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Dokumentenidentifikation DE60125945T2 25.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001303243
Titel NASENSPÜLER UND DESSEN AUSLASSSTÜCK
Anmelder Entpro AB, Stockholm, SE
Erfinder AHNBLAD, Peter, S-118 63 Stockholm, SE;
LAGERQVIST, Susanne, S-167 32 Bromma, SE
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 60125945
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.05.2001
EP-Aktenzeichen 019304013
WO-Anmeldetag 14.05.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/SE01/01055
WO-Veröffentlichungsnummer 2002007668
WO-Veröffentlichungsdatum 31.01.2002
EP-Offenlegungsdatum 23.04.2003
EP date of grant 10.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.10.2007
IPC-Hauptklasse A61H 35/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Nasenspüler und einen Auslassabschnitt für einen Nasenspüler.

Ein Spülen der Nase lindert und reduziert Probleme mit Allergien, Infektionen und Probleme nach einer Nasenoperation, weil das Spülen Allergene (Allergie-bildende Substanzen), Mikroben (Viren, Bakterien), Nebenprodukte des Körpers (Eiter, Schleim) und Staub und Rußpartikel wegspült. Die Entzündungsschwellung wird verringert und nach einer Nasenoperation wird Schorf abgelöst, wodurch der Heilungsprozess beschleunigt wird. Ein Spülen der Nase mit Salzwasser ist ein wohlbekanntes Verfahren und wird seit wenigstens 100 Jahren von Ärzten empfohlen.

Bekannte Nasenspüler auf dem Markt sind Keramikbehälter für eine mehrfache Verwendung, die teuer sind, unvorteilhaft und einen Keramikauslass haben, und zwei wegwerfbare Varianten, die jeweils mit Salzwasser und Wasser aus dem Atlantik vorgefüllt sind, die bei einer regelmäßigen Benutzung natürlich teuer werden und deren Auslass nicht zufriedenstellend funktioniert und deshalb weder deren Fähigkeit, die Nase aufzufüllen, und die Tatsache, dass sie nur mit dem Salzwasser verwendet werden können, das in den Nasenspüler voreingefüllt ist. Ein weiterer Typ eines Nasenspülers ist in einer japanischen Patentzusammenfassung, JP-A-10043269, beschrieben.

Eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein Bereitstellen eines Auslassabschnitts für einen Nasenspüler, der die Nasenhöhle schnell, komfortabel und in einer gut funktionierenden Weise mit einer Flüssigkeit füllt.

Eine zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, einen preiswerten, einfachen und gut funktionierenden Nasenspüler für eine Mehrfachverwendung bereitzustellen.

Die erste Aufgabe wird mittels eines Auslassabschnitts für einen Nasenspüler gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er ein Auslassende, ein Verbindungsende und einen düsenförmigen Kanal zwischen diesen Enden umfasst, der eine Verengung und einen erweiterten Auslass aufweist. Der Auslassabschnitt hat den Vorteil, dass die Flüssigkeit, die durch den Kanal gedrückt wird, den Kanal in einer turbulenten Strömung verlässt, wodurch die Flüssigkeit die Nasenhöhle schnell auffüllt, wobei gleichzeitig ein dünner Strahl vermieden wird, der direkt auf die Schleimhautmembran der Nasenhöhle gerichtet ist, was sich unangenehm anfühlt.

Der Auslassabschnitt zeigt vorzugsweise einen Abschnitt mit vergrößertem Umfang, z.B. einen tropfen- oder ballonförmigen Abschnitt, an dem Auslassende, so dass der Auslassabschnitt die Kanten des Nasenlochs abdichtet, unabhängig von der Größe der Nasenlochs, was den Vorteil hat, dass die Flüssigkeit nicht an der falschen Stelle austritt und dass die Form des Auslassabschnitts beim Öffnen des Nasenlochbogens hilft, welcher der engste Abschnitt des Nasenlochs ist.

Vorzugsweise ist der Auslassabschnitt aus einem flexiblen Material gefertigt, das als weich und komfortabel gegenüber der Nase bekannt ist, wie z.B. Silikongummi.

Die Form des Kanals an dem Verbindungsende des Auslassabschnitts ist vorzugsweise an die Verbindungseinrichtung des Nasenspülers angepasst, z.B. konisch mit dem größeren Durchmesser an dem Ende, so dass der Auslassabschnitt auf eine Spritze mit einer konischen Spitze passt.

Die zweite Aufgabe wird mittels eines Nasenspülers gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er einen Auslassabschnitt der vorliegenden Erfindung umfasst und eine Spritze oder einen komprimierbaren Ballon für eine Spülflüssigkeit umfasst, wodurch der Auslassabschnitt an der Spitze der Spritze oder der Auslassöffnung des Ballons bereitgestellt wird, die mit einer Verbindungseinrichtung ausgestattet ist. Ein Nasenspüler gemäß einer der beiden Varianten ist einfach und preisgünstig herzustellen und leicht zu verwenden, insbesondere die Spritzenvariante, bei der es leicht ist, Spülflüssigkeit vor der Nasenspülung in die Spritze einzusaugen, und die leicht sauber zu halten ist, insbesondere die Spritzenvariante.

Selbstverständlich kann der Auslassabschnitt mit jedem anderen Typ von Nasenspülereinrichtung verbunden werden.

Die Spülflüssigkeit kann z.B. Salzwasser, eine Ölemulsion oder ein Salzwasser, sein, das mit einem Medikament ausgestattet ist.

Die vorliegende Erfindung wird nun durch beispielhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zusammen mit den beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:

1 illustriert eine Ausführungsform eines Auslassabschnitts gemäß der vorliegenden Erfindung eines Nasenspülers.

2 illustriert eine erste Ausführungsform eines Nasenspülers des Spritzentyps gemäß der vorliegenden Erfindung.

3 illustriert eine zweite Ausführungsform eines Nasenspülers des Ballontyps gemäß der vorliegenden Erfindung.

In 1 ist ein Auslassabschnitt 1 gezeigt, der ein Auslassende 2 und ein Verbindungsende 3 umfasst. Zwischen diesen Enden 2, 3 ist ein Kanal 4 angeordnet. Der Kanal 4 ist düsenförmig und zeigt eine Verengung 5 in dem Querschnitt und einen vergrößerten Auslass 6. An dem Verbindungsende 3 hat der Kanal 4 eine Form, die an einen Typ einer Verbindung des Nasenspülers angepasst ist, an dem der Auslassabschnitt angeordnet werden soll. In dem gezeigten Fall ist der Kanal 4 konisch geformt mit dem größten Durchmesser in dem Verbindungsende, um an eine Spritze mit einer konisch-kegelstumpfartigen Spitze zu passen, z.B. eine Monoject-Spritze.

Der Auslassabschnitt 1 hat eine äußere Form, die an einen Lolly erinnert, wobei das Verbindungsende 1 der Stiel ist und das Auslassende 2 der Lollykopf ist. Das Auslassende 2 zeigt einen umfänglichen Vergrößerungsabschnitt 12, der vorzugsweise ballon- oder tropfenförmig ist, wobei sich der Außendurchmesser des Auslassabschnitts von dem Auslassende 2 von diesem über eine Distanz nach innen vergrößert, woraufhin der Auslassdurchmesser sich verkleinert. Dies resultiert in der Tatsache, dass der Auslassabschnitt 1 über eine kleine Distanz in das Nasenloch gesteckt werden kann, wobei gleichzeitig der sich vergrößernde Durchmesser darin resultiert, dass die Öffnung des Nasenlochs durch den Auslassabschnitt 1 vollständig ausgefüllt wird, so dass er zwischen dem Auslassabschnitt 1 und dem Nasenloch abdichtet. Diese Ausgestaltung resultiert auch darin, dass der Auslassabschnitt 1 auf alle verschiedenen Größen von Nasenlöchern passt.

Vorzugsweise ist der Auslassabschnitt 1 aus Silikongummi gefertigt.

Wenn eine Spülflüssigkeit in den Auslassabschnitt 1 von z.B. einer Spritze in den Kanal 4 gedrückt wird, erhöht sich der Druck, wenn die Flüssigkeit die Verengung 5 passiert und danach wird die Geschwindigkeit erhöht, wenn die Flüssigkeit den vergrößerten Auslass erreicht, wodurch der Strom turbulent wird.

In 2 ist ein Nasenspüler 7 gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt. Er umfasst einen Auslassabschnitt 1, der an einer Spitze 8 einer Spritze 9 bereitgestellt ist, in dem gezeigten Fall einer Monoject-Spritze mit einer konisch geformten Spitze 8.

In 3 ist ein Nasenspüler gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt. Er umfasst einen Auslassabschnitt 1, der an einer hohlen Spitze 10 an einem ballonförmigen Körper 11 bereitgestellt ist. Der ballonförmige Körper 11 ist komprimierbar, um in der Lage zu sein, Flüssigkeit, die innerhalb des ballonförmigen Körpers 11 enthalten ist, durch die hohle Spitze 10 und durch den Auslassabschnitt heraus zu drücken.

Bei Verwendung wird lauwarme Spülflüssigkeit durch einen negativen Druck in die Spritze 9 oder den Ballon 11 gezogen, wodurch sie durch den Auslassabschnitt 1 heraus und weiter in die Nase gedrückt wird.


Anspruch[de]
Auslassabschnitt (1) für einen Nasenspüler, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Auslassende (2), ein Verbindungsende (3) und einen düsenförmigen Kanal (4) zwischen diesen Enden umfasst, der einen Verengungsbereich (5) und einen erweiterten Auslassbereich (6) aufweist. Auslassabschnitt nach Anspruch 1, der einen vergrößerten Umfangsabschnitt (12) an dem Auslassende (2) aufweist, zum Abdichten zwischen dem Auslassabschnitt (1) und einem Nasenloch des Benutzers bei einer Verwendung. Auslassabschnitt nach Anspruch 2, wobei der vergrößerte Umfangsabschnitt (12) tropfen- oder ballonförmig ist. Auslassabschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Kanal (4) an dem Verbindungsende (3) konisch geformt ist und einen größten Durchmesser an dem Verbindungsende (3) hat. Auslassabschnitt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, der aus einem flexiblen Material gefertigt ist. Nasenspüler, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Auslassabschnitt (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 und eine Aufnahme für Spülflüssigkeit umfasst, die mit dem Auslassabschnitt (1) verbunden ist, wobei die Aufnahme zum Ausleeren der Spülflüssigkeit durch den Auslassabschnitt (1) bewegbar ist. Nasenspüler nach Anspruch 6, wobei die Aufnahme mit einem Kolben zum Ausleeren der Spülflüssigkeit durch den Auslassabschnitt (1) ausgestattet ist. Nasenspüler nach Anspruch 6, wobei die Aufnahme ein flexibler, ballonförmiger Körper ist, der zum Ausleeren der Spülflüssigkeit durch den Auslassabschnitt (1) komprimierbar ist.






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