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Dokumentenidentifikation DE202007009031U1 25.10.2007
Titel Kämmereimaschine mit Streckwerk
Anmelder Oerlikon Textile GmbH & Co. KG, 41069 Mönchengladbach, DE
DE-Aktenzeichen 202007009031
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.10.2007
Registration date 20.09.2007
Application date from patent application 26.06.2007
IPC-Hauptklasse D01H 5/22(2006.01)A, F, I, 20070626, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D01H 5/52(2006.01)A, L, I, 20070626, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Kämmereimaschine mit Streckwerk für Textilfaserbänder mit mehreren, hintereinander angeordneten Walzenpaaren, deren Oberwalzen an beidseitig angeordneten Lagerzapfen gelagert und durch Belastungsmittel gegen die Unterwalzen gedrückt werden. Als Kämmereimaschinen im Sinne der Anmeldung gelten solche, die ein Streckwerk aufweisen, also etwa Banddoublier- und Kämmmaschinen.

Stand der Technik

In der DE 103 31 759 A1, DE 203 18 227 U1 ist eine Vorrichtung an einer Strecke für Textilfasern mit Be- und Entlastung der Streckwerksoberwalzen offenbart, bei der den Streckwerksoberwalzen elastisch belastete Elemente zugeordnet sind, die die Streckwerksoberwalzen nach Entlastung durch ihre Druckelemente anheben.

Allgemeine Beschreibung der Erfindung

Der Erfindung war daher die Aufgabe gestellt, eine solche Vorrichtung so auszubilden, dass sie auf die besonderen Bedingungen eines Streckwerks an einer Kämmmaschine abgestellt ist. Sie löst diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale.

Die Kraft der Entlastungsmittel ist so bemessen, dass sie die Schwerkraft, mit der die Oberwalzen auf den Unterwalzen aufliegen und mögliche Reibungskräfte der Lagerzapfen in ihren Führungen übersteigt. Sie ist jedoch wesentlich geringer als die Kraft der die Oberwalzen belastenden Belastungsmittel, so dass diese Belastungskraft nicht merkbar vermindert wird.

Die Abhebemittel können als Federn ausgebildet sein. Da das Maß des Abhebens nur gering zu sein braucht, kann es auch durch ein elastisches Kissen bspw. aus Gummi bestehen. Diese Abhebemittel stützen sich vorteilhaft auf Streckwerksteilen ab.

In einer weiteren Ausführungsform kann das Abheben auch dadurch erfolgen, dass die Kraft der die Oberwalzen belastenden Belastungsmittel richtungsumkehrbar ist. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Oberwalzen mittels fluidisch (pneumatisch oder hydraulisch) wirkender Belastungsmittel beaufschlagbar sind. Aber auch die Belastungskraft mechanischer Belastungsmittel ist dann umkehrbar, wenn die Belastungsmittel an von den Unterwalzen abrückbaren Tragbügeln angeordnet sind. In beiden Fällen müssen die Oberwalzen formschlüssig mit ihren Belastungsmitteln verbunden sein.

Spezielle Beschreibung der Erfindung

In den Figuren der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In ihr sind Vorderansichten von Walzenpaaren dargestellt und zwar im einzelnen:

1 ein Walzenpaar mit mechanischen Belastungsmitteln;

2 ein Abschnitt eines Walzenpaares mit anderen Abhebemitteln als in 1;

3 ein Abschnitt eines Walzenpaares mit fluidischen Belastungsmitteln;

4 ein Walzenpaar mit verlagerbaren Belastungsmitteln.

Die Walzenpaare in Streckwerken von Kämmereimaschinen dienen zum Verstrecken von mehreren nebeneinander liegenden Faserbändern. Sie sind daher breit ausgeführt und werden an beiden Enden belastet.

Wie aus 1 erkennbar, ist in einem Walzenständer 1 eine Unterwalze 2 starr gelagert. Die Lagerzapfen 3 der zugeordneten Oberwalze 4 sind in Lagerzapfenschächten 5 des Walzenständers geführt. Die Lagerzapfen 3 sind von oben durch mit Pfeilen angedeutete Belastungsmittel 6 belastet. Diese Belastungsmittel können aus Federn bestehen.

Zwischen dem Boden der Lagerzapfenschächte 5 und den Lagerzapfen 3 sind Abhebemittel 7 angeordnet, die zum Abheben der Oberwalze 4 von ihrer Unterwalze 2 bestimmt sind. Sie üben eine der Kraft der Belastungsmittel 6 entgegen gerichtete Kraft aus. Diese Gegenkraft ist jedoch wesentlich geringer als die Belastungskraft, so dass sie zunächst keine Wirkung entfaltet. Erst wenn die Belastungskraft aufgehoben wird, ist sie imstande, die Oberwalze abzuheben.

Die Belastungskraft der Belastungsmittel 6 wird um die Kraft des Abhebemittels 7 erhöht, so dass die vorgesehene Klemmwirkung des Walzenpaares erreicht wird.

Infolge der geringen Distanz, um die die Oberwalze nur abgehoben zu werden braucht, kann das Abhebemittel auch als elastisches Kissen 8 bspw. aus Gummi oder ähnlich elastischem Material bestehen. Mit der Ausbauchung des elastischen Kissens in 2 ist dessen Verformung bei Belastung angedeutet, die bei Entlastung aufgehoben wird und die Oberwalze anhebt.

In weiteren Ausführungsformen sind die Belastungsmittel 6 formschlüssig mit den Lagerzapfen 3 der Oberwalzen verbunden und von der Unterwalze 2 abrückbar.

Gemäß 3 besteht das Belastungsmittel 6 aus einer Zylinder/Kolben-Einheit, deren Kolben 9 im Zylinder 10 mittels eines Steuerschiebers 11 wechselseitig beaufschlagbar ist. Wenn der Kolben 9 auf seiner Oberseite beaufschlagt wird, drückt er über seine Kolbenstange 12 auf den Lagerzapfen 3 der Oberwalze 4 und belastet diese. Wenn er auf seiner Unterseite beaufschlagt wird, hebt er mit seiner den Lagerzapfen umfassenden Kolbenstange die Oberwalze von der Unterwalze ab.

In der 4 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der die Oberwalze 4 durch Federdosen 13 belastet wird. Diese Federdosen sind an Tragbügeln 14 befestigt, die von der Unterwalze 2 abrückbar sind. Auf der linken Seite ist der Belastungszustand gezeichnet: der Tragbügel ist nach unten geschwenkt und die gespannten Federdosen 13 drücken mit ihren Druckstangen 15 auf die Lagerzapfen 3 der Oberwalze 4 und belasten sie.

Wenn die Tragbügel 14 von der Unterwalze 2 abgerückt werden, treten zunächst die Druckstangen 15 so weit aus den Federdosen 13 aus, bis diese entspannt sind. Beim weiteren Abheben der Tragbügel nehmen die die Lagerzapfen 3 umgreifenden Druckstangen diese mit nach oben und heben die Oberwalze 4 von der Unterwalze ab.

1
Walzenständer
2
Unterwalze
3
Lagerzapfen
4
Oberwalze
5
Lagerzapfenschacht
6
Belastungsmittel
7
Abhebemittel
8
elastisches Kissen
9
Kolben
10
Zylinder
11
Steuerschieber
12
Kolbenstange
13
Federdose
14
Tragbügel
15
Druckstange


Anspruch[de]
Kämmereimaschine mit Streckwerk für Textilfaserbänder mit mehreren, hintereinander angeordneten Walzenpaaren, deren Oberwalzen an beidseitig angeordneten Lagerzapfen gelagert und durch Belastungsmittel gegen die Unterwalzen gedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, dass den Oberwalzen (4) Abhebemittel (7) zugeordnet sind, die bestrebt sind, die Oberwalzen von den Unterwalzen (2) abzuheben und dass deren Kraft die Schwerkraft, mit der die Oberwalzen auf den Unterwalzen aufliegen und eventuelle Reibungskräfte der Lagerzapfen (3) der Oberwalzen in deren Führungen (5) übersteigt, jedoch wesentlich geringer ist als die der Belastungsmittel (6), die die Oberwalzen belasten. Kämmereimaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebemittel (7) als Federmittel ausgebildet sind. Kämmereimaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebemittel (7) als elastische Kissen (8) ausgebildet sind. Kämmereimaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abhebemittel (7) auf Streckwerksteilen (1) abstützen. Kämmereimaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraft der Belastungsmittel (6) der Oberwalzen (4) richtungsumkehrbar ist und die Belastungsmittel formschlüssig mit den Lagerzapfen (3) der Oberwalzen verbunden sind. Kämmereimaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Belastungsmittel (6) als Zylinder/Kolben-Einheit ausgebildet ist, dessen Kolben (9) wechselseitig beaufschlagbar ist. Kämmereimaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastungsmittel (6) an von der Unterwalze (2) abrückbaren Tragbügeln (15) angeordnet sind.






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