TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
Umfasst einen MOV(Metalloxid-Varistor)-Spannungsbegrenzer
3, der in Reihe mit einem Gasentladungsröhren-Spannungsbegrenzer
4 angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich parallel zu der Gasentladungseinrichtung
4 ein Widerstand 5 befindet, dessen Wert so ist, dass die von
der Gasentladungseinrichtung 4 im Gleichgewichtszustand unterstützte
Spannung geringer ist als seine Löschspannung.
Bei einer anderen Ausführung der Erfindung ist ein Widerstand
6 parallel zu der MOV-Einrichtung 3 angeordnet, die zusammen mit
dem Widerstand 5 einen Widerstandsteiler bildet, so dass die Spannung,
der die Gasentladungseinrichtung 4 im Gleichgewichtszustand ausgesetzt
ist, geringer ist als die Löschspannung der Gasentladungsröhre.
Diese Erfindung wird für Kommunikationssysteme, vorzugsweise
bei Kommunikationsanwendungen über das Elektrizitätsnetzwerk, empfohlen,
da sie die Effizienz des Schutzes erhöht, indem die Löschspannung der
Gasentladungseinrichtung 4 geringer sein muss als herkömmlich erforderlich.
AUFGABE DER ERFINDUNG
Diese Erfindung besteht aus einer Spannungsstoßsicherung zum
Schutz von Einrichtungen, die beschädigt werden können, wenn die zwischen
ihren Leistungsanschlüssen angelegte Spannung einen maximal akzeptablen Schwellenwert
überschreitet.
Die Erfindung kann auf das Gebiet von Telekommunikationen, vorzugsweise
bei Breitbandanwendungen über das Elektrizitätsnetzwerk, angewendet werden,
wenn der Schutz gegen Spannungsstöße mittels MOV(Metalloxid-Varistor)-Einrichtungen,
die auf Halbleitern basieren und in Reihe mit einem Gasentladungsröhren-Begrenzer
angeordnet sind, durchgeführt wird, und wenn die Aufgabe darin besteht, die
Probleme zu beseitigen, die diese Typen von Einrichtungen bei Durchführung
von Spannungsstoßschutz darstellen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Auf dem Markt ist eine Vielfalt von Einrichtungen verfügbar,
die konstruiert sind, um diejenigen Einrichtungen zu schützen, die durch Spannungsstoß
beschädigt werden können, wenn die zwischen ihren Leistungsanschlüssen
angelegte Spannung einen maximal akzeptablen Schwellenwert überschreitet.
In diesem Sinne sind die am meisten verwendeten Einrichtungen MOV,
die auf Halbleitern und Ähnlichem basieren, sowie Gasentladungseinrichtungen.
Außerdem ist die Verwendung von Hybridsicherungen auf Basis einer Kombination
von MOV-Einrichtungen und Gasentladungseinrichtungen bekannt.
MOV-Einrichtungen arbeiten schnell, was bei bestimmten Anwendungen
sehr wünschenswert ist, wobei jedoch der Nachteil besteht, dass sie keine unbegrenzte
Anzahl von Stößen absorbieren können, das heißt, sie verschlechtern
sich bei Verwendung und falten am Ende aus. Wie viele Male eine MOV-Einrichtung
korrekt arbeitet, hängt von der Energie ab, die jedes Mal, wenn sie arbeitet,
aufgenommen wird. Des Weiteren besteht der Nachteil, dass sie bei Fehlfunktion kurzschließen
können, so dass es notwendig ist, einen anderen Typ von Schutz gegen diesen
Nachteil vorwegzunehmen. Des Weiteren weisen diese MOV-Einrichtungen relativ hohe
Kapazität auf. Im Hinblick auf die Gasentladungseinrichtungen muss gesagt werden,
dass diese langsamer arbeitende Einrichtungen sind, die arbeiten, indem sie einen
Lichtbogen in ihrem Inneren erzeugen, wenn die Nennspannung überschritten wird.
Bei Betrieb sinkt die Impedanz zwischen ihren Anschlüssen drastisch, wobei
ein Kurzschluss verursacht wird. Sie weisen relativ kleine Kapazität auf, was
sie zur Verwendung bei Telekommunikation ideal macht.
Als eine Lösung dieser Probleme ist die Verwendung von Gasentladungseinrichtungen
in Verbindung mit in Reihe verbundenen MOV-Einrichtungen zwischen den Anschlüssen
des zu schützenden Elementes bekannt (siehe US-A-6.188.557). Diese Kombination
hat den Vorteil, dass die Kapazität zusammengenommen ungefähr derjenigen
der Gasentladungseinrichtung entspricht (wenige pF) und der Schutz demjenigen des
MOV ähnlich ist, ohne jedoch die Leitung kurzzuschließen, wenn der Schutz
in Betrieb ist. Jedoch muss gesagt werden, dass die Kombination dieser Einrichtungen
einen wichtigen Nachteil aufweist, der darin besteht, dass die zur Durchführung
wirksamen Schutzes benötigte Gasentladungseinrichtung eine Löschspannung
haben muss, die größer ist als die Arbeitsspannung der Kommunikationsleitung,
wobei dies die Verwendung von Gasentladungseinrichtungen mit sehr hoher Nennspannung
erforderlich macht.
Auf Grund des Kapazitätsunterschieds zwischen der MOV-Einrichtung
(hohe Kapazität) und der Gasentladungseinrichtung (sehr niedrige Kapazität)
veranlasst der aus beiden Einrichtungen gebildete kapazitive Spannungsteiler, dass
fast die gesamte Spannung an die Gasentladungseinrichtung angelegt wird, so dass
bei Auftreten eines Spannungsstoßes an der Leitung die Gasentladungseinrichtung
die MOV-Einrichtung einschaltet, wobei die Spannung, die die transiente
Energie absorbiert, begrenzt wird, aber wenn der Spannungsstoß endet und die
Spannung an der Leitung zu ihrem Nennwert zurückkehrt, beginnt sie, falls die
Löschspannung der Gasentladungseinrichtung unter der Höchstspannung an
der Leitung liegt, impulsweise die Kapazität des MOV zu starten und zu stoppen,
wobei eine Fehlfunktion verursacht wird, und dies wird zu Rauschen in dem Kanal
umgewandelt, wobei dies etwas ist, das bei Telekommunikationsanwendungen nicht annehmbar
ist.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Zur Lösung der zuvor angezeigten Nachteile hat diese Erfindung
einen Schaltungsschutz gegen Spannungsstöße für Kommunikationsanwendungen
entwickelt, der wie herkömmliche Schaltungen einen in Reihe mit einem Gasentladungsröhren-Begrenzer
angeordneten MOV-Spannungsbegrenzer umfasst, jedoch mit der Neuheit, dass ein Widerstand
parallel zu dem Gasentladungsröhren-Begrenzer angeordnet ist, wobei der Wert
des Widerstands so ist, dass die Spannung, die von der Gasentladungsröhren-Spannungsbegrenzereinrichtung
im Gleichgewichtszustand unterstützt wird, geringer ist als seine erforderliche
Löschspannung, wodurch die zuvor erwähnten Probleme vermieden werden.
Bei einer anderen Ausführung dieser Erfindung ist ebenso wie
der Widerstand, der parallel zu dem Gasentladungsröhren-Begrenzer angeordnet
ist, ein anderer Widerstand parallel zu dem MOV-Begrenzer enthalten, so dass diese
einen Widerstandsteiler bilden, der die Spannung, der die Gasentladungseinrichtung
im Gleichgewichtszustand ausgesetzt ist, so begrenzt, dass die erwähnte Spannung,
der die Gasentladungseinrichtung im Gleichgewichtszustand ausgesetzt ist, geringer
ist als die Löschspannung der Gasentladungseinrichtung, wodurch die in dem
vorhergehenden Abschnitt erwähnten Probleme gelöst werden.
Die folgenden Zeichnungen werden bereitgestellt, um ein besseres Verstehen
der vorliegenden Erfindung zu erleichtern, und bilden einen wesentlichen Teil der
ausführlichen Beschreibung und der Ansprüche, wobei sie eine verdeutlichende,
aber keine beschränkte Darstellung der Prinzipien dieser Erfindung bieten.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 zeigt eine herkömmliche Spannungsstoßsicherung.
2 zeigt ein mögliches Beispiel der bei der aktuellen
Erfindung beschriebenen Sicherung.
3 zeigt ein anderes mögliches Beispiel der bei
dieser Erfindung beschriebenen Sicherung.
BESCHREIBUNG EINER AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
Das Folgende ist eine Beschreibung der Erfindung auf Basis der zuvor
erwähnten Figuren.
Wie zuvor erwähnt wurde, betrifft die Erfindung eine Sicherung
gegen Spannungsstöße, die in einem Kommunikationskanal 1 erzeugt
werden, um ein Element 2 (eines Typs) zu schützen, und für die
parallel zu dem vorgenannten Element 2 eine MOV-Spannungsbegrenzereinrichtung
enthalten ist 3, die in Reihe mit einer Gasentladungsröhren-Spannungsbegrenzereinrichtung
4 angeordnet ist. Diese Beschreibung entspricht einem Typ von Schaltung,
der herkömmlicherweise zur Durchführung von Spannungsstoßschutz bei
Kommunikationsleitungen verwendet wird.
Die Neuheit dieser Erfindung nach einer Ausführung derselben
ergibt sich aus dem Umstand, dass parallel zu der Gasentladungseinrichtung
4 ein Widerstand 5 Verbinder ist, so dass, wenn die Kapazität
der MOV-Einrichtung 3 zu den bei der Kommunikation verwendeten Frequenzen
bekannt sind, der Wert des Widerstands 5 so berechnet werden kann, dass
die Spannung, die von der Gasentladungseinrichtung 4 unterstützt wird,
geringer sein wird als seine Löschspannung, wodurch Probleme, die in dem Abschnitt
zu dem Hintergrund der Erfindung erwähnt werden, gelöst werden.
Bei einer zweiten Ausführung der Erfindung ist ebenso wie der
Widerstand 5, der parallel zu der Gasentladungseinrichtung 4 angeordnet
ist, die Verwendung eines Widerstands 6 parallel zu der MOV-Einrichtung
3 vorgesehen, wobei die Widerstände 5 und 6 einen
Spannungsteiler bilden, so dass die Spannung, der die Gasentladungseinrichtung
4 im Gleichgewichtszustand ausgesetzt ist, geringer ist als die Löschspannung
der Gasentladungsröhre 4, und daher werden Probleme, die in dem vorhergehenden
Abschnitt zu dem Hintergrund der Erfindung erwähnt werden, auch bei dieser
Ausführung vermieden.