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Dokumentenidentifikation DE20023920U1 25.10.2007
Titel Betonverteiler
Anmelder Ed. Züblin AG, 70567 Stuttgart, DE
DE-Aktenzeichen 20023920
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.10.2007
Registration date 20.09.2007
Application date from patent application 13.07.2000
File number of patent application claimed 100 34 040.7
IPC-Hauptklasse E21D 11/10(2006.01)A, F, I, 20070605, B, H, DE

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Betonverteilung in die Schalung eines Schalwagens im Tunnelbau.

Stand der Technik

Aus der DE-PS 24 52 247, der DE-OS 31 41 273 und der DE-OS 31 41 272 sind Vorrichtungen zur Betonverteilung bekannt, die dadurch charakterisiert sind, daß sie ein radial um die Tunnelachse schwenkbares Betonleitungsende aufweisen, das über ein teleskopierbares oder sonstwie ausfahrbares Endstück die Verbindung zur jeweiligen Füllöffnung (Betonierfenster, Betonierstutzen) herstellt. Um die einzelnen, in Tunnelachse betrachtet hintereinander liegenden Füllöffnungen bedienen zu können, müssen die bekannten Tunnelbetoniereinrichtungen auf längs der Tunnelachse verfahrbaren Wagenkonstruktionen angeordnet sein. Dies bedeutet einen relativ hohen konstruktiven Aufwand; auch ist das jeweilige Verfahren der Wagen recht zeitaufwendig.

In der EP 0 193 120 A1 ist daher eine Vorrichtung zur Betonverteilung als fest montierte Station angegeben, die ein S-förmig gebogenes Rohr aufweist, welches gedreht werden kann und dabei auf einem Kreis angeordnete Öffnungen ansteuert, von denen aus die Betonierstutzen über unterschiedlich lange Schläuche beliefert werden. Durch die S-förmige Biegung des Rohres treten beim Durchfließen des Betons starke Rückstoßkräfte in den Krümmern auf, so daß eine Dichtigkeit der Anschlüsse nicht gewährleistet ist. Weiterhin behindern die dicht gedrängt herumliegenden Schläuche die Arbeiter, die diese Schläuche nach Benutzung manuell reinigen müssen.

Aufgabe der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, einen stationären Betonverteiler anzugeben, der dicht ist und die Arbeiter nicht behindert.

Darstellung der Erfindung

Die Erfindung wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Wesentlich ist hierbei ein radial um eine Achse parallel zur Tunnelachse schwenkbarer und gleichzeitig auch ausfahrbarer Verteilerarm, der um den Drehpunkt des Verteilerarms und auf diesen zu gerichtete an einem Ring oder dem Teil eines Ringes montierte Betonierstutzen anfährt. Die Ebene des Ringes steht dabei senkrecht zur Achse des Verteilerarms. Von diesen Betonierstutzen des Ringes ausgehend führen Schläuche oder Rohrleitungen zu den Betonierstutzen der Tunnelschalung. Der Betonverteilerarm wird in Richtung eines Betonierstutzens am Ring gerichtet und ausgefahren, wobei sich seine Öffnung fest in die Öffnung des Betonierstutzens preßt. Durch die gerade Linie vom Drehpunkt des Verteilerarms bis zum Betonierstutzen am Ring treten keine Kräfte an Krümmern mehr auf (es gibt keine freiliegenden Krümmungen!). Andere Kräfte (durch stoßweises Fließen des Betons) werden vom Ring und dem Lager des Drehpunktes am Verteilerarm aufgenommen und in die Plattform übertragen, an der beide montiert sind.

Die Verbindungen zwischen den Betonierstutzen des Ringes und den Betonierstutzen der Schalung lassen sich mit Hilfe von Schläuchen oder Rohren verwirklichen. Schläuche haben wir den Vorteil, daß sie beweglich sind und man daher mit nur zwei verschiedenen Schlauchlängen, die miteinander kombiniert werden, ausgehend von den Betonierstutzen des Ringes alle Betonierstutzen der Schalung erreichen kann.

Die 1 zeigt den Schnitt durch einen Tunnelschalwagen, bei dem aber nur die Tunnelschalung und die Plattform dargestellt sind, auf der sich der radial schwenk- und ausfahrbare Betonverteiler und das Ringsegment mit den Betonierstutzen befindet. Außerdem ist nur der linke Teil der Figur vollständig gezeichnet, auf der rechten Seite wurden Teile der Tunnelschalung und einige Verbindungsschläuche weggelassen.

2 zeigt den Betonverteilerarm im Schnitt von der Seite. Der Betonverteilerarm weist in unteren Bereich seines Außenrohrs, welches beim Ausfahren relativ zum inneren, stationären Rohr verschoben wird, Löcher auf, durch die hindurch der Zwischenraum zwischen dem äußeren Rohr und dem inneren Rohr von Betonresten gereinigt werden kann, die von der Dichtung zwischen innerem und äußeren Rohr nicht zurückgehalten wurden.

1
Verteilerarm
2
Betonierstutzen am Ringsegment
3
Ringsegment
4
Schlauchverbindung zwischen Betonierstutzen des Ringsegments und Betonierstutzen der Schalung
5
Betonierstutzen der Schalung
6
Loch im ausfahrbahren Außenrohr des Verteilerarms
7
Drehachse des Verteilerarms
8
Drehpunkt des Verteilerarms
9
Lagerbock


Anspruch[de]
Stationäre Vorrichtung zur Betonverteilung, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen auf einer Plattform montierten radial um eine Achse parallel zur Tunnelachse schwenkbaren und ausfahrbaren Verteilerarm aufweist, der an seinem Ende ein Anschlußstück besitzt, und daß sie weiterhin einen mit der Plattform verbundenen Ring oder den Teil eines Ringes besitzt, dessen Ebene senkrecht zur Achse des Verteilerarms steht und an dem sich, dem Drehpunkt des Verteilerarms zugewandt, vom Verteilerarm anfahrbare Betonierstutzen befinden, und daß ausgehend von diesen Betonierstutzen Rohrleitungen oder Schläuche zu den Betonierstutzen der Tunnelschalung führen. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den Betonierstutzen des Ringes und denen der Schalung als Kombination aus nur zwei verschiedenen Schlauchlängen zusammengesetzt ist. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerarm ein inneres Rohr und ein äußeres, gegenüber dem inneren verschiebbares und abgedichtetes Rohr aufweist, und daß das äußere Rohr in dem Bereich, der im ausgefahrenen Zustand des Verteilerarms nicht über die Dichtung geschoben wird, Löcher zur Reinigung des Zwischenraumes zwischen innerem und äußerem Rohr aufweist. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Drehpunkt des Verteilerarms und dem Betonierstutzen des Ringes mindestens 1,5 Meter beträgt.






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