Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für das Festlegen plattenförmiger
Bauteile an einer Wand durch ein Verspannen des Bauteils gegen einen Boden.
Längenveränderbare Stützen sind in vielfältigen
Ausführungsformen bekannt und bewährt. Insbesondere kommen längenverstellbare
Stützen, beispielsweise in der DE 39
10 344 A1 oder der DE 42 11 115
C2 erläutert, im Baugewerbe zum Einsatz. Regelmäßig sind
jedoch derartige Stützen nur dafür vorgesehen, vertikale Kräfte,
beispielsweise bei einer Schalung für eine Betondecke, aufzufangen.
Aus der DE OS 25 07 577 ist eine in der Länge einstellbare Stütze
für eine Mauerwerksschalung bekannt geworden, bei der eine schräge und
eine horizontal sich erstreckende Strebe an einer vertikalen Stütze der Schalung
anhängbar sind. Die Streben stützen sich andernends gegen einen in die
Erde eingetriebenen Pfahl ab.
Die in dem Baugewerbe regelmäßig verwendeten Stützen
und Streben sind ausreichend robust, um die dort auftretenden großen Lasten
aufzufangen. Entsprechend schwer und unhandlich ausgebildet sind sie wenig geeignet,
bei einem Innenausbau beispielsweise ein plattenförmiges Bauteil an einer Wand
festzulegen, beispielsweise eine Fliese, ein Edelstahlblech oder dergleichen, indem
eine solche Stütze zwischen einem Boden und dem Bauteil verspannt wird.
Vor diesem technischen Hintergrund macht die Erfindung es sich zur
Aufgabe, die eingangs erläuterte Vorrichtung derart zu gestalten, dass sie
in einfacher Weise durch eine Person mit einer Hand handhabbar ist.
Gelöst wird die technische Problematik bei einer Vorrichtung
für das Festlegen plattenförmiger Bauteile an einer Wand durch ein Verspannen
des Bauteils gegen einen Boden gemäß des Anspruchs 1 durch die Merkmale,
dass zwei Profile in einem Hohlprofil geführt vorgesehen sind, dass die dem
Hohlprofil vorstehenden, freien Enden der Profile mit scharfkantigen, gegenläufigen
Abschrägungen versehen sind und dass die Profile in einer Gebrauchslage mittels
einer Spreizvorrichtung voneinander entfernbar sind.
Durch das Führen zweier Profile in einem Hohlprofil wird in einfacher
Weise eine Längenveränderung der Vorrichtung nach der Erfindung gewährleistet,
bei der ein Auswandern des einen oder anderen Profils gegenüber dem Hohlprofil
sicher unterbunden ist. Die Abschrägungen der freien Enden, die scharfkantig
ausgebildet sind, beispielsweise einfach sägerau, werden in aller Regel aufgrund
der entstehenden Reibungskraft auch auf glatten Oberflächen Halt finden. Insbesondere
sind jedoch die Profile in der Gebrauchslage mittels einer Spreizvorrichtung voneinander
entfernbar, mithin die Vorrichtung nach der Erfindung auch in der Gebrauchslage
verspannbar. Dies kann zweckmäßigerweise mit nur einer Hand erfolgen.
In konstruktiver Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Profile
einen rechteckigen, insbesondere einen quadratischen Querschnitt aufweisen. Solche
Profile sind handelsüblich und vorzugsweise aus einem Edelstahl gefertigt.
Ein leichtes Abgleiten der Profile in dem Hohlprofil sowie eine leichte Reinigung
der Vorrichtung insgesamt wird damit gewährleistet.
Bei den Abschrägungen hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
wenn diese einen Winkel zwischen 30° und 50° aufweisen, insbesondere 45°.
Ein einfaches Ansetzen der Vorrichtung und Verspannen ist in diesem Winkelbereich
sichergestellt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung nach der
Erfindung ist vorgesehen, dass in den Profilen an ihren gegenüberliegenden
Enden innerhalb des Hohlprofils jeweils ein Riegel angeordnet ist, dass die Riegel
mit gegenüberliegenden Gewindebohrungen versehen sind, dass eine Rändelmutter
mit zwei Gewindestangen versehen in die Gewindebohrungen eingreift und eine Durchbrechung
des Hohlprofils teilweise durchsetzt.
Eine derartig ausgebildete Spreizvorrichtung kann, bei Umgreifen des
Hohlprofils, mittels eines Zeigefingers leicht bedient werden, indem die Rändelmutter
gedreht wird. Eine einfache Einhand-Bedienung der Vorrichtung ist damit gewährleistet.
Zweckmäßigerweise werden die Gewindebohrungen außermittig angeordnet
sein, so dass die Rändelmutter lediglich auf einer Seite des Hohlprofils vorsteht.
Dabei hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Durchbrechung
und die Abschrägung in eine Richtung weisen. Es kann dann die Vorrichtung zwischen
einem Boden und einer vertikalen aufgehenden Wand mit einer Hand angesetzt und die
Spreizvorrichtung betätigt werden, indem die dann unterseitig angeordnete Rändelmutter
gedreht wird.
Bei sehr glatten Böden bzw. an einer Wand festzulegenden Bauteilen
kann es ferner zweckmäßig sein, dass an wenigstens einem der voneinander
entfernten Enden der Profile ein Vakuumhalter vorgesehen ist, der grundsätzlich
z.B. für den Transport von großen Glasscheiben bekannt ist. Ein solcher
Vakuumhalter wird, zumindest einseitig, die Vorrichtung sicher auch an glatten Oberflächen
festlegen. Hierbei hat es sich in weiterer Ausgestaltung als vorteilhaft
erwiesen, wenn der Vakuumhalter zwei voneinander beabstandete Saugnäpfe aufweist
und dass an einem die Saugnäpfe verbindenden Halter das Profil festgelegt ist,
mithin ein Profil etwa mittig zwischen den beiden Saugnäpfen von dem Vakuumhalter
festgelegt wird.
Die Vorrichtung nach der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher
erläutert, in der lediglich ein Ausführungsbeispiel schematisch und nicht
maßstabsgerecht dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt:
1: eine Draufsicht auf eine Vorrichtung nach der Erfindung
mit einer Durchbrechung und endseitigen Abschrägungen der Profile,
2: eine Ansicht gemäß Pfeil II in
1,
3: die Anwendung der Vorrichtung nach der Erfindung
und
4: ausschnittsweise eine Ansicht gemäß des
Pfeils IV in 3.
Die in der Zeichnung beispielhaft dargestellte Vorrichtung
1 nach der Erfindung weist zwei etwa gleichlange, in einem Querschnitt
quadratische Profile 2, 3 auf, die in einem Hohlprofil
4 längsverschiebbar geführt sind. Die dem Hohlprofil
4 vorstehenden freien Enden der beiden Profile 2, 3 sind
mit scharfkantigen, gegenläufigen Abschrägungen 5,
6 versehen, wie sie beispielsweise nach einem einfachen Sägeschnitt
entstehen, der nicht entgratet wurde.
Die Abschrägungen weisen einen Winkel zwischen 30° und 50°,
hier 45° auf. Zweckmäßigerweise sind die Profile 2,
3 und auch das Hohlprofil 4 aus einem Edelstahl gefertigt.
Mittels einer Spreizvorrichtung 7 können die Profile
2, 3 innerhalb des Hohlprofils 4 voneinander entfernt
werden, um unter einem Winkel von 45° ein plattenförmiges Bauteil
8 zwischen einer vertikal aufgehenden Wand 9 und einem Boden
10 zu verspannen, vergleiche 3.
Für die Spreizvorrichtung 7 sind innerhalb der Profile
2, 3 an deren gegenüberliegenden Enden innerhalb des Hohlprofils
4 Riegel 11, 12 angeordnet. Diese Riegel 11,
12 sind mit außermittigen, jedoch gegenüberliegenden Gewindebohrungen
versehen, in die zwei Gewindestangen 13, 14 eingreifen, die durch
eine Rändelmutter 15 verbunden und verdrehbar sind.
Die Rändelmutter 15 durchsetzt eine Durchbrechung
16 in einer Seite 17 des Hohlprofils 4 und steht dieser
Seite 17 vor, vergleiche 2.
2 zeigt ferner, dass die Durchbrechung 16
und die Abschrägungen 5, 6 in eine Richtung weisen, so dass
die Vorrichtung 1 nach der Erfindung mit einer Hand an dem Hohlprofil
4 gefasst in eine Position gemäß 3
gebracht und verspannt werden kann.
Sind die Oberflächen eines plattenförmigen Bauteils
8 bzw. eines Bodens 10 sehr glatt, kann es zweckmäßig
sein, an den voneinander entfernten Enden der Profile 2, 3 Vakuumhalter
18, 19 vorzusehen. Ein Verrutschen der Vorrichtung 1
wird damit ausgeschlossen. Zweckmäßigerweise ist der Vakuumhalter mit
zwei voneinander beabstandeten Saugnäpfen 20, 21 versehen,
die von Haltern 22, 23 verbunden sind. Die Halter 22,
23 sind selbst wieder durch eine Handhabe 24 miteinander verbunden.
Das Profil 2 stützt sich mit der Abschrägung
5 auf dem Boden 10 ab und ist mittels des Halters 24
festgelegt, so dass ein verrutschen der Vorrichtung 1 ausgeschlossen ist.
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Profil
- 3
- Profil
- 4
- Hohlprofil
- 5
- Abschrägung
- 6
- Abschrägung
- 7
- Spreizvorrichtung
- 8
- Bauteil
- 9
- Wand
- 10
- Boden
- 11
- Riegel
- 12
- Riegel
- 13
- Gewindestange
- 14
- Gewindestange
- 15
- Rändelmutter
- 16
- Durchbrechung
- 17
- Seite
- 18
- Vakuumhalter
- 19
- Vakuumhalter
- 20
- Saugnapf
- 21
- Saugnapf
- 22
- Halter
- 23
- Halter
- 24
- Handhabe