Die Erfindung betrifft eine Spindel mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spindel
anzubieten, deren Spannstange z.B. zum Werkzeugwechsel ohne separaten Antrieb verschiebbar
ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Patentanspruchs 1 in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Spindel werden
in den Unteransprüchen 2-7 beschrieben.
Die Spannstange der erfindungsgemäßen Spindel
ist in einer als Hohlwelle ausgebildeten Arbeitswelle der Spindel axial verschiebbar
aufgenommen. Die Arbeitswelle ist in einer ersten Kupplungsstellung mit einer freiwählbaren
Winkelposition mit der Arbeitswelle verbindbar, um eine axiale Verschiebung der
Spannstange innerhalb der Arbeitswelle z.B. zum Werkzeugwechsel durchzuführen.
In einer zweiten Kupplungsstellung ist die Antriebswelle
gemeinsam mit der Arbeitswelle und der Spannstange zur Rotation des in der Spannzange
aufgenommenen Werkzeugs, insbesondere zur Werkstückbearbeitung, verbindbar.
Auch dabei ist die Winkelposition der Arbeitswelle zur Antriebswelle frei wählbar.
Insgesamt ist die erfindungsgemäße Spindel damit besonders variabel einsetzbar
und kann in beliebigen Winkelpositionen der Antriebswelle zur Arbeitswelle sowohl
die erste als auch die zweite Kupplungsstellung hergestellt und gelöst werden.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform besitzt die
Kupplungseinrichtung in axialer Richtung zueinander verschiebbare Kupplungselemente,
die wegbegrenzt axial zueinander verschiebbar sind. Diese Wegbegrenzung kann durch
Bereiche mit Außen- und Innenkonus erreicht werden, die wegbegrenzt ineinander
einschiebbar sind. Hierdurch wird erreicht, daß die Kupplungseinrichtung sowohl
in der ersten als auch in der zweiten Kupplungsstellung eine automatische Endposition
erreicht. Eine zusätzliche Begrenzung des axialen Verschiebewegs der Kupplungselemente
ist nicht mehr erforderlich.
Eine konkrete Ausgestaltung der Kupplung kann z.B. aus
der europäischen Patentanmeldung
EP 04 007 914.7, Anmeldetag: 01. April 2004
entnommen werden. Der Inhalt der vorgenannten europäischen Patentanmeldung
wird vollständig in den Inhalt der vorliegenden Patentanmeldung aufgenommen,
so daß sämtliche dort beschriebenen Ausführungsformen der Kupplungseinrichtung
auch bei der vorliegenden erfindungsgemäßen Spindel realisiert werden
können.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform besitzt
die Kupplungseinrichtung ein erstes Kupplungselement mit einem Innenkonus, ein zweites
Kupplungselement mit einem Außen- und Innenkonus und ein drittes Kupplungselement
mit einem Außenkonus.
Auch bei Nichteingriff des dritten Kupplungselements mit
dem Außenkonus mit dem zweiten Kupplungselement wirken bei Rotation der Antriebswelle
trotz auftretender Fliehkräfte keine unerwünschten Kräfte auf die
innen liegenden Klemmkörper des stehenden zweiten Kupplungselements.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels
in den Zeichnungsfiguren weiter erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Spindel,
- Fig. 2
- ein vergrößerter Ausschnitt aus Fig. 1 mit einer geänderten Ausführungsform
der Kupplungseinrichtung.
Bei angetriebenen Maschinen oder Maschinenbaugruppen, in
denen mehrere Funktionen ausgeführt werden müssen, ist es bislang üblich,
jede dieser Funktionen mit einem eigenen Antrieb zu versehen.
Üblich ist, daß die Rotation von einem Elektro-,
Hydraulik- oder Pneumatikmotor erzeugt wird und die im allgemeinen axialen und radialen
Bewegungsabläufe beim Werkzeug-/Werkstückspannen, - wechseln oder ―verschieben
z.B. über Hubzylinder oder pneumatische Antriebe ausgeführt werden.
Die erfindungsgemäße Spindel besitzt einen einzigen
Hauptantrieb, der entweder direkt auf der Antriebswelle befestigt ist. Alternativ
wird der Antrieb mittels eines Riemenantriebs oder eines Getriebes in die Antriebswelle
eingeleitet.
Die Erfindung wird dargestellt an einer Spindel, die ein
Werkzeug oder Werkstück in Rotation bringt und gleichzeitig periodisch eine
Spann-, Wechsel- oder Verschiebebewegung ausführen kann.
Bei der erfindungsgemäßen Spindel ist die Spindelwelle
geteilt und koaxial hintereinander angeordnet, wobei der Trennspalt zwischen beiden
Wellenabschnitten gerade so groß ist, daß keine Berührung auftritt.
Der eine Wellenabschnitt, die sogenannte Arbeitswelle 1,
hat Einrichtungen zum Halten (Spannen) und Bewegen eines Werkzeugs oder Werkstücks
und andere Kolbenabschnitte. Der andere Wellenabschnitt, die sogenannte Antriebswelle
4 ist entweder Bestandteil des Antriebsmotors oder trägt die Antriebselemente,
wie Riemenscheibe, Zahnrad o.ä.. Beide Wellenabschnitte können mittels
einer Kupplung getrennt oder miteinander verbunden werden, wobei die Kupplung und
das gesamte System so ausgelegt ist, daß bei getrennten Wellenabschnitten der
Antriebsmotor eine zweite Funktion in der Arbeitswelle 1 erzeugt, d.h. eine lineare
Verschiebe- und Spannbewegung.
Die Kupplung kann automatisch geschaltet werden und baut
in der vorgeschlagenen Auslegung sehr kurz, so daß das erfindungsgemäße
Spindelsystem sehr kompakt und kurz ausführbar ist, wie es sonst nur bei Spindelsystemen
mit externer Betätigung des Spannsystems möglich ist.
Spindeln, bei denen alle Funktionen integriert sind, haben
in der Regel an dem der Spannstelle für Werkzeug oder Werkstück gegenüberliegenden
Ende der Spindeln eine zweite z.B. hydraulische oder pneumatische Antriebsvorrichtung
für die Spann-und Verschiebebewegung des Spannkonus 9, die mit ihren Versorgungsleitungen
recht austragend sein kann.
Wegen der nicht nötigen zweiten Antriebsvorrichtung
kann bei der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung erheblich an Gewicht
gespart werden, was bei schnellen Bewegungen und Beschleunigungen vorteilhaft ist.
Eingespart werden kann auch die Versorgungs- und Steuerungseinrichtungen für
die zweite Antriebsvorrichtung.
Fig. 1 zeigt eine Werkzeugmaschinenspindel zum Fräsen
und Schleifen mit automatischem Werkzeugwechselsystem.
Zwischen Arbeitswelle 1 und getrennter Antriebswelle 4
ist eine Kupplung vorgesehen, mit einem Gewindesystem zur Erzeugung der linearen
Axialbewegung und der Spannzange 11 und einem Überwachungssystem für die
Spann- und Verschiebebewegung. Die Kupplung mit Betätigung hat kurze Schaltwege,
kann in jeder Drehstellung ruckfrei greifen und ist mit relativ geringen Kräften
zu betätigen, um von der Antriebswelle 4 auf die Arbeitswelle 1 zu übertragen.
Das Gewindesystem (Gewindeeinrichtung) in der Stoßstelle
der beiden Wellenabschnitte kann je nach Auslegung der Steigerungen in den Differenzgewinden
eine zusätzliche Kraftübersetzung vom Drehmoment des Antriebsmotors zur
Zugkraft in der Spannstange erzeugen.
In Fig. 1 ist der Zustand "Spannzeug geschlossen bzw. gespannt"
oberhalb der Mittellinie mit A gekennzeichnet und der Zustand "Spannzeug geöffnet"
unterhalb der Mittellinie mit B dargestellt.
Die Spindel besteht aus einem Spindelkopf mit der Arbeitswelle
1 und im Spannkonus 9 aufgenommener Spannzange 11, wobei die Arbeitswelle 1 im Gehäuse
2 mittels Lager 3 drehbar gelagert ist. Die Antriebswelle 4 ist im Gehäuse
5 mittels des Lagers 6 unabhängig von der Antriebswelle 1 drehbar gelagert.
Der Antrieb ist in Fig. 1 beispielhaft ein Elektromotor 20, bestehend aus dem Rotor
7, der auf der Antriebswelle 4 befestigt ist und dem Stator 8, der im Gehäuse
5 aufgenommen ist. Der Antrieb könnte auch ein Luft- oder Hydraulikmotor oder
eine Riemenscheibe oder ein Getriebe mit externem Antriebsmotor sein.
Die Arbeitswelle 1 hat am äußeren Ende eine zentrische
Öffnung, bestehend aus dem Spannkonus 9 und der zylindrischen Zentrierbohrung
10, in der die Spannzange 11 steckt. Alternativ zur dargestellten HSK-Spannzange
11 kann auch eine Spannzange oder ein Spannsystem mit Spannfingern oder ein am Spindelende
befestigtes Mehrbackenfutter verwendet werden.
Der Spindelzustand A zeigt die in die Arbeitswelle 1 hineingezogene
Spannzange 11, das ist die Stellung "Werkzeug gespannt". Beim Spindelzustand B ist
die Spannzange 11 aus dem Spannkonus 9 herausgeschoben und der Spanneinsatz mit
Werkzeug kann aus dem Spannkonus entnommen werden. Der HSK-Spanneinsatz DIN 69893-1
ist nicht dargestellt. Bei einer geschlitzten Spannzange kann diese radial aufspreizen
und das Werkzeug entnommen werden. In Stellung B kann das Werkzeug entnommen und
ein anderes eingesetzt werden.
Der obere Spindelquerschnitt A zeigt das Spindelsystem
im Betriebszustand, d.h. "Werkzeug gespannt" und Arbeitswelle 1 ist mit Antriebswelle
4 drehfest verbunden.
Die Verbindung beider Wellen wird mit der schaltbaren Kupplungseinrichtung
hergestellt. Diese besteht aus dem Kupplungsflansch 12 (drittes Kupplungselement)
mit der konischen Außenfläche 13 (Außenkonus), der verdreh- und ortsfest
mit der Antriebswelle 4 verbunden ist. Der Kupplungsring 14 (zweites Kupplungselement)
besitzt einen parallel zur konischen Außenfläche 13 verlaufenden Innenkonus
15 und zwischen den beiden Konusflächen einen Kranz von Klemmkörpern 16,
die in einen Käfigring gehalten werden und mittels einer umlaufenden Feder
17 gegen den Innenkonus 15 gedrückt werden (s. Anmeldung
EP 04 007914.7
).
Bei einer Kupplung dieser Art, die in der
EP 04 007 914.7
beschrieben ist, sind die Klemmkörper paarweise gegeneinander wirkend
angeordnet, so daß eine spielfreie Klemmung in beiden Drehrichtungen gegeben
ist.
Wird der Kupplungsring 14 nach rechts verschoben, dann
kommen Außenkonus 13, Innenkonus 15 und Klemmkörper 16 in Kontakt (also
zweites und drittes Kupplungselement) und bilden eine drehfeste Verbindung.
Die axiale Bewegung des Kupplungsrings 14 nach rechts wird
durch die Druckfedern 18 bewirkt und aufrechterhalten. Der Kupplungsring 14 ist
über eine axial verschiebbare, aber in drehfester Verbindung, z.B. eine formschlüssige
Wellen-/Narbenverbindung 19, mit der Arbeitswelle 1 verbunden.
Die Situation beim Werkzeugwechsel ist im Spindelquerschnitt
B dargestellt. Zunächst wird der Antriebsmotor 20 gestoppt und über den
Anschluß 35 Druckluft in das Kolbensystem geleitet. Der Kolben ist hier beispielhaft
ein Schlauchring 21 aus sehr dehnbarem Material, der durch Druckluft aufgeblasen
wird und den Druckring 22 und damit den Kupplungsring 14 nach links (gegen Pfeilrichtung
A) verschiebt. Der Kolben in Form des ringförmigen Schlauchs ist nur eine recht
kleinbauende Möglichkeit. Es kann auch ein Fluid- oder druckluftbeaufschlagtes
Kolben-/Zylindersystem bekannter Bauart oder ein lineares oder drehendes System
mit Magnetkraft verwendet werden.
Durch die relative Axialverschiebung von Innenkonus 15
zu Außenkonus 13 entsteht ein radialer Spalt, der die Klemmkörper 16 außer
Kontakt mit dem Außenkonus 13 bringt. Damit ist die Drehverbindung von Antriebswelle
4 mit Arbeitswelle 1 unterbrochen.
Der Kupplungsring 14 wird soweit nach links verschoben,
bis der Außenkonus 23 am anderen Ende des Kupplungsrings 14 mit dem Innenkonus
24, der mit dem Gehäuse 2 fest verbunden ist, über den Klemmkörperkranz
25 (erstes Kupplungselement) in Kontakt kommt.
Damit ist ein verdrehfester Kontakt zwischen Kupplungsring
14 und damit Arbeitswelle 1 und Gehäuse 2 hergestellt, während die Drehverbindung
von Antriebswelle 4 zu Arbeitswelle 1 unterbrochen ist.
Wird jetzt der Antrieb (z.B. Antriebsmotor 20) eingeschaltet,
dann dreht sich die Antriebswelle 4 relativ zur stillstehenden Arbeitswelle 1 und
somit kann sich die Gewindewelle 26, die in Abschnitt 27 axial verschieblich über
ein Sechskantprofil mit der Antriebswelle 4 drehfest verbunden ist, in die Gewindebuchse
28, die ihrerseits axial verschiebbar mittels des Schiebekeils 29 drehfest mit der
Arbeitswelle 1 verbunden ist, hinein- bzw. herausschrauben.
Die Gewindewelle 26 hat in ihrem linken Abschnitt ein Außen-
und Innengewinde mit unterschiedlichen Steigungen. Das Außengewinde wirkt mit
dem Innengewinde der Gewindebuchse 28 zusammen und das Innengewinde der Gewindewelle
26 ist im Eingriff mit dem Gewinde auf der Spannstange 30. Durch geeignete Wahl
der unterschiedlichen Gewindesteigungen kann die Axialbewegung der Spannstange 30
so festgelegt werden, daß bei ausreichender Tragfähigkeit der Gewinde
die erforderliche Kraftübersetzung zwischen Drehmoment des Antriebsmotors und
Spannzangen-Einzugskraft erreicht wird.
Dieses Spannsystem ist ein im Kraftverlauf in sich geschlossenes
System, dies bedeutet, daß nach außen von der Arbeitswelle 1 keinerlei
Kräfte wirken, da die Steigungen der Gewinde selbsthemmend sind. Durch das
Spannen des Werkzeugs werden weder die Lager 3 belastet noch ist eine äußere
Abstützkraft nötig. Die Axialkraft der Spannstange 30 wird von der Gewindebuchse
28 aufgenommen und über die Druckfedern 32 in die Arbeitswelle 1 geleitet.
Die Druckfedern 32 werden dabei unter Vorspannung um einige zehntel Millimeter zusammengedrückt.
Dies reicht aus, um ein eventuelles Setzen der Spannzange oder des Werkzeugs durch
Stöße oder Vibration während des Arbeitszyklus und damit einen Spannkraftverlust
auszugleichen.
Beim Werkzeugwechsel, d.h. im Spindelquerschnitt B nach
Abb. 1, drückt die Druckfeder 32 die Gewindebuchse 28 gegen die Plananlage
44 an der Antriebswelle 4. Hier stützt sich auch die zum Herausschieben der
Spannzange 11 aus der Arbeitswelle 1 notwendige Axialkraft ab.
Der Werkstückwechsel läuft somit in folgender Reihenfolge
ab:
Der Antriebsmotor 20 stoppt, dann Aktivieren des Kolbens
22 bis Kupplung 23, 24 schließt; Einschalten des Elektromotors in die Drehrichtung,
so daß Spannstange 30 und Spannzange 11 aus der Arbeitswelle 1 herausgeschoben
wird. Dann wird der Elektromotor gestoppt und das Werkzeug in der Spannzange 11
ausgewechselt. Dann starten des Elektromotors mit entgegengesetzter Drehrichtung,
so daß Spannzange 11 eingezogen und Werkzeug gespannt wird. Dann wird die Druckluft
für den Kolbenhub abgeschaltet. Der Kupplungsring 14 wird mit Federkraft 18
verschoben, bis sich die Kupplung 23, 24 öffnet und sich die Kupplung 13, 15
schließt.
Darüber hinaus wird der Kolbenring 22 von den Federn
31 weitergeschoben, so daß sich der rotierende Kupplungsring 14 nicht mehr
mit dem stillstehenden Kolbenring 22 berührt. Jetzt wird der Elektromotor mit
Arbeitsdrehrichtung gestartet und der Arbeitszyklus beginnt.
Der Werkstückwechselzyklus bzw. das Öffnen und
Spannen der Spannstange 11 wird überwacht. Dazu wird die Spannstangenbewegung
über Mitnehmerbolzen 33 auf einen Kontrollring 34, der axial verschlieblich
auf der Arbeitswelle 1 geführt ist, übertragen. Dieser Kontrollring 34
ist außen konisch und wird an einem Sensor 36 vorbeibewegt und erzeugt dabei
ein analoges Signal. Dieses Signal bildet die axiale Stellung der Spannstange 11
ab und gibt Auskunft, ob die jeweilige Endlage der Spannstange 11 erreicht ist und
schaltet die Maschine ab, falls die Werkzeugspannbewegung nicht zu Ende geführt
wurde. Dies bedeutet, daß das Werkzeug nicht richtig gespannt ist oder - falls
die Spannstange über den Endpunkt hinausführt -, daß kein Werkzeug
im Spannsystem sich befindet. Ebenso überwacht es den Ausstoßvorgang des
Werkzeugs.
Fig. 2 zeigt eine weitere Möglichkeit, die Kupplung
zu betätigen. Es sind gleichmäßig am Umfang verteilte Elektromagnete
in einem Trägerring 37 befestigt. Die einzelnen Magnete bestehen aus der Magnetspule
38 und dem axial beweglichen Magnetkern 39, der aus magnetisierbarem Stahl besteht.
Die Magnetkerne 39 sind mit ihrem Bund 40 am freien Magnetkernende in den Schaltring
41 eingehängt und werden in dem äußersten rechten Lager mittels den
Federn 42 gehalten, die sich im Trägerring 37 abstützen.
Damit wird erreicht, daß während des Arbeitszyklus
der Spindel keine Berührung zwischen dem stillstehenden Schaltring 41 und der
rotierenden Schaltbuchse 43, die fest mit dem Kupplungsring 14 verbunden ist, besteht.
Zum Öffnen des Spannsystems wird die Magnetspule 38
mit Strom beaufschlagt und zieht den Magnetkern 39 in die Magnetspule 39. Über
dem Bund 40, der den Schaltring 41 mitzieht, wird der Kupplungsring 14 von der Schaltbuchse
43 in seine linke Endlage, d.h. bis die Kupplung 23, 24 schließt, gezogen.
Nach Abschalten des Stroms für die Magnetspule 38
wird der Kupplungsring 14 durch die Federkraft 18 wieder in Arbeitsstellung gebracht
und die Federkraft 42 sorgt für die Trennung von Schaltring 41 und Schaltbuchse
43. Anstelle der einzelnen Elektromagnete könnten kleine Hydraulik- oder Luftzylinder
vorgesehen werden, wobei das freie Ende der Kolbenstange ebenfalls ein Bund 40 aufweist,
so daß die weitere Funktion genau der oben beschriebenen entspricht, wobei
sich die Axialkraft in der Spannstange 30 zum Herausschieben der Spannzange 11 in
der Arbeitswelle 1 abstützt. Die abgesetzte Gewindebuchse 28 wird durch die
auf der Arbeitswelle 1 befestigte Ringmutter 45 gegen die Druckfeder 32 in ihrer
axialen Position gehalten. Der Absatz der Gewindebuchse 28 drückt auf die Ringmutter
45 an der mit 46 gekennzeichneten Stelle. Diese Ausführung hat den Vorteil,
daß auch während des Werkzeugwechsels nach außen von der Arbeitswelle
1 keinerlei Kräfte wirken.
BEZUGSZEICHEN
- 1
- Arbeitswelle
- 2
- Gehäuse
- 3
- Lager
- 4
- Antriebswelle
- 5
- Gehäuse
- 6
- Lager
- 7
- Rotor
- 8
- Stator
- 9
- Spannkonus
- 10
- Zentrierbohrung
- 11
- Spannzange
- 12
- Kupplungsflansch
- 13
- Außenfläche
- 14
- Kupplungsring
- 15
- Innenkonus
- 16
- Klemmkörper
- 17
- Feder
- 18
- Druckfeder
- 19
- Wellen-/Narbenverbindung
- 20
- Antriebsmotor
- 21
- Schlauchring
- 22
- Druckring
- 23
- Außenkonus
- 24
- Innenkonus
- 25
- Klemmkörperkranz
- 26
- Gewindewelle
- 27
- Abschnitt
- 28
- Gewindebuchse
- 29
- Schiebekeil
- 30
- Spannstange
- 31
- Feder
- 32
- Druckfeder
- 33
- Mitnehmerbolzen
- 34
- Kontrollring
- 35
- Druckluftanschluß
- 36
- Sensor
- 37
- Trägerring
- 38
- Magnetspule
- 39
- Magnetkern
- 40
- Bund
- 41
- Schaltring
- 42
- Feder
- 43
- Schaltbuchse
- 44
- Plananlage
- 45
- Ringmutter
- 46
- Stelle