Diese Erfindung betrifft einen schützenden Fußbekleidungsgegenstand.
Sie betrifft insbesondere einen Fußbekleidungsgegenstand zum Schützen
eines Trägers vor Auswirkungen der Explosion einer Landmine, insbesondere einer
Anti-Personenlandminenexplosion.
Das US-Patent 3 243 898 offenbart einen Anbringungsgegenstand unter
dem Fuß mit einem V-förmigen Abweiser oder Keil aus im Wesentlichen nicht
verformbarem Metall mit einem invertierten Scheitelpunkt, der sich mittig entlang
einer Länge eines Fußabdrucks eines Benutzers erstreckt. Der Abweiser
ist entlang dem Boden und Außenseiten davon in einem Block aus Balsaholz enthalten,
ist innerlich mit einem akustischen Füllmaterial gefüllt und ist in einer
Kunststoffhülle enthalten. Es ist beabsichtigt, dass der Abweiser die Kraft
einer explodierenden Mine weg von einem Fuß und Glied eines Benutzers leitet.
Die WO 01/18479 A1 offenbart einen Fußbekleidungsgegenstand enthaltend
eine untere Matrize unterhalb eines Fußes eines Trägers, eine äußere
harte Schale um den Fuß herum und einen oberen Schutz, der einen unteren Abschnitt
eines Beins des Trägers umschließt. Die Matrize enthält einen im
Wesentlichen nicht verformbaren Abweiser in Form eines Metallblechs, welches schräg
nach oben ausgerichtet ist, um ein aufquellendes Ergebnis einer explodierenden Landmine
schräg und seitwärts abzuweisen. Unterhalb des Abweisers ist eine Schicht
aus "DETSHEET" vorgesehen, welches ein Detonationsmaterial ist, das derart angepasst
ist, dass es detoniert, wenn es Stoß- und Druckwellen einer explodierenden
Landmine ausgesetzt wird, um somit die ersten Stoß- und Druckwellen abzubauen
und um in gewissem Maße nachfolgende Wirkungen der Explosion zu dämpfen.
Schichten aus einem zerbrechlichen Material sind oberhalb des Abweisers und unterhalb
des "DETSHEET" vorgesehen. Schichtpressstoffplatten aus imprägnierten Kevlar-Gewebe
mit einer Keilform und ein Stöpsel aus einem energieabbauenden Material, gefolgt
von einer offenen Wabenstruktur, sind gemäß einer übereinander gelagerten
Anordnung zwischen dem Abweiser und einer Innensohle des Fußbekleidungsgegenstandes
vorgesehen. Eine Socke aus sanftem Schaummaterial umgibt den Fuß und das untere
Bein und wirkt als eine sanfte Auskleidung unterhalb der harten Außenschale
und schützenden Umgebung.
Obwohl der Anmelder sich nicht auf die Theorie beschränken möchte,
wird dennoch davon ausgegangen, dass eine theoretische Erläuterung von einigen
Aspekten, die sich auf die Wirkungen einer Landminenexplosion beziehen, den Leser
unterstützen werden, um die erfinderische Leistung zu erkennen, welche die
Erfinder erzielt haben und die Prinzipien, die dieser Erfindung zugrunde liegen.
Folglich werden einige relevante Konzepte kurz erläutert.
Der Anmelder hat gewürdigt, dass Stoßwellen eine wichtige
Rolle auf dem Gebiet der Erfindung spielen und er hat – im Gegensatz zu anderen
Erfindern auf diesem Gebiet – seine Bemühungen daraufhin fokussiert,
um die Stoßwellenwirkungen einer Landminenexplosion zu verstehen und aufzuklären.
Stoßwellen sind in gewisser Hinsicht gleichwertig mit akustischen
Wellen, beispielsweise ist die Progression einer Stoßwelle durch ein Material
nicht mit dem Transport von Masse oder Partikel verbunden, sie schreitet als eine
Welle voran. Außerdem ist die Geschwindigkeit der Progression durch ein Material
abhängig von den physikalischen Eigenschaften des Materials, d. h. die Geschwindigkeit
ist im Falle eines festen Materials proportional zu der Dichte und umgekehrt proportional
zu dem E-Modul des Materials. Ferner hat der Anmelder die Bedeutung wahrgenommen,
dass sich die Geschwindigkeit der Progression durch Flüssigkeiten unterscheidet
und gewöhnlich niedriger als die durch "starre" Feststoffe, wie beispielsweise
Keramik, Metalle und dergleichen ist, aber gewöhnlich höher als durch
Gase, wie beispielsweise Luft. Außerdem ist die Rolle, die die Temperatur eines
Gases in Bezug auf die Schallgeschwindigkeit spielt, signifikant, z. B. ist die
Schallgeschwindigkeit durch Luft bei 1000°C mehr als zweimal so hoch als die
Schallgeschwindigkeit durch Luft bei einer normalen Umgebungstemperatur. Die Schallgeschwindigkeit
ist überraschend niedrig durch "elastische" Materialien, wie beispielsweise
Gummi, einige synthetische Polymermaterialien und dergleichen. Obwohl diese Art
von Informationen bekannt ist, wurde die Signifikanz in dem Gebiet der Erfindung
von anderen Experten auf dem Gebiet der Erfindung bis jetzt noch nicht wahrgenommen
oder nicht vollständig wahrgenommen.
Ein weiterer von dem Anmelder wahrgenommener Aspekt ist, dass, obwohl
ungefähr nur 40 % der Energie, die mit einer Landminenexplosion verbunden ist,
als Stoßwellenenergie vorhanden ist, hat das Bearbeiten oder Kontrollieren
der Stoßwellenenergie einen überraschenden wichtigen Einfluss oder Wirkung
auf den größten Teil (ungefähr 60 %) der Energie, die mit dem Detonationseffekt,
der durch eine Landminenexplosion erzeugt wird, assoziiert ist. Dieses Phänomen
wird nachfolgend beschrieben.
Gemäß einem ersten Aspekt dieser Erfindung wird ein Verfahren
zum Schützen eines Fußes eines Menschen vor Auswirkungen der Explosion
einer Landmine unter dem Fuß bereitgestellt, das einschließt, Leiten von
Stoßwellen, die durch die Explosion der Landmine verursacht werden, schräg
von dem Fuß weg mittels eines entsprechend schräg ausgerichteten
Stoßwellen-Leitelementes, das in einen Sohlenraum eines Fußbekleidungsgegenstandes
eingebettet ist, der von dem Menschen getragen wird, wobei das Stoßwellen-Leitelement
aus einem Material besteht, das eine Schallgeschwindigkeit von wenigstens mehr als
3000 m/s hat;
Aufreißen des Materials des Stoßwellen-Leitelementes mittels der Stoßwellen
bei einer Geschwindigkeit der Rissausbreitung, die niedriger ist als die Schallgeschwindigkeit
des Materials des Stoßwellen-Leitelementes, und Zertrümmern des Materials
am stromab liegenden Ende des Stoßwellen-Leitelementes, um einen Weg geringeren
Widerstandes für eine Detonation zu schaffen, die auf die Druckwellen folgt;
Bewirken, dass die nachfolgende Detonation, die auf die Stoßwellen folgt, dem
Weg geringeren Widerstandes folgt, und das aufgerissene Material entfernt, um den
Weg zu öffnen;
Ableiten jeglicher Streukomponente der Stoßwellen zurück in das Leitelement
und Dämpfen von Ausbreitung jeglicher Streukomponente der Druckwellen in einer
Richtung auf den Fuß zu in dem Sohlenraum des Fußbekleidungsgegenstandes
mittels einer Schicht aus Material mit einer niedrigen Schallgeschwindigkeit von
unter 200 m/s, die zwischen dem Stoßwellen-Leitelement und einer Innensohle
des Fußbekleidungsgegenstandes angeordnet ist.
Das Leiten der Stoßwelle kann vorzugsweise entsprechend einer
Ausrichtung des Stoßwellen-Leitelementes schräg nach außen seitlich
schräg nach außen stattfinden.
In diesem Zusammenhang soll gewürdigt werden, dass für den
Zweck dieser Erfindung Richtung, Orientierung und dergleichen in Bezug auf einen
Fußbekleidungsgegenstand in seiner normalen Orientierung interpretiert werden
muss, d. h. das Zehenende des Fußbekleidungsgegenstandes wird als ein "vorn-Ende"
oder "vorderes-Ende", das Fersenende wird entsprechend als das "hintere-Ende" bezeichnet;
die Sohle wird als die Unterseite oder Boden des Fußbekleidungsgegenstandes
bezeichnet; eine Seite des Fußbekleidungsgegenstandes entsprechend einem großen
Zeh des Trägers wird als die "Innenseite" und dementsprechend wird die Seite
des Fußbekleidungsgegenstandes in Bezug auf den kleinen Zeh des Trägers
als die "Außenseite" oder "äußere Seite" bezeichnet.
Ähnlich werden die Begriffe "vorgelagert" und "nachgelagert"
in Bezug auf die Progression einer Stoßwelle in dieser Beschreibung benutzt.
Das Stoßwellen-Leitelement wird so ausgewählt, dass es eine
Schallgeschwindigkeit von über 3000 m/s, vorzugsweise bis ungefähr 6000
m/s oder mehr hat.
Als eine Weiterentwicklung kann das Verfahren das Absorbieren von
Wärmeenergie durch Verdampfen von Flüssigkeit, die in dem Sohlenraum enthalten
ist, umfassen. Die Flüssigkeit hat Idealerweise einen hohen Umwandlungswärmewert
und einen niedrigen Siedepunkt. Wasser oder eine Mischung enthaltend Wasser und
dergleichen wird als geeignet erachtet. Die Flüssigkeit kann sich nahe zu dem
Leitelement befinden. Sie kann das Leitelement umgeben.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Stoßwellen-Leitelement
ein Verbund-Stoßwellen-Leitelement, umfassend eine Vielzahl von Stoßwellen-Leitelementen
sein, wobei das Leiten dann durch die Vielzahl von Leitelementen ausgeführt
wird. Jedes Stoßwellen-Leitelement kann die Form eines Streifens aus starrem
glashaltigem Material sein, wobei die Streifen quer ausgerichtet sind, um Biegen
des Fußbekleidungsgegenstandes an Quer-Biegelinien zwischen benachbarten Streifen
zu ermöglichen.
Der Anmelder hat beobachtet, dass die Detonationswirkung einer Landminenexplosionr
überraschend dazu neigt, die Richtung der führenden Welle zu folgen, welche
eine Stoßwelle ist. Der Anmelder hat die Bedeutung wahrgenommen, dass die Stoßwelle
die Detonationswirkung aufgrund der allgemein höheren Progressionsgeschwindigkeit
der Stoßwelle als der Progressionsgeschwindigkeit der Detonation führt.
Ohne sich auf die Theorie zu beschränken, glaubt der Anmelder, dass die Progression
einer Stoßwelle, wenn auf geeignete Art und Weise gehandhabt, das Zertrümmern
von Material verursacht, insbesondere Zertrümmern einer Außenseite einer
Verbund-Sohle des Fußbekleidungsgegenstandes im Sinne dieser Erfindung. Wenn
solch eine Zertrümmerung bewirkt, dass ein aufgrund der Zertrümmerung
gelöstes Bruchstück abgeschossen wird, verursacht das Bruchstück
einen Bereich oder einen Weg von niedrigem Druck, welcher dem Bruchstück folgt.
Somit wird ein Weg geringeren Widerstandes durch die Stoßwelle geschaffen.
Der Anmelder war der Auffassung und hat diese nun durch Beobachtungen bestätigt,
dass solch eine Zertrümmerung, welche den Weg geringeren Widerstandes erzeugt,
die Detonation dazu beeinflusst, die Stoßwelle entlang dem Weg des geringeren
Widerstandes zu folgen. Folglich können die Leitelemente konvergieren, um die
geleitete Stoßwelle zu konzentrieren und somit die Zertrümmerung zu gewährleisten.
Das Stoßwellen-Leitelement kann aus einem Material gebildet werden, das derart
ausgewählt wird, damit es einfach zu pulverisieren ist. Es wird erwartet, dass
die Stoßwelle die Glasstreifen zerreißt und pulverisiert. Es ist wichtig,
dass die Progressionsgeschwindigkeit der Stoßwelle viel höher, bei ungefähr
6000 m/s, als die Progressionsgeschwindigkeit der Rissausbreitung oder Pulverisierung,
bei ungefähr 1500 m/s, ist. Die Glasstreifen werden somit vollständig
genutzt, um die Stoßwelle zu leiten und werden danach unverzüglich
pulverisiert, um das Versetzen von Glasstaub durch die Detonation zu begünstigen,
wodurch die Erzeugung des Weges geringeren Widerstandes weiterhin begünstigt
wird. Wenn die Stoßwelle schräg seitlich nach außen weg von dem Körper
eines Opfers geleitet wird, hat das Opfer nicht nur den Vorteil, einer abgeschwächten
Stoßwelle zu begegnen, oder der Stoßwelle in einem geringeren Maß
zu begegnen, sondern es hat auch den Vorteil, einen geringeren Anteil der nachfolgenden
Detonation zu begegnen. Das Leiten der Stoßwelle weg von dem Körper hat
somit den erwarteten primären Vorteil, aber führt auch zu dem obigen überraschenden
sekundären Vorteil hinsichtlich der nachfolgenden Detonation.
Der Anmelder glaubt, dass diese Erfindung in erster Hinsicht eine
Führung von Stoßwellen seitlich schräg weg von dem Körper bereitstellt,
aber auch das Ableiten der nachfolgenden Detonation seitlich schräg weg von
dem Körper bereitstellt.
Gemäß weiterer Entwicklungen kann das Verfahren das Abdecken
des Leitelementes von oben durch eine feste Abschirmung enthalten, die in dem Sohlenraum
oberhalb des Leitelementes angeordnet ist. Die Abschirmung kann schräg entsprechend
der Richtung des Leitelementes ausgerichtet sein. Die Abschirmung kann durch einen
integral liegenden Flansch gegen eine Oberseite des Sohlenraumes verankert sein.
Wenn schräg ausgerichtet, wirkt die Abschirmung als ein Stoßwellen-Abschirmung.
Das Verfahren enthält dämpfen von Ausbreitung jeglicher
Streukomponente der Stoßwellen in einer Richtung auf den Fuß zu in dem
Sohlenraum des Fußbekleidungsgegenstandes durch eine Materialschicht mit einer
niedrigen Schallgeschwindigkeit von unter ungefähr 200 m/s, die zwischen dem
Stoßwellen-Leitelement und einer Innensohle des Fußbekleidungsgegenstandes
angeordnet ist. Das Material kann in Form Vermiculit oder ein Verbundmaterial, das
Vermiculit enthält, sein. Der Anmelder hat erkannt, dass Vermiculit überraschend
eine Schallgeschwindigkeit nahezu Null hat und dass es insbesondere beim Mildern,
sogar beim Kontrollieren (checking) der Progression von Stoßwellen, wirksam
sein wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann
das Verfahren die Förderung von Stoßwellenausweitung stromab von dem Fuß
mittels einer Schicht aus Aussickermaterial, die in engem Kontakt mit Haut an einer
Fußfläche gegenüber einer Sohle des Fußes ist, enthalten, wobei
die Schicht aus Material eine Schallgeschwindigkeit hat, die wenigstens der Schallgeschwindigkeit
von Fleisch gleich ist. Die Schallgeschwindigkeit des Aussickermaterials kann höher
als die Schallgeschwindigkeit von Wasser sein.
Dieses Merkmal nutzt ein Phänomen, welches von anderen Erfindern
noch nicht wahrgenommen wurde. Gemäß dem was dem Anmelder bekannt ist,
ohne Ausnahmen, wurde die Aufmerksamkeit bis jetzt ausschließlich darauf gerichtet,
die Wirkungen einer Landminenexplosion stromaufwärts des Körpers (Fußes)
des zu schützenden Menschen zu mildern und keinerlei Aufmerksamkeit wurde einem
Bereich stromab eines Fußes eines Menschen gewidmet. Der Anmelder hat in Stiefeln,
die von Landminenexplosionsopfern getragen wurden, beobachtet, dass überraschenderweise
in vielen Fällen ein entsprechender Stiefel im Sohlenbereich im Wesentlichen
unversehrt war, wobei der obere Bereich zertrümmert war. Der Anmelder hat daraus
geschlossen, dass die Stoßwellen ähnlich wie Lichtwellen wirken, wenn
diese eine Grenzfläche zwischen Materialien von unterschiedlicher optischer/akustischer
Dichte treffen. Im Gegensatz zum Instinkt glaubt der Anmelder, dass eine Schallwelle,
die sich durch ein Material mit relativ hoher Schallgeschwindigkeit bewegt und eine
Grenzfläche mit einem Material von relativ niedriger Schallgeschwindigkeit
erreicht, zumindest teilweise von der Grenzfläche zurück in das Material
mit hoher Schallgeschwindigkeit reflektiert oder abgeleitet wird. Ohne sich auf
die Theorie zu beschränken glaubt der Anmelder, dass der Grund hierfür
ist, dass der Widerstand durch das Material mit relativ hoher Schallgeschwindigkeit
generell niedriger als der Widerstand durch das Material mit relativ niedriger Schallgeschwindigkeit
ist und somit auch die Neigung zum Reflektieren oder Ableiten. Solch eine Reflektion
oder Ableitung verursacht Interferenz zwischen sich nähernden Schallwellen
und abgeleiteten und reflektierte Schallwellen, was zu Resonanz und anderen Effekten
führen kann, wodurch eine Konzentration der Energie erzeugt wird und resultierende
Zertrümmerung von dem Material mit höherer Schallgeschwindigkeit nahe
zu der Grenzfläche.
Der Anmelder schließt daraus, dass es bei dem Fuß eines
Opfers einer Landminenexplosion es im Allgemeinen unmöglich ist, den Fuß
ganz von den Stoßwellen zu schützen. Die durch den Fuß des Opfers
fortschreitenden Stoßwellen begegnen an der Oberfläche des Fußes
ein Material von geringerer Schallgeschwindigkeit und zwar Luft, die die Reflektion
oder Ableitung der Stoßwellen verursacht, was zur Zertrümmerung in dem
Fuß und auch in dem oberen Teil des Stiefels führt. Der Anmelder glaubt,
dass dies eine mögliche Erklärung für den überraschend großen
Schaden an dem Fuß und stromab des Fußes eines Opfers einer Landminenexplosion
ist.
Demzufolge schlägt der Anmelder vor, ein Medium oder ein Material
mit höherer Schallgeschwindigkeit als die Schallgeschwindigkeit durch den Fuß
des Opfers vorzusehen, um die Übertragung von oder Progression
der Stoßwellen durch die Grenzfläche in das Medium stromab zu fördern.
Der Anmelder geht davon aus, dass dies den zerstörerischen Effekt von Stoßwellen
wesentlich dämpfen wird, welche ihren Weg in den Körper (Fuß) des
Opfers finden. Der Anmelder glaubt, dass Zertrümmerung stattfinden würde,
aber stromab des Materials von höherer Schallgeschwindigkeit an der Grenzfläche
dieses Materials mit der Außenluft und dass die resultierende Zertrümmerung
keinen nachteiligen Effekt auf den Fuß des Opfers haben würde.
Der Anmelder hat auch wahrgenommen, dass der menschliche Knochen eine
höhere Schallgeschwindigkeit als das Muskelfleisch eines Menschen hat und dass
Stoßwellen, die den Fuß des Opfers durchdringen, dazu neigen entlang den
Knochen des Opfers statt entlang dem Muskelfleisch des Opfers fortzuschreiten. Dies
kann dazu führen, dass die Stoßwelle eine Neigung hat, nach oben entlang
den Knochen in dem Unterschenkel des Opfers fortzuschreiten. Der Anmelder schlägt
folglich vor, das Material mit relativ hoher Schallgeschwindigkeit um den Unterschenkel
bis zu einem relativ hohen Niveau zu erstrecken, vorzugsweise zumindest geringfügig
höher als der oberste Endpunkt des Stiefels.
Das Verfahren kann dann enthalten umfassend die Schicht aus Aussickermaterial
zusammen mit einer von dem Menschen getragenen Socke.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein schützender
Fußbekleidungsgegenstand für einen Menschen mit einer Verbundsohle vorgesehen,
die eine äußere Sohle an einem äußeren Ende des Fußbekleidungsgegenstandes,
eine beabstandete innere Sohle zum Aufsetzen eines Fußes eines Benutzers und
einen Sohlenraum zwischen der äußeren und der inneren Sohle enthält,
wobei die zusammengesetzte Sohle in dem Sohlenraum enthält: ein Stoßwellen-Leitelement,
das so ausgerichtet ist, dass es Stoßwellen, die durch eine Explosion einer
Landmine verursacht werden, in Gebrauch schräg von dem Fuß wegleitet,
wobei das Stoßwellen-Leitelement aus einem festen Material besteht, das eine
Schallgeschwindigkeit von wenigstens über 3000 m/s hat;
eine Schicht aus Sperrmaterial, das eine niedrige Schallgeschwindigkeit hat, zwischen
dem Stoßwellen-Leitelement und der inneren Sohle,
wobei das feste Material des Stoßwellen-Leitelementes, beispielsweise Glas
oder ein Material, das Glas oder ein keramisches Material enthält, dazu neigt,
durch Stoßwellen bei einer Geschwindigkeit der Rissausbreitung zu reißen
oder pulverisiert zu werden, die niedriger ist als seine Schallgeschwindigkeit,
so dass das pulverisierte Material des Stoßwellen-Leitelementes an einem stromab
liegenden Ende des Stoßwellen-Leitelementes zertrümmert und verdrängt
wird, um einen Weg geringeren Widerstandes für eine folgende Detonation zu
schaffen; und
wobei die niedrige Schallgeschwindigkeit des Sperrmaterials niedriger als 200 m/s
ist.
Das Stoßwellen-Leitelement erstreckt sich vorzugsweise von ungefähr
der äußeren Sohle schräg nach oben zu einem seitlich außen liegenden
äußeren Ende der zusammengesetzten Sohle.
Das Stoßwellen-Leitelement kann aus einem festen Material mit
einer Schallgeschwindigkeit höher als 3000 m/s, vorzugsweise bis zu ungefähr
6000 m/s oder mehr gebildet sein. Das Stoßwellen-Leitelement kann somit aus
Glas bestehen oder dieses enthalten. Statt dessen kann es in Form eines keramischen
Materials sein.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung kann der Raum der
zusammengesetzten Sohle eine Flüssigkeit nahe an dem Stoßwellen-Leitelement
enthalten. Die Flüssigkeit kann in Form eines Gels, einer dickflüssigen
Flüssigkeit oder dergleichen sein. Die Flüssigkeit kann Wasser oder Alkohol
oder ein Gemisch davon sein, z. B. zwischen ungefähr 50 % und ungefähr
90 % Wasser, vorzugsweise ungefähr 70 % Wasser.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann
das Stoßwellen-Leitelement eine Verbundstruktur haben, die eine Vielzahl von
Stoßwellen-Leitelementen umfasst.
Jedes Stoßwellen-Leitelement kann in Form eines Streifens aus
starrem Glas oder einem Material enthaltend starrem Glas sein, wobei die Streifen
quer ausgerichtet und nebeneinander angeordnet sind, um Biegen des Fußbekleidungsgegenstandes
an Quer-Biegelinien zwischen benachbarten Streifen zu ermöglichen. Die Streifen
können auch aus keramischem Material bestehen.
Die zusammengesetzte Sohle kann eine Abschirmung enthalten, die das
Stoßwellen-Leitelement abdeckt, wodurch es auch als ein Abweiser wirkt, der
Stoßwellen im Wesentlichen seitlich nach außen ablenkt. Die Abschirmung
kann schräg entsprechend dem Stoßwellen-Leitelement ausgerichtet sein.
Die Abschirmung kann aus einem robusten plattenähnlichen Material bestehen,
wie z. B. aus einem synthetischen Material wie beispielsweise Kevlar, aus einem
Metall, wie beispielsweise leichter Metalllegierung, z. B. Titan, Aluminium oder
eine Magnesiumlegierung oder dergleichen.
Die Abschirmung kann integral mit einer Verankerungsausführung
zum Verankern derselben in dem Sohlenraum ausgebildet sein. Die Verankerungsausführung
kann im Allgemeinen unter der Innensohle liegen.
Der Fußbekleidungsgegenstand enthält zwischen dem Stoßwellen-Leitelement
und der Innensohle eine Schicht aus Sperrmaterial mit einer Schallgeschwindigkeit
von unter ungefähr 200 m/s. Das Sperrmaterial kann beispielsweise Vermiculit
oder ein Verbundmaterial, das Vermiculit enthält, sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann der Fußbekleidungsgegenstand
einen den Fuß umgebenden Schaft, der einen Fuß-Hohlraum über der
inneren Sohle bildet, und eine Schicht aus Aussickermaterial in flüssiger Form,
das eine Schallgeschwindigkeit hat, die der Schallgeschwindigkeit von Fleisch gleich
ist oder höher ist als diese, und das in Gebrauch in engem Kontakt mit Haut
an einer Oberfläche des Fußes gegenüber einer Sohle des Fußes
ist, enthalten.
Das Aussickermaterial kann eine Schallgeschwindigkeit haben, die höher
ist als die von Wasser. Das Aussickermaterial kann Glycerin sein, oder dieses enthalten.
Das Aussickermaterial kann in einem geschlossenen flexiblen Behälter, wie beispielsweise
einem Kissen oder einem Beutel, enthalten sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann das Aussickermaterial,
wenn erwünscht, zwischen körnigem oder fadenartigem Material vorhanden
sein, das eine Schallgeschwindigkeit hat, die höher ist als die Schallgeschwindigkeit
des Aussickermaterials, z. B. Glasfaser-Roving. Der Beutel oder das Kissen können
somit mit Glasfaser-Rovings gefüllt oder ausgestopft sein und Glycerin kann
die gesamte Luft oder andere Gase verdrängen, um den Beutel oder das Kissen
vollständig zu füllen.
Demzufolge erstreckt sich die Erfindung auf die Kombination von einem
Fußbekleidungsgegenstand, enthaltend solch ein Aussickermaterial und eine Socke,
bei welcher das Aussickermaterial in der Socke enthaltend ist. Die Socke kann aus
dünnem Polyurethanmaterial bestehen. Die Socke und das Kissen, der Beutel oder
dergleichen, können auch derart ausgerichtet sein, damit sie sich auch entlang
eines Beins eines Nutzers erstrecken, z. B. von einem Fußknöchel des Nutzers
nach oben, vorteilhafterweise zu einem Niveau höher als das oberste Ende des
Fußbekleidungsgegenstandes.
Die Erfindung wird nun in Form eines Beispiels in Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigt:
1 in einer Querschnittsansicht von vorne einen Fuß
eines Menschen mit einem Fußbekleidungsgegenstand in Form eines schützenden
Stiefels gemäß dieser Erfindung; und
2 die Anordnung von 1
in einer Schnittansicht von der Seite.
In Bezug auf die Zeichnungen wird ein Fußbekleidungsgegenstand
in Form eines schützenden Stiefels gemäß der Erfindung allgemein
durch das Bezugszeichen 10 gekennzeichnet. Der Stiefel 10 wird
durch einen Menschen genutzt, der in der Figur durch seinen Fuß 12
gezeigt ist.
Der schützenden Stiefel 10 hat einen Schaft
14 oberhalb einer zusammengesetzten, dicken Sohle, die mit dem Bezugszeichen
16 angezeigt ist und umfasst: eine äußere Sohle 18 an
einem Boden davon, eine innere Sohle 20 an dem oberen Ende der zusammengesetzten
Sohle 16, direkt unterhalb eines Fußraumes 38, der durch
den Schaft 14 definiert ist. Der Stiefel 10 umfasst ferner eine
Innenseite 22, die mit einem großen Zeh des Benutzers in Verbindung
steht und eine entgegen gesetzte Außenseite 24. Ein Sohlenraum
26 ist zwischen der inneren Sohle und der äußeren Sohle und zwischen
der Innenseite und der Außenseite definiert. Wie oben angedeutet, ist die Dicke
oder Höhe des Sohlenraumes 26 signifikant. Außerdem ist die zusammengesetzte
Sohle 16 in einer allgemeinen Glockenform ausgebildet, die von der äußeren
Sohle zu der inneren Sohle verjüngt ist.
Gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung ist ein Stoßwellen-Leitelement,
umfassend eine Vielzahl von Stoßwellen-Leitelementen 28 in einer bestimmten
Position und einer bestimmten Ausrichtung innerhalb des Sohlenraumes 26
vorgesehen. Die Stoßwellen-Leitelemente 28 haben eine längliche
Form, vorzugsweise eine Form von einer Vielzahl von dünnen Streifen aus Glas.
Die Streifen sind (beispielsweise) in drei schrägen Schichten 28.1,
28.2 und 28.3 angeordnet. In jeder Schicht sind eine Vielzahl
von Streifen, einer hinter den anderen, in der quer verlaufenden Richtung und unter
geringen Abständen vorgesehen. Zwischen benachbarten starren Streifen sind
Quer-Biegelinien geformt, die das Biegen der Sohle entlang der Quer-Biegelinien
ermöglichen.
Vorgelagerte Enden der jeweiligen Schichten sind gewöhnlich entlang
der Breite der äußeren Sohle ausgebildet und sind nahe der Sohle angeordnet.
Die Schichten konvergieren zu deren oberen seitlichen äußeren Enden, so
dass an deren nachgelagerten Enden die Streifen nahe zu einander, sich sogar berühren,
angeordnet sind. Die Stoßwellen-Leitelemente 28 sind aus Glas, d.
h. ein Material mit einer hohen Schallgeschwindigkeit, um die Progression der Stoßwellen
entlang der Leitelemente, im Gegensatz zu querverlaufend über die Leitelemente,
zu begünstigen.
Vorzugsweise enthält der Teil des Sohlenraumes 26, der
durch die Stoßwellen-Leitelement 28
ausgefüllt ist, auch eine Flüssigkeit, Gel, dickflüssige
Flüssigkeit oder dergleichen, mit einer hohen Verdunstungskälte und einem
niedrigen Siedepunkt. In diesem Fall ist die Flüssigkeit eine Mischung aus
Wasser und Alkohol (Methanol) in einem Masseverhältnis von 70 zu 30. Stattdessen
kann die Flüssigkeit Glycerin enthalten, welches eine relativ hohe Schallgeschwindigkeit
hat.
Die Stoßwellen-Leitelemente sind somit von der Flüssigkeit
umgeben, so dass Gas, z. B. Luft verdrängt wird und nicht innerhalb dieses
Teils des Sohlenraumes vorhanden ist.
Es ist von besonderer Bedeutung, dass die Übertragung von Stoßwellen
von der äußeren Sohle zu den Leitelementen 28 effizient stattfindet.
Dies wird durch die Nähe der vorgelagerten Enden der Elemente zu der Sohle
und durch das Vorhandensein der Flüssigkeit begünstigt.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform können
die Glasstreifen parallel zueinander sein, bei ungefähr 30° zu der allgemeinen
Fläche der äußeren Sohle. Folglich werden auch deren nachgelagerten
Enden über einen großen Bereich beabstandet sein. Dies hat den Vorteil,
dass die Zertrümmerung über einen größeren Bereich stattfindet
und dass ein effektiverer Weg des niedrigen Widerstandes für die Detonation
erzeugt wird.
Wahlweise wird der Teil des Sohlenraumes, der die Stoßwellen-Leitelemente
28 und die Flüssigkeit 30 enthält, durch eine schräge
Abschirmung oder einen Abweiser 32 bedeckt, die/der sich von einem inneren
unteren Ende der Verbundsohle 16 zu einer oberen äußeren Ecke
der Verbundsohle 16 erstreckt. Vorzugsweise erstreckt sich die Abschirmung
22 integral in ein Verankerungselement 34, das sich direkt unterhalb
der inneren Sohle 20 liegend erstreckt. Die Abschirmung 32 und
das Verankerungselement 34 sind gewöhnlich in der Form einer gebogenen
Platte aus einem Material, wie beispielsweise Titan, Aluminium, einer Aluminiumlegierung
oder dergleichen.
Die Abschirmung 32 kann jedoch vorzugsweise in Form von Kohlenfaser
oder Kevlar-Faser eingebettet in Epoxydharz, das die Form der Abschirmung definiert,
sein. Der V-förmige Zwischenraum zwischen der Abschirmung und dem Verankerungselement
ist vorzugsweise unter Abständen verrippt (webbed), um die mechanische Festigkeit
und Steifigkeit zu verbessern.
Der Anmelder ist zu diesem Zeitpunkt der Entwicklung unsicher, hinsichtlich
der Effektivität einer solchen Abschirmung. Der Anmelder geht davon aus, dass
die Abschirmung mit einer entsprechenden Schicht aus Glas auf vorteilhafte Weise
ausgetauscht werden kann. Der Anmelder befürchtet, dass bei nachteiligen Bedingungen
die Abschirmung ein Geschoß werden kann, welches mehr Schaden als Nutzen bewirkt.
Gemäß der Erfindung ist in einem Bereich des Sohlenraumes
26 oberhalb der Abschirmung 32, und somit unterhalb der inneren
Sohle 20, ein Material mit sehr niedriger Schallgeschwindigkeit vorgesehen,
um eine Stoßwellenbarriere bereitzustellen. Der Anmelder hat herausgefunden,
dass die Schallgeschwindigkeit von Vermiculit überraschenderweise gleich Null
ist oder sich Null nähert und die Nutzung von Vermiculit ist aus diesem Grund
bevorzugt. Dieses Material wird in den Zeichnungen durch Bezugszeichen
36 gekennzeichnet und ist vorzugsweise in Form von groben Vermiculit-Brocken,
die mit einem Polyurethan bindenden Elastomer zusammengepresst und verbunden sind.
Die vorgeformten zusammengepressten Stücke sind mit inneren Bindematerialien
verstärkt, um der Stoßwellenbarriere maximale physikalische Festigkeit
zu verleihen, ohne die sehr niedrige Stoßwellen-Übertragungseigenschaften
von Vermiculit zunichte zu machen. Das Bindematerial kann Kevlar-Bekleidung, imprägniert
mit einem Elastomer-Bindematerial, wie beispielsweise Isopren, sein.
Gemäß der Erfindung ist zwischen oberen und den Seitenflächen
des Fußes 12 und dem Schaft 14 ein Zwischenraum vorgesehen,
dessen Volumen mittels einem Fluid, vorzugsweise einer Flüssigkeit oder einer
halbflüssigen Flüssigkeit gefüllt ist, die in der Lage ist, die Form
des Fußes 12 derart anzunehmen, so dass sie in nahem Kontakt mit der
Haut gebracht werden kann und eine hohe Schallgeschwindigkeit aufweist, d. h. höher
als die Schallgeschwindigkeit von Fleisch, z. B. Glycerin oder Glycerin basierende
Mischungen. Die Flüssigkeit, z. B. Glycerin, ist in Kissen oder Beuteln
40 enthalten. Die Beutel 40 können eine äußere
Haut von sehr dünnem und starkem Polyurethan aufweisen. Gemäß einer
Ausführung können die Kissen 40 mit maximalen Mengen von Glasfaser-Roving
gefüllt werden, wobei das Glycerin dann das Glasfaser-Roving umgibt und gewährleistet,
dass die gesamte Luft verdrängt ist.
Vorzugsweise werden die Kissen 40 auf einer dünnen Polyurethansocke
montiert oder an dieser befestigt, die von dem Träger auf gewöhnliche
Art und Weise getragen wird.
Es ist wichtig zu notieren, dass, obwohl der Bereich unterhalb der
Sohle des Fußes 12 ohne solche Kissen ist, die Kissen die Seiten und
die Oberseite und auch die Rückseite des Fußes 12 umgeben und
erstrecken sich, indem sie das Bein 13 umgeben, zu einem Niveau, das zumindest
geringfügig höher als das obere Ende des Stiefels ist.
Es ist sehr wichtig, dass enger Kontakt zwischen
der Haut des Fußes und der Innenseite der Kissen erzeugt wird. Es wird folglich
vorgeschlagen, dass die Kissen ein Zusatzvolumen haben und dass der Stiefel relativ
fest um den Fuß und das Bein gebunden wird, um die Kissen auf die Oberfläche
des Fußes und des Beines zu drücken, wobei das Zusatzvolumen zu dem oberen
äußeren Ende des Stiefels verdrängt wird.
Zusammenfassend glaubt der Anmelder, dass ein schützendes System,
umfassend den schützenden Stiefel 10 und die Kissen 40 umfassende
Socke, generell wie folgt funktionieren würde:
Durch Explosion oder Detonation der Mine erzeugte Stoßwellen werden durch die
Stoßwellen-Leitelemente umgeleitet oder weggeführt und werden ferner durch
die die Stoßwellen-Leitelemente umgebende Flüssigkeit, die als ein wärmeabsorbierendes
Medium wirkt, abgeschwächt. Sie können an einem seitlichen äußeren
Ende der Verbundsohle konzentriert werden, um eine Zertrümmerung der Seite
24 zu verursachen. Bei anderen Ausführungsformen können sie auch
nicht konzentriert werden, um somit die Zertrümmerung über einen größeren
Bereich zu verursachen. Die Richtungsänderung der führenden Stoßwellen
erzeugt somit außerdem einen Weg weg von dem Fuß für die folgenden
Detonationsprodukte. Die Richtung wird derart ausgewählt, um weg von den verletzlichen
Teilen des Körpers des Opfers zu sein. Die Stärke der Detonationswelle
und ihrer Produkte folgen dann den erzeugten Weg von geringerem Widerstand. Möglicherweise
schützt die Abschirmung den Fuß von Überdruck und harten Produkten.
Eine verbleibende oder erratische Stoßwellenkomponente, die ihren Weg vorbei
an der Abschirmung, oder wenn die Abschirmung nicht vorgesehen ist, vorbei an den
Leitelementen findet, wird durch die Vermiculit-Barriere kontrolliert oder signifikant
abgeschwächt. Eine verbleibende Stoßwellenkomponente, die den Fuß
und Knöchel des Opfers durchdringt, wird derart geleitet, um durch den Fuß
und in die Kissen aus Glycerin fortzuschreiten, ohne dass sie unnötige Mengen
an Energie verliert während sie durch den Fuß fortschreitet und ohne dass
sie den Fuß zertrümmert. Der breite Boden des Stiefels verteilt die Energieabsorptionsschichten
über die Bodenkontaktabschnitte der Sohle, um "Blow-Past-Effekte" zu verhindern,
wenn eine Landmine explodiert oder detoniert, während sie nicht richtig unter
der Sohle des Stiefels ist.
Der Anmelder glaubt, dass diese Erfindung eine Vielzahl von neuen,
erfinderischen und sehr effektiven Wegen zum Lindern der Wirkungen einer Landminenexplosion
an dem Körper eines Menschen mit einer eleganten und praktischen Ausführung
enthält.