Die vorliegende Erfindung betrifft schusselastische gewobene Stoffe
umfassend ein Spinnstapelfasergarn und ein Polyesterbikomponenten-Endlosfilament
umfassend Poly(ethylenterephthalat) und Poly(trimethylenterephthalat) im Schuss
des Stoffs.
BESCHREIBUNG DES STANDS DER TECHNIK
Polyesterbikomponentenfilamente sind in der Patentschrift der Vereinigten
Staaten 3671379 offenbart und elastische Flockengewebe aus Spinnstapelfasergarnen
sind in dem Patent der Vereinigten Staaten 5922433 offenbart. Jedoch weisen die
an diesen Literaturstellen offenbarten Stoffe kein ausreichendes Erholungsvermögen
nach dem Strecken auf, es sei denn, das Bikomponentenniveau ist hoch, und Stoffe
mit verbessertem Erholungsvermögen sind immer noch erwünscht.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die Erfindung bietet einen gewobenen Stoff umfassend Kettfasern und
einen Schuss, wobei:
a) der Schuss aus der Gruppe ausgewählt ist bestehend aus Durchschuss zu
Durchschuss- und Koinsertionskonstruktionen;
b) der Schuss ein Spinnstapelfasergarn und ein Polyester-Bikomponentenfilament
umfasst, wobei das Polyester-Bikomponentenfilament Poly(ethylenterephthalat) und
Poly(trimethylenterephthalat) umfasst; und
c) das Polyester-Bikomponentenfilament einen Kräuselkontraktionswert nach
dem Thermofixieren von etwa 10 % bis etwa 80 % aufweist.
Das Spinnstapelfasergarn kann aus Baumwolle bestehen. Der Stoff kann
eine Schussdehnung von etwa 12 % bis etwa 35 % aufweisen. Der Schuss des erfindungsgemäßen
Stoffs kann eine Durchschuss zu Durchschuss-Konstruktion oder eine Koinsertionskonstruktion
aufweisen. In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Polyesterbikomponentenfilament
einen Kräuselkontraktionswert nach dem Thermofixieren von mindestens etwa 35
% auf. Der Stoff kein ein Köper, beispielsweise ein Köperstoff mit einer
normalisierten Abführkraft von mindestens etwa 2,2 N-m/g sein. Der Stoff kann
Spinnstapelfasergarne als Kettfasern umfassen.
Der erfindungsgemäße Stoff kann eine Kettdehnung von etwa
15 % bis etwa 35 % aufweisen und etwa 5 Gew.-% bis etwa 25 Gew.-% Bikomponentenfilanment,
auf das Gesamtgewicht des Stoffs bezogen, umfassen.
Die Erfindung bietet des Weiteren ein Verfahren für das Herstellen
eines schusselastischen Stoffs. Die erfindungsgemäße Methode umfasst die
Schritte des:
a) Bereitstellens eines Bikomponentenfilaments umfassend Poly(ethylenterephthalat)
und Poly(trimethylenterephthalat), wobei das Bikomponentenfilament einen Kräuselkontraktionswert
nach dem Thermofixieren von mindestens etwa 10 % aufweist;
b) Bereitstellens eines Spinnstapelfasergarns;
c) Bereitstellens von Kettfasern; und
d) Webens des Bikomponentenfilaments und des Spinnstapelfasergarns mit den Kettfasern
durch eine Methode ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Koinsertion und
Durchschuss zu Durchschuss- unter Bildung des Stoffs.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht das Spinnstapelfasergarn
aus Schritt (b) aus Baumwolle. Die Webmethode des Schritts (d) kann das Durchschuss
zu Durchschuss-Verfahren sein. Bei einer anderen Ausführungsform der Methode
weist das Bikomponentenfilament einen Kräuselkontraktionswert nach dem Thermofixieren
von etwa 35 % bis etwa 80 % auf. Die Webmethode kann die Koinsertionsmethode sein.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Methode des Weiteren das
Bereitstellen eines Bikomponentenfilaments in einer Menge, derart, dass der Stoff
aus Schritt (d) etwa 5 Gew.-% bis etwa 25 Gew.-% Bikomponentenfilament, auf das
Gesamtgewicht des Stoffs bezogen, umfasst.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
1 ist ein Hebeplan für einen erfindungsgemäßen
schusselastischen Durchschuss zu Durchschuss-Stoff, von der Vorderseite des Stoffs
her gesehen.
2 ist ein Hebeplan für einen erfindungsgemäßen
schusselastischen Koinsertionsstoff, von der Vorderseite des Stoffs her gesehen.
3 und 4 sind Hebepläne
von schusselastischem Stoff, der nicht der Erfindung entspricht, von der Vorderseite
des Stoffs her gesehen.
GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Es hat sich nun gezeigt, dass gewisse schusselastische gewobene Stoffkonstruktionen,
die Polyesterbikomponentenfilamente im Schuss aufweisen, eine viel höhere Abführkraft
aufweisen, als man von der Menge an vorliegendem Bikomponentenfilament erwarten
würde. Eine hohe Abführkraft ist wünschenswert, weil sie ein gutes
Erholungsvermögen bietet, nachdem der Stoff gestreckt worden ist.
„Durchschuss zu Durchschuss", wie es hier verwendet wird, bedeutet
eine Webmethode und eine gewobene Konstruktion, bei der das Polyesterbikomponentenfilament
und ein Spinnstapelschussfasergarn in abwechselnden Durchschüsse gewoben werden.
„Koinsertion" bedeutet eine Webmethode und eine gewobene Konstruktion,
bei der das Polyesterbikomponentenfilament und ein Spinnstapelschussfasergarn zusammen
im gleichen Durchschuss gewoben werden. Beide Verfahren und Konstruktionen müssen
von Verfahren und Konstruktionen unterschieden werden, bei denen nur das Polyesterbikomponentenfilament
oder nur das Spinnstapelfasergarn im Schuss verwendet wird.
„Polyesterbikomponentenfilament" bedeutet ein Endlosfilament
umfassend ein Paar von Polyester, die der Länge der Faser entlang innig aneinander
anhaften, so dass der Faserquerschnitt beispielsweise ein Seite-an-Seite-, exzentrischer
Mantel-Kern- oder anderer geeigneter Querschnitt ist, von dem aus eine nützliche
Kräuselung entwickelt werden kann.
Das Polyesterbikomponentenfilament, das bei dem erfindungsgemäßen
Stoff und Verfahren verwendet wird, umfasst Poly(ethylenterephthalat) und Poly(trimethylenterephthalat)
in einem Gewichtsverhältnis von etwa 30/70 bis 70/30 und weist einen Kräuselkontraktionswert
nach dem Thermofixieren von mindestens etwa 10 %, bevorzugt mindestens etwa 35 %
und höchstens etwa 80 % auf. Es wird vorgezogen, dass das Bikomponentenfilament
in dem Stoff in einer Menge von mindestens etwa 5 Gew.-% und höchstens etwa
25 Gew.-%, auf das Gesamtgewicht des Stoff bezogen, vorliegt. Das Spinnstapelfasergarn,
das auch im Schuss verwendet wird, kann aus Baumwolle, Wolle, Leinen, Polycaprolactam,
Poly(hexamethylenadipamid), Poly(ethylenterephthalat), Poly(trimethylenterephthalat)
und dergleichen bestehen. Baumwolle wird vorgezogen.
Der erfindungsgemäße gewobene Stoff weist eine Durchschuss
zu Durchschuss- oder Koinsertionskonstruktion auf und kann ein Gewebe in Leinwandbindung,
Köper (beispielsweise 2/1, 3/1, 2/2, 1/2, 1/3, Fischgrätenstoff und Spitzköper),
Schussrips (beispielsweise 2/3- und 2/2-Schussrips) oder Baumwollsatin sein. In
den Figuren bedeutet ein weißes Kästchen, dass ein (Kette-) Ende sich
unter einem (Schuss-) Durchschuss befindet, ein schraffiertes Kästchen bedeutet,
dass sich ein (Kette-) Ende über einem (Schuss-) Durchschuss befindet und X
zeigt einen Polyesterbikomponentenfilament-Durchschuss an und O zeigt einen Spinnstapelfasergarn-Durchschuss
an. In 2 sind das Polyesterbikomponentenschussfilament
und das Spinnstapelschussfasergarn als eines zusammengewoben (Koinsertion) gezeigt.
Bevorzugt weist der erfindungsgemäße Stoff eine Schussdehnung
von mindestens etwa 12 % und eine normalisierte Schussabführkraft von mindestens
etwa 2,2 N-m/g auf. Geringere Dehnungen sind bei der alltäglichen Verwendung
eventuell schwierig abzufühlen und Stoffe mit geringerer Abführkraft können
bei der Verwendung unerwünscht schlaff und unförmig werden. Um die Ausweitung
des Stoffs unter Kontrolle zu halten, wird des Weiteren vorgezogen, dass die Kettendehnung
nicht mehr als etwa 35 % betragen sollte.
Es gibt keine spezifischen Einschränkungen für die Schussfasern
des Stoffs, vorausgesetzt, die Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nicht
beeinträchtigt, und Spinnstapelfasern aus Baumwolle, Polycaprolactam, Poly(hexamethylenadipamid),
Poly(ethylenterephthalat), Poly(trimethylenterephthalat), Wolle, Leinen und Mischungen
derselben können verwendet werden, wie auch Filamente von Polycaprolactam,
Poly(hexamethylenadipamid), Poly(ethylenterephthalat), Poly(trimethylenterephthalat),
Poly(tetramethylenterephthalat), Spandex und Mischungen derselben. Wenn ein Filament
oder Garn, das Streck- und Erholungsfähigkeitseigenschaften aufweist (beispielsweise
Spandex, Polyesterbikomponentenfasern und dergleichen) in der Schuss verwendet wird,
so können die Stoffe Schusselastizitäts- sowie Schusselastizitätseigenschaften
aufweisen. Beispielsweise kann die Dehnung in Schussrichtung mindestens
etwa 15 % betragen und es wird vorgezogen, dass sie nicht mehr als etwa 35 % beträgt.
Verschiedene Comonomere können in die Polyester des Bikomponentenfilaments
in geringen Mengen (typischerweise nicht mehr als etwa 15 Molprozent) eingearbeitet
werden, wenn die Vorteile der Erfindung nicht negativ beeinflusst werden. Beispiele
umfassen lineare, cyclische und unverzweigte aliphatische Dicarbonsäuren (und
ihre Diester) mit 4-12 Kohlenstoffatomen; aromatische Dicarbonsäuren (und ihre
Diester) mit 8-12 Kohlenstoffatomen (beispielsweise Isophthalsäure, 2,6-Naphtalindicarbonsäure
und 5-Natriumsulfoisophthalsäure); und lineare, cyclische und verzweigte aliphatische
Diole mit 3-8 Kohlenstoffatomen (beispielsweise 1,3-Propandiol, 1,2-Propandiol,
1,4-Butandiol, 3-Methyl-1,5-pentandiol, 2,2-Dimethyl-1,3-propandiol, 2-Methyl-1,3-propandiol
und 1,4-Cyclohexandiol). Es können auch Zusatzmittel wie Titandioxid in die
Polyester eingearbeitet werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Bikomponentenfilament
bereitgestellt, das Poly(ethylenterephthalat) und Poly(trimethylenterephthalat)
umfasst und einen Kräuselkontraktionswert nach dem Thermofixieren von mindestens
etwa 10 % aufweist. Ein Spinnstapelfasergarn und Schussfasern werden ebenfalls bereitgestellt.
Das Bikomponentenfilament und das Spinnstapelfasergarn werden mit den Kettfasern
durch eine Methode gewebt, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Koinsertion
und Durchschuss zu Durchschuss unter Bildung des Stoffs. Das Bikomponentenschussfilament,
das Spinnstapelfaserschussgarn, die Schussfasern und der Stoff können die an
anderer Stelle hier beschriebene Zusammensetzung, Konstruktion und Eigenschaften
aufweisen.
Webstuhltypen, die zum Herstellen der erfindungsgemäßen
gewobenen Stoffe und beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden
können, umfassen Luftdüsenwebmaschinen, Webstühle, Wasserdüsenwebmaschinen,
Greiferwebstühle und Greiferwebmaschinen (mit Schützenantrieb).
Der Kräuselkontraktionswert nach dem Thermofixieren des Polyesterbikomponentenfilaments,
das in dem Beispiel verwendet wird, wurde wie folgt gemessen. Jede Filamentprobe
wurde zu einem Strang von 5000 +/– 5 Denier insgesamt (5550 dtex) mit einer
Stranghaspel mit einer Spannung von etwa 0,1 gpd (0,09 dN/tex) geformt. Der Strang
wurde bei 70 +/– 2°F (21 +/– 1°C) und einer relativen Feuchte
von 65 +/– 2 % mindestens 16 Stunden lang konditioniert. Der Strang wurde
im Wesentlichen senkrecht von einem Ständer gehangen, ein Gewicht von 1,5 mg/den
(1,35 mg/dtex) (z.B. 7,5 Gramm bei einem Strang von 5550 dtex) wurde unten an den
Strang gehängt und man ließ das Gewicht eine Äquilibriumlänge
erreichen und dann wurde die Lange des Strangs mit einer Genauigkeit von bis zu
1 mm gemessen und als „Cb" aufgezeichnet. Man ließ das Gewicht
von 1,35 mg/dtex für die Zeitspanne des Tests an dem Strang verbleiben. Als
Nächstes wurde ein Gewicht von 500 Gramm (100 mg/d; 90 mg/dtex) unten an den
Strang gehängt und die Länge des Strangs wurde mit einer Genauigkeit von
bis zu 1 mm gemessen und als „Lb" aufgezeichnet. Der Kräuselkontraktionswert
(Prozent) (vor dem Thermofixieren, wie unten für diesen Test beschrieben),
„CCb", wurde der Formel
CCb = 100 × (Lb – Cb)/Lb
gemäß berechnet.
Das Gewicht von 500 g wurde entfernt und der Strang wurde dann an
einen Ständer gehängt und, während das Gewicht von 1,35 mg/dtex sich
immer noch an Ort und Stelle befand, 5 Minuten lang bei etwa 250°F (121°C)
in einem Ofen thermofixiert, woraufhin der Ständer und der Strang aus dem Ofen
entfernt und wie oben 2 Stunden lang konditioniert wurde. Dieser Schritt dient dazu,
das handelsmäßige Trockenthermofixieren zu simulieren, wobei es sich um
eine Möglichkeit zum Entwickeln der endgültigen Kräuselung der Bikomponentenfaser
handelt. Die Länge des Strangs wurde wie oben gemessen und seine Lange wurde
als „Ca" aufgezeichnet. Das Gewicht von 500 g wurde nochmals von
dem Strang gehängt und die Stranglänge wurde wie oben gemessen und als
„La" aufgezeichnet. Der Kräuselkontraktionswert nach der
Thermofixierung (Prozent), „CCa" wurde der Formel CCa
= 100 × (La – Ca)/La entsprechend berechnet.
Um die Schussabführkraft des fertigen Stoffs zu Bestimmen, wurden
drei Proben von 3 Zoll × 8 Zoll (7,6 cm × 20,3 cm) aus dem Stoff geschnitten
und in der Mitte gefaltet unter Bildung einer offenen Schleife. Die lange Dimension
jeder Probe entsprach der Schussrichtung des Stoffs und war die Dimension, die getestet
wurde. Jede offene Schleife wurde etwa 1 Zoll (2,5 cm) von ihren Enden entfernt
zusammengenäht unter Bildung einer geschlossenen Schleife mit einem Umfang
von 6 Zoll (15,2 cm). Die Stoffschleifen wurden mit einer Instron-Zugprüfmaschine
mit einem Kreuzkopf von 6 Zoll (15,2 cm), pneumatischen Klemmen (Größe
3C) mit flachen Stirnflächen von 1 Zoll × 3 Zoll (2,5 × 7,6 cm),
einer Luftzufuhr von 80 psi (552 kPa) und einer Diagrammschreibergeschwindigkeit
von 10 Zoll pro Minute (25,4 cm/min) geprüft. Ein U-förmiger Stab wurde
seitlich zwischen einen der Sätze von Klemmen der Zugprüfmaschine so eingeklemmt,
dass die Enden des Stabs (2,78 Zoll (7 cm) zwischen den Enden, 3 Zoll (7,6 cm) um
die Enden herum) aus den Klemmen weit genug hervorstanden, um die Stoffschleife
festzuhalten. Die Schleife wurde um die hervorstehenden Stabenden herumgeführt
und mit einer Kraft von 12 Pfund (5,4 kg) gestreckt und entspannt; der Zyklus wurde
insgesamt 3mal durchgeführt. Die Abführkraft wurde bei einer „verfügbaren
Streckung von 5 %" bei der Entspannung nach dem 3. Zyklus gemessen (das heißt,
wenn der Stoff 5 %, auf die mit einer Kraft von 12 Pfund (5,4 kg) gedehnte Lange
bezogen nach dem 3. Zyklus entspannt worden ist) und in Newton pro Zentimeter aufgezeichnet.
Um Stoffe verschiedener Basisgewichte und Zusammensetzungen zu vergleichen, wurde
die Abführkraft durch Teilen der Abführkraft, wie sie bestimmt worden
ist, durch das Basisgewicht des Stoffs und das Prozentgewicht der Polyesterbikomponentenfaser
in dem Stoff normalisiert. Die in den folgenden Beispielen verwendete Polyesterbikomponentenfaser
ist die Poly(ethylenterephthalat)/Poly(trimethylenterephthalat)-Bikomponentenfaser
des Typs 400(r), die im Handel von E. I. Du Pont de Nemours and Company, 1007 Market
Street; Wilmington, Delaware 19805, erhältlich ist. Die Polyesterbikomponentenfaser
vom Typ-400(r) wird hier auch als Polyesterbikomponentenfaser T-400(r) oder einfach
als „T-400(r)" bezeichnet. Der Prozentsatz der Dehnung wurde mit einer Kraft
von 12 Pfund (5,4 kg) nach dem 3. Zyklus gemessen.
Alle Proben in dem Beispiel bestanden aus 3/1-Köpern.
BEISPIEL
Es wurden Stoffe auf einer Dornier-Luftdüsenwebmaschine unter
Anwendung einer Schuss von 18/1 cm3 Baumwolle mit einer Rohgarn-Kettgarnnummer
von 96 Enden/Zoll (38 Enden/cm) und Schussgarnen von 36 cm3 Baumwolle
und/oder 150 Denier (167 dtex) T-400 Poly(ethylenterephthalat)/Poly(trimethylenterephthalat)-Bikomponentenfaser
(E.I. du Pont de Nemours and Company) mit einem Kräuselkontraktionswert nach
dem Thermofixieren von 39 % gewoben. Die Proben 1 und 2 wurden dem Hebeplan von
1 gemäß und die Proben 3 und 4 wurden dem
Hebeplan von 2 gemäß gewoben. Die Proben 3
und 4 unterschieden sich voneinander dadurch, dass der Wickelkörper des Polyesterbikomponentenfilaments
und der Baumwollwickelkörper auf der Webmaschine vertauscht waren, so dass
die Reihenfolge der Garneintragung umgekehrt war. Die Vergleichsproben 1 und 2,
die ebenfalls aus 3/1-Köpern bestanden, wurden den Hebeplänen von
3 bzw. 4 gemäß
gewoben. Die Webmaschinenbedingungen waren bei allen Stoffen die gleichen. Nach
dem Weben wurden die Stoffe bei 180°F (82°C) 30 Minuten lang einem Düsenwaschvorgang
unterworfen, mit einem Dispersionsfarbstoff bei 265°F (129°C) und dann
mit einem Direktfarbstoff bei 180°F (82°C) düsengefärbt und
dann bei 320°F (160°C) 20 Sekunden lang in der gefärbten Stoffbreite
thermofixiert. Weitere Einzelheiten und Ergebnisse sind in Tabelle I aufgeführt,
wobei „Vergleich" eine Vergleichsprobe bedeutet und die Kett- und Schussnummern
jeweils in Durchschüsse/cm und Enden/cm angegeben sind. Die „normalisierte
Schussabführkraft" wurde durch Teilen der Schussabführkraft durch das
Basisgewicht des Stoffs und durch die Gewichtsfraktion der T-400-Faser in dem Stoff
berechnet und ist in Newton-Metern pro Gramm ausgedrückt.
TABELLE
Die normalisierten Abführkraftwerte in Tabelle I zeigen, dass
die Kraft der erfindungsgemäßen Durchschuss zu Durchschuss-(Proben 1 und
2) und Koinsertionsstoffe (Proben 3 und 4) überraschenderweise und wünschenswerterweise
viel höher liegen, als bei einem Stoff, der nur Polyesterbikomponentenfilamente
im Schuss aufweist, (Vergleichsprobe 1) zu erwarten wäre.
Anspruch[de]
Gewobener Stoff umfassend Kettfasern und einen Schuss, dadurch gekennzeichnet,
dass:
a) der Schuss aus der Gruppe ausgewählt ist bestehend aus Durchschuss zu Durchschuss-
und Koinsertionskonstruktionen;
b) der Schuss ein Spinnstapelfasergarn und ein Polyester-Bikomponentenfilament umfasst,
wobei das Polyester-Bikomponentenfilament Poly(ethylenterephthalat)) und Poly(trimethylenterephthalat)
umfasst; und
c) das Polyester-Bikomponentenfilament einen Kräuselkontraktionswert nach dem
Thermofixieren von etwa 10 % bis etwa 80 % aufweist.Stoff nach Anspruch 1, wobei:
das Spinnstapelfasergarn Baumwolle ist;
der Stoff eine Kettendehnung von etwa 12 % bis etwa 35 % aufweist.Stoff nach Anspruch 1, wobei der Schuss eine Durchschuss zu Durchschuss-Konstruktion
ist.Stoff nach Anspruch 1, wobei der Schuss eine Koinsertionskonstruktion
ist.Stoff nach Anspruch 1, wobei das Polyester-Bikomponentenfilament einen
Kräuselkontraktionswert nach dem Thermofixieren von mindestens etwa 35 % aufweist.Stoff nach Anspruch 1, wobei:
der Stoff ein Köper ist;
der Stoff eine normalisierte Abführkraft von mindestens etwa 2,2 N-m/g aufweist;
und
die Kettfasern Spinnstapelfasergarn sind.Stoff nach Anspruch 1, der eine Schussdehnung von etwa 15 % bis etwa
35 % aufweist und etwa 5 bis etwa 25 Gew.-% Bikomponentenfilament umfasst.Verfahren zum Herstellen eines Schussstretchgewebes, dadurch gekennzeichnet,
dass es folgende Schritte umfasst:
a) Bereitstellen eines Bikomponentenfilaments umfassend Poly(ethylenterephthalat)
und Poly(trimethylenterephthalat), wobei das Bikomponenenfilament einen Kräuselkontraktionswert
nach dem Thermofixieren von mindestens etwa 10 % aufweist;
b) Bereitstellen eines Spinnstapelfasergarns;
c) Bereitstellen von Kettfasern; und
d) Weben des Bikomponentenfilaments und des Spinnstapelfasergarns mit den Kettfasern
durch eine Methode ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Koinsertion und
Durchschuss zu Durchschuss zur Bildung des Stoffs.Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Spinnstapelfasergarn aus Schritt
(b) Baumwolle ist und die Webmethode des Schritts (d) Durchschuss zu Durchschuss
ist.Verfahren nach Anspruch 8, wobei:
das Bikomponentenfilament aus Schritt (a) einen Kräuselkontraktionswert nach
dem Thermofixieren von etwa 35 % bis etwa 80 % aufweist; und
die Webmethode des Schritts (d) die Koinsertion ist.Verfahren nach Anspruch 8, wobei Schritt (a) des Weiteren das Bereiststellen
des Bikomponentenfilaments in einer Menge umfasst, derart, dass der Stoff aus Schritt
(d) etwa 5 Gew.-% bis etwa 25 Gew.-% Bikomponentenfilament, auf das Gesamtgewicht
des Stoff bezogen, umfasst.