| Dokumentenidentifikation |
DE112005003021T5 25.10.2007 |
| Titel |
Flachstrickmaschine |
| Anmelder |
Shima Seiki Mfg. Ltd., Wakayama, JP |
| Erfinder |
Nakamori, Toshinori, Wakayama, JP |
| Vertreter |
WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München |
| DE-Aktenzeichen |
112005003021 |
| Vertragsstaaten |
AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, KE, KG, KM, KN, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, LY, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NG, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, EP, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, OA, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, AP, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, EA, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM |
| WO-Anmeldetag |
09.12.2005 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/JP2005/022697 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2006062205 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
15.06.2006 |
| Date of publication of WO application in German translation |
25.10.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
25.10.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D04B 15/06(2006.01)A, F, I, 20051209, B, H, DE
|
| Beschreibung[de] |
|
TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft Flachstrickmaschinen, in welchen
mindstens ein von einem vorderer Nadelbett und einem hinteren Nadelbett, welche
eine Nadelbettlücke flankierend gegenüber voneinander angeordnet sind,
zwei Nadelbetten aufweist, wie z.B. in einer Vierbett-Flachstrickmaschine.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Es sind Flachstrickmaschinen bekannt, die ein Strickwerk durch einen
Strickvorgang stricken, bei dem mehrere Stricknadeln, welche nebeneinander in einem
Nadelbett angeordnet sind, bezüglich einer Nadelbettlücke vor- und zurückgeschoben
werden, und Maschenschlaufen gebildet werden, indem ein in die Nadelbettlücke
zugeführtes Strickgarn zurückgezogen wird. Im Nadelbett sind parallele
Nadelspuren ausgebildet, und der Strickvorgang mit den Stricknadeln wird durch diese
Nadelspuren geführt. Die Stricknadeln werden gleitend in den Nadelspuren verschoben
und werden bezüglich der Nadelbettlücke vor- und zurückbewegt, wobei
sie in der Richtung senkrecht dazu durch die Seitenwände der Nadelspuren gestützt
werden. Da jedoch das Strickgarn während des Strickvorgangs am vorderen Ende
der Stricknadeln hängen bleibt, steht das vordere Ende der Stricknadeln bar
liegend aus den Nadelspuren hervor. Es ist jedoch erwünscht, dass am vorderen
Ende, welches im Nadelbett der Nadelbettlücke zugewandt ist, der Austritt verbreitert
ist, so dass kein Defekt auftritt, wenn die vorderen Enden der Stricknadeln das
Strickgarn hereinziehen, und es ist nicht möglich, die Nadelspuren bis an das
vordere Ende reichend auszubilden. Folglich liegen grosse Abschnitte, welche nicht
seitlich durch die Nadelspuren gestützt werden, bar, wenn die Stricknadeln,
welche zum Bilden der Maschenschlaufen verwendet werden, in die Nadelbettlücke
vorgeschoben werden.
Es sind Druckschriften bekannt, gemäß welchen Vorsprünge
vorgesehen sind, um die Stricknadeln im Abschnitt an der Vorderseite des aufgeweiteten
Nadelbetts seitlich zu stützen (siehe z.B. JP-U42-6263 (1967)). In diesen Druckschriften
werden die Stricknadeln an den Rändern in Strickbreitenrichtung durch das nach
unten gelassene Strickwerk nach Innen gezogen, und an den Austritten der Nadelspuren
sind seitensymmetrisch von der Mitte des Nadelbetts Vorsprünge vorgesehen auf
der Seite, welche der Innenseite in der Breitenrichtung entspricht, um das Verbiegen
der Stricknadeln zu begrenzen.
Ferner sind Druckschriften bekannt, gemäß welchen am vorderen
Ende der Nadelbetten Führungsspuren vorgesehen sind, welche die Unterseiten
der Stricknadeln aufnehmen (siehe z.B. JP-A 9-49153 (1997)). In diesen Druckschriften
ist in einer Zweibett-Flachstrickmaschine, in welcher ein vorderes und ein hinteres
Nadelbett eine Nadelbettlücke flankierend angeordnet sind, jede Stricknadel
auf einer Seite mit einer Blattfeder versehen. Zwischen den Stricknadeln in den
Nadelbetten sind beabstandet voneinander Platinen angeordnet, und eine seitliche
Last, die aufgrund des Strickgarns während des Strickvorgangs auf die Stricknadeln
wirkt, wird von dem unteren Teil der Stricknadeln in den Führungsspuren, welche
mit einer derartigen Tiefe gebildet sind, dass die Blattfedern nicht berührt
werden, aufgenommen und gestützt. Die Führungsspuren verhindern, dass
die Stricknadeln aufgrund der Last, die durch das Strickgarn in seitlicher Richtung
auf die Stricknadeln wirkt, verbogen werden, und dass ein Versagen im Strickvorgang
bzw. ein Defekt im gestrickten Gewebe auftritt, und sind also zur Begrenzung des
Verbiegens der Stricknadeln vorgesehen.
Als Flachstrickmaschinen werden auch Vierbett-Flachstrickmaschinen
verwendet, in welchen jeweils zwei übereinander angeordnete Nadelbetten hintereinander
vorgesehen sind (siehe z.B. JP-A 1-57173 (1990)). In Vierbett-Flachstrickmaschinen
kann ein Strickwerk mit den vorderen und hinteren unteren Nadelbetten, mit dem hinteren
unteren und dem vorderen oberen Nadelbett, oder auch mit dem vorderen unteren und
dem hinteren oberen Nadelbett gestrickt werden, so dass für das Stricken mehr
Variationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen als mit einer Zweibett-Flachstrickmaschine.
Wie in 3 in JP-A 1-57173 dargestellt, ist der Zwischenraum zwischen
den vorderen Enden der oberen Nadelbetten an der Nadelbettlücke breiter als
der Zwischenraum zwischen den vorderen Enden der unteren Nadelbetten.
Auch in der in JP-A 1-57173 dargestellten Vierbett-Flachstrickmaschine
können die Stricknadeln in den unteren Nadelbetten im selben Masse wie bei
einer Zweibett-Flachstrickmaschine seitlich gestützt werden. So ist es zum
Beispiel möglich, die Stricknadeln seitlich zu stützen, indem die selben
Vorsprünge wie in der JP-U 42-6263 an den vorderen Enden der Nadelbetten vorgesehen
werden. Allerdings ist es in den oberen Nadelbetten schwierig, die Stricknadeln
durch das Vorsehen von Vorsprüngen seitlich zu stützen, da in den oberen
Nadelbetten der Abstand zwischen den vorderen Enden, die der Nadelbettlücke
zugewandt sind breiter ist als der der Abstand zwischen den vorderen Enden der unteren
Nadelbetten.
Weiterhin sind auf der oberen Seite die Positionen der vorderen Enden
der Nadelbetten weiter von der Nadelbettlücke entfernt, so dass wenn z.B. ein
engmaschiger Strickvorgang mit den oberen Nadelbetten durchgeführt
wird, wobei der Haken am Vorderende der Stricknadel über die Mitte der Nadelbettlücke
hinaus bis auf die Seite des gegenüberliegenden Nadelbetts vorgeschoben wurde
und das zugeführte Strickgarn aufgenommen hat, und dann durch Zurückziehen
der Stricknadel eine Maschenschlaufe gebildet wird, dann steht das Vorderende der
Stricknadel vom Vorderabschnitt des Nadelbetts hervor. In dieser Situaton kann eine
ausreichende seitliche Stützung der die Masche haltenden Stricknadel nicht
erzielt werden.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Flachstrickmaschine bereitzustellen,
welche zwei übereinander angeordnete, auf derselben der Nadelbettlücke
zugewandten Seite angeordnete Nadelbetten aufweist, wobei eine ausreichende Stützung
der Stricknadeln im oberen Nadelbett gegenüber seitlichen Lasten erreicht werden
kann.
Erfindungsgemäß wird eine Flachstrickmaschine bereitgestellt,
welche ein vorderes Nadelbett und ein hinteres Nadelbett aufweist, die eine Nadelbettlücke
flankierend gegenüber voneinander angeordnet sind,
wobei mindestens einf von dem vorderen Nadelbett und dem hinteren Nadelbett zwei
übereinander angeordnete Nadelbetten aufweist,
wobei in einem der Nadelbettlücke zugewandten Abschnitt des unteren dieser
zwei Nadelbetten eine Mehrzahl von Festplatinen angordnet sind, die sowohl für
eine Mehrzahl von Stricknadeln welche einen Strickvorgang durchführen, indem
sie aus dem unteren Nadelbett bezüglich der Nadelbettlücke vor- und zurückgeschoben
werden, als auch für eine Mehrzahl von Stricknadeln, welche einen Strickvorgang
durchführen, indem sie aus dem oberen Nadelbett bezüglich der Nadelbettlücke
vor- und zurückgeschoben werden als Platine dienen, und
wobei in den Festplatinen Vorprünge vorgesehen sind, welche von dem oberen
Nadelbett zur Seitenfläche der in die Nadelbettlücke vorgeschobenen Stricknadeln
hin vorstehen, und zwar an einer Position an der der Strickvorgang durch das Vor-
und Zurückschieben der Stricknadeln des unteren Nadelbetts bezüglich der
Nadelbettlücke nicht beeinträchtigt wird, und welche den Seitenflächen
der Stricknadeln zugewandt ist, wenn die Stricknadeln des oberen Nadelbetts in die
Nadelbettlücke vorgeschoben sind.
Es wird bevorzugt, dass die Stricknadeln und die Festplatinen in den
zwei übereinander angeordneten Nadelbetten abwechselnd angeordnet sind, und
die Vorsprünge jeweils an beiden Seitenflächen der Festplatinen vorgesehen
sind.
Es wird bevorzugt, dass die Stricknadeln, welche den Strickvorgang
durchführen, indem sie aus dem unteren Nadelbett bezüglich der Nadelbettlücke
vor- und zurückgeschoben werden, Verbundnadeln sein, in welchen jeweils ein
Schieber, der zwei Klingen aufweist, die an dem Vorderende auf der Seite der Nadelbettlücke
mit einer Zunge versehen sind, unabhängig vom Nadelkörper bezüglich
der Nadelbettlücke vor- und zurückschiebbar ist, wobei ein Haken des Nadelkörpers
mit den Klingen des Schiebers geschlossen bzw. geöffnet wird, und die Vorsprünge
der Festplatinen mit einer Abschrägung versehen sein, bei der das Ausmass des
Vorsprungs mit zunehmendem Abstand von der Nadelbettlücke abnimmt, wobei die
Vorderenden der Klingen der Verbundnadeln des unteren Nadelbetts mit dieser Abschrägung
geführt werden.
Es wird bevorzugt, dass die Festplatinen auch zur seitlichen Stützung
der Stricknadeln der unteren Nadelplatte dienen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
Zum leichtern Verständnis der Erfindung werden nun spezifische
Ausführungsbeispiele derselben unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben.
1 zeigt schematisch die Anordnung einer Vierbett-Flachstrickmaschine
1 in einer Querschnittsansicht der Umgebung einer Nadelbettlücke
2, gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
2A und 2B sind Draufsichten,
welche schematisch die Anordnung des vorderen Nadelbetts 3 der Vierbett-Flachstrickmaschine
1 in 1 um die Nadelbettlücke
2, unterteilt in oberes Nadelbett 3a und unteres Nadelbett
3b darstellen.
3A und 3B sind eine Draufsicht
bzw. eine Vorderansicht, die ein Beispiel eines Platinenelements 50 zeigen,
welches als Festplatine 9, 10 in den 1,
2A und 2B verwendet werden
kann.
4 ist eine schematische Querschnittsdarstellung, die
die Anordnung der Vierbett-Flachstrickmaschine 1 über einen weiteren
Bereich als in 1 zeigt.
5 ist eine Querschnittsansicht, die den Zustand zeigt,
wenn der Nadelkörper 23a in 1 eingezogen
ist.
6 ist eine Querschnittsansicht, die für das links
dargestellte vordere Nadelbett 3 zeigt, wie bezüglich der Unterstützung
des Abschlagens von den Verbundnadeln 21a, 21b, der Stricknadelstützvorsprung
11 und der Nadelbettlückendraht 13 in gleicher Weise wirken.
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
unter Bezugnahme auf die Figuren im Detail erläutert.
1 zeigt schematisch die Anordnung einer Vierbett-Flachstrickmaschine
1 in einer Querschnittsansicht der Umgebung einer Nadelbettlücke
2, gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. In dieser
Vierbett-Flachstrickmaschine 1 weisen ein vorderes Nadelbett
3 und ein hinteres Nadelbett 4, welche auf gegenüberliegenden
Seiten der Nadelbettlücke 2 angeordnet sind, jeweils ein oberes Nadelbett
3a bzw. 4a sowie ein unteres Nadelbett 3b bzw.
4b auf. In der im Folgenden erläuterten erfinderischen Anordnung werden
bei strukturelle Elementen, welche auf gegenüberliegenden Seiten der Nadelbettlücke
2, also auf der Vorderseite und der Rückseite derselben angeordnet
sind und ein Paar bilden, die Elemente auf der Vorderseite mit ungeraden Ziffern
und die Elemente auf der Rückseite mit geraden Ziffern bezeichnet. Bei strukturellen
Elementen, welche in vertikaler Richtung angeordnet sind und einander entsprechen
werden die Elemente auf der oberen Seite mit einem „a" und solche auf der
unteren Seite mit einem „b" gekennzeichnet. Wo jedoch auf ein Element in
seiner Gesamtheit Bezug genommen wird, kann es auch ohne „a" bzw. „b"
bezeichnet sein.
Die oberen Nadelbetten 3a, 3a sind jeweils mit mehreren
aufrecht angeordneten oberen Nadelplatten 5, 6 versehen. Die unteren
Nadelbetten 3a, 3a sind jeweils mit mehreren aufrecht angeordneten
unteren Nadelplatten 7, 8 versehen. In der Vierbett-Flachstrickmaschine
1 sind die oberen Nadelbetten 3a, 4a durch die Verlängerung
derjenigen Abschnitte der von den unteren Nadelbetten 3b, 4b aufrecht
hervorstehenden unteren Nadelplatten 7, 8, die auf der Seite der
Nadelbettlücke angeordnet sind, gelagert. Am vorderen Ende der unteren Nadelbetten
3b, 4b, welche der Nadelbettlücke 2 zugewandt ist,
ist jeweils eine feste Platine bzw. Festplatine 9 bzw. 10 von
der Seite der Nadelbettlücke 2 her angebracht. Die Festplatinen
9, 10 weisen Stricknadelstützvorsprünge 11,
12 auf, und können die Stricknadeln der oberen Nadelbetten
3a, 4b seitlich in der Nadelbettlücke 2 stützen.
Nadelbettlückendrähte 13, 14 sind durch
die vorderen Abschnitte der Festplatinen 9, 10 geführt, die
der Nadelbettlücke zugewandt sind. Für die Nadelbettlückendrähte
13, 14 kann vorzugsweise ein Draht aus hartem Metall, wie z.B.
ein Stahldraht, verwendet werden. Die Festplatinen 9, 10 sind
über Platinenbefestigungsdrähte 15, 16 befestigt, welche
durch Abschnitte der unteren Nadelbetten 3b, 4b geführt sind,
die nahe der Nadelbettlücke liegen. Ein Metallband 17, 18;
19, 20 ist jeweils durch die untere Nadelplatte 7 bzw.
8 und die obere Nadelplatte 5 bzw. 6 geführt und
dient zur Positionierung. In den oberen Nadelbetten 3a, 4a und
den unteren Nadelbetten 3b, 4b bzw. den oberen Nadelplatten
5, 6 und den unteren Nadelplatten 7, 8 dienen
dazu vorgesehene Spalten als Nadelspuren, in welchen die Stricknadeln aufgenommen
sind, und welche die gleitende Bewegung führen, mit der die Stricknadeln in
und aus der Nadelbettlücke geschoben werden.
In der Vierbett-Flachstrickmaschine 1 in 1
sind als Stricknadeln Verbundnadeln 21a, 22a; 21b,
22b jeweils in den oberen Nadelbetten 3a, 4a und den
unteren Nadelbetten 3b, 4b des vorderen Nadelbetts 3
und des hinteren Nadelbetts 4 vorgesehen. Solche Verbundnadeln
21a, 21b; 22a, 22b sind z.B. im japanischen
Patent Nr. 3379947 offenbart. In diesen Verbundnadeln 21a, 22a;
21b, 22b ist jeweils ein Nadelkörper 23a,
23b; 24a, 24b mit einem Schieber 25a,
25b; 26a, 26b derart gekoppelt, dass der Schieber
25, 26 selbständig bezüglich dem Nadelkörper
23, 24 gleitend verschiebbar ist. Am vorderen Ende des Nadelkörpers
23, 24 ist ein Haken 31a, 31b; 32a,
32b ausgebildet. Der Schieber 25, 26 öffnet bzw.
schliesst den Haken 31, 32 durch eine relative Verschiebung bezüglich
des Nadelkörpers 23, 24. Anstatt einer solchen Verbundnadel
21, 22 kann auch eine Zungennadel verwendet werden.
Die Festplatinen 9, 10 sind ferner je mit einem
Halterungsabschnitt 33, 34 versehen, welcher die Nadelkörper
23b, 24b der unteren Nadelbetten 3b, 4b seitlich
lagert bzw. stützt. Auch in den unteren Nadelplatten 7,
8 dient der Abschnitt der von den oberen Nadelbetten 3a,
4a aus zur Nadelbettlücke 2 liegt als Halterungsabschnitt
35, 36, welcher das Nadelbett 23a, 24a auf der
Seite der oberen Nadelbetten 3a, 4a seitlich lagert bzw. stützt.
Die 2A und 2B
sind Draufsichten, welche schematisch die Anordnung des vorderen Nadelbetts
3 der Vierbett-Flachstrickmaschine 1 in 1
um die Nadelbettlücke 2 darstellen. Das vordere Nadelbett
3 und die Verbundnadel 21 sind derart abgeschrägt, dass sie
zur Nadelbettlücke hin ansteigen. In der Vierbett-Flachstrickmaschine
1 hat auch das hintere Nadelbett 4 im Wesentlichen dieselbe Anordnung,
so dass alle Erläuterungen für das vordere Nadelbett 3 analog
auch für das hintere Nadelbett 4 gelten. Die Verbundnadeln
21 weisen jeweils an den Vorderenden der Schieber 25 auf Seiten
der Nadelbettlücke zwei Klingen 37, 38 auf, die jeweils mit
einer Zunge versehen sind, wobei diese zwei Klingen 27, 28 den
Haken 31 des Nadelkörpers 23 flankierend angeordnet sind.
Der Schieber 25, an dem die Vorderenden der Klingen geteilt angeordnet
sind, kann über den Haken 31 hinaus in die Nadelbettlücke
2 vorgeschoben und zur Übertragung bzw. zum Transfer verwendet werden,
wie beispielsweise in den 2 bis 28
im japanischen Patent Nr. 291746 der Anmelderin offenbart ist. Beispiele für
solche Verbundnadeln finden sich ferner in der Europäischen Patentanmeldung
Nr. 1302581 (EP 13 02 581 A1) sowie
der Europäischen Patentanmeldung Nr. 1233093 (EP
12 33 093 A1).
2A zeigt das obere Nadelbett 3a. Obwohl die
Umgebung des Vorderendes der unteren Nadelplatte 7 als Halterungsabschnitt
35 wirkt, indem sie im oberen Nadelbett 3a den Nadelkörper
23a der Verbundnadel 21a seitlich stützt, so ist doch diese
seitliche Stützung unzureichend. Eine ausreichende seitliche Stützung
des Nadelkörpers 23a in einer Position nahe der Nadelbettlücke
2 kann dadurch erzielt werden, dass in der Festplatine 9 Stricknadelstützvorsprünge
11 ausgebildet sind. Beim Formen einer neuen Schlaufe 40 für
eine Masche, indem die Verbundnadel 21a wie auf der linken Seite in
2A gezeigt wird hereingezogen wird, wird die alte Schlaufe
41, die von dem Schieber 25a gehalten wird, von der Verbundnadel
21a gelassen, indem sie über den Haken 31a hinaus, der von
dem Schieber 25a verschlossen ist, abgeschlagen wird, so dass eine von
der Nadelbettlücke 2 nach unten gestrickte Masche des Strickwerks
gebildet wird. Falls beispielsweise eine Masche am Rand der Strickbreite des Strickwerks
zur Innenseite des Strickwerks hin gezogen wird, dann liegt das Strickgarn
42 der darauf folgenden alten Schlaufe 41 beim Abschlagen auf
dem Stricknadelstützvorsprung 11 auf, so dass Stricknadelstützvorsprung
11 auch unterstützend auf das Abschlagen wirken kann.
Ferner wird der Abschnitt des als neue Schlaufe 40 hereingezogenen
Strickgarns, der zwischen den benachbarten Stricknadeln liegt, von den Vorderenden
der Festplatinen gehalten, so dass das Strickgarn derart gezogen wird, dass es vom
Vorderende der Festplatinen 9 in den Haken 31a gezogen wird. Auch
wenn das Strickgarn aus mehreren feinen zusammengebündelten Fäden besteht,
kann das Strickgarn mit dem Stricknadelstützvorsprung 11 aufgenommen
werden, so dass es nicht an der Seite der Stricknadel oder dergleichen fallen gelassen
wird.
2B zeigt das untere Nadelbett 3b. Der Stricknadelstützvorsprung
11 der Festplatine 9 ist in einer Position vorgesehen, die das
Vorschieben des Nadelkörpers 23b der Verbundnadel 21b in
die Nadelbettlücke 2 nicht beeinträchtigt. Dabei sind die Abschrägungen
39 vorteilhaft, wenn der Schieber 25b in die Nadelbettlücke
2 herausgefahren wird, zum Beispiel im manuellen Betrieb während der
Wartung oder dergleichen, oder bei Störungen, z.B. wenn die Nocken, die den
Schieber 25b antreiben, aus der Spur geraten. Wie auf der rechten Seite
gezeigt, werden nämlich die Vorderenden der Klingen 37,
38 an den Stricknadelstützvorsprüngen 11 durch die Abschrägungen
39geführt, die auf der von der Nadelbettlücke 2 zurücktretenden
Seite vorgesehen sind, so dass Defekte, die zu Beschädigungen führen,
verhindert werden können. Die Vorsprünge 11 und die Abschrägungen
39 stehen streifenförmig vor, so dass der Raum um die Haken
31b aufgeweitet werden kann. Somit ist auch mehr Platz bein Einziehen des
Strickgarns gegeben, und es kann sichergestellt werden, dass das Strickgarn im Haken
31b nicht die Umgebung berührt. Während der Nadelkörper
23b in die Nadelbettlücke 2 ausgefahren ist, kann er seitlich
gestützt werden, wenn die Festplatine 9 mit einem Halterungsabschnitt
33 versehen ist. Ferner kann eine Unterstützung des Abschlagens erzielt
werden, wenn auch der Nadelbettlückendraht 13 der Verbundnadel
21b gegenüber vorteilhaft eingesetzt wird.
3A und 3B zeigen ein Beispiel
eines Platinenelements 50, welches als Festplatine 9,
10 in den 1, 2A
und 2B verwendet werden kann. 3A
zeigt eine Draufsicht und 3B zeigt eine Vorderansicht.
Die Platinenschlaufe wird im Strickwerk vom Vorderende eines plattenförmigen
Oberteils 51 als Festplatine 9, 10 gebildet. In der Nähe
des plattenförmigen Oberteils 51 ist ein Durchgangsloch
52 ausgebildet, durch das der Nadelbettlückendraht 13,
14 in den 1, 2A
und 2B geführt ist. Das plattenförmige Oberteil
51 ist am Vorderende eines bogenförmigen, lang und dünn ausgebildeten
Trägerabschnitts 53 vorgesehen. In der Nähe des Vorderendes des
Trägerabschnitts 53 ist ein Stopperabschnitt 54 vorgesehen,
gegen den die Platinenbefestigungsdrähte 15, 16, die nahe
dem Vorderende der unteren Nadelbetten 3b, 4b durchgeführt
sind, anliegen und somit positioniert werden können. Der Bogen des Trägerabschnitts
53 ist der Kontur der Unterseite der unteren Nadelbetten 3b,
4b folgend vorgesehen. Am Fussende des Trägerabschnitts
53 ist ein Befestigungsabschnitt 55 vorgesehen, welcher ein Durchgangsloch
56 aufweist. Der Befestigungsabschnitt 55 ist in eine Ausnehmung
gepasst, die an der Unterseite der unteren Nadelbetten 3b, 4b
vorgesehen ist, und ein weiter unten beschriebener Platinenbefestigungsdraht
60 kann durch das Durchgangsloch 56 geführt werden.
Wie in 3A dargestellt, ist das plattenförmige
Oberteil 51 nicht so dick wie der Trägerabschnitt 53. Ein
Abschnitt der Stricknadelstützvorsprünge 11, 12 hat
jedoch dieselbe Dicke wie der Trägerabschnitt 53. Eine solche Form
kann durch spanabhebende Bearbeitung eines Blechs mit einer Dicke des Trägerabschnitts
53 gefertigt werden. Ferner kann eine solche Form auch durch Zusammenfügen
mehrerer Bleche gefertigt werden. Weiterhin ist es auch möglich den Fußabschnitt
der Festplatinen 9, 10 in der Nadelspur anzuordnen und lediglich
das Vorderende, welches als Platine wirkt, in die Nadelbettlücke
2 vorstehen zu lassen.
4 ist eine schematische Darstellung, die die
Anordnung der Vierbett-Flachstrickmaschine 1 über einen weiteren Bereich
als in 1 zeigt. Die Festplatinen 9,
10 sind an den unteren Nadelbetten 3b, 4b befestigt,
wobei die Platinenbefestigungsdrähte 60, 61 durch sie hindurchgeführt
sind. Der Strickvorgang der Nadelkörper 23, 24 und der Schieber
25, 26 der Verbundnadeln 21, 22 wird durch Nocken
gesteuert, welche auf einem Schlitten montiert sind, der entlang dem vorderen Nadelbett
3 und dem hinteren Nadelbett 4 bewegt wird. Oberhalb der Nadelbettlücke
2 ist eine Garnzuführung angeordnet, aus welcher das Garn zugeführt
wird, und welche zusammen mit dem Schlitten bewegt wird. Mit der Vierbett-Flachstrickmaschine
1 ist es möglich, ein Strickwerk mit den unteren Nadelbetten
3b, 4b, mit dem vorderen oberen Nadelbett 3a und dem
hinteren unteren Nadelbett 4b, oder mit dem vorderen oberen Nadelbett
3b und dem hinteren oberen Nadelbett 4a zu stricken.
5 zeigt den Zustand, wenn der Nadelkörper
23a in 1 ein gezogen ist. Die Positionen der
Stricknadelstützvorsprünge 11 und 12 sind derart vorgesehen,
dass im Bereich, durch den die Nadelkörper 23a, 24 der oberen
Nadelbetten 3a, 4a passieren, selbt bei einem gleichzeitigen Passieren
der Schieber 25b, 26b der unteren Nadelbetten 3b,
4b keine gegenseitige Beeinträchtigung stattfindet, abgesehen von
der in 2B erläuterten Führung der Vorderenden
der Klingen 37, 38.
6 zeigt für das links dargestellte vordere Nadelbett
3, wie bezüglich der Unterstützung des Abschlagens von den Verbundnadeln
21a, 21b, der Stricknadelstützvorsprung 11 und der
Nadelbettlückendraht 13 in gleicher Weise wirken. Die Unterstützung
des Abschlagens erfolgt dadurch, dass eine über den Schieber 25a bzw.
25b hinausgehende alte Schlaufe am Stricknadelstützvorsprung
11 und am Nadelbettlückendraht 13 hängen bleibt und
unter die Nadelbettlücke gezogen wird. Der Stricknadelstützvorsprung
11 und der Schieber 25a sowie der Nadelbettlückendraht
13 und der Schieber 25 sind in einander entsprechenden Positionen
angeordnet, und können das Abschlagen in gleicher Weise unterstützen.
Vorstehend wurde eine Vierbett-Flachstrickmaschine 1 erläutert,
in der jeweils zwei Nadelbetten gegenüber voneinander vor bzw. hinter einer
Nadelbettlücke 2 angeordnet sind, es ist jedoch ausreichend, wenn
auf zumindest einer Seite zwei Nadelbetten übereinander angeordnet sind. Mit
anderen Worten kann die Erfindung ebenfalls auf Flachstrickmaschinen angewandt werden,
in der zumindest eines der vorderen und hinteren Nadelbetten, die gegenüber
voneinander auf beiden Seiten der Nadelbettlücke 2 angeordnet sind,
ein oberes und ein unteres Nadelbett aufweist. Auf der der Nadelbettlücke
2 zugewandten Seite der unteren Nadelbetten 3b, 4b der
zwei übereinander angeordneten Nadelbetten sind geeigneterweise mehrere Festplatinen
9, 10 angeordnet, welche als Platinen dienen, und zwar sowohl
für die Stricknadeln, welche aus den unteren Nadelbetten 3b,
4b bezüglich der Nadelbettlücke 2 vor- und zurück
geschoben werden und somit den Strickvorgang durchführen, als auch für
die Stricknadeln, welche aus den oberen Nadelbetten 3a, 4a bezüglich
der Nadelbettlücke 2 vor- und zurück geschoben werden und somit
den Strickvorgang durchführen. An den Festplatinen 9, 10
sind geeigneterweise Stricknadelstützvorsprünge 11,
12 vorgesehen, welche von den oberen Nadelbetten 3a,
4a zu den Seitenflächen der in die Nadelbettlücke 2
vorgeschobenen Stricknadeln vorstehen, und zwar an einer Position an der der Strickvorgang
durch das Vor- und Zurückschieben der Stricknadeln der unteren Nadelbetten
3b, 4b bezüglich der Nadelbettlücke 2 nicht
beeinträchtigt wird, und welche den Seitenflächen der Stricknadeln zugewandt
ist, wenn die Stricknadeln der oberen Nadelbetten 3a, 4a in die
Nadelbettlücke 2 vorgeschoben sind. Auch wenn eine seitliche Last
auf die von den oberen Nadelbetten 3a, 4a in die Nadelbettlücke
2 vorgeschobenen Stricknadeln wirkt, dann stossen die Stricknadeln gegen
die Stricknadelstützvorsprünge 11, 12 der Festplatinen
9, 10 und werden von diesen gestützt, so dass eine nennenswerte
Verbiegung der Stricknadeln verhindert werden kann. Die Stricknadelstützvorsprünge
11, 12 stehen lediglich seitlich von den Stricknadeln hervor,
so dass anders als bei durchgeführten Elementen, wie zum Beispiel Drähten,
eine gegenseitige Beeinträchtigung mit den Stricknadeln nicht stattfindet,
und eine effektive Stützung der Stricknadeln erreicht werden kann, indem die
Stricknadelstützvorsprünge 11, 12 in der Nähe der
Nadelbettlücke 2 vorgesehen sind.
Ferner ist es nicht notwendig, dass die Stricknadelstützvorsprünge
11, 12 für jede einzelne einer Mehrzahl von Stricknadeln
vorgesehen sind. Die seitliche Last, die auf die Stricknadeln wirkt, vergrössert
sich zum seitlichen Rand in Strickbreite, so dass die Maschen, für die eine
Unterstützung bezüglich seitlicher Lasten notwendig ist, insbesondere
die am seitlichen Rand in Strickbreite sind. Folglich ist es nicht notwendig, die
Stricknadelstützvorsprünge 11, 12 an Positionen anzuordnen,
die meistens um die Mitte der Strickbreite im Nadelbett liegen. Allerdings ist es
notwendig sicherzustellen, dass keine grossen seitlichen Lasten an Positionen wirken,
in welchen keine Stricknadelstützvorsprünge 11, 12 vorgesehen
sind, was sich auf den Strickvorgang beschränkend auswirkt. Falls die Stricknadelstützvorsprünge
11, 12 über das gesamte Nadelbett angeordnet sind, dann kann
sichergestellt werden, dass keine Beschränkungen auf den Strickvorgang wirken.
Das Vorderende des Nadelbetts trägt im Strickvorgang zur Unterstützung
des Abschlagens der alten Schlaufe einer Masche gegenüber einer neuen
Schlaufe bei. Die Stricknadeln, die in die Nadelbettlücke vorgeschoben werden
und mit deren Haken das Strickgarn aufgenommen wird, werden von der Nadelbettlücke
zurückgeschoben und bilden eine neue Schlaufe einer Masche während sie
das Strickgarn zurückziehen. Die alte Schlaufe der zuvor gestrickten Masche,
wird vom in der Nadelbettlücke gestrickten und nach unten gelassenen Strickwerk
eingezogen, so dass sie über den Haken der Stricknadel hinausgeht und vom Haken
gelassen wird. Das Strickwerk, welches mit der alten Schlaufe der Masche verbunden
ist, wird zunächst in die Richtung des Vorderendes des Nadelbettsgezogen, und
ändert seine Richtung dann am Vorderende nach unten. Wenn am Vorderende des
Nadelbetts separat vom Nadelbett ein hartes Element, wie z.B. ein Stahldraht, angebracht
ist, dann unterstützt dies die Verringerung der Reibung des Strickgarns am
Nadelbettlückenvorderende und das reibungslose Abschlagen.
Da allerdings das Vorderende des oberen Nadelbetts an einer Position
angeordnet ist, die weiter von der Nadelbettlücke entfernt ist, als beim unteren
Nadelbett, muss, wenn ein Stahldraht oder dergleichen zur Unterstützung des
Abschlagens der Stricknadeln an der Oberseite vorgesehen ist, dieser an einer Position
angeordnet werden, die beim Vorschieben der unteren und oberen Stricknadeln in die
Nadelbettlücke nicht zu einer gegenseitigen Beeinträchtigung führt.
Um eine Anordnung unter Vermeidung einer solchen Beeinträchtigung zu ermöglichen,
muss auch das obere Nadelbett von unteren Nadelbett entfernt bzw. versetzt angeordnet
werden. Wenn der Abstand zwischen den oberen und unteren Nadelbetten gross wird,
dann verschlechtert sich die Fähigkeit eines engmaschigen Strickens mit den
oberen und unteren Stricknadeln drastisch. Folglich ist es nicht möglich, einen
Draht, wie z.B. einen Stahldraht, durch den Vordabschnitt auf der oberen Seite zu
führen. Die Maschen, für die eine Unterstützung des Abschlagens notwendig
ist, sind diejenigen an den seitlichen Enden der Strickbreite, und diese Maschen
werden seitlich zur Mitte in Strickbreite gezogen, so dass eine ausreichende Unterstützung
des Abschlagensauch mit Vorsprüngen erfolgen kann, die seitlich von den Stricknadeln
her vorstehen.
Die erfindung kann in anderen specifischen Ausführungsformen
ausgeführt werden, ohne vom Erfindunggedanken oder von wesentlichen Eigneschaften
der Erfindung abzuweichen. Die beschriebenen Ausführungsformen sind daher in
jeder Hinsicht lediglich als erläuternd und nicht als beschränkend anzusehen,
wobei der Umfang der Erfindung eher durch die beigefügten Ansprüche als
durch die vorhergehende Beschreibung angegeben wird und wobei sämtliche Änderungen,
die innerhalb des Bedeutungsgehaltes und des Äquivalenzbereichs der Ansprüche
liegen, von der Erfindung abgedeckt sein sollen.
GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT
Gemäß der vorliegenden Erfindung weist mindestens ein von
einem vorderen Nadelbett und einem hinteren Nadelbett einer Flachstrickmaschine
zwei übereinander angeordnete Nadelbetten auf, und ein nadelbettlückenseitiger
Abschnitt des unteren Nadelbetts dieser zwei Nadelbetten ist mit mehreren Festplatinen
versehen. Die Festplatinen wirken als Platinen für die Stricknadeln, welche
den Strickvorgang durchführen, indem sie vom unteren Nadelbett und vom oberen
Nadelbett bezüglich der Nadelbettlücke vor- und zurückgeschoben werden.
Die Festplatinen sind mit Vorsprüngen versehen, welche zu den Seitenflächen
der Stricknadeln hin vorstehen, die vom oberen Nadelbett in die Nadelbettlücke
vorgeschoben sind, und zwar an einer Position an der der Strickvorgang durch das
Vor- und Zurückschieben der Stricknadeln der unteren Nadelbetten bezüglich
der Nadelbettlücke nicht beeinträchtigt wird, und welche den Seitenflächen
der Stricknadeln zugewandt ist, wenn die Stricknadeln der oberen Nadelbetten in
die Nadelbettlücke vorgeschoben sind. Wenn auf die Stricknadeln eine seitliche
Last wirkt, und sie verbogen werden, dann stossen sie gegen die Vorsprünge,
wodurch eine nennenswerte Verbiegung verhindert werden kann. Die Vorsprünge
stehen lediglich seitlich von den Stricknadeln hervor, so dass anders als bei durchgeführten
Elementen, wie zum Beispiel Drähten, eine gegenseitige Beeinträchtigung
mit den Stricknadeln nicht stattfindet, und eine effektive Stützung der Stricknadeln
erreicht werden kann, indem die Stricknadelstützvorsprünge in der Nähe
der Nadelbettlücke vorgesehen sind.
Ferner ist gemäß der vorliegenden Erfindung jeweils eine
Festplatine zwischen mehreren Stricknadeln angeordnet, die nebeneinander in den
Nadelbetten vorgesehen sind, und die Vorsprünge sind jeweils an beiden Seiten
der Festplatinen vorgesehen. Die Vorsprünge stehen von den Festplatinen auf
beiden Seiten zu den Stricknadeln vor, so dass durch die Vorsprünge eine nennenswerte
Verbiegung verhindert werden kann, selbst wenn eine Last in eine der beiden seitlichen
Richtungen auf die Stricknadeln wirkt.
Wenn gemäß der vorliegenden Erfindung ein Schieber einer
Verbundnadel, wie sie z.B. im japanischen Paten Nr. 3379947 veröffentlicht
ist, in die Nadelbettlücke geschoben wird, dann werden die Vorderenden der
zwei Klingen von den Abschrägungen, die mit den von der Festplatine hervorstehenden
Vorsprüngen verbunden sind, geführt, so dass ein seitliches Öffnen
der Klingen verringert werden kann. Die Vorderenden der Klingen können auch
sicher geführt werden, wenn der Schieber während eines Wartungsvorgangs
der Strickmaschine oder dergleichen manuell vor- und zurückgeschoben wird,
oder bei Störungen, z.B. wenn die Nocken, die den Schieber antreiben,
aus der Spur geraten. Es können also Defekte, die ohne die Abschrägungen
zu Beschädigungen der Vorderenden der Klingen führen würden, verhindert
werden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann mit den Festplatinen
eine seitliche Stützung der Stricknadeln des unteren Nadelbetts und eine seitliche
Stützung der Stricknadeln des oberen Nadelbetts gleichzeitig erreicht werden.
Zusammenfassung
FLACHSTRICKMASCHINE
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Flachstrickmaschine bereitzustellen,
welche zwei übereinander angeordnete, auf derselben der Nadelbettlücke
zugewandten Seite angeordnete Nadelbetten aufweist, wobei eine ausreichende Stützung
der Stricknadeln im oberen Nadelbett gegenüber seitlichen Lasten erreicht werden
kann. Am vorderen Ende der unteren Nadelbetten (3b, 4b) ist jeweils
eine feste Platine bzw. Festplatine (9 bzw. 10) angebracht, die
Stricknadelstützvorsprünge (11, 12) aufweisen, und die
Stricknadeln der oberen Nadelbetten (3a, 4b) seitlich in der Nadelbettlücke
2 stützen können. Der Stricknadelstützvorsprung (11,
12) ist in einer Position vorgesehen, worin die Bewegung der Verbundnadel
(21b, 22b) der unteren Nadelbetten (3b, 4b)
nicht beeinträchtigt wird. Auch wenn die Nadelkörper (23a,
24a) der oberen Nadelbetten (3a, 4a) eine seitliche Last
nehmen, kann eine nennenswerte Verbiegung durch den Stoß des Stricknadelstützvorsprung
(11, 12) verhindert werden, wodurch eine seitliche Stützung
genug erreicht wird.
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| Anspruch[de] |
Eine Flachstrickmaschine, umfassend:
ein vorderes Nadelbett und ein hinteres Nadelbett, die eine Nadelbettlücke
flankierend gegenüber voneinander angeordnet sind,
wobei mindestens einf von dem vorderen Nadelbett und dem hinteren Nadelbett zwei
übereinander angeordnete Nadelbetten aufweist,
wobei in einem der Nadelbettlücke zugewandten Abschnitt des unteren dieser
zwei Nadelbetten eine Mehrzahl von Festplatinen angordnet sind, die sowohl für
eine Mehrzahl von Stricknadeln, welche einen Strickvorgang durchführen, indem
sie aus dem unteren Nadelbett bezüglich der Nadelbettlücke vor- und zurückgeschoben
werden, als auch für eine Mehrzahl von Stricknadeln, welche einen Strickvorgang
durchführen, indem sie aus dem oberen Nadelbett bezüglich der Nadelbettlücke
vor- und zurückgeschoben werden als Platine dienen, und
wobei in den Festplatinen Vorprünge vorgesehen sind, welche von dem oberen
Nadelbett zur Seitenfläche der in die Nadelbettlücke vorgeschobenen Stricknadeln
hin vorstehen, und zwar an einer Position an der der Strickvorgang durch das Vor-
und Zurückschieben der Stricknadeln des unteren Nadelbetts bezüglich der
Nadelbettlücke nicht beeinträchtigt wird, und welche den Seitenflächen
der Stricknadeln zugewandt ist, wenn die Stricknadeln des oberen Nadelbetts in die
Nadelbettlücke vorgeschoben sind.
Die Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stricknadeln und die Festplatinen in den zwei übereinander angeordneten
Nadelbetten abwechselnd angeordnet sind, und die Vorsprünge jeweils an beiden
Seitenflächen der Festplatinen vorgesehen sind.
Die Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stricknadeln, welche den Strickvorgang durchführen, indem sie aus
dem unteren Nadelbett bezüglich der Nadelbettlücke vor- und zurückgeschoben
werden, Verbundnadeln sind, in welchen jeweils ein Schieber, der zwei Klingen aufweist,
die an dem Vorderende auf der Seite der Nadelbettlücke mit einer Zunge versehen
sind, unabhängig vom Nadelkörper bezüglich der Nadelbettlücke
vor- und zurückschiebbar ist, wobei ein Haken des Nadelkörpers mit den
Klingen des Schiebers geschlossen bzw. geöffnet wird, und
die Vorsprünge der Festplatinen mit einer Abschrägung versehen sind, bei
der das Ausmass des Vorsprungs mit zunehmendem Abstand von der Nadelbettlücke
abnimmt, wobei die Vorderenden der Klingen der Verbundnadeln des unteren Nadelbetts
mit dieser Abschrägung geführt werden.
Die Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Festplatinen auch zur seitlichen Stützung der Stricknadeln
der unteren Nadelplatte dienen.
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