Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schlitzantenne, die
dazu eingerichtet ist, Hochfrequenzsignale von hauptsächlich Mikrowellen oder
Millimeterwellen zu übertragen oder zu empfangen.
2. Beschreibung des Standes der Technik
In den letzten Jahren sind Daten drahtlos und zwischen Personen, beispielsweise
mit Hilfe von Mobiltelefonen, übertragen worden. Unter solchen Umständen
war es erwünscht, große Datenmengen mit höheren Geschwindigkeiten
zu übermitteln. Für diesen Zweck wurden Halbleiterelemente (Hochfrequenzhalbleiterelemente)
entwickelt, die in Hochfrequenzbereichen, z. B. jenem der Millimeterwellen (30 bis
300 GHz), arbeiten.
Ferner wurden verschiedene Anwendungssysteme vorgeschlagen, bei denen
Hochfrequenzhalbleiterelemente benutzt wurden, die mit elektromagnetischen Millimeterwellen
arbeiten, beispielsweise ein Radar zwischen Kraftfahrzeugen und ein drahtloses Netzwerk
(LAN). Beispielsweise wurden in der Electronics Society, Japanese Academy of Electronic
Data Communication, 1959, ein Radar zwischen Kraftfahrzeugen (siehe SC-7-6), ein
kabelloses Kamerasystem (siehe C-137), ein drahtloses Hochgeschwindigkeits-LAN-System
(siehe C-139) und ähnliche Systeme vorgeschlagen.
Alle diese Systeme benutzen Radiowellen, und es werden Signale über
Antennen zwischen dem System und dem Raum, in dem sich die Radiowellen ausbreiten,
ausgetauscht. Bisher wurden für die Handhabung von Hochfrequenzsignalen verschiedene
Antennen untersucht, z. B. eine Mikrostreifenantenne, eine Hornantenne, eine Schlitzantenne
und ähnliche Antennen.
Die GB-A-2248522 beschreibt eine Schlitzantenne mit einem dielektrischen
Substrat, einer Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung, die auf einer Oberfläche
des dielektrischen Substrats ausgebildet ist und ein offenes Ende aufweist, und
einer Erdungsschicht auf der anderen Oberfläche des Substrats, wobei die Erdungsschicht
einen Schlitz an einer Stelle aufweist, die dem offenen Ende der Übertragungsleitung
gegenüberliegt, und wobei eine dielektrische Platte auf der Erdungsschicht
angeordnet ist, um den Schlitz abzudecken.
Die US-A-3827054 beschreibt eine Schlitzantenne mit einem dielektrischen
Substrat, einer Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung, die auf einer Oberfläche
des Substrats ausgebildet ist, und eine Erdungsschicht auf der anderen Oberfläche
des Substrats, wobei die Erdungsschicht einen Schlitz an einer Stelle aufweist,
die dem offenen Ende der Übertragungsleitung gegenüberliegt, und wobei
eine dielektrische Platte auf der Erdungsschicht angeordnet ist, um den Schlitz
abzudecken.
Die US-A-4132995 bezieht sich auf eine Schlitzantenne mit einem dielektrischen
Substrat, einer Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung, die auf einer Oberfläche
des Substrats ausgebildet ist und ein offenes Ende aufweist, und eine Erdungsschicht
auf der anderen Oberfläche des Substrats, wobei die Erdungsschicht einen Schlitz
an einer Stelle aufweist, die dem offenen Ende der Übertragungsleitung gegenüberliegt.
Die Antenne beinhaltet ein Luftvolumen, das ein dielektrisches Element bildet und
in einem Leiter eingeschlossen ist, der in Verbindung mit der Erdungsschicht steht
und um das genannte dielektrisches Element herum angeordnet ist.
Eine Schlitzantenne hat einen Aufbau, bei dem an einer Oberfläche
eines dielektrischen Substrats eine Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung,
z. B. eine Mikrostreifenleitung, ausgebildet ist, eine Erdungsleitung auf der anderen
Oberfläche des dielektrischen Substrats vorliegt, an einer Stelle, die einem
offenen Ende der Übertragungsleitung gegenüberliegt, ein Schlitz eingerichtet
ist sowie die Übertragungsleitung und der Schlitz elektromagnetisch miteinander
gekoppelt sind. Die Schlitzantenne mit einem solchen Aufbau ist insofern vorteilhaft
als sie durch Anwendung einer allgemeinen Schichtlaminierungstechnologie hergestellt
werden kann, unter den vorgenannten verschiedenen Antennenarten besonders billig
produziert werden kann und für diejenige Systeme sehr geeignet ist, die in
geringen Größen und mit niedrigem Gewicht gebaut werden müssen.
Jedoch haben die existierenden Schlitzantennen den Nachteil einer
geringen Leistungsfähigkeit (bezüglich der Signalübertragungseigenschaften).
Somit entstand das Bedürfnis nach einer Verbesserung dieser Leistungsfähigkeit.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine
Schlitzantenne anzugeben, die Hochfrequenzsignale übermitteln kann und dabei
eine hohe Leistungsfähigkeit aufweist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Schlitzantenne
angegeben, mit einem dielektrischen Substrat, einer Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung,
die auf einer Oberfläche des dielektrischen Substrats ausgebildet ist und ein
offenes Ende aufweist, und einer Erdungsschicht auf der anderen Oberfläche
des dielektrischen Substrats, wobei die Erdungsschicht an einer Stelle mit einem
Schlitz versehen ist, die dem offenen Ende der Übertragungsleitung gegenüberliegt,
und wobei eine dielektrische Platte zur Impedanzanpassung auf die Oberfläche
der Erdungsschicht auf der Seite, wo sich der Schlitz befindet, auflaminiert ist,
so daß der Schlitz abgedeckt wird.
Die Schlitzantenne ist dadurch gekennzeichnet, daß die dielektrische
Platte zur Impedanzanpassung eine Dicke h (mm) aufweist, welche die Bedingung entsprechend
der folgenden Formel (1)
erfüllt, worin &egr;1 die Dielektrizitätskonstante der dielektrischen
Platte zur Impedanzanpassung und f die Frequenz (GHz) der übertragenen Signale
bedeuten.
Bezüglich der konventionellen Schlitzantenne ist festzustellen,
daß es hier eine fehlende Anpassung zwischen der Impedanz des Schlitzbereichs
und der Impedanz des externen Raums, in dem sich die elektromagnetischen Wellen
ausbreiten, existiert und aufgrund der fehlenden Anpassung Hochfrequenzsignale durch
den Schlitzbereich reflektiert werden sowie als Ergebnis hiervon die Leistungsfähigkeit
der Antenne gering bleibt. Andererseits weist gemäß der vorliegenden Erfindung
die dielektrische Platte zur Impedanzanpassung eine spezielle Dicke h auf, wodurch
eine fehlende Anpassung der Impedanz unterdrückt wird, Hochfrequenzsignale
werden durch den Schlitzbereich nicht reflektiert und es wird eine hohe Leistungsfähigkeit
der Antenne erreicht.
KURZE BEZEICHNUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine Draufsicht, die eine Schlitzantenne gemäß
der Erfindung erläutert;
2 ist eine seitliche Schnittansicht (Schnittansicht
entsprechend X-X) der Schlitzantenne gemäß 1;
3 ist eine seitliche Schnittansicht, die eine Schlitzantenne
gemäß der am meisten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung erläutert; und
4 ist eine seitliche Schnittansicht, die eine Leiterplatte
erläutert, welche mit der erfindungsgemäßen Schlitzantenne ausgerüstet
ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Unter Bezugnahme auf die 1 und
2 ist die erfindungsgemäße Schlitzantenne
mit einem dielektrischen Substrat 1 ausgerüstet, das an einer Oberfläche
eine Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung 2 mit einem offenen Ende
2a sowie an der anderen Oberfläche eine Erdungsschicht 3
aufweist. Die Erdungsschicht 3 ist mit einem Schlitz 4 versehen,
der an einer Stelle ausgebildet ist, die dem offenen Ende 2a gegenüberliegt.
Eine dielektrische Platte 5 zur Impedanzanpassung ist mit
einem Klebstoff oder dergleichen derart auf die Erdungsschicht 3 aufgeklebt,
daß sie den Schlitz 4 vollständig abdeckt.
Bei der so aufgebauten Schlitzantenne werden die über die Übertragungsleitung
2 übermittelten Hochfrequenzsignale aufgrund der elektromagnetischen
Kopplung, welche durch die Kombination des offenen Endes 2a mit dem Schlitz
4 entsteht, dem Schlitz 4 zugeführt. Hier weist der Schlitz
4 eine Impedanz auf, die von jener des externen Raums verschieden ist.
Deshalb werden aufgrund der fehlenden Übereinstimmung der Impedanz
die Hochfrequenzsignale durch den Schlitz 4 direkt reflektiert, obwohl
versucht wird, die elektromagnetischen Wellen direkt von dem Schlitz 4
in den externen Raum abzustrahlen. Gemäß der Erfindung werden die elektromagnetischen
Wellen mit hoher Effizienz in den externen Raum abgestrahlt, und die Leistungsfähigkeit
der Antenne ist verbessert.
Bei der vorliegenden Erfindung hat die dielektrische Platte
5 zur Impedanzanpassung eine Dicke h (mm), welche die Bedingung gemäß
der folgenden Formel (1)
erfüllt, in der &egr;1 die Dielektrizitätskonstante der dielektrische
Platte zur Impedanzanpassung und f die Frequenz (GHz) der übertragenen Signale
bedeuten.
Wenn die dielektrische Platte 5 eine Dicke h aufweist, die
außerhalb des vorgenannten Bereichs liegt, nimmt die Wirkung zur Verminderung
der fehlenden Anpassung zwischen der Impedanz des Schlitzes 4 und jener
des externen Raums ab, und es entsteht die Tendenz einer Reflexion der Signale durch
den Schlitz 4.
Um die elektromagnetische Kopplung zwischen der Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung
2 und dem Schlitz 4 zu verbessern, ist es ferner erwünscht,
daß der Schlitz 4 eine Größe aufweist, welche die folgenden
Bedingungen erfüllt. Das heißt, es ist erwünscht, daß die Länge
ML (mm) von dem offenen Ende 2a der Übertragungsleitung
2 bis zu dem Bereich, welcher der Mitte des Schlitzes 4 entspricht,
und die Länge SL (mm) des Schlitzes 4 im rechten Winkel zu der Richtung,
in der sich die Übertragungsleitung 2 erstreckt, die Bedingungen entsprechend
der folgenden Formeln (2) und (3)
erfüllen, in denen &egr;1 die Dielektrizitätskonstante der
dielektrischen Platte zur Impedanzanpassung, &egr;2 die Dielektrizitätskonstante
des dielektrischen Substrats und f die Frequenz (GHz) der übertragenen Signale
bedeuten.
Wenn die Längen ML und SL die vorgenannten Formeln (2) und (3)
erfüllen, wird die elektromagnetische Kopplung zwischen der Übertragungsleitung
2 und dem Schlitz 4 am größten, und die Signale werden
durch den Schlitz 4 am wenigsten reflektiert.
Obwohl 1 den Schlitz 4 in einer
rechtwinkligen Form zeigt, gibt es bezüglich der Schlitzform keine besondere
Beschränkung. Deshalb kann sie auch elliptisch sein. Es ist erwünscht,
daß die Bedingungen der vorgenannten Formeln (2) und (3) selbst dann erfüllt
werden, wenn der Schlitz 4 eine elliptische Gestalt aufweist, was selbstverständlich
ist.
Bei der vorliegenden Erfindung gibt es keine besondere Beschränkung
der Größe (Breite) der dielektrischen Platte 5 zur Impedanzanpassung,
solange der Schlitz 4 von der dielektrischen Platte 5 vollständig
abgedeckt ist. Beispielsweise kann die dielektrische Platte 5 eine Größe
aufweisen, die nur ausreicht, um gerade den Umfang des Schlitzes 4 abzudecken,
wie in 2 dargestellt ist, oder sie kann von einer Größe
sein, die ausreicht, um fast die ganze Oberfläche der Erdungsschicht
3 abzudecken.
Es ist ferner bevorzugt, daß die dielektrische Platte
5 mit einem Leiter versehen ist, der in elektrischer Verbindung mit der
Erdungsschicht 3 steht, in der Weise, daß er den Schlitz
4 umgibt, der von der dielektrischen Platte 5 abgedeckt wird.
3 erläutert einen Hauptteil der Schlitzantenne,
die mit einem derartigen Leiter versehen ist.
In 3 wird die Erdungsschicht
3 von der dielektrischen Platte 5 abgedeckt, die eine Mehrzahl
von Durchgangsleitern 8 aufweist, die mit der Erdungsschicht
3 derart elektrisch verbunden sind, daß sie den Schlitz
4 umgeben. Das heißt, bei dem in 3 gezeigten
Zustand bildet ein Bereich der dielektrischen Platte 5, der von den Durchgangsleitern
8 umgeben ist, eine Funktion zur Impedanzanpassung. Die von dem Schlitz
4 ausgesandten elektromagnetischen Wellen werden über die dielektrische
Platte 5 in den externen Raum abgestrahlt. Ohne solche Durchgangsleiter
8 kann die Reflexion der Signale durch den Schlitz 4 auf beispielsweise
höchstens –10dB gedrückt werden. Jedoch werden die elektromagnetischen
Wellen von dem Schlitz 4 teilweise in der dielektrischen Platte
5 gestreut und breiten sich in den Umfangsrichtungen aus. Durch Ausbilden
der Durchgangsleiter 8, wie in 3 dargestellt
ist, werden die in der dielektrischen Platte 5 gestreuten elektromagnetischen
Wellen durch die Durchgangsleiter beseitigt. Deshalb werden alle elektromagnetischen
Wellen von dem Schlitz 4 in den externen Raum abgestrahlt, um die Antenneneigenschaften
weiter zu verbessern.
Es ist erwünscht, daß der Zwischenraum zwischen den mehreren
Durchgangsleitern 8 nicht größer ist als ein Viertel der Wellenlänge
der übermittelten Hochfrequenzsignale ist, und zwar unter dem Gesichtspunkt
des Erreichens eines genügenden Wirkungsgrads zum Abschirmen der elektromagnetischen
Wellen. Es ist ferner möglich, anstelle der Mehrzahl der Durchgangsleiter
8 einen plattenähnlichen kontinuierlichen Leiter vorzusehen. Es ist
erwünscht, daß die Mehrzahl der Durchgangsleiter 8 derart entlang
dem Schlitz 4 ausgebildet ist, daß sie ihn umgeben. Wenn die dielektrische
Platte 5 eine geringe Größe aufweist, wie in 2
dargestellt ist, können die Durchgangsleiter 8 oder die Leiternplatte
so ausgebildet sein, daß sie die dielektrische Platte 5 umgeben.
Bei der in den 1 bis 3
gezeigten erfindungsgemäßen Schlitzantenne können das dielektrische
Substrat 1 und die dielektrische Platte 5 zur Impedanzanpassung
aus einer Vielzahl bekannter Substratmaterialien hergestellt sein, z. B. aus einem
anorganischen Material, wie Al2O3, Si3N4,
AlN oder Glaskeramik, einem organischen Harz, wie Bismaleinimidharz oder Polyphenylenoxid,
oder einem Verbundmaterial aus einem organischen Harz und einem anorganischen Füllstoff.
Diese Elemente können aus dem gleichen dielektrischen Material hergestellt
sein. Wenn das dielektrische Substrat und dielektrische Platte 5 zur Impedanzanpassung
aus anorganischen Stoffen hergestellt werden, können diese Stoffe derart ausgewählt
werden, daß sie gleichzeitig gebrannt werden können, was den Vorteil bietet,
daß die Schlitzantenne durch das gleichzeitige Brennen zu einer Zeit hergestellt
werden kann.
Die Erdungsschicht 3 und die Durchgangsleiter 8
können aus einem bekannten Leitermaterial hergestellt sein, z. B. aus W, Mo,
Mo-Mn, Cu, Au oder Ag. Um den Übertragungsverlust der Hochfrequenzsignale zu
vermindern, ist es erwünscht, einen Leiter mit niedrigem Widerstand, z. B.
Cu, Au oder Ag, einzusetzen.
Die vorgenannte Schlitzantenne der vorliegenden Erfindung hat nicht
nur eine hohe Antennenleistungsfähigkeit sondern kann durch ein Schichtlaminierungsverfahren,
das eine allgemein angewandte Technologie zum Herstellen von mehrschichtigen Leiterplattensubstraten
darstellt, leicht und billig hergestellt werden. Daneben hat die Schlitzantenne
einen sehr einfachen Aufbau, der eine geringe Größe und ein geringes Gewicht
aufweist sowie sehr gut den Systemen angepaßt werden kann, welche die vorgenannten
Eigenschaften erfordern. Insbesondere erlaubt es das dielektrische Substrat
1, ein Halbleiterelement direkt daran anzubringen, und kann deshalb leicht
zusammen mit einer Leiterplatte hergestellt werden, an der Halbleiterelemente befestigt
sind.
4 erläutert den Aufbau einer Leiterplatte, bei
der die Schlitzantenne der vorliegenden Erfindung einstückig damit ausgebildet
ist.
Bei dieser Leiterplatte ist die Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung
2 in Form eines kreisförmigen Musters an einer Oberfläche des
dielektrischen Substrats 1 ausgebildet, und die Erdungssicht
3 mit dem Schlitz 4 liegt an der Oberfläche des dielektrischen
Substrats 1 vor. Das heißt, wie oben beschrieben wurde, der Schlitz
4 ist an einer Stelle ausgebildet, die dem offenen Ende 2a der
Übertragungsleitung 2 gegenüberliegt, und die Übertragungsleitung
2 und der Schlitz 4 sind miteinander elektromagnetisch gekoppelt,
wodurch ein Grundaufbau der Schlitzantenne entsteht.
Ferner ist eine dielektrische Schicht 7 auf die Erdungsschicht
3 laminiert, und eine Mehrzahl von Durchgangsleitern 8, die mit
der Erdungsschicht 3 elektrisch verbunden sind, ist derart in der dielektrischen
Schicht 7 ausgebildet, daß sie den Schlitz 4 umgeben. Die
dielektrische Schicht 7 entspricht der oben genannten dielektrischen Platte
5 zur Impedanzanpassung. Jedoch ist hier das, was die Funktion zur Anpassung
der Impedanz aufweist, nur ein von den Durchgangsleitern 8 umgebene Bereich.
Deshalb wird in 4 dieser Bereich mit 5 bezeichnet.
Ein Halbleiterelement 9, z. B. ein Siliconchip oder dergleichen
wird an der Oberfläche des dielektrischen Substrats 1 an der Seite
der Übertragungsleitung 2 befestigt und ist durch Bonddrähte
mit der Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung 2 verbunden. Ferner
ist an dem dielektrischen Substrat 1 eine Kappe 10 angebracht,
die aus einem Leiter, z. B. einem Metall, hergestellt ist. Aufgrund der Kappe
10 wird das Halbleiterelement 9 in einem luftdichten
Zustand gehalten.
In der Leiterplatte mit dem oben genannten Aufbau wird die Schlitzantenne
der vorliegenden Erfindung leicht einstückig mit dem Aufbau ausgebildet, und
zwar mit Hilfe der bekannten Mehrschichtentechnologie. Es ist deshalb verständlich,
daß die Leiterplatte eine kleine Größe und ein geringes Gewicht aufweist
sowie kostengünstig hergestellt wird. Selbstverständlich ist es bei der
Leiterplatte möglich, das dielektrische Substrat 1 als Mehrschichtenaufbau
auszubilden. Beispielsweise können die Übertragungsleitung 2,
welche mit dem Schlitz 4 elektromagnetisch gekoppelt ist, auf der Innenseite
ausgebildet und das Halbleiterelement 9 auf der obersten Schicht angebracht
sein.
Die Erfindung wird nun beispielhaft erläutert.
Beispiel 1
Durch Metallisieren mit Wolfram wurde auf einer Oberfläche einer
grünen Platte aus Aluminiumoxid mit einer Dielektrizitätskonstante von
8,9 ein linearer Leiterdurchgang mit einem vorgegebenen Muster ausgebildet. Durch
Metallisieren mit Wolfram wurde auf der anderen Oberfläche der grünen
Platte eine Leiterschicht mit einem Schlitz erzeugt. Es folgte ein gleichzeitiges
Brennen, um einstückig ein dielektrisches Substrat 1, eine Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung
(Mikrostreifenleitung 2) und eine Erdungsschicht 3 mit einem Schlitz
4 herzustellen. Anschließend wurden die Oberflächen der Übertragungsleitung
2 und der Erdungsschicht 3 mit Gold plattiert, um eine Vergleichsschlitzantenne
zu erhalten (Probe Nr. 0).
Bei der Vergleichsschlitzantenne waren die Dicke des dielektrischen
Substrats 1, die Länge ML von dem offenen Ende 2a der Übertragungsleitung
2 bis zu dem Bereich, welcher der Mitte des Schlitzes 4 entsprach,
und die Länge SL des Schlitzes 4 in der Richtung senkrecht zur Richtung,
in der sich die Übertragungsleitung 2 erstreckte, wie folgt:
Dicke des dielektrischen Substrats: 0,2 mm
ML: 3,0 mm
SL: 6,6 mm.
Dann wurde eine dielektrische Platte 5 zur Impedanzanpassung
(20 mm hoch, 10 mm breit und 2,4 mm dick) aus dem gleichen Material wie das dielektrische
Substrat 1 mit einem Epoxidklebstoff auf die Oberfläche des Schlitzes
4 geklebt, um eine erfindungsgemäße Schlitzantenne herzustellen
(Probe Nr.1).
Ferner wurden in der oben beschriebenen Weise verschiedene Schlitzantennen
(Proben Nr. 2 bis 66) hergestellt, und zwar durch Ändern der Längen ML,
SL sowie der Dicke (h) der dielektrischen Platte 5.
Um die Übertragungseigenschaften zu bewerten, wurde bei jeder
der nach obiger Beschreibung hergestellten Schlitzantennen an einem Ende auf der
Seite, die dem offenen Ende 2a der Übertragungsleitung 2
gegenüberlag, eine Umwandlungsleitung von der Mikrostreifenleitung in einen
geerdeten koplanaren Wellenleiter ausgebildet. Eine koplanare Sonde eines Netzwerkanalysators
wurde mit dem mit einem Leiter hinterlegten koplanaren Wellenleiter verbunden, um
die Reflexionseigenschaften der Hochfrequenzsignale von 10 oder 60 GHz zu messen.
Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 und 2 dargestellt.
Bei einigen Schlitzantennen wurde um die dielektrische Platte
5 herum eine Leiterschicht aus Ag angeklebt, um die Übertragungseigenschaften
in der gleichen Weise, wie oben beschrieben, zu bewerten. Die Ergebnisse sind in
den Tabellen 1 und 2 aufgezeigt.
Die Tabellen 1 und 2 zeigen die Bereiche von h, ML und SL, welche
durch die oben genannten Formeln (1) bis (3) als F (h), F (ML) und F (SL) definiert
werden.
Aus den Ergebnissen in den Tabellen 1 und 2 ist ersichtlich, daß
dann, wenn h, ML und SL die Bedingungen der Formeln (1) bis (3) erfüllen, die
Reflexion den Wert von –10dB nicht übersteigt und hochwirksame Antennen
erhalten werden. Es ist auch ersichtlich, daß die Leistungsfähigkeit der
Antenne durch Ausbilden einer Leiterschicht um die dielektrische Platte
5 zur Impedanzanpassung herum weiter verbessert wird. Tabelle 1Frequenz: 10GHz
Die mit * markierten Proben sind jene, welche die Bedingungen der
Formeln (1), (2) und (3) nicht erfüllen (das Gleiche gilt auch für die
Tabellen 2 und 3). Tabelle 2Frequenz: 60GHz
Beispiel 2
In der gleichen Weise wie im Beispiel 1 wurden verschiedenen Schlitzantennen
(Proben Nr. 67 bis 83) hergestellt, jedoch unter Einsatz einer Glaskeramik mit einer
Dielektrizitätskonstante von 5,6 als dielektrischem Material zur Ausbildung
der dielektrischen Platte 5 zur Impedanzanpassung. Die Reflexion der Hochfrequenzsignale
wurden bei 60 GHz gemessen. Bei einigen Schlitzantennen wurde um die dielektrische
Platte 5 herum eine Leiterschicht aus Ag angebracht, um die Übertragungseigenschaften
in der gleichen Weise, wie oben beschrieben, zu bewerten. Die Ergebnisse sind in
der Tabelle 3 angegeben.
Aus den Ergebnissen der Tabelle 3 ist ersichtlich, daß dann,
wenn h, ML und SL die Bedingungen der Formeln (1) bis (3) erfüllen, die Reflexion
nicht größer als –10dB wird und hochwirksame Antennen erhalten
werden. Es ist ferner ersichtlich, daß die Leistungsfähigkeit der Antenne
durch Ausbilden einer Leiterschicht um die dielektrische Platte
5 zur Impedanzanpassung herum verbessert wird.
Tabelle 3Frequenz: 60GHz
Anspruch[de]
Schlitzantenne mit einem dielektrischen Substrat (1), einer
Hochfrequenzsignal-Übertragungsleitung (2), die auf einer Oberfläche
des dielektrischen Substrats (1) ausgebildet ist und ein offenes Ende (2a)
aufweist, und einer Erdungsschicht (3) auf der anderen Oberfläche
des dielektrischen Substrats (1), wobei die Erdungsschicht (3)
einen Schlitz (4) an einer Stelle aufweist, die dem offenen Ende (2a)
der Übertragungsleitung (2) gegenüberliegt, und wobei eine dielektrische
Platte (5) zur Impedanzanpassung auf die Oberfläche der Erdungsschicht
(3) auf der Seite, wo der Schlitz (4) ausgebildet ist, so daß
der Schlitz (4) abgedeckt wird, auflaminiert ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die dielektrische Platte (5) zur Impedanzanpassung eine Dicke
h (mm) aufweist, welche die durch die nachfolgende Formel (1)
dargestellte Bedingung erfüllt, worin &egr;1 die Dielektrizitätskonstante
der dielektrischen Platte zur Impedanzanpassung und f die Frequenz (GHz) der übermittelten
Signale bedeuten.Schlitzantenne nach Anspruch 1, worin die Länge ML (mm) von dem
offenen Ende (2a) der Übertragungsleitung (2) bis zu einem
Abschnitt, welcher der Mitte des Schlitzes (4) entspricht, und die Länge
SL (mm) des Schlitzes (4) in einer Richtung im rechten
Winkel zu der Richtung, in der sich die Übertragungsleitung (2) erstreckt,
die durch die folgenden Formeln (2) und (3) dargestellten Bedingungen
erfüllen, worin &egr;1 die Dielektrizitätskonstante der dielektrischen
Platte (5) zur Impedanzanpassung, &egr;2 die Dielektrizitätskonstante
des dielektrischen Substrats und f die Frequenz (GHz) der übermittelten Signale
bedeuten.Schlitzantenne nach Anspruch 1, worin ein Leiter (8), der mit
der Erdungsschicht (3) elektrisch verbunden ist, derart um die dielektrische
Platte (5) zur Impedanzanpassung herum oder im Innern derselben angeordnet
ist, daß er den Schlitz (4) umgibt.Leiterplatte, ausgerüstet mit der Schlitzantenne nach Anspruch
1.Leiterplatte nach Anspruch 4, bei der ein Halbleiterelement (9)
an dem dielektrischen Substrat angebracht ist.