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Dokumentenidentifikation DE102006017974A1 25.10.2007
Titel Vorrichtung zur Entwässerung einer Faserstoffbahn
Anmelder Voith Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder Vomhoff, Hannes, Dr., Täby, SE;
Hermansson, Lennart, Täby, SE;
Aslund, Peter, Solna, SE
DE-Anmeldedatum 13.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006017974
Offenlegungstag 25.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.10.2007
IPC-Hauptklasse D21F 3/00(2006.01)A, F, I, 20060413, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D21F 3/02(2006.01)A, L, I, 20060413, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung zur Entwässerung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Tissue- oder Kartonbahn, wird die Faserstoffbahn zumindest teilweise durch eine Verdrängungsentwässerung mittels eines Verdrängungsfluids entwässert, durch das die Faserstoffbahn, ausgehend von einer Druckkammer, durch eine Membran hindurch beaufschlagt wird. Dabei ist die auf der der Faserstoffbahn zugewandten Seite der Druckkammer vorgesehene Membran stationär angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entwässerung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Tissue- oder Kartonbahn, bei der die Faserstoffbahn zumindest teilweise durch eine Verdrängungsentwässerung mittels eines Verdrängungsfluids entwässert wird, durch das die Faserstoffbahn ausgehend von einer Druckkammer und durch eine Membran hindurch beaufschlagt wird. Sie betrifft ferner eine Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Tissue- oder Kartonbahn, mit wenigstens einer solchen Entwässerungsvorrichtung.

Bei der sogenannten Verdrängungsentwässerung (Displacement Dewatering Process) wird Wasser durch die Anwendung eines Gasdifferenzdrucks aus der Faserstoffbahn entfernt. Dabei wird das sich in den Poren zwischen den Fasern befindende Wasser zumindest teilweise aus dem Papiervlies herausgeblasen. Im Vergleich zum konventionellen Nasspressen beispielsweise in einem einfach oder doppelt befilzten Walzenspalt hat das einer Verdrängungsentwässerung unterzogene Papier ein höheres spezifisches Volumen. Mit der Verdrängungsentwässerung mittels Verdrängungsgas, wie beispielsweise Luft werden hohe Trockengehaltssteigerungen erreicht. Kennzeichnend ist die geringe Dichte des entwässerten Papiers bzw. Kartons.

Eine derartige Entwässerungsvorrichtung ist beispielsweise aus der US 6,416,631 B1 bekannt. Dabei ist eine umlaufende Membran vorgesehen, was zu Abdichtungsproblemen zwischen der Druckkammer und der Membran führen kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die zuvor erwähnten Probleme beseitigt sind.

Bezüglich der Vorrichtung wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die auf der der Faserstoffbahn zugewandten Seite der Druckkammer vorgesehene Membran stationär angeordnet ist.

Aufgrund der Verwendung einer stationären Membran anstatt einer umlaufenden Membran ist auf einfache und zuverlässige Weise eine zuverlässige Abdichtung im Bereich zwischen Druckkammer und Membran möglich.

Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung schließt die Membran die Druckkammer auf deren der Faserstoffbahn zugewandten Seite ab.

Bevorzugt ist die Membran dichtend mit der Druckkammer verbunden.

Die Membran ist zweckmäßigerweise randseitig fixiert.

Bevorzugt ist die Membran im Randbereich der Druckkammeröffnung, durch die hindurch die Faserstoffbahn mit dem Verdrängungsfluid beaufschlagbar ist, an der Druckkammer fixiert.

Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn die Membran biegeweich ausgeführt ist.

Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung steht die Membran in direktem Kontakt mit der Faserstoffbahn.

In bestimmten Fällen kann es jedoch auch von Vorteil sein, wenn zwischen der Membran und der Faserstoffbahn eine durchlässige Bespannung vorgesehen ist.

Dabei kann diese Bespannung beispielsweise durch ein Sieb, einen Filz oder dergleichen gebildet sein.

Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform ist alternativ oder zusätzlich auf der von der Membran abgewandten Seite der Faserstoffbahn eine durchlässige Bespannung vorgesehen. Auch diese Bespannung kann vorteilhafterweise insbesondere wieder durch ein Sieb, einen Filz oder dergleichen gebildet sein.

Vorteilhafterweise ergibt sich in Hauptströmungsrichtung des Verdrängungsfluids betrachtet über der Membran und der Faserstoffbahn und ggf. der wenigstens einen Bespannung ein Druckabfall im Bereich von etwa 1000 kPa.

Die erfindungsgemäße Entwässerungsvorrichtung kann insbesondere im Formerbereich und/oder Pressenbereich einer betreffenden Papiermaschine eingesetzt werden. Bei dem Verdrängungsfluid kann es sich insbesondere um Verdrängungsgas, insbesondere Verdrängungsluft handeln.

Die Druckkammer kann beispielsweise durch einen Blaskasten oder dergleichen gebildet sein.

Mit einer solchen Druckkammer oder Blaskasten ergibt sich eine höhere Entwässerung z.B. in der Siebpartie der Papiermaschine. Bisher wurden in erster Linie Saugkästen eingesetzt. Diese führen in der Praxis jedoch zu einer Beschränkung des Druckabfalls auf annähernd 70 kPa. Bekannt ist, dass der erzielbare Trockengehalt stark von dem bewirkten Druckabfall abhängig ist. Ein höherer Druckabfall ist daher erwünscht. Mit dem Einsatz einer Druckkammer oder Blaskastens, mit der bzw. dem anstatt eines Vakuums ein Überdruck erzeugt wird, können deutlich höhere Druckabfälle erzeugt werden, die beispielsweise in der Größenordnung von etwa 1000 kPa liegen können. Dies führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Entwässerung in der Siebpartie.

Wie bereits erwähnt, ist bei dem Einsatz eines Blaskastens die Abdichtung des Bereichs zwischen dem Blaskasten und dem Sieb bzw. der Membran problematisch. Mit der erfindungsgemäßen Integration der Membran in den Blaskasten oder Druckkammer ist dieses Problem auf vorteilhafte Weise gelöst. In Verbindung mit einem jeweiligen Blaskasten erfüllt ein ggf. noch vorgesehener Saugkasten hauptsächlich die Funktion einer Unterstützung des Siebes, und er stellt einen kontrollierten Abtransport des aus der Faserstoffbahn entfernten oder ausgeblasenen bzw. verdrängten Wassers dar.

Das Material der Membran kann beispielsweise aus Tyvek® bestehen. Hierbei handelt es sich um eine eingetragene Marke der Firma DuPont.

Wie bereits erwähnt, kann zwischen der Membran und der Faserstoffbahn zweckmäßigerweise eine durchlässige Bespannung wie beispielsweise ein Sieb oder ein Filz vorgesehen sein. Besteht die Membran aus einem Material geringer Reibung, so ist zwischen der Membran und der Faserstoffbahn keine Bespannung erforderlich. Die Membran kann in diesem Fall also direkt in Kontakt mit der Faserstoffbahn stehen, da eine Beschädigung der Faserstoffbahn angesichts eines Gleitens entlang der Membran nicht zu befürchten ist.

Die erfindungsgemäße Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn wie insbesondere Papier-, Tissue- oder Kartonbahn, zeichnet sich dadurch aus, dass sie wenigstens eine erfindungsgemäße Entwässerungsvorrichtung umfasst.

Dabei ist vorteilhafterweise wenigstens eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung im Formerbereich vorgesehen. Insbesondere in diesem Fall besitzt die Faserstoffbahn beim Einlaufen in die Entwässerungsvorrichtung bevorzugt einen Trockengehalt < 18 %, insbesondere < 15 % und vorzugsweise < 12 %.

Alternativ oder zusätzlich kann auch wenigstens eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung im Pressenbereich vorgesehen sein.

Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschine sind mehrere in Bahnlaufrichtung aufeinanderfolgende Entwässerungsvorrichtungen vorgesehen. Vorteilhafterweise nehmen hierbei die Drücke in den Druckkammern und den Saugkästen der aufeinanderfolgenden Entwässerungsvorrichtungen in Bahnlaufrichtung zu.

In der ersten Entwässerungsvorrichtung reicht ein leichter Überdruck in der betreffenden Druckkammer, der dann zweckmäßigerweise von Druckkammer zu Druckkammer zunimmt. Ist der Druck am Anfang zu hoch, so kann es passieren, dass das Vlies auf der Siebseite zu stark verdichtet wird und dann nur wenig Wasser durchlässt.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer Entwässerungsvorrichtung mit einem eine Druckkammer bildenden Blaskasten mit integrierter Membran, wobei sowohl zwischen dem Blaskasten und der Faserstoffbahn als auch auf der vom Blaskasten abgewandten Seite der Faserstoffbahn jeweils eine Bespannung vorgesehen ist;

2 eine schematische Darstellung einer mit der Ausführungsform gemäß 1 vergleichbaren weiteren Ausführungsform der Entwässerungsvorrichtung, wobei im vorliegenden Fall jedoch nur auf der vom Blaskasten abgewandten Seite der Faserstoffbahn eine Bespannung vorgesehen ist;

3 eine schematische Darstellung einer eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung umfassenden Langsiebformiereinheit, wobei sowohl zwischen dem Blaskasten und der Faserstoffbahn als auch auf der vom Blaskasten abgewandten Seite der Faserstoffbahn jeweils eine Bespannung vorgesehen ist;

4 eine mit der Ausführung gemäß 3 vergleichbare Ausführungsform einer Langsiebformiereinheit, wobei im vorliegenden Fall jedoch nur auf der vom Blaskasten abgewandten Seite der Faserstoffbahn eine Bespannung vorgesehen ist;

5 eine schematische Darstellung eines eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung umfassenden Doppelsiebformers, wobei sowohl zwischen dem Blaskasten und der Faserstoffbahn als auch auf der vom Blaskasten abgewandten Seite der Faserstoffbahn jeweils eine Bespannung vorgesehen ist;

6 eine mit der Ausführung gemäß 5 vergleichbare Ausführungsform eines Doppelsiebformers, wobei im vorliegenden Fall jedoch nur auf der vom Blaskasten abgewandten Seite der Faserstoffbahn eine Bespannung vorgesehen ist;

7 eine schematische Darstellung einer eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung umfassenden Gautscheinheit, bei der die Faserstoffbahn zwischen zwei Bespannungen liegend um eine Saugwalze geführt und der Blaskasten mit integrierter Membran auf der von der Saugwalze abgewandten Seite der Faserstoffbahn bzw. der äußeren Bespannung angeordnet ist; und

8 eine mit der Ausführung gemäß 7 vergleichbare Ausführungsform einer Gautscheinheit, wobei im vorliegenden Fall jedoch nur auf der vom Blaskasten abgewandten Seite der Faserstoffbahn eine Bespannung vorgesehen ist.

1 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform einer Vorrichtung 10 zur Entwässerung einer Faserstoffbahn 12, bei der es sich insbesondere um eine Papier-, Tissue- oder Kartonbahn handeln kann.

Dabei wird die Faserstoffbahn 12 zumindest teilweise durch eine Verdrängungsentwässerung mittels eines Verdrängungsfluids entwässert, durch das die Faserstoffbahn 12 ausgehend von einem eine Druckkammer bildenden Blaskasten 14 und durch eine für das Verdrängungsfluid permeable Membran 16 hindurch beaufschlagt wird.

Die auf der der Faserstoffbahn 12 zugewandten Seite des Blaskastens 14 vorgesehene Membran 16 ist hier an dem Blaskasten 14 fixiert, das heißt also stationär angeordnet. Wie anhand der 1 zu erkennen ist, schließt sie den Blaskasten 14 auf dessen der Faserstoffbahn 12 zugewandten Seite ab. Die Membran 16 ist randseitig fixiert. Wie anhand der 1 zu erkennen ist, ist sie im Randbereich der Blaskastenöffnung 18, durch die hindurch die Faserstoffbahn 12 mit dem Verdrängungsfluid beaufschlagbar ist, an dem Blaskasten 14 fixiert.

Die Membran 16 kann insbesondere biegeweich ausgeführt sein.

Auf der vom Blaskasten 14 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 12 ist ein Saugkasten 20 angeordnet.

Im vorliegenden Fall ist sowohl zwischen dem Blaskasten 14 mit integrierter Membran 16 und der Faserstoffbahn 12 als auch auf der vom Blaskasten 14 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 12 jeweils eine Bespannung 22 bzw. 24 vorgesehen.

Die Bespannungen 22, 24 können jeweils beispielsweise durch ein Sieb, einen Filz oder dergleichen gebildet sein. Die zwischen dem Blaskasten 14 und der Faserstoffbahn 12 vorgesehene Bespannung 22 dient in erster Linie dem Schutz der Faserstoffbahn 12, und zwar insbesondere dann, wenn die Membran 16 eine größere Rauhigkeit besitzt. Wird dagegen eine glattere Membran 16 verwendet und ist entsprechend eine Beschädigung der Faserstoffbahn 12 beim Entlanggleiten an der Membran 16 nicht zu befürchten, so kann die betreffende Bespannung 22 auch entfallen.

Im vorliegenden Fall wird als Verdrängungsfluid ein Verdrängungsgas wie insbesondere Luft verwendet. Der Druck des in dem Blaskasten 14 vorhandenen Verdrängungsgases kann beispielsweise in einem Bereich von 0 bis etwa 1000 kPa liegen. In dem Saugkasten 20 ist beispielsweise ein Unterdruck in einem Bereich von 0 bis etwa –90 kPa denkbar.

Die Bespannungen 22, 24 sind für das Verdrängungsfluid durchlässig.

Der Blaskasten 14 ist mit einem Einlass 26 und der Saugkasten 20 mit einem Auslass 28 für das Verdrängungsfluid und das entfernte Wasser versehen.

2 zeigt in schematischer Darstellung eine mit der Ausführungsform gemäß 1 vergleichbare weitere Ausführungsform der Entwässerungsvorrichtung 10. Im vorliegenden Fall ist jedoch nur auf der vom Blaskasten 14 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 12 eine Bespannung 24 vorgesehen. Die Membran 16 steht hier also in direktem Kontakt mit der Faserstoffbahn 12.

Im Übrigen besitzt diese Ausführungsform zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau wie die der 1, wobei einander entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.

3 zeigt in schematischer Darstellung eine eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung 10 umfassende Langsiebformiereinheit 30. Dabei ist im vorliegenden Fall sowohl zwischen dem Blaskasten 14 und der Faserstoffbahn 12 als auch auf der vom Blaskasten 14 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 12 jeweils eine Bespannung 22, 24 vorgesehen. Dabei kann die Bespannung 24 beispielsweise durch ein Langsieb gebildet sein, während die beispielsweise wieder durch ein Sieb gebildete umlaufende Bespannung 22 durch Umlenkwalzen 32 oberhalb der Bespannung 24 geführt ist.

Im Übrigen kann die vorliegende Entwässerungsvorrichtung 10 zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau wie die gemäß 1 besitzen, wobei einander entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.

4 zeigt eine mit der Ausführung gemäß 3 vergleichbare Ausführungsform einer Langsiebformiereinheit 30. Im vorliegenden Fall ist jedoch nur auf der vom Blaskasten 14 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 12 eine Bespannung 24 vorgesehen.

Im Übrigen kann diese Ausführungsform einer Langsiebformiereinheit 30 zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau wie die der 3 besitzen, wobei einander entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.

5 zeigt in schematischer Darstellung einen eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung 10 umfassenden Doppelsiebformer 34. Wie anhand der 5 zu erkennen ist, ist im vorliegenden Fall sowohl zwischen dem Blaskasten 14 und der Faserstoffbahn 12 als auch auf der vom Blaskasten 14abgewandten Seite der Faserstoffbahn 12 jeweils eine Bespannung 22, 24 vorgesehen.

Die Entwässerungsvorrichtung 10 kann zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau wie die gemäß 1 besitzen, wobei einander entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.

6 zeigt eine mit der Ausführung gemäß 5 vergleichbare Ausführungsform eines Doppelsiebformers 34. Im vorliegenden Fall ist jedoch nur auf der vom Blaskasten 14 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 12 eine Bespannung 24 vorgesehen.

Im Übrigen kann dieser Doppelsiebformer 34 zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau wie der gemäß 5 besitzen, wobei einander entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.

7 zeigt in schematischer Darstellung eine eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung 10 umfassende Gautscheinheit 36. Dabei wird die Faserstoffbahn 12 zwischen zwei Bespannungen 22, 24 liegend um eine Saugwalze 38 geführt. Der Blaskasten 14 mit integrierter daran fixierter Membran 16 ist auf der von der Saugwalze 38 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 12 bzw. der äußeren Bespannung 22 angeordnet. Anstelle eines Saugkastens ist hier also die Saugwalze 38 vorgesehen.

Im Übrigen kann die Entwässerungsvorrichtung 10 zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau wie die gemäß 1 besitzen, wobei einander entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.

8 zeigt eine mit der Ausführung gemäß 7 vergleichbare Ausführungsform einer Gautscheinheit 36. Im vorliegenden Fall ist jedoch nur auf der vom Blaskasten 14 abgewandten Seite der Faserstoffbahn 12, das heißt auf der Seite der Saugwalze 38 eine Bespannung 24 vorgesehen.

Im Übrigen kann diese Gautscheinheit 36 zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau wie die gemäß 7 besitzen, wobei einander entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.

10
Entwässerungsvorrichtung
12
Faserstoffbahn
14
Druckkammer, Blaskasten
16
Membran
18
Druckkammeröffnung, Blaskastenöffnung
20
Saugkasten
22
Bespannung
24
Bespannung
26
Einlass
28
Auslass
30
Langsiebformiereinheit
32
Umlenkwalze
34
Doppelsiebformer
36
Gautscheinheit
38
Saugwalze


Anspruch[de]
Vorrichtung (10) zur Entwässerung einer Faserstoffbahn (12), insbesondere Papier-, Tissue- oder Kartonbahn, bei der die Faserstoffbahn (12) zumindest teilweise durch eine Verdrängungsentwässerung mittels eines Verdrängungsfluids entwässert wird, durch das die Faserstoffbahn (12) ausgehend von einer Druckkammer (14) und durch eine Membran (16) hindurch beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der der Faserstoffbahn (12) zugewandten Seite der Druckkammer (14) vorgesehene Membran (16) stationär angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (16) die Druckkammer (14) auf deren der Faserstoffbahn (12) zugewandten Seite abschließt. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (16) dichtend mit der Druckkammer (14) verbunden ist. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (16) randseitig fixiert ist. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (16) im Randbereich der Druckkammeröffnung (18), durch die hindurch die Faserstoffbahn (12) mit dem Verdrängungsfluid beaufschlagbar ist, an der Druckkammer (14) fixiert ist. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (16) biegeweich ausgeführt ist. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (16) in direktem Kontakt mit der Faserstoffbahn (12) steht. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Membran (16) und der Faserstoffbahn (12) eine durchlässige Bespannung (22) vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bespannung (22) durch ein Sieb, einen Filz oder dergleichen gebildet ist. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der von der Membran (14) abgewandten Seite der Faserstoffbahn (12) eine durchlässige Bespannung (24) vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bespannung (24) durch ein Sieb, einen Filz oder dergleichen gebildet ist. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich in Hauptströmungsrichtung des Verdrängungsfluids betrachtet über der Membran (16) und der Faserstoffbahn (12) und gegebenenfalls der wenigstens einen Bespannung (22, 24) ein Druckabfall im Bereich von etwa 1000 kPa ergibt. Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn (12), insbesondere Papier-, Tissue- oder Kartonbahn, mit wenigstens einer Entwässerungsvorrichtung (10) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung (10) im Formerbereich vorgesehen ist. Maschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffbahn (12) beim Einlaufen in die Entwässerungsvorrichtung einen Trockengehalt < 18 %, insbesondere < 15 % und vorzugsweise < 12 % besitzt. Maschine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung (10) im Pressenbereich vorgesehen ist. Maschine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere in Bahnlaufrichtung aufeinander folgende Entwässerungsvorrichtungen (10) vorgesehen sind. Maschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Drücke zwischen den Druckkammern (14) und den Saugkästen (20) der aufeinander folgenden Entwässerungsvorrichtungen (10) in Bahnlaufrichtung zunehmen.






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