganosiloxans des Additionsreaktionstypen (flüssiges Silikon,
Viskosität [bei 25 °C]: 400 mPa·s, spezifisches Gewicht: 1,0, WACKER
ASAHIKASEI SILICONE CO., LTD.) und sphärischen Aluminiumoxids (durchschnittliche
Partikelgröße: 3,2 &mgr;m) wie in Beispiel 1 und anderer Kohlenstofffasern
(durchschnittlicher Faserdurchmesser: 20 &mgr;m, durchschnittliche
Faserlänge: 150 &mgr;m, Prozentsatz der Menge an feinen Fasern mit einer
Faserlänge von ≤ 25 &mgr;m: 8,0 %) als wärmeleitende Fasern in
den in Tabelle 1 gezeigten Verhältnissen auf die gleiche Weise wie in Beispiel
1 erhalten. Als diese wärmeleitende Platte unter einem Mikroskop untersucht
wurde, stellte sich heraus, dass Ausrichtung der Kohlenstofffasern teilweise erzielt
wurde, der Grad der Ausrichtung war jedoch, verglichen mit den Beispielen 1 bis
6, infolge der Verflechtung von Kohlenstofffasern, niedriger.
(Auswertung)
Die Viskosität der wärmeleitenden Zusammensetzung jedes
Beispiels und Vergleichsbeispiels wurde bei 25 °C mit einem Drehviskosimeter
gemessen. Außerdem wurde die Wärmeleitfähigkeit der in jedem Beispiel
und Vergleichsbeispiel erhaltenen wärmeleitenden Platten gemäß ASTM
D5470 (Probengröße: 10 × 10 × 2 mm, angewendete Wärmemenge:
4 W) gemessen. Es sei angemerkt, dass die Wärmeleitfähigkeit jeder wärmeleitenden
Platte um die Streuung der Messungen zu verringern in Richtung der Dicke gemessen
wurde, während die Platte um 50 % in ihrer Dicke komprimiert war. Die Ergebnisse
der Auswertung der Beispiele und Vergleichsbeispiele werden auch durch Tabelle 1
wiedergegeben.
Tabelle 1
Wie Tabelle 1 zeigt, weist die Viskosität der wärmeleitenden
Zusammensetzungen in den Beispielen 1 bis 6 Werte von 80000 Pa·s oder weniger
auf. Es ist daher offensichtlich, dass ein Anstieg der Viskosität infolge des
Vermischens mit wärmeleitenden Fasern unterdrückt wird. Die wärmeleitenden
Platten der Beispiele 1 bis 6 haben, wie in Tabelle 1 gezeigt, eine hohe Wärmeleitfähigkeit
von 14 W/m·K oder mehr. Entsprechend können diese wärmeleitenden
Platten eine hohe Wärmeleitfähigkeit zeigen.
Im Gegensatz dazu hat die wärmeleitende Platte des Vergleichsbeispiels
1 einen niedrigeren Wärmeleitfähigkeitswert als diejenige von Beispiel
1. da die wärmeleitenden Fasern in Vergleichsbeispiel 1 nicht in der Richtung
der Plattendicke ausgerichtet sind. In Vergleichsbeispiel 2 ist die Viskosität
der Zusammensetzung verglichen mit den Beispielen und den anderen Vergleichsbeispielen
sehr hoch, da die Menge an feinen Fasern in den verwendeten wärmeleitenden
Fasern 20 Prozent der Menge überschreitet. Daher konnte die Zusammensetzung
des Vergleichsbeispiels 2 nicht geformt werden. Selbst wenn die Zusammensetzung
von Vergleichsbeispiel 2 zum Aushärten erhitzt wird, kann die Aushärtungsreaktion
des flüssigen Silikons durch die feinen Fasern gehemmt werden, so dass diese
Zusammensetzung nicht aushärten wird. Daher ist diese Zusammensetzung nicht
praktikabel. In den Vergleichsbeispielen 3 und 4 überschreitet die durchschnittliche
Faserlänge der Kohlenstofffasern 130 &mgr;m und infolgedessen verringert
sich der Grad der Ausrichtung der Kohlenstofffasern infolge von Faserverflechtung.
Dementsprechend weisen die Wärmeleitfähigkeiten der Platten der Vergleichsbeispiele
3 und 4 niedrigere Werte als die in Beispiel 3 auf. In Vergleichsbeispiel 5 steigert
die Verwendung von kurzen Kohlenstofffasern (durchschnittliche Faserlänge:
50 &mgr;m) die Viskosität der wärmeleitenden Zusammensetzung deutlich.
Die resultierende Zusammensetzung konnte daher nicht geformt werden. In Vergleichsbeispiel
6 wurden dickere und längere Kohlenstofffasern (durchschnittlicher Faserdurchmesser:
20 &mgr;m, durchschnittliche Faserlänge: 150 &mgr;m) als wärmeleitenden
Fasern verwendet. Derartige Fasern können nicht leicht ausgerichtet werden,
daher war die Wärmeleitfähigkeit der Platte niedriger als in den Beispielen.
Anspruch[de]
Ein wärmeleitender Körper ausgebildet aus einer wärmeleitenden
Zusammensetzung,
dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeleitende Zusammensetzung
ein polymeres Matrixmaterial;
wärmeleitende Fasern, wobei der durchschnittliche Faserdurchmesser der wärmeleitenden
Fasern in einem Bereich von 5 bis 15 &mgr;m liegt und die durchschnittliche Faserlänge
der wärmeleitenden Fasern in einem Bereich von 70 bis 130 &mgr;m liegt, und
wobei die wärmeleitenden Fasern nicht mehr als 20 Prozent der Gesamtmenge der
wärmeleitenden Fasern an feinen Fasern, die eine Länge von 20 &mgr;m
oder weniger aufweisen, umfassen; und
einen nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoff, umfasst;
wobei die wärmeleitenden Fasern weiterhin diamagnetische Eigenschaften aufweisen,
und wobei die wärmeleitenden Fasern in dem wärmeleitenden Körper
richtungsorientiert sind.Der wärmeleitende Körper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die wärmeleitenden Fasern Kohlenstofffasern sind, die in mindestens eine
Richtung eine Wärmeleitfähigkeit von 100 W/m·K oder mehr aufweisen.Der wärmeleitende Körper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die wärmeleitende Zusammensetzung die wärmeleitenden Fasern in einem
Bereich von 50 bis 150 Gewichtsteilen und den nicht-faserförmigen wärmeleitenden
Füllstoff in einem Bereich von 300 bis 600 Gewichtsteilen, bezogen auf 100
Gewichtsteile des polymeren Matrixmaterials, umfasst.Der wärmeleitende Körper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die durchschnittliche Faserlänge der wärmeleitenden
Fasern in einem Bereich von 80 bis 120 &mgr;m liegt.Der wärmeleitende Körper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die durchschnittliche Faserlänge der wärmeleitenden
Fasern in einem Bereich von 83 bis 110 &mgr;m liegt.Der wärmeleitende Körper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der durchschnittliche Faserdurchmesser der wärmeleitenden
Fasern in einem Bereich von 7 bis 12 &mgr;m liegt.Der wärmeleitende Körper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das polymere Matrixmaterial ein Polyorganosiloxan des
Additionsreaktionstyps ist.Der wärmeleitende Körper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der nicht-faserförmige wärmeleitende Füllstoff ein Füllstoff
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Aluminiumoxid, Bornitrid, Aluminiumnitrid,
Siliciumcarbid und Siliciumdioxid ist.Ein Verfahren zur Herstellung eines wärmeleitenden Körpers
umfassend ein polymeres Matrixmaterial, wärmeleitende Fasern und einen nicht-faserförmigen
wärmeleitenden Füllstoff, wobei der durchschnittliche Faserdurchmesser
der wärmeleitenden Fasern in einem Bereich von 5 bis 15 &mgr;m liegt und
die durchschnittliche Faserlänge der wärmeleitenden Fasern in einem Bereich
von 70 bis 130 &mgr;m liegt, wobei die wärmeleitenden Fasern nicht mehr als
20 Prozent der Gesamtmenge der wärmeleitenden Fasern an feinen Fasern, die
eine Länge von 20 &mgr;m oder weniger aufweisen, umfassen, und wobei die
wärmeleitenden Fasern weiterhin diamagnetische Eigenschaften aufweisen, wobei
das Verfahren durch die Schritte:
Bereitstellen einer wärmeleitenden Zusammensetzung durch Verteilen der wärmeleitenden
Fasern und des nicht-faserförmigen wärmeleitenden Füllstoffs in dem
polymeren Matrixmaterial,
Anwenden einer magnetischen Kraft auf die wärmeleitende Zusammensetzung, und
Verfestigen oder Härten des polymeren Matrixmaterials,
gekennzeichnet ist.Der wärmeleitende Körper nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, dass die Viskosität der wärmeleitenden Zusammensetzung
bei 25 °C 80000 mPa·s oder weniger ist.