Die Erfindung betrifft eine Personenwaage mit einem zur Anordnung
auf dem Boden vorgesehenen Gehäuse, das auf seiner Oberseite eine durch den
Benutzer zu belastende Trittplatte aufweist.
Durch Benutzung sind solche, im Umriss etwa plattenförmige Personenwaagen
bekannt. Die Trittplatte dieser Personenwaage bildet eine beide Füße des
Benutzers aufnehmende Trittfläche.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, weitere Nutzungsmöglichkeiten
für Personenwaagen der eingangs genannten Art zu erschließen.
Die diese Aufgabe lösende Personenwaage nach der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Trittplatte zur Aufnahme nur eines der beiden Füße
des Benutzers bemessen ist.
Vorteilhaft kann eine Personenwaage nach der Erfindung deutlich kleiner
als herkömmliche solche Waagen und damit leichter transportierbar sein. Z.B.
lässt sie sich problemlos im Reisegepäck mitführen und ermöglicht
eine Fortführung der Gewichtskontrolle auch auf Reisen.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass das Stehen auf einer
Waage mit nur einem Bein zwar nicht sehr bequem ist, für eine zuverlässige
Gewichtsermittlung aber kein Hindernis darstellt.
In einer besonders kleinen Ausführungsform der Personenwaage
kann die Trittplatte zum Betreten nur mit einem Teil der Fußsohle bemessen
sein.
Es ist sogar möglich, dass die Trittplatte nur den Ballen und
ggf. die Zehen des Fußes aufnimmt.
In einer Ausführungsform der Erfindung können zwei Gehäuseteile
mit einer zur Aufnahme je eines Fußes des Benutzers bemessenen Trittplatte
vorgesehen sein, z.B. zwei kleine, jeweils nur den Fußballen aufnehmende Gehäuse.
Vorteilhaft sind die beiden Gehäuseteile mechanisch oder/und
elektrisch miteinander verbunden oder verbindbar, wobei z.B. in einem der Gehäuse
elektrische Schaltungen untergebracht und elektrische Verbindungsleitungen von den
Schaltungen zu Kraftsensoren in dem anderen Gehäuse geführt sind.
Insbesondere erlaubt es eine mechanische Scharnierverbindung, die
Gehäuseteile zu einem kleinen Paket zusammen zu klappen.
Zweckmäßig ist eine Rechnereinheit vorgesehen, die aus dem
Messsignal von wenigstens einem durch die Trittplatte bzw. Trittplatten beaufschlagten
Kraftsensor einen digitalen Gewichtswert ermittelt und eine Einrichtung zur Anzeige
des Gewichtswertes ansteuert.
Die Trittplatte bzw. Trittplatten ist bzw. sind zweckmäßig
über mehrere, vorzugsweise in deren Randbereich angeordnete Kraftsensoren gegen
eine Grundplatte abgestützt, wobei die Rechnereinheit aus den Messsignalen
aller Kraftsensoren den Gewichtswert ermittelt. So lässt ein sich vom jeweiligen
Angriffspunkt der resultierenden Gesamtgewichtskraft auf der Trittfläche unabhängiger
Gewichtswert ermitteln.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung bestimmt die Rechnereinheit
den Gewichtswert laufend und bringt ihn dann zur Anzeige, wenn er sich über
einen vorbestimmten Zeitraum nicht mehr geändert hat. So können durch
Bewegungen des Benutzers verursachte Änderungen der auf die Trittplatte einwirkenden
Kraft, insbesondere Bewegungen, die er durchführt um das Gleichgewicht zu halten,
das Messergebnis nicht verfälschen.
Vorteilhaft zeigt die Rechnereinheit den Gewichtswert über die
Dauer des Wägevorgangs hinaus an. So kann ein auf der knapp bemessenen Trittfläche
vorgesehenes Anzeigefeld während des Wägevorgangs durch den Fuß verdeckt
bleiben. Der Benutzer erhält das Ergebnis nach Freigabe der Trittfläche.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
und der beiliegenden, sich auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen
weiter erläutert. Es zeigen:
1 eine Personenwaage nach der Erfindung in einer Draufsicht,
2 eine geschnittene Seitenansicht der Personenwaage
von 1 gemäß Schnittlinie I-I,
3 eine schematische Darstellung einer in der Personenwaage
von 1 und 2 verwendeten
elektrischen Schaltung, und
4 ein zweites Ausführungsbeispiel für eine
Personenwaage nach der Erfindung.
Eine in der Draufsicht quadratische, zur Auflage auf einem Fußboden
1 vorgesehene Personenwaage weist auf ihrer Oberseite eine Trittplatte
2 auf. Die Trittplatte 2 ist über vier in deren Eckbereichen
angeordnete Kraftsensoren 3 bis 6 auf einer Grundplatte
7 abgestützt. Eine umlaufende Randabdichtung 8 schließt
einen zwischen den Platten 2 und 7 gebildeten Raum 9
rundum ab. Die Grundplatte 7 weist auf ihrer Unterseite einen weichen Belag
10 zum Ausgleich von Bodenunebenheiten auf.
In dem Zwischenraum 9 ist eine (in den 1
und 2 nicht gezeigte) in dem Zwischenraum
9 untergebrachte Rechnereinheit 11 untergebracht, welche mit den
vier Kraftsensoren 3 bis 6 sowie einer Anzeigeeinrichtung
12 in elektrischer Verbindung steht.
Die im Umriss plattenförmige Personenwaage weist in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel eine Seitenlänge L von nur 8 cm auf. Die Trittfläche
13 der etwa quadratischen Trittplatte 2 reicht aus, um den Ballen
und die Zehen eines Fußes aufzunehmen.
Bei Gebrauch der Personenwaage muss der Benutzer, mit dem Ballen des
rechten oder linken Fußes stehend, einen Moment lang das Gleichgewicht halten.
Ggf. stützt er sich, ohne dabei die auf die Trittplatte 2 einwirkende
Schwerkraft zu beeinflussen, seitlich, z.B. an einer Wand, ab.
Die Rechnereinheit 11 verarbeitet unter Ermittlung eines
digitalen Gewichtswerts die Messsignale aller vier Kraftsensoren 3 bis
6. Der ermittelte Gewichtswert wird nach dem Wägevorgang, nachdem
die Trittfläche 13 freigegeben und die Anzeigeeinrichtung
12 sichtbar ist, noch eine Weile angezeigt.
4 zeigt eine Personenwaage mit zwei, über ein Gelenk
14 miteinander verbundenen Gehäuseteilen 15 und
16, die sich gemäß Pfeil 17 gegeneinander verschwenken
lassen und platzsparend zusammenlegbar sind. Jedes der Gehäuseteile weist wie
die Personenwaage nach 1 bis 3
eine Trittplatte 2a bzw. 2a' und eine Grundplatte 7a
bzw. 7a' auf. Eine Rechnereinheit und eine Anzeigeeinrichtung (nicht gezeigt)
sind nur in einem der beiden Gehäuseteile vorgesehen. Leitungen 18
verbinden die Rechnereinheit mit in dem anderen Gehäuseteil untergebrachten
Kraftsensoren (nicht gezeigt).
Die Gehäuseteile 15 und 16 können Trittflächen
13a und 13a' aufweisen, deren Größe der Trittfläche
13 des vorangehenden Ausführungsbeispiels entspricht. Die Trittflächen
könnten aber auch länglich und zur Aufnahme jeweils der gesamten Fußsohle
ausgebildet sein.