| Dokumentenidentifikation |
EP1496145 18.10.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001496145 |
| Titel |
Schussfaden-Wechselvorrichtung für eine Webmaschine |
| Anmelder |
Stäubli GmbH, 95448 Bayreuth, DE |
| Erfinder |
Burkert, Martin, 95444 Bayreuth, DE; Pietzonka, Dieter, 95503 Hummeltal, DE |
| DE-Aktenzeichen |
50308119 |
| Vertragsstaaten |
BE, DE, IT, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
10.07.2003 |
| EP-Aktenzeichen |
030157697 |
| EP-Offenlegungsdatum |
12.01.2005 |
| EP date of grant |
05.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
18.10.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D03D 47/38(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft eine Schussfaden-Wechselvorrichtung
für eine Webmaschine mit mindestens einem Paar von gesteuert antreibbaren,
geführten Zubringerösen für jedes Schusseintragselement.
Eine Schussfaden-Wechselvorrichtung der genannten Art wird
beschrieben durch die
EP 0 293 558 A1
. Überwiegend senkrecht ausgerichtete Fadenzubringernadeln sind am
freien Ende eines um eine horizontale Achse schwingenden Hebels starr angefügt.
Sie sind tangential zum Hebelarm ausgerichtet und tragen in Bewegungsrichtung vorn
bzw. unten liegend die Zubringerösen. Der Antrieb der Hebel erfolgt mechanisch
mittels steuerbarer Klinken, schingender Messern und Federn.
Eine solche Anordnung ist für Webmaschinen mit einem
einzigen Schusseintragselement ausreichend. An Webmaschinen mit mehreren Schusseintragsebenen
übereinander müsste die Schwenkachse der Hebel senkrecht ausgerichtet
werden. Die Überlagerung der variablen Fadenspannung und der unterschiedlichen
Wirkungen der Schwerkraft wird insbesondere bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten zu
unkontrollierten Schwingungen der Zubringernadeln führen. Die Sicherheit der
Mitnahme des gewählten Schussfadens in der Übergabeposition kann somit
nicht gewährleistet werden.
Eine Schussfaden-Wechselvorrichtung für eine Webmaschine
mit zwei übereinander angeordneten Schusseintragsebenen wird durch die
DE 44 46 290 C2
beschrieben. Die Hebel, an deren freien, radial ausgerichteten Hebelarmen
die Zubringerösen befestigt sind, werden zwischen einer Übergabeposition
und einer Bereitschaftsposition in überwiegend horizontaler Richtung bewegt.
Der Antrieb der Hebel kann einzeln mittels Schrittmotor oder dergleichen erfolgen.
Zur Vermeidung unkontrollierter Hebelbewegungen durch die differierende Schussfadenspannung
werden die Schussfäden seitlich des Lagers etwa radial über den Bereich
der Schwingwellen achse der Hebel zugeführt.
Auch diese Anordnung ist mit Nachteilen behaftet. Insbesondere
bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten schwingen die freien Enden der Hebel mit den
Zubringerösen über die vorgeschriebene Position hinaus. Fehler in der
Schusseintragsfolge sind in diesem Fall nicht zu vermeiden.
Eine weitere Schussfaden-Wechselvorrichtung - vorzugsweise
für Doppelfachwebmaschinen - beschreibt die
DE 195 37 329 A1
. Die um eine senkrechte Achse, den Schusseintragsebenen paarweise zugeordneten,
schwingenden Hebel sind als Rohre ausgebildet und führen in ihrem inneren Hohlraum
die einzutragenden Schussfäden radial über den Bereich ihrer Achse. Dadurch
kann die Schussfadenspannung weitgehend kontrolliert werden. Zur Vermeidung großer,
unterschiedlicher Ablenkwinkel müssen jedoch diese als Rohre ausgebildeten
Hebel relativ lang ausgeführt werden. Zudem ist es notwendig, den Schwingweg
durch Bremsen oder Anschläge in den Übergabepositionen und auch in der
Bereitschaftsposition zu begrenzen. Bei hohen Geschwindigkeiten führt dies
jedoch zu unregelmäßigen Schwingungen, wodurch die Zuverlässigkeit
des Schusseintrages nicht mehr kontrollierbar ist.
Schließlich ist eine weitere Vorrichtung für
den Schussfadenwechsel an Webmaschinen mit einem einzigen Webfach durch die
EP 0 478 986 A1
bekannt.
Die vertikal ausgerichteten und bewegbaren Nadeln mit den
Zubringerösen an ihrem unteren Ende sind an einander gegenüberliegenden
Trumen eines Zahnriemens befestigt. Der Zahnriemen wird über ein Antriebsrad
und ein Umlenkrad geführt. Das Antriebsrad befindet sich auf der Achse eines
elektronisch ansteuerbaren Elektromotors. Die Schussfadenführung erfolgt im
Wesentlichen quer zur Längsachse der Nadelschäfte.
Eine derartige Schussfaden-Wechselvorrichtung ist - wie
bereits eingangs beschrieben - nur für Webmaschinen mit einem einzigen Webfach
geeignet. Die Koordinierung der variablen Schussfadenspannung mit der unterschiedlichen
Belastung der Zubringernadeln durch die Schwerkraft ist im Fall einer horizontalen
Anordnung der Zubringernadeln nicht möglich. Bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten
sind unkontrollierte Schwingungen im Bereich der Zubringerösen nicht vermeidbar.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schussfaden-Wechselvorrichtung
für Webmaschinen zu schaffen, bei der die Zubringerösen auch bei einer
Bewegung in überwiegend horizontaler Richtung, bei hoher Geschwindigkeit und
über relativ große Wege schwingungsfrei geführt und angetrieben werden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1
gelöst. Im Bereich der Zubringerösen sorgen gestellfest angeordnete Führungsschienen,
die von den Schlitten formschlüssig umgriffen werden, für eine von Querschwingungen
freie Bewegung der Zubringerösen.
Die Bewegung der Zubringerösen und der Schlitten,
die in der Regel von steuerbaren Antrieben ausgelöst wird, wird mittels massearmer
flexibler Zugmittel nahe der Bewegungsebene der Zubringerösen auf die Schlitten
übertragen. Schwingungen in Bewegungsrichtung sind damit auf die ggf. elastische
Dehnung des flexiblen Zugmittels und evtl. auf das Überschwingen des Schrittmotors
bei zu kleiner Dimensionierung begrenzt und können für den praktischen
Betrieb auch bei sehr hohen Arbeitsgeschwindigkeiten vernachlässigt werden.
Durch die sehr leichte Ausführung des Schlittens nach
Anspruch 2 werden die notwendigen Beschleunigungskräfte, die zu Längsschwingungen
in dem flexiblen Zugmittel führen könnten, auf einem Minimum gehalten.
Die Ausführung der Vorrichtung nach Anspruch 3 vermeidet
einen Schlupf zwischen dem Antriebsrad und dem Zugmittel und gestattet zudem ein
Nachspannen des formschlüssig treibenden Zugmittels.
Wird das Antriebsrad nach Anspruch 4 unmittelbar auf der
Achse eines Schrittoder Servomotors befestigt, werden weitere Quellen für eine
unerwünschte Längsschwingung der Zubringerösen ausgeschalten. Weitere
Vorteile in dieser Hinsicht werden durch die Modifizierung der Vorrichtung nach
Anspruch 5 und 6 gewährleistet.
Die Gestaltung der Umlenkrollen nach Anspruch 7 vermeidet
oder reduziert eine zusätzliche Belastung der Zugmittel durch die Masse und
Reibung der Umlenkelemente.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematisierte Draufsicht auf eine Schussfaden-Wechselvorrichtung im Zusammenwirken
mit der Greiferstange, mit dem Webblatt mit der Klemm- und Schneidvorrichtung und
mit Führungselementen für die Schussfäden im Bereich des Gewebeanschlages,
- Fig. 2
- die Anordnung zweier Schussfaden-Wechselvorrichtungen für zwei übereinanderliegende
Webfächer entsprechend der Ausführung nach Fig. 1,
- Fig. 3
- ein Paar von Schussfaden-Wechselvorrichtungen für zwei übereinander
angeordnete Schusseintragsebenen in einer Ansicht parallel zu den Greiferstangen,
- Fig. 4
- eine Detailansicht der Zubringerösen an ihrem Schlitten der oberen Schussfaden-Wechselvorrichtung
gemäß Fig. 3 in der Übergabeposition und
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung entlang der Linie V - V in Fig. 4.
Die Beschreibung der erfindungsgemäßen Schussfaden-Wechselvorrichtung
erfolgt am Beispiel einer Doppelfachwebmaschine mit zwei übereinander angeordneten
Schusseintragsebenen.
Die Übergabepositionen U und die Bereitschaftspositionen
B sind im Wesentlichen in einer gemeinsamen horizontalen Ebene angeordnet.
In Fig. 1 ist im rechten Bereich die Zuführung der
Kettfäden 11 angezeigt, die nach dem Gewebeanschlag gemeinsam mit den eingetragenen
Schussfäden 12 jeweils ein Grundgewebe 1 eines Doppelpolgewebes erzeugen.
In der Phase des Schusseintrages durch die Greiferstange
7 mit der Fangklemme 71 befindet sich die Weblade 3 mit dem Webblatt in ihrer hintersten
Position. Auf der Weblade 3 ist seitlich außerhalb des Webblattes eine steuerbare
Klemm-/Schneidvorrichtung 31, 32 für die Schussfäden 12 angeordnet. Die
Klemme 311, 321 und die Klingen der Schere 312, 322 werden in an sich bekannter
Weise betätigt. Diese Betätigigung ist nicht gezeigt.
Seitlich außerhalb des entstehenden Gewebes befindet
sich eine Führungsplatine 2, die insbesondere die nicht arbeitenden Schussfadenabschnitte
122 zwischen dem Geweberand und der Zubringeröse 411 in der Bereitschaftsposition
B in einer solchen Lage halten, dass sie von der Klemm- und Schneidvorrichtung 31,
32 der Weblade in der Anschlagposition nicht erfasst werden.
Bewegt sich eine Zubringeröse mit ihrem Schussfaden
122' in die Übergabeposition U - hier mit Hilfe der Zuführöse 421
- gelangt der zwischen der Führungsplatine und der Zubringeröse 421 gespannte
Schussfadenabschnitt 122' in den Bereich der Klemmvorrichtung 311 auf der Weblade
3. Die Klemme 311 erfasst diesen Fadenabschnitt 122' und bewegt ihn durch die Bewegung
der Weblade 3 in ihre hinterste Position, die Übergabeposition U. In dieser
hintersten Position ist der Abschnitt des Schussfadens 122" derart positioniert,
dass die Klemme 71 an der Greiferstangen 7 diesen Schussfaden 122" erfasst und in
üblicher Weise in das Webfach einträgt.
Die Zubringerösen 411, 421 sind jeweils an einem separaten
Schlitten 41, 42 befestigt. Diese Schlitten 41, 42 sind entlang der Führungsschienen
51 bzw. 52 geführt. Der Antrieb dieser Schlitten 41, 42 erfolgt durch ein flexibles
Zugmittel 6. Der Antrieb des Zugmittels 6 seinerseits erfolgt über ein Antriebsrad
65. Weitere Umlenkrollen 671, 672 sichern die Führung der Trume 61, 62 parallel
zu den Führungsschienen 51 oder 52. Das Antriebsrad 65 ist auf der Nabe 661
des Schrittmotors 66 drehfest gelagert. Der Schrittmotor 66 ist in üblicher
Weise über einen Steuerrechner aktivier- und steuerbar.
Die Fig. 2 zeigt eine Ansicht der Vorrichtung von Fig.
1 in einer vertikalen Ebene. Die Arbeitselemente, die sich im Raum hinter der Übergabeposition
U befinden, sind nur gestrichelt dargestellt. Die beiden Schusseintragsebenen sind
durch die Spitzen der Greiferstangen 7, 8 gekennzeichnet. Rechts in der Fig. 2 sehen
wir die Klemm- und Schneidvorrichtungen 31, 32 an der Weblade für die beiden
Schusseintragselemente - die Greiferstangen 7, 8.
Von diesen Klemm- und Schneidvorrichtungen 31, 32 sind
nur die Werkzeuge (Klemmen 311, 312; Scheren 321, 322) in ihrer schematischen Form
dargestellt.
Der oberen Schusseintragsebene mit der Greiferstange 7
sind die Führungsschienen 51 und 52 zugeordnet, auf denen gegenläufig
die Schlitten 41 und 42 quer zur Ebene der Greiferstange 7 bewegbar sind. Der Greiferstange
8 sind die Führungsschienen 53 und 54 zugeordnet, auf denen sich die Schlitten
43 und 44 bewegen. Für den Antrieb der Schlitten 41, 42 sind der Schrittmotor
66 und für den Antrieb der Schlitten 43, 44 der Schrittmotor 66' vorgesehen.
Die Fig. 3 zeigt die Antriebe für die Zubringerösen
411 und 421 für die obere Schusseintragsebene und den Antrieb für die
Zubringerösen 431, 441 für die untere Schusseintragsebene. Der Aufbau
und die Wirkungsweise dieser beiden Vorrichtungen sind identisch. Die Beschreibung
der Funktion erfolgt anhand derjenigen für die obere Schusseintragsebene, die
mit der Greiferstange 7 zusammenwirkt.
Die Zubringerösen 421 und 411 werden zwischen der
Übergabeposition U und der Bereitschaftsposition B über einen Weg H bewegt.
Die Zubringerösen befinden sich an Schlitten 41, 42, die mittels formschlüssiger
Elemente 413, 423 an den Führungschienen 51, 52 geführt werden. Diese
Schlitten 41, 42 besitzen zudem Klemmen 412, 422, mittels derer eine lösbare
Verbindung mit dem flexiblen Zugmittel 6 hergestellt wird. Das flexible Zugmittel
6 besteht vorzugsweise aus einer Schnur, wie sie für die Harnischschnüre
von Jacquardvorrichtungen an Webmaschinen benutzt werden. Diese Zugschnüre
6 sind in Zugrichtung sehr stabil und können bei geringster Dehnung relativ
große Kräfte mit wechselnder Belastung übertragen.
Die Zugschnüre 6 sind nahe dem Zentrum des Antriebsrades
65 mittels Klemmverbindung 651 fest aber nachstellbar verbunden und werden über
den Umfang des Antriebsrades 65 sowie über die Umlenkrollen 671, 672 geführt.
Sie biiden dabei Trume 61, 62 aus, die jeweils parallel zu den Führungsschienen
51, 52 ausgerichet sind. An jedem Trum 61, 62 befindet sich einer der Schlitten
41, 42 derart, dass sich die Schlitten bei einer Schwingbewegung des Antriebsrades
65 gegenläufig über den Weg H aus der Bereitschaftsposition B in die Übergabeposition
U bzw. umgekehrt bewegen.
Die Schlitten 41, 42 sind als Kunststoffteile ausgebildet
und besitzen - auch wegen ihrer geringen Größe - eine sehr kleine Masse.
Die Zubringeröse 411, 421 am jeweiligen Schlitten 41, 42 besteht - ihre Form
ist in Fig. 5 erkennbar - aus einem leichten Keramikwerkstoff. Dieser ist verschleißfest,
übt eine geringe Reibung auf den Schussfaden aus und hat ein niedriges spezifisches
Gewicht.
Die Führungsabschnitte 413, 423 an den Schlitten 41,
42 können mit einem trockenen Schmierstoff beschichtet sein. Es ist möglich,
den Schlitten 41, 42 aus einem porösen, gesinterten Kunststoff herzustellen
und insbesondere in dem Bereich der Führungsflächen an den Führungsschienen
51, 52 z. B. Teflon als festen Schmierstoff aufzubringen und zu speichern.
Die Umlenkrollen 671, 672 bestehen aus einem sehr leichten
Werkstoff. Ihre Lager sind vorzugsweise als massearme Gleitlager ausgebildet. Sie
sind in der Kunststoffausführung sehr leicht und folgen mühelos der Bewegung
des Zugmittels 6. Zur Vermeidung hoher Zugspannungen bei extremer Beschleunigung
des Zugmittels 6 kann man für ein vorübergehendes Gleiten des Zugmittels
6 am Umfang der Umlenkroile sorgen. Durch einen Teflonauftrag können Schäden
am Zugmittel 6 - verursacht durch die Reibung - über lange Zeiträume vermieden
werden.
Das Antriebsrad 65 besteht vorzugsweise aus Aluminium oder
Kunststoff. Es ist zur Reduzierung seiner Masse mit Ausnehmungen 652 zwischen dem
Umfang und der Nabe versehen. Das Antriebsrad 65 ist formschlüssig mit dem
Wellenzapfen 661 des Schrittmotors 6 verbunden. Auf diese Weise können die
gegenläufigen Bewegungen der Schlitten 41, 42 exakt vorgegeben werden. Das
Überschwingen des Schlittens 41, 42 ist in der Übergabeposition auch bei
sehr hohen Arbeitsgeschwindigkeiten der Webmaschine bei entsprechender Dimensionierung
des Schrittmotors 66 und der Übertragungselemente 6 auf vertretbare Werte zu
begrenzen.
Für die Verbindung der Enden des Zugmittels 6 mit
dem Antriebsrad sind möglichst nahe an der Achse des Antriebsrades entsprechende
Klemmmittel - hier die Schnurklemmen 651, 651' vorgesehen. Der Umfang des Antriebsrades
65 kann mit einer einzigen Führungsnut, mit zwei Führungsnuten oder mit
einer spiralförmigen Führungsnut ausgestattet sein.
Im vorliegenden Beispiel der Fig. 3 ist eine einzige Führungsnut
vorgesehen. Jeweils im Bereich eines halben Umfanges wird jedes der beiden Enden
der Zugschnur 6 geführt. Sind zwei parallele Führungsnuten vorgesehen,
steht jedem Ende des Zugmittels ein Umfangsabschnitt von etwa 360° zur Verfügung.
Eine spiralförmige Führungsnut kann bei entsprechend großer Gangzahl
noch größere Abschnitte des Zugmittels 6 vorübergehend speichern.
Der Durchmesser des Antriebsrades 65 lässt sich auf diese Weise hinsichtlich
seiner Massenträgheit unbegrenzt optimieren.
Zur Sicherung einer exakten Position der Zubringerösen
411 und 421 in der Übergabestellung U ist es zweckmäßig, die Bewegungsbahnen
der Zubringerösen 411, 421 eines Paares zueinander versetzt anzuordnen, wie
es aus den Figuren 4 und 5 erkennbar ist. Die Zubringerösen 411, 421 können
in der Übergabestellung auch in der Höhe zueinander leicht versetzt sein,
damit die Lage des Schussfadenabschnittes 121" durch jede der Zubringerösen
411, 421 in gleicher Weise gewährleistet werden kann.
Die Verbindung der Schlitten 41, 42 mit der Zugschnur 6
im Bereich der Trume 61 bzw. 62 erfolgt mittels Klemmplatte 412, 422. Anstelle dieser
Klemmplatte sind auch andere Kupplungsarten möglich, die bei geringer Masse
eine zuverlässige Klemmwirkung erzeugen.
Die beschriebenen Wechselvorrichtungen sind natürlich
hinsichtlich ihres Einsatzes nicht beschränkt auf Webmaschinen mit mehreren
Webfächern. Es ist durchaus möglich, sie an Webmaschinen mit einem einzigen
Webfach und vertikal übereinanderliegender Übergabe- U und Bereitschaftsposition
B zu verwenden. Die Führung der Zubringerösen 41, 42 und ihr Antrieb unmittelbar
im Bewegungsbereich derselben schalten eine große Zahl von Fehlermöglichkeiten,
die durch Schwerkraft, Spiel, Reibung, Biegung und Fadenspannung verursacht werden,
aus.
Bezugszeichenliste
- 1
- Gewebe
- 11
- Kettfaden
- 12
- Schussfaden
- 121, 121'
- Schussfadenabschnitt
- 122, 122', 122"
- Schussfadenabschnitt
- 2
- Schussfadenführung
- 3, 3'
- Weblade
- 31, 32
- Klemm- und Schneidvorrichtung
- 311, 321
- Klemme
- 312, 322
- Schussfadenschere
- 41, 42; 43, 44
- Schlitten
- 411, 421, 431, 441
- Zubringerösen
- 412, 422
- Klemmplatte
- 413, 423
- Führungsprofil
- 51, 52, 53, 54
- Führungsschiene
- 6, 6'
- Flexibles Zugmittel /Zugschnur
- 61, 62, 63, 64
- Trum
- 65, 65'
- Antriebsrad
- 651, 651'
- Schnurklemme
- 652, 652'
- Ausnehmung
- 653, 653'
- Führungsstift
- 66, 66'
- Schrittmotor
- 661, 661'
- Wellenzapfen
- 671, 672, 673, 674
- Umlenkrolle
- 7
- Greiferstange
- 70
- Führung
- 71
- Fangklem me
- 8
- Greiferstange
- 81
- Fangklemme
- L
- Länge (Trum)
- H
- Abstand: Bereitschaftsposition / Übergabeposition
- B
- Bereitschaftsposition
- U
- Übergabeposition
|
| Anspruch[de] |
Schussfaden-Wechselvorrichtung für eine Webmaschine mit mindestens
einem Paar von Zubringerösen für jedes Schusseintragselement,
wobei die Zubringerösen (411, 421; 431, 441) eines Paares zwischen einer Bereitschafts-
(B) und einer Übergabeposition (U) zueinander gegenläufig bewegbar sind,
wobei die Zubringerösen (411, 421; 431, 441) einzeln an steuerbar angetriebenen
Schlitten (41, 42, 43, 44) befestigt oder ausgebildet sind,
wobei die Schlitten (41, 42; 43, 44) auf gestellfesten Führungsschienen (51,
52; 53, 54) zwischen der Bereitschafts- (B) und der Übergabeposition (U) geführt
sind,
wobei den Schlitten (41, 42; 43, 44) eines Paares von Zubringerösen (411, 421;
431, 441) zwischen dem steuerbaren Antrieb (66, 66') und den Schlitten (41, 42,
43, 44) Übertragungsglieder in Form eines flexiblen Zugmittels (6, 6') zugeordnet
sind,
wobei das flexible Zugmittel (6, 6') über ein Antriebsrad (65, 65') und mindestens
ein Umlenkrad (671, 672, 673, 674) unter Ausbildung von gegenläufig bewegten
Trumen (61, 62, 63, 64), die parallel zu den Führungsschienen (51, 52, 53,
54) ausgerichtet sind, geführt wird und
wobei an dem flexiblen Zugmittel (6, 6') im Bereich dieser Trume (61, 62, 63, 64)
die Schlitten (41, 42, 43, 44) mit ihren Zubringerösen (411, 421; 431, 441)
befestigt sind.
Schussfaden-Wechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlitten (41, 42, 43, 44) aus einem Kunststoffteil besteht,
- in das eine Keramiköse als Zubringeröse (411, 421, 431,
441) eingefügt ist,
- das mit profilierten, der Führungsschiene (51, 52, 53, 54) angepassten
Führungsprofilen (412, 423) ausgestattet ist und
- dem mindestens eine lösbare Kupplung (412, 422) für das
flexible Zugmittel (6, 6') zugeordnet ist.
Schussfaden-Wechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das flexible Zugmittel (6, 6') aus einer Zugschnur gebildet ist, deren
Enden am Antriebsrad (65, 65') lösbar fixiert sind.
Schussfaden-Wechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Antriebsrad (65, 65') auf dem Wellenzapfen (661, 661') eines Schritt-
oder Servomotors (66, 66') befestigt ist.
Schussfaden-Wechseivorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Antriebsrad (65, 65') zwischen Nabe und Radkranz mit Ausnehmungen
(652, 652') und mit Klemmmitteln (651,651') für das Zugmittel (6, 6') ausgestattet
ist.
Schussfaden-Wechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass jede der profilierten Führungsschienen (51, 52; 53, 54) eines Paares
das Antriebsrad (65, 65') und je eine von zwei Umlenkrollen (671, 672; 673, 674)
für das flexible Zugmittel (6, 6') tangieren.
Schussfaden-Wechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Umlenkrollen (671, 672; 673, 674) als Kunststoffteile ausgebildet
sind und
dass die Gleitfläche der Nabe und/oder die Führungsbahn für
das flexible Zugmittel (6, 6') mit festen Schmierstoffen, z. B. Teflon, beschichtet
ist/sind.
|
| Anspruch[en] |
Weft thread changing device for a loom, with at least one pair of feeder
eyes for each weft insertion element,
wherein the feeder eyes (411, 421, 431, 441) of each pair are movable in opposite
directions relative to one another between a stand-by position (B) and a transfer
position (U),
wherein the feeder eyes (411, 421, 431, 441) are individually secured to or provided
on controllably driven carriages (41, 42, 43, 44),
wherein the carriages (41, 42, 43, 44) are guided on guide rails (51, 52, 53, 54)
located on the frame between the stand-by position (B) and the transfer position
(U),
wherein transfer elements in the form of a flexible traction mechanism (6, 6') are
assigned to the carriages (41, 42, 43, 44) of a pair of feeder eyes (411, 421, 431,
441) between the controllable drive (66, 66') and the carriages (41, 42, 43, 44),
wherein the flexible traction mechanism (6, 6') is guided by means of a drive pulley
(65, 65') and at least one deflection pulley (671, 672, 673, 674) while forming
strands (61, 62, 63, 64) running in opposite directions and oriented parallel to
the guide rails (51, 52, 53, 54), and
wherein the carriages (41, 42, 43, 44) with their feeder eyes (411, 421, 431, 441)
are secured to the flexible traction mechanism (6, 6') in the region of said strands
(61, 62, 63, 64).
Weft thread changing device according to claim 1, characterised in
that the carriage (41, 42, 43, 44) is a plastic component,
- into which a ceramic eye is inserted as feeder eye (411, 421, 431,
441),
- which is provided with guide profiles (412, 423) matching the guide
rails (51, 52, 53, 54), and
- to which is assigned at least one releasable coupling (412, 422) for
the flexible traction mechanism (6, 6').
Weft thread changing device according to claim 1, characterised in
that
the flexible traction mechanism (6, 6') is represented by a pull cord, the ends
of which are releasably secured to the drive pulley (65, 65').
Weft thread changing device according to claim 1, characterised in
that
the drive pulley (65, 65') is mounted on the journal (661, 661') of a stepper motor
or servomotor (66, 66').
Weft thread changing device according to claim 1, characterised in
that
the drive pulley (65, 65') is provided with recesses (652, 652') and clamping means
(651, 651') for the traction mechanism (6, 6') between the hub and the rim.
Weft thread changing device according to claim 1, characterised in
that
each of the profiled guide rails (51, 52, 53, 54) of a pair touches the drive pulley
(65, 65') and one of the two deflection pulleys (671, 672, 673, 674) for the flexible
traction mechanism (6, 6').
Weft thread changing device according to claim 1, characterised in
that
the deflection pulleys (671, 672, 673, 674) are designed as plastic components,
and in that
the sliding surface of the hub and/or the guideway for the flexible traction mechanism
(6, 6') is/are coated with solid lubricants such as Teflon.
|
| Anspruch[fr] |
Dispositif de changement de fil de trame pour machine à tisser
comportant au moins une paire d'oeillets d'amenage pour chaque élément
d'insertion de trame,
dans lequel les oeillets d'amenage (411, 421, 431, 441) d'une paire sont mobiles
à l'opposé l'un de l'autre entre une position de mise à disposition
(B) et une position de transfert (U),
dans lequel les oeillets d'amenage (411, 421, 431, 441) sont fixés ou réalisés
séparément au niveau de chariots (41, 42, 43, 44) entraînés
par commande,
dans lequel les chariots (41, 42, 43, 44) sont guidés sur des rails de guidage
à bâti fixe (51, 52 ; 53, 54) entre la position de mise à disposition
(B) et la position de transfert (U),
dans lequel, aux chariots (41, 42 ; 43, 44) d'une paire d'oeillets d'amenage (411,
421, 431, 441), entre l'entraînement pouvant être commandé (66, 66')
et les chariots (41, 42, 43, 44), sont coordonnés des organes de transmission
sous la forme d'un élément de traction flexible (6, 6'),
dans lequel l'élément de traction flexible (6, 6') est guidé via
une roue d'entraînement (65, 65') et au moins un galet de renvoi (671, 672,
673, 674) en formant des brins déplacés à l'opposé (61, 62,
63, 64), qui sont orientés parallèlement aux rails de guidage (51, 52,
53, 54), et
dans lequel, au niveau de l'élément de traction flexible (6, 6'), dans
la zone de ces brins (61, 62, 63, 64), les chariots (41, 42, 43, 44) sont fixés
avec leurs oeillets d'amenage (411, 421 ; 431, 441).
Dispositif de changement de fil de trame selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le chariot (41, 42, 43, 44) se compose d'un
élément en matière plastique
- dans lequel est inséré un oeillet céramique en tant
qu'oeillet d'amenage (411, 421 ; 431, 441),
- qui est équipé de profils de guidage (412, 423) profilés
adaptés au rail de guidage (51, 52, 53, 54) et
- auquel est coordonné au moins un accouplement amovible (412,
422) pour l'élément de traction flexible (6, 6').
Dispositif de changement de fil de trame selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'élément de traction flexible
(6, 6') est formé d'une corde de traction dont les extrémités sont
fixées de façon amovible à la roue d'entraînement (65, 65').
Dispositif de changement de fil de trame selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la roue d'entraînement (65, 65') est
fixée sur le tourillon de l'arbre (661, 661') d'un moteur pas à pas ou
d'un servomoteur (66, 66').
Dispositif de changement de fil de trame selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la roue d'entraînement (65, 65') est
équipée, entre le moyeu et le rebord de roue, d'évidements (652,
652') et de moyens de serrage (651, 651') de l'élément de traction (6,
6').
Dispositif de changement de fil de trame selon la revendication 1,
caractérisé en ce que chacun des rails de guidage profilés
(51, 52 ; 53, 54) d'une paire est tangent à la roue d'entraînement (65,
65') et à un galet de renvoi sur deux (671, 672 ; 673, 674) de l'élément
de traction flexible.
Dispositif de changement de fil de trame selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que les galets de renvoi (671, 672; 673, 674) sont exécutés
en tant qu'éléments en matière plastique et
en ce que la surface de glissement du moyeu et/ou de la piste de guidage
de l'élément de traction flexible (6, 6') est/sont enduite(s) de lubrifiant
solide, par exemple de Téflon.
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