| Dokumentenidentifikation |
DE202007008406U1 25.10.2007 |
| Titel |
Weißgoldlegierung, insbesondere für den Schmuckguss |
| Anmelder |
C. Hafner GmbH + Co. KG, 75173 Pforzheim, DE |
| Vertreter |
porta patent- und rechtsanwälte Dr. techn. Waldemar Leitner, Tanja Zeiher, 75172 Pforzheim |
| DE-Aktenzeichen |
202007008406 |
| Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) |
25.10.2007 |
| Registration date |
20.09.2007 |
| Application date from patent application |
15.06.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
C22C 5/02(2006.01)A, F, I, 20070615, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
A44C 27/00(2006.01)A, L, I, 20070615, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Weißgoldlegierung, insbesondere
für Schmuckguss, die Gold und Palladium enthält.
Weißgoldlegierungen, die neben Gold als zusätzliches Element
Palladium enthalten, sind bekannt und werden insbesondere zur Herstellung von Schmuckstücken
verwendet.
Derartig bekannte Weißgoldlegierungen weisen jedoch den Nachteil
auf, dass sie bei thermischer Belastung aushärten, das heißt ihre Festigkeit
bzw. Härte infolge von Ausscheidungen oder Ülberstrukturen, die eine Versetzungsbewegung
behindern, steigern. Insbesondere hohe Anteile an Kupfer – die eine akzeptable
Grundfestigkeit des Werkstoffs gewährleisten – können zu einer
Aushärtung der Legierung führen, und dadurch die Eignung der Legierung
zur Schmuckherstellung herabsetzen. Die Aushärtereaktion findet je nach Legierungszusammensetzung
bei 200 bis 600 °C statt. Derartige Festigkeits- und Härtesteigerungen
unter Wärmeeinwirkung verschlechtern die Bearbeitung der Legierung, was besonders
bei der Schmuckherstellung von Nachteil ist. Eine derartige Festigkeits- oder Härtesteigerung,
die beispielsweise bei der Abkühlung in einer Gussküvette oder bei einer
Lötbearbeitung auftreten kann, erschwert in nachteiliger Art und Weise jeweils
die nachfolgende Weilerverarbeitung.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Weißgoldlegierung
der eingangs genannten Art der weiterzubilden, dass eine verbesserte Verarbeitbarkeit
gegeben ist.
Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung dadurch gelöst,
dass die Legierung 74–76 Gew.-% Gold, 12–16 Gew.-% Palladium, 8–10
Gew.-% Kupfer und 3–5 Gew.-% Zink enthält.
Die erfindungsgemäße Legierung zeichnet sich dadurch aus,
dass sie in vorteilhafter Art und Weise insbesondere während einer langsamen
Abkühlung in einer Gussküvette oder während einer Lötbearbeitung
nicht aushärtet. Sie ist daher besonders für den Schmuckguss, beispielsweise
nach dem Wachsausschmelzverfahren, geeignet. Unkontrollierte Härte- oder Festigkeitssteigerungen
treten nicht auf. Somit ist die Verarbeitbarkeit der erfindungsgemäßen
Legierung im Vergleich zu bekannten Weißgoldlegierungen deutlich erhöht.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die
Legierung 75 Gew.-% Gold, 13 Gew.-% Palladium 8,3 Gew.-% Kupfer und 3,7 Gew.-% Zink
enthält. Eine derartige Legierung erfüllt in vorteilhafter Weise die Anforderungen
einer nicht-aushärtenden Legierung für den Schmuckguss.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
enthält die Legierung mindestens einen Kornfeiner, vorzugsweise in einem Anteil
von 0,005 Gew.-% bis 0,05 Gew.-%, weiterhin vorzugsweise 0,01 Gew.-%. Als Kornfeiner
sind beispielsweise Iridium, Rhodium, Ruthenium oder Rhenium geeignet, wobei Iridium
bevorzugt wird. Hierdurch kann ein besonders feinkörniges Gefüge der Legierung
erzielt werden.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind dem nachfolgend geschilderten
Ausführungsbeispiel zu entnehmen:
Die beschriebene Legierung enthält 74 bis 76 Gew.-% Gold, 12 bis 16 Gew.-%
Palladium, 8 bis 10 Gew.-% Kupfer und 3 bis 5 Gew.-% Zink.
Bevorzugt wird eine Legierung, die 75 Gew.-% Gold, 13 Gew.-% Palladium,
8,3 Gew.-% Kupfer, 3,7 Gew.-% Zink enthält. Die derartig hergestellte Weißgoldlegierung
besitzt also einen Goldgehalt von ungefähr 18 Karat, ist daher also insbesondere
für die Schmuckherstellung von Interesse.
Die beschriebene Legierung weist eine Liquidustemperatur von deutlich
unter 1100 °C sowie eine Solidustemperatur von ca. 1000 °C auf und besitzt
somit eine gute Gießbarkeit. Da die Gießtemperatur hierdurch unter 1200
°C liegen kann, werden in vorteilhafter Art und Weise beim Schmuckguss Reaktionen
der Legierungsbestandteile mit einer Einbettmasse oder einem Tiegel und/oder die
Bildung von unerwünschten Oxiden verhindert bzw. reduziert. Eine niedrige Gießtemperatur
führt weiterhin zu einer verringerten Bildung von Gasporen im Material.
Bei der Legierung des vorliegenden Ausführungsbeispiels wurde
eine Gusshärte von 165 HV gemessen, die sich auch bei Wärmeeinwirkung
nicht durch Aushärten erhöht. Die beschriebene Legierung weist zudem eine
hohe Festigkeit bei einer sehr guten Zähigkeit auf und eignet sich daher besonders
zum Schmuckguss, wobei sie sich hierbei durch eine gute Verarbeitbarkeit auszeichnet,
die auch bei Wärmeeinwirkung erhalten bleibt.
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| Anspruch[de] |
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Weißgoldlegierung, insbesondere für den Schmuckguss, die Gold
und Palladium enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung 74–76
Gew.-% Gold, 12–16 Gew.-% Palladium, 8–10 Gew.-% Kupfer und 3–5
Gew.-% Zink enthält.
Weißgoldlegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Legierung 75 Gew.-% Gold enthält.
Weißgoldlegierung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung 75 Gew.-% Gold, 13 Gew.-% Palladium,
8,3 Gew.-% Kupfer und 3,7 Gew.-% Zink enthält.
Weißgoldlegierung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung mindestens einen Kornfeiner enthält.
Weißgoldlegierung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Legierung 0,005–0,05 Gew-% des oder der Kornfeiner enthält.
Weißgoldlegierung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Legierung 0,01 Gew.-% des oder der Kornfeiner enthält.
Weißgoldlegierung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung als Kornfeiner Iridium, Rhodium, Ruthenium
oder Rhenium enthält.
Weißgoldlegierung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung 75 Gew.-% Gold, 13 Gew.-% Palladium,
8,3 Gew.-% Kupfer, 3,7 Gew.-% Zink und 0,01 Gew.-% Iridium enthält.
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