Die Erfindung betrifft eine Waage, insbesondere eine Küchenwaage.
Aus dem Stand der Technik sind Waagen mit einem relativ zu einer Skala
drehbaren oder schwenkbaren Zeiger für unterschiedlichste Anwendungszwecke
bekannt. Alternativ gibt es auch Waagen die den Gewichtswert digital anzeigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Waage anzugeben, die
es gestattet einen groben Gewichtswert schnell ablesen zu können und die es
gleichzeitig gestattet bei Bedarf den Gewichtswert möglichst genau abzulesen.
Die Aufgabe wird durch eine Waage gelöst, die zum Anzeigen eines
Gewichtswertes sowohl eine Digitalanzeige, als auch eine Analoganzeige aufweist.
Die Erfindung hat den Vorteil, dass beispielsweise beim Abwiegen einer
durch ein Sollgewicht vorgegebenen Menge von schüttbaren Gütern, wie Zucker,
Mehl oder von Flüssigkeiten, zunächst eine schnelle Annäherung an
das Sollgewicht des abzuwiegenden Gutes erfolgen kann, indem der Benutzer zunächst
die Analoganzeige verwendet, während unmittelbar anschließend durch Verwendung
der Digitalanzeige eine langsame Feinabstimmung bis zum exakten Erreichen des Sollgewichtes
des abzuwiegenden Gutes erfolgen kann. Es kann hierbei vorteilhaft vorgesehen sein,
dass die Digitalanzeige eine feinere Teilung aufweist, als die Analoganzeige.
Bei einer besonders exakt und zuverlässig arbeitenden Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Waage sind sowohl die Digitalanzeige, als auch die
Analoganzeige elektronisch gesteuert.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Digitalanzeige den Gewichtswert
in Ziffern und/oder Zahlen anzeigt. Die Digitalanzeige kann beispielsweise ein LCD-Element
und/oder eine Leuchtmatrix aufweisen.
In einer Ausführungsform weist die Analoganzeige eine Skala auf.
Zum Anzeigen eines Gewichtswertes auf der Skala kann beispielsweise ein Zeigemittel
vorgesehen sein. Es kann vorgesehen sein, dass das Zeigemittel einen drehbaren und/oder
verschiebbaren und/oder schwenkbaren Zeiger aufweist und/oder dass das Zeigemittel
einen Leuchtzeiger aufweist.
Vorzugsweise sind das Zeigemittel und die Skala relativ zueinander
beweglich angeordnet. In einer besonders zuverlässigen und mechanische wenig
aufwändigen Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Zeigemittel und die
Skala motorische angetrieben relativ zueinander beweglich sind. Der motorische Antrieb
kann beispielsweise eine Elektromotor, insbesondere einen Schrittmotor, beinhalten.
In einer besonderen Ausführung weist das Zeigemittel einen motorisch
angetriebenen Zeiger auf. Diese Ausführung zeichnet sich dadurch aus, dass
der Zeiger besonders schnell und exakt bewegt werden kann.
In einer besonders gut zu handhabenden Ausführung der erfindungsgemäßen
Waage ist vorgesehen, dass die Analoganzeige und die Digitalanzeige derart angeordnet
sind, dass sie gleichzeitig ablesbar sind.
Ein besonders gutes Ablesen der Gewichtswert weist auch eine Ausführungsform
auf, bei der die Digitalanzeige innerhalb einer Skalenscheibe der Analoganzeige
angeordnet ist.
Bei einer besonderen Ausführung ist vorgesehen, ist vorgesehen
dass die Digitalanzeige eine anderen – für den Benutzer hilfreichen
– Wert anzeigt, als die Analoganzeige. Beispielsweise kann vorgesehen sein,
dass die Digitalanzeige die Summe von mehreren sequentiell Durchgeführten Wiegevorgängen
anzeigt, während die Analoganzeige jeweils den aktuellen Gewichtswert von Einzelwiegevorgängen
zeigt. Analog ist auch möglich, dass die Analoganzeige die Summe von mehreren
sequentiell Durchgeführten Wiegevorgängen anzeigt, während die Digitalanzeige
jeweils den aktuellen Gewichtswert von Einzelwiegevorgängen zeigt. Diese Ausführungsformen
sind insbesondere beim Mischen von Rezeptzutaten vorteilhaft.
Die erfindungsgemäße Waage kann beispielsweise als Küchenwaage,
jedoch auch als Personenwaage oder als Güterwaage ausgeführt sein.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch dargestellt
und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleich wirkende Elemente
mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigt:
1 eine erfindungsgemäße Waage, und
2 schematisch den Aufbau einer erfindungsgemäßen
Waage.
1 zeigt eine erfindungsgemäße Waage
1, die zum Anzeigen eines Gewichtswertes sowohl eine Digitalanzeige
2, als auch eine Analoganzeige 3 aufweist. Die Analoganzeige weist
eine Skalenscheibe 4 mit einer Skala 5, sowie einen drehbar angeordneten
Zeiger 6 auf. Innerhalb der Skalenscheibe 4 ist die Digitalanzeige
2 angeordnet, die als LCD-Display ausgebildet ist. Die
mechanischen und elektronischen Bauteile sind in einem Gehäuse 7 angeordnet
aus dem die Halterung 8 für den Wiegteller 9 herausragt.
2 zeigt den schematischen den Aufbau einer erfindungsgemäßen
Waage 1. Der Zeiger 6 der Analoganzeige 3 wird von einem
Stellmotor 10, der von einer elektronischen Kontrolleinheit 11
gesteuert wird angetrieben und bei jedem Wiegvorgang in die zur Anzeige des mit
der Wiegeeinheit 12 gemessenen Gewichtswertes (Skalenwertes auf der Skalenscheibe
4) nötige Position gedreht. Die Kontrolleinheit 11 steuert
außerdem die Digitalanzeige 2, derart, dass sie ebenfalls –
jedoch in Ziffern bzw. Zahlen – den mit der Wiegeeinheit 12 gemessenen
Gewichtswert anzeigt. Es ist jedoch auch möglich, die Waage derart einzustellen,
dass die Digitalanzeige 2 die Summe von mehreren sequentiell Durchgeführten
Wiegevorgängen anzeigt, während die Analoganzeige 3 jeweils den
aktuellen Gewichtswert von Einzelwiegevorgängen zeigt
- 1
- Waage
- 2
- Digitalanzeige
- 3
- Analoganzeige
- 4
- Skalenscheibe
- 5
- Skala
- 6
- Zeiger
- 7
- Gehäuse
- 8
- Halterung
- 9
- Wiegteller
- 10
- Stellmotor
- 11
- Kontrolleinheit
- 12
- Wiegeeinheit