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Dokumentenidentifikation DE202007008794U1 25.10.2007
Titel Vorrichtung zur Stoffaufbereitung, insbesondere Stofflöser
Anmelder Voith Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
DE-Aktenzeichen 202007008794
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.10.2007
Registration date 20.09.2007
Application date from patent application 23.06.2007
IPC-Hauptklasse D21B 1/34(2006.01)A, F, I, 20070623, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D21D 5/02(2006.01)A, L, I, 20070623, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Stoffaufbereitung, insbesondere einen Stofflöser, mit einem Behälter und einer im Behälter angeordneten, Sieböffnungen aufweisenden Siebeinrichtung, die einen Ringkanal vom restlichen Innenraum des Behälters trennt, einem, die von der Siebeinrichtung gebildete Siebfläche zu einem großen Teil überstreichenden Rotor und zumindest einer Einrichtung zur wenigstens mittelbaren Erfassung des Verschleißes an der Siebeinrichtung.

Stofflöser umfassen in der Regel einen offenen oder geschlossenen Behälter, in welchem die aufzulösenden Materialien, insbesondere Papier oder Karton oder andere Faserstoffbahnen eingebracht werden und durch ein Fluid und die Einwirkung weiterer Chemikalien sowie mechanischer Kräfte aufgelöst und in eine Faserstoffsuspension umgewandelt werden. Geschlossene Stofflöser werden oft Sekundär-Stofflöser genannt, da sie in der Regel einem offenen Stoffloser nachgeschaltet sind. Ein Stofflöser umfasst in der Regel einen Rotor, der die aufzulösenden Materialien mit dem Fluid vermischt, wobei durch den Rotor ein hydraulischer Stoffantrieb erzeugt wird. Ferner erfolgt neben dem Vermischen eine Trennung und eine Auflösung der eingebrachten Materialien, wobei der Stofflöser kontinuierlich oder diskontinuierlich betreibbar ist. Störstoffe, d.h. im Wesentlichen papierfremde Bestandteile, werden dabei zurückbehalten und aussortiert. Dazu ist in der Regel eine Siebeinrichtung, vorgesehen, über die der Gutstoff aus dem Behälter gelangt und abgezogen werden kann. Bei dieser handelt es sich um ein ebenes Siebelement in Form eines Siebblechs, wobei dieses in Anpassung an den Behälter und an die theoretisch mögliche vom Rotor überstreichbare Fläche kreisringförmig ausgebildet ist oder um eine Mehrzahl zu einer Siebeinrichtung zusammengefasster einzelner Siebsegmente, die kreissegmentförmig ausgebildet sind. Die dem Siebblech zugewandte Seite des Rotors tritt mit den Einlaufkanten der Sieböffnungen des Siebelementes in Wechselwirkung. Der Rotor wirkt mit seiner zur Siebeinrichtung gewandten Seite in einem Abstand zu der von dieser gebildeten Siebfläche. Dabei reichen trotz des Abstandes zwischen Rotor und Siebblech die aufgrund des Rotors auftretenden Geschwindigkeiten aus, um die Materialteilchen zu zerkleinern. Geschlossene Stofflöser werden oft Sekundär-Stofflöser genannt, da sie in der Regel einem offenen Stofflöser nachgeschaltet sind. Aufgrund der zwischen Rotor und Fläche sich einstellenden Kräfte- und Bewegungsverhältnisse kommt es zu erhöhtem Verschleiß an den Siebflächen. Dabei ist es gewünscht, diesen Verschleiß möglichst zeitnah zu erfassen, um hier gegebenenfalls einen Austausch zu bewirken. Bisher verwendete Systeme sind dadurch charakterisiert, dass über den Ringkanal ein Sensor eingebracht wird und die Verschleißmessung durchgeführt wird. Dies ist jedoch sehr aufwendig und mitunter auch störend im Betrieb.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Stoffauflösung der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass der Verschleiß möglichst zeitnah und genau ermittelbar ist, wobei die Erfassung ohne Beeinflussung der Vorgänge des Stoffauflösens stattfinden soll und durch einen geringen konstruktiven und fertigungstechnischen Aufwand charakterisiert sein soll.

Die erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 charakterisiert. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Eine Vorrichtung zur Stoffaufbereitung, insbesondere ein Stofflöser, mit einem Behälter und einer im Behälter angeordneten, Sieböffnungen aufweisenden Siebeinrichtung, die einen Ringkanal vom restlichen Innenraum des Behälters trennt, einem, die von der Siebeinrichtung gebildete Siebfläche über einen großen Teil überstreichenden Rotor und wenigstens einer Einrichtung zur wenigstens mittelbaren Erfassung des Verschleißes an der Siebeinrichtung, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erfassung des Verschleißes in einem von Sieböffnungen freien Bereich der vom Rotor überstrichenen Siebfläche der Siebeinrichtung und/oder einem Anschlusselement, welches beispielsweise von einem Verschleißblech gebildet wird, angeordnet ist.

Die erfindungsgemäße Anordnung der Verschleißerfassungseinrichtung erfolgt damit in einem Bereich, der direktem Verschleiß durch den Rotor und den zwischen diesem und der Siebeinrichtung geführten aufzulösenden Materialien unterworfen ist und ist außerhalb der Sieböffnungen oder im Anschlusselement auch einfach zugänglich. Der Verschleiß an der Siebeinrichtung kann direkt oder indirekt durch den Verschleiß am Anschlusselement ermittelt werden.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung wird die erfindungsgemäße Lösung in einer Vorrichtung eingesetzt, bei der die Siebeinrichtung ein, eine ebene Fläche beschreibendes Siebelement oder eine Mehrzahl von Siebsegmenten mit ebenen Siebsegmentflächen umfasst, der Ringkanal in radialer Richtung bezogen auf die Rotorachse durch einen Innen- und einen Außendurchmesser beschreibbar ist und die Einrichtung zur Erfassung des Verschleißes außerhalb des Ringkanals angeordnet ist. Damit werden Rückwirkungen auf die Strömungsverhältnisse zwischen Ringkanal und Behälterinnenraum durch die Verschleißerfassungseinrichtung vermieden.

Die erfindungsgemäße Lösung ist jedoch auch für Siebeinrichtungen, einen zylindrischen Siebkorb umfassend, geeignet.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung ist die Einrichtung zur Erfassung des Verschleißes in einem Bereich, der radial innerhalb des Innendurchmessers eines ringscheibenförmigen Siebelementes liegt, angeordnet, wobei in diesem Bereich auch eine Befestigung des Siebelementes an einer Tragkonstruktion erfolgt. Die Anordnung radial innerhalb des Innendurchmessers des Siebelementes bietet den Vorteil, dass dieser Bereich zum einen frei zugänglich ist und zusätzliche Bauteile hier weniger störend sind, als im Bereich radial außerhalb.

Ist die Siebeinrichtung an einem Tragsystem befestigt, kann die Einrichtung zur Erfassung des Verschleißes gemäß einer vorteilhaften Weiterentwicklung im Befestigungsbereich zwischen Tragsystem und Siebeinrichtung angeordnet werden. Dies gilt in Analogie auch für das Anschlusselement. Die Anordnung im Befestigungsbereich, ganz gleich ob zusätzlich eine Erstreckung in das Tragsystem erfolgt oder nicht, bietet den Vorteil, dass diese Bereiche außerhalb der material- und medienführenden Räume liegen und frei zugänglich sind.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung wird die Einrichtung zur Erfassung des Verschleißes in einer Befestigungseinrichtung direkt integriert oder anstelle eines Befestigungselementes angeordnet. In diesem Fall sind keine zusätzlichen Maßnahmen für die Integration der Einrichtung zur Erfassung des Verschleißes erforderlich und es wird auf den ohnehin für die Befestigung zur Verfügung stehenden Bauraum zurückgegriffen.

Die Einrichtung zur Erfassung des Verschleißes weist wenigstens einen Sensor auf. Dieser kann beispielsweise als optischer, akustischer oder anderer Sensor ausgeführt sein. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung wird der Sensor als mechanischer Verschleißsensor ausgeführt, der mit einem Ultraschalltaster gekoppelt werden kann, wobei der Ultraschalltaster wiederum bei Bedarf mit einer Messeinrichtung verbindbar ist.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung weist die Einrichtung einen Verschleißsensor auf, welcher vorzugsweise aus dem gleichen Material gefertigt ist, wie die Komponente – Siebelement oder Anschlusselement –, an welcher der Verschleiß ermittelt werden soll. Dieser Sensor wird in den Bereich der vom Rotor überstrichenen Fläche verbracht und schließt bündig mit den anderen benachbarten ebenen Flächen ab. Dadurch wird der Sensor dem gleichen Verschleiß unterworfen, wie die benachbarten Flächenbereiche. Anhand einer entsprechenden Messapparatur kann außerhalb des Behälters und des Ringkanals eine Abnahme, Übermittlung und Auswertung der Messwerte erfolgen.

Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Darin ist im Einzelnen Folgendes dargestellt:

1a verdeutlicht in schematisiert stark vereinfachter Darstellung den Grundaufbau einer Vorrichtung zur Stoffauflösung;

1b verdeutlicht anhand eines Ausschnittes zwei besonders vorteilhafte Anordnungen der Einrichtungen zur Erfassung einer den Verschleiß wenigstens mittelbar charakterisierenden Größe;

2 verdeutlicht den Aufbau eines Messsystems zur Erfassung einer den Verschleißzustand wenigstens mittelbar charakterisierenden Größe.

Die 1a verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung eine Vorrichtung 1 zur Stoffaufbereitung, insbesondere einen Stoffloser 2, umfassend einen Behälter 3, welcher vorzugsweise als offener Behälter ausgeführt ist und der ortsfest angeordnet ist, wobei dieser im Bereich seines Behälterbodens 4 eine Siebeinrichtung 5 in Form eines Siebelementes aufweist, welches als ringförmiges ebenes Siebelement ausgebildet ist und das einen unterhalb des Siebelementes 5 angeordneten Ringkanal 6 vom restlichen Innenraum 7 des Behälters 3 trennt. Ferner ist ein Rotor 8 vorgesehen, der konzentrisch mit dem ringförmigen ebenen Siebelement der Siebeinrichtung 5 angeordnet ist. Der Rotor 8 ist in der Regel mit Flügeln 8.1 bis 8.n versehen und derart dimensioniert, dass er bei Rotation entsprechend des dargestellten Pfeils 9 die zum Rotor 8 weisende Siebfläche 10 der Siebeinrichtung 5 vollständig oder zumindest größtenteils überstreicht. Der Rotor 8 ist zu diesem Zweck nur geringfügig beabstandet, in der Regel höchstens 10 mm, vorzugsweise 1 bis 3 mm, zur Siebeinrichtung 5 angeordnet.

Das in den Behälter 3 in großen Stücken, Bahnen oder gepressten Ballen eingebrachte Material M wird mit einem Fluid F, insbesondere Wasser, vermischt, wobei durch den Rotor 8 eine Strömung des Gemisches aus dem aufzulösenden Stoff M und dem Fluid F, insbesondere Wasser erzeugt wird. Über die Siebeinrichtung 5 wird eine Trennung vorgenommen, bei welcher bereits aufgelöste Anteile durch die Öffnungen 11 des Siebelementes hindurch abgezogen werden und noch nicht genügend aufgelöstes Material sowie größere Störstoffteile, z.B. Plastikfolien zurückgehalten wird. Die Siebeinrichtung 5 weist zu diesem Zweck in der Siebfläche 10 Sieböffnungen 11 auf. Diese können hinsichtlich ihrer Anordnung und geometrischen Form unterschiedlich ausgeführt sein. Entscheidend ist, dass ein Großteil der Siebfläche 10 von diesen Sieböffnungen 11 durchsetzt ist. Aus dem Ringkanal 6 wird über einen Auslass der Gutstoff G abgezogen.

Die der Siebeinrichtung 5 zugewandte Seite 12 des Rotors 8 tritt mit den Einlaufkanten an den Sieböffnungen 11 in Wechselwirkung. Hierbei genügen bereits trotz des geringfügigen Abstandes zwischen Rotor 8 und Siebelement 5 die auftretenden Scherkräfte, um die einzelnen Materialstoffteilchen weiter zu zerlegen. Da auch die Siebeinrichtung 5, insbesondere das Siebelement Verschleiß unterworfen ist, ist es erwünscht, diesen zu ermitteln, um gegebenenfalls einen Austausch vornehmen zu können. Dazu ist eine Einrichtung 13 zur Erfassung wenigstens einer, den Verschleißzustand eines Anschlusselementes, insbesondere der Siebeinrichtung 5 und/oder eines Verschleißbleches wenigstens mittelbar charakterisierenden Größe, vorgesehen. Erfindungsgemäß ist diese Einrichtung 13 am jeweiligen Anschlusselement, welches vom Rotor 8, insbesondere dessen Erstreckung der einzelnen Flügel in radialer Richtung, ausgehend von einer Rotorachse R, die im Wesentlichen der Vertikalachse des Behälters 3 entsprechen kann, und wie bereits ausgeführt konzentrisch mit der Siebeinrichtung 5 angeordnet ist, angeordnet. Bei dem Anschlusselement handelt es sich dabei entweder um die Siebeinrichtung 5, insbesondere das Siebelement selbst oder aber ein zumindest ebenfalls noch teilweise vom Rotor 8 überstrichenes Verschleißblech 14. Das Siebelement 5 ist in der Regel an einem Tragsystem 15 befestigt, dass von einem Traggestell oder dem Behälter selbst gebildet werden kann, wobei an diesem gleichzeitig vorzugsweise auch der Rotor 8 gelagert ist. Der vom Siebelement der Siebeinrichtung 5 gegenüber dem Innenraum 7 abgetrennte Ringkanal 6 ist durch einen Innendurchmesser dI bezogen auf die Rotationsachse R des Rotors 8 und einen Außendurchmesser dA beschreibbar. Da sich einzelne Flügel 8.1 bis 8.n des Rotors 8 in radialer Richtung über den Hauptbereich des Siebelementes 5 erstrecken, erstreckt sich ein derartig einzelner Flügel 8.1 bis 8.n auch über einen Bereich, der sich noch innerhalb des Innendurchmessers dI liegend erstrecken kann. In diesem Bereich ist der Behälterinnenraum 7 über ein Verschleißblech 14, welches vorzugsweise ebenfalls ringförmig ausgeführt ist, abgegrenzt. Um den Verschleiß zu ermitteln, ist somit die Einrichtung 13 in einem vom Rotor 8 überstrichenen Bereich angeordnet, wobei die Anordnung an einem diesen Bereich bildenden Anschlusselement, entweder Siebelement 5 und/oder hier beispielsweise Verschleißblech 14, welches ebenfalls als Ringscheibe ausgebildet ist, erfasst wird. Die Einrichtung 13 ist dabei in den von den Sieböffnungen 11 freien Bereichen der Siebeinrichtung 5 angeordnet und/oder aber im Verschleißblech 14. Vorzugsweise erfolgt die Anordnung der Einrichtung 13 sowohl am Siebelement in von den Sieböffnungen 11 freien Bereichen als auch der Kopplung des Verschleißbleches 14 mit dem Tragsystem 15. Die konkrete Ausführung ist beispielhaft anhand eines detaillierten Ausschnittes aus der Vorrichtung 1. gemäß 1a in der 1b wiedergegeben.

Die 1b verdeutlicht in schematisierter Darstellung den Ringkanal 6 und die diesen begrenzende Siebeinrichtung 5 in Form eines ebenen ringscheibenförmigen Elementes, welches am Tragsystem 15 gelagert ist beziehungsweise mit diesem verschraubt ist. Denkbar ist auch die Zusammensetzung der Siebeinrichtung 5 aus einzelnen Siebsegmenten. Die Befestigung beziehungsweise Abstützung am Tragsystem 15 erfolgt in von den Sieböffnungen 11 freien Bereichen des Siebelementes und vorzugsweise außerhalb des Ringkanals 6, insbesondere innerhalb des Innendurchmessers des Ringkanals 6. Außerhalb dieses Ringkanals 6, insbesondere innerhalb des Innendurchmessers di ist ebenfalls das Verschleißblech 14 mit dem Tragsystem 15 verbunden. Vorzugsweise liegen die Oberflächen, insbesondere die Siebfläche 10 der Siebeinrichtung 5 und die Oberfläche 16 des Verschleißbleches 14 in einer Ebene. Erfindungsgemäß ist die Einrichtung 13 zur Erfassung wenigstens einer im Verschleißzustand eines Anschlusselementes wenigstens mittelbar charakterisierenden Größe außerhalb der Sieböffnungen 11 angeordnet. In 1b sind zwei Möglichkeiten der Anordnung an der Siebeinrichtung 5 und dem Verschleißblech 14 dargestellt, die alternativ oder gemeinsam einsetzbar sind. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung ist eine erste Einrichtung 13.1 im Bereich der Befestigung der Siebeinrichtung 5 am Tragsystem 15 angeordnet und eine zweite Einrichtung 13.2 im Befestigungsbereich von Verschleißblech 14 und Tragsystem 15. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung wird der ohnehin vorhandene und für eine Befestigung verwendete Bereich zur Anordnung der Einrichtungen 13.1 und 13.2 genutzt. Im konkreten Fall wird das Befestigungselement 27 für das Siebelement 5 am Tragsystem 15, der in der Regel in Mehrzahl vorliegenden Befestigungselemente, die in Umfangsrichtung in einer Ansicht von oben betrachtet, vorzugsweise auf einem gemeinsamen Radius angeordnet sind, durch die Einrichtung 13.1 ersetzt. Dies gilt in Analogie für das Befestigungselement 28 des Verschleißbleches 14. Die 1b verdeutlicht dabei eine besonders vorteilhafte Ausführung, bei welcher in einem leicht zugänglichen Bereich im vom Rotor 8 überstrichenen Bereich der Siebfläche 10 und der Verschleißblechoberfläche 16 eine Verschleißmessung erfolgen kann. Es wird in die zu überwachende Komponente, insbesondere die Siebeinrichtung 5 beziehungsweise das Verschleißblech 14, an welchem in komplementärer Art und Weise der Verschleiß der Siebeinrichtung 5 ableitbar ist, ein Indikator eingebracht, insbesondere in Form eines Sensors. Die Einrichtungen 13.1, 13.2 können verschiedenartig ausgeführt sein und auch nach verschiedenen Prinzipien arbeiten. Denkbar sind Erfassungen mittels optischer Methoden oder aber auch Ultraschall.

Vorzugsweise sind die Sensoren als Verschleißsensoren 17.1, 17.2 ausgebildet und bestehen vorzugsweise aus dem gleichen Material wie die Komponente, für welche der Verschleiß ermittelt werden soll. Dazu wird die Oberfläche 18.1 des Sensors 17.1 bündig beziehungsweise abschließend mit der Oberfläche, hier der Siebfläche 10 und die Oberfläche 18.2 des Sensors 17.2 mit der Oberfläche 16 des Verschleißbleches 14 angeordnet. Der Verschleiß kann dann auf unterschiedliche Art und Weise ermittelt werden, beispielsweise optisch, akustisch oder Ultraschall.

Die 2 verdeutlicht dabei eine besonders vorteilhafte Ausführung eines verwendbaren Verschleißmesssystems 25. Dazu wird der verwendete Indikator, welcher als Sensor 17 fungiert, aus dem gleichen Material gefertigt, wie das Anschlusselement und schließt bündig mit der jeweiligen Oberfläche 10 der Siebeinrichtung 5 beziehungsweise der Oberfläche 16 des Verschleißbleches 14 ab. An der gegenüberliegenden und gut erreichbaren Oberfläche des Sensors 17 wird ein austauschbarer Ultraschalltaster 19 angeordnet, wobei dieser mittels einer austauschbaren Haube 20 montiert wird. Im unverschlossenen Zustand wird eine Referenzmessung vorgenommen, welche als Ausgangswert für die zukünftigen noch folgenden Messungen gilt. Die Abnahme der Länge gegenüber der Dicke an den zu messenden Teilen entspricht dann dem wirklichen Wert. Um die Messung machen zu können, muss die Haube 20 gelöst werden sowie eine Kontaktpaste angebracht werden. Der Sensor 17 wird dann an eine Messeinrichtung 21 angeschlossen, wobei die Daten über eine Ausleseeinrichtung 23 in eine Speichereinheit 22 eingelesen werden können und in dieser auch gespeichert werden. Die vom Messgerät 21 ermittelten Daten werden beispielsweise an eine Auswert- oder Verwaltungseinrichtung 24 übermittelt, welche in der Regel eine Speichereinheit 22 aufweist. Diese kann beispielsweise in einem Rechner 26 integriert sein.

Die 2 verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung dabei noch einmal den Grundaufbau des Verschleißmesssystems 25 und der Einrichtung 13 zur Erfassung wenigstens einer, den Verschleiß wenigstens mittelbar charakterisierenden Größe. Dabei ist ein Ausschnitt aus der Kopplung zwischen Komponente – Siebeinrichtung 5 oder Anschlusselement, beispielsweise Verschleißblech 14 – und dem Behälter 3 beziehungsweise dem Tragsystem 15 dargestellt. Die Einrichtung 13 erstreckt sich dabei zumindest durch die Komponente, hier beispielhaft die Siebeinrichtung 5 soweit hindurch, dass diese bündig mit der Siebfläche 10 abschließt. Dies gilt in Analogie auch für die Oberfläche 16 am Verschleißblech 14. An der abgewandten Seite der Einrichtung 13 ist die Haube 20 mit dem Ultraschalltaster 19 anordenbar, die mit einer Messapparatur, insbesondere der Messeinrichtung 21, gekoppelt ist, welche wiederum mit der Auswerteinrichtung 24 verbindbar ist.

1
Vorrichtung zur Stoffaufbereitung
2
Stoffloser
3
Behälter
4
Boden
5
Siebeinrichtung
6
Ringkanal
7
Innenraum
8
Rotor
8.1, 8.n
Flügel
9
Pfeil
10
Siebfläche
11
Sieböffnung
12
Seite
13, 13.1, 13.2
Einrichtung zur Erfassung wenigstens einer den Verschleißzustand eines Anschlusselementes wenigstens mittelbar charakterisierenden Größe
14
Verschleißblech
15
Tragsystem
16
Oberfläche
17, 17.1, 17.2
Sensor
18, 18.1, 18.2
Oberfläche
19
Ultraschalltaster
20
Haube
21
Messeinrichtung
22
Speichereinheit
23
Ausleseeinrichtung
24
Auswert- und/oder Verwaltungseinrichtung
25
Verschleißerfassungssystem
26
Rechner
27
Befestigungselement
28
Befestigungselement
dI
Innendurchmesser
dA
Außendurchmesser
R
Rotorachse
F
Fluid
M
Material
G
Gutstoff


Anspruch[de]
Vorrichtung (1) zur Stoffaufbereitung, insbesondere Stofflöser (2), mit einem Behälter (3) und einer im Behälter (3) angeordneten, Sieböffnungen (11) aufweisenden Siebeinrichtung (5), die einen Ringkanal (6) vom restlichen Innenraum (7) des Behälters (3) trennt, einem, die von der Siebeinrichtung (5) gebildete Siebfläche (10) über einen großen Teil überstreichenden Rotor (8) und wenigstens einer Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur wenigstens mittelbaren Erfassung des Verschleißes an der Siebeinrichtung (5), dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes in einem von Sieböffnungen (11) freien Bereich der vom Rotor (8) überstrichenen Siebfläche (10) der Siebeinrichtung (5) und/oder in einem Anschlusselement (14) angeordnet ist. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement von einem Verschleißblech (14) gebildet wird, das eine vom Rotor (8) überstreichbare Oberfläche (16) aufweist. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebeinrichtung (5) ein, eine ebene Siebfläche (10) beschreibendes Siebelement oder eine Mehrzahl von Siebsegmenten mit ebenen Siebsegmentflächen umfasst, der Ringkanal (6) in radialer Richtung bezogen auf die Rotorachse (R) durch einen Innen- und einen Außendurchmesser (di, dA) beschreibbar ist und die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes außerhalb des Ringkanals (6) angeordnet ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebeinrichtung (5) als zylindrischer Siebkorb ausgebildet ist und die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes außerhalb des Ringkanals (6) angeordnet ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet dass die Siebeinrichtung (5) an einem Tragsystem (15) befestigt ist und die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes in einem Befestigungsbereich zwischen Tragsystem (15) und Siebeinrichtung (5) angeordnet ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement an einem Tragsystem (15) befestigt ist und die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes in einem Befestigungsbereich zwischen Tragsystem (15) und Anschlusselement angeordnet ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes in einer Befestigungseinrichtung (27, 28) integriert ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes einen optischen Sensor umfasst. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes einen akustischen Sensor umfasst. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes einen mechanischen Verschleißsensor (17, 17.1, 17.2) umfasst. Vorrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Verschleißsensor (13, 13.1, 13.2) bündig mit der zum Rotor (R) weisenden Fläche (10, 16) von Siebeinrichtung (5) oder Anschlusselement abschließt und der mechanische Verschleißsensor (17, 17.1, 17.2) aus dem gleichen Material besteht, wie das Element – Anschlusselement oder Siebeinrichtung (5) – in dem dieser angeordnet ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (13, 13.1, 13.2) zur Erfassung des Verschleißes Bestandteil eines Verschleißmesssystems (25) ist. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Verschleißsensor (17, 17.1, 17.2) auf seiner vom Rotor (R) abgewandten Seite mit einem Ultraschalltaster (19) verbunden ist, der mit einer Messeinrichtung (21) verbindbar ist. Vorrichtung (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (21) mit einer Einrichtung (24) zur Verwaltung und/oder Auswertung der Daten koppelbar ist.






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