Die Erfindung betrifft einen Elektrolyseur mit Kondensatorelektroden
im Magnetfeld zum Entsalzen von Meerwasser und zum Entsalzen von Salzlösungen
gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Für die Entsalzung von Meerwasser auf Trinkwasserqualität
wird ein Elektrolyseur eingesetzt, in dem eine Mehrzahl von Kondensatorelektroden
angeordnet sind und der in einem asymmetrischen Luftspalt einer Magnetfeldpassage
befestigt ist. Die Kondensatorelektroden werden mit Hochfrequenzstrom bestromt und
zwar so, daß jeweils zwei benachbarte Kondensatorelektroden parallel am Hochfrequenzgenerator
angeschlossen sind. Jede Kondensatorelektrode ist im physikalischen Prinzip ein
elektrischer Doppelkondensator, dessen Metallplatte aus ferromagnetischem Material
besteht. Der Abstand zwischen den Kondensatorelektroden ist so gering, daß
die elektrochemische Doppelschicht für die Trennung von Salzen maximal genutzt
wird. Die Kinetik dieser Trennung findet in der elektrochemischen Doppelschicht
und in den zwei Feldern statt.
In den Ozeanen steht eine große Menge von Salzwasser mit ca.
3,5 Gew-% Salz zur Verfügung, die bis auf 0,05 Gew-% für die wirtschaftliche
Nutzung entsalzt werden muß. Das Meerwasser ist ein Elektrolyt und dessen Hauptelemente
sind Natrium mit 10 mg/l, Magnesium mit 1.350 mg/l, Schwefel mit 885 mg/l, Kalium
mit 380 mg/l, Kalzium mit 400 mg/l, Stronzium mit 8 mg/l, Eisen mit 0,01 mg/l, Carbon
mit 28 mg/l, Bor mit 4,6 mg/l, Stickstoff mit 15 mg/l, Brom mit 65 mg/l, Barium
mit 0,03 mg/l, Chlor mit 19 mg/l, Fluor mit 1,2 mg/l, Molybdän mit 0,01 mg/l
sowie eine ganze Reihe von anderen Elementen, deren Konzentration unter einem hundertstel
Milligramm pro Liter vertreten sind.
Gemäß dem Stand der Technik sind seit mehr als hundert Jahren
unterschiedliche Verfahren und Vorrichtungen zum Entsalzen von Salzlösungen
bekannt und manche davon werden an verschiedenen Orten als Anlage zum Meerwasserentsalzen
betrieben.
Die Entsalzungstechnologie konzentriert sich hauptsächlich auf
die Umkehrosmose, auf das Membranverfahren, auf das thermische Verfahren, auf die
Multieffektdestillation u.a.. Die genannten Entsalzungsvorrichtungen sind robust,
technisch aufwendig, teuer und bei allen ist der Energieverbrauch enorm. Zum Beispiel
bei der Umkehrosmose liegt der Energieverbrauch zwischen 4 bis 5 kWh pro 1 qm Wasser.
Die globale Entwicklung der Entsalzungskapazität steigt und der Bedarf an Trinkwasser
steigt noch schneller. Die Entwicklung auf diesem Gebiet geht weiter und gemäß
dem Stand der Technik sind weitere Verfahren und Vorrichtungen bekannt.
Vorrichtungen, die die Salzkomponente von der Trinkwasserkomponente
mittels gleichzeitiger Einwirkung eines magnetischen und eines elektrischen Wechselfeldes
trennen, sind bekannt. Die erste technisch nutzbare Vorrichtung, die in einem wechselnden
Magnetfeld und simultan in einem wechselnden elektrischen Feld betrieben wird, ist
in der WO 2006/039873 A1 und im DE-GM 20 2004 015 611 U1 veröffentlicht. Ferner
ist eine Vorrichtung zum elektromagnetischen Entsalzen von Meerwasser in dem DE-GM
20 2006 011 195 U1 beschrieben. Die genannten elektromagnetischen Verfahren haben
viele wirtschaftliche Vorteile experimentell nachgewiesen und die Trennung von Salzen
zwischen 35% bis 50% wurde erreicht. Das Defizit dieser genannten Vorrichtungen
liegt in dem Bereich der elektrischen Stromdichte an den Elektroden und bipolaren
Elektroden, die als A/cm2 definiert ist.
Gemäß dem Stand der Technik liegt die bereits erreichte
Stromdichte zwischen 0,3 bis 0,5 A/cm2, was zu niedrig ist. Ferner ist
der durch die Metallelektroden fließende kapazitive Strom zu niedrig und der
Faradaysche Strom ist zu groß, was zur Bildung von Deckschichten auf den Metallelektroden
führt. Es ist nur dann machbar, dieses Defizit zu beseitigen, wenn der kapazitive
Strom gegenüber dem Faradayschen Strom erhöht wird und das bei wesentlich
größerer Stromdichte an den Elektroden.
Meerwasser ist eine Elektrolytlösung und deshalb ist es in einem
Elektrolyseur dieser Regel unterworfen. Bei fließendem Wechselstrom zwischen
den Elektroden in dem Elektrolyseur steigt die Doppelschicht-Kapazität an den
Elektroden bis 50 &mgr;F/cm2. Selbstverständlich ist dieser Wert
von der Stromfrequenz abhängig. Gemäß dem Stand der Technik sind
die zitierten elektromagnetischen Verfahren nicht imstande, die Doppelschicht-Kapazität
völlig zu nutzen und deshalb kann man den Trennfaktor nicht verbessern. Gemäß
dem Stand der Technik liegt der Wirkungsgrad bei Frequenzen zwischen 50 Hz und 400
Hz bei nicht mehr als 50%.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zum Entsalzen von Meerwasser
zu schaffen, die mit einem wesentlich höheren Wirkungsgrad als bei den bisherigen
oben genannten betreibbar ist und damit eine Trinkwasserbereitstellung zu wesentlich
günstigeren Kosten ermöglicht wird und daß die Vorrichtung zur Durchführung
des Entsalzungsverfahrens konstruktiv keinen großen Aufwand verlangt und günstig
zu warten ist.
Die Vorrichtung zur Durchführung dieser Aufgabe besteht aus einem
mit kapazitivem Strom bestrombaren und mit zueinander distanzierten Kondensatorelektroden
bestücktem Elektrolyseur, der in einem asymmetrischen Luftspalt eines Elektromagneten
bzw. Permanentmagneten angeordnet ist. In dem asymmetrischen Luftspalt ist das Magnetfeld
nicht homogen und der Magnetfeldgradient steigt über die Breite der Elektrolyseurs.
Die Kondensatorelektroden werden mit Hochfrequenzstrom betrieben und zwar so, daß
eine Kondensatorelektrode an einem Pol eines Hochfreuqnzgenerators angeschlossen
ist und die zweite benachbarte ist an dem anderen Pol angeschlossen. Die dritte
benachbarte Kondensatorelektrode ist an dem gleichen Pol angeschlossen wie die erste
Kondensatorelektrode und die vierte Kondensatorelektrode ist an demselben Pol wie
die zweite angeschlossen usw.. Nach der vorliegenden Erfindung ist für eine
solche Vorrichtung wesentlich, daß die Kondensatorelektroden mit geringem Abstand
zueinander in dem Elektrolyseur angeordnet sind und daß das Magnetfeld senkrecht
zum elektrolytischen Strom wirkt. Das Meerwasser fließt parallel mit der Längsachse
des Elektrolyseurs um die Kondensatorelektroden mäanderartig herum.
In dem zwischen den Kondensatorelektroden strömenden kapazitiven
Strom sowie in dem senkrecht und parallel wirkenden Magnetfeld bekommen die Kationen
und die Anionen einen verstärkten magnetischen Dipol, wodurch beide elektrisch
geladenen Teilchen in Richtung des steigenden Magnetfeldgradienten gezogen werden.
Die Kinetik der Trennung von Salzen von Trinkwasser ist direkt proportional zur
Stromdichte an den Kondensatorelektroden und zum magnetischen Fluß im Luftspalt
des Magneten. Bei steigender Intensität von beiden Feldern steigt der Wirkungsgrad
exponential.
Die neue Vorrichtung zu seiner Durchführung wird nachfolgend
anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
Es zeigt schematisch
1 in Draufsicht eine Mehrzahl von Elektromagneten in
einer Reihe, in deren Luftspalt sich eine Magnetfeldpassage bildet, in der ein Elektrolyseur
angeordnet ist.
2 im Schnitt die Rückansicht eines Elektromagneten,
in dessen asymmetrischen Luftspalt ein Elektrolyseur angeordnet ist.
3 im Schnitt die Rückansicht eines zweiten Elektromagneten,
in dessen in umgekehrte Richtung geschnittenen Luftspalt ein Elektrolyseur angeordnet
ist.
4 im Schnitt die Draufsicht eines Elektrolyseurs mit
Kondensatorelektroden und elektrischem Schaltkreis.
5 im Querschnitt eine Kondensatorelektrode mit Kondensatorplatte
und Dielektrikum und zwei Entladungsplatten.
6 die Seitenansicht einer Kondensatorelektrode mit
Entladungsplatte und Isolator.
7 im Querschnitt ein Elektromagnet mit Luftspalt, in
dem ein Teil des Elektrolyseurs angeordnet ist.
Das Grundprinzip der vorliegenden Vorrichtung ist in 1
veranschaulicht. Die Meerwasserentsalzung findet in einem Elektrolyseur statt, der
in einer Magnetfeldpassage angeordnet ist. Die Magnetfeldpassage besteht aus einer
Reihe von Elektromagneten 1, 2, 3, 4, deren
asymmetrischer Luftspalt so geschnitten ist, daß ein asymmetrischer Elektrolyseur
5 parallel mit der imaginären Achse 6 hineingeschoben ist.
Diese Konstruktion ist in 2 und 3
veranschaulicht. Der Luftspalt 7 am Elektromagnet 8 hat die kürzere
Seite B an der inneren Seite des Elektromagneten 8. Die längere Seite
A ist an der äußeren Seite des Elektromagneten 8. 3
veranschaulicht diese Konstruktionsparameter genau umgekehrt. Spalt 9 hat
die kürzere Seite B an der Außenseite des Elektromagneten 10
und die längere Seite A ist an der inneren Seite des Elektromagneten
10.
Die imaginäre Achse 6 zwischen Elektromagnet
8 und 10 zeigt die Magnetfeldpassage zwischen diesen beiden. Das
Beispiel in 1 zeigt, daß die Vorrichtung aus vier
Elektromagneten 1, 2, 3, 4 besteht, wobei Elektromagnete
1 und 2 an einer Seite des Elektrolyseurs 5 und Elektromagnete
3 und 4 an dessen andere Seite angeordnet sind. In praktischer
Anwendung und nach Bedarf kann die Vorrichtung in 1
aus einer Mehrzahl von Elektromagneten bestehen. Die Magnetpole der Elektromagneten
1, 2, 3, 4 befinden sich eng beieinander und
deshalb bildet die gesamte Magnetfeldpassage einen ausgeglichenen Magnetfeldtunnel.
Eine derartige Anordnung ist technisch darum möglich, weil die Wicklungen
11 der benachbarten Elektromagnete an der anderen Seite des Elektrolyseurs
angeordnet sind. Die Wicklungen 11 an den Elektromagneten 1,
2, 3, 4 sind aus Bandkondensator und mit oszillierendem
Strom bestromt. Der Bandkondensator ist in der DE-OS 199 27 355 A1 beschrieben.
Das ist die erste Anwendungsalternative.
Bei der zweiten Anwendungsalternative sind die Spulen 11
aus Kupferdraht gewickelt und werden mit Gleichstrom bestromt. In dieser technischen
Ausführung ist das Magnetfeld statisch.
Der Magnetkern 12 von allen Elektromagneten 1,
2, 3, 4 besteht aus einem weichen magnetischen Material,
wie z.B. Transformatorblech oder einer speziellen Legierung, beispielsweise, aus
78% Nickel und 22% Eisen. Für den Bereich von mehreren Kilohertz
des magnetisierenden Stroms ist hochpermeables Ferrit, wie Manifer, erforderlich.
Für alle beiden Alternativen beträgt der Querschnitt des Magnetkerns
12 50 mm × 50 mm. Die Asymmetrie des Luftspaltes 7 und
9 ist an der Seite A 40 mm und an der Seite B 28 mm. Die Intensität
des durch Wicklungen 11 fließenden Magnetisierungsstromes ist regulierbar
und nach Bedarf einstellbar.
In dem asymmetrischen Luftspalt 7, 9 in
2 und 3 sowie in der gesamten
Magnetfeldpassage ist ein Elektrolyseur 13 aus elektrisch nichleitendem
Material plaziert. In 4 ist der Elektrolyseur
13 in Draufsicht veranschaulicht. An den Seitenwänden sind Nuten
14 vorhanden, in denen eine Mehrzahl von Kondensatorelektroden
15 hineingepreßt ist. Durch die elektrischen Anschlüsse
16, 17 sind die Kondensatorelektroden 15 parallel an
Hochfrequenzgenerator 18 angeschlossen. Durch Zufluß 19 fließt
Meerwasser in den Elektrolyseur 13. Durch Abfluß 20 fließt
Trinkwasser heraus und Abfluß 21 ist der Abfluß für das
Salzkonzentrat. Abflüsse 22, 23, 24 sind an einer
Seite des Elektrolyseurs 13 angeordnet und deren Funktion ist, das Salzkonzentrat
an der Seite zu verringern und dadurch den Konzentrationsgradient an Ort und Stelle
niedrig zu halten. Das Meerwasser fließt durch den Elektrolyseur
13 mit einer bestimmten Geschwindigkeit in l/min., die so bestimmt wird,
daß zusammen mit anderen physikalischen Parametern der beste Wirkungsgrad erreicht
wird. Die Kondensatorelektroden 15 in 4 sind
dicht beieinander und deren Abstand beträgt zwischen 2 mm und 5 mm.
In dem planaren elektrischen Feld zwischen den Elektroden
15 befindet sich die berühmte chemische Doppelschicht, die nach dem
mathematischen Modell von Gouy, Chapman und Stern mit zunehmendem Abstand zwischen
den Elektroden in eine diffuse Doppelschicht zerfällt. Aus diesem Grund sollen
die Kondensatorelektroden 15 mit minimalem Abstand voneinander angeordent
sein, wodurch der kapazitive elektrische Strom zwischen den Elektroden hochgehalten
wird.
In 5 ist die Kondensatorelektrode im
Querschnitt veranschaulicht. In der Mitte befindet sich Kondensatorplatte
25, die mit Dielektrikum 26 umhüllt ist. Kondensatorplatte
25 ist mittels dem elektrischen Anschluß 16 an Hochfrequenzgenerator
18 angeschlossen. An der ersten Außenseite des Dielektrikums
26 ist eine metallische Plattenelektrode 27 angeordnet. An der
anderen Seite des Dielektrikums 26 ist eine ähnliche metallische Plattenelektrode
28 angebracht. Die gesamten Bauteile 25, 26,
27, 28 sind mit elektrischem Isolator 29 isoliert. So
hergestellte Kondensatorelektroden stellen im physikalischen Prinzip einen Doppelkondensator
dar, der im Elektrolyseur 13 eine besondere technische Funktion erfüllt.
6 veranschaulicht in Seitenansicht den in
5 definierten Querschnitt und zeigt die Plattenelektroden
27 und den elektrischen Isolator 29. Die Kondensatorelektrode
in 6 ist konisch geformt und an das Profil des Elektrolyseurs
13 angepaßt. Aus physikalischer Sicht ist es wichtig, daß die
Kondensatorplatte 25 aus weichem magnetischem Material besteht. Ferner
hat Dielektrikum 26 eine besondere technische Bedeutung und besteht aus
hochwertigem Material, wie z.B. Perovskite, dessen allgemeine chemische Formel lautet:
Ba(Ti1-xZr x)03 oder aus Bleimagnesiumniobat mit der Formel
Pb(Mg1/3 Nb2/3)03. Diese Verbindungen
zeigen an der Curietemperatur keinen scharfen Phasenübergang und deren Dielektrizitätskonstante
liegt zwischen 10.000 und 50.000.
7 zeigt im Querschnitt ein Elektromagnet
30 zwischen dessen Pole N, S in Luftspalt 31 ein Teil von Elektrolyseur
32 angeordnet ist. Im Elektrolyseur 32 sind gemäß
4 und 9 Kondensatorelektroden
33, 34 plaziert, deren zusätzliche physikalische Funktion
es ist, den senkrecht wirkenden magnetischen Fluß 35 zum Teil in horizontale
Richtung 36 abzuleiten. Technisch ist dies deshalb möglich, weil die
Kondensatorplatte 25 in 5 aus weichem magnetischem
Material besteht. Ein solch schwacher horizontaler magnetischer Fluß
36, der parallel zum elektrischen Feld 38 verläuft, hat wirtschaftliche
Bedeutung. Gemäß der vorliegenden Vorrichtung ist der horizontale magnetische
Fluß 36 ein physikalischer Parameter mit der Funktion, das magnetische
Dipolmoment für alle geladenen Teilchen in dem Elektrolyt zu vergrößern.
Die elektrisch geladenen Teilchen in dem horizontalen Magnetfeld 36 und
in dem horizontalen Feld 38 sind nach bekanntem physikalischem Gesetz gezwungen,
sich um die Magnetfeldlinien spiralförmig zu bewegen. Ferner zeigt Pfeil
37 in 7 die Flußrichtung des Elektrolyts,
der um die Kondensatorelektroden 33, 34 mäanderartig fließt,
was Pfeil 37 veranschaulicht. Die Kondensatorelektroden 33 sind
an der oberen Wand und die Kondensatorelektroden 34 an der unteren Wand
des Elektrolyseurs 32 befestigt. In dieser Anordnung fließt das Meerwasser,
wie Pfeil 37 veranschaulicht, durch die Lücken zwischen den Elektroden
und der Eletkrolyseurwand.
Die wesentlichen variablen physikalischen und technischen Komponenten,
aus denen die vorliegende Vorrichtung zur Entsalzung von Meerwasser besteht, sind
im obigen Text sowie in den sieben zeichnerischen Darstellungen ausführlich
beschrieben. Von Wichtigkeit ist die Kinetik, welche die Trennung der Salzkomponente
vom Trinkwasser regelt. Die Kinetik, die diese Trennung regelt, ist der magnetischen
Feldstärke in der Magnetfeldpassage, ferner der Länge der Magnetfeldpassage
sowie der Kapazität der Kondensatorelektroden und der Frequenz des Stromes
direkt proportional. Allerdings gilt diese Regel nur dann, wenn das senkrecht wirkende
Magnetfeld einen starken Magnetfeldgradient in dem asymmetrischen Luftspalt aufweist.
Durch diesen asymmetrischen Luftspalt und in der gesamten Magnetfeldpassage steigt
der Magnetfeldgradient von Seite A zur Seite B. Gerade in diesem Magnetfeldgradient
werden die elektrisch geladenen Teilchen nach dem Prinzip eines magnetischen Dipolmoments
in Richtung des steigenden Magnetfeldgradienten gezogen. Das Dipolmoment richtet
sich nach der spezifischen elektrischen Ladung eines jeden geladenen Teilchens.
Teilchen mit größerer spezifischer elektischer Ladung werden mit größerer
Kraft in Richtung des steigenden Magnetfeldgradienten gezogen als Teilchen mit niedriger
spezifischer Ladung. Das ist die Regel, die diese selektive Trennung bestimmt.
Physikalisch ist wichtig, daß die Teilchen in dem Elektrolyt
durch eine große elektrische Stromdichte und durch eine große Stromfrequenz
in oszillierende Bewegung versetzt werden.
Solche Bewegung findet in dem engen Raum zwischen den Kondensatorelektroden
statt, d.h., in der Nähe der chemischen Doppelschicht.
Gemäß der vorliegenden Vorrichtung ist es technisch machbar,
daß die Stromdichte an der Plattenelektrode 27 in 6bis
8 A/cm2 einstellbar ist. Das ist ein Zehnfaches dessen, was im Stand
der Technik erreichbar ist. Wenn durch den Elektrolyseur mit sehr hoher Frequenz
elektrischer Strom fließt, dann ist nach dem Debye-Falkenhagen-Effekt eine
noch größere Stromdichte erreichbar. Mit steigender Stromdichte steigt
der Unterschied in spezifischer Ladung von jedem Teilchen, wodurch die selektive
Trennung von den Salzteilchen immer größer wird. Diese Regel hat breite
Gültigkeit und eine physikalische Begrenzung ist nicht bekannt. Ein mathematisches
Modell, um diese Regel zu definieren, ist kompliziert und liegt außerhalb des
hier beschriebenen Textes.
Die vorliegende Vorrichtung ist technisch unkompliziert, leicht herstellbar
und die gesamte Konstruktion besteht aus kommerziellen Werkstoffen. Betrieben wird
die Vorrichtung durch verschiedene physikalische Parameter, die für konkrete
Salzlösungen konkret einstellbar sind. Beispielsweise wird die Vorrichtung
mit unterschiedlichen Stromfrequenzen betrieben und zwar, zwischen 50 Hz und 300
kHz. Wenn die Vorrichtung bis 10 kHz betrieben wird, dann bestehen die Magnetkerne
aller Elektromagneten aus einer Nickel-Eisen-Cobalt-Legierung und die Dicke der
Bleche beträgt zwischen 1 mm und 2 mm. In dieser technischen Ausführung
fließt durch den Elektrolyseur Strom mit derselben Frequenz wie der Magnetisierungsstrom,
der in den Bandkondensatorwicklungen 11 oszilliert.
In 1 ist eine fundamentale Einheit veranschaulicht,
die aus vier Elektromagneten 1, 2, 3, 4 besteht.
Die Frequenzen für beide elektrischen Ströme sind zwischen 1 kHz und 7
kHz einstellbar und die Stromdichte an den Elektrodenplatten 27 beträgt
5 A/cm2. Eine solche Einheit ist technisch imstande, das Meerwasser bis
auf 0,05 Gew-% zu entsalzen. Wirtschaftlich ist von Wichtigkeit, der elektrische
Energieverbrauch einer solchen Einheit liegt unter 2 kWh/1.000 l Wasser.
Die Einheit in 1 kann man mit weiteren
Elektromagneten verlängern. Wenn die optimale Trennung des Salzkonzentrats
erreicht ist, dann ist die Anzahl der Elektromagnete ausreichend. Der Trennfaktor
im Elektrolyseur 13 in 4 wird durch den Konzentrationsgradienten
negativ beeinflußt. Weil die Salztrennung bereits bei der ersten Kondensatorelektrode
stattfindet und sich bei jeder zusätzlichen Kondensatorelektrode
15 vergrößert, ist es notwendig, daß die Abflüsse
22, 23, 24 in 4 an der Seite
des Elektrolyseurs 13 angeordnet sind. Durch die genannten Abflüsse
wird das Salzkonzentrat kontinuierlich reduziert.
Die vorliegende Vorrichtung wird ferner in speziellen Gebieten der
Wirtschaft eingesetzt und mit einer Stromfrequenz von mehr als 100 kHz betrieben.
Wenn durch den Elektrolyseur 13 in 4 elektrischer
Strom mit einer solchen Frequenz fließt, dann ist das Produkt aus Strom und
Fläche ein magnetisches Dipolmoment, dessen vektorielle Richtung schnell wechselt.
In einem so entstehenden elektrochemischen Umfeld werden die geladenen Teilchen
immer in die Richtung des steigenden Magnetfeldgradienten gezogen und das unabhängig
davon, ob das äußere Magnetfeld oszilliert oder statisch ist. Gemäß
dieser Regel werden die Elektromagnete 1, 2, 3,
4 mit Gleichstrom magnetisiert und die Wicklungen 11 werden dann
aus Kupferdraht gewickelt. Technisch bedeutet dies, daß in der gesamten Magnetfeldpassage
ein statisches Magnetfeld die Trennung von geladenen Teilchen bewirkt. In einer
solchen statischen Magnetfeldpassage ist der Trennfaktor enorm groß und der
Trennwirkungsgrad ist sehr wirtschaftlich.
Die vorliegende Vorrichtung findet eine breite Anwendung in der Wirtschaft
und ist in den folgenden Fachgebieten einsetzbar:
- – in der Metallurgie
- – in der chemischen Industrie
- – in der Pharmaindustrie
- – in der nuklearen Industrie
Die hier beschriebene Vorrichtung besteht aus einer Einheit mit einer
Trinkwasserkapazität von ca. 1.000 l/Std.. Die Länge der Einheit wird
nach Bedarf gewählt. Große Trinkwasseranlagen werden aus einer Mehrzahl
von solchen Einheiten zusammengebaut und an geeigneten Orten betrieben.
Die Betriebskosten liegen im Vergleich zum Stand der Technik nur bei 20% und deshalb
ist die hier beschriebene Vorrichtung wirtschaftlich vorteilhaft.