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Dokumentenidentifikation DE60125738T2 25.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001268308
Titel SPENDER FÜR FEUCHTE SERVIETTEN MIT FLEXIBLER ÖFFNUNG
Anmelder Kimberly-Clark Worldwide, Inc., Neenah, Wis., US
Erfinder BUCK, Allan, Frederick, Neenah, WI 54956, US;
KUO, Andrew, Appleton, WI 54914, US;
HAMMONDS, Lynn, Yvette, Oshkosh, WI 54904, US;
AMUNDSON, David, John, Crawley, West Sussex RH10 7NE, GB;
SAUNDERS, Martin, Craig, Rocky River, OH 44116, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60125738
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.03.2001
EP-Aktenzeichen 019228782
WO-Anmeldetag 29.03.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/US01/10204
WO-Veröffentlichungsnummer 2001074687
WO-Veröffentlichungsdatum 11.10.2001
EP-Offenlegungsdatum 02.01.2003
EP date of grant 03.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.10.2007
IPC-Hauptklasse B65D 83/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A47K 10/42(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Heutzutage ist eine große Vielzahl von Feuchttuchausgabebehältern auf dem Markt verfügbar. Diese Behälter können allgemein in zwei Klassen eingeteilt werden, nämlich in Behälter vom Hineingreiftyp und in automatische Behälter beziehungsweise Behälter vom Herausstehtyp. Innerhalb der Herausstehklasse stellen einige Behälter einen Stapel flacher Tücher bereit, die zusammengefaltet sind und in den meisten Fällen aus einer Schale abgegeben werden. Andere Behälter stellen wiederum eine Rolle von Tüchern bereit, die an ihren Kanten perforiert sind und aus einem stehenden zylinderförmigen Behälter ausgegeben werden. Die Behälter vom Herausstehtyp sind beliebt, da das Feuchttuch für den Benutzer hier einfacher bereitgestellt werden kann. Für Tücher in einem Behälter vom Herausstehtyp ist die Wahrscheinlichkeit größer, wenigstens teilweise auszutrocknen, wobei jedoch Verbesserungen bei der Ausgestaltung des Behälters dieses Problem bereits verkleinert haben.

Gleichwohl können bei Behältern von Herausstehtyp, die einen Stapel von Tüchern enthalten, Fälle eintreten, in denen die Herausstehfunktion nicht gegeben ist und ein Benutzer in den Behälter hineingreifen muss, um das nächste Tuch zu entnehmen. Dieses Versagen geht meist auf fehlende Faltungen zurück. Nachteiligerweise weisen derzeit gängige Behälter vom Herausstehtyp keine Öffnungen auf, die den Benutzer in die Lage versetzen, in den Behälter hineinzugreifen, während sie gleichzeitig eine ausreichend gute Dichtung aufrechterhalten, die einem merklichen Austrocknen der Tücher in dem Behälter vorbeugt.

Die Druckschrift EP 0 644 130 offenbart eine Ausgabeeinrichtung für Trockentücher, und die Druckschrift EP 952 088 A1 offenbart einen Behälter für Feuchttücher.

Man hat herausgefunden, dass bestimmte Feuchttuchbehälter vom Herausstehtyp gleichzeitig Heraussteh- und Hineingreiffunktionen wahrnehmen können. Dies ist nicht nur bei der Entnahme von Tüchern, deren Ausgabe fehlgeschlagen ist, von Nutzen, sondern versetzt Benutzer auch in die Lage, das hervorstehende Tuch in den Behälter zurückzuschieben, um die Feuchtigkeitsrückhaltung zu verbessern oder die hygienischen Bedingungen leichter aufrechtzuerhalten und anschließend das Tuch einfach zu entnehmen.

Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung daher einen Feuchttuchbehälter, der zusammengefaltete oder perforierte Feuchttücher enthält und eine automatische Ausgabeeinrichtung beziehungsweise eine Ausgabeeinrichtung vom Herausstehtyp aufweist, die unter einem zuklappbaren Deckel angeordnet ist, wobei die Ausgabeeinrichtung eine starre Öffnung umfasst, die ein flexibles, gummiartiges Material beziehungsweise eine Scheibe umgibt, das/die einen oder mehrere Schlitze aufweist, über den/die einzelne Feuchttücher aus dem Behälter entnommen werden, wenn der Deckel offen ist, wobei die Flexibilität der Scheibe und die Länge des Schlitzes beziehungsweise der Schlitze in Kombination ausreichen, um einen Benutzer in die Lage zu versetzen, in den Behälter hineinzugreifen und ein Feuchttuch problemlos herauszunehmen, wenn die automatische Ausgabe fehlschlägt.

Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung einen Feuchttuchbehälter, der zusammengefaltete oder perforierte Feuchttücher enthält und eine automatische Ausgabeeinrichtung beziehungsweise eine Ausgabeeinrichtung vom Herausstehtyp aufweist, die unter einem zuklappbaren Deckel angeordnet ist, wobei die Ausgabeeinrichtung eine starre Öffnung umfasst, die ein flexibles, gummiartiges Material beziehungsweise eine Scheibe umgibt, das/die einen oder mehrere Schlitze aufweist, über den/die einzelne Feuchttücher aus dem Behälter entnommen werden, wenn der Deckel offen ist, wobei die Ausgabeeinrichtung einen Penetrationsindex von ungefähr 50 bis ungefähr 600 g aufweist.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung kann der „Behälter" ein beliebiger Behälter sein, der zur Speicherung und Ausgabe von Feuchttüchern geeignet ist, darunter unter anderem Schalen, Dosen, Weichpackungen (soft packs) und dergleichen mehr.

Die Ausgestaltung und Länge des Schlitzes beziehungsweise der Schlitze in dem flexiblen, gummiartigen Material beziehungsweise der Scheibe können abhängig von einer Anzahl von Faktoren variieren, darunter Verdampfungsverluste, eine Vereinfachung der Tuchentnahme, ein ausreichender Reibungseingriff zur Aufrechterhaltung der Heraussteheigenschaft und ein Zugriff auf die Tücher innerhalb des Behälters für den Fall des Fehlschlagens der Heraussteheigenschaft. Man hat herausgefunden, dass mehrere einander schneidende Schlitze mit Blick auf alle vorgenannten Erwägungen am besten geeignet sind. Dies wird noch detailliert unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.

Das flexible, gummiartige Material oder die Scheibe mit den Schlitzen müssen ihrer Natur nach ausreichend steif sein, damit Verdampfungsverluste in ausreichendem Umfang verhindert und die Feuchttücher in der Herausstehstellung gehalten werden. Gleichzeitig muss das Material beziehungsweise die Scheibe ausreichend nachgiebig und elastisch sein, um den Benutzer in die Lage zu versetzen, mit den Fingern ausreichend weit in den Behälter greifen zu können, ohne sich die Finger zu verletzen, und ein Tuch vom oberen Ende des Stapels auch dann nehmen zu können, wenn der Stapel nur mehr aus einem verbleibenden Tuch besteht. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wirken die Eigenschaften der flexiblen, gummiartigen Scheibe und die ausgewählte Ausgestaltung der Schlitze derart zusammen, dass das gewünschte Endergebnis erreicht wird. Es ist einsichtig, dass es mit steigender Länge der Schlitze einfacher wird, mit den Fingern in den Behälter zu greifen, da die Öffnung größer ist. Dasselbe gilt, wenn die Steifigkeit abnimmt. Obwohl das gummiartige Material in zahlreichen Formen vorliegen kann, wird eine Scheibenform bevorzugt, da diese für gewerbliche Zwecke einfach hergestellt werden kann.

In dem Bemühen, die Eigenschaften des gummiartigen Materials oder der Scheibe zu quantifizieren, werden die einschlägigen Eigenschaften durch die Begriffe Härte, Steifigkeit, Dicke, Elastizität und beliebige Kombinationen hieraus beschrieben.

Insbesondere liegt die Shore-A-Härte (gemessen gemäß ASTM D 2240) der flexiblen, gummiartigen Scheibe oder des Materials bei ungefähr 100 oder weniger, vorzugsweise zwischen ungefähr 20 und ungefähr 70 und besonders bevorzugt zwischen ungefähr 30 und ungefähr 60.

Die Steifigkeit nach Gurley der flexiblen, gummiartigen Scheibe oder des Materials (gemessen gemäß ASTM D 6125-97 „Standard Test Method for Bending Resistance of Paper and Paperboard", „Standardtestverfahren für den Biegewiderstand von Papier und Pappe") kann bei ungefähr 10.000 mgf (milligrams of force mgf, Milligramm Kraft) oder weniger, vorzugsweise zwischen ungefähr 100 und ungefähr 8.000 mgf, besonders bevorzugt zwischen ungefähr 200 und ungefähr 6.500 mgf und ganz besonders bevorzugt zwischen ungefähr 300 und ungefähr 1.500 mgf liegen.

Die Dicke der flexiblen, gummiartigen Scheibe kann bei ungefähr 0,1 mm oder mehr, vorzugsweise bei ungefähr 0,1 bis ungefähr 0,2 mm und besonders bevorzugt bei ungefähr 0,8 bis ungefähr 1,5 mm liegen.

Die Elastizität des flexiblen, gummiartigen Materials oder der Scheibe, die durch die Zugfestigkeitsbelastung bei einer Dehnung von 100% gegeben ist und entsprechend ASTM D 412 „Standard Test Methods for Vulcanized Rubber and Thermoplastic Elastomers" („Standardtestverfahren für vulkanisierten Gummi und thermoplastische Elastomere") gemessen wird, kann bei ungefähr 10 Mpa (Megapascal) oder weniger, vorzugsweise zwischen ungefähr 0,1 und 7 Mpa und besonders bevorzugt zwischen ungefähr 0,5 und ungefähr 2,5 MPa liegen.

Alternativ kann das Leistungsvermögen der Ausgabeeinrichtung direkt unter Verwendung eines Zugfestigkeitstestgerätes dadurch gemessen werden, dass eine kugelförmige Probe unter kontrollierten Bedingungen in die Ausgabeöffnung eingeführt und die Kraft, die zur Überwindung des Widerstandes der Öffnung aufgewandt werden muss, gemessen wird. Hierdurch werden Finger simuliert, die in den Behälter hineingreifen, um ein Tuch zu entnehmen. Im Allgemeinen beinhaltet die Messung das Anordnen eines zu testenden Behälters unter einer speziell ausgestalteten Probe, die in einem Zugfestigkeitstestgerät angebracht wird. Das Zugfestigkeitstestgerät senkt die Probe mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit in die Mitte der Ausgabeeinrichtung des Behälters hinab und misst in Gramm die maximale Belastung, die erforderlich ist, um durch die Öffnung hindurchzudringen. Dieser Test, der nachstehend noch detaillierter beschrieben wird, führt zu einem Wert, der als „Penetrationsindex" (penetration index) bezeichnet wird. Die Behälter der vorliegenden Erfindung weisen einen Penetrationsindex zwischen ungefähr 50 und ungefähr 600 g, vorzugsweise zwischen ungefähr 100 und ungefähr 500 g und besonders bevorzugt zwischen ungefähr 200 und ungefähr 400 g auf.

Das Zugfestigkeitstestgerät ist das MTS-Sintech-1/G mit einer MTS-10-Pfund-Lastzelle (1 Pfund = 454 g). Die Software ist Testworks für Windows 3.10. Die Lastzelle enthält einen 0,5-Inch-Greiferkopf (1 Inch = 2,54 cm) zur Aufnahme der metallischen Kugelprobe. Die verwendete Kugelprobe wies eine Länge von ungefähr 4,5 Inch (1 Inch = 2,54 cm) auf. Der untere Abschnitt der Probe, der mit dem zu testenden Muster in Kontakt kommt, ist kugelförmig und weist einen Kugeldurchmesser von 0,75 Inch (1 Inch = 2,54 cm) auf. Der mittlere Abschnitt der Probe umfasst einen "Verbindungshals", der einen Durchmesser von annähernd 0,375 Inch (1 Inch = 2,54 cm) und eine Länge von 1,375 Inch (1 Inch = 2,54 cm) aufweist. Der obere Abschnitt der Probe weist einen Durchmesser von annähernd 0,5 Inch (1 Inch = 2,54 cm) und eine Länge von 2,4 Inch (1 Inch = 2,54 cm) auf. Das Ende des oberen Abschnittes enthält einen flachen Bereich, durch den ermöglicht wird, dass die Probe in den Greiferkopf des Zugfestigkeitstestgerätes passt. Der flache Bereich ist um 0,125 Inch (1 Inch = 2,54 cm) vom Zentrum der Probe versetzt.

Bei Durchführung eines Tests wird der zu testende Behälter fest an einer geeigneten Fläche derart angebracht, dass die Mitte der Ausgabeöffnung unmittelbar unterhalb der Kugelprobe befindlich ist. Die Probe wird zunächst derart angeordnet, dass sie ungefähr 1 Inch oberhalb der Ausgabeöffnung befindlich ist. Zu Beginn des Tests bewegt sich die Probe mit einer Geschwindigkeit von 80 Inch pro Minute (1 Inch = 2,54 cm) um eine Strecke von 2 Inch (1 Inch = 2,54 cm) nach unten. Die Probe wird eine Sekunde lang in dieser unteren Stellung gehalten und anschließend mit derselben Geschwindigkeit in ihre Anfangsstellung zurückbewegt. Der Test wird zwei weitere Male wiederholt. Die an dem Zugfestigkeitstestgerät abgelesenen Werte für die Maximallast werden, in Gramm Kraft ausgedrückt, gemittelt, und das Ergebnis stellt den Penetrationsindex für das Muster dar.

Im Sinne der vorliegenden Beschreibung wird der Begriff „starr" verwendet, um einen Grad der Steifigkeit zu bezeichnen, der geläufigerweise mit Materialien in Verbindung gebracht wird, die bei der Herstellung von Feuchttücherschalen Verwendung finden. Nummerisch weisen diese Materialien üblicherweise einen Biegemodul (flexural modulus) (gemessen entsprechend ASTM D 790 „Standard Test Method for Flexural Properties of Unreinforeced and Reinforced Plastics and Electrical Insulating Materials", „Standardtestverfahren für Biegeeigenschaften unverstärkter und verstärkter Kunststoffe und elektrischer Isolationsmaterialien") von ungefähr 500 Newton pro Quadratmillimeter oder mehr, vorzugsweise von ungefähr 1.100 bis ungefähr 1.550 Newton pro Quadratmillimeter auf.

Der Begriff „zusammengefaltete Tücher" bezeichnet im Sinne der vorliegenden Beschreibung eine Mehrzahl von Tüchern, so beispielsweise einen Tücherstapel, bei dem separate einzelne Tücher lösbar aneinander angebracht sind, wobei eine Kante des einen Tuches über die Kante eines angrenzenden Tuches gefaltet ist.

Der Begriff „perforierte Tücher" bezeichnet im Sinne der vorliegenden Beschreibung eine Mehrzahl von Tüchern, so beispielsweise einen Stapel oder eine Rolle, wobei einzelne Tücher durch eine Reihe von Perforationslinien in einem kontinuierlichen Blatt derart festgelegt und miteinander verbunden sind, dass jedes Tuch von den anderen Tüchern dadurch abgelöst werden kann, dass das Blatt entlang der Perforationslinie durchgerissen wird.

Sowohl zusammengefaltete Tücher wie auch perforierte Tücher können für Zwecke der vorliegenden Erfindung verwendet werden.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

1 ist eine Perspektivansicht eines Ausführungsbeispieles eines Feuchttuchbehälters entsprechend der vorliegenden Erfindung mit einem offenen Deckel, wobei die Anordnung der Ausgabeeinrichtung innerhalb einer abnehmbaren Innenabdeckung dargestellt ist.

2 ist eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles eines Feuchttuchbehälters gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem offenen Deckel, wobei die Ausgabeeinrichtung am starren oberen Ende des Behälters aufgenommen ist.

3 ist eine Perspektivansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles eines Feuchttuchbehälters der vorliegenden Erfindung, wobei die Ausgabeeinrichtung an einer flexiblen Behälterverpackung angebracht ist.

Die Erfindung wird nachstehend detaillierter anhand 1 beschrieben. Gezeigt ist ein starrer Kunststofffeuchttuchbehälter mit einem Deckel 1, der schwenkbar an einem Unterteil 2 und an einer abnehmbaren Innenabdeckung 3 angebracht ist. Die abnehmbare Innenabdeckung enthält eine automatische Ausgabeeinrichtung beziehungsweise eine Ausgabeeinrichtung vom Herausstehtyp, die eine starre Öffnung 5 umfasst, die ein flexibles, gummiartiges Material oder eine Scheibe 6 mit einer Mehrzahl von Schlitzen 7 umfasst, über die einzelne Feuchttücher aus dem Behälter entnommen werden. Die gezeigte abnehmbare Innenabdeckung ist leicht kuppelförmig, wobei eine geringe Wölbung hin zur Vorderseite des Behälters gegeben ist. Sie ist abnehmbar an den Seitenwänden des Unterteils über eine kleine Lippe am Umfang der Innenabdeckung angebracht, die mit Kerben innerhalb mehrerer vorstehender Rippen an der Innenfläche der Seitenwände (nicht gezeigt) in Eingriff steht. Sie ruht zudem an einer kleinen Tragefläche in jeder der vier Ecken des Unterteils, was außen an Ansätzen 8 an den gerundeten Ecken des Unterteils sichtbar ist. Der Deckel ist in einer geschlossenen Stellung durch einen geeigneten Sperrmechanismus gesichert, bei dem ein Vorsprung 9 in der vorderen Lippe des Unterteils von einer Öffnung 11 in der vorderen Lippe des Deckels in Eingriff genommen ist.

Die Form der starren Öffnung bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist oval, kann jedoch beliebig sein, wobei nur die Größe ausreichend sein muss, um den Benutzer in die Lage zu versetzen, mit den Fingern in den Behälter zu greifen, um das nächste bereitstehende Feuchttuch für den Fall eines Versagens der Ausgabe herauszunehmen. Weitere geeignete Formen sind unter anderem quadratisch, rechteckig, kreisförmig, dreieckig und unregelmäßig geformt. Der Bereich des in dem Behälter von 1 dargestellten Ovals umfasst etwa 6 Quadratinch (1 Inch = 2,54 cm).

Die Schlitze in der flexiblen, gummiartigen Scheibe sind sternförmig dargestellt. Der längste Schlitz ist etwa 1,75 Inch (1 Inch = 2,54 cm) lang, wohingegen die kürzeren Schlitze eine Länge von ungefähr 0,25 Inch (1 Inch = 2,54 cm) aufweisen. Es sind allerdings auch viele andere Ausgestaltungen der Schlitze möglich, darunter unter anderem X-förmige Schlitze, gerade Schlitze und gebogene Schlitze. Die Länge der einzelnen Schlitze kann zwischen ungefähr 0,25 Inch (1 Inch = 2,54 cm) und ungefähr 3 Inch (1 Inch = 2,54 cm), vorzugsweise zwischen ungefähr 0,25 Inch (1 Inch = 2,54 cm) und ungefähr 2 Inch (1 Inch = 2,54 cm) liegen. Die Länge der Schlitze hängt teilweise von der Ausgestaltung und Anzahl der Schlitze ab. Die Gesamtlänge aller Schlitze in der Scheibe oder dem Material kann bei ungefähr 2,5 Inch (1 Inch = 2,54 cm) oder mehr liegen. Es wird bevorzugt, wenn wenigstens einer der Schlitze eine Länge von ungefähr 1 Inch (1 Inch = 2,54 cm) aufweist, wodurch ein Benutzer – im Zusammenspiel mit der Elastizität der gummiartigen Scheibe oder des Materials – in die Lage versetzt wird, gegebenenfalls mit mindestens zwei Fingern in den Behälter hineinzugreifen. Bei sehr hohen Behältern kann es notwendig werden, wenigstens einen der Schlitze derart zu verlängern, dass der Benutzer den Boden des Behälters erreichen kann. Bei einem derartigen Behälter kann wenigstens einer der Schlitze eine Länge zwischen 2 und 6 Inch (1 Inch = 2,54 cm), vorzugsweise zwischen 3 und 4 Inch (1 Inch = 2,54 cm) aufweisen. Hierdurch wird der Benutzer in die Lage versetzt, einen oder mehrere Finger oder auch einen Teil der Hand in den Behälter einzuführen, um ein Tuch zu entnehmen.

2 ist eine Perspektivansicht eines weiteren starren Kunststoffbehälters entsprechend der Erfindung, wobei hier eine Ausgabeeinrichtung vom Herausstehtyp in den Deckel des Behälters eingelassen ist. Gezeigt sind ein abnehmbarer Deckel 1, ein Unterteil 2 und eine starre Öffnung 5, die eine flexible, gummiartige Scheibe 6 mit mehreren Schlitzen 7 umgibt, über die die Feuchttücher ausgegeben werden. Dieser Behälter weist ebenfalls einen Deckel 11 vom Herausstehtyp auf, der geschlossen werden kann, um den Behälter bei Nichtgebrauch dicht zu halten.

3 ist eine Perspektivansicht eines weiteren erfindungsgemäßen Behälters, wobei hier der Behälter eine flexible Packung, beispielsweise eine mit einer Kunststofffolie umhüllte Packung, mit einer Ausgabeeinrichtung vom Aufspringtyp ist. Gezeigt ist eine flexible Kunststofffolienverpackung 15, die einen Stapel von Feuchttüchern enthält. Eine Ausgabeeinrichtung ist an der Oberseite der Packung vorgesehen, wobei die Ausgabeeinrichtung eine starre Öffnung 5 umfasst, die eine flexible, gummiartige Scheibe mit einem oder mehreren Schlitzen 7 umgibt, über die die Feuchttücher aus der Packung entnommen werden. Der Deckel 16 vom Aufspringtyp kann über der starren Öffnung geschlossen werden, um den Behälter abzudichten, wenn er nicht benutzt wird. Eine beliebige geeignete Ausgestaltung des Verschlusses kann eingesetzt werden, um eine ausreichende Abdichtung zu bewirken.

Die für die Zwecke der vorliegenden Erfindung verwendbare Ausgabeeinrichtung wurde insbesondere anhand dreier verschiedener Ausführungen des Behälters beschrieben. Einem Fachmann auf dem einschlägigen Gebiet erschließt sich jedoch, dass viele weitere Ausgestaltungen des Behälters möglich sind, darunter Behälter vom Dosentyp, ohne dass man den Schutzbereich der Erfindung verlassen würde.

Es ist einsichtig, dass die vorstehende Beschreibung, die lediglich zu Illustrationszwecken angegeben ist, den Schutzumfang der Erfindung nicht beschränken soll, da dieser einzig durch die nachfolgenden Ansprüche und deren Äquivalente bestimmt ist.


Anspruch[de]
Tuchbehälter, der zusammengefaltete oder perforierte Tücher enthält und eine automatische (pop-up style) Ausgabeeinrichtung aufweist, wobei der Behälter ein Feuchttuchbehälter ist und die Tücher Feuchttücher sind, und die Ausgabeeinrichtung unter einem zuklappbaren Deckel (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinrichtung eine starre Öffnung (5) umfasst, die ein flexibles, gummiartiges Material bzw. eine Scheibe (6) umgibt, die einen oder mehrere Schlitze (7) aufweist, über den/die einzelne Feuchttücher aus dem Behälter entnommen werden, wenn der Deckel offen ist, wobei die Flexibilität der Scheibe und die Länge des/der Schlitze/s in Kombination ausreichen, um einen Benutzer in die Lage zu versetzen, in den Behälter zu greifen und ein Feuchttuch herauszunehmen, wenn die automatische Ausgabe fehlschlägt, und wobei die Ausgabeeinrichtung einen Penetrationsindex von ungefähr 50 bis ungefähr 600 g hat. Behälter nach Anspruch 1, wobei die Feuchttücher in einer flexiblen Verpackung (15) enthalten sind. Behälter nach Anspruch 1, wobei die Feuchttücher in einer starren Schale enthalten sind. Behälter nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die flexible gummiartige Scheibe bzw. das Material eine Shore-A-Härte von ungefähr 100 oder weniger hat. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die flexible gummiartige Scheibe bzw. das Material eine Shore-A-Härte von ungefähr 20 bis ungefähr 70 und vorzugsweise von ungefähr 30 bis ungefähr 60 hat. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die flexible gummiartige Scheibe bzw. das Material eine Steifigkeit nach Gurley von ungefähr 10000 mgf oder weniger hat. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die flexible gummiartige Scheibe bzw. das Material eine Steifigkeit nach Gurley von ungefähr 100 bis ungefähr 8000 mgf und vorzugsweise von ungefähr 300 bis ungefähr 6000 mgf hat. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die flexible gummiartige Scheibe bzw. das Material eine Dicke von ungefähr 0,1 mm oder mehr hat. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Dicke der flexiblen Gummischeibe bzw. des Materials ungefähr 0,1 mm bis ungefähr 2,0 mm oder vorzugsweise ungefähr 0,8 mm bis ungefähr 1,5 mm beträgt. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die flexible gummiartige Scheibe bzw. das Material eine Elastizität von ungefähr 10 Mpa oder weniger hat. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die flexible gummiartige Scheibe bzw. das Material eine Elastizität von ungefähr 0,1 bis ungefähr 7 Mpa und vorzugsweise von ungefähr 0,5 bis ungefähr 2,5 Mpa hat. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Schlitz eine Länge von ungefähr 2,54 cm (1 Inch) oder mehr hat. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, der vier einander schneidende Schlitze hat, die eine "sternförmige" Schlitzanordnung ergeben. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, der ein starres Unterteil (12) und einen starren Deckel (11) hat, wobei die automatische Ausgabeeinrichtung in den starren Deckel eingelassen ist. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, der ein starres Unterteil (2) und einen schwenkbaren starren Deckel (14) hat, wobei der Behälter des Weiteren eine abnehmbare steife Innenabdeckung (3) umfasst, die den Stapel von Tüchern in dem Behälter abdeckt und die die automatische Ausgabeeinrichtung enthält. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Penetrationsindex von ungefähr 100 bis ungefähr 500 Gramm beträgt. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei der Penetrationsindex von ungefähr 200 bis ungefähr 400 Gramm beträgt.






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