Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Betonverteilung in die
Schalung eines Schalwagens im Tunnelbau.
Stand der Technik
Aus der DE-PS 24 52 247, der DE-OS
31 41 273 und der DE-OS 31 41 272
sind Vorrichtungen zur Betonverteilung bekannt, die dadurch charakterisiert sind,
daß sie ein radial um die Tunnelachse schwenkbares Betonleitungsende aufweisen,
das über ein teleskopierbares oder sonstwie ausfahrbares Endstück die
Verbindung zur jeweiligen Füllöffnung (Betonierfenster, Betonierstutzen)
herstellt. Um die einzelnen, in Tunnelachse betrachtet hintereinander liegenden
Füllöffnungen bedienen zu können, müssen die bekannten Tunnelbetoniereinrichtungen
auf längs der Tunnelachse verfahrbaren Wagenkonstruktionen angeordnet sein.
Dies bedeutet einen relativ hohen konstruktiven Aufwand; auch ist das jeweilige
Verfahren der Wagen recht zeitaufwendig.
In der EP 0 193 120 A1
ist daher eine Vorrichtung zur Betonverteilung als fest montierte Station angegeben,
die ein S-förmig gebogenes Rohr aufweist, welches gedreht werden kann und dabei
auf einem Kreis angeordnete Öffnungen ansteuert, von denen aus die Betonierstutzen
über unterschiedlich lange Schläuche beliefert werden. Durch die S-förmige
Biegung des Rohres treten beim Durchfließen des Betons starke Rückstoßkräfte
in den Krümmern auf, so daß eine Dichtigkeit der Anschlüsse nicht
gewährleistet ist. Weiterhin behindern die dicht gedrängt herumliegenden
Schläuche die Arbeiter, die diese Schläuche nach Benutzung manuell reinigen
müssen.
Aufgabe der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, einen stationären Betonverteiler
anzugeben, der dicht ist und die Arbeiter nicht behindert.
Darstellung der Erfindung
Die Erfindung wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Wesentlich ist hierbei ein radial um eine Achse parallel zur Tunnelachse
schwenkbarer und gleichzeitig auch ausfahrbarer Verteilerarm, der um den Drehpunkt
des Verteilerarms und auf diesen zu gerichtete an einem Ring oder dem Teil eines
Ringes montierte Betonierstutzen anfährt. Die Ebene des Ringes steht dabei
senkrecht zur Achse des Verteilerarms. Von diesen Betonierstutzen des Ringes ausgehend
führen Schläuche oder Rohrleitungen zu den Betonierstutzen der Tunnelschalung.
Der Betonverteilerarm wird in Richtung eines Betonierstutzens am Ring gerichtet
und ausgefahren, wobei sich seine Öffnung fest in die Öffnung des Betonierstutzens
preßt. Durch die gerade Linie vom Drehpunkt des Verteilerarms bis zum Betonierstutzen
am Ring treten keine Kräfte an Krümmern mehr auf (es gibt keine freiliegenden
Krümmungen!). Andere Kräfte (durch stoßweises Fließen des Betons)
werden vom Ring und dem Lager des Drehpunktes am Verteilerarm aufgenommen und in
die Plattform übertragen, an der beide montiert sind.
Die Verbindungen zwischen den Betonierstutzen des Ringes und den Betonierstutzen
der Schalung lassen sich mit Hilfe von Schläuchen oder Rohren verwirklichen.
Schläuche haben wir den Vorteil, daß sie beweglich sind und man daher
mit nur zwei verschiedenen Schlauchlängen, die miteinander kombiniert werden,
ausgehend von den Betonierstutzen des Ringes alle Betonierstutzen der Schalung erreichen
kann.
Die 1 zeigt den Schnitt durch einen Tunnelschalwagen,
bei dem aber nur die Tunnelschalung und die Plattform dargestellt sind, auf der
sich der radial schwenk- und ausfahrbare Betonverteiler und das Ringsegment mit
den Betonierstutzen befindet. Außerdem ist nur der linke Teil der Figur vollständig
gezeichnet, auf der rechten Seite wurden Teile der Tunnelschalung und einige Verbindungsschläuche
weggelassen.
2 zeigt den Betonverteilerarm im Schnitt von der Seite.
Der Betonverteilerarm weist in unteren Bereich seines Außenrohrs, welches beim
Ausfahren relativ zum inneren, stationären Rohr verschoben wird, Löcher
auf, durch die hindurch der Zwischenraum zwischen dem äußeren Rohr und
dem inneren Rohr von Betonresten gereinigt werden kann, die von der Dichtung zwischen
innerem und äußeren Rohr nicht zurückgehalten wurden.
- 1
- Verteilerarm
- 2
- Betonierstutzen am Ringsegment
- 3
- Ringsegment
- 4
- Schlauchverbindung zwischen Betonierstutzen des Ringsegments und Betonierstutzen
der Schalung
- 5
- Betonierstutzen der Schalung
- 6
- Loch im ausfahrbahren Außenrohr des Verteilerarms
- 7
- Drehachse des Verteilerarms
- 8
- Drehpunkt des Verteilerarms
- 9
- Lagerbock