Die Erfindung betrifft das technische Gebiet der kartenförmigen
Datenträger mit integriertem Schaltkreis, die für Kontaktlosfunktionalitäten
mit einer Antenne ausgestattet sind. Die Erfindung betrifft desweiteren ein System,
umfassend ein Mobilfunktelefon, eine SIM-Karte und eine derartige Antenne.
Kartenförmige Datenträger mit integriertem Schaltkreis,
insbesondere Chipkarten oder Smartcards, die eine Antenne für die kontaktlose
Kommunikation mit dem integrierten Schaltkreis des Datenträgers aufweisen,
sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Ausführungsformen bekannt, beispielsweise
als Smartcards mit Kontaktlosfunktionalität für den kontaktlosen Zahlungsverkehr,
für Skipässe, für Zugangskontrollen oder für die Nutzung des
öffentlichen Nahverkehrs. Derartige Funktionalitäten lassen sich grundsätzlich
auch auf SIM-Karten (subscriber identity module) realisieren. SIM-Karten sind Chipkarten
in kleinerem Format, meist im Format ID-000 gemäß GSM11.11 und TS102.221
und werden in Mobilfunktelefonen eingesetzt, um das Mobilfunktelefon beim Einloggen
in ein Mobilfunknetz zu authentisieren. Da die SIM-Karte ohnehin im Mobilfunktelefon
vorhanden ist, bietet es sich an, den integrierten Schaltkreis der SIM-Karte auch
dafür zu nutzen, zusätzliche Kontaktlosfunktionalitäten auf dem Mobilfunktelefon
zu realisieren.
Für die Kontaktlosfunktionalitäten ist neben entsprechenden
Hard- und Softwareanpassungen eine Antenne erforderlich. Wegen des kleinen Formats
bieten SIM-Karten aber nicht ausreichend Platz für eine darin integrierte Antenne
mit entsprechender Reichweite. Auch kann der für die SIM-Karte vorgesehene
Einbauort im Mobilfunktelefon für die Antenne ungünstig sein, beispielsweise
wegen einer Abschirmung durch benachbarte Komponenten, wie zum Beispiel einem Akku.
Diese Problematik kann in entsprechender Weise auch bei elektronischen Datenträgern
anderer Art und Form auftreten, die in anderen Geräten eingesetzt werden.
In der DE 10 2004 029
984 A1 wird vorgeschlagen, einen tragbaren Datenträger, insbesondere
eine SIM-Karte für Mobilfunktelefone, mit einer integrierten Antenne derart
auszubilden, dass der integrierte Schaltkreis des Datenträgers in einem ersten
flachstückartigen Bereich und die Antenne in einem zweiten flachstückartigen
Bereich angeordnet sind, wobei der flachstückartige Antennenbereich flexibel
ausgebildet ist. Der erste flachstückartige Bereich besitzt die üblichen
Abmessungen einer genormten SIM-Karte und kann in herkömmlicher Weise in ein
Mobilfunktelefon eingesetzt werden. Der flachstückartige Antennenbereich kann
umgebogen werden, beispielsweise um einen Akku des Mobilfunktelefons herum, so dass
die Antenne nicht durch Komponenten des Mobilfunktelefons unnötig abgeschirmt
wird. Die Fläche des flachstückartigen Antennenbereichs kann dementsprechend
wesentlich großflächiger ausgebildet sein als der den integrierten Schaltkreis
enthaltende erste flachstückartige Bereich.
Um die Herstellung eines solchen Datenträgers flexibler zu gestalten,
wird in der DE 10 2004 029 984 A1
vorgeschlagen, die beiden flachstückartigen Bereiche getrennt voneinander herzustellen
und über eine Steckvorrichtung 22 mit einander zu verbinden. Dazu
sind im Datenträger Anschlussleitungen vorgesehen, die von dem integrierten
Schaltkreis zu einem Anschluss an einer Seitenkante des Datenträgers führen,
an dem der flächenstückartige Antennenbereich mechanisch fixiert wird,
um eine galvanische Verbindung herzustellen. Die vorgeschlagenen Lösungen sind
konstruktiv aufwendig und entsprechend teuer in ihrer Realisierung.
Die vorliegende Erfindung befasst sich daher mit der Aufgabe in möglichst
einfacher und kostengünstiger Weise kartenförmige Datenträger, die
einen integrierten Schaltkreis aufweisen, mit einer Antenne auszustatten.
Diese Aufgabe wird durch einen Antennenadapter mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Ein System, umfassend ein Mobilfunktelefon, eine SIM-Karte
und einen solchen Antennenadapter, ist in Anspruch 21 angegeben. Die abhängigen
Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Antennenadapters können
herkömmliche kartenförmige Datenträger mit integriertem Schaltkreis,
insbesondere SIM-Karten in Form von PlugIns oder Mini-PlugIns für Mobilfunktelefone,
mit einer Antenne für den kontaktlosen Datentransfer über mittlere Reichweiten
(beispielsweise Near Field Communication NFC) ausgestattet werden. Der erfindungsgemäße
Antennenadapter umfasst entsprechen, dem vorbeschriebenen Stand der Technik eine
Antenne, die in einem flachstückigen flexibel ausgebildeten Antennenhalter
angeordnet ist, sowie einen mit der Antenne verbundenen Antennenanschluss. Anders
als im Stand der Technik ist der Antennenanschluss aber nicht als Steckverbindung
ausgeführt, sondern befindet sich seinerseits in einem flachstückigen
Antennenanschlusshalter, der mit dem Antennenhalter beispielsweise über ein
Kabel verbunden ist und der mit einer Flachseite des kartenförmigen Datenträgers
zusammenwirkt, um darüber mit dem integrierten Schaltkreis des Datenträgers
zu kommunizieren. Auf diese Weise ist es möglich, die in dem Datenträger
ohnehin vorhandene Schnittstelleneinrichtung, über die der integrierte Schaltkreis
des Datenträgers mit einem externen Gerät kommuniziert, für die Kommunikation
mit der Antenne zu nutzen, ohne dass dazu eine Modifikation des
Datenträgers erforderlich ist. Vielmehr können herkömmliche Datenträger
durch geeignete Platzierung des Antennenadapters an einer seiner Flachseiten für
zusätzliche Kontaktlosfunktionalitäten aufgerüstet werden.
In der Regel verfügen solche Datenträger über ein Kontaktfeld
mit sechs oder acht Kontaktflächen für den kontaktbehafteten Datentransfer,
die genormt sind und entsprechend der Norm ISO/IEC 7816-2 mit C1 bis C8 bezeichnet
werden. Von diesen Kontaktflächen können beispielsweise die Kontaktflächen
C4 und C8 für die Antennenkontaktierung genutzt werden. Besitzt der integrierte
Schaltkreis des Datenträgers eine S2C-Schnittstelle (eine von der Firma Philips
definierte Schnittstelle für NFC-Geräte), so können die darin vorgesehenen
Anschlüsse SIGIN für den Signaleingang und SIGOUT für den Signalausgang
gleichermaßen über die Kontaktflächen C4 und C8 angesprochen werden.
Genauso können die Antennenanschlüsse eines Dual-Interface-Chips, der
mit einem passiven RFID-Interface (radio frequency identification) ausgestattet
ist, über die Kontaktflächen C4 und C8 kontaktiert werden. Dementsprechend
wird der Antennenanschlusshalter des Antennenadapters so über dem Kontaktfeld
platziert, dass ein galvanischer Kontakt zwischen dem Antennenanschluss und den
Kontaktflächen C4 und C8 zustande kommt.
Andere Datenträger sind nur oder zusätzlich (Dual-Interface-Karte)
mit einer Kontaktlos-Schnittstelle für den kontaktlosen Datentransfer ausgerüstet,
z. B. nach ISO/IEC. Auch mit einer solchen Schnittstelle, die in der Regel induktiv
oder kapazitiv arbeitet, kann der Antennenadapter kommunizieren, wenn der Antennenanschluss
entsprechend für den Kontaktlos-Datentransfer ausgebildet ist und im Empfangs-/Lesebereich
der Schnittstelle des Datenträgers platziert wird.
Der Antennenanschlusshalter kann in einfacher Weise als Folie ausgebildet
sein, zum Beispiel aus Polyimid. Eine Folie trägt zur Gesamtdicke des kartenförmigen
Datenträgers nur unwesentlich bei und wird in aller Regel den Einsatz des Datenträgers
in die üblichen geräteseitigen Datenträgeraufnahmen nicht behindern.
Vorzugsweise ist der Antennenanschlusshalter als Klebeetikett ausgebildet, gegebenenfalls
abgedeckt durch eine abziehbare Klebeschutzfolie, so dass der Antennenanschlusshalter
nach Abziehen der Schutzfolie in unkomplizierter Weise auf der Flachseite des kartenförmigen
Datenträgers über der Datenträgerschnittstelle appliziert werden
kann.
Um die exakte Positionierung des Antennenanschlusshalters zu erleichtern,
ist es vorteilhaft, wenn die Umfangskontur des Antennenanschlusshalters den Abmessungen
des Datenträgers entspricht. Im Falle einer SIM-Karte besitzen die Umfangskonturen
dann ID-000 Format und im Falle eines Mini-P1ugIns die Größe des 3rd Formfaktors.
Falls mittels des Antennenanschlusshalters auch Kontaktflächen
des Kontaktfeldes abgedeckt werden, die für die Kommunikation des Datenträgers
mit einem externen Gerät benötigt werden, insbesondere also die Kontaktfelder
C1 bis C3 und C5 bis C7, so ist es vorteilhaft, an den entsprechenden Stellen des
Antennenanschlusshalters Durchkontaktierungen vorzusehen, so dass ein Kontakt von
außen durch den Antennenanschlusshalter hindurch zu den eigentlichen Kontaktflächen
des Datenträgerkontaktfeldes herstellbar ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besitzt
der Antennenadapter einen flachstückartigen Datenträgerhalter mit einem
Aufnahmebereich zur Aufnahme des Datenträgers. Der flachstückartige Datenträgerhalter
und der flachstückartige Antennenhalter können durchaus auch als ein integral
ausgebildetes Flachstück realisiert sein. Im letzteren Fall liegen, soweit
im Einsatzfall die Kontaktflächen des Datenträgers vom Datenträgerhalter
verdeckt werden, die zur externen Kontaktierung dienenden Durchkontaktierungen des
Antennenanschlusses in dem zur Aufnahme des Datenträgers dienenden Aufnahmebereich
des Datenträgerhalters.
Der Aufnahmebereich des Datenträgerhalters kann gemäß
einer ersten Variante als flache Vertiefung in dem Datenträgerhalter ausgebildet
sein. Darin kann der Datenträger in einfacher Weise eingesetzt und beispielsweise
festgeklemmt oder festgeklebt werden. Gemäß einer zweiten Variante kann
der Aufnahmebereich in dem Datenträgerhalter taschenartig ausgebildet sein.
Der Datenträger wird dann in einfacher Weise in den taschenartigen Aufnahmebereich
eingeschoben.
Der Aufnahmebereich des Datenträgerhalters ist vorzugsweise zur
Aufnahme eines genormten kartenförmigen Datenträgers ausgebildet, insbesondere
zur Aufnahme eines Mini-PlugIns mit der Größe des 3rd Formfaktors. Der
Datenträgerhalter selbst besitzt vorzugsweise zumindest eine Umfangskontur,
die den genormten Abmessungen eines Datenträgers mit einem ID-Format entspricht.
Beispielsweise kann die Umfangskontur des Datenträgerhalters ID-000 Format
besitzen, also SIM-Kartenformat, wobei sein Aufnahmebereich beispielsweise zur Aufnahme
des vorgenannten Mini-P1ugIns ausgebildet ist, dessen Umfangskontur kaum über
die des üblichen Kontaktfeldes hinausgeht.
Sofern der Antennenanschlusshalter nicht gemeinsam als ein integral
ausgebildetes Flachstück mit dem Datenträgerhalter realisiert ist, wird
der Antennenanschlusshalter, beispielsweise in Folienausführung,
an einer geeigneten Stelle über einer Flachseite des in dem Aufnahmebereich
des Kartenträgerhalters angeordneten Datenträgers angebracht. Der Datenträgerhalter
und der Antennenanschlusshalter können dabei eine Tasche für den Datenträger
bilden. Insbesondere liegt es im Rahmen der Erfindung, wenn der Antennenanschlusshalter
erst nach dem Einsetzen des Datenträgers in die Aufnahme des Datenträgerhalters
mit dem Datenträgerhalter verbunden, beispielsweise verklebt wird.
Der die Antenne tragende Antennenhalter ist flächenmäßig
wesentlich größer ausgebildet als der Antennenanschlusshalter und der
Datenträgerhalter. Der Antennenhalter eines Antennenadapters für eine
SIM-Karte eines Mobilfunktelefons ist dementsprechend großflächiger als
die SIM-Karte selbst, aber vorzugsweise kleinflächiger als die größte
Seitenfläche eines Akkus eines Mobilfunktelefons, so dass der Antennenhalter
auf einer Seite des Akkus platziert werden kann, während die SIM-Karte beispielsweise
unter oder neben dem Akku liegt.
Antennenhalter und Antennenanschlusshalter sind über ein Kabel
miteinander verbunden. Dabei ist es aus fertigungstechnischen Gründen vorteilhaft,
wenn alle drei Komponenten – Antennenhalter, Kabel, Antennenanschlusshalter
– aus einem Stück gefertigt sind, beispielsweise auf Basis einer einzigen
Polyimid-Folie oder anderen Folie.
Um zu verhindern, dass die Leistungsfähigkeit der Antenne gestört
wird, wie beispielsweise durch den Akku eines Mobilfunktelefons, kann die Antenne
speziell abgeschirmt werden. Dazu werden vorzugsweise auf den Antennenanschlusshalter
eine sehr dünne Kupferschicht und eine Ferritschicht aufgebracht, beispielsweise
in Folienform aufgeklebt. Die Kupferschicht vereinheitlicht etwaige Störeinflüsse,
da zum Beispiel Akkus verschiedener Mobilfunktelefone unterschiedliche Störeinflüsse
hervorrufen können. Die Ferritschicht schirmt die Antenne ab. Der Schichtaufbau
ist daher wie folgt: Kupferschicht – Ferritschicht – Polyimidschicht
mit der Antenne, wobei im Einbauzustand die Kupferfolie dem Akku eines Mobilfunktelefons
zugewandt ist. Die Antenne selbst ist vorzugsweise durch eine oder bevorzugt mehrere
Antennenwindungen gebildet. Aber auch andere Antennentypen, beispielsweise Dipolantennen,
können im Rahmen der Erfindung zum Einsatz kommen.
Wegen des beispielsweise für eine Antenne für eine SIM-Karte
vorgesehenen Einbauorts zwischen dem Akku des Mobilfunktelefons und der Batterieabdeckung
bleibt jedoch in manchen Fällen nicht genügend Raum für eine solche
Abschirmung mit ausreichender Dicke. Weiterhin sind Form und/oder Material der Abschirmschicht
je nach Typ des Mobilfunktelefons, in das die Antenne eingesetzt werden soll, unterschiedlich
zu wählen, wodurch eine kostengünstige, einheitliche Herstellung verhindert
wird. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, kann der Antennenadapter, um auch in
beengten Einbaubedingungen einsetzbar zu sein, gemäß einer bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung eine Schaltung enthalten, die zusammen mit der Antenne
und dem integrierten Schaltkreis des Datenträgers eine aktiv sendende Transpondereinheit
bildet. Die Schaltung ist mit der Antenne und dem Antennenanschluss gekoppelt. Auf
diese Weise kann alternativ und/oder zusätzlich zu der Abschirmschicht einer
Reichweiteneinschränkung der Antenne durch etwaige Störeinflüsse
entgegengewirkt werden. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Schaltung flach
ausgebildet und auf dem Antennenhalter des Antennenadapters angeordnet. Die Schaltung
benötigt praktisch keinen zusätzlichen Raum und ist somit vorteilhaft
einsetzbar.
Wird ein System, bestehend aus einem Mobilfunktelefon, einer SIM-Karte,
einem erfindungsgemäßen Antennenadapter und einer vorstehend beschriebenen
Schaltung betrachtet, so kann in einer Ausführungsform eines solchen Systems
die Schaltung in dem Datenträger integriert sein, also beispielsweise im Kunststoffmodul
der SIM-Karte. Die Schaltung benötigt auch hier praktisch keinen zusätzlichen
Raum.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der begleitenden Zeichnungen
beschrieben. Darin zeigen:
1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Antennenadapters mit SIM-Karte schematisch in Draufsicht,
2 den Antennenadapter mit SIM-Karte gemäß
1 im Querschnitt,
3 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Antennenadapters mit SIM-Karte schematisch in Draufsicht,
4 ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Antennenadapters im SIM-Kartenformat mit Mini-PlugIn schematisch in Draufsicht,
5 ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Antennenadapters, ähnlich dem in 4, mit einer
Schaltung zum aktiven Senden eines Signals,
6 rein schematisch eine Transpondereinheit, und
7 ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Antennenadapters
mit einem Geräteanschluss.
Die 1 und 2
zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Antennenadapters
1 schematisch in Draufsicht und im Querschnitt im Zusammenhang mit einer
SIM-Karte 20 im ID-000 Format, die einen integrierten Schaltkreis
21 besitzt, der in dem Körper der SIM-Karte 20 als Chipmodul
integriert ist. In der Draufsicht in 1 ist von dem
Chipmodul 21 das Kontaktfeld 22 sichtbar, welches aber, weil es
sich unter einem Antennenanschlusshalter 2 des Antennenadapters
1 befindet, mittels Strichlinien dargestellt ist. Das Kontaktfeld
22 besitzt Kontaktflächen C1 bis C8 für eine Kontaktbehaftete
Kommunikation mit externen Schnittstellen.
Der Antennenadapter 1 besteht aus dem Antennenanschlusshalter
2, einem Antennenhalter 3 und einen den Antennenanschlusshalter
2 mit dem Antennenhalter 3 verbindenden Steg 4, die z.
B. aus einer gemeinsamen Polyimidfolie gebildet sind. Der Steg 4 kann auch
breiter ausgebildet sein und beispielsweise der Breite der SIM-Karte 2
entsprechen. Der Antennenhalter 3 trägt eine Spulenantenne
5 mit mehreren Windungen, und der Antennenanschlusshalter 2 trägt
einen aus zwei Kontakten 6 und 7 gebildeten Antennenanschluss,
der mit der Antenne 5 über ein zweiadriges Verbindungskabel
8 galvanisch verbunden ist.
Die Umfangskontur des Antennenanschlusshalters 2 entspricht
der Form der SIM-Karte 20 im ID-000 Format. Sie kann auch kleiner ausgebildet
sein und ist mindestens so auszubilden, dass sie mit ihren Kontaktanschlüssen
6, 7über den Kontaktflächen C4, C8 des Kontaktfeldes
22 anbringbar ist. Der Antennenanschlusshalter 2 ist im dargestellten
Ausführungsbeispiel als Klebeetikett ausgebildet, so dass er mit der oberen
Flachseite der SIM-Karte 20 über eine Klebeschicht 9 fest
verbunden ist. Die Klebeschicht 9 wird durchdrungen von den Kontaktanschlüssen
6, 7, so dass sie die Kontaktflächen C4, C8 der SIM-Karte
20 kontaktieren. An den übrigen Kontaktflächen C1 bis C3 und
C5 bis C7 sind Durchkontaktierungen 10 im Antennenanschlusshalter
2 vorhanden, so dass eine Kontaktierung der SIM-Karte 20 mit externen
Schnittstellen nach wie vor möglich bleibt. Das heißt, die Oberseite der
Folie bildet die abgedeckten SIM-Kontakte neu ab, so dass die SIM-Karte im Mobiltelefon
ordnungsgemäß funktioniert.
Um den Kontakt zu dem Kontaktfeld 22 der SIM-Karte zu verbessern,
weist der Antennenanschlusshalter 2 an den entsprechenden Stellen kleine
Beulen auf, die in der Folie beispielsweise durch Prägen erzeugt werden können,
bevor der Antennenadapter mit der SIM-Karte 20 verbunden wird.
3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Antennenadapters 1. Hier ist der Antennenanschlusshalter
2 taschenartig so ausgebildet, dass die SIM-Karte 20 eingeschoben
werden kann. Auf die Klebeverbindung 9 kann dann verzichtet werden. Auch
ein Austausch der SIM-Karte 20 wird dadurch erleichtert. Der Antennenanschlusshalter
2 ist wieder durch eine Folie gebildet, die ausreichend dünn ist,
dass die SIM-Karte 20 mit dem taschenförmigen Antennenanschlusshalter
2 in ein Mobilfunktelefon einsetzbar ist, ohne das Gerät dazu verändern
zu müssen. Es kann zweckmäßig sein, die Tasche zweiseitig offen auszubilden
und gegebenenfalls die SIM-Karte 20 quer statt, wie in 3,
längs einzuschieben.
Der taschenförmige Antennenanschlusshalter 2 kann aber
auch, ähnlich wie im nachfolgend beschriebenen Beispiel gemäß
4, größer ausgebildet sein als der darin
aufzunehmende Datenträger, und beispielsweise selbst SIM-Kartenformat oder
ein anderes genormtes Kartenformat besitzen, wobei in der Tasche dann ein Datenträger
mit einem entsprechend kleineren Format aufgenommen wird.
So ist es bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
4. In diesem Falle besitzt der Antennenadapter
1 einen separat zum Antennenanschlusshalter 2 ausgebildeten Datenträgerhalter
11 mit einem Aufnahmebereich 12, der hier nicht taschenförmig,
sondern als flache Vertiefung vorgesehen ist. Der Datenträgerhalter
11 selbst hat die Größe einer üblichen SIM-Karte im ID-000
Format, könnte aber auch ein anderes Format haben. Im Aufnahmebereich
12 ist ein Mini-PlugIn 30 mit der Größe des 3rd Formfaktors
eingesetzt. Ein Mini-Plug-In besteht im wesentlichen nur noch aus einem Chipmodul
und hat Abmessungen, die nur unwesentlich größer als die Normabmessungen
des Kontaktfeldes 22 sind.
Der Antennenanschlussträger 12 ist hier vergleichsweise
klein ausgebildet und überdeckt von den Kontaktflächen des Kontaktfeldes
22 lediglich die Flächen C4 und C8 mit seinen Kontaktanschlüssen
6 und 7. Er überspannt den unteren Teil des Aufnahmebereichs
12, so dass sich auch hier wieder eine Art Tasche zur Aufnahme des Mini-PlugIns
30 ergibt.
Im Ausführungsbeispiel nach 4 sind
der Antennenanschlusshalter 2 und der Antennenhalter 3 separat
ausgebildet und über zwei separate Kabel 14 miteinander verbunden.
Dadurch kann der Antennenhalter 3 flexibler in einem Mobilfunktelefon installiert
werden.
Zu Abschirmungszwecken kann der Antennenadapter 1 der beschriebenen
Ausführungsbeispiele zumindest im Bereich des Antennenhalters 3 mehrschichtig
ausgebildet sein und beispielsweise auf einer am Einbauort einem Störeinfluss
zugewandten Seite zunächst eine Kupferfolie und dann eine
Ferritfolie aufweisen. Ein derartiger Antennenadapter ist dann besonders geeignet,
zum Beispiel um den Akku eines Mobilfunktelefons herumgefaltet zu werden. Die SIM-Karte
20 bzw. das MiniPlugIn 30 liegen dann unterhalb des Akkus und
der großflächige Antennenhalter 3 auf der gegenüberliegenden
Seitenfläche des Akkus. Wenn der Akku und die SIM-Karte 20 bzw. das
MiniPlugIn 30 innerhalb des Mobilfunktelefons stattdessen nebeneinander
angeordnet sind, kann es je nach der Situation, ob der Antennenhalter
3 über oder unter dem Akku liegen soll, zweckmäßig sein,
die vorgenannten abschirmenden Zusatzschichten auf der anderen Seite des Antennenhalters
3 vorzusehen.
Eine weitere Ausgestaltung, hier dargestellt auf Basis des Ausführungsbeispiels
nach 4, ist in 5 zu sehen
und umfasst eine Schaltung 100, die zusammen mit der Antenne
5 und dem integrierten Schaltkreis des Mini-P1ugIns 30 eine aktiv
sendende Transpondereinheit bildet. Die Schaltung 100 ist flach ausgebildet
und auf dem Antennenhalter 3 angeordnet. Es ist auch möglich, die
Schaltung 100 in das Kunststoffmodul des mit dem Antennenadapter
1 zu koppelnden Datenträgers (20; 30) zu integrieren.
Auf diese Weise kann alternativ und/oder zusätzlich zu der Abschirmschicht
einer Reichweiteneinschränkung der Antenne durch etwaigen Störeinflüssen
entgegengewirkt werden.
Die Transpondereinheit sendet zur Datenübertragung an ein Lesegerät
ein Signal, welches das Lesegerät als Signal eines Transponders auswerten kann,
der eine Lastmodulation des Feldes des Lesegeräts durchführt. Im Gegensatz
zu herkömmlichen Transpondern, die das Feld des Lesegeräts zu einem modulierten
Lesegerätfeld modulieren, erzeugt und sendet die Transpondereinheit ein eigenes
moduliertes Feld als das Signal der Datenübertragung. Die Transpondereinheit
setzt somit eigene Energie zum Zweck der Datenübertragung ein.
6 zeigt schematisch die aktiv sendende Transpondereinheit
120. Die Transpondereinheit verfügt über eine Energieversorgung
102, die Antenne 5 sowie die elektronische Schaltung
100. Die Schaltung 100 besteht im Wesentlichen aus drei Funktionsblöcken:
einem Empfänger 104, einer Steuerung 105 und einem Sender
106. Ein Schalter 107 dient zur Umschaltung der Antenne
5 zwischen dem Empfänger 104 und dem Sender 106.
Die Energieversorgung 102 erfolgt normalerweise über den Akku des
Mobilfunktelefons, in das der mit dem Antennenadapter zu koppelnde Datenträger
eingesetzt wird. Aber auch eine einfache Batterie kann dazu dienen.
Der Empfänger 104 ist vorgesehen, ein vom Lesegerät
übertragenes Signal zu demodulieren, um daraus Daten zu extrahieren. Die extrahierten
Daten werden an die Steuerung 105 weitergeleitet, welche sie verarbeitet
und an das Lesegerät zu versendende Daten erzeugt. Des Weiteren übermittelt
die Steuerung 105 ein Steuersignal an dem Schalter 107, welcher
zwischen Empfangs- und Sendebetrieb der Transpondereinheit 120 umschaltet.
Es kann aber stattdessen auch zum Senden eine separate Antenne vorgesehen sein.
Die Steuerung 105 kann beispielsweise durch einen Teil des Betriebssystems
105' der SIM-Karte 30 unterstützt oder ersetzt werden.
Der Sender 106 besteht aus einem Oszillator 108,
einem Modulator 109 und einem Endverstärker 110. Des Weiteren
ist der Sender 106 um eine elektronische Baugruppe 111 zum Erzeugen
und Modulieren eines Hilfsträgersignals erweitert, um die Datenübertragung
von der Transpondereinheit 120 zu dem Lesegerät mittels des Hilfsträgersignals
durchzuführen. Das Hilfsträgersignal kann je nach Verwendung der Transpondereinheit
unterschiedliche Frequenzen besitzen, gegebenenfalls auch ganz entfallen.
In der in 6 gezeigten Transpondereinheit
120 ist vorgesehen, dass die Baugruppe 111 mittels eines Frequenzteilers
112 die Oszillatorfrequenz durch einen bestimmten Faktor teilt, beispielsweise
durch binäre Teilung. Das dadurch erzeugte Hilfsträgersignal wird mit
den zu sendenden Daten, welche der Baugruppe 111 von der Steuerung
105 zugeführt werden, moduliert.
Die Modulation des Hilfsträgers in der Baugruppe 111
erfolgt beispielsweise in einem AND-Gatter 113 durch eine so genannte 100
% Amplitudentastung (amplitude key shifting, ASK). Dabei wird die Amplitude des
durch Frequenzteilung erzeugten Signals anhand der zu sendenden Daten zwischen zwei
Zuständen ON und OFF umgeschaltet. Alternativ kann auch eine (B)PSK-Modulation
(binary phase key shifting), beispielsweise nach ISO 14443 Typ B, oder eine FSK-Modulation
(frequency key shifting) erfolgen.
Sowohl das Oszillatorsignal als auch das in der Baugruppe
111 erzeugte ASK-modulierte Signal werden dem Modulator 109 zugeführt.
Der Modulator 109 kann beispielsweise als Ringmodultor 109 ausgebildet
sein.
Der Ringmodulator 109 hat die Besonderheit, dass er eine
Sonderform der Amplitudenmodulation durchführt. Wie bei der üblichen Amplitudenmodulation
werden im Frequenzspektrum betrachtet zwei Spektrallinien im Abstand der Frequenz
des ASK-modulierten Signals um die Frequenz des Oszillatorsignals, die so genannte
Trägerfrequenz, erzeugt. Bei der Amplitudenmodulation im Ringmodulator
109 wird die Trägerfrequenz des starken und energiereichen Oszillatorsignals
weitgehend unterdrückt. Die im ASK-modulierten Signal enthaltenen,
zu sendenden Daten befinden sich nach der Amplitudenmodulation im Ringmodulator
109 in Seitenbändern um die zwei Spektrallinien der Hilfsfrequenz.
Eine solche Modulation wird Double-Side-Band (DSB) Modulation bzw. Double-Side-Band-Supressed-Carrier
(DSSC) Modulation genannt. Mit der Trägerfrequenz werden keine Daten übertragen.
Vielmehr wird durch den Einsatz des Ringmodulators 109, der die Trägerfrequenz
unterdrückt, das Ziel erreicht, entweder mit geringer Sendeleistung oder mit
deutlich höherer Reichweite Daten an das Lesegerät senden zu können.
Die erhöhte Reichweite ist vor allem dann möglich, wenn die gesamte Sendeleistung
in die Seitenbänder gesteckt wird, in denen sich die zu sendenden Daten befinden.
Zwar wird die Trägerfrequenz grundsätzlich zur Demodulation des Signals
benötigt, um im Lesegerät die von der Transpondereinheit 120
übermittelten Daten zu extrahieren. Da die Trägerfrequenz aber ohnehin
im Lesegerät vorliegt, ist es nicht notwendig, dass das Transpondersignal selbst
diese Frequenz enthält.
Am Ausgang des Ringmodulators 109 steht dann ein Ausgangssignal
zur Verfügung, welches die zwei Modulationsseitenbänder enthält und
mit einem durch Lastmodulation bzw. Rückstrahlquerschnittsmodulation erzeugten
Signal (hinreichend genau) übereinstimmt. Das durch den Ringmodulator erzeugte
Ausgangssignal kann dann mittels eines Verstärkers 110 gegebenenfalls
noch verstärkt werden und über den Schalter 107, welcher durch
ein Signal der Steuerung 105 auf Sendebetrieb der Transpondereinheit
120 umgeschaltet wird, der Antenne 5 zum Versand der zu sendenden
Daten zugeführt werden.
Die Transpondereinheit 120 wird in einem ersten (aktiven)
Betriebsmodus als aktiv sendende Transpondereinheit betrieben. Im einem zweiten
(passiven) Betriebsmodus arbeitet die Transpondereinheit dagegen wie ein gewöhnlicher
passiver Transponder, der eine Lastmodulation auf dem Feld des Lesegeräts ausführt.
Beispielsweise kann der Empfänger 104 zusätzlich als herkömmlicher,
durch die Steuerung 105 angesteuerter Lastmodulator ausgebildet sein. Die
Steuerung schaltet dann entweder den Sender 106 ein und den Lastmodulator
ab oder den Sender 106 ab und den Lastmodulator ein. Der Schalter
107 wird dementsprechend geschaltet. Als Kriterium für das Umschalten
von einem passiven in einen aktiven Betriebszustand kann beispielsweise die empfangene
Signalstärke, das Vorliegen und/oder Ausreichen einer externen Spannungsversorgung
oder das Ausreichen einer internen Spannungsversorgung dienen. Es ist somit beispielsweise
möglich, eine Transpondereinheit 120 erst passiv zu betreiben und
bei beispielsweise unabsichtlich zunehmendem Abstand zum Lesegerät in einen
aktiven Betriebsmodus umzuschalten. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Umschaltung
abhängig von der Höhe einer an der Antenne 5 induzierten Spannung
vorgenommen wird, z.B. automatisch, wenn die induzierte Spannung einen bestimmten
Wert über- bzw. unterschreitet.
Auch die Art der Anwendung, für welche die Daten übertragen
werden, kann ein Kriterium für den Betriebsmodus sein. So sollte die Transpondereinheit
120 bei sicherheitskritischen Anwendungen nur im passiven Betriebsmodus
arbeiten. Dagegen wird eine unkritische Anwendung im Allgemeinen im aktiven Betriebsmodus
arbeiten. Es ist eine Einrichtung zum manuellen, nicht automatischen Umschalten
zwischen dem aktiven und dem passiven Betriebsmodus vorgesehen, um beispielsweise
die Privatsphäre zu schützen und ein Auslesen sensibler Daten über
große Reichweiten aktiv zu verhindern.
Des Weiteren kann die Schaltung 100 einen Spannungsbegrenzer
besitzen, welcher vorgesehen ist, die an der Antenne 5 durch das Lesegerät
induzierte Spannung zu begrenzen. Damit kann unter anderem ein Überlastproblem
vermieden werden, wenn sich die Transpondereinheit 120 und das Lesegerät
in geringem Abstand zueinander befinden. Als Spannungbegrenzer kann beispielsweise
ein Shuntregler eingesetzt werden.
In WO 2006/000446 A1 wird eine Transpondereinheit und eine Schaltung
entsprechend der hier benutzten beschrieben. Bezüglich weiterer schaltungstechnischer
Ausgestaltungen und Alternativen wird auf die genannte Schrift Bezug genommen.
7 illustriert eine weitere Ausgestaltung des Antennenadapters
1. Darin sind der Antennenhalter 3 und der Datenträgerhalter
11 integral ausgebildet. Die Schaltung 100 ist wiederum flach
ausgebildet und auf dem Antennenhalter 3 angeordnet. Der Aufnahmebereich
12 des Datenträgerhalters 11 ist als Sockel zur Aufnahme
einer SIM-Karte 30 in der Größe eines Mini-PlugIns ausgebildet.
Die Ausgestaltung des Aufnahmebereichs 12 zur Aufnahme kartenförmiger
Datenträger anderer Formate ist ebenso möglich. Ein Geräteanschluss
50, der mit dem Aufnahmebereich 12 des Datenträgerhalters
11 über flexible separate Kabel 14 verbunden ist, wird anstelle
der SIM-Karte in das Mobilfunktelefon eingesetzt und hat dementsprechend SIM-Karten
Format. Über die flexiblen Kabel 14 erhält die SIM-Karte
30 die zum Betrieb notwendigen Signalen, wie z. B. VCC, GND, I/O, RESET,
CLK, von dem Geräteanschluss 50. Die Schaltung 100 wird über
den Geräteanschluss 50 vom Akku des Mobilfunktelefons mit Energie
versorgt.
Zwar wurde die Erfindung beispielhaft anhand einer SIM-Karte beziehungsweise
eines SIM-Moduls für ein Mobilfunktelefon erläutert. Die Erfindung ist
aber mit einem entsprechend angepassten Antennenadapter auch im
Zusammenhang mit anderen elektronischen Datenträgern und/oder anderen elektronischen
Geräten anwendbar.