GEBIET DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft allgemein Sprachkommunikationssysteme, und
die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren und System für sprachaktivierte
Sprachübersetzung.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Internationale Reisende sind mit Schwierigkeiten vertraut, die beim
Kommunizieren in der Muttersprache eines Reisenden mit einer ansässigen Person
auftreten können, die nicht die Sprache des Reisenden spricht. Diese Schwierigkeiten
werden verschlimmert, wenn telefonisch kommuniziert wird, weil beim Telefonieren
Handgesten und andere Körpersprache nicht benutzt werden können, um zu
helfen, die Bedeutung einer gesprochenen Phrase der ansässigen Person deutlich
zu machen, die die Muttersprache des Reisenden nicht fließend spricht. Herkömmlicherweise
haben Reisende von Sprachwörterbüchern Gebrauch gemacht, um Wortübersetzungen
nachzuschlagen, oder haben einen Umstehenden um Hilfe gebeten, der die Fähigkeit
hat, für den Reisenden zu übersetzen. Das Benutzen von Sprachwörterbüchern
ist jedoch umständlich und zeitraubend, und eine andere Person zum Übersetzen
heranzuziehen, kann sehr umständlich und teuer sein.
Elektronische Übersetzungseinrichtungen sind erhältlich,
die einer Person ermöglichen, eine Phrase zu sprechen und von der Einrichtung
eine gesprochene Übersetzung der Phrase anzufordern. Dieser elektronische Fortschritt
überwindet einige der Schwierigkeiten beim Gebrauch von herkömmlichen
Wörterbüchern. Der Gebrauch solcher Einrichtungen erfordert jedoch, dass
die Einrichtungen zum Gebrauch getragen werden oder bei Bedarf anderweitig zur Verfügung
stehen. So sind elektronische Übersetzungseinrichtungen nicht kostengünstig
oder sie sind umständlich für bestimmte Anwendungen wie beispielsweise
Einzelhandelsläden, Flughäfen, Hotels und Krankenhäuser.
Einzelhandelläden können eine über große Flächen
verteilte große Anzahl von Mitarbeitern haben. In dieser Umgebung wäre
es nicht kostengünstig, wenn jeder Mitarbeiter eine Übersetzungseinrichtung
trüge, um sich mit Kunden in einer anderen Sprache zu verständigen. Da
außerdem die Kunden im Allgemeinen mit den Mitarbeitern über große
Flächen der Einzelhandelsgeschäfte interagieren, ist es unpraktisch, entweder
die Übersetzungseinrichtungen zu den Kunden zu bringen oder die Kunden zu den
Übersetzungseinrichtungen zu bringen. Eine ähnliche Umgebung gibt es in
Flughäfen, Krankenhäusern und Hotels.
Ein weiterer Nachteil von tragbaren elektronischen Übersetzungseinrichtungen
sind ihre begrenzten Fähigkeiten. Wegen der Tragbarkeit und Wirtschaftlichkeit
müssen diese Einrichtungen klein und leichtgewichtig konstruiert sein. Diese
Merkmale werden typischerweise mit begrenzten Fähigkeiten bezahlt, wie beispielsweise
weniger leistungsstarken Spracherkennungsalgorithmen, geringer Speicherkapazität
für Wörter und weniger Sprachen.
US-Patent 4.882.681 beschreibt ein Verfahren für die Simultanübersetzung
von Unterhaltung zwischen zwei Beteiligten, in der der erste Beteiligte Sprache
zum Übersetzen an einen entfernten Übersetzungscomputer sendet, der die
Übersetzung an beide Beteiligte zurücksendet. Ein System wird beschrieben,
das eine Kommunikationsschnittstelle umfasst zum Abwickeln von mindestens einer
Anforderung, eine Sprachnachricht zu empfangen und eine Sprachausgabe zu senden,
sowie ein an die Kommunikationsschnittstelle angeschlossenes Spracherkennungssystem
zum Umwandeln einer Sprachnachricht in eine erste Textnachricht in einer ersten
Sprache. Das System umfasst auch eine Text-zu-Sprach-System zum Umwandeln einer
zweiten Textnachricht in eine Sprachausgabe in einer zweiten Sprache zum Senden
über die Kommunikationsschnittstelle sowie eine an das Spracherkennungssystem
und das Text-zu-Sprach-System angeschlossene Sprachübersetzungsanwendung. Das
Sprachübersetzungssystem übersetzt die erste Textnachricht aus der ersten
Sprache in die zweite Textnachricht in der zweiten Sprache und sendet die zweite
Textnachricht an das Text-zu-Sprach-System zum Umwandeln in die Sprachausgabe.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung ist durch ein System gemäß Patentanspruch
1 und ein Verfahren gemäß Patentanspruch 7 definiert.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Kommunikationssystem
bereitgestellt, das einem Benutzer ermöglicht, mit einem sprachaktivierten
Sprachübersetzungssystem (VALTS) zu kommunizieren. Das VALTS umfasst ein Spracherkennungssystem
(VRS) zum Erkennen einer Sprachnachricht in einer ersten Sprache und zum Umwandeln
der Nachricht in einen ersten Text in der ersten Sprache; eine Textübersetzungsanwendung
zum Übersetzen des ersten Texts in einen zweiten Text in einer zweiten Sprache;
und ein Text-zu-Sprach-System zum Umwandeln des zweiten Texts in Sprache.
Vorzugsweise wird das System unter Verwendung von Funktelefontechnologie
implementiert. So kann beispielsweise ein Englisch sprechender Reisender in einem
Hotel in einem Land, in dem Englisch normalerweise nicht gesprochen
wird, ein Funktelefon benutzen, um mit einer Person zu kommunizieren, die Spanisch
spricht. Der Reisende greift auf das VALTS zu, indem er eine Telefonnummer wählt,
und stellt das VALTS auf Englisch-Spanisch-Übersetzung ein, und danach werden
in das Funktelefon gesprochene Sätze ins Spanische übersetzt und auf Spanisch
ausgegeben. Das VALTS kann für Spanisch-Englisch-Umwandlung neu eingestellt
werden, um die Antworten der Spanisch sprechenden Person zu übersetzen.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein sprachaktiviertes
Sprachübersetzungssystem bereitgestellt, auf das durch Telefone zugegriffen
wird, wo Sprachnachrichten eines Anrufers in eine ausgewählte Sprache übersetzt
werden und an den Anrufer ausgegeben oder wahlweise an einen anderen Anrufer gesendet
werden. Ein Spracherkennungssystem wandelt die Sprachnachricht in Text einer ersten
Sprache um. Der Text wird dann in Text der ausgewählten Sprache übersetzt.
Der Text der ausgewählten Sprache wird dann in Sprache umgewandelt.
Die Vorteile der vorliegenden Erfindung umfassen das Vorhandensein
von leistungsstarken Fähigkeiten bei relativ niedrigen Kosten. Da das VALTS
entfernt von den Benutzern an einem zentralen Ort lokalisiert ist, sind Größe
und Raum des VALTS kein Problem und die Kosten des VALTS können auf eine große
Anzahl von Benutzern verteilt werden. Da außerdem auf das VALTS über Telefone
zugegriffen wird, ist das Zugriffsmittel schon weitgehend verfügbar. Das VALTS
kann außerdem leicht konfiguriert werden, um verschiedenen Zugriffstelefonnummern
verschiedene Dienste zu bieten. Beispielsweise können Tausende von häufig
gesprochenen Phrasen und Wörtern für verschieden angezielte Umgebungen
erzeugt werden, weshalb eine Telefonnummer Zugriff auf Hotelphrasen bereitstellen
kann, während eine andere Telefonnummer Zugriff auf Flughafenphrasen bereitstellen
kann.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein sprachaktiviertes Sprachübersetzungssystem bereitgestellt, umfassend: eine
Kommunikationsschnittstelle zum Abwickeln von mindestens einem Anruf, um eine Sprachnachricht
zu empfangen und eine Sprachausgabe zu senden; ein an die Kommunikationsschnittstelle
angeschlossenes Spracherkennungssystem zum Umwandeln der Sprachnachricht in eine
erste Textnachricht in einer ersten Sprache und zum Umwandeln einer zweiten Textnachricht
in die Sprachausgabe in einer zweiten Sprache zum Senden über die Kommunikationsschnittstelle;
und eine an das Spracherkennungssystem angeschlossene Sprachübersetzungsanwendung
zum Übersetzen der ersten Textnachricht aus der ersten Sprache in die zweite
Textnachricht in der zweiten Sprache und zum Senden der zweiten Textnachricht an
das Spracherkennungssystem zum Umwandeln in die Sprachausgabe.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein Verfahren zum Bereitstellen von sprachaktivierter Sprachübersetzung zur
Verfügung gestellt, umfassend: Abwickeln von mindestens einem Anruf zum Empfangen
einer Sprachnachricht; Umwandeln der Sprachnachricht in eine erste Textnachricht
in einer ersten Sprache; Übersetzen der ersten Textnachricht aus der ersten
Sprache in eine zweite Textnachricht in einer zweiten Sprache; Umwandeln der zweiten
Textnachricht in eine Sprachausgabe in der zweiten Sprache; und Abwickeln des mindestens
einen Anrufs zum Senden der Sprachausgabe.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die vorliegende Erfindung wird detailliert beschrieben mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen, in denen ähnliche Ziffern ähnliche Teile
bezeichnen und in denen
ein Blockdiagramm eines Kommunikationssystems
mit einem sprachaktivierten Sprachübersetzungssystem (VALTS) gemäß
einer Ausführungsart der vorliegenden Erfindung ist;
ein Blockdiagramm des VALTS von
ist;
ein Blockdiagramm eines Kommunikationssystems
mit einem VALTS und einem Sprachgateway gemäß einer anderen Ausführungsart
der vorliegenden Erfindung ist; und
ein Blockdiagramm einer Implementierung eines
Teils des Kommunikationssystems von ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
In wird ein Blockdiagramm eines
Kommunikationssystems 100 gezeigt mit einem sprachaktivierten Sprachübersetzungssystem
(VALTS) 110 gemäß einer Ausführungsart der vorliegenden
Erfindung. Das Kommunikationssystem 100 umfasst das VALTS 110,
ein Netz 120 und Kommunikationseinrichtungen 130. Das Netz
120 enthält das öffentliche Fernsprechwählnetz (PSTN) und
lokale Datennetze (LANs). Die Kommunikationseinrichtungen 130 enthalten
POTS- und Funktelefone. Das VALTS 110 hat mindestens eine Telefonnummer
für Zugriff durch die Kommunikationseinrichtungen 130.
In wird ein Blockdiagramm des
VALTS 110 von gezeigt. Das VALTS
110 umfasst einen Server 200 mit einer Kommunikationsschnittstelle
210 zum Koppeln an das Netz 120; ein Anrufsteuerungsmodul
220 zum Abwickeln von Sprachanrufen von den Kommunikationseinrichtungen
130; ein Spracherkennungssystem (VRS) 230 zum Erkennen von Sprachnachrichten
und zum Umwandeln der Nachrichten in Text; eine Sprachumwandlungsanwendung (LCA)
240 zum Übersetzen des Texts von einer Sprache in den Text einer anderen
Sprache; und ein Text-zu-Sprach-System (TSS) 250 zum Umwandeln des Texts
in Sprache der anderen Sprache. Das VRS 230, die LCA 240 und das
TSS 250 sind im Fachbereich bekannt.
Zwei Betriebsmodi werden bereitgestellt, es wird aber deutlich sein,
dass auch weitere Modi bereitgestellt werden können. In einem ersten Modus
greift ein Benutzer an einer Kommunikationseinrichtung 130 auf das VALTS
110 zu, wählt die zweite Sprache für die Übersetzung aus
der ersten Sprache und spricht Phrasen in der ersten Sprache zum Übersetzen
in die zweite Sprache. Nach jeder Phrase antwortet das VALTS 110 mit einer
übersetzten Phrase in der gesprochenen Sprache der zweiten Sprache. Der Benutzer
gibt die übersetzte Phrase an eine andere Person weiter. Der Benutzer setzt
dann das VALTS 110 zurück zum Übersetzen der zweiten Sprache
in die erste Sprache für eine Antwort von der anderen Person.
Im zweiten Modus greift eine Vielzahl von Benutzern an jeweiligen
Kommunikationseinrichtungen 130 auf das VALTS 110 für eine
Konferenzverbindung zu, wo die Phrasen von einem der Benutzer für die anderen
Benutzer übersetzt werden. Als Alternative kann das VALTS 110 für
alle von jedem der Benutzer gesprochenen Phrasen zum Übersetzen für jeden
der anderen Benutzer eingestellt werden. Als weitere Alternative kann das VALTS
110 nur zum Übersetzen von bestimmten Sprachen für bestimmte
Benutzer während einer Konferenzverbindung eingestellt werden. Außerdem
kann das VALTS 110 eingestellt werden, sodass ein Benutzer nur die übersetzten
Phrasen empfängt und nicht die Phrasen in ihrer ersten Sprache. Fachleuten
wird deutlich sein, dass zum Einstellen des VALTS 110 eine Reihe von Permutationen
und Kombinationen möglich sind.
Fachleuten wird außerdem deutlich sein, dass das VALTS
110 durch Verwendung einer Reihe von Verfahren eingestellt werden kann,
einschließlich durch Befehle, die über Telefontastaturen eingegebenen
werden, und durch Sprachbefehle.
In wird ein Blockdiagramm eines
Kommunikationssystems 300 mit einem VALTS 350 und einem Sprachgateway
320 gemäß einer anderen Ausführungsart der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Das Kommunikationssystem 300 stellt Internet-Telefoniedienste
(VoIP-Dienste) über ein LAN 310 mit dem Sprachgateway 320
bereit. Die Dienste des Sprachgateways 320 enthalten Nebenstellenanlagen-Funktionen
(PBX-Funktionen) zum Vermitteln von Sprachanrufen vom PSTN 330 über
ein PBX 332 und von an das LAN 310 angeschlossenen VoIP-Einrichtungen.
Die VoIP-Einrichtungen enthalten Funktelefone 334 und Laptops
336, die über Zugriffspunkt 338 an das LAN 310 angeschlossen
sind; und verdrahtete Tischcomputer 340. Das VALTS 350 ist eine
der VoIP-Einrichtungen und hat mindestens eine Teilnehmerrufnummer zum Zugriff.
Dem Sprachgateway 320 erscheint das VALTS 350 als mindestens ein
IP-Telefon. Das VALTS 350 kann zum Emulieren einer großen Anzahl solcher
virtueller IP-Telefone konfiguriert werden. Außerdem können die VoIP-Einrichtungen
über ein weiträumiges Netz (WAN) 345 an das LAN 310
angeschlossen werden. Das WAN 345 umfasst beispielsweise das Internet.
Das mit virtuellen IP-Telefonen ausgerüstete VALTS
350 ist deshalb besonders vorteilhaft, weil das VALTS 350 mehrere
Anrufe simultan abwickeln kann, ohne weitere Telefonfestleitungen hinzufügen
zu müssen, verglichen mit einer anderen Ausführungsart der vorliegenden
Erfindung, wo ein VALTS durch Standard-POTS-Leitungen an ein herkömmliches
PBX angeschlossen ist. So ist das VALTS 350 befähigt, so viele Anrufe
abzuwickeln, wie es emulierbare virtuelle IP-Telefone gibt.
Fachleuten wird auch deutlich sein, dass ein VALTS ein separater,
eigenständiger Server in einem Netz sein kann, oder dass das VALTS mit einem
PBX oder Sprachgateway oder einer anderen an das Netz angeschlossenen geeigneten
Einrichtung integriert sein kann.
In wird ein Blockdiagramm einer
Implementierung eines Teils des Kommunikationssystems 300 von
gezeigt. Das Sprachgateway 320 wird
implementiert unter Verwendung eines Mitel Ipera 2000 R2.1 Kommunikationssystems
(das System) 400 mit einem H.323 Sprachgateway (HVG) 410. Der
Einfachheit halber wird das System 400 in
mit nur drei Endpunkten gezeigt: einem IP-Telefon 420, einem Funktelefon
430 und einem VRS 480. In der Praxis wird eine Vielzahl von Endpunkten
bereitgestellt, und die Kommunikationen zwischen ihnen werden von einer Anrufsteuerungs-Engine
415 gesteuert.
Das System 400 ist ein serverbasiertes, im Handel erhältliches
iPBX, hergestellt von der Mitel Networks Corporation. Das System 400 ist
in einem Windows® NT Server implementiert, der dazu modifiziert
ist, Telekommunikations-Hardware zu umfassen. Die Anrufsteuerungs-Engine
415 stellt Kommunikationssteuerung zwischen Endpunkten, wie beispielsweise
dem IP-Telefon 420 (Mitel IP 4025 Phone), über einen IP-Service-Provider
(IP SP) 425 bereit. Der IP SP 425 wickelt jegliche TCP/IP-Kommunikation
mit den Endpunkten ab.
Das IP-Telefon 420 ist eine Stimuluseinrichtung, die Nachrichten
für alle Aktionen an das System 400 sendet und von ihm empfängt.
Der IP SP 425 verarbeitet alle vom IP-Telefon 420 empfangenen
Minet-Nachrichten und routet die Minet-Nachrichten zum Weiterverarbeiten an passende
Softwareteile im System 400. Die Minet-Nachrichten sind Teil eines proprietären
Nachrichtenprotokolls (Minet-Protokoll) der Mitel Networks Corporation. Das Minet-Protokoll
wird dazu benutzt, Anrufe zwischen IP-Telefonen aufzubauen. Der IP SP
425 wickelt das Datenstreaming zwischen IP-Telefonen und anderen Endpunkten
unter Steuerung der Anrufsteuerungs-Engine 415 ab.
Das H.323 Sprachgateway (HVG) 410 ist eine im Handel erhältliche
Option des Systems 400. Das HVG 400 koppelt H.323-konforme Telefoneinrichtungen
an das System 400, sodass die H.323-konformen Telefoneinrichtungen als
IP-Telefone erscheinen.
Das Funktelefon 430 ist ein im Handel erhältliches Produkt,
wie beispielsweise ein Netvision-Telefon (NVP) der Firma Symbol Technologies. Das
NVP 430 ist über einen Zugriffspunkt 450 an das Kommunikationssystem
angebunden. Der Zugriffspunkt 450 wandelt Funksignale (IFEE 802.11 Funkprotokoll)
des NVP 430 in IP-Pakete um und umgekehrt. Die IP-Pakete werden über
das LAN 310 mit dem HVG 400 unter Verwendung des H.323-Protokolls
ausgetauscht.
Am HVG 400 werden die IP-Pakete durch einen H.323-Protokollstack
445 empfangen und verarbeitet, und die Nachrichteninhalte der IP-Pakete
werden an einen NVP-Gerätecontroller 440 weitergeleitet. Ebenso werden
Nachrichten vom NVP-Gerätecontroller 440 durch den H.323-Protokollstack
445 empfangen und in die IP-Pakete umgewandelt, die dann an den Zugriffspunkt
450 zur Sendung an das NVP 430 weitergeleitet werden.
Das HVG 410 umfasst außerdem eine HVG-Anrufsteuerung
435 zum Steuern von Kommunikationen zwischen an den NVP-Gerätecontroller
440 angeschlossenen Endpunkten; eine TAPI-Anwendungsschnittstelle
455 für das HVG 410 zum Austausch von Anrufsteuerungs-Signalisierungsnachrichten
mit dem System 400; und einen IP-Telefon-Proxy 470, der alle notwendigen
Nachrichten bereitstellen soll, damit an den NVP-Gerätecontroller
440 angeschlossene Telefoneinrichtungen als beim System 400 registrierte
IP-Telefoneinrichtungen zum IP SP 425 erscheinen. Das System
400 hat eine TAPI-Serverschnittstelle 460 zum Verbinden mit der
TAPI-Anwendungsschnittstelle 455 des HVG 410. Die TAPI-Schnittstelle
455, 460 kommuniziert Q.931-artige Anrufsteuerungs-Signalisierungsnachrichten.
TAPI ist ein bekanntes Microsoft-Schnittstellenprotokoll, das zum Aufbau von Anrufen
zwischen Endpunkten benutzt wird.
Weitere Endpunkte wie beispielsweise andere IP-Telefone und POTS-Telefone
können über POTS-Gerätecontroller bzw. IP-Gerätecontroller dem
System 400 hinzugefügt werden.
Ein Spracherkennungssystem (VRS) 480 ist als ein das Minet-Protokoll
benutzendes IP-Telefon (z. B. das von der Mitel Networks Corporation hergestellte
4025 IP-Telefon) an das System 400 angeschlossen. Das VRS 480
ist eine Version des Mitel Networks-Produkts Speak@Ease, das modifiziert ist, um
als IP-Telefon zu erscheinen. So meldet das System 400, um mit dem VRS
480 zu kommunizieren, einfach einen Anruf an ein Ziel an, das vom System
400 als ein IP-Telefon angesehen wird, und es wird eine Verbindung mit
dem Endpunkt hergestellt. Sobald ein Sprachpfad hergestellt ist, verarbeitet das
VRS 480 eingehende Sprachnachrichten und gleicht die Phrasen der empfangenen
Sprachnachrichten mit seiner internen Grammatikdefinition ab. Das VRS
480 bedient sich der Methode der besten Abgleichung, um die Sprachnachrichten
in Textnachrichten zu übersetzen. In Fällen, wo das VRS 480 keine
Abgleichung finden kann, antwortet es mit einer Nachricht, die Phrase zu wiederholen
oder anders zu formulieren.
Das VRS 480 leitet die Textnachrichten an eine Sprachumwandlungsanwendung
(LCA) 485 weiter zum Übersetzen in Textrepräsentationen in einer
anderen Sprache. Die Textrepräsentationen werden an das VRS 480 zurückgeschickt
und in gesprochene Sprache der anderen Sprache als Sprachantworten (oder übersetzte
Sprachnachrichten) auf die Sprachnachrichten umgewandelt. Die LCA 485 wird
unter Verwendung von L&HTM Power Translator® Pro implementiert,
aber es sind auch andere, ähnliche Textübersetzungsanwendungen bekannt.
In Betrieb meldet sich beispielsweise ein Benutzer am NVP
430 beim HVG 410 unter Verwendung eines Passworts an. Der Benutzer
wählt dann eine ausgewählte Teilnehmerrufnummer (DN), die mit dem VRS
480 verbindet. Das HVG 410 informiert das System 400,
dass eine IP-Telefoneinrichtung, das NVP 430, einen Anruf an eine andere
örtliche IP-Telefoneinrichtung, das VRS 480, anmeldet. Das VRS
480 funktioniert wie ein IP-Telefon zum System 400. Unter Verwendung
der Schnittstelle von der TAPI-Anwendung 455 zum TAPI-Server
465, der Schnittstelle vom IP-Telefon-Proxy 470 zum IP SP
425 und der Schnittstelle vom IP SP 425 zum VRS 480 wird
ein Anruf zwischen dem NVP 430 und dem VRS 480 aufgebaut. IP-Pakete
mit digitalisierter Sprache werden dann direkt zwischen dem NVP 430 und
dem VRS 480 über das LAN 310 gestreamt.
Sobald eine Sprachverbindung zwischen dem VRS 480 und dem
NVP 430 aufgebaut ist, spricht der Benutzer am NVP 430 zum VRS
480 und weist das VRS 480 an, die Sprachnachrichten von einer
Sprache in eine andere umzuwandeln. Beispielsweise kann das VRS 480 den
Benutzer auffordern, die Sprache mündlich zu benennen, in die umgewandelt werden
soll. Der Benutzer verwendet dann das NVP 430 nach Walkie-Talkie-Art, indem
er einen Knopf auf dem NVP 430 zum Sprechen drückt, und das NVP
430 gibt die umgewandelte Phrase aus. So kann der Benutzer einen Satz sprechen
und unter Verwendung des einen Telefons eine andere Person die Antwort in einer
anderen Sprache hören lassen.
Das System 400 kann auch dazu konfiguriert werden, dass zwei
Personen in ihren eigenen Muttersprachen miteinander sprechen können, allerdings
über verschiedene Telefone, wobei jeder Sprecher in seiner eigenen Sprache
spricht und zuhört. Beispielsweise wird ein VRS 480 aufgefordert,
die übersetzten Sprachnachrichten (oder Sprachausgaben) einem anderen Anrufer
oder einer Reihe von anderen Anrufern zu senden.
Variationen und Modifikationen der Erfindungen werden in Erwägung
gezogen. Beispielsweise muss die Schnittstelle zum HVG 410 nicht auf dem
H.323-Standard basieren. Die Schnittstelle könnte auch auf dem SIP (Session
Initiation Protocol) oder irgendeinem anderen industriellen Standardprotokoll basieren.
Das HVG 410 kann mit einer Reihe von anderen Einrichtungen (d. h. worin
das HVG die Sprachverbindungen zwischen dem VRS 480 und einer anderen Einrichtung
aufbaut und steuert) kommunizieren. Das VRS 480 kann übersetzte Sprachnachrichten
an eine andere Audioeinrichtung senden (z. B. an einen Lautsprechen, um zu einer
Zuhörerschaft zu sprechen).
Die Sprachumwandlungsanwendung 485 kann die übersetzte
Textrepräsentation auch an eine Einrichtung mit einem Bildschirm schicken (beispielsweise
an ein Handgerät wie ein Palmpilot® Palmtop-Computer). Ebenso
kann anstelle des NVP 430 ein drahtloses Handgerät (z. B. ein Palmtop-Computer
mit drahtlosen Kommunikationsfähigkeiten) für den Telefonbetrieb konfiguriert
werden.
Das VRS 480 kann außerdem dazu konfiguriert werden,
dass ein Benutzer und seine bevorzugte Sprachauswahl dem System bekannt sind. Der
Benutzer muss dann nur die Sprache mündlich benennen, in die der Benutzer seine
Sprachnachrichten übersetzen möchte. So kann das VRS 480 dazu
konfiguriert werden, dass der Benutzer die Sprache zum Übersetzen der Sprachnachrichten
mündlich benennt.
Von allen solchen alternativen Ausführungsarten wird angenommen,
dass sie dem Gebiet und Schutzbereich der Erfindung angehören, wie sie in den
angefügten Patenansprüchen definiert sind.