| Dokumentenidentifikation |
DE112005003051T5 25.10.2007 |
| Titel |
Überlastschutzsystem für eine elektrische Vorrichtung |
| Anmelder |
Caterpillar Inc., Peoria, Ill., US |
| Erfinder |
Sychra, Robert R., Washington, Ill., US; Stanek, Daniel F., Chillicothe, Ill., US; Tate, William J., Dunlap, Ill., US |
| Vertreter |
WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München |
| DE-Aktenzeichen |
112005003051 |
| Vertragsstaaten |
AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KM, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, LY, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NG, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, EP, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, OA, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, AP, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, EA, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM |
| WO-Anmeldetag |
18.10.2005 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/US2005/037328 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2006065337 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
22.06.2006 |
| Date of publication of WO application in German translation |
25.10.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
25.10.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
H02H 7/085(2006.01)A, F, I, 20051018, B, H, DE
|
| IPC-Nebenklasse |
H02H 6/00(2006.01)A, L, I, 20051018, B, H, DE
|
| Beschreibung[de] |
|
Technisches Gebiet
Die vorliegende Offenbarung bezieht sich auf ein System zum Schutz
gegen einen Überhitzungszustand in einer elektrischen Vorrichtung und insbesondere
auf ein System zur Vorhersage der Temperatur von Wicklungen in einem Elektromotor,
der mit einer Arbeitsmaschine assoziiert ist, und auf die Steuerung des Betriebs
des Elektromotors basierend auf der vorhergesagten Temperatur.
Hintergrund
Arbeitsmaschinen, wie beispielsweise Radlader, Raupentraktoren und
andere Arten von Maschinen, werden für eine Vielzahl von Aufgaben verwendet.
Diese Arbeitsmaschinen können eine Leistungsquelle aufweisen, wie beispielsweise
einen Dieselmotor, einen Benzinmotor, einen Erdgasmotor oder irgendeine andere Art
einer Leistungsquelle, die die erforderliche Leistung zur Vollendung dieser Aufgaben
liefert. Bei gewissen Antriebssystemen kann die Antriebs- bzw. Leistungsquelle mit
einem Generator gekoppelt sein, um eine elektrische Leistungsausgabe zu erzeugen,
die zu einem oder mehreren Elektromotoren geliefert wird. Die Motoren können
mit mit dem Boden in Eingriff stehenden Traktions- bzw. Antriebsvorrichtungen verbunden
sein, um die Arbeitsmaschine voranzutreiben.
Die Elektromotoren, die mit den Traktions- bzw. Antriebsvorrichtungen
gekoppelt sind, können beispielsweise Wechselstrominduktionsmotoren aufweisen.
Während diese Arten von Motoren für kurze Perioden auf Spitzendrehmomentniveaus
arbeiten können, die größer als ihre kontinuierliche Nennleistung
sind, können die hohen Ströme, die mit diesen Spitzendrehmomentniveaus
assoziiert sind, zu einer Beschädigung von verschiedenen Elektromotorkomponenten
führen. Beispielsweise kann ein anhaltender Zustand mit hohem Strom (d.h. ein
Überlastungszustand) erhöhte Temperaturen in den leitenden Wicklungen
des Motorstators zur Folge haben. Diese erhöhten Temperaturen können die
Isolation der Wicklungen beschädigen, was zu einem letztendlichen oder sofortigen
Versagen zwischen den Leitern führen kann.
Die Elektromotoren können vor einem potentiellen Schaden dadurch
geschützt werden, dass sie sicherstellen, dass die Temperatur der leitenden
Wicklungen des Stators nicht ein erwünschtes Niveau überschreitet. Die
Überwachung dieser Temperatur kann jedoch eine Herausforderung sein. Insbesondere
können Temperaturabfühlvorrichtungen, auch wenn sie direkt benachbart
zu den Wicklungen angeordnet sind, ungenaue Messungen der Wicklungstemperatur liefern.
Aufgrund der großen Masse an Metall, die verwendet werden kann, um den Motorstator
zu bilden, insbesondere bei Schwerlastmotoren für Antriebsanwendungen mit hoher
Leistung, können die Motoren große thermische Zeitkonstanten haben. Ansprechend
auf hohe Ströme in den Statorleitungen, kann somit die Temperatur der Leiter
beträchtlich eine festgelegte Nenngröße überschreiten, bevor
die umgebenden Bereiche, einschließlich der Temperatursensoren, sogar nur eine
moderate Temperaturveränderung zeigen. Um einen Elektromotor vor einem Schaden
zu schützen, der von Überlastzuständen verursacht wurde, kann somit
ein System zur genauen Temperatur der Statorwicklungen eines Elektromotors erforderlich
sein.
Mindestens ein System ist zum Schutz gegen eine Überlastung in
einem Elektromotor entwickelt worden. Beispielsweise beschreibt das US-Patent 5,510,687
(„das '687-Patent"), welches an Unsworth u.a. am 23. April 1996 ausgegeben
wurde, ein System zum Detektieren eines Überlastungszustandes in einem Elektromotor
durch Abschätzen der Temperatur des Motors. Insbesondere leitet das System
des '687-Patentes eine Gleichstromspannungskomponente in eine Statorwicklung des
Elektromotors ein. Das System weist eine Schaltung auf, um den Gleichstromspannungsabfall
an der Wicklung zu bestimmen. Das System weist auch eine Hall-Effekt-Vorrichtung
auf, um den Strom in der Wicklung abzufühlen, der der Gleichstromspannung zuzuordnen
ist. Basierend auf den abgefühlten Spannungs- und Stromwerten kann der Widerstand
der Wicklung unter Verwendung des Ohmschen Gesetzes berechnet werden. Die Temperatur
der Wicklung kann durch Vergleich des berechneten Widerstandswertes mit einem kalibrierten
Widerstandswert vorhergesagt werden, der für eine bekannte Temperatur bestimmt
wurde. Wenn die vorhergesagte Temperatur einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitet,
wird der Elektromotor ausgeschaltet.
Während das System des '687-Patentes effektiv sein kann, um Überlastbedingungen
in gewissen Situationen zu vermeiden, weist das System des '687-Patentes verschiedene
Nachteile auf. Beispielsweise weist das System eine komplexe Schaltung auf, um die
Gleichstromspannung und die Stromsignale in der Motorwicklung zu messen. Diese Schaltung
kann zusätzliche Kosten für den Motor bringen und kann nachteilig seine
Zuverlässigkeit beeinflussen. Weiterhin muss das System aktiv die Effekte auf
den Motorbetrieb kompensieren, die durch die eingeleitete Gleichstromspannungskomponente
verursacht werden. Weil jeder Motor einzigartige Widerstandscharakteristiken zeigen
kann, kann jeder Motor eine Kalibrierung vor dem Betrieb erfordern, um einen grundlegenden
Widerstandswert bei einer bekannten Temperatur zu bestimmen. Dies kann zusätzliche
Kosten bei der Herstellung zur Folge haben. Auf die Detektion eines Überlastungszustandes
hin schaltet das System des '687-Patentes auch vollständig
den Motor ab, anstatt zu gestatten, dass der Motor weiter mit einem verringerten
Ausgabeniveau arbeitet.
Die vorliegende Offenbarung stellte eine Verbesserung gegenüber
den Systemen des Standes der Technik für einen Schutz gegen einen Überlastungszustand
in einem Elektromotor dar.
Zusammenfassung der Erfindung
Ein offenbartes Ausführungsbeispiel weist ein Schutzsystem für
eine elektrische Vorrichtung auf. Das System kann mindestens ein temperaturempfindliches
Element aufweisen, welches in einer Region benachbart zu einer Komponente der elektrischen
Vorrichtung gelegen ist und konfiguriert ist, um eine Ausgangsgröße zu
liefern, die mit einer tatsächlichen Temperatur in der Region in Beziehung
steht. Das System kann auch eine Steuervorrichtung aufweisen, die konfiguriert ist,
um die tatsächliche Temperatur in der Region basierend auf der Ausgangsgröße
des mindestens einen temperaturempfindlichen Elementes zu bestimmen, um eine vorhergesagte
Temperatur der Komponente basierend auf der tatsächlichen Temperatur in der
Region und auf einer vorherbestimmten Wärmeableitungscharakteristik der elektrischen
Vorrichtung zu bestimmen.
Ein weiteres offenbartes Ausführungsbeispiel weist ein Verfahren
zum Schutz gegenüber einem Überlastungszustand eines Elektromotors auf.
Das Verfahren kann aufweisen, eine tatsächliche Temperatur einer Region benachbart
zu einer Komponente des Elektromotors zu bestimmen und eine vorhergesagte Temperatur
der Komponente basierend auf der tatsächlichen Temperatur und mindestens einer
Wärmeableitungscharakteristik des Elektromotors zu berechnen. Das Verfahren
kann auch aufweisen, mindestens einen Betriebsparameter des Elektromotors einzustellen,
wenn die vorhergesagte Temperatur einen vorbestimmten Wert überschreitet.
Ein weiteres offenbartes Ausführungsbeispiel weist eine Arbeitsmaschine
auf, die eine Leistungsquelle aufweisen kann, die konfiguriert ist, um eine Leistungsausgabe
zu liefern, und einen Generator, der betriebsmäßig mit der Leistungsquelle
gekoppelt ist, um zumindest einen Teil der Leistungsausgabe in elektrische Energie
umzuwandeln. Die Maschine kann mindestens einen Elektromotor aufweisen, der betriebsmäßig
mit dem Generator gekoppelt ist und konfiguriert ist, um zumindest einen Teil der
elektrischen Energie aufzunehmen, mindestens eine Traktions- bzw. Antriebsvorrichtung,
die betriebsmäßig mit dem mindestens einen Motor gekoppelt ist, und ein
Schutzsystem für den mindestens einen Elektromotor. Das Schutzsystem kann mindestens
ein temperaturempfindliches Element aufweisen, welches in einer Region benachbart
zu einer Komponente des Elektromotors gelegen ist und konfiguriert ist, um eine
Ausgangsgröße zu liefern, die mit einer tatsächlichen Temperatur
in der Region in Beziehung steht. Eine Steuervorrichtung kann konfiguriert sein,
um die tatsächliche Temperatur in der Region basierend auf der Ausgangsgröße
des mindestens einen temperaturempfindlichen Elementes zu bestimmen und eine vorhergesagte
Temperatur der Komponente basierend auf der Temperatur in der Region und auf einer
vorbestimmten Wärmeableitungscharakteristik des Elektromotors zu bestimmen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 sieht eine schematische Perspektivansicht einer Arbeitsmaschine
gemäß einem beispielhaften offenbarten Ausführungsbeispiel vor.
2 sieht eine schematische Blockdiagrammdarstellung
von Komponenten einer Arbeitsmaschine 10 gemäß einem beispielhaften
offenbarten Ausführungsbeispiel vor.
3 sieht eine diagrammartige Veranschaulichung eines
Elektromotorschutzsystems gemäß einem beispielhaften offenbarten Ausführungsbeispiel
vor.
4 sieht ein Informationsflussdiagramm für ein
Elektromotorschutzsystem gemäß einem beispielhaften offenbarten Ausführungsbeispiel
vor.
Detaillierte Beschreibung
1 sieht eine diagrammartige Perspektivansicht einer
Arbeitsmaschine 10 gemäß einem beispielhaften offenbarten Ausführungsbeispiel
vor. Während die Arbeitsmaschine 10 als ein Raupentraktor veranschaulicht
ist, kann die Arbeitsmaschine 10 irgendeine Art einer Arbeitsmaschine aufweisen,
die einen oder mehrere Elektromotoren aufweist. Beispielsweise kann die Arbeitsmaschine
10 Straßenfahrzeuge, Geländefahrzeuge, Radlader, Bagger, differentiell
gelenkte Maschinen und andere Arten von Maschinen aufweisen.
Die Arbeitsmaschine 10 kann eine Leistungsquelle
12 aufweisen, die konfiguriert ist, um eine Leistungsausgabe zum Antrieb
von verschiedenen Betriebsvorgängen der Arbeitsmaschine 10 vorzusehen.
Die Leistungsquelle 12 kann einen Verbrennungsmotor aufweisen, der unter
Verwendung von Dieselbrennstoff, Benzin, Erdgas oder anderen Arten von Brennstoffen
arbeitet.
Die Leistungsquelle 12 kann betriebsmäßig mit einem
Generator 14 gekoppelt sein, wie in 2 gezeigt.
Der Generator 14 kann irgendeine Art einer Vorrichtung aufweisen, die konfiguriert
sein kann, um zumindest einen Teil der Leistungsausgabe, die von
der Leistungsquelle 12 geliefert wird, in elektrische Energie umzuwandeln.
Ansprechend auf die mechanische Leistungsausgabe aus der Leistungsquelle
12 kann beispielsweise der Generator 14 elektrische Energie erzeugen,
die gespeichert werden kann oder verwendet werden kann, um eine oder mehrere elektrisch
angetriebene Komponenten zu betreiben.
In einem Ausführungsbeispiel kann der Generator 14 betriebsmäßig
mit einem Elektromotor 16 gekoppelt sein, und elektrische Energie, die
vom Generator 14 erzeugt wird, kann verwendet werden, um den Elektromotor
16 anzutreiben. Der Generator 14 kann beispielsweise konfiguriert
sein, um eine dreiphasige Ausgabe mit einem erwünschten Spannungspegel zu liefern
(beispielsweise mit 480V oder irgendeinem anderen geeigneten Pegel), und um diese
Ausgangsgröße an einen Generatorleistungswandler 17 zu liefern.
Der Generatorleistungswandler 17 kann die dreiphasige Spannung in eine
Gleichstromspannung mit einem anderen erwünschten Pegel umwandeln (beispielsweise
auf 615V oder irgendeinen anderen geeigneten Pegel). Ein Motorleistungswandler
18 kann konfiguriert sein, um die Spannung aufzunehmen, die vom Generatorleistungswandler
17 geliefert wird und den Elektromotor 16 mit einer variablen
dreiphasigen Wechselstromspannung zu beliefern, die verwendet werden kann, um den
Elektromotor 16 anzutreiben.
Während nur ein Elektromotor 16 in 2
veranschaulicht ist, kann die Arbeitsmaschine 10 eine Vielzahl von Elektromotoren
aufweisen, die von dem Generator 14 mit Leistung versorgt werden. Weiterhin
kann der Elektromotor 16 ein Wechselstrominduktionsmotor sein, der für
Antriebsanwendungen konfiguriert ist. Der Elektromotor 16 kann jedoch als
ein Elektromotor von irgendeiner Bauart und Größe/Kapazität konfiguriert
sein, um die Anforderungen einer speziellen Anwendung zu erfüllen.
Die Arbeitsmaschine 10 kann auch eine Traktionsvorrichtung
20 aufweisen, die betriebsmäßig mit dem Elektromotor
16 gekoppelt ist. Die Traktions- bzw. Antriebsvorrichtung 20 kann
eine Raupenvorrichtung sein, wie in den 1 und
2 veranschaulicht. Alternativ kann die Traktionsvorrichtung
20 Räder oder irgendeine andere Art von mit dem Boden in Eingriff
stehenden Vorrichtungen aufweisen.
Die Traktionsvorrichtung 20 kann betriebsmäßig
mit dem Elektromotor 16 durch eine oder mehrere Vorrichtungen gekoppelt
sein. Beispielsweise können verschiedene (nicht gezeigte) Leistungsübertragungsvorrichtungen
und (nicht gezeigte) Differentiallenkungseinheiten zwischen dem Elektromotor
16 und der Traktionsvorrichtung 20 vorgesehen sein, um Leistung
vom Elektromotor 16 zur Traktionsvorrichtung 20 zu übertragen.
Die Arbeitsmaschine 10 kann ein Elektromotorschutzsystem
26 aufweisen, welches mit dem Elektromotor 16 assoziiert ist.
Das Schutzsystem 26 kann konfiguriert sein, um das Risiko eines Schadens
an dem Elektromotor 16 zu minimieren oder zu verhindern, und kann ein oder
mehrere temperaturempfindliche Elemente 28 aufweisen. Das Schutzsystem
26 kann auch eine Steuervorrichtung 30 aufweisen, die betriebsmäßig
mit dem Elektromotor 16 und mit dem einen oder mit der Vielzahl von temperaturempfindlichen
Elementen 28 gekoppelt ist.
3 sieht eine diagrammartige Veranschaulichung eines
Elektromotorschutzsystems 26 und eines Elektromotors 16 vor. Als
eine Anzeigevorrichtung kann der Elektromotor 16 zwei Hauptkomponenten
aufweisen: einen Stator 32 und einen Rotor 34, die voneinander
durch einen Luftspalt 35 getrennt sind. Der Rotor 34 kann aus
einer Anzahl von leitenden Stangen bzw. Schienen 36 in elektrischem Kontakt
miteinander und parallel zu einer Welle 38 des Elektromotors
16 verlaufend aufgebaut sein. Der Stator 32 kann ein Muster von
Statorleitern 40 aufweisen, die in den Wicklungen angeordnet sind. Wenn
Wechselstrom durch die Statorleiter 40 geleitet wird, wird ein sich bewegendes
Magnetfeld nahe dem Stator 32 ausgebildet. Dieses Magnetfeld erzeugt elektrische
Ströme in den Elementen des Rotors 34, was bewirkt, dass der Rotor
34 selbst ein Magnetfeld erzeugt. Die Gegenwirkung dieser Magnetfelder
kann ein Drehmoment an dem Rotor 34 erzeugen, und daher an der Welle
38, die mit dem Rotor 34 gekoppelt sein kann.
Um die hohen Drehmomentniveaus zu erzeugen, die für Traktions-
bzw. Antriebsanwendungen benötigt werden, können große Motorströme
durch die Statorleitungen 40 geleitet werden. Falls diese nicht überwacht
werden, können diese Motorströme schnell ausreichende Wärmeniveaus
erzeugen, um die (nicht gezeigte) Statorisolation zu beschädigen, die mit den
Statorleitern 40 assoziiert ist. Ein solcher Zustand kann einem Überlastungszustand
des Elektromotors 16 entsprechen und kann zu einem letztendlichen oder
sofortigen Versagen des Elektromotors 16 führen.
Die Steuervorrichtung 30 und die temperaturempfindlichen
Elemente 28 können konfiguriert sein, um gegen Überlastungszustände
in dem Elektromotor 16 zu schützen. Wie in 3
gezeigt, kann das Elektromotorschutzsystem 26 eine Vielzahl von temperaturempfindlichen
Elementen 28 aufweisen. Während das beispielhafte veranschaulichte
Ausführungsbeispiel in 3 eine Anordnung von drei
temperaturempfindlichen Elementen 28 aufweist, kann das Schutzsystem
26 irgendeine Anzahl von temperaturempfindlichen Elementen von mehr oder
weniger als drei an der Zahl aufweisen. In einem Ausführungsbeispiel
kann das Schutzsystem 26 unter Verwendung von nur einem temperaturempfindlichen
Element 28 arbeiten.
Die temperaturempfindlichen Elemente 28 können in dem
Elektromotor 16 in Regionen benachbart zu einem oder mehreren der Statorleiter
40 angeordnet sein. Für die Zwecke der vorliegenden Offenbarung weist
eine Region benachbart zum Statorleiter 40 irgendeine Stelle in Kontakt
mit dem Statorleiter 40 oder gegenüber diesem versetzt auf, wo das
temperaturempfindliche Element 28 zumindest ein gewisses Ansprechen auf
Wärme liefern wird, die von dem Statorleiter 40 erzeugt wird. Weiter
können die temperaturempfindlichen Elemente 28. irgendwelche Arten
von Vorrichtungen aufweisen, die eine Ausgabe liefern können, die in Beziehung
mit der Temperatur einer Umgebung stehen, in der sie gelegen sind. In einem Ausführungsbeispiel
können ein oder mehrere temperaturempfindliche Elemente 28 eine Platin-Widerstandstemperaturvorrichtung
(RTD = Resistive Temperature Device) aufweisen. Eine solche Widerstandstemperaturvorrichtung
bzw. RTD kann einen Widerstand aufweisen, der sich mit der Temperatur gemäß
einer bekannten Beziehung verändert (beispielsweise einer linearen Beziehung
in einem speziellen interessanten Temperaturbereich).
Die Steuervorrichtung 30 kann verschiedene Komponenten aufweisen,
um Software-Anwendungen laufen zu lassen. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung
30 eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU = Central Processing Unit),
einen Arbeitsspeicher (RAM = Random Access Memory), Eingabe/Ausgabe-Elemente (I/O-Elemente)
usw. aufweisen. Die Steuervorrichtung 30 kann eine Einheit bilden, die
extra für das Elektromotorschutzsystem 26 vorgesehen ist. Alternativ
kann die Steuervorrichtung 30 mit einer elektronischen Steuereinheit (ECU
= Electronic Control Unit) der Arbeitsmaschine 10 zusammenfallen. Weiterhin
kann die Steuervorrichtung 30 verschiedene Module aufweisen, egal ob integriert
oder allein stehend, um den Generatorleistungswandler 17 und den Motorleistungswandler
18 zu steuern. Für die Speicherung und den Aufruf von Informationen
und Daten kann die Steuervorrichtung 30 mit einer Speichereinheit
41 assoziiert sein.
Die Steuervorrichtung 30 kann konfiguriert sein, um die Ausgabe
von temperaturempfindlichen Elementen 28 zu überwachen und Temperaturwerte
zu bestimmen, die mit irgendeinem oder mit allen der temperaturempfindlichen Elemente
28 assoziiert sind. Für die Zwecke der vorliegenden Offenbarung kann
eine Ausgabe bzw. Ausgangsgröße sowohl aktiv gelieferte Informationen
(beispielsweise ein Informationen führendes Signal) als auch passiv gelieferte
Informationen (beispielsweise eine messbare oder detektierbare Charakteristik, wie
beispielsweise den Widerstand eines Widerstandstemperaturelementes) aufweisen. In
dem Ausführungsbeispiel mit Widerstandstemperaturelement kann die Steuervorrichtung
30 beispielsweise konfiguriert sein, um eine Spannung oder ein Stromsignal
zu temperaturempfindlichen Elementen 28 zu liefern und Widerstandswerte
zu bestimmen, die mit einem oder mehreren temperaturempfindlichen Elementen
28 assoziiert sind. Basierend auf den gemessenen Widerstandswerten kann
die Steuervorrichtung 30 die Temperaturen von den Regionen bestimmen, in
denen die temperaturempfindlichen Elemente 28 liegen.
Wegen der signifikanten thermischen Masse, die in dem Stator
32 und in anderen Komponenten des Elektromotors 16 vorhanden sein
kann, können die Temperaturwerte, die basierend auf den Ausgangsgrößen
der temperaturempfindlichen Elemente 28 bestimmt wurden (d.h. die tatsächlichen
Temperaturwerte der Regionen, in denen die temperaturempfindlichen Elemente
28 gelegen sind) anders sein als die tatsächliche Temperatur der Statorleiter
40. Somit kann die Steuervorrichtung 30 konfiguriert sein, um
eine vorhergesagte Temperatur zu bestimmen, die mit den Statorleitern
40 assoziiert ist. Diese vorhergesagte Temperatur kann basierend auf einem
oder auf mehreren Temperaturwerten bestimmt werden, die von den temperaturempfindlichen
Elementen 28 geliefert werden, weiter basierend auf vorbestimmten Wärmedissipations-
bzw. Wärmeableitungscharakteristiken des Elektromotors 16, auf der
Größe von Strömen, die in die Statorleiter 40 fließen
oder die in diese geflossen sind, und basierend auf irgendwelchen anderen die Temperatur
beeinflussenden Parametern.
Die Steuervorrichtung 30 kann konfiguriert sein, um die vorhergesagte
Temperatur der Statorleiter 40 durch Zusammenaddieren von zumindest einer
tatsächlichen Temperatur, die von den temperaturempfindlichen Elementen
28 geliefert wurde, und mindestens einem Ausdruck bzw. einer Größe
zu bestimmen, die von dem Strom in den Statorleitern 40 abhängt. In
gewissen Ausführungsbeispielen kann die Größe des Stroms in den Statorleitern
40 eine gemessene Größe sein. Alternativ und vorzugsweise kann
die Größe des Stroms in den Statorleitern 40 direkt durch eine
Motorleistungswandlerfunktion oder den CPU-Teil der Steuervorrichtung
30 gesteuert werden, und kann daher eine bekannte Größe sein.
In einem Ausführungsbeispiel kann die Steuervorrichtung
30 konfiguriert sein, um die vorhergesagte Temperatur der Statorleitungen
40 gemäß der folgenden Gleichung zu bestimmen:
Tp(n) = Ta(n) + &agr;I2(n – 1) + &bgr;&Sgr;n-2x=0
&agr;I2(x)(1)
wobei Tp die vorhergesagte Temperatur des Leiters ist, wobei n eine Aufnahmezeit
darstellt, wobei Ta die tatsächliche Temperatur
der Region darstellt, wobei &agr; einen Skalierungsfaktor und einen Dissipations-
bzw. Ableitungskoeffizienten für den Elektromotor darstellt, wobei I eine Größe
eines Stroms darstellt, der in dem Leiter fließt, und wobei &bgr; eine Dispersions-
bzw. Verteilungskonstante für den Elektromotor darstellt. Diese Gleichung schätzt
die tatsächliche Temperatur der Statorleiter 40 basierend auf den
gegenwärtigen Temperaturauslesungen ab, die von den temperaturempfindlichen
Elementen 28 geliefert werden und aufgrund des kurz vorhergehenden Leistungsaufnahmeverlaufs
der Statorleitungen 40.
Aufnahmen der Temperaturinformationen, die von den temperaturempfindlichen
Elementen 28 geliefert werden, können zu einer Vielzahl von Aufnahmezeitpunkten,
n, aufgenommen werden, die voneinander um regelmäßige Aufnahmezeitintervalle
beabstandet sind. Diese Aufnahmezeitintervalle können als irgendeine geeignete
Zeitlänge in Übereinstimmung mit den Anforderungen einer speziellen Anwendung
eingestellt sein. In einem Ausführungsbeispiel können die Aufnahmemessungen
und die Berechnung der vorhergesagten Temperatur der Statorleiter 40 in
regelmäßigen Intervallen von 10 Millisekunden ausgeführt werden.
Der erste Ausdruck auf der rechten Seite der Gleichung (1) stellt
die Temperatur dar, die durch eines der temperaturempfindlichen Elemente
28 bei dem gegenwärtigen Aufnahmezeitpunkt n geliefert wird. Dieser
Temperaturwert, wie er oben beschrieben wird, kann einem tatsächlichen Temperaturwert
in einer Region benachbart zu den Statorleitern 40 zum Aufnahmezeitpunkt
n entsprechen.
Der zweite Ausdruck der Gleichung (1) stellt einen Beitrag zur Temperatur
der Statorleiter 40 dar, der durch den Strom verursacht wird, der in den
Statorleitern 40 zum Aufnahmezeitpunkt n – 1 fließt (d.h. der
Aufnahmezeitpunkt gerade vor dem gegenwärtigen Zeitpunkt n). Der Strom I in
den Statorleitern 40 wird in dem zweiten Ausdruck der Gleichung quadriert,
um widerzuspiegeln, dass dieser Ausdruck in Beziehung zur Leistungsableitung ist.
Der Koeffizient &agr; weist sowohl einen Skalierungsfaktor als auch einen Dissipationskoeffizienten
auf, der in Beziehung mit den Dissipations- bzw. Ableitungscharakteristiken des
Elektromotors 16 ist.
Der dritte Ausdruck der Gleichung (1) stellt einen diskreten Integrator
dar, der die thermischen Ableitungs- bzw. Dispersionseigenschaften des Elektromotors
16 annähert. Eine laufende Summe der thermischen Leistungsableitungsaufnahmen
&agr;I2 wird mit einer Dispersionskonstanten &bgr; multipliziert.
Die Aufnahmezeit Null (d.h. x = 0) des Integrators bzw. Integrationsterms stellt
eine Anfangszeit dar, wo der Temperaturvorhersagealgorithmus den Betrieb beginnt.
Die laufende Summe der thermischen Leistungsableitungsaufnahmen weist daher alle
Aufnahmen bis zu einem Aufnahmezeitpunkt n – 2 auf (d.h. zwei Aufnahmezeitpunkte
vor dem gegenwärtigen Aufnahmezeitpunkt). Der Koeffizient &bgr;, d.h. die
Dispersionskonstante, hat einen Wert zwischen 0 und 1 und ist abhängig von
der Aufnahmezeitfrequenz der Steuervorrichtung 30.
Die Koeffizienten &agr; und &bgr; können experimentell für
den Elektromotor 16 bestimmt werden oder alternativ für eine Klasse
von Elektromotoren, die den Elektromotor 16 aufweist. Beispielsweise können
die Werte dieser Koeffizienten so ausgewählt werden, dass die vorhergesagte
Temperatur, die von der Gleichung (1) geliefert wird, möglichst nah an die
tatsächlichen Temperaturbedingungen angepasst ist, die beispielsweise in einer
Testlaborumgebung bestimmt wurden. Als ein Beispiel von Koeffizientenwerten, die
in dieser Weise bestimmt werden können, kann der Koeffizient &agr; einen
Wert von 0,000001 haben und der Koeffizient &bgr; kann einen Wert von 0,98 haben.
Wie oben erwähnt, können die temperaturempfindlichen Elemente
28 eine Anordnung von Elementen aufweisen, die jeweils eine Temperaturinformation
liefern, die in Beziehung zu unterschiedlichen Regionen des Elektromotors
16 sind. Die Gleichung (1) kann verwendet werden, um eine Temperatur der
Statorleiter 40 basierend auf irgendeinem der temperaturempfindlichen Elemente
28, basierend auf einigen oder allen vorherzusagen. Es kann daher möglich
sein, eine Vielzahl von unterschiedlichen vorhergesagte Temperaturwerten der Statorleiter
40 zu erzeugen. Diese unterschiedlichen vorhergesagten Temperaturwerte
können heiße Punkte und kalte Punkte in den Statorleitern 40
darstellen oder können variierende Grade der Empfindlichkeit der temperaturempfindlichen
Elemente 28 widerspiegeln. Falls erwünscht, kann eine einzige vorhergesagte
Temperatur der Statorleiter 40 entweder durch Auswahl eines einzigen vorhergesagten
Temperaturwertes (beispielsweise der höchsten berechneten Temperatur) aus der
Vielzahl von berechneten Werten, durch Mittelwertbildung der berechneten Werte oder
gemäß irgendeinem anderen erwünschten Vorgang bestimmt werden.
Das Bestimmen einer vorhergesagten Temperatur der Statorleiter
40 kann anzeigen, wann ein Überlastzustand im Elektromotor
16 existiert. Zusätzlich kann der vorhergesagte Temperaturwert der
Statorleiter 40 verwendet werden, um aktiv einen solchen Überlastzustand
zu vermeiden.
4 veranschaulicht ein Informationsflussdiagramm, welches
einen beispielhaften Prozess darstellt, den das Elektromotorschutzsystem
26 einsetzen kann, um das Risiko eines Überlastzustandes zu minimieren
oder zu verhindern. Wie in 4 gezeigt, stellt eine Karte
bzw. ein Kennfeld 42 von Drehmoment gegenüber Drehzahl
eine vorbestimmte Nenn-Drehmomentgrenze für den Elektromotor 16 dar.
Die Arbeitsmaschine 10 kann einen Motordrehzahlsensor 43 (beispielsweise
einen Dual-Hall-Effekt-Sensor oder irgendeine andere geeignete Bauart eines Sensors)
aufweisen, wie in 2 gezeigt, um einen gegenwärtigen
Betriebsdrehzahlwert für den Elektromotor 16 zu liefern. Unter Verwendung
dieses gegenwärtigen Drehzahlwertes bzw. Ist-Drehzahlwertes und des Drehmoment/Drehzahl-Kennfeldes
42 kann die Steuervorrichtung 30 einen Wert des maximal verfügbaren
Drehmomentes entsprechend der gegenwärtigen Drehzahl des Elektromotors
16 bestimmen. Dieser Wert des verfügbaren Drehmomentes kann mit einem
De-Rate- bzw. Herunterregelungsfaktor multipliziert werden, wie in 4
gezeigt, um eine Drehmomentgrenze zu bestimmen, die auf den Elektromotor
16 angewandt werden kann.
Die Steuervorrichtung 30 kann den Herunterregelungsfaktor
durch Vergleich des vorhergesagten Temperaturwertes der Statorleiter 40
mit einem vorherbestimmten Kennfeld 44 des Herunterregelungsfaktors gegenüber
der Temperatur bestimmen. Wie veranschaulicht, ist der De-Rate- bzw. Herunterregelungsfaktor
ein Wert der zwischen Null und Eins variieren kann. Bei niedrigen Leitertemperaturen
ist der Herunterregelungsfaktor eins, was zu einer Drehmomentgrenze gleich der maximal
verfügbaren Drehmomentgrenze führt, die von dem Drehmoment/Drehzahl-Kennfeld
42 vorgeschrieben wird (d.h. 100% der maximal verfügbaren Drehmomentgrenze).
Wenn die vorhergesagte Temperatur der Statorleiter 40 jedoch ansteigt,
kann der Herunterregelungsfaktor einen Wert von weniger als eins haben.
Für einen Herunterregelungsfaktor von beispielsweise 0,5 wäre
die auf den Elektromotor 16 aufgebrachte Drehmomentgrenze 50% der maximal
verfügbaren Drehmomentgrenze, die von dem Drehmoment/Drehzahl-Kennfeld vorgeschrieben
wird. Durch das Herunterregeln des maximal verfügbaren Drehmomentes gemäß
der vorhergesagten Temperatur der Statorleiter 40 kann das Risiko eines
Überlastungszustandes im Elektromotor 16 verringert werden.
Die Steuervorrichtung 30 kann konfiguriert sein, um eine
Drehmomentgrenze auf den Elektromotor 16 nur beim Erreichen einer gewissen
vorherbestimmten Schwellentemperatur anzuwenden. Diese Schwellentemperatur kann
einer Temperatur Tc entsprechen, wie in dem Herunterregelungsfaktor/Temperatur-Kennfeld
44 gezeigt, die einer Temperatur entspricht, wo der Herunterregelungsfaktor
kleiner als Eins wird. Alternativ oder zusätzlich kann die Steuervorrichtung
30 konfiguriert sein, um den Betrieb des Elektromotors 16 basierend
auf irgendeiner Anzahl von anderen Temperaturschwellenwerten zu steuern. Beispielsweise
kann ein kritischer Temperaturschwellenwert so eingestellt sein, dass beim Erreichen
der kritischen Temperatur, der Elektromotor 16 ausgeschaltet wird.
Industrielle Anwendbarkeit
Das offenbarte Schutzsystem kann verwendet werden, um irgendeine Komponente
von irgendeiner Art von elektrischer Vorrichtung zu schützen, welche durch
Wärme beschädigt werden kann. In einem beispielhaften offenbarten Ausführungsbeispiel
kann die Komponente einem Statorleiter 40 des Elektromotors 16
entsprechen.
Das gegenwärtig offenbarte Schutzsystem hat verschiedene Vorteile.
Während beispielsweise mehrere temperaturempfindliche Vorrichtungen
28 vorgesehen sein können, kann das Schutzsystem 26 konfiguriert
sein, um die Temperatur der Statorleiter 40 unter Verwendung von nur einer
einzigen temperaturempfindlichen Vorrichtung 28 vorherzusagen. Mit weniger
Sensorvorrichtungen kann es beträchtliche Einsparungen bei den Herstellungs-
und Montagekosten geben. Weiterhin kann mit weniger Sensoren die Zuverlässigkeit
des Schutzsystems 26 gegenüber Systemen mit einer komplexen Anordnung
von vielen Sensoren verbessert werden.
Es kann auch Vorteile bei den Herstellungskosten geben, die sich aus
der Fähigkeit ableiten, die temperaturempfindlichen Elemente 28 in
Regionen benachbart zu Statorleitern 40 anzuordnen. Wegen der Temperaturvorhersagefähigkeiten
des Schutzsystems 26 müssen beispielsweise die Temperatursensoren
28 nicht direkt in den Statorleitern 40 oder sogar in Kontakt
mit diesen gelegen sein. Die Flexibilität bei der Anordnung der Elemente kann
die Komplexität der Konstruktion und die Verarbeitungskosten verringern, die
mit der Konstruktion und Montage des Elektromotors 16 assoziiert sind.
Das Schutzsystem 26 kann auch die Effizienz im Betrieb der
Arbeitsmaschine 10 verbessern. Anstatt beispielsweise darauf zu warten,
dass ein Überlastzustand auftritt, und dann einfach den Elektromotor
16 abzuschalten, was effektiv die Arbeitsmaschine 10 abschalten
könnte, kann das Schutzsystem 26 aktiv den Betrieb des Elektromotors
16 steuern, um das Risiko zu verringern, dass ein Überlastungszustand
auftritt. Das heißt, durch Überwachung der Temperatursituation der Statorleiter
40 und durch Anwendung von Drehmomentgrenzen für den Elektromotor
16 basierend auf dem Drehmoment/Drehzahl-Kennfeld 42 und dem De-Rate-
bzw. Herunterregelungsfaktor/Temperatur-Kennfeld 44 kann das Schutzsystem
26 die Möglichkeit verringern oder eliminieren, dass der Elektromotor
16 ausreichende Drehmoment/Motorstrom-Niveaus erreicht, um einen Überlastungszustand
zu erreichen.
Das Schutzsystem 26 kann auch beträchtlich kürzere
Ansprechzeiten im Vergleich zu anderen Systemen zeigen. Wenn es beispielsweise eine
Vorhersagekomponente mit einschließt, die die Effekte von gegenwärtigen
und vergangenen Strompegeln mit einem gemessenen Temperaturwert summiert, kann das
Schutzsystem 26 schnell Temperaturveränderungen in den Statorleitern
40 berücksichtigen. Diese Vorhersagefähigkeit des Schutzsystems
26 kann beträchtlich die Ansprechzeiten gegenüber Systemen verringern,
die die Leitertemperatur alleine basierend auf der Ausgangsgröße von Abfühlvorrichtungen
überwachen.
Es wird dem Fachmann offensichtlich sein, dass verschiedene Modifikationen
und Variationen an dem offenbarten Schutzsystem vorgenommen werden können,
ohne vom Umfang der Offenbarung abzuweichen. Zusätzlich werden andere Ausführungsbeispiele
des offenbarten Systems dem Fachmann aus einer Betrachtung der Beschreibung offensichtlich
sein. Es ist beabsichtigt, dass die Beschreibung und die Beispiele nur als beispielhaft
angesehen werden, wobei ein wahrer Umfang der Offenbarung durch die folgenden Ansprüche
und ihre äquivalenten Ausführungen gezeigt wird.
Zusammenfassung
Überlastschutzsystem für eine elektrische Vorrichtung
Ein Schutzsystem für eine elektrische Vorrichtung kann mindestens
ein temperaturempfindliches Element aufweisen, welches in einer Region benachbart
zu einer Komponente der elektrischen Vorrichtung gelegen ist und konfiguriert ist,
um eine Ausgangsgröße zu liefern, die in Beziehung mit der tatsächlichen
Temperatur in der Region ist. Das System kann auch eine Steuervorrichtung aufweisen,
die konfiguriert ist, um die tatsächliche Temperatur in der Region basierend
auf der Ausgangsgröße von dem mindestens einen temperaturempfindlichen
Element zu bestimmen und eine vorhergesagte Temperatur der Komponente basierend
auf der tatsächlichen Temperatur in der Region und basierend auf einer vorbestimmten
Wärmedissipationscharakteristik der elektrischen Vorrichtung zu bestimmen.
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| Anspruch[de] |
Schutzsystem (26) für eine elektrische Vorrichtung (16),
die Folgendes aufweist.
mindestens ein temperaturempfindliches Elemente (28), welches in einer
Region benachbart zu einer Komponente (40) der elektrischen Vorrichtung
gelegen ist und konfiguriert ist, um eine Ausgangsgröße vorzusehen, die
mit einer tatsächlichen Temperatur in der Region in Beziehung steht, und
eine Steuervorrichtung (30), die konfigurier ist, um
die tatsächliche Temperatur in der Region basierend auf der Ausgangsgröße
des mindestens einen temperaturempfindlichen Elementes zu bestimmen, und
eine vorhergesagte Temperatur der Komponente basierend auf der tatsächlichen
Temperatur in der Region und basierend auf einer vorbestimmten Wärmeableitungscharakteristik
der elektrischen Vorrichtung zu bestimmen.
Schutzsystem nach Anspruch 1, wobei die elektrische Vorrichtung einen
Elektromotor aufweist, wobei die Komponente einen Statorleiter des Elektromotors
aufweist, und wobei die Bestimmung der vorhergesagten Temperatur weiter auf einer
Größe eines Stroms basiert, der in dem Leiter fließt.
Schutzsystem nach Anspruch 2, wobei die Steuervorrichtung weiter konfiguriert
ist, um eine Drehmomentgrenze auf den Elektromotor anzuwenden, und zwar auf die
Bestimmung hin, das die vorherbestimmte Temperatur der Komponente einen vorherbestimmten
Wert überschreitet.
Schutzsystem nach Anspruch 1, wobei das mindestens eine temperaturempfindliche
Element eine Platin-Widerstandstemperaturvorrichtung aufweist.
Schutzsystem nach Anspruch 1, wobei die Komponente einen Leiter für
Elektrizität aufweist, und wobei die Steuervorrichtung konfiguriert ist, um
die vorhergesagte Temperatur der Komponente durch Zusammenaddieren der tatsächlichen
Temperatur und mindestens eines Ausdruckes zu bestimmen, der von einer Größe
eines Stroms abhängt, der in dem Leiter fließt.
Schutzsystem nach Anspruch 1, wobei die Komponente einen Leiter für
Elektrizität aufweist, und wobei die Steuervorrichtung konfiguriert ist, um
die vorhergesagte Temperatur der Komponente unter Verwendung der folgenden Gleichung
zu bestimmen:
Tp(n) = Ta(n) + &agr;I2(n – 1) + &bgr;&Sgr;n-2x=0
&agr;I2(x)
wobei Tp die vorhergesagte Temperatur der Komponente darstellt, wobei
n eine Aufnahmezeit darstellt, wobei Ta die tatsächliche Temperatur
der Region darstellt, wobei &agr; einen Skalierungsfaktor und einen Dissipations-
bzw. Ableitungskoeffizienten für die elektrische Vorrichtung darstellt, wobei
I eine Größe eines Stroms darstellt, der in dem Leiter fließt, und
wobei &bgr; eine Dispersionskonstante darstellt.
Arbeitsmaschine, die das Schutzsystem nach einem der Ansprüche
1-6 aufweist.
Verfahren zum Schutz gegen einen Überlastzustand eines Elektromotors
(16), welches Folgendes aufweist.
Bestimmen einer tatsächlichen Temperatur einer Region benachbart
zu einer Komponente (40) des Elektromotors;
Berechnen einer vorhergesagten Temperatur der Komponente basierend auf der tatsächlichen
Temperatur und mindestens einer Wärmedissipations- bzw. Wärmeableitungscharakteristik
des Elektromotors; und
Einstellen von mindestens einem Betriebsparameter des Elektromotors, wenn die vorhergesagte
Temperatur einen vorherbestimmten Wert überschreitet.
Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Einstellen des mindestens einen
Betriebsparameters des Elektromotors aufweist, eine Drehmomentgrenze auf den Elektromotor
anzuwenden.
Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Komponente einen Leiter für
Elektrizität aufweist, und wobei die Berechnung der vorhergesagten Temperatur
die Verwendung der folgenden Gleichung aufweist.
Tp(n) = Ta(n) + &agr;I2(n – 1) + &bgr;&Sgr;n-2x=0
&agr;I2(x)
wobei Tp die vorhergesagte Temperatur der Komponente darstellt, wobei
n eine Aufnahmezeit darstellt, wobei Ta die tatsächliche Temperatur
der Region darstellt, wobei &agr; einen Skalierungsfaktor und einen Dissipations-
bzw. Ableitungskoeffizienten für den Elektromotor, wobei I eine Größe
eines Stroms darstellt, der in dem Leiter fließt, und wobei &bgr; eine Dispersionskonstante
darstellt.
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