Die Erfindung betrifft einen Salz- bzw. Gewürzstreuer, der ein
visuelles Erkennen des austretenden Salzes oder Gewürzes ermöglicht.
Salz- bzw. Gewürzstreuer bestehen aus einem handlichen Behältnis,
gewöhnlich aus Kunststoff, Glas, Keramik oder Metall, dessen oberer Teil mit
kleinen Löchern/Schlitzen versehen ist, durch die das Salz oder Gewürz
bei entsprechender Haltung des Behälters herausrieseln kann.
Zu einem der ersten Patente betreffend einen Salzstreuer gehört
das Deutsche Reichspatent 108173. Das Salz konnte hier durch einen schmalen Schlitz
austreten.
Das Grundprinzip des Salzstreuers blieb bei aller seitdem vorgenommen
Designarbeit und auch bei den alternativen Salz- bzw. Gewürzmühlen erhalten:
Das Salz rieselt aus dem Behältnis heraus, je nach Korngröße mehr
oder weniger.
Und da liegt das Problem gerade beim Salzstreuen. Der Nutzer kann
aufgrund der kristallinen Struktur des Salzes im Prinzip nicht erkennen, welche
Menge gerade heraüsrieselt. Dieses Problem verstärkt sich noch, wenn der
Nutzer keine Kenntnis von der Körnung des Salzes hat.
Auch Testschüttungen in die Hand oder auf eine Serviette, wie
sie manchmal zu erleben sind, schaffen da nur wenig Abhilfe. Das Ergebnis ist gewöhnlich
ein Zuviel an Salz auf der Speise.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Nutzer vor allem eines
Salzstreuers die Möglichkeit zu geben, die Menge des aus dem Salzstreuer herausrieselnden
Salzes visuell abzuschätzen und so die gewünschte Dosierung händeln
zu können.
Gelöst wir diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1,
vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist bei einem Salz- bzw. Gewürzstreuer
bestehend aus einem Behältnis mit einer Standfläche und einer mit einer
oder mehreren Öffnungen versehen Ausschüttfläche vorgesehen, dass
neben der Ausschüttfläche eine farbige Fläche angeordnet oder anordenbar
ist, an der oder über die das aus dem Behältnis herausrieselnde Salz oder
Gewürz sich vorbei oder hinweg bewegt, wobei die Farbe der Fläche so ausgewählt
ist, das sich das Salz oder Gewürz optisch von der Farbe der Fläche abhebt.
Der Nutzer des Salz- oder Gewürzstreuers kann so die Menge der
herausrieselnden Salzes oder Gewürzes visuell wahrnehmen und durch Veränderung
der Neigung des Behälters optimal regulieren.
Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die farbige Fläche
in Ausschüttposition einen stumpfen Winkel (&agr;) mit der Ausschüttfläche
einschließt. Die farbige Fläche steht beim Salzstreuen so nahezu senkrecht
zum Tisch mit der Speise.
Zusätzlich von Vorteil ist es, wenn die Ausschüttfläche
mit der Standfläche einen spitzen Winkel (&bgr;) einschließt. Diese
lässt sich dann zusammen mit der farbigen Fläche optimal durch den Nutzer
einsehen.
In einer vorteilhaften Ausführung ist die farbige Fläche
Bestandteil eines Verschlussdeckels für die Ausschüttfläche, vorzugsweise
innen im Verschlussdeckel angeordnet und mittels eines Scharniers mit dem Verschlussdeckel
in Arbeitsstellung zum Sichtbarmachen des herausrieselnden Salzes oder Gewürzes
verschwenkbar. Das Scharnier kann dabei parallel zur Ebene der Austrittsfläche
oder senkrecht dazu angeordnet sein. Der Verschlussdeckel wird so entweder geklappt
oder gedreht.
In einer anderen Ausführung ist die farbige Fläche über
ein Verbindungsmittel mit dem Behältnis verbunden oder verbindbar. Das Verbindungsmittel
kann ein Aufsteckring auf das Behältnis sein, wobei die farbige Fläche
mit dem Aufsteckring verbunden ist.
Bei einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass die Ausschüttfläche
und die farbige Fläche Bestandteil einer oberen Abdeckfläche für
das Behältnis sind. Die farbige Fläche befindet sich in Arbeitsposition
hier nicht mehr „außerhalb" des Streuers. Dies setzt allerdings ein
großvolumiges Behältnis voraus, damit die farbige Fläche nicht zu
klein ausfällt.
Der verwendete Begriff farbige Fläche im erfindungsgemäßen
Sinn schließt ein, dass die farbige Fläche auch eine Leuchtfläche
oder eine Spiegelfläche sein kann. Ferner ist der Begriff „farbige Fläche"
als farbige Fläche mit einer Unterlage, also als ein räumliches scheibenartiges
Gebilde mit einer farbigen Fläche zu verstehen.
Der Salz- bzw. Gewürzstreuer soll an Ausführungsbeispielen
beschrieben werden. Es zeigen
1 einen zylinderförmigen Salzstreuer mit Verschlusskappe,
2 die Verbindung von Ausschüttfläche und
farbiger Fläche,
3 die Ausschüttposition,
4 die farbige Fläche mit Befestigungsring und
5 die farbige Fläche als Bestandteil der Abdeckfläche
für das Behältnis.
1 zeigt einen zylinderförmigen Salzstreuer mit
einem Behältnis 1 mit Verschlusskappe 7. Die Verschlusskappe
7 besitzt eine Ausschüttfläche 3 mit Öffnungen
4, wobei die Ausschüttfläche 3 mit der Standfläche
2 einen spitzen Winkel (&bgr;) einschließt. Die farbige Fläche
5 ist Bestandteil des Verschlussdeckels 6 für die Ausschüttfläche
3 und innen im Verschlussdeckel 6 angeordnet. Der Verschlussdeckel
6 und die Verschlusskappe 7 sind durch ein Scharnier
8 miteinander verbunden.
Die Verbindung der Ausschüttfläche 3 als Bestandteil
der Verschlusskappe 7 mit der farbigen Fläche 5 als Bestandteil
des Verschlussdeckels 6 wird im augeklappten Zustand im Detail nochmals
in 2 dargestellt.
Das aus der Ausschüttfläche 3 herausrieselnde Salz
bewegt sich an der oder über die farbige Fläche 5 (Pfeilrichtung)
vorbei oder hinweg, hebt sich dabei optisch von der Farbe der Fläche
5 ab und wird so gut sichtbar.
Dies wird noch verbessert, wenn wie in 3
gezeigt, die farbige Fläche 5 in Ausschüttposition einen stumpfen
Winkel (&agr;) mit der Ausschüttfläche 3 einschließt.
Dieser sollte nicht kleiner als 120° sein. Die farbige Fläche
5 nimmt so bei weiterer Neigung des Behältnisses 1 eine dann
im wesentlichen senkrecht zum Tisch verlaufende Position ein und ist stets gut einsehbar.
4 zeigt eine farbige Fläche 5 mit Befestigungsring
9 zur Anordnung direkt am Behältnis 1. Auch hier kann die
Verbindung Befestigungsring 9/farbige Fläche 5 durch ein
verstellbares Scharnier hergestellt sein, um eine optimale Position der farbigen
Fläche 5 zur Ausschüttfläche 3 beim Salzstreuen
einzustellen.
Bei der Variante in 5 ist die farbige
Fläche 5 als Bestandteil der Abdeckfläche 10 des Behältnisses
1 ausgebildet, wobei sich in einem Teilbereich der Abdeckfläche
10 die Öffnungen 4 der Ausschüttfläche
3 befinden. Auch bei dieser Anordnung wird das Prinzip realisiert, dass
herausrieselndes Salz sich vorbei oder hinweg über die farbige Fläche
5 bewegt und sich optisch von der Farbe der Fläche 5 abhebt
(Pfeilrichtung).
Auch bei dieser Ausführung ist es möglich, dass die farbige
Fläche 5 einen stumpfen Winkel (&agr;) mit der Ausschüttfläche
3 einschließt.
- 1
- Behältnis
- 2
- Standfläche
- 3
- Ausschüttfläche
- 4
- Öffnungen
- 5
- farbige Fläche
- 6
- Verschlussdeckel
- 7
- Verschlusskappe
- 8
- Scharnier
- 9
- Befestigungsring
- 10
- Abdeckfläche