Vielständerwalzwerke erfordern eine kritische Ausrichtung der
Reduzierwalzen und der Führungseinrichtungen, die das Arbeitsprodukt den Reduzierwalzen
zuführen. Wenn bei einem Walzverfahren Ausrichtungsfehler zwischen den Führungsrollen
und den Reduzierwalzen auftreten, ist das Ergebnis oft ein beschädigtes oder
nicht maßhaltiges Produkt, das eventuell nicht absetzbar ist. Daher ist es
unerlässlich, dass die Führungseinrichtung während eines Reduzierverfahrens
genau auf die Reduzierwalzen ausgerichtet ist. Aufgrund der Anordnung der Hauptreduzierwalzen
und des geringen Helligkeitsniveaus an dieser Stelle kann die Einstellung der Führungsrollen
auf ihre korrekte Stellung einen Walzwerk-Techniker vor eine Herausforderung stellen.
Walzwerke sind üblicherweise ein Umfeld, das den meisten Ausrichtungsgeräten
schadet. Gewöhnlich muss die Ausrichtung der Führungen und Reduzierwalzen
so schnell wie möglich und unter Bedingungen, die nicht gerade ideal sind,
durchgeführt werden. Das Walzwerk wird gewöhnlich bei einer erhöhten
Temperatur betrieben, wobei auf die Oberflächen der Führungsrollen und
der Reduzierwalzen reichlich Kühlwasser aufgebracht wird.
In den meisten Fällen ist der „Hals" der Führung
von Zusatzgerät verdunkelt und das Helligkeitsniveau am Führungshals und
am Hauptwalzenspalt lässt viel zu wünschen übrig.
Daher ist zu sehen, dass das Einstellverfahren, selbst wenn man die
Ausrichtung der Führung und ihrer Rollen auf die richtige Stellung zur Materialzuführung
an die Reduzierwalzen des Walzwerks einstellen könnte, den Walzwerk-Techniker
vor eine nahezu unmögliche Aufgabe stellt, weil die kritischen Zonen des Walzwerks,
d.h. der Hauptwalzenspalt und der Führungshals, dem menschlichen Auge fast
nicht zugänglich sind.
Das deutsche Patent DE 2304143
offenbart eine optische Messeinheit zur Verwendung bei der Messung der Einstellung
von Kalibrierwalzen eines Walzwerks. Die Messeinheit empfängt einen Lichtstrahl
von einer auf der anderen Seite der Walzen angeordneten Lichtquelle durch einen
Zwischenraum zwischen den Walzen und führt das Licht über einen gekrümmten
optischen Pfad an eine Mattglasanzeige, die an einer zur Betrachtung geeigneten
Stelle angeordnet ist. Ein manuell bewegbarer Linealmechanismus und die Skala auf
dem Mattglas ermöglichen die Messung des Abstands der Walzen auf dem Bild auf
der Anzeige, und der bewegbare Linealmechanismus ist in Bezug auf das zu messende
Bild drehbar, um Messungen in verschiedenen Richtungen zu ermöglichen, ohne
das Bild von seiner zur Betrachtung geeigneten Position zu entfernen.
US 3640109 offenbart die Verwendung eines
optischen Geräts zur Einstellung der Führungsrollen eines Walzgerüsts
in einem Drahtwalzwerk. Das optische Gerät und ein Halter für die Führungsrollen
sind in einer Haltevorrichtung für den Halter austauschbar. Die Haltevorrichtung
und die Rollen werden in Position eingestellt, während sich das optische Gerät
in der Haltevorrichtung befindet, dann wird das optische Gerät durch den Halter
ersetzt. Die Position der Führungsrollen im Halter ist unter Verwendung desselben
oder eines anderen optischen Geräts voreingestellt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
In dieser Erfindung wird eine schnurlose digitale Videokamera verwendet,
die auf einem speziellen Unterteil montiert ist, das so geformt ist, dass es auf
dieselbe Weise und am selben Platz am Walzwerkbett montiert werden kann, wie die
Führungsanordnung, die gewöhnlich am Walzwerk montiert ist. Die Kamera
selbst ist völlig in sich abgeschlossen und verfügt über ihre eigene
Energieversorgung. Die Brennweite kann über eine in der Kamera montierte Gleitvorrichtung
eingestellt werden, die von außerhalb der Kamera betätigt wird. Die Beleuchtung
der kritischen Bereiche des Walzwerks wird durch mehrere Infrarotlichtquellen ermöglicht,
die von der Batterie der Kamera versorgt werden und auf dem Kameragehäuse montiert
sind. Dadurch wird eine Infrarotbeleuchtung bereitgestellt, um die vom Video-Ausgabegerät
(Monitor) erstellten Bilder zu verbessern, denen es sonst aufgrund des geringen
Helligkeitsniveaus an Deutlichkeit mangeln könnte.
Der Monitor bietet dem Benutzer eine Videoanzeige des von der Kamera
aufgenommenen Bilds sowie eine vorprogrammierte Anzeige eines zuvor gewählten
und in den Schaltungen gespeicherten Bilds im Monitor. Der Monitor ist mit Schaltungen
und Software ausgestattet, so dass das vorprogrammierte Bild über das von der
Kamera empfangene Bild eingeblendet werden kann, so dass die beiden auf dem Monitor
angezeigten Bilder miteinander verglichen werden können.
Wenn die Kamera ordnungsgemäß so eingestellt ist, dass der
Spalt zwischen einem Walzenpaar zu sehen ist, kann im Monitor ein Bild der Ist-Konfiguration
der Walzen und ihres zugehörigen Spalts erzeugt werden. Jede Fehljustierung
der Walzen zueinander wird sofort deutlich und der Walzspalt kann auf jeden gewünschten
Wert eingestellt werden, indem das im Monitor erzeugte Bild betrachtet wird. Wenn
die Walzen auf Abnutzung geprüft werden sollen, kann das Ist-Bild des Walzenprofils
sofort mit einem eingeblendeten vorprogrammierten Bild verglichen werden, das über
das Ist-Walzenbild gelegt wird, um zu bestimmen, ob das Walzenprofil zufriedenstellend
ist oder nicht, und wenn es dies nicht ist, die Walzen gegen einen
neuen Walzensatz auszutauschen.
Um mit dem Ausrichtungsverfahren zu beginnen, muss die Ausrichtung
der Videokamera dieser Erfindung überprüft werden, um sich zu überzeugen,
dass sie in einem geeigneten Zustand für die Ausrichtung der Führungsanordnung
und der Walzen des Walzwerks ist. Um die Ausrichtung der Kamera zu überprüfen,
wird die Kamera auf ein spezielles Unterteil-Bauglied montiert, das seinerseits
auf dem Bett eines Prüfgestells montiert ist.
Das Prüfgestell ist so gefertigt, dass es eine exakte Kopie des
Betts einer Stahlwalzwerk-Baugruppe ist, an der letztendlich eine Führung auf
einer Grundplatte montiert werden soll, um das Arbeitsprodukt in die Reduzierwalzen
des Walzwerks zu führen.
Die Kamera wird auf dem speziellen Unterteil-Bauglied des Prüfgestells
montiert und ein „Testziel" (dessen Position an einer vorbestimmten axialen
Position auf dem Prüfgestell bekannt ist) wird am Bett des Prüfgestells
montiert, um die Ausrichtung der Kamera zu überprüfen. Die Ausrichtung
der Kamera wird mit Hilfe des Bilds des „Testziels" überprüft,
das im Videomonitor erzeugt wird. Der Monitor kann mit einer Anzeige in Form eines
Fadenkreuzes vorprogrammiert sein, um eine rasche Bestimmung der Ausrichtung der
Kamera zu ermöglichen. Wenn das „Testziel" auf dem Monitor richtig abgebildet
wird, ist die Kamera richtig ausgerichtet und das Ziel kann vom Prüfgestell
entfernt werden und die Kamera kann dann verwendet werden, um eine Führungsanordnung
auszurichten, die nun auf ihrem speziellen Montageunterteil auf dem Prüfgestell
montiert wird. (Wenn die Kamera und das „Testziel" nicht ordnungsgemäß
ausgerichtet sind, wird angenommen, dass die Kamera ihre Ausrichtung verloren hat
und zu einem Labor geschickt werden muss, um entsprechend ausgerichtet zu werden.)
Wenn festgestellt wurde, dass die Kamera richtig auf das „Testbett"
ausgerichtet ist, wird nun die Führungsanordnung, die im Stahlwalzwerk verwendet
werden soll, an einer zweiten Station auf das Prüfgestell montiert. Die Kamera
(jetzt wie vorgeschrieben auf das Prüfgestellbett ausgerichtet) wird jetzt
auf die Rollen der Führungsanordnung fokussiert. Das Spaltprofil wird deutlich
auf dem Monitor angezeigt und der Spalt kann mit Hilfe des vom Monitor erstellten
Videobilds berichtigt und genau eingestellt werden. Wenn der Bediener mit der Einstellung
der Führungsanordnung zufrieden ist, werden die Kamera und die Führungsanordnung
vom Prüfgestell entfernt.
Die Kamera wird nun auf einen Schlitten des Walzwerkbetts montiert,
auf dem die Führungsanordnung letztendlich montiert werden soll. Die Kamera
wird auf den Spalt zwischen den Hauptreduzierwalzen gerichtet und fokussiert. Der
Spalt an den Hauptwalzen kann vergrößert werden und das vorprogrammierte
Bild des Walzenprofils kann über das Bild der von der Kamera aufgenommenen
Walzen eingeblendet werden, damit der Walzwerkbediener die Abnutzung der Walzen
beurteilend vergleichen kann. Das Bild auf dem Monitor wird gute Anhaltspunkte für
die Einstellung der Hauptwalzen geben, oder Anhaltspunkte dafür, ob eine weitere
Einstellung der Hauptwalzen erforderlich ist. Eventuell ist die Achse der Hauptwalzen
nicht koplanar und es muss eine Einstellung der Hauptwalzen vorgenommen werden.
Das vom Monitor erstellte Bild ist zweckmäßig für die Walzeneinstellung.
Zugleich kann der Monitor zeigen, dass die Achse der Kamera, obwohl
die Achse und das Walzenprofil der Hauptwalzen zufriedenstellend sind, nicht auf
die Achse der Hauptreduzierwalzen (d.h. die Walzwerkachse) ausgerichtet scheint.
Ist dies der Fall, weiß der Bediener sofort, dass der Schlitten, auf dem die
Kamera montiert ist, eingestellt werden muss. Dieser Schlitten ist mit einer Seitenverstellung
ausgestattet, damit die Kamera seitlich verschoben (Gierachse) werden kann, bis
sie perfekt auf die Achse des Walzwerks ausgerichtet ist.
Wenn die Kameraachse und die Walzwerkachse, wie auf dem Monitor zu
sehen ist, übereinstimmen, kann die Kamera vom Schlitten entfernt werden und
die zuvor ausgerichtete Führungsanordnung wird anstelle der Kamera auf dem
Schlitten montiert. Aufgrund der vorherigen Kalibrierung der Führung auf dem
„Prüfgestell", wird die Führung nun perfekt auf die Walzwerkachse
ausgerichtet sein.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine Draufsicht auf die Prüfgestell-Baugruppe
dieser Erfindung.
2 ist ein Aufriss der Prüfgestell-Baugruppe aus
1.
3 ist eine perspektivische Ansicht der Prüfgestell-Baugruppe
aus den 1 und 2.
4 ist eine perspektivische Ansicht eines Anzeigegeräts.
5 ist eine perspektivische Ansicht von Kamera
16.
6 ist eine perspektivische Explosionszeichnung von
Kamera 16.
7 ist eine Seitenschnittansicht von Kamera
16.
8 ist eine schematische Darstellung von Kamera
16.
9 ist eine Explosionszeichnung des Monitors aus
4.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
Der auf einem Prüfgestell montierte Apparat 10 dieser
Erfindung ist in den 1 bis 3
abgebildet. Das Prüfgestellbett 12 ist eine Nachbildung eines Abschnitts
eines Vielständer-Stahlreduzierwalzwerks. Das Bett 12 ist mit einer
Standard-T-Nut 14 zur Befestigung verschiedener, im Folgenden beschriebener
Bauteile am Bett 12 ausgestattet.
An einem Ende des Prüfgestells 10 ist auf dem Lagerbock
20 eine Kamera 16 montiert. Kamera 16 ist in einem robusten
Gehäuse 18 eingebaut, um die etwas zerbrechlichen Bauteile zu schützen,
die in Kamera 16 eingebaut sind. Der Lagerbock 20 hat eine Klemmschraube
22, um die Kamera 16 auf dem Lagerbock 20 des Prüfgestells
10 unbeweglich zu befestigen. Kamera 16 ist auch mit einer Fokussierungseinstellung
ausgestattet, die über den Knopf 24 erfolgt.
Eine vorläufige Überprüfung der Kamera 16
auf dem Lagerbock 20 wird durch die Montage eines vorläufigen „Testziels"
(nicht dargestellt) ermöglicht, das auf dem Bett 12 montiert ist.
Das Testziel ist mit einem vorbestimmten Testmuster ausgestattet, das auf die Achse
des Prüfgestells zentriert ist. Die Kamera 16 ist auf das Testmuster
des Ziels fokussiert, um ein Bild auf dem Videomonitor (dargestellt als
50 in 4) zu erzeugen. Wenn der Monitor das
Testmuster richtig wiedergegeben auf dem Monitor 50 anzeigt, gilt die Kalibrierung
der Videokamera 16 auf dem Lagerbock 20 als innerhalb der Toleranz
und nun kann die Videoprüfung der Führungsanordnung unternommen werden.
Das vorläufige „Testziel" wird vom Bett 12 entfernt
und die Kamera 16 ist jetzt auf den Rollenspalt in der auf dem anderen
Lagerbock 40 montierten Führungsanordnung 30 fokussiert.
Der Spalt zwischen den Rollen 32 der Führungsanordnung 30
kann nun zweckmäßig auf Monitor 50 angezeigt werden. Der Rollenspalt
der Führungsanordnung 30 kann mit Hilfe der Einstellschraube
34 genau eingestellt werden, und aufgrund der auf Monitor 50 erfolgten
Vergrößerung ist die Einstellung rasch und genau. Die mit den Rollen
32, der Spalteinstellschraube 34, der Trichtereingangsführung
36 und Kühlmittelrohren und Düsen 38 dargestellte Führungsanordnung
30 ist auf dem Lagerbock 40 auf dem Bett 12 des Prüfgestells
10 montiert. Die Führungsanordnung 30 wird von Klemmexzenter
42 fest an ihrem Platz gehalten.
Ein Monitor 50 steht zur Verfügung, um das von Kamera
16 erzeugte Bild anzuzeigen. Kamera 16 und Monitor 50
sind beides in sich abgeschlossene angetriebene drahtlose Geräte, die Hochfrequenz-Datenübertragung
einsetzen.
Kamera 16 kann mit Infrarot-Beleuchtungseinrichtungen
28 ausgestattet sein, die die Kameralinse umgeben, um die Qualität
des auf Monitor 50 angezeigten Bilds bei einem geringen Helligkeitsgrad
zu verbessern.
Der Apparat funktioniert folgendermaßen: Nach dem Einstellen
der Rollen 32 der Führungsanordnung 30 auf die gewünschte
Stellung, während die Führungsanordnung auf dem Lagerbock 40
montiert war, wird diese nun vom Lagerbock 40 entfernt und Kamera
16 wird ebenfalls von Lagerbock 20 entfernt und zu dem Walzwerk
gebracht, an dem die Führungsanordnung 30 letztendlich installiert
werden soll.
Kamera 16 wird jetzt an dem Schlitten, auf dem die Führungsanordnung
letztendlich montiert werden soll, im Walzwerk installiert. Gewöhnlich wird
man feststellen, dass der Schlitten, auf dem die Kamera 16 montiert ist,
bezüglich der „Gierachse" eingestellt werden muss. (Man denke daran,
dass die physischen Merkmale des Walzwerks am Prüfgestellbett 12 sorgfältig
kopiert wurden, so dass die Kamera 16 und Führungsanordnung
30 schnell und leicht im Walzwerk installiert werden können, im Wissen,
dass beide Gegenstände zuvor richtig ausgerichtet wurden.) Wenn der Kameraapparat
16 installiert und sicher an dem am Walzwerkbett angebrachten Schlitten
befestigt ist, wird die Kamera 16 aktiviert, um ein Videobild des Spalts
zwischen den Reduzierwalzen des Walzwerks auf Monitor 50 zu erzeugen. Kamera
16 muss eventuell erneut fokussiert werden, um den Walzspalt scharf zu
bezeichnen. Der Spalt kann mit Hilfe der Einrichtungen 28 an Kamera
16 mit Infrarot-Beleuchtung versehen werden. Zu diesem Zeitpunkt kann das
auf dem Videomonitor 50 angezeigte Spaltbild mit dem Bild der Walzen und
des Walzspalts verglichen werden, die zuvor in der Einblend-Schaltungsanordnung
des Monitors gespeichert wurden. Das Spaltbild kann zeigen, dass die Ebenen der
Walzen nicht übereinstimmen; der Spalt zwischen den Walzen kann zu groß
oder zu klein sein oder es kann festgestellt werden, dass die Kamera selbst eventuell
nicht richtig auf der Walzachse positioniert ist, oder dass das Oberflächenprofil
der Walzen sich so weit verschlechtert hat, dass eine Walzenerneuerung erforderlich
ist. Zu diesem Zeitpunkt können Einstellungen vorgenommen werden, um die Position
der Walzen zu ändern, um Spaltausrichtungsfehler zu korrigieren, und/oder am
Schlitten, auf dem die Kamera montiert ist, um eine seitliche Positionierung der
Kamera 16 auf der Walzwerkachse zu ermöglichen, bis die richtige Ausrichtung
der Kamera auf der Walzwerkachse erreicht ist. Zu diesem Zeitpunkt wird die Position
des Schlittens verriegelt.
Die Kamera 16 kann jetzt vom verriegelten Schlitten des Walzwerkbetts
entfernt und die Führungsanordnung 30 kann jetzt am Walzwerk-Schlitten,
wo zuvor die Kamera 16 montiert war, installiert werden. Aufgrund der vorherigen
Kalibrierung der Kamera 16 und Führungsanordnung 30 auf dem
Prüfgestell wird nun festzustellen sein, dass die Führungsanordnung
30 perfekt auf die Walzwerkachse ausgerichtet ist und der Spalt zwischen
den Führungsrollen 32 wird derjenige sein, der zuvor am Prüfgestell
10 eingestellt wurde.
Die Merkmale der für das Gerät benutzten Kamera
16 sind am besten in den 5, 6,
7 und 8 bezeichnet. Kamera
16 hat ein Gehäuse 18, in dem das CCD-Gerät
62 eingebaut ist. Das CCD-Gerät befindet sich in einer Einfassung
64, die von einem Halteblock 66 an ihrem Platz gehalten wird und
im Verhältnis zur Linsenbaugruppe 80 seitlich bewegbar ist. Das CCD-Gerät
62 bewegt sich mit der Einfassung 64 und dem Block 66,
wenn der Betätigungsknopf 24 gedreht wird, der an Schaft
70 montiert ist. Schaft 70 ist in den Lagern 74 in Kamera
16 montiert. Das vom Knopf 24 entfernt gelegene Ende
75 von Schaft 70 ist mit einem Gewinde versehen, um mit Block
76 in Eingriff zu sein, der sich innerhalb der Kamera vor und zurück
bewegt, wenn Schaft 70 gedreht wird. Ein Passstift 77 ist an Block
76 befestigt, um Block 66 zusammen mit Block 76 auf dem
unbewegten Untereil 78 vor und zurück zu bewegen. Durch die Bewegung
von Block 66 wird auch die Einfassung 64 mitbewegt, die wiederum
das CCD-Gerät 62 im Hinblick auf die Linse 66 vor und zurück
bewegt. Die Einfassung 64 verfügt über die Möglichkeit,
das darin befindliche CCD-Gerät einstellbar zu montieren (8 Stellschrauben).
Die Kamera ist mit einem Batterieblock 80, einer elektronischen
Leiterplatte mit zugehörigen Bauteilen 82, einem Sender
84 und einer Antenne 86 ausgestattet. Ein Ein-Aus-Schalter
88 ist vorhanden, um die Kamera 16 zu aktivieren. Der Haken
90 ermöglicht eine sichere Montage der Kamera am Prüfgestell
12 oder einer anderen Plattform, wie zum Beispiel dem Führungsschlitten
in einem Stahlwalzwerk.
Die Kamera 16 und der Monitor dieser Erfindung müssen
robust sein und sich selbst mit Energie versorgen können, um an entfernt gelegenen
Orten, an denen Energiequellen vielleicht schwer zu finden sind, betrieben werden
zu können. Beide Geräte können über drahtlose elektronische
Übertragung miteinander kommunizieren oder, falls dies gewünscht ist,
kann ein Kabel Kamera und Monitor miteinander verbinden.
Es ist unerlässlich, dass Kamera 16 an zwei Positionen
mit 180 Grad Unterschied, d.h. in die entgegengesetzte Richtung zeigend, am Bett
oder Prüfgestell montiert werden kann, um die richtige Ausrichtung der Reduzierwalzen
und der Führungsrollen zu ermöglichen.
Die Beleuchtung der kritischen Walzwerkteile mit Infrarot ist unschätzbar;
mit der Vergrößerung kann das Bild auf Monitor 50 um ein Vielfaches
vergrößert werden und mit der zusätzlichen Beleuchtung durch die
Infrarotquelle kann die Einstellung der Rollen und Walzen extrem genau sein.
Der Monitor 50 ist in 9 als
Explosionszeichnung dargestellt, um einige der kritischen, für einen erfolgreichen
Betrieb erforderlichen Bauteile zu veranschaulichen.
Monitor 50 ist mit einem Gehäuse 90 abgebildet,
in dem die Schaltungen montiert sind. Zu diesen Schaltungen gehört eine Empfängerplatte
92, abgebildet mit dort angebrachter Antenne 94, und eine Video-Einblend-Platte
96 zur Erstellung eines vorprogrammierten Einblendbilds, ein Batterieblock
98 und eine Verdrahtungsplatte 100.
Das Kamerabild wird in der Empfängerplatte 92 aufgenommen
und reproduziert und auf einem Videowiedergabegerät (in 9
nicht abgebildet) angezeigt.
Es ist zu sehen, dass diese Erfindung es ermöglicht, dass die
Videokamera und der Führungsapparat vor ihrer Installation am Stahlwalzwerk
selbst ausgerichtet und eingestellt werden. Allein durch dieses Merkmal wird wertvolle
Walzwerkbetriebszeit gespart. Die Ausrichtung und Profilprüfung der Hauptwalzen
des Stahlwalzwerks ist ein zusätzlicher Vorteil, der durch die vom Monitor
bereitgestellte Vergrößerung ermöglicht wird. Der sofortige Vergleich
des Walzenprofils mit einem zuvor programmierten Profil des gewünschten Walzenprofils
ist von unschätzbarem Wert bei der Feststellung, ob die Walzen erneuert werden
müssen.