Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine umfassend einen Werkzeugträger
mit mindestens einer Werkzeugstation, welche eine Auflageseite für eine Anlageseite
eines Werkzeughalters und eine Aufnahme für einen Schaft des Werkzeughalters
aufweist, wobei die Anlageseite dann gegen die Auflageseite anliegt, wenn der Werkzeughalter
mit seinem Schaft in der Aufnahme eingespannt ist, und mindestens ein Formschlusselement,
welches bei in der Aufnahme eingespanntem Schaft spielfrei in ein zweites Formschlusselement
am Werkzeughalter eingreift, um den Werkzeughalterkörper relativ zum Werkzeugträger
präzise ausgerichtet zu fixieren.
Darüber hinaus betrifft die Erfindung einen Werkzeughalter für
eine Werkzeugmaschine, umfassend einen das Werkzeug tragenden Werkzeughalterkörper,
welcher eine Anlageseite aufweist und einen von dieser abstehenden Schaft zum Einspannen
des Werkzeughalters in einer Werkzeugstation eines Werkzeugträgers trägt,
und ein zweites Formschlusselement, welches bei in der Aufnahme eingespanntem Schaft
spielfrei in ein erstes Formschlusselement des Werkzeugträgers eingreift, um
den Werkzeughalterkörper relativ zum Werkzeugträger präzise ausgerichtet
zu fixieren.
Eine derartige Werkzeugmaschine und ein derartiger Werkzeughalter
sind beispielsweise aus der EP 0 780 179
A1 bekannt.
Es werden jedoch stets höhere Anforderungen an die Präzision
der Ausrichtung des Werkzeughalters und die Momentenstabilität der Ausrichtung
gestellt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Werkzeugmaschine
und einen hierzu geeigneten Werkzeughalter zur Verfügung zu stellen, bei welchen
der Werkzeughalter mit größtmöglicher geometrischer Genauigkeit und
mit möglichst großer Momentenstabilität an der Werkzeugmaschine fixierbar
ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Werkzeugmaschine der eingangs beschriebenen
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens zwei auf einander
gegenüberliegenden Seiten der Aufnahme angeordnete erste Formschlusselemente
vorgesehen sind, dass die ersten Formschlusselemente mindestens in einander gegenüberliegenden
Außenbereichen der Auflageseite des Werkzeugträgers angeordnet sind, dass
die ersten Formschlusselemente eine nur in einer ersten Positionierrichtung die
zweiten Formschlusselemente präzise positionierende Formschlussgeometrie aufweisen,
dass sie eine in einer quer zur ersten verlaufenden zweiten Positionierrichtung
die zweiten Formschlusselemente mit einem Freiheitsgrad verschieblich führende
Formschlussgeometrie aufweisen, und dass die zweite Positionierrichtung ungefähr
parallel zu einer auf eine Verzahnung des Schaftes beim Einspannen in die Aufnahme
wirkenden Querkraft verläuft.
Der Vorteil dieser Lösung ist darin zu sehen, dass durch die
Anordnung zweier derart bezüglich der Aufnahme einander gegenüberliegend
angeordneter Formschlusselemente und noch die Anordnung dieser Formschlusselemente
in einander gegenüberliegenden Außenbereichen der Auflageseite eine hohe
Momentenstabilität bei der Abstützung des Werkzeughalters an der Werkzeugmaschine
zusätzlich zu einer hohen Präzision der Ausrichtung erreicht wird.
Mit einer erfindungsgemäßen, ausdrücklich einen Freiheitsgrad
zulassenden Formschlussgeometrie lassen sich durch eine derartige geometrische Überbestimmung
bedingte Ungenauigkeiten und negative Auswirkungen der Querkraft vermeiden, da die
durch die Querkraft bedingten Verschiebungen in der Richtung verlaufen, in denen
die Formschlusselemente einen Freiheitsgrad vorsehen und somit die in der ersten
Positionierrichtung präzise Positionierung nicht beeinträchtigt wird.
Hinsichtlich der Anordnung der Formschlusselemente in den Außenbereichen
der Auflagefläche sind die unterschiedlichsten Lösungen denkbar. Beispielsweise
könnten die Außenbereiche die an die jeweils nächste Auflageseite
angrenzenden Außenbereiche sein.
Besonders günstig ist es jedoch, wenn die ersten Formschlusselemente
in sich an Stirnseiten des Werkzeugträgers anschließenden Außenbereichen
der Auflageseite angeordnet sind, da sich damit eine besonders gute Abstützung
des Werkzeughalters erreichen lässt.
Eine besonders hohe Momentensteifigkeit der Verbindung zwischen Werkzeughalter
und Werkzeugmaschine, insbesondere gegen eine Drehbewegung um den Schaft, ist dann
erreichbar, wenn die ersten Formschlusselemente mindestens in einander gegenüberliegenden
Eckbereichen der Auflageseiten angeordnet sind, da damit eine große Abstützlänge
zur Verfügung steht.
Eine günstige Abstützlänge lässt sich auch dann
erreichen, wenn die Formschlusselemente mindestens in Endbereichen mindestens einer
Diagonalen der Auflageseite angeordnet sind.
Eine besonders präzise Ausrichtung des Werkzeughalters lässt
sich dann erreichen, wenn die ersten Formschlusselemente symmetrisch zur Aufnahme
angeordnet sind, so dass bei in der Aufnahme eingespannten Schaft
und Belastung des Werkzeughalters die Formschlusselemente symmetrisch belastet werden.
Insbesondere ist es dabei günstig, wenn die ersten Formschlusselemente
in Endbereichen beider Diagonalen der Auflageseite angeordnet sind.
Hinsichtlich der Ausbildung der ersten Formschlusselemente selbst
wurden bislang keine näheren Angaben gemacht.
So könnten die Formschlusselemente insgesamt so ausgebildet sein,
dass sie eine exakte Positionierung in zwei quer zueinander verlaufenden Positionierrichtungen
vermitteln.
Dies könnte jedoch im Zusammenhang mit dem Einspannen des Schaftes
in der Aufnahme zu Zwangszuständen führen.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn die erste Positionierrichtung
quer zu einer auf den Schaft beim Einspannen in die Aufnahme wirkenden Querkraft
verläuft. Damit ist sichergestellt, dass die durch die Positionierrichtung
vorgegebene präzise Positionierung unabhängig von den Wirkungen der beim
Einspannen des Schafts in die Aufnahme auftretenden Querkraft ist.
Eine zweckmäßig realisierbare Ausführungsform sieht
vor, dass die ersten Formschlusselemente sich in einer Längsrichtung erstrecken
und in einer Ebene senkrecht zur Längsrichtung eine konstante Querschnittsform
aufweisen. Mit einer derartigen Ausbildung lässt sich in besonders einfacher
Weise der Freiheitsgrad in Richtung der zweiten Positionierrichtung schaffen.
Hinsichtlich der Art der Querschnittsform der Formschlusselemente
sind die unterschiedlichsten Lösungen denkbar.
Eine besonders einfache und jedoch hinsichtlich der Positioniergenauigkeit
günstige Lösung sieht vor, dass die Querschnittsform der ersten Formschlusselemente
zumindest zum Teil durch schräg zueinander verlaufende, beispielsweise V-ähnlich
verlaufende Flanken gebildet ist.
Eine besonders günstige Ausrichtung der sich in Längsrichtung
erstreckenden Formschlusselemente ergibt sich dann, wenn die ersten Formschlusselemente
sich mit ihrer Längsrichtung ungefähr parallel zu einer auf den Schaft
beim Einspannen in die Aufnahme wirkenden Querkraft erstrecken.
Hinsichtlich der Anordnung der ersten Formschlusselemente am Werkzeugträger
wurden bislang keine näheren Angaben gemacht.
Beispielsweise wäre es denkbar, die ersten Formschlusselemente
an dem Werkzeugträger dadurch anzuordnen, dass an diesem zusätzliche,
die ersten Formschlusselemente tragende Formschlusskörper angeordnet sind,
die ihrerseits beispielsweise relativ zum Werkzeugträger noch positionierbar
sind.
Aus Gründen einer einfachen Herstellbarkeit und möglichst
großen durch die ersten Formschlusselemente vermittelnden Präzision der
Ausrichtung des Werkzeughalters relativ zum Werkzeugträger ist vorgesehen,
dass die ersten Formschlusselemente starr am Werkzeugträger angeordnet sind.
Vorzugsweise sind dabei die ersten Formschlusselemente an die Auflageseite
des Werkzeugträgers angeformt.
Eine konstruktiv besonders günstige Lösung sieht vor, dass
die ersten Formschlusselemente als Vertiefungen in die Auflageseite des Werkzeugträgers
eingeformt sind, so dass sich diese beispielsweise durch eine spanabhebende Bearbeitung,
beispielsweise durch Schleifen herstellen lassen.
Ferner sind die Formschlusselemente vorzugsweise so ausgebildet, dass
sie beim Einsetzen des Schafts des Werkzeughalters in die Aufnahme in einer Einsetzrichtung
in Eingriff bringbar sind, so dass keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich
sind, um beim Aufsetzen des Werkzeughalters auf den Werkzeugträger die Formschlusselemente
in Eingriff zu bringen. Vielmehr werden zwangsläufig beim Aufsetzen des Werkzeughalters
auf den Werkzeugträger und Einspannen des Schafts in die Aufnahme die Formschlusselemente
in Eingriff gebracht.
Hinsichtlich der Ausbildung der ersten und zweiten Formschlusselemente
wurden bislang keine näheren Angaben gemacht.
So sieht eine besonders einfach herstellbare und eine gute Präzision
vermittelnde Lösung vor, dass die einen der Formschlusselemente als V-förmige
Verzahnung und die anderen der Formschlusselemente als die Verzahnung aufnehmende
V-Nut ausgebildet ist.
Um die Flächenpressung im Bereich der Formschlusselemente möglichst
gering zu halten, ist vorzugsweise vorgesehen, dass die einen der Formschlusselemente
als Mehrfachverzahnung und die anderen Formschlusselemente als Mehrfachnut ausgebildet
sind.
Im Zusammenhang mit der Anordnung der Auflageseite am Werkzeugträger,
insbesondere wenn dieser einen Revolverkopf darstellt, wurden bislang keine näheren
Angaben gemacht. Eine vorteilhafte Lösung sieht vor, dass die Werkzeugpositionen
an einer Umfangsseite des Revolverkopfes angeordnet sind und somit auch die Auflageseiten
an der Umfangsseite des Revolverkopfes liegen.
Alternativ dazu ist es aber auch denkbar, die Werkzeugpositionen in
radial außen liegenden Bereichen von Stirnseiten des Revolverkopfes anzuordnen,
wobei dann auch die Auflageseiten durch stirnseitige Bereiche des Revolverkopfes
gebildet werden.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird ferner aber auch durch
einen Werkzeughalter der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass mindestens zwei aufeinander gegenüberliegenden Seiten des
Schaftes angeordnete zweite Formschlusselemente vorgesehen sind, dass die zweiten
Formschlusselemente mindestens in einander gegenüberliegenden Außenbereichen
der Anlageseite angeordnet sind, dass die zweiten Formschlusselemente eine nur in
einer ersten Positionierrichtung die ersten Formschlusselemente präzise positionierende
Formschlussgeometrie aufweisen, dass die zweiten Formschlusselemente eine in einer
quer zur ersten verlaufenden zweiten Positionierrichtung die ersten Formschlusselemente
mit einem Freiheitsgrad verschieblich führende Formschlussgeometrie aufweisen,
und dass die zweite Positionierrichtung ungefähr parallel zu einer auf eine
Verzahnung des Schaftes beim Einspannen in die Aufnahme wirkenden Querkraft verläuft.
Eine derartige Anordnung der zweiten Formschlusselemente schafft in
gleicher Weise wie im Zusammenhang mit der Werkzeugmaschine und den ersten Formschlusselementen
beschrieben, eine gute Führungspräzision in Verbindung mit hoher Momentensteifigkeit.
Durch eine derartige Formschlussgeometrie lassen sich somit mögliche Zwangszustände
und somit durch diese bedingte Ungenauigkeiten vermeiden, wobei durch den Freiheitsgrad
in der zweiten Positionierrichtung gezielt durch Überbestimmung bewirkte Reduzierungen
der Präzision der Ausrichtung des Werkzeughalters relativ zum Werkzeugträger
vermieden werden können, und die durch die Querkraft bedingten Verschiebungen
genau in Richtung des von den zweiten Formschlusselementen vorgesehenen Freiheitsgrades
verlaufen.
Besonders hoch ist die Momentensteifigkeit, wenn die zweiten Formschlusselemente
mindestens in einander gegenüberliegenden Eckbereichen der Anlageseite angeordnet
sind und somit eine möglichst große Abstützlänge für die
Momentenstabilität zur Verfügung steht.
Die möglichst große Abstützlänge lässt sich
insbesondere auch dadurch erreichen, dass die zweiten Formschlusselemente mindestens
in einander gegenüberliegenden Endbereichen mindestens einer Diagonalen der
Anlageseite angeordnet sind.
Besonders vorteilhaft ist es, um eine möglichst gleichmäßige
und symmetrische Abstützung zu erreichen, wenn die zweiten Formschlusselemente
symmetrisch zu dem Schaft angeordnet sind.
Eine besonders günstige Abstützung lässt sich dann
erreichen, wenn die zweiten Formschlusselemente in Endbereichen beider Diagonalen
der Anlageseite angeordnet sind.
Besonders günstig ist es dabei, wenn die erste Positionierrichtung
quer zu einer auf den Schaft beim Einspannen in die Aufnahme wirkenden Querkraft
verläuft, da damit die Wirkungen der Querkraft sich nicht negativ auf die erste
Positionierrichtung auswirken.
Die zweiten Formschlusselemente könnten ihrerseits beliebig ausgebildet
sein. Beispielsweise könnte es sich um einzelne Elemente handeln. Eine hinsichtlich
ihrer Herstellbarkeit besonders günstige Lösung sieht vor, dass die zweiten
Formschlusselemente sich in einer Längsrichtung erstrecken und in einer Ebene
senkrecht zur Längsrichtung eine konstante Querschnittsform aufweisen. Damit
lassen sich die zweiten Formschlusselemente besonders einfach durch ein spanabhebendes
Herstellungsverfahren herstellen.
Zweckmäßigerweise ist die Querschnittsform der zweiten Formschlusselemente
so gewählt, dass diese zumindest zum Teil durch schräg zueinander verlaufende
Flanken gebildet ist.
Eine besonders günstige Lösung sieht vor, dass sich die
zweiten Formschlusselemente mit ihrer Längsrichtung ungefähr parallel
zu einer auf den Schaft beim Einspannen in der Aufnahme wirkenden Querkraft erstrecken
und somit die Verschiebbarkeit der Formschlusselemente in der Längsrichtung
zueinander einen Ausgleich von durch die Querkraft bedingten Verschiebungen erlaubt.
Hinsichtlich der Anordnung der zweiten Formschlusselemente am Werkzeughalterkörper
wurden bislang keine näheren Angaben gemacht. So sieht eine günstige Lösung
vor, dass die zweiten Formschlusselemente an einer bei in der Aufnahme eingespanntem
Schaft in Richtung des Werkzeugträgers kraftbeaufschlagten Stützplatte
des Werkzeughalterkörpers angeordnet sind. Mit einer derartigen Stützplatte
lassen sich die Formschlusselemente besonders geeignet am Werkzeughalterkörper
befestigen.
Vorzugsweise ist dabei die Stützplatte auf einer dem Werkzeugträger
zugewandten Seite eines den Schaft tragenden Gehäuses des Werkzeugträgers
angeordnet.
Konstruktiv besonders vorteilhaft ist es, wenn die zweiten Formschlusselemente
einstückig an die Stützplatte angeformt sind.
Grundsätzlich wäre es denkbar, auch beim Werkzeughalter
die zweiten Formschlusselemente starr mit dem Werkzeughalterkörper zu verbinden.
Eine besonders günstige Lösung sieht jedoch vor, dass die
zweiten Formschlusselemente an dem Werkzeughalterkörper justierbar angeordnet
sind, um durch Voreinstellung eine exakte Ausrichtung des Werkzeugs relativ zu den
zweiten Formschlusselementen erreichen zu können, während die zweiten
Formschlusselemente beim Einsetzen des Werkzeughalters in den Werkzeugträger
zwangsläufig exakt und präzise zu den ersten Formschlusselementen ausgerichtet
sind.
Eine derartige Justierbarkeit der zweiten Formschlusselemente ließe
sich beispielsweise dadurch erreichen, dass diese an an dem Werkzeughalterkörper,
beispielsweise der Stützplatte, montierbaren Leisten angeordnet sind.
Besonders günstig lässt sich jedoch die Justierbarkeit der
zweiten Formschlusselemente dann erreichen, wenn die Stützplatte gegenüber
dem Gehäuse des Werkzeughalterkörpers justierbar und nach der Justierung
fixierbar ist.
Beispielsweise lässt sich dadurch die Ausrichtung des Gehäuses
des Werkzeughalterkörpers relativ zur Stützplatte voreinstellen und somit
beim Einsetzen des Werkzeughalters sicherstellen, dass das im Gehäuse des Werkzeughalters
gelagerte Werkzeug exakt, beispielsweise parallel, zur Spindelachse ausgerichtet
ist.
Eine besonders günstige Lösung sieht vor, dass die Stützplatte
und das Gehäuse relativ zueinander mittels Ausrichtelementen ausrichtbar sind.
Derartige Ausrichtelemente umfassen beispielsweise einerseits Stellschrauben, welche
am Gehäuse oder in der Stützplatte angeordnet sein können und andererseits
ein durch die Stellschrauben einspannbares Element, zum Beispiel einen Vorsprung
oder einen Stift, das an der Stützplatte oder am Gehäuse gehalten ist.
Ferner sind zum Fixieren der Stützplatte relativ zum Gehäuse
Fixierelemente, zum Beispiel Fixierschrauben, vorgesehen.
Hinsichtlich der Ausbildung der Formschlusselemente selbst wurden
bislang noch keine näheren Angaben gemacht. So sieht eine besonders günstige
Lösung vor, dass die Formschlusselemente durch Einsetzend es Schafts des Werkzeughalters
in die Aufnahme in einer Einsetzrichtung in Eingriff bringbar sind, so dass keine
zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sind, um die Formschlusselemente in
Eingriff zu bringen und zu halten.
Vielmehr lassen sich durch diese Lösung die Formschlusselemente
bei in die Aufnahme eingespanntem Schaft kraftbeaufschlagt in Eingriff halten, um
eine besonders hohe Momentenabstützung zu gewährleisten.
Die Formschlusselemente selbst können dabei in unterschiedlichster
Art und Weise ausgebildet sein. Beispielsweise ist vorgesehen, dass die einen der
Formschlusselemente als V-förmige Zähne und die anderen der Formschlusselemente
als die Zähne aufnehmende V-Nut ausgebildet sind.
Zur Vermeidung von hohen Flächenpressungen ist vorzugsweise vorgesehen,
dass die einen der Formschlusselemente als Mehrfachverzahnung und die anderen der
Formschlusselemente als Mehrfachnut ausgebildet sind.
Darüber hinaus betrifft die Erfindung noch eine Werkzeugfixiereinrichtung
für Werkzeugmaschinen, umfassend einen Werkzeughalter mit einem das Werkzeug
tragenden Werkzeughalterkörper, welcher eine Anlageseite aufweist und einen
von dieser abstehenden Schaft zum Einspannen des Werkzeughalters trägt, einen
Werkzeugträger mit einer Werkzeugstation, umfassend eine Auflageseite und eine
Aufnahme für den Schaft, wobei die Anlageseite dann gegen die Auflageseite
anliegt, wenn der Werkzeughalter mit seinem Schaft in der Aufnahme eingespannt ist,
und mindestens eine zwischen Werkzeughalterkörper und Werkzeugträger wirksame
Ausrichtvorrichtung zur Positionierung des Werkzeughalterkörpers relativ zum
Werkzeugträger, die bei in der Aufnahme eingespanntem Schaft mittels am Werkzeugträger
und am Werkzeughalterkörper angeordneten und spielfrei ineinander greifenden
ersten bzw. zweiten Formschlusselementen den Werkzeugträger relativ zum Werkzeughalterkörper
in einer einzigen Stellung ausgerichtet fixiert.
Bei einer derartigen Werkzeugfixiereinrichtung wird die eingangs genannte
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens zwei auf
einander gegenüberliegenden Seiten des in die Aufnahme eingespannten Schaftes
angeordnete Ausrichtvorrichtungen vorgesehen sind, dass die Ausrichtvorrichtungen
mindestens in einander gegenüberliegenden Außenbereichen der Auflageseite
und der Anlageseite eine wirksame spielfreie Verbindung zwischen dem Werkzeugträger
und dem Werkzeughalterkörper herstellen, dass die Ausrichtvorrichtungen so
ausgebildet sind, dass sie eine exakte Ausrichtung des Werkzeughalters gegenüber
dem Werkzeugträger nur in einer ersten Positionierrichtung
bewirken und einen Freiheitsgrad in einer quer zur ersten verlaufenden zweiten Positionierrichtung
zulassen, und dass beim Einspannen des Schaftes in der Aufnahme entstehende, quer
zum Schaft auf die Verzahnung wirkende Querkräfte ungefähr parallel zur
zweiten Positionierrichtung verlaufen.
Damit besteht zwar die Möglichkeit, dass nicht exakt bestimmte
Parallelverschiebungen des Werkzeugs in seiner Ausrichtung relativ zur Spindelachse
auftreten, diese Parallelverschiebungen ändern jedoch den eingestellten Winkel
zwischen einer Werkzeugachse und der Spindelachse nicht mehr.
Durch die Querkräfte bedingte Verschiebungen des Schaftes in
der Aufnahme und somit auch Verschiebungen des Werkzeugträgerkörpers relativ
zum Werkzeugträger führen somit weder zu Zwangskräften in den Ausrichtvorrichtungen,
die die durch diese bewirkte präzise Positionierung beeinträchtigen, noch
zu einer Veränderung des Winkels zwischen einer Werkzeugachse und der Spindelachse.
Besonders günstig ist die erfindungsgemäße Werkzeugfixiereinrichtung
dann, wenn durch die Ausrichtvorrichtungen eine Ausrichtung des Werkzeughalters
gegen eine Verdrehung um den in die Aufnahme eingesetzten Schaft bewirken. Das heißt,
dass die Ausrichtvorrichtungen bei ihrer erfindungsgemäßen Anordnung selbst
im Fall eines geringfügigen Spiels des in die Aufnahme eingesetzten Schaftes
eine definierte Drehstellung des Werkzeughalters gegenüber dem Werkzeugträger
aufrecht erhalten, so dass sich dadurch insbesondere die exakte Ausrichtung des
Werkzeugs mit seiner Werkzeugachse relativ in einem bestimmten Winkel zur Spindelachse,
beispielsweise exakt parallel oder exakt senkrecht zur Spindelachse, festlegen lässt,
wobei eine durch das Spiel des Schaftes in der Aufnahme bedingte Parallelverschiebung
die Ausrichtung der Werkzeugachse in dem bestimmten Winkel relativ zur Spindelachse
nicht beeinträchtigt.
Beispielsweise lässt sich bei einer derartigen Lösung noch
eine exakte Positionierung in der zweiten Positionierrichtung dadurch erreichen,
dass die durch die Querkräfte erreichte Anschlagstellung des Schaftes in der
Aufnahme die exakte Position in der zweiten Positionierrichtung definiert.
Hinsichtlich der Anordnung der Ausrichteinrichtungen wurden bislang
keine weiteren spezifischen Angaben gemacht. So ist vorzugsweise vorgesehen, dass
die Ausrichteinrichtungen mindestens in einander gegenüberliegenden Eckbereichen
der Anlagefläche und/oder Auflagefläche angeordnet sind.
Mit dieser Anordnung der Ausrichteinrichtungen lässt sich eine
besonders große Abstützlänge und somit eine hohe Momentensteifigkeit
der Verbindung zwischen dem Werkzeughalter und dem Werkzeugträger erreichen.
Dies lässt sich auch dadurch erreichen, dass die Ausrichteinrichtungen
mindestens in einander gegenüberliegenden Endbereichen mindestens einer Diagonale
der Auflageseite und/oder Anlageseite angeordnet sind.
Im Übrigen ist die Werkzeugfixiereinrichtung vorzugsweise mit
denselben Merkmalen versehen, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Werkzeugmaschine und dem erfindungsgemäßen Werkzeughalter voranstehend
beschrieben wurden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.
In der Zeichnung zeigen:
1 eine Draufsicht auf Werkstückspindel und Werkzeugträger
einer Werkzeugmaschine;
2 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäß
an einem Werkzeugträger fixierten Werkzeughalters;
3 einen Schnitt längs Linie 3-3 in 2;
4 einen Schnitt längs Linie 4-4 in 3;
5 eine Draufsicht auf eine Auflageseite des Werkzeugträgers
mit geschnitten dargestelltem Schaft;
6 eine Draufsicht auf eine Anlageseite des Werkzeughalters
mit geschnitten dargestelltem Schaft;
7 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs
A in 3 bei von der Auflageseite abgehobener Anlageseite
und
8 eine Ansicht in Richtung des Pfeils B in
1.
Eine Drehmaschine, bei welcher eine erfindungsgemäße Werkzeugfixiereinrichtung
einsetzbar ist, umfasst, wie in 1 dargestellt, eine
in einem Spindelgehäuse 10 gelagerte Werkstückspindel
12, welche in dem Spindelgehäuse 10 um eine Spindelachse
14 drehbar gelagert und drehend antreibbar ist.
In der Werkstückspindel 12 ist ein als Ganzes mit
16 bezeichnetes Werkstück fixierbar und um die Spindelachse
14 zur Bearbeitung desselben drehbar.
Die Bearbeitung des Werkstücks 16 erfolgt durch ein
Werkzeug W, in 1 beispielsweise als Bohrer dargestellt,
welches durch einen als Ganzes mit 20 bezeichneten Werkzeugträger
relativ zur Spindelachse 14 bewegbar und positionierbar ist.
Der Werkzeugträger 20 ist beispielsweise als Revolver
ausgebildet und umfasst ein Revolvergehäuse 22, an welchem ein Revolverkopf
24 um eine Revolverachse 26 drehbar gelagert ist.
Der Revolverkopf 24 ist dabei mit einer Vielzahl von Werkzeugstationen
28 versehen, wobei jede der Werkzeugstationen 28 eine Auflageseite
30 aufweist, auf welche ein Werkzeughalterkörper 32 eines
als Ganzes mit 34 bezeichneten Werkzeughalters mit einer Anlageseite
36 auflegbar ist, während ein von der Anlagefläche
36 abstehender Schaft 38 des Werkzeughalters 34 in eine
für diesen vorgesehene Aufnahme 40 der Werkzeugstation 28
einsetzbar und in der Aufnahme 40 durch ein in eine Verzahnung des Schaftes
38 eingreifendes mit einer Gegenverzahnung versehenes Spannelement fixierbar
ist. Die Fixierung des Schafts 38 in der Aufnahme 40 erfolgt beispielsweise
entsprechend DIN 69880.
Wie in 2 und 3
dargestellt, umfasst der Werkzeughalterkörper 32 ein Gehäuse
42, an welchem der Schaft 38 angeformt ist und eine an dem Gehäuse
42 der Auflageseite 30 zugewandt angeordnete Stützplatte
44, welche einen sich an den Schaft 38 anschließenden zylindrischen
Ansatz 46 mit einer zylindrischen Innenfläche 48 umschließt
und mit einer Tragfläche 50 das Gehäuse 42 trägt,
welches auf dieser Tragfläche 50 mit einer Stützfläche
52 anliegt.
Das Gehäuse 42 und die Stützplatte 44
sind relativ zueinander um eine Achse 54 des Schaftes 38 verdrehbar,
wobei der zylindrische Ansatz 46 in der zylindrischen Innenfläche
48 der Stützplatte 44 um die Achse 54 drehbar geführt
ist und außerdem die Stützfläche 52 gegenüber der Tragfläche
50 gleiten kann. Ferner ist das Gehäuse 42 gegenüber
der Stützplatte 44 mittels zusammenwirkenden Ausrichtelementen
56, 57 um die Achse 54 ausrichtbar, wobei ein erstes
Ausrichtelement 56 (3) als im Gehäuse
42 sitzender Stift ausgebildet ist, der sich in eine Bohrung
57 in der Stützplatte 44 mit Spiel hinein erstreckt (4)
und wobei die Ausrichtelemente 58a und 58b als Stellschrauben
ausgebildet sind, die in quer zur Bohrung 57 verlaufenden Bohrungen
59a bzw. 59b sitzen und den in die Bohrung eingreifenden Stift
56 auf gegenüberliegenden Seiten beaufschlagen. Durch Verstellen der
Stellschrauben 58a, b lässt sich der Stift 56 in der Bohrung
57 in Querrichtung zu dieser im Rahmen des vorhandenen Spiels verschieben
und somit lässt sich die Ausrichtung des Gehäuses 42 relativ
zur Stützplatte 44 bezüglich einer Drehung um die Achse
54 einstellen.
Zur Festlegung des ausgerichteten Gehäuses 42 relativ
zur Stützplatte 44 sind zusätzliche Fixierelemente
60, beispielsweise Schrauben, vorgesehen.
Alternativ dazu sind das Gehäuse 42 und die Stützplatte
44 auch durch anders geartete Ausrichtelemente oder Fixierelemente fixierbar,
wobei diese Elemente entweder nach Ausrichtung des Gehäuses 42 zur
Stützplatte 44 einsetzbare Passstifte oder Schrauben sein können,
die das Gehäuse in seiner Ausrichtung relativ zur Stützplatte
44 durch Formschluss oder Kraftschluss festlegen.
Wie in 2 und 5
dargestellt, sind die Auflageseiten 30 der Werkzeugstationen
28 vorzugsweise als abgeflachte Umfangsflächen des scheibenförmigen
Revolverkopfes 24 ausgebildet, die sich zwischen einer vorderen Stirnseite
62 und einer hinteren Stirnseite 64 des scheibenförmigen
Revolverkopfes 24 in Richtung der Revolverachse 26 erstrecken
und in einer Umfangsrichtung oder Azimutalrichtung 66 zur Revolverachse
26 maximal bis zu aufeinander folgenden Kanten 68 und
70 des mit den abgeflachten Auflageseiten 30 versehenen scheibenförmigen
Revolverkopfes 24 erstrecken.
Zur exakten Fixierung des Werkzeughalters 34 ist die Auflageseite
30 des Revolverkopfes 24 in ihren an die vordere Stirnseite
62 und die hintere Stirnseite 64 angrenzenden Außenbereichen
72 und 74 mit ersten Formschlusselementen 76 und
78 versehen, die sich mit einer Längsrichtung 80 von einer
Kante 68 zur anderen Kante 70 in Umfangsrichtung 66 erstrecken
und somit von nahe der Kante 68 liegenden gegenüberliegenden Eckbereichen
82 und 84 zu nahe der Kante 70 liegenden gegenüberliegenden
Eckbereichen 86 und 88 der Auflageseite 30 verlaufen.
Außerdem ist, wie in 6 dargestellt,
die Anlageseite 36, die sich in Richtung der Revolverachse 26
über dieselbe Distanz erstreckt wie die zwischen den Stirnseiten
62 und 64 liegende Auflageseite 30, in auf gegenüberliegenden
Seiten des Schaftes 38 liegenden Außenbereichen 92 und
94 mit zweiten Formschlusselementen 96 und 98 versehen,
welche sich mit ihrer Längsrichtung 100 von Eckbereichen
102 und 104 zu gegenüberliegenden Eckbereichen
106 und 108 der Anlageseite 36 erstrecken, wobei die
Eckbereiche 102 und 104 nahe einer ungefähr parallel zur
Revolverachse 26 liegenden Seitenkante 110 und die Eckbereiche
106 und 108 nahe einer dem Schaft 38 gegenüberliegenden
und ebenfalls ungefähr parallel zur Revolverachse 36 verlaufenden
Seitenkante 112 der Auflageseite 30 liegen.
Wie in 7 exemplarisch am Beispiel der
ersten Formschlusselemente 76 dargestellt, weisen die ersten Formschlusselemente
76, 78 einander zugewandt angeordnete Fixierflanken
114a, b auf, welche quer zu einer Einsetzrichtung 116 mit zunehmender
Erstreckung der Fixierflanken 114a, b in der Einsetzrichtung
116 einen geringer werdenden Abstand aufweisen.
Im einfachsten Fall verlaufen die einander zugewandten Fixierflanken
114a, b der ersten Formschlusselemente 76, 78 V-förmig.
In gleicher Weise umfassen die zweiten Formschlusselemente
96, 98, exemplarisch dargestellt am Beispiel der Formschlusselemente
96 Außenflanken 118a, 118b auf, die in entgegengesetzte
Richtungen weisen und quer zur Einsetzrichtung 116 mit zunehmender Erstreckung
derselben in der Einsetzrichtung 116 einen geringeren Abstand voneinander
aufweisen.
Im einfachsten Fall sind auch die Außenflanken 118a,
b V-förmig ausgebildet.
Ferner ist die Ausrichtung der Außenflanken 118a, b
relativ zueinander an die Ausrichtung der Fixierflanken 114a, b relativ
zueinander angepasst, so dass bei Bewegen der Außenflanken 118a, b
in der Einsetzrichtung 116 in zwischen die Fixierflanken 114a,
b hinein die Außenflanke 118a an der Fixierflanke 114a und
die Außenflanke 118b an der Fixierflanke 114b zumindest linienförmig,
vorzugsweise im wesentlichen flächig anliegen.
Die Fixierflanken 114a, 114b sowie die Außenflanken
118a, 118b erstrecken sich parallel zu den Längsrichtungen
80 bzw. 100 der ersten Formschlusselemente 76,
78 bzw. der zweiten Formschlusselemente 96, 98, so dass
die ersten Formschlusselemente 76, 78 relativ zu den zweiten Formschlusselementen
96, 98 in Richtung der Längsrichtungen 80,
100 relativ zueinander bewegbar sind und eine exakte Positionierung lediglich
in einer quer zu den Längsrichtungen 80, 100 verlaufenden
ersten Positionierrichtung 120 vermitteln.
Um eine reduzierte Flächenpressung zu erhalten ist vorzugsweise
vorgesehen, dass jedes der ersten Formschlusselemente 76, 78 mehr
als ein Paar, vorzugsweise zwei Paare voneinander zugewandten Fixierflanken
114a, b aufweist und jedes der zweiten Formschlusselemente 96,
98 mehr als ein Paar, vorzugsweise zwei Paare von in entgegengesetzte Richtungen
weisenden Außenflanken 118a, b aufweist.
Dadurch, dass auch der Schaft 38 in die Aufnahme
40 durch Bewegen in Richtung parallel zur Einsetzrichtung 116
einsetzbar ist, erfolgt mit Einsetzen des Schaftes 38 in die Aufnahme
40 und somit mit Anlegen der Anlageseite 36 der Stützplatte
44 an der Auflageseite 30 ein Ineingriffbringen der zweiten Formschlusselemente
96 und 98 mit den ersten Formschlusselementen 76 und
78, die im Bereich der Anlageseite 36 und der Auflageseite
30 angeordnet sind. Dabei erstreckt sich die Anlageseite 36 nicht
zwangsläufig bis zu den Kanten 68 und 70, sondern kann im
Abstand von diesen enden, wie in 5 durch die gestrichelten
Linien angedeutet ist, so dass auch die Auflageseite 30 sich entsprechend
der Anlageseite 36 erstreckt.
Jedes der ersten Formschlusselemente 76, 78 bildet
mit dem korrespondierenden zweiten Formschlusselement 96, 98 eine
Ausrichtvorrichtung 136, 138, wobei die beiden Ausrichtvorrichtungen
136, 138 durch ihre Anordnung auf gegenüberliegenden Seiten
der Aufnahme 40 und ihre Erstreckung bis in die Eckbereiche 82
und 86 bzw. 84 und 88 als maximale Abstützlänge
die Länge von Diagonalen 140, 140 der Auflageseite
30 aufweisen, wobei die Diagonale 140 vom Eckbereich
82 zum Eckbereich 88 der Auflageseite 30 verläuft
und die Diagonale 142 vom Eckbereich 84 zum Eckbereich
86 der Auflageseite 30 verläuft und folglich Endbereiche
144 und 146 der Diagonalen 140 in den Eckbereichen
82 und 88 und Endbereiche 148 und 150 der Diagonalen
142 in den Eckbereichen 84 und 86 liegen.
Den Diagonalen 140, 142 der Auflageseite
30 entsprechen Diagonalen 160, 162 der Anlageseite
36 mit in den Eckbereichen 102 und 108 liegenden Endbereichen
164, 166 bzw. 168, 170.
Diese durch die Diagonalen 140 und 142 bestimmte
maximale Abstützlänge A in einer Ebene E senkrecht zur Achse
54 des Schafts 38 ist wesentlich für die präzise und
momentensteife Ausrichtung des Werkzeugs W parallel zur Spindelachse 14
und somit zur Z-Achse der Drehmaschine, da sich durch die derart große maximale
Abstützlänge A Positionierfehler der Formschlusselemente 76,
78 bzw. 96, 98 nur in einem geringen Verhältnis
in Positionierfehler des Werkzeugs W relativ zur Spindelachse 14 übersetzen
und andererseits auf das Werkzeug W wirkende Drehmomente bezüglich einer Drehung
des Werkzeughalters 34 um die Achse 54 des Schaftes
38 optimal mit großer Steifigkeit abgestützt werden können
(5, 6, 8).
Die zusammenwirkenden Formschlusselemente 76, 78
bzw. 96, 98 erlauben in einer zweiten Positionierrichtung
180, die quer zur ersten Positionierrichtung 120 verläuft,
keine formschlüssige Festlegung sondern lassen in dieser Richtung einen Freiheitsgrad
zu, so dass eine geringfügige Bewegung des Werkzeughalters 34, in
der zweiten Positionierrichtung 180 möglich ist, die beim Einspannen
des Schaftes 38 in der Aufnahme 40 durch ein auf eine Verzahnung
182 des Schaftes 38 einwirkende Gegenverzahnung 184 eines
Einspannelementes der Aufnahme 40 aufgrund einer auf den Schaft
38 einwirkenden Querkraft 186 entsteht, welche parallel zu der
Längsrichtung 80, 100 der Formschlusselemente 76,
78, 96, 98 wirkt und den Schaft 38 kraftbeaufschlagt
gegen eine der Gegenverzahnung 184 gegenüberliegende Kontur
188 der Aufnahme 40 anlegt, so dass dadurch der Werkzeughalter
34 in der zweiten Positionierrichtung 180 relativ zum Revolverkopf
24 exakt positioniert wird.
Die Bewegbarkeit der Formschlusselemente 76, 78,
96, 98 in der zweiten Positionierrichtung 180 beeinträchtigt
– wie in 8 dargestellt – die Ausrichtung
einer Werkzeugachse 190 des Werkzeugs W relativ zur Spindelachse
14 und somit zur Z-Richtung der Werkzeugmaschine nur insoweit als durch
eine Bewegung in der zweiten Positionierrichtung 180 noch eine Parallelverschiebung
gegenüber der Spindelachse 14 möglich ist. Der in einer Ebene
senkrecht zur Achse 54 liegende Winkel 192 zwischen der Werkzeugachse
190 und der Spindelachse 14 ist jedoch ausschließlich durch
die Formschlusselemente 76, 78, 96, 98 festgelegt
(8).