| Dokumentenidentifikation |
DE102006018947A1 25.10.2007 |
| Titel |
Verfahren zur Herstellung eines Hartmetallkörpers, Pulver zur Herstellung eines Hartmetalls und Hartmetallkörper |
| Anmelder |
TUTEC GmbH, Wien, AT |
| Erfinder |
Lengauer, Walter, Leobendorf, AT |
| Vertreter |
Vomberg, F., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 42653 Solingen |
| DE-Anmeldedatum |
24.04.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006018947 |
| Offenlegungstag |
25.10.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
25.10.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
C22C 1/05(2006.01)A, F, I, 20060424, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
C22C 1/10(2006.01)A, L, I, 20060424, B, H, DE
C22C 29/08(2006.01)A, L, I, 20060424, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Hartmetallkörpers, ein Pulver zur Herstellung des Hartmetalls sowie einen hergestellten Hartmetallkörper. Erfindungsgemäß besitzt der Hartmetallkörper eine Hartstoffphase aus 74 bis 100 Masse-% WC, 1 bis 26 Masse-% Binderphase und 0,5 Masse-% bis 25 Masse-% eines Carbids, Nitrids, Carbonitrids oder Oxicarbonitrids mindestens eines der Metalle Ti, Zr, Hf, V, Ta, Cr, Mo. Erfindungsgemäß sind mindestens 10 Volumen-% des WC durch Reaktion einer im Prinzip ternären W-Co-C-Phase mit Kohlenstoff entstanden, wobei diese ternäre W-Co-C-Phase vor der Sinterung zumindest eines der Metalle Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, Fe, Ni, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt in gelöster Form enthält.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Hartmetallkörpers
mit 74 Massen% bis zu 100 Massen% WC in der Hartstoffphase, bis zu 25 Massen% eines
Carbids, Nitrids, Carbonitrids oder Oxicarbonitrids eines der Elemente Ti, Zr, Hf,
V, Nb, Ta, Cr, Mo und mit einer Binderphase aus Co oder aus Co und bis zu 50 Massen%
Ni, Fe oder Cr, bei dem eine der gewünschten Zusammensetzung entsprechende
pulvrige Ausgangsmischung zusammengestellt und in Anwesenheit von Kohlenstoff einem
reaktiven Sintern unterzogen wird.
Die Erfindung betrifft ferner ein Pulver mit einer oder mehreren,
im Prinzip ternären W-Co-C-Phasen zur Herstellung eines Hartmetalls durch reaktives
Sintern in Anwesenheit von Kohlenstoff und schließlich den nach dem genannten
Verfahren bzw. mit dem genannten Pulver hergestellten Hartmetallkörper.
Es ist bekannt, dass die Korngröße von Hartmetallkörpern
und ihre Verteilung im Hartmetall von vielen Faktoren bestimmt wird, zu denen u.
a. die Ausgangsmaterialien, die Zusammensetzung sowie die Herstellungsbedingungen,
insbesondere die Mahlung und die Sintertemperatur gehören. Bei der Herstellung
von Hartmetallkörpern auf pulvermetallurgischem Wege spielt beispielsweise
die Kohlenstoff-Bilanz des Hartmetallansatzes eine erhebliche Rolle. So ist bei
unterkohlten Hartmetalllegierungen im Regelfall eine geringere Kornwachstumstendenz
festzustellen als bei Hartmetallen mit stöchiometrischem oder überstöchiometrischem
Kohlenstoffgehalt. Auch Zusätze von Tantal-, Vanadium-, Chrom- oder auch Titan-Carbid
können als Kornwachstumshemmer für WC dienen. Die Korngröße
und insbesondere die Korngrößenverteilung eines Hartmetalls hat jedoch
einen großen Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften. So sind grobkörnige
WC-Co-Hartmetalle im Regelfall zäher als feinkörnige, deren Verschleißfestigkeit
und Härte dafür höher ist. Mischkristallphasen in Mehrcarbidlegierungen
können zur Verbesserung der Zähigkeit eingesetzt werden.
Es ist nach dem Stand der Technik bekannt, dass durch Zusatzcarbide
wie VC, Cr3C2, TaC, NbC, (Ta, Nb)C, oder TiC das Kornwachstum
von WC-Kristalliten beim Sintern vermindert und ein zumindest weitgehend gleichmäßigeres
Gefüge gewährleistet werden kann. Die Zusatzcarbide werden entweder in
Form eines mit Zusatzcarbiden vordotierten WC oder bei der Herstellung des Hartmetallansatzes,
d. h. beim Mischen und Mahlen zugegeben. Angestrebt wird eine möglichst gleichmäßige
Verteilung der Zusatzcarbide. Die hergestellte Mischung stellt ein Gemenge von WC
und den Zusatzcarbiden dar, welche jedoch noch inhomogen ist. Insbesondere können
die Zusatzcarbide auf diesem Herstellweg nicht in das Kristallgitter des WC eingebaut
werden. Ferner stellen WC-Agglomerate ein besonderes Problem dar, da diese Agglomerate
durch Mahlung nur schwer aufzubrechen sind und sich somit die Zusatzcarbide auf
den WC-Kristalliten unregelmäßig verteilen und nicht zu allen Kristallitflächen
gelangen. Dies führt zu einem unerwünschten inhomogenen Kornwachstum des
Hartmetalls.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung
eines Hartmetallkörpers, ein Pulver als Ausgangsmischung sowie einen Hartmetallkörper
zu schaffen, dessen Kornverteilung weitgehend homogen ist.
Diese Aufgabe wird durch die Maßnahmen nach Ansprüchen 1,
9 und 12 sowie die hierauf rückbezogenen Unteransprüche gelöst.
Die vorliegende Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, dass das
Hartmetall durch Reaktivintern einer Pulvermischung erzeugt wird, die eine W-Co-C-Phase
in der Form enthält, dass die Zusatzcarbide im Kristallgitter der W-Co-C-Phase
eingebaut, also gelöst sind bzw. mit diesen Metallen homogen legiert ist. Die
Lage der W-Co-C-Phasen im ternären System ist bekannt. Hierzu gehört beispielsweise
die „M6C"-Phase, welches den Konzentrationsbereich von W3Co3C
bis W4Co2C (mit M=W, Co) umfasst. M12C betrifft
die Phasen W6Co6C und W9Co3C4.
Es ist herausgefunden worden, dass eine Löslichkeit der ternären Subcarbide
für Dotierungscarbide gegeben ist, um ein geeignetes Gesamtdotierungsniveau
im fertig gesinterten Hartmetall zu erreichen. In die Elementarzelle des Kristallgitters
der W-Co-C-Phase lassen sich in einer gleichmäßigen Verteilung Zusatzcarbide
einbauen. Das Hartmetall entsteht durch Reaktivsintern eines Ansatzes eines entsprechenden
Pulvers, beispielsweise W9Co3C4 zusammen mit Kohlenstoff,
der nach der Phasenreaktion
W9Co3C4 + 5C → 9 WC + 3 Co
reagiert. Dieses Hartmetall besitzt etwa 9 Massen% Co, wenn keine zusätzlichen
Phasen beigemengt werden. (Die Zusatzcarbide sind in der vorstehenden Reaktionsgleichung
nicht einbezogen; die Metalle der Zusatzcarbide befinden sich im W9Co3C4
wie auch in allen anderen W-Co-C-Phasen entweder an der Position der W-Atome und/oder
Co-Atome, in dem diese Metalle substituiert werden, oder sie sind an anderen Punktlagen
in das Kristallgitter eingebaut.) Im fertig gesinterten Hartmetall können sich
diese Metalle als freie Carbide im Hartmetall, ggf. an WC-Kristallite angelagert
befinden und/oder sie sind in der Binderphase gelöst.
Durch die Tatsache, dass die Metalle der Zusatzcarbide in die Elementarzelle
der ternären Phasen eingebaut sind, befinden sie sich bereits an den Stellen,
wo sich in der ternären W-Co-C-Phase durch Reaktionen mit Kohlenstoff WC entsprechend
der vorstehenden Reaktionsgleichung bildet, allenfalls sind die
Metalle durch einen Abstand weniger Netzebenen davon getrennt, so dass sie in bestmöglicher
Verteilung auftreten. Hiermit wird eine optimale Wirkung der Dotierungscarbide nicht
nur hinsichtlich des zu unterdrückenden inhomogenen Kornwachstums erzielt,
sondern auch eine wirtschaftliche Verwendung gewährleistet, da die Dotierungscarbide
lediglich in dem notwendigen Maß zugegeben werden. Insbesondere lässt
sich somit eine Überdotierung solcher Zusatzcarbide im Hartmetall und damit
eine Versprödung des Hartmetalls verhindern.
Anders als nach dem Stand der Technik nahegelegt, wird ein Ausgangspulver
verwendet, das nicht nur reine W-Co-C-Phasen besitzt, denen ein Kornwachstumshemmer
wie beispielsweise Cr3C2 zugegeben wird, sondern von vornherein
eine legierte W-Co-C-Phase verwendet, in denen einzelne Wolfram- oder Cobalt-Atome
durch Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, Ni, Fe, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt derart ersetzen,
dass diese Metalle in einer ternären W-Co-C-Phase in gelöster Form enthalten
sind. Hierdurch werden von vornherein inhomogene Verteilungen von Zusatzcarbiden
vermieden. Die Kornwachstumshemmer befinden sich in demselben Gitter, in dem sich
auch das Wolfram befindet, das in Gegenwart von Kohlenstoff zu WC reagiert.
Vorzugsweise ist in der Ausgangsmischung eine Menge der genannten
im Prinzip ternären W-Co-Cr-Phase enthalten, die zumindest 10 Vol% des WC gesinterten
Hartmetallkörpers entspricht.
Der zur Reaktionssinterung notwendige Kohlenstoff kann in fester Form
als Grafit, Ruß oder einer sonstigen Kohlenstoffmodifikation (Carbon-Nanotubes,
Buckminster-Fullerene) oder in Form eines sonstigen organischen oder anorganischen
Kohlenstoffspenders dem Ansatz beigemischt werden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
ist es ebenso möglich, dass ein Teil des zum Reaktivsintern benötigten
Kohlenstoffes durch Gasphasenbehandlung mit einem kohlenstoffhaltigen Gas beim Vorsinter-
oder Sinterprozess zugegeben wird.
Zur Herstellung der im Prinzip ternären W-Co-C-Phase in der Ausgangsmischung
wird nach einer Weiterentwicklung der Erfindung eine Auswahl an W, WC, W2C,
Wolframoxiden, Co, WCo und C, die der gewünschten Gesamtzusammensetzung, insbesondere
den 10 Vol%igen Anteil an legierter ternärer Phase entspricht, mit mindesten
einem der Metalle Ti, Zi, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo oder mindestens einem Oxid, Carbid,
Oxicarbid, Carbonitrid oder Oxicarbonitrid dieser Metalle oder einer organischen
Verbindung dieser Metalle wie Acetat, Oxalat oder Citrat oder einer weiteren anorganischen
Verbindung wie einem Fluorid oder Chlorid gemischt und durch nachfolgende Glühung
in loser Schüttung oder verdichteter Form bei Temperaturen bis zu maximal 1900°C
für bis zu 168 Stunden unter Vakuum, Schutzgas, C-haltigen Gasen oder Wasserstoff
behandelt. Erfindungsgemäß kann die Ausgangsmischung durch Reaktion mit
Kohlenstoff entweder durch C-haltige Gase und/oder durch Zugabe von Kohlenstoff
in fester Form zu einem Pulver der Zusammensetzung WC + Co + Dotierungscarbide durch
eine kontrollierte Temperaturführung verarbeitet werden, vorzugsweise in einer
dem herzustellenden Hartmetall entsprechenden nötigen Gesamtzusammensetzung.
Während des Sinterns können bekannte Sinterzyklen, die auf
eine kontrollierte gleichmäßige Keimbildung des WC beim Aufheizen abgestimmt
sind benutzt werden, wobei in der Aufheizphase, der Abkühlphase und/oder nach
Erreichen der maximalen Sintertemperatur in Haltezeiten über Zeiträume
≥ 5 min die Temperatur konstant gehalten wird oder die Temperaturänderung
verringert wird. In der Ausgangsmischung kann zusätzlich Al enthalten sein.
Für die Pulver nach Ansprüchen 9 bis 11 gilt entsprechendes wie zu dem
vorstehenden Verfahren erläutert.
Endprodukt ist ein Hartmetallkörper mit einer Hartstoffphase
aus 74 bis 99 Massen% WC, 1 bis 20 Massen% Binderphase, die Co oder Co und bis zu
50 Massen%, vorzugsweise 0,5 Massen% bis 50 Massen% Fe, Ni und/oder Cr enthält,
so wie 0,5 Massen% bis 25 Massen%, vorzugsweise 5 Massen% bis 25 Massen% eines Carbids,
Nitrids, Carbonitrids oder Oxicarbonitrids mindestens eines der Metalle Ti, Zr,
Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo enthält, wobei mindestens 10 Vol% des WC durch Reaktion
einer im Prinzip ternären W-Co-C-Phase mit Kohlenstoff entstanden ist und diese
ternäre Phase vor der Sinterung zumindest eines der Metalle Ti, Zr, Hf, V,
Nb, Ta, Cr, Mo, Fe, Ni, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt in gelöster Form enthält.
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| Anspruch[de] |
Verfahren zur Herstellung eines Hartmetallkörpers
– mit 74 Massen% bis 100 Massen% WC in der Hartstoffphase, bis zu 25 Massen%
eines freien Carbids, Nitrids, Carbonitrids oder Oxicarbonitrids eines der Elemente
Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo und
– mit einer Binderphase aus Co oder aus Co und bis zu 50 Massen% Ni, Fe oder
Cr,
bei dem eine der gewünschten Zusammensetzung entsprechende pulvrige Ausgangsmischung
zusammengestellt und in Anwesenheit von Kohlenstoff einem reaktiven Sintern unterzogen
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die pulvrige Ausgangsmischung mindestens eine im Prinzip ternäre W-Co-C-Phase
besitzt, in der eines oder mehrere der Metalle Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, Ni,
Fe, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt in gelöster Form enthalten sind.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausgangsmischung
eine Menge der genannten im Prinzip ternären W-Co-Cr-Phase enthalten ist, die
zumindest 10 Vol% des WC im gesinterten Hartmetallkörper entspricht.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zum
Reaktivsintern nötige Kohlenstoff in fester Form aus Graphit, Ruß oder
einer sonstigen Kohlenstoffmodifikation oder einem sonstigen organischen oder anorganischen
Kohlenstoffspender oder Mischungen der vorgenannten Stoffe dem Ansatz beigemischt
wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Teil des zum Reaktivsintern benötigten Kohlenstoffes durch Gasphasenbehandlung
mit einem kohlenstoffhaltigen Gas beim Vorsinter- oder Sinterprozess zugegeben wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass zur Herstellung der im Prinzip ternären W-Co-C-Phase in der Ausgangsmischung
eine Auswahl an W, WC, W2C, Wolframoxiden, Co, WxCoy
und C, die der gewünschten Gesamtzusammensetzung, insbesondere dem 10 Vol%igen
Anteil an legierter ternärer W-Co-C-Phase entspricht, mit mindestens einem
der Metalle Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, Fe, Ni, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt oder
mindestens einem Oxid, Carbid, Oxicarbid, Carbonitrid oder Oxicarbonitrid dieser
Metalle oder einer organischen Verbindung dieser Metalle wie Acetat, Oxalat oder
Citrat oder einer weiteren anorganischen Verbindung wie ein Fluorid oder Chlorid
gemischt oder zumindest eines der vorgenannten Metalle in gelöster Form enthält
und durch nachfolgende Glühung in loser Schüttung oder verdichteter Form
bei Temperaturen bis zu maximal 1900 °C für bis zu 168 Stunden unter Vakuum,
Schutzgas, C-haltigen Gasen oder Wasserstoff behandelt wird.
Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsmischung
durch Reaktionen mit Kohlenstoff entweder durch C-haltige Gase und/oder durch Zugabe
von Kohlenstoff in fester Form zu einem Pulver der Zusammensetzung WC + Co + Dotierungscarbid
oder zu einem Pulver WC + Co(Me), wobei Co(Me) eine Co-Legierung eines der Elemente
Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, Fe, Ni, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt bedeutet, durch
eine kontrollierte Temperaturführung verarbeitet wird, vorzugsweise in einer
dem herzustellenden Hartmetall entsprechenden nötigen Gesamtzusammensetzung.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass während des Sinterns in der Aufheizphase, der Abkühlphase und/oder
nach Erreichen der maximalen Sintertemperatur in Haltezeiten über Zeiträume
≥ 5 min die Temperatur konstant gehalten wird oder die Temperaturänderung
verringert wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass in der Ausgangsmischung zusätzlich Al enthalten ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sinterung bei Anwendung konventioneller Vakuum-Sinterzyklen, Sinterzyklen
mit reduzierender Atmosphäre oder Schutzgasatmosphäre oder konventioneller
Sinter-HIP-Zyklen, bis zu Temperaturen von 1500°C durchgeführt wird, wobei
Aufheiz- und Abkühlungsraten von 2-15°C/min eingehalten werden und im
Temperaturbereich von 1100 bis 1350°C zumindest ein isothermer Temperaturabschnitt
mit einer Dauer von 10 bis 100 min beim Aufheizen enthalten sein kann.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch
Anwendung von Sinterzyklen bis zu Temperaturen von 1500°C, die auf die Reaktionssinterung
in der Weise abgestimmt ist, dass auf eine kontrollierte gleichmäßige
Keimbildung von WC oder ein kontrollierter Zerfall der W-Co-C-Phase beim Aufheizen
in der Weise Rücksicht genommen wird, dass der Abschnitt des Sinterzyklus,
in dem die Subcarbidphase zerfällt, vorzugsweise im Bereich 750 bis 1100°C,
mit geringerer Aufheizrate als 2°C/min durchfahren wird, vorzugsweise mit 0,1
bis 2°C/min, oder darin eine oder mehrere zusätzliche Haltezeiten, vorzugsweise
mit einer Dauer von 10 min bis 2 h, eingestellt werden.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass in den Ansatz neben dem legierten ternären Pulver nach Ansprüchen
4 bis 6 ein zusätzlicher Anteil von zumindest einem der Metalle Al, Co, Ni,
Fe, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt oder einem Carbid, Oxid, Carbonitrid oder Oxicarbonitrid
der Metalle Al, Co, Ni, Fe, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt eingebracht wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sinterung durch Einsatz von Stickstoffatmosphäre oder Stickstoff-hältiger
Atmosphäre vorzugsweise mit einem Druck von 1 bis 700 mbar durchgeführt
wird, vorzugsweise im Bereich 800 bis 1200°C, in dem die Festphasenreaktion
der W-Co-C-Phase stattfindet und somit diese Reaktion und die Kohlenstoffbilanz
des Hartmetalls beeinflusst werden kann.
Pulver mit einer oder mehreren, im Prinzip ternären W-Co-C-Phasen,
zur Herstellung eines Hartmetalls durch reaktives Sintern in Anwesenheit von Kohlenstoff
nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine
W-Co-C-Phase eines oder mehrere Metalle Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, Ni, Fe, Sc,
Y, La, Ce, Re, Rh, Pt in gelöster Form enthält.
Pulver nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an
ternären W-Co-C-Phasen mindestens 10 Vol% beträgt, wobei mindestens eine
dieser Phasen zumindestens eines der Metalle Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, Ni,
Fe, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt im Kristallgitter in gelöster Form enthält,
wobei vorzugsweise der Rest des Pulvers aus im Überschuss beigefügten
oder noch nicht reagierten Phasen besteht, von denen zumindest eine W2C,
WC, WxCoy, Co in hexagonaler oder kubischer Modifikation,
freien Kohlenstoff, eines der Metalle Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, Fe, Ni, Re,
Rh, Pt und/oder zumindest ein Carbid, Nitrid, Carbonitrid oder Oxicarbonitrid mindestens
eines dieser Metalle aufweist oder Verbindungen der Elemente Sc, Y, La, Ce aufweist.
Pulver nach einem der Ansprüche 13 oder 14, gekennzeichnet durch
eine Pulvermischung aus W, WC, W2C, Wolframoxiden Co, WCo, C mit mindestens
10 Vol%igen Anteil einer ternären W-Co-C-Phase.
Hartmetallkörper mit einer Hartstoffphase aus 74 bis 100 Massen%
WC, 1 bis 26 Massen% Binderphase, die vorzugsweise Co oder Co und bis zu 50 Massen%,
insbesondere 0,5 bis 50 Massen% Fe, Ni und/oder Cr enthält, sowie 0,5 Massen%
bis 25 Massen%, vorzugsweise 5 Massen% bis 25 Massen% eines Carbids, Nitrids, Carbonitrids
oder Oxicarbonitrids mindestens eines der Metalle Ti, Zr, Hf, V, Ta, Cr, Mo enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens 10 Vol% des WC durch Reaktion einer im Prinzip
ternären W-Co-C-Phase mit Kohlenstoff entstanden ist, wobei diese ternäre
W-Co-C-Phase vor der Sinterung zumindest eines der Metalle Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta,
Cr, Mo, Fe, Ni, Sc, Y, La, Ce, Re, Rh, Pt in gelöster Form enthält.
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