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Dokumentenidentifikation DE202007010267U1 25.10.2007
Titel Thermisch isolierende Dämmplatte
Anmelder Pfeuffer GmbH, 97342 Marktsteft, DE
Vertreter Patentanwalt Dipl.-Ing. Walter Jackisch & Partner, 70192 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202007010267
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.10.2007
Registration date 20.09.2007
Application date from patent application 24.07.2007
IPC-Hauptklasse F16L 59/02(2006.01)A, F, I, 20070724, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F25D 23/06(2006.01)A, L, I, 20070724, B, H, DE   F25D 23/08(2006.01)A, L, I, 20070724, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine thermisch isolierende Dämmplatte für eine Kühlzelle der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.

Kühlräume wie Kühl- oder Tiefkühlzellen beispielsweise in der Lebensmittelindustrie bedürfen einer wirksamen thermischen Isolierung, um eine angestrebt niedrige Raumtemperatur mit geringem Energieaufwand erreichen und halten zu können. Entsprechende Kühlräume sind dazu mit Dämmplatten innenseitig ausgekleidet, wobei die Dämmplatten ringsum geschlossen auf allen Flächen wie Decke, Wände und Boden angeordnet sind. Neben Anforderungen hinsichtlich einer guten Isolierwirkung sind auch Anforderungen bezüglich Hygiene, mechanischer Belastbarkeit und geringem Bauraum zu erfüllen. Insbesondere thermisch isolierende Bodenplatten müssen hinreichend mechanisch belastbar sein, um ein Befahren mit Hubwagen oder dergleichen zu ermöglichen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine thermisch isolierende Dämmplatte der gattungsgemäßen Art zu schaffen, deren physikalische Eigenschaften der Deckschicht verbessert sind.

Diese Aufgabe wird durch eine thermisch isolierende Dämmplatte für eine Kühlzelle mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Nicht rostende ferritische Stähle zeichnen sich durch härtere Oberflächen aus als die bisher verwendeten Marterialien. Sie lassen sich in diversen optischen Oberflächenausführungen gestalten wie walzblank, gebürstet, kreismattiert, geschliffen, Raute, Raute geschliffen, Leinen, Leinen geschliffen, 5WL, 5WL geschliffen.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist das ferritische Stahlblech einen linearen Wärmeausdehnungskoeffizient 10–6K–1 zwischen 20°C und 100°C von ≤13,0, insbesondere ≤11,0 auf. Hierfür kommen beispielsweise Stähle mit der Werkstoffnummer 1.4162 und insbesondere 1.4509 oder 1.4512 in Betracht. Dadurch wird auch bei größeren Temperaturunterschieden eine zuverlässige Formstabilität erreicht und Dehnungsspannungen werden vermieden. Von besonderem Vorteil ist auch, wenn die Isolierung auf beiden Seiten mit einem Stahlblech aus nicht rostendem ferritischem Stahl versehen ist. Damit weist die Dämmplatte nicht nur auf der dem Innenraum der Kühlzelle zugewandten Seite eine äußerst widerstandsfähige Deckfläche auf, sondern auch an der abgewandten Außen- oder Bodenseite.

In zweckmäßiger Weise weist das Stahlblech eine Dicke von 0,6 mm bis 3,0 mm auf. Dabei kann es bei bestimmten Ausführungen von Kühlzellen vorteilhaft sein, dass das Stahlblech auf der dem Innenraum der Kühlzelle zugewandten Seite eine größere Dicke aufweist als das Stahlblech auf der abgewandten Seite der Isolierung. Dabei lässt sich je nach Anwendungsfall der Materialeinsatz optimieren.

Sofern die Dämmplatte als Bodenplatte für eine Kühlzelle vorgesehen ist, wird es als vorteilhaft angesehen, dass die Isolierung auf der dem Innenraum zugewandten Seite mit einer Druckverteilerplatte versehen ist, die unmittelbar unter dem Stahlblech liegt. Damit wird den auf die Bodenplatten einwirkenden großen Kräften Rechnung getragen. Außerdem ist es zweckmäßig, dass die Dämmplatte in einem Fügebereich mit einer Nut bzw. einer an die Nut angepassten Feder versehen ist. Dadurch sind vorkonfektionierte Kanäle gebildet, die einfach und unter Vermeidung von Wärmebrücken verlegt bzw. montiert werden können. Dabei ist es vorteilhaft, dass im Fügebereich Schnellverbindungselemente, insbesondere Spannschlösser vorgesehen sind. Die Isolierung besteht beispielsweise aus einer Art Schaumschicht, insbesondere aus einem PU-Schaum. Diese Art Schaumschicht hat eine gute thermische Isolierwirkung.

Ein besonderer Vorteil des Einsatzes der o.g. Metalllegierungen besteht darin, dass durch die geringere Wärmeausdehnung die Scherkräfte in den Sandwichkonstruktionen ei Temperaturänderung geringer sind als bei den bisher verwendeten Legierungen, was sich insbesondere auf die Klebeverbindung zwischen dem Oberblech und der darunter eingebrachten Druckverteilerplatte bei den Bodenplatten positiv auswirkt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt

1 einen Ausschnitt einer beispielsweise als Bodenplatte zu verlegenden Dämmplatte,

2 eine Schnittdarstellung durch die Randabschnitte von zwei aneinandergefügten Dämmplatten.

Die 1 zeigt einen Ausschnitt eines Schnittes durch eine thermisch isolierende Dämmplatte 1, die eine Isolierung 2 aus einer Hartschaumschicht insbesondere eines PU-Schaums umfasst. Über der Isolierung 2 befindet sich eine Druckverteilerplatte 3, die beispielsweise aus einer Spanplatte gebildet sein kann. Auf der Druckverteilerplatte 3 ist eine obere Deckschicht 4 angebracht, wobei es sich um ein Stahlblech aus einem nicht rostenden ferritischen Stahl handelt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt die Dicke D der oberen Deckschicht 2,0 mm. An der Unterseite der Isolierung 2 befindet sich eine untere Deckschicht 5, die ebenfalls ein Stahlblech aus einem nicht rostenden ferritischen Stahl ist und deren Dicke d im gezeigten Ausführungsbeispiel ca. 1,0 mm beträgt. Im Hinblick auf die zu erwartende Beanspruchung der Dämmplatte 1 bzw. der jeweiligen Deckschicht 4 bzw. 5 kann die Dicke D bzw. d bemessen werden, so dass auf den Anwendungsfall bezogen ein optimaler Materialeinsatz möglich ist.

Die 2 zeigt in einer Schnittdarstellung die Randabschnitte von zwei aneinandergefügten Dämmplatten 1 und 1'. Jede der Dämmplatten 1, 1' umfasst eine Isolierung 2 aus einem Hartschaum, die an ihrer jeweiligen Oberseite mit einer Druckverteilerplatte 3 versehen ist. Auf der Druckverteilerplatte 3 befindet sich die obere Deckschicht 4 aus einem nicht rostenden ferritischen Stahl und die Unterseite der Isolierung 2 ist ebenso wie bereits zu 1 beschrieben mit einer unteren Deckschicht 5 aus nicht rostendem ferritischen Stahl versehen. In einem Fügebereich 6 zwischen den Dämmplatten 1, 1' ist an der Dämmplatte 1 eine Nut 7 vorgesehen, in die eine an der Dämmplatte 1' ausgebildete Feder 8 mit entsprechender Kontur greift. In dem Fügebereich 6 sind an den Dämmplatten 1, 1' Schnellverbindungselemente 9, 9' vorgesehen.

An der Dämmplatte 1' ist im Bereich oberhalb des Schnellverbindungselementes 9' eine Öffnung 10 in der oberen Deckschicht 4 angeordnet, die zum Einführen eines zur Betätigung des Schnellverbindungselementes 9' geeigneten Werkzeugs dient. Nach erfolgter Verbindung der beiden Dämmplatten 1, 1' wird die Öffnung 10 mittles eines Stopfens 11 verschlossen. Im Fügebereich 6 sind die Stahlbleche der oberen und unteren Deckschicht 4, 5 zunächst in eine Richtung orthogonal zur Ebene der Dämmplatte 1, 1' abgebogen und dann mit einem weiteren abgebogenen Abschnitt versehen. In dem Bereich, an dem die abgebogenen Abschnitte der Stahlbleche aneinanderliegen, oder unter Bildung eines geringen Spaltes parallel zueinander verlaufen, ist ein Dichtungsmittel 12 eingefügt, um die Isolierung 2 vor Eindringung von Feuchtigkeit zu schützen.

Das in den Ausführungsbeispielen gemäß 1 und 2 zur Anwendung kommende Stahlblech aus einem nicht rostenden ferritischen Stahl entspricht beispielsweise der Werkstoff Nr. 1.4162 oder 1.4509 oder 1.4512. Die beiden letztgenannten zeichnen sich nicht nur durch eine besondere Oberflächenhärte aus, sondern außerdem durch einen sehr geringen Wärmeausdehnungskoeffizient 10–6K–1 zwischen 20°C und 100°C von 10,0 bzw. 10,5.


Anspruch[de]
Thermisch isolierende Dämmplatte (1) für eine Kühlzelle, bestehend aus einer Isolierung (2) und einer auf der dem Innenraum der Kühlzelle zugewandten Seite angeordneten verschleißfesten Deckschicht (4) aus Stahlblech, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlblech aus einem nicht rostenden ferritischen Stahl besteht. Dämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung (2) auf beiden Seiten eine Deckschicht (4, 5) aus nicht rostendem ferritischem Stahl aufweist. Dämmplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlblech der oberen und/oder unteren Deckschicht (4, 5) einen linearen Wärmeausdehnungskoeffizient 10–6K–1 zwischen 20°C und 100°C von ≤13,0 insbesondere ≤11,0 aufweist. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlblech der oberen und/oder unteren Deckschicht (4, 5) eine Dicke (D bzw. d) von 0,6 mm bis 3,0 mm aufweist. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlblech auf der dem Innenraum der Kühlzelle zugewandten Seite eine größere Dicke (D) aufweist als die Dicke (d) des Stahlblechs auf der abgewandten Seite. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung (2) auf der dem Innenraum zugewandten Seite mit einer Druckverteilerplatte (3) versehen ist, die unmittelbar unter dem Stahlblech der oberen Deckschicht (4) liegt. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (1, 1') in einem Fügebereich (6) mit einer Nut (7) bzw. einer an die Nut (7) angepassten Feder (8) versehen ist. Dämmplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Fügebereich (6) Schnellverbindungselemente (9, 9'), insbesondere Spannschlösser vorgesehen sind. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung (2) aus einer Hartschaumschicht, insbesondere aus einem PU-Schaum besteht.






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