Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung von Gasen,
insbesondere zur Befeuchtung und/oder Reinigung von Raumluft.
Es sind zahlreiche Geräte zur Behandlung von Raumluft bekannt.
Diese weisen den Nachteil auf, dass sie häufig nicht gut funktionieren oder
sehr wartungsintensiv sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Behandlung
von Gasen zu schaffen, die gut funktioniert und einfach zu warten ist.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Der Kern der Erfindung besteht darin, auf ein Flüssigkeits-Verdunstungs-Material,
insbesondere in Form von Granulat oder Vlies, aus einem Flüssigkeitstank Flüssigkeit,
insbesondere Wasser, zu pumpen und dort zu verteilen. Die Luftreinigung und Luftbefeuchtung
erfolgt derart, dass durch einen Ventilator Umgebungsluft eingesaugt und durch das
Flüssigkeits-Verdunstungs-Material geblasen wird.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Zusätzliche Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich
aus der Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
Es zeigen:
1 eine Ansicht einer Gas-Behandlungs-Vorrichtung mit
teilweise ausgezogenem Verdunstungs-Einsatz gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
2 einen Diagonalschnitt gemäß der Schnittlinie
II-II in 1 mit eingeschobenem Verdunstungs-Einsatz,
3 eine Ansicht gemäß 2
einer Gas-Behandlungs-Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
4 eine Ansicht gemäß 2
einer Gas-Behandlungs-Vorrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
und
5 eine Ansicht gemäß 2
einer Gas-Behandlungs-Vorrichtung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel.
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 1
und 2 eine Vorrichtung 1 zur Behandlung von
Gasen gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben. Diese weist
ein nach oben offenes, sich nach oben erweiterndes, jeweils quadratische Querschnitte
aufweisendes Gehäuse 2 auf, welches besteht aus vier paarweise einander
gegenüberliegenden Seitenwänden 3 und einem mit allen Seitenwänden
verbundenen, horizontalen Boden 4. Im Randbereich des Bodens sind nach
unten vorstehende Sockel 5 vorgesehen. Das Gehäuse ist einteilig ausgebildet.
Es besteht vorzugsweise aus Kunststoff.
In das Gehäuse 2 ist ein Flüssigkeitstank
6 eingesetzt. Der Flüssigkeitstank 6 erstreckt sich ungefähr
vom Boden 4 über die halbe Höhe des Gehäuses 2.
Der Flüssigkeitstank 6 ist auf dem Boden 4 abgestützt.
Er weist vier einander paarweise gegenüberliegende Seitenwände
7 auf, die sich nach oben hin erweitern, ungefähr entsprechend der
Erweiterung der Seitenwände 3. Die Seitenwände 7 verlaufen
ungefähr parallel zu den Seitenwänden 3 des Gehäuses
2. Der Flüssigkeitstank 6 weist ferner einen Tank-Boden
8 auf, der mit den vier Seitenwänden 7 verbunden ist. Auf
der Unterseite des Tank-Bodens 8 sind Tank-Sockel 9 vorgesehen,
über die der Flüssigkeitstank 6 auf der Innenseite des Bodens
4 abgestützt ist. Zwischen den Böden 4 und
8 ist ein Kabel-Aufnahme-Raum 10 gebildet, in dem ein elektrisches
Anschlusskabel 11 Aufnahme findet, das durch eine Ausnehmung
12 im Boden 4 mit einem Stecker 13 nach außen geführt
ist.
Der Flüssigkeitstank 6 ist nach oben offen ausgebildet
und frei aus dem Gehäuse 2 herausnehmbar. Der Tankboden
8 weist in der in 2 linken Hälfte eine
Pumpenvertiefung 14 auf. Es ist auch möglich, keine derartige Vertiefung
vorzusehen. Der Flüssigkeitstank 6 weist einen oberen umlaufenden,
im Querschnitt U-förmigen, nach unten offenen Rand 15 mit einer nach
oben weisenden umlaufenden, planaren Abstützfläche 16 auf. In
dem Rand 15 sind mehrere, einander in der Regel gegenüberliegende,
nach oben ausziehbare, bügelförmige Griffe 17 vorgesehen, die
ein Herausheben des Flüssigkeitstanks 6 aus dem Gehäuse
2 erleichtern. Die Griffe 17 weisen auf ihrer Oberseite eine mit
der Abstützfläche 16 fluchtende Abstützfläche
18 auf.
In dem Flüssigkeitstank 2 ist ein Überlauf
19 angeordnet. Dieser weist in einer Seitenwand 7 oberhalb des
Soll-Flüssigkeitsspiegels 20 eine Durchtritts-Öffnung
21 auf, an der ein fast bis zum Tank-Boden 8 reichendes Steigrohr
22 befestigt ist, welches nach unten offen ist. Die Eintrittsöffnung
23 des Steigrohres 22 befindet sich vorzugsweise im Bereich der
unteren 10 % der Höhe des Flüssigkeitstanks 6. Die Durchtritts-Öffnung
21befindet sich vorzugsweise im Bereich des oberen Viertels des Flüssigkeitstanks
6. Das Steigrohr 22 besteht aus einem sich an die Durchtrittsöffnung
21 anschließenden horizontalen Abschnitt 24 sowie einem sich
daran anschließenden vertikalen Abschnitt 25.
An einer Seitenwand 7 ist oberhalb des Soll-Flüssigkeitsspiegels
20 eine Flüssigkeits-Heiz-Einrichtung 26 befestigt, welche
sich in den Bereich unterhalb des Soll-Flüssigkeitsspiegels 20 erstreckende
Heiz-Wendeln 27 aufweist. Die Einrichtung 26 ist nach Art einer
Aquariumheizung mit Temperaturregelung ausgebildet. Die Einrichtung 26
wird über das Kabel 11 mit Strom versorgt.
In der Pumpen-Vertiefung 14 ist eine Flüssigkeits-Pumpe
28 angeordnet, die über nicht dargestellte Riemen am Boden
8 festgelegt ist. Die Pumpe 28 wird über die nachfolgend
beschriebene Steuer-Einrichtung 60 mit elektrischem Strom versorgt. Die
Pumpe 28 weist im Bereich des Bodens 8 eine nicht dargestellte
Eintrittsöffnung auf, durch die Flüssigkeit, insbesondere Wasser, aus
dem Flüssigkeitstank 6 angesaugt wird. An der Pumpe 28 ist
ein nach oben aus dem Flüssigkeitstank 6 herausführender Schlauch
29 befestigt.
Oberhalb des Flüssigkeitstanks 6 befinden sich, jeweils
auf gleicher Höhe ein herausnehmbarer Verdunstungs-Einsatz 30 sowie
ein Steuer-/Lüftungs-Einsatz 31. Der Verdunstungs-Einsatz
30 weist vier paarweise gegenüberliegende Seitenwände
32 auf, die im Wesentlichen parallel zu den Seitenwänden
3 verlaufen. Im Bereich einer Ecke, gegenüberliegend der Ecke
33 ist in dem Einsatz 30 eine Aussparung vorgesehen, die Raum
schafft für den Einsatz 31. Die Aussparung wird begrenzt durch zwei
nach innen – das heißt in den Innenraum des Einsatzes 30 –
zurückspringende, aufeinander senkrecht stehende, Zwischenwände
34 und eine im Querschnitt 3 dreieckige schräg verlaufende
Zwischenwand 36. Der Einsatz 30 weist einen oberen, im Querschnitt
U-förmigen, nach unten offenen Rand 37 bestehend aus aufeinander senkrechten
Randabschnitten 38 und einem im Bereich der Zwischenwand 36 parallel
zu einer Diagonalen verlaufenden Randabschnitt 39 auf. Der Einsatz
30 weist mindestens zwei, einander paarweise gegenüberliegende, bogenförmige,
nach oben herausziehbare Griffe 40 auf, wie sie auch an dem Flüssigkeitstank
6 vorgesehen sind. Die vom Einsatz 30 ausgesparte Ausnehmung
41 weist im Wesentlichen einen dreieckigen Querschnitt auf. Der Einsatz
30 weist einen Einsatz-Boden 42 auf, in dem eine Vertiefung
43 vorgesehen ist. Von der Vertiefung 43 aus erstrecken sich Gas-Eintritts-Öffnungen
44 vertikal nach unten, die den Boden 42 vollständig durchdringen.
Die Gas-Eintritts-Öffnungen 44 sind über einen Großteil
der Fläche des Einsatz-Bodens 42 verteilt. In der Vertiefung
43 ist ein gasdurchlässiges Gitter 45 oder Vlies angeordnet,
das verhindert, dass das sich darüber befindende Granulat 46 durch
die Öffnungen 44 herausrieselt oder diese verstopft. Der von den Seitenwänden
32 umschlossene Innenraum 47 des Einsatzes 30 ist im
Wesentlichen mit Granulat 46 gefüllt. Es ist möglich, in diesem
Granulat 46 eine oder mehrere Pflanzen 48 mit ihrem Wurzelwerk
zu halten. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Der Einsatz 30
weist auf der Außenseite des Bodens 42 einen umlaufenden, sich auf
derselben Höhe befindlichen, horizontalen, nach innen vorspringenden Rand
49 auf, der dicht, im Wesentlichen gasdicht auf den Abstützflächen
16 und 18 aufliegt.
In dem oberen Bereich der Zwischenwand 36 ist eine Kupplung
50 bestehend aus einem ersten, dem Einsatz 30 zugeordneten Kupplungs-Teil
51 sowie einem zweiten dem Einsatz 31 zugeordneten Kupplungs-Teil
52 angeordnet. Das Kupplungs-Teil 51 weist einen in den Innenraum
47 vorstehenden Rohrstutzen 53 auf, auf den ein mit Löchern
54 perforierter Schlauch 55 aufgesteckt ist. Der Schlauch
55 befindet sich im oberen Bereich des Granulats 46 oder auf dessen
Oberfläche. Das zweite Kupplungs-Teil 52 weist ebenfalls einen nach
innen vorspringenden Rohrstutzen 56 auf, auf den der Schlauch
29 aufgeschoben ist. Die beiden Kupplungs-Teile 51 und
52 weisen jeweils zwei, an ihren spitzen Enden frei vorstehende Verbindungs-Keile
57 auf, wobei die Keile 57 des Kupplungs-Teils 51 nach
unten spitz zulaufen und die Keile 57 am Kupplungs-Teils 52 nach
oben spitz zulaufen. Bei dem Einschieben des Einsatzes 30 in das Gehäuse
2 greifen die korrespondierenden Keile 57 ineinander und ziehen
durch die schrägen Keilflächen die Kupplungs-Teile 51 und
52 dichtend aneinander. Zur Verbesserung der Dichtung kann auf der jeweiligen
Außenseite der Kupplungs-Teile 51 und 52 eine Dichtung, beispielsweise
in Form eines Dichtungsrings, vorgesehen sein. Durch die Kupplung 50 wird
der Schlauch 55 mit dem Schlauch 29 verbunden.
Der Steuer-/Lüftungs-Einsatz 31 weist ein die Ausnehmung
41 füllendes, hinsichtlich der Höhe ungefähr der Höhe
des Einsatzes 30 entsprechendes Gehäuse bestehend aus zwei aufeinander
senkrecht stehenden Seitenwänden 58 sowie einer die Seitenwände
58 verbindenden Seitenwand 59 auf. Das Kupplungs-Teil
52 ist in der Seitenwand 59 angeordnet. Der Einsatz
31 weist eine Steuer-Einrichtung 60 mit einem nach oben vorstehenden
Bedienfeld 61 auf. Die Steuer-Einrichtung 60 ist wasserdicht.
Die Steuer-Einrichtung 60 ist zur Stromversorgung unter anderem mit dem
Kabel 11 verbunden. Die Steuer-Einrichtung 60 ist über nicht
dargestellte elektrische Leitungen mit allen elektrischen Teilen der Vorrichtung
1, das heißt der Flüssigkeits-Heiz-Einrichtung 26, der
Flüssigkeits-Pumpe 28, dem noch zu beschreibenden Lüfter
62, der Glühlampe 64 sowie der Strom-Zuführ-Einrichtung
63 in Form des Kabels 11 verbunden. Die Steuer-Einrichtung
60 gestattet unter anderem eine Programmierung der Betriebszeit der Vorrichtung
1, eine Regelung der gepumpten Flüssigkeitsmenge, eine Einstellung
der Flüssigkeitstemperatur über die Heiz-Einrichtung 26 sowie
die Betriebszeiten einer optimalen, ebenfalls mit der Steuer-Einrichtung
60 verbundenen Glühlampe 64, die am Einsatz 30 befestigt
ist.
In den zwei an den Einsatz 31 angrenzenden Seitenwänden
3 des Gehäuses 2 sind zahlreiche Gas-Eintritts-Öffnungen
65 vorgesehen. Auf der Innenseite der Öffnungen 65 befinden
sich in den Seitenwänden 58 korrespondierende Öffnungen
66. Es ist auch möglich, dass in den Seitenwänden 58
hinter den Öffnungen 65 größere Ausnehmungen vorgesehen
sind. Darüber hinaus ist möglich, dass die Seitenwände
58 nicht vorgesehen sind und der Einsatz 31 im Wesentlichen nur
durch die Seitenwand 59 zusammengehalten wird. In jedem Fall sind die Öffnungen
65 und 66 derart aneinander angeordnet, dass Umgebungsluft von
außen ungehindert in den Innenraum 67 des Einsatzes 31 eintreten
kann. An der Seitenwand 59 ist ein im Wesentlichen horizontaler Steg
68 befestigt, der über einen vertikalen, mit dem Steg 68
verbundenen Stütz-Abschnitt 69 auf der Abstütz-Fläche
16 dichtend abgestützt ist. Am unteren Rand der Seitenwand
59 ist ein horizontaler, in Richtung auf den Einsatz 30 vorstehender
Stützsteg 70 vorgesehen, auf dem der Rand 49 des Einsatzes
30 dichtend aufliegt. Auf dem Steg 68 ist ein Lüfter
62 mit einem Lüfterrad 71 und einem Lüftermotor
72 abgestützt. Das Lüfterrad 71 ist um eine vertikale
Lüfterachse 73 drehbar gelagert. Das Lüfterrad 71 ist
von einem Lüftergehäuse 74 umschlossen. Oberhalb des Lüfterrades
71 befinden sich nicht dargestellte Lufteintritts-Öffnungen und unterhalb
des Lüfterrades nicht dargestellte Luftaustritts-Öffnungen. Bei dem Lüfter
62 handelt es sich um einen Axiallüfter, das heißt die angesaugte
Luft wird im Wesentlichen parallel zur Lüfterachse 73 beschleunigt.
Der Innenraum 67 des Einsatzes 31 oberhalb des Lüfterrades
weist beim Betrieb des Lüfters 62 Unterdruck auf. Unterhalb des Lüfterrades
befindet sich ein Überdruck-Raum 75, der begrenzt wird durch den Steg
68, den Stützabschnitt 69, den Abschnitt der Seitenwände
7 vom oberen Rand 15 bis zum Soll-Flüssigkeitsspiegel
20, nach unten durch den Flüssigkeitsspiegel 20 sowie durch
den Einsatz-Boden 42. Aufgrund des dichten Aufeinandersitzens der Einsätze
30 und 31 auf dem Flüssigkeitstank 6 ist der Überdruck-Raum
75 im Wesentlichen gasdicht. Das beim Betrieb des Lüfters
62 unter Überdruck stehende Gas kann nur durch die Gas-Eintritts-Öffnungen
44 in das Granulat 46 entweichen. Der vom von außen eintretenden
Gas durchströmte Weg durch die Öffnungen 65 und 66,
den Innenraum 67, den Innenraum des Lüfters 62 und den Überdruckraum
75, wird als Gas-Zuführ-Kanal bezeichnet, der Gas von außerhalb
des Gehäuses 2 dem Granulat 46 zuführt. Zur Bestimmung
des Flüssigkeitsspiegels 20 sind an dem Steg 68 mehrere,
im vorliegenden Fall vier, verschieden weit nach unten vorspringende auch unter
den Soll-Flüssigkeitspegel 20 reichende Füllstandselektroden
81 vorgesehen, die eine Füllstandsmessung des Flüssigkeitstanks
6 ermöglichen und über nicht dargestellte Verbindungsleitungen
mit der Steuer-Einrichtung 60 verbunden sind.
Im Folgenden wird zunächst die Montage und anschließend
der Betrieb der Vorrichtung 1 beschrieben. Das Kabel 11 wird auf
die benötigte Außenlänge des Kabels eingestellt. Der überschüssige
Teil des Kabels 11 kann in den Kabel-Aufnahme-Raum 10 eingeschoben
werden. Anschließend wird der Einsatz 31 eingesetzt, sodass dieser
auf dem Rand 15 des Flüssigkeitstanks 6 zu Ruhen kommt. Der
Einsatz 30 ist bereits mit Granulat gefüllt und möglicherweise
mit einer Pflanze 48 bepflanzt. Der Einsatz 30 wird in das Gehäuse
2 eingesetzt, sodass die Kupplungs-Teile 51, 52 ineinander
greifen. Durch die Kupplungs-Verbindung kann der Einsatz 30 ohne Zerlegung
der Vorrichtung 1 einfach gewechselt werden. Die elektrischen Teile werden
entweder durch entsprechende elektrische Kupplungen mit der Stromzuführeinrichtung
verbunden oder sind dies bereits. Wesentlich ist, dass alle elektrischen Bauteile
aus Sicherheitsgründen flüssigkeitsdicht verschlossen sind. Nach der kompletten
Montage der Vorrichtung 1 und nach deren elektrischer Inbetriebnahme wird
die Flüssigkeit über das Granulat 46 in den Flüssigkeitstank
6 gegossen.
Wird der Lüfter 62 in Betrieb gesetzt, so wird Luft
von außen entlang der Strömungs-Pfeile 76 eingesaugt, entlang
der Strömungspfeile 77 in den Lüfter gelenkt, dort beschleunigt
und in den Überdruckraum 75 gedrückt. Dort streicht die Luft
gemäß den Strömungspfeilen 78 über den Flüssigkeitsspiegel
20 und gewinnt so an Luftfeuchtigkeit. Anschließend wird die Luft
entlang der Strömungspfeile 79 durch die Gas-Eintritts-Öffnungen
44 dem Granulat 46 zugeführt. Die Pumpe 28 hat vorher
über den Schlauch 29, die Kupplung 50 und den Schlauch
55 Flüssigkeit, insbesondere Wasser, dem Granulat 46 zugeführt,
sodass dieses an seiner Oberfläche flüssigkeitsbenetzt ist. Das Granulat
46 sättigt sich mit der Flüssigkeit und gibt diese dann wieder
allmählich an die vorbeiströmende Luft ab. Die von unten in den Einsatz
30 eintretende Luft durchstreicht das Granulat 46, wird hierbei
gereinigt und nimmt gleichzeitig weitere Luftfeuchtigkeit auf. Anschließend
tritt die Luft entlang den Strömungspfeilen 80 nach oben aus dem Gehäuse
2 aus und gelangt als aufbereitete, mit erhöhter Feuchtigkeit versehene,
gereinigte Luft wieder in den Raum, dessen Raumluft zu behandeln war. Wird zuviel
Flüssigkeit in den Flüssigkeitstank 6 gefüllt, so sorgt
der Überlauf 19 dafür, dass die Flüssigkeit durch den Spalt
in den Seitenwänden 3 und 7 und die Ausnehmung
12 nach unten austritt. Durch das nach unten geführte vertikale Rohr
25 bleibt jedoch der Überdruckraum 75 beim Normalbetrieb
gasdicht. Der Überlauf 19 schafft somit kein Druckleck. Der Überlauf
19 verhindert, dass bei einem unachtsamen Befüllen die Heiz-Einrichtung
26 oder der Lüfter 62 unter Wasser gesetzt werden. Das Gehäuse
2 ist für das Funktionieren der Vorrichtung 1 nicht zwingend
erforderlich. Es kann insofern beispielsweise auch ein Gehäuse aus Korbgeflecht
verwendet werden. Je nach Ausgestaltung können zusätzliche schalldämmende
Maßnahmen, wie z. B. Dämpfungselemente, Luftführungsrippen, Schallschutzmatten
etc. eingesetzt werden.
Die Füllstandselektroden 81 ermitteln den Flüssigkeitsspiegel
20 und teilen diesen im Bedienfeld 61 der Bedienperson mit.
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf 3
ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Identische Teile
erhalten dieselben Bezugszeichen, wie beim ersten Ausführungsbeispiel, auf
dessen Beschreibung hiermit verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch
funktionell gleichartige Teile erhalten dieselben Bezugszeichen mit einem a. Der
wesentliche Unterschied gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel besteht
in der Ausgestaltung des Lüfters. Es handelt sich hierbei um einen Radiallüfter,
bei dem die eingesaugte Luft tangential zur Lüfterachse 73 beschleunigt
wird. Die Lüfterachse verläuft im Wesentlichen horizontal. Der Lüfter
weist am unteren Ende des Lüftergehäuses 74a eine Austritts-Öffnungen
82 auf, durch die die vom Lüfter 62a beschleunigte Luft nach
unten austritt.
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf 4
ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Identische Teile
erhalten dieselben Bezugszeichen, wie beim ersten Ausführungsbeispiel, auf
dessen Beschreibung hiermit verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch
funktionell gleichartige Teile erhalten dieselben Bezugszeichen mit einem b. Der
wesentliche Unterschied gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel besteht
darin, dass in der in 4 linken Seitenwand des Einsatzes
30b eine Luft-Eintritts-Öffnung 83 vorgesehen ist, die im
Wesentlichen horizontal verläuft. In dieser ist ein Gitter 45b vorgesehen,
damit das Granulat 46 nicht außerhalb des Einsatzes 30b gelangen
kann. Darüber hinaus ist die Öffnung 83 durch eine in den Innenraum
47 vorspringende Manschette 84 begrenzt, damit Flüssigkeit
durch die Öffnung 83 nicht austreten kann. Bei dem Lüfter
62b handelt es sich um einen Radiallüfter mit vertikaler Lüfterachse
73. In den Lüfter 62b eingesaugte Luft tritt horizontal durch
die Öffnung 83 entsprechend den Strömungspfeilen 79b
in den Innenraum 47 des Einsatzes 30b ein.
Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf 5
ein viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Identische Teile
erhalten dieselben Bezugszeichen, wie beim ersten Ausführungsbeispiel, auf
dessen Beschreibung hiermit verwiesen wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch
funktionell gleichartige Teile erhalten dieselben Bezugszeichen mit einem c. Der
wesentliche Unterschied gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel besteht
in der Positionierung des Lüfters 62c. Der Lüfter 62c
befindet sich mittig oberhalb des Flüssigkeitstanks 6 und ist an einer
Tragplatte 85 befestigt, welche einen umlaufenden oberen Rand
86 besitzt. Der Rand 86 liegt auf dem Rand 15 dichtend
auf. Auf der Tragplatte 85 ist ein Luft-Zuführ-Rohr 87 befestigt,
welches an den Eintritt-Öffnungen 65, 66 ansetzt, dann nach
unten geführt ist und dann den Lüfter 62c nach oben hin abdeckt.
Der Lüfter 62c ist als Radiallüfter ausgebildet. In der Tragplatte
85 sind oberhalb des Lüfterrades 71c Luft-Eintritts-Öffnungen
88 vorgesehen. Unterhalb der Gas-Eintritts-Öffnungen 44 des
Einsatzes 30c weist die Tragplatte 85 eine Ausnehmung
89 auf, um entlang des Strömungspfeilen 79c den Eintritt
der beschleunigten Luft in den Einsatz 30c zu ermöglichen. Es ist
möglich, mehr als ein Luft-Zuführ-Rohr 87, insbesondere zwei
vorzusehen, die von verschiedenen Seiten des Gehäuses 2 Luft dem Lüfterrad
71c zuführen. Das Luft-Zuführ-Rohr 87 ist abnehmbar
ausgebildet. In diesem kann ein Filter, insbesondere eine Aktivkohle-Filterkartusche
angeordnet sein. Oberhalb des Gitters 45c kann ein schräg angeordnetes
Leitblech 90 zum Schutz des Lüftermotors 72c vorgesehen sein.
Wie bei den anderen Ausführungsbeispielen kann zusätzlich eine Heiz-Einrichtung
26 vorgesehen sein.