Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gummizusammensetzung
für einen Clinch enthaltend Silica enthaltenden Ruß sowie auf einen Luftreifen
unter Verwendung derselben.
Der Clinch, welcher das Verschleißteil auf der Felge ist, ist
eine Reifenkomponente, welche eine schwere Last und eine extrem starke Hitzeentwicklung
aufnehmen soll und beim Fahren die Steuerungsstabilität stark beeinflusst.
Daher muss für den Clinch eine Gummizusammensetzung eingesetzt werden, welche
eine ausreichende Härte aufweist, um eine schwere Last auszuhalten, und welche
eine hohe Steifheit sowie niedrige Wärme erzeugende Eigenschaften aufweist.
Des Weiteren muss eine solche Gummizusammensetzung eine Bruchdehnung (Dehnungseigenschaften)
in einem Ausmaß aufweisen, das beim Reifenwechsel kein Abplatzen der Spitze
stattfindet. Um eine gute Treibstoffeffizienz und ein verringertes Gewicht zu erreichen,
ist in den letzten Jahren ferner eine Vereinfachung der Reifenstruktur, eine Verringerung
der Reifenspurweite und eine Verringerung des Gewichtes des Reifencords vorangeschritten
und die von Gummi- bzw. Kautschukzusammensetzungen geforderten Eigenschaften werden
zunehmend anspruchsvoller. Selbst für einen Clinch ist eine Gummizusammensetzung
mit einer exzellenten Steuerungsstabilität beim Fahren und mit guten Dehnungseigenschaften
in einer ausgewogenen Weise erwünscht.
Im Hinblick auf Clinchgummi, für den eine Vielzahl an Eigenschaften
erforderlich ist, ist in dem Stand der Technik die Verwendung von Polybutadienkautschuk
enthaltend eine syndiotaktische Komponente offenbart worden (siehe JP-A-7-118444).
Anstelle einer einzelnen Gummizusammensetzung ist ein durch Verbinden von mehreren
Arten von Gummi mit unterschiedlichen Zusammensetzungen und Eigenschaften erhaltener
Mehrschichtstrukturwulst erfunden worden (siehe JP-A-7-81335). Allerdings erhöht
ein Mehrschichtaufbau des Clinch- und Wulstgummis den Aufwand beim Arbeitsablauf
und die Entwicklung einer Clinchgummizusammensetzung mit einer exzellenten Ausgewogenheit
der vorgenannten Eigenschaften ist eine dringende Aufgabe.
Üblicherweise wird als Verstärkungsmittel, welches in Gummizusammensetzungen
für Reifen eingemischt ist, Ruß und Silica eingesetzt. Wenn allerdings
Ruß alleine in eine Gummizusammensetzung eingemischt ist, besteht das Problem,
dass die Bruchdehnung niedrig wird, und, wenn Silica alleine eingemischt wird, besteht
das Problem, dass die Steuerungsstabilität unter schweren Bedingungen schlecht
wird. Um die mit dem Einmischen von Ruß und Silica alleine verbundenen Probleme
zu kompensieren, ist eine Gummizusammensetzung für eine Reifenlauffläche
bekannt, in der durch Einmischen einer spezifischen Menge an Silica enthaltendem
Rußmaterial in den Reifenlaufflächenteil sowohl ein niedriger Rollwiderstand
als auch eine hohe Abrasionsbeständigkeit erreicht wird (siehe JP-A-2000-198883).
Allerdings ist diese Gummizusammensetzung nicht für die Verwendung in einem
Clinch beabsichtigt und eine Gummizusammensetzung für einen Clinch, welche
die Steuerungsstabilität und die Dehnungseigenschaften in einer ausgewogenen
Weise erhöht, ist bis jetzt noch nicht erhalten worden.
In der EP 0 997 490 A1
und der EP 0 896 987 A1 werden Silica
enthaltenden Ruß enthaltende Kautschukzusammensetzungen offenbart.
Die WO 96/37547 und WO 98/45361 beschreiben eine Elastomerverbindung,
welche ein Elastomer sowie einen siliziumbehandelten Ruß enthält.
Die US 2002/0169242 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines
modifizierten Rußes für eine Kautschukverstärkung enthaltend Styrol-Butadien-Copolymere,
modifizierten Ruß, pulverförmigen Schwefel sowie einen Vulkanisationsbeschleuniger.
Die EP 0 879 847 A1
offenbart einen Füllstoff für eine Reifenverstärkung mit aus wenigstens
sowohl Ruß als auch Silica gebildeten Partikeloberflächen.
Die EP 1 288 253 A1
beschreibt eine Kautschukzusammensetzung enthaltend 5 bis 150 Gewichtsteile eines
anorganischen Füllstoffes, 0 bis 30 Gewichtsteile eines Silankupplungsmittels
und 5 bis 100 Gewichtsteile Pflanzenöl basierend auf 100 Gewichtsteilen eines
Dienkautschuks.
Die EP 0 847 880 A1
offenbart eine Kautschukzusammensetzung für einen Clinch enthaltend Naturkautschuk,
Butadienkautschuk und Ruß.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Gummizusammensetzung
für einen Clinch, welche die Steuerungsstabilität und
die Dehnungseigenschaften in einer ausgewogenen Weise verbessert.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Luftreifen enthaltend einen
Clinch unter Verwendung einer Gummizusammensetzung für einen Clinch enthaltend
20 bis 70 Gewichtsteile Silica enthaltenden Ruß und 0 bis 50 Gewichtsteile
Ruß, Schwefel und Vulkanisationsbeschleuniger, basierend auf 100 Gewichtsteilen
einer Kautschukkomponente, wobei die Gesamtmenge des Silica enthaltenen Rußes
und des Rußes 50 bis 70 Gewichtsteile beträgt und das Verhältnis
der Menge an Schwefel zu der Menge an Vulkanisationsbeschleuniger 1/4 bis 1/2 beträgt.
Die Gummizusammensetzung für einen Clinch gemäß der
vorliegenden Erfindung enthält eine Kautschukkomponente, Ruß, welcher
Silica enthält (Silica enthaltender Ruß), Schwefel, Vulkanisationsbeschleuniger
sowie Ruß. Der Clinch ist der Teil eines Reifens, welcher das Rad entlang des
Bereiches der Seitenwand bis zu dem Kern direkt kontaktiert.
Die Kautschukkomponente kann jede Kautschukkomponente sein, welche
herkömmlicherweise in Kautschukzusammensetzungen für Reifen eingesetzt
wird und ist nicht besonders beschränkt.
Beispiele für die Kautschukkomponente sind Naturkautschuk (NR),
Butadienkautschuk (BR), Isoprenkautschuk (IR), Styrol-Butadien-Copolymerkautschuk
(SBR), Butylkautschuk (IIR), Acrylnitril-Styrol-Butadien-Copolymerkautschuk sowie
Chloroprenkautschuk (CR). Diese können alleine oder zwei oder mehr Arten hiervon
können zusammen eingesetzt werden. Von diesen werden für die Gummizusammensetzung
für einen Clinch vorzugsweise NR, BR und IR eingesetzt.
Die Kautschukkomponente enthält vorzugsweise 30 bis 50 Gew.-%
NR und/oder IR sowie 50 bis 70 Gew.-% BR. Wenn der Gehalt an NR und/oder an IR weniger
als 30 Gew.-% beträgt oder der Gehalt an BR mehr als 70 Gew.-% beträgt,
nimmt die Verarbeitbarkeit beim Kneten mit einer Walze ab, wird die Haftung der
erhaltenen Kautschukkomponente mit der Reifeninnenschicht schlecht und besteht die
Tendenz, dass die Wärme erzeugenden Eigenschaften schlecht werden. Wenn der
Gehalt an NR und/oder an IR mehr als 50 Gew.-% beträgt und der Gehalt an BR
weniger als 50% beträgt, besteht die Tendenz, dass die Verschleißeigenschaften
schlecht werden.
Der Silica enthaltende Ruß, welcher in der vorliegenden Erfindung
eingesetzt wird, bezieht sich auf eine Verbindung, in der Ruß und Silica dreidimensional
in einem Partikel vermischt sind und sowohl Ruß als auch Silica an der Partikeloberfläche
freiliegen. Aufgrund der vorgenannten Struktur weist Silica enthaltender Ruß
in einem Partikel einen Rußteil auf, welcher wenige auf der Oberfläche
vorliegende funktionelle Gruppen aufweist sowie eine geringe chemische Bindungsfähigkeit
mit Polymeren aufweist, sowie einen Silicateil, welcher viele auf der Oberfläche
vorliegende funktionelle Gruppen aufweist und mit Polymeren über ein Bindemittel
bindet, um den Hystereseverlust zu verringern. Durch den Einsatz von Silica enthaltendem
Ruß, in dem die chemische Bindungsfähigkeit mit Polymeren durch den Gehalt
an Silica in dem Ruß erhöht ist, können sowohl die Steuerungsstabilität
als auch die Dehnungseigenschaften erreicht werden.
In dem Silica enthaltenden Ruß liegt sowohl der Rußteil
als auch der Silicateil teilweise auf der Partikeloberfläche frei und der meiste
Rußteil ist nicht von Silica bedeckt wie in dem Fall von Ruß, welcher
mit Silica oberflächenbehandelt worden ist. Folglich ist die Bruchdehnung des
Clinches unter schweren Bedingungen ausreichend verbessert, was ein durch den Einsatz
von Ruß erhaltenes Merkmal ist. Auch aufgrund des enthaltenden Silicas ist
die Anzahl der Oberflächenaktivitätspunkte des Silica enthaltenden Rußes
höher als die von normalem Ruß, erhöht sich der gebundene Kautschuk
und die Steifheit des Clinches kann verbessert werden.
Das Verfahren zum Herstellen von Silica enthaltendem Ruß ist
nicht besonders beschränkt, aber vorzugsweise ist das Verfahren zum Herstellen
von Silica enthaltendem Ruß ein Einschrittverfahren durch gleichzeitiges Reagieren
von organischem Siloxan mit dem Rohmaterialöl. Das bevorzugte Herstellungsverfahren
ist beispielsweise im Detail in der WO 96/37547 offenbart.
Das Gewichtsverhältnis von Silica zu Ruß beträgt in
dem Silica enthaltenden Ruß vorzugsweise zwischen 0,1 und 25 Gew.-%. Die untere
Grenze des Gewichtsverhältnisses beträgt besonders bevorzugt 0,5 Gew.-%
und ganz besonders bevorzugt 2 Gew.-%. Die obere Grenze des Gewichtsverhältnisses
beträgt besonders bevorzugt 10 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 6 Gew.-%.
Wenn das Gewichtsverhältnis weniger als 0,1 Gew.-% beträgt, besteht die
Tendenz, dass die Verbesserung der Bruchdehnung unzureichend wird,
und, wenn das Gewichtsverhältnis mehr als 25 Gew.-% beträgt, besteht die
Tendenz, dass die Steuerungsstabilität abnimmt.
Der Gehalt an Silica enthaltendem Ruß beträgt 20 bis 70
Gewichtsteile basierend auf 100 Gewichtsteilen der Kautschukkomponente. Die untere
Grenze des Gehaltes beträgt vorzugsweise 25 Gewichtsteile und besonders bevorzugt
30 Gewichtsteile. Die obere Grenze des Gehaltes beträgt vorzugsweise 65 Gewichtsteile
und besonders bevorzugt 70 Gewichtsteile. Wenn der Gehalt weniger als 20 Gewichtsteile
beträgt, ist der Effekt des Verbesserns der Bruchdehnung gering, und, wenn
der Gehalt mehr als 70 Gewichtsteile beträgt, nimmt die Bruchdehnung ab.
Die durch Stickstoffadsorption gemessene spezifische Oberfläche
(N2SA) des Silica enthaltenden Rußes beträgt vorzugsweise zwischen
70 und 300 m2/g. Die untere Grenze des N2SA ist besonders
bevorzugt 100 m2/g und die obere Grenze beträgt besonders bevorzugt
250 m2/g. Wenn die N2SA weniger als 70 m2/g beträgt,
sind die Verstärkungseigenschaften gering und besteht die Tendenz, dass die
Dehnung abnimmt. Wenn die N2SA mehr als 300 m2/g beträgt,
erhöht sich die Wärmeerzeugung zu sehr, so dass die Tendenz besteht, dass
die Lebensdauer gering wird.
Die DBP-Adsorption des Silica enthaltenden Rußes beträgt
vorzugsweise 70 bis 200 ml/100 g. Die untere Grenze der DBP-Adsorption beträgt
besonders bevorzugt 90 ml/100 g und die obere Grenze beträgt besonders bevorzugt
150 ml/100 g. Wenn die DBP Adsorption weniger als 70 ml/100 g beträgt, besteht
die Tendenz, dass die für die Steuerungsstabilität notwendige Steifheit
abnimmt, und, wenn die DBP Adsorption mehr als 200 ml/100 g beträgt, wird die
Dehnung schlecht und es besteht die Tendenz, dass die Verarbeitbarkeit beim Herstellen
der Gummizusammensetzung schlecht wird.
Abgesehen von dem Silica enthaltenden Ruß kann die Gummizusammensetzung
für einen Clinch gemäß der vorliegenden Erfindung Ruß enthalten,
welcher üblicherweise als Verstärkungsmittel eingesetzt wird.
Der Gehalt an Ruß beträgt vorzugsweise 0 bis 50 Gewichtsteile
basierend auf 100 Gewichtsteilen der Kautschukkomponente. Die untere Grenze des
Gehaltes beträgt besonders bevorzugt 10 Gewichtsteile und die obere Grenze
beträgt besonders bevorzugt 45 Gewichtsteile. Wenn der Gehalt mehr als 50 Gewichtsteile
beträgt, besteht die Tendenz, dass die Dehnung schlecht wird.
Die Gesamtmenge des Silica enthaltenden Rußes und des Rußes
beträgt 50 bis 70 Gewichtsteile basierend auf 100 Gewichtsteilen der Kautschukkomponente.
Die untere Grenze der Gesamtmenge beträgt vorzugsweise 50 Gewichtsteile und
besonders bevorzugt 55 Gewichtsteile. Die obere Grenze des Gesamtgewichts beträgt
vorzugsweise 65 Gewichtsteile und besonders bevorzugt 70 Gewichtsteile. Wenn die
Gesamtmenge weniger als 50 Gewichtsteile beträgt, ist der Effekt der Verbesserung
der Steuerungsstabilität und der Bruchdehnung in einer ausgewogenen Weise unzureichend.
Wenn die Gesamtmenge mehr als 70 Gewichtsteile beträgt, ist die Veränderung
in der Bruchdehnung aufgrund von Alterung groß und eine vorteilhafte Gummizusammensetzung
kann nicht erhalten werden.
Die durch Stickstoffadsorption gemessene spezifische Oberfläche
(N2SA) des Rußes beträgt vorzugsweise zwischen 60 und 130 m2/g.
Wenn die N2SA weniger als 60 m2/g beträgt, besteht die
Tendenz, dass die Dehnung abnimmt. Wenn die N2SA mehr als 130 m2/g
beträgt, nimmt die Wärmeerzeugung zu sehr zu, so dass die Tendenz besteht,
dass die Lebensdauer gering wird.
In die Gummizusammensetzung für einen Clinch gemäß
der vorliegenden Erfindung wird Schwefel als Vulkanisierungsmittel und ein Vulkanisationsbeschleuniger,
wie beispielsweise einer vom Sulfenamidtyp, eingemischt.
Das Verhältnis der Menge an Schwefel zu der Menge an Vulkanisationsbeschleuniger
beträgt 1/4 bis 1/2. Wenn das Verhältnis weniger als 1/4 beträgt,
verändert sich die Vernetzungsart der erhaltenen Gummizusammensetzung beträchtlich
und wird nicht nur die Steuerungsstabilität schlecht, sondern besteht ebenfalls
die Tendenz, dass die Bruchdehnung abnimmt. Wenn das Verhältnis mehr als 1/2
beträgt, ist die Veränderung der Eigenschaften der Gummizusammensetzung
beim Fahren groß, was folglich unvorteilhaft ist.
In der Gummizusammensetzung für einen Clinch gemäß
der vorliegenden Erfindung wird vorzugsweise ein Silankupplungsmittel zusammen mit
dem Silica enthaltenen Ruß eingesetzt. Beispiele des Silankupplungsmittels
sind Si69 (Bis-(3-triethoxysilylpropyl)tetrasulfid) sowie Si266 (Bis-(3-triethoxysilylpropyl)disulfid)
erhältlich von Degussa Co. Von diesen wird aus Gründen einer vorteilhaften
Verarbeitbarkeit vorzugsweise Si266 eingesetzt.
Die Menge des Silankupplungsmittels beträgt vorzugsweise zwischen
2 und 8 Gewichtsteile basierend auf 100 Gewichtsteilen des Silica enthaltenen Rußes.
Wenn die Menge weniger als 2 Gewichtsteile beträgt, ist der Kupplungseffekt
mit Silica unzureichend und besteht die Tendenz, dass die Dehnung schlecht wird.
Wenn die Menge mehr 8 als Gewichtsteile beträgt, können die Eigenschaften
nicht verbessert werden und es besteht die Tendenz, dass die Kosten hoch werden.
Vorzugsweise wird in die Gummizusammensetzung für einen Clinch
gemäß der vorliegenden Erfindung ein üblicherweise eingesetzter Weichmacher,
wie beispielsweise Prozessöl, eingemischt.
Abgesehen von den vorstehenden Inhaltsstoffen können der Gummizusammensetzung
gemäß der vorliegenden Erfindung Additive zugegeben werden, welche in
der Kautschukindustrie üblicherweise eingesetzt werden, wie beispielsweise
Verstärkungsmittel, wie beispielsweise Silica, verschiedene Antioxidantien,
Wachs, Stearinsäure und Zinkoxid.
Der Luftreifen gemäß der vorliegenden Erfindung nutzt die
Gummizusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung für einen Clinch
und wird durch das herkömmliche Verfahren hergestellt.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung basierend auf den Beispielen
im Detail beschrieben; allerdings ist die vorliegende Erfindung nicht hierauf beschränkt.
NR: RSS#3
BR 1: BR 130B erhältlich von Ube Industries, Ltd.
BR 2: VCR 412 erhältlich von Ube Industries, Ltd.
Ruß 1: Diablack I (N220) (N2SA: 114 m2/g) erhältlich
von Mitsubishi Chemical Corporation.
Ruß 2: Seast N (N330) (N2SA: 74 m2/g) erhältlich
von Tokai Carbon Co., Ltd.
Ruß 3: SHOWBLACK N550 (N2SA: 42 m2/g) erhältlich
von Showa Cabot Co., Ltd.
Silica: Ultrasil VN 3 erhältlich von Degussa Co.
Silica enthaltender Ruß: CRX2000 (enthaltend 4,7 Gew.-% Silica in N234 Ruß,
N2SA: 154,3 m2/g, DBP Ölabsorption: 113 ml/100 g, iodadsorptionsspezifische
Oberfläche: 122 g/kg) erhältlich von Showa Cabot Co., Ltd.
Prozessöl: Diana Process Oil AH40 erhältlich von Idemitsu Kosan Co., Ltd.
Silankupplungsmittel: Si266 (Bis-(3-triethoxysilylpropyl)disulfid) erhältlich
von Degussa Co.
Anioxidationsmittel: Ozonone 6C erhältlich von Seiko Chemical Co., Ltd.
Wachs: SUNNOC WAX erhältlich von Ouchi Shinko Chemical Industrial Co., Ltd.
Stearinsäure: KIRI erhältlich von NOF Corporation.
Zinkoxid: Ginrei R erhältlich von Toho Zinc Co., Ltd.
Schwefel: Schwefel erhältlich von Tsurumi Chemicals Co., Ltd.
Vulkanisationsbeschleuniger: Nocceler NS (N-tert-Butyl-2-benzothiazolylsulfenamid)
erhältlich von Ouchi Shinko Chemical Industrial Co., Ltd.
BEISPIELE 1 bis 10 und VERGLEICHSBEISPIELE 1 bis 8
Die in der Tabelle 1 gezeigten Komponenten außer Schwefel und
dem Vulkanisationsbeschleuniger, 3 Gewichtsteile des Antioxidationsmittels, 2 Gewichtsteile
Wachs, 1 Gewichtsteil Stearinsäure und 5 Gewichtsteile Zinkoxid basierend auf
100 Gewichtsteilen des Kautschuks wurden mit einem Banbury für 5 Minuten bei
ungefähr 150°C geknetet. Dann wurden der Schwefel und der Vulkanisationsbeschleuniger
in den in der Tabelle 1 gezeigten Mengen zu der erhaltenen Kautschukzusammensetzung
zugegeben und die Mischung wurde unter Einsetzung einer offenen Doppelschneckenwalze
für 5 Minuten bei ungefähr 80°C geknetet.
Durch das übliche Herstellungsverfahren wurde unter Einsatz der
erhaltenen Kautschukzusammensetzung für einen Clinch ein Reifen geformt. Die
Vulkanisierung wurde unter den Bedingungen von 175°C, 12 Minuten und 20 kgf
durchgeführt und ein 225/55R17 Reifen für ein Kraftfahrzeug wurde hergestellt.
(Härte)
Die Gummihärte eines neuen Clinches wurde unter Einsatz eines
JIS-A Härtemessgerätes bei 25°C gemessen.
(Viskoelastizitätstest)
Aus der Clinch-Gummizusammensetzung wurde ein neuer Reifen hergestellt
und das Komplexmodul E* wurde unter Einsatz eines Viskoelastizitätsspektrometers
hergestellt von Iwamoto Corporation bei 60°C unter den Bedingungen einer Frequenz
von 10 Hz und einer dynamischen Belastung von 1,0% gemessen. Je kleiner der Wert
ist, desto größer ist der E*-Wert, desto besser ist die Steuerungsstabilität
und desto überlegener sind die Verschleißeigenschaften.
(Steuerungsstabilitätstest durch tatsächliches Fahren)
Der hergestellte Reifen wurde an ein 3.000 cm3 Hochleistungskraftfahrzeug
montiert und der Steuerungsstabilitätstest wurde durch Fahren von 5 Runden
auf einer Rundstrecke, wobei 1 Runde ungefähr 3 km entsprach, bei einer Temperatur
von 20°C durchgeführt. 3 bezeichnet, dass die Steuerungsstabilität
vorteilhaft ist; 2 bezeichnet, dass die Steifheit ein wenig unzureichend ist, und
1 bezeichnet, dass die Steifheit unzureichend ist.
(Dehnungstest)
Der Dehnungstest wurde für die Clinchzusammensetzung eines neuen
Reifens gemäß der JIS K6251 unter Einsatz einer Typ-3 Hantel durchgeführt
und die Bruchdehnung EB (%) wurde gemessen. (O) gibt die Daten der Eigenschaften
eines neuen Produkts wieder und (A) gibt die Daten der Eigenschaften nach 100 Stunden
des Alterns einem Ofen bei 80°C wieder. Der Retentionsgrad (%) wird wiedergegeben
durch
EB(A)/EB(O) × 100
und je größer der Wert ist, desto geringer ist die Veränderung in
den Eigenschaften, was folglich vorteilhaft ist.
(Aussehen nach dem Steuerungsstabilitätstest durch tatsächliches
Fahren)
Die Aussehen des Clinches nach dem Steuerungsstabilitätstest
durch tatsächliches Fahren wurde verglichen und die Anwesenheit von Verschleiß
wurde visuell beobachtet. O bezeichnet, dass das Aussehen vorteilhaft war; &Dgr;
bezeichnet, dass ein gewisser Verschleiß auftrat, und x bezeichnet, dass ein
hoher Verschleiß auftrat.
Die Testergebnisse sind in der Tabelle 1 gezeigt.
Aus einem Vergleich der Beispiele und der Vergleichsbeispiele kann
gesehen werden, dass die Ausgewogenheit der Steuerungsstabilität und der Dehnungseigenschaften
vorteilhaft ist, wenn Silica enthaltener Ruß eingesetzt wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden durch Einmischen
einer spezifischen Menge von Silica enthaltendem Ruß und von Ruß in Kautschuk
und durch Verwenden der erhaltenen Gummizusammensetzung für den Clinch eines
Reifens die Steuerungsstabilität und die Dehnungseigenschaften in einer ausgewogenen
Weise beträchtlich erhöht.
Anspruch[de]
Luftreifen enthaltend einen Clinch unter Verwendung einer Gummizusammensetzung
für einen Clinch enthaltend
20 bis 70 Gewichtsteile Silica enthaltenden Ruß,
0 bis 50 Gewichtsteile Ruß,
Schwefel und
Vulkanisationsbeschleuniger,
basierend auf 100 Gewichtsteilen einer Kautschukkomponente, wobei die Gesamtmenge
des Silica enthaltenden Rußes und des Rußes zwischen 50 und 70 Gewichtsteile
beträgt und
das Verhältnis der Menge des Schwefels zu der Menge des Vulkanisationsbeschleunigers
zwischen 1/4 und 1/2 beträgt.