Diese Erfindung bezieht sich auf die Verbesserung einer landwirtschaftlichen
Erntemaschine. Insbesondere bezieht sie sich auf eine Verbesserung für die
Anbringung und Entfernung von Windschutz-Zinken auf einer Windschutz-Baugruppe oberhalb
der Aufsammeleinrichtungen an einer derartigen Maschine.
Landwirtschaftliche Rundballenpressen wurden über mehrere Jahrzehnte
hinweg verwendet, um Erntematerial zu sammeln und zu binden, um die Speicherung
des Erntematerials für eine spätere Verwendung zu erleichtern. Im Allgemeinen
mäht eine Mäh- oder Mäh-/Aufbereitungsmaschine das Erntematerial
und ordnet es in einem Schwaden zum Trocknen an. Später zieht ein Ackerschlepper
eine Ballenpresse über den Schwaden, um das Erntematerial zu sammeln. Die Aufsammelvorrichtung
der Ballenpresse erfasst das gemähte und in einem Schwaden angeordnete Erntematerial
und hebt es in die Ballenkammer an. Die Ballenkammer besteht aus einem Paar von
gegenüberliegenden Seitenwänden mit einer Serie von Riemen oder Rollen,
die sich drehen und das Erntematerial zu einem zylindrisch geformten Ballen komprimieren.
Wenn der Ballen eine gewünschte Größe und Dichte erreicht hat, umwickelt
der Fahrer den Ballen, um sicherzustellen, dass die zylindrische und kompakte Art
des Ballens aufrechterhalten wird. Es gibt viele Umwicklungsmaterialien und Verfahren
zum Umwickeln des Ballens in Abhängigkeit von einer Vielzahl von Faktoren.
Ursprünglich wurde Bindegarn zum Umwickeln des Ballens verwendet. Später
wurden Netzwickel- und Silage-Bahnen eingeführt. Nachdem der Ballen gebunden
oder umwickelt wurde, wirft ihn der Bauer aus der Ballenpresse für eine spätere
Aufnahme ab.
Wie dies weiter oben erwähnt wurde, gibt es eine Vielzahl von
landwirtschaftlichen Rundballenpressen. Ein allgemeines Beispiel dieses Gerätes
ist durch das Roll-Belt Round Baler Modell 678 dargestellt, das von der Firma New
Holland North America, Inc. hergestellt wird. Im Allgemeinen werden Ballenpressen
von einem Ackerschlepper gezogen und empfangen Drehantriebsleistung von der Zapfwelle
des Ackerschleppers, die an der Rückseite des Ackerschleppers angeordnet ist.
Die Energie wird auf ein Getriebe übertragen, das auf der Ballenpresse angeordnet
ist.
Einige Ballenpressen verwenden auch eine Hydraulikmotor- und Pumpenanordnung,
um Energie an die verschiedenen Ballenpressen-Elemente zu liefern, wie z.B. die
verschiedenen Walzen und Riemen.
Wie dies weiter oben erläutert wurde, befindet sich in der Nähe
des vorderen Endes der Ballenpresse die Schwaden-Aufsammeleinrichtung. Diese Baugruppe
sammelt den Schwaden auf und speist ihn in die Ballenpresskammer ein. Oberhalb des
Schwaden-Aufnehmers befindet sich die Windschutz-Baugruppe. Sie stellt sicher, dass
das Erntematerial in richtiger Weise in die Ballenpresskammer trotz irgendwelcher
Windeinflüsse und sich ändernder Erntematerialbedingungen eingespeist
wird. Typischerweise besteht die Windschutz-Baugruppe aus einem Rohr und einer Serie
von Windschutz-Zinken, die an einer Position oberhalb und vor der Aufsammeleinrichtung
an ihrem Platz gehalten werden. Das Rohr kann durch Einstellen einer Kette und eines
Zinken-Einstellmechanismus angehoben oder abgesenkt werden. An dem Rohr ist eine
Reihe von Windschutz-Zinken befestigt. Diese Zinken brechen während der Lebensdauer
der Ballenpresse häufig ab oder werden beschädigt. Die Windschutz-Zinken
sind typischerweise durch Umwickeln, Verschweißen oder Verschrauben an dem
Rohr befestigt, wodurch ein Austausch schwierig wird. Der Stand der Technik zeigt
eine Vielzahl von Einrichtungen zum Anbringen der Windschutz-Zinken an dem Rohr,
doch waren diese Verfahren nicht vollständig erfolgreich.
Die US-A-4 565 057, US-A-4 524 576 und US-A-4 463 546 beschreiben
konventionelle Verfahren zum Anbringen von Zinken an einem Rohr. Die US-A-4 565
057 zeigt ein Paar von Zinken, die um das Rohr gewickelt sind. Die US-A-4 524 576
zeigt einige Zinken, die durch das Rohr hindurch eingesetzt sind, und andere Zinken,
die auf das Rohr aufgeschraubt sind. Die US-A-4 463 546 beschreibt Zinken, die mit
einer Oberfläche oder einem Rohr verschraubt sind. Es ist schwierig, den verbleibenden
Teil des Zinkens zu entfernen. Weiterhin ist es schwierig, derartige Zinken ohne
geeignete Werkzeuge oder Schweißgeräte zu ersetzen. Die US-A-2 603 936
beschreibt einen Einrastverriegelungs-Aufsammelfinger für Erntemaschinen-Haspeln.
Bei dieser Lösung wird ein Teil des Zinken in ein kreisförmiges Element
eingesetzt, das einstückig mit dem Zinken verbunden ist. Bei dieser Lösung
ist es jedoch schwierig, den Zinken mit einem ausreichenden Material-Querschnitt
auszubilden, der gebogen werden kann und die Kräfte und gewaltsamen Einflüsse
einer Ernteumgebung aushalten kann. Ein Zinken dieser Konstruktion müsste einen
ziemlich dünnen Querschnitt haben, der seine Fähigkeit beschränken
würde, seine Form beizubehalten oder während der relativ rauen Ballenformungsprozesse
zu überleben.
Entsprechend besteht ein Bedarf an einem verbesserten Windschutz-Zinken,
der sehr einfach für eine Wartung oder einen Ersatz mit einem Minimum von Werkzeugen
entfernt werden kann.
Gemäß einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird
eine landwirtschaftliche Erntemaschine geschaffen, die Folgendes umfasst:
einen Hauptrahmen;
eine Aufsammeleinrichtung, die an dem Hauptrahmen befestigt ist, um einen Schwaden
aufzunehmen und sie in eine Erntemaschine einzuspeisen; und
eine Windschutz-Baugruppe, die über der Aufsammeleinrichtung angeordnet ist,
um eine geeignete Zuführung des Schwadens sicherzustellen,
wobei die Windschutz-Baugruppe ein Paar von Windschutz-Armen, ein Windschutz-Rohr,
das zwischen den Windschutz-Armen befestigt ist, und einen Windschutz-Zinken umfasst,
die an dem Windschutz-Rohr angebracht ist, und
wobei der Windschutz-Zinken einen ersten Zinkenabschnitt umfasst, der mit einem
gegenüberliegenden zweiten Zinkenabschnitt über einen Halterungsbereich
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Windschutz-Baugruppe weiterhin eine entfernbare
Klammer umfasst, die um das Windschutz-Rohr herum angeordnet ist, um an diesem den
Windschutz-Zinken zu befestigen, wobei die Klammer eine Zinken-Fangeinrichtung zum
Binden des Halterungsbereichs des Windschutz-Zinkens an das Windschutz-Rohr umfasst.
Die Erfindung überwindet die Nachteile des Standes der Technik.
Das Windschutz-Rohr kann darin ausgebildete Zinkenöffnungen für das Einsetzen
eines ersten und eines zweiten Zinkenabschnittes des Windschutz-Zinkens aufweisen.
In vorteilhafter Weise kann die entfernbare Klammer eine Rohr-Auslöseeinrichtung
aufweisen. Die Verwendung der Klammer mit einer Rohr-Auslöseeinrichtung ermöglicht
es dem Windschutz-Zinken, sehr einfach ohne Werkzeuge entweder zur Reparatur oder
zum Ersatz des Zinkens entfernt zu werden. Gemäß einem Gesichtspunkt der
vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Anbringen eines Windschutz-Zinkens
an einem Windschutz-Rohr einer landwirtschaftlichen Erntemaschine geschaffen, wobei
das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
Einsetzen eines ersten Zinkenabschnittes und eines zweiten Zinkenabschnittes eines
Windschutz-Zinkens durch Zinkenöffnungen auf dem Windschutz-Rohr; und
Anordnen eines Halterungsbereiches, der sich zwischen dem ersten Zinkenabschnitt
und dem zweiten Zinkenabschnitt erstreckt, in Kontakt mit dem Windschutz-Rohr;
dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden weiteren Schritte umfasst:
Anordnen einer Zinken-Fangeinrichtung einer Klammer auf dem Halterungsbereich;
Ausdehnen der Klammer durch Ausüben einer Kraft auf eine Rohr-
Auslöseeinrichtung der Klammer; und
Verschieben der Klammer um das Windschutz-Rohr herum.
Die Vorteile dieser Erfindung werden aus einer Betrachtung der folgenden
ausführlichen Beschreibung der Erfindung ersichtlich, insbesondere in Verbindung
mit den beigefügten Zeichnungen, in denen:
1 eine Seitenansicht einer Rundballenpresse mit Teilen
in einer Position für den Beginn des Aufsammelns von Erntematerial zur Bildung
eines zylindrischen Ballens ist;
2 eine isometrische Ansicht der Windschutz-Baugruppe
mit einer auseinandergezogenen Ansicht der Zinkenbefestigungseinrichtung ist;
3 eine weggebrochene Ansicht entlang der Linie 3 nach
2 ist, um die Teile bezüglich der Zinkenbefestigung
besser zu zeigen; und
4 eine weggebrochene Ansicht entlang der Linie 4 nach
2 ist, um die Zinkenöffnungen besser zu zeigen.
In den Zeichnungen ist es möglich, die Hauptelemente und den
allgemeinen Betrieb der vorliegenden Erfindung zu beobachten. Bezugnahmen auf links
und rechts werden aus Gründen der Bequemlichkeit verwendet und werden so bestimmt,
als ob man an der Rückseite der Rundballenpresse steht und in Richtung auf
deren vorderes Ende in der normalen Arbeitsrichtung blickt. In gleicher Weise werden
die Bezeichnungen vorwärts und rückwärts durch die normale Bewegungsrichtung
des Ackerschleppers oder der Rundballenpresse bestimmt. Aufwärts- oder Abwärts-Richtungen
beziehen sich auf den Boden oder eine Arbeitsoberfläche. Horizontale oder vertikale
Ebenen sind ebenfalls auf den Boden bezogen.
1 zeigt eine konventionelle Rundballenpresse
1, wobei die Ballenpresskammer 24 zum Empfang von Erntematerial
bereit ist. Die Rundballenpresse 1 ist an einem (nicht gezeigten) Ackerschlepper
mit Hilfe einer Zugstange 4 angehängt. Drehantriebsleistung von der
(nicht gezeigten) Zapfwelle des Ackerschleppers wird auf ein (nicht gezeigtes) Getriebe
über eine Antriebswelle übertragen. Dies stellt die Antriebsleistungsquelle
zum Betrieb der Rundballenpresse dar. Es ist weiterhin möglich, dass eine Hydraulikmotor-
und Pumpenanordnung verwendet werden kann.
Die Rundballenpresse 1 hat einen Hauptrahmen 2,
der von zwei Rädern 3 (von denen lediglich 1 gezeigt ist)
abgestützt ist. Eine Aufsammeleinrichtung 5 ist vor den Rädern
3 angeordnet. Die Ballenpresskammer 24a ist durch zwei einander
gegenüberliegende Ballenpresskammer-Seitenwände 24 und eine Serie
von Gummiriemen begrenzt, die eine Umschlingung 23 bilden. Die Ballenkammer
24a wird weiterhin durch eine Bodenwalze 6, eine Starterwalze
7 und eine stationäre Riffelwalze 8 und eine Schlittenbaugruppe
26 begrenzt, die schwenkbar an einer Schwenkwalze 9 angebracht
ist. Die Ballenpresskammer 24a weist eine Heckklappe 12 auf, die
um einen Heckklappen-Schwenkpunkt 32 verschwenkbar ist, um die Heckklappe
12 von dem vorderen Teil 31 der Ballenpresse zu trennen.
Die Reihe von Gummiriemen oder die Umschlingung 23 umgeben
die Schlitten-Folgerwalze 11, die Antriebswalze 14, die Rückwickelwalze
15, die vordere Serpentinenwalze 16, die hintere Serpentinenwalze
17, eine obere/vordere Heckklappen-Freilaufwalze 18, eine obere/hintere
Heckklappen-Freilaufwalze 19, eine mittlere Heckklappen-Freilaufwalze
20, eine untere Heckklappen-Freilaufwalze 21 und eine Nasenwalze
22. Die Länge der Umschlingung 23 wird durch einen verschwenkbaren
Serpentinen-Aufnahmearm 13 eingestellt. Der Serpentinen-Aufnahmearm
13 dreht sich im Gegenuhrzeigersinn (gemäß 1),
während das Erntematerial in die Ballenpresskammer 23 eintritt. Die
Drehung des Serpentinen-Aufnahmearmes 13 stellt die Länge der Umschlingung
23 ein, die mit dem Ballen in Berührung kommt, während die Größe
des Ballens ansteigt.
Allgemein zieht der Ackerschlepper die Ballenpresse 1 über
einen Schwaden von vorher gemähtem Erntematerial. Die Aufsammeleinrichtung
5 bewegt das Erntematerial zwischen die Bodenwalze 6 und die Starterwalze
7 in die Ballenpresskammer 24a. Während weiteres Erntematerial
in die Ballenpresskammer 24a eintritt, drehen sich der Serpentinen-Aufnahmearm
13 und die Schlittenbaugruppe 26 im Gegenuhrzeigersinn (bei Betrachtung
in 1), um es zusätzlichem Erntematerial zu ermöglichen,
in die Kammer 24 einzutreten, während sichergestellt wird, dass ein
geeigneter Druck auf den Ballen aufrechterhalten wird. Wenn die Ballenpresskammer
24a voll ist, wird das Ballenumwicklungssystem 30 eingeschaltet
und umwickelt den Ballen. Sobald der Ballen umwickelt ist, wird die Heckklappe
12 angehoben und der Ballen aus der Ballenpresskammer 24a und
von der Rundballenpresse 1 und dem Traktor fort ausgeworfen.
Die Elemente der Windschutz-Baugruppe 40 sind in den
2 und 3 sichtbar. Wie
dies weiter oben erwähnt wurde, besteht die Windschutz-Baugruppe
40 aus einem Paar von Windschutz-Armen, die an dem Hauptrahmen
2 der Rundballenpresse 1 befestigt sind. Zwischen den vorderen
Enden der Arme 55 ist das Windschutz-Rohr angebracht und an diesem befestigt.
Es gibt eine Serie von Bohrungen oder Zinkenöffnungen 51, die sich
in dem Windschutz-Rohr 50 befinden. Eine übliche (nicht gezeigte)
Kette und ein konventioneller Zinkeneinstellmechanismus 56 können
die vertikale Position des Rohres 50 einstellen. Wie dies in
2 zu erkennen ist, hat das Windschutz-Rohr
50 eine Achse 50a.
Eine Reihe von Windschutz-Zinken 44 ist durch die Zinkenöffnungen
51 hindurch eingesetzt. Jeder Windschutz-Zinken 44 besteht aus
einem ersten Zinkenabschnitt 41, der allgemein parallel zu einem zweiten
Zinkenabschnitt 42 ist. Üblicherweise sind Windschutz-Zinken allgemein
gekrümmt, doch ist eine Vielzahl von Formen möglich. Den ersten Zinkenabschnitt
41 und den zweiten Zinkenabschnitt 42 verbindet ein Haltebereich
43. Der Haltebereich 43 steht allgemein senkrecht zu dem ersten
Zinkenabschnitt 41 und dem zweiten Zinkenabschnitt 42. Der Haltebereich
43 hat eine Haltebereichs-Achse 43a, die allgemein parallel zu
der Windschutz-Rohr-Achse 50a ist, nachdem die Zinkenabschnitte
41 und 42 in die Zinkenöffnungen 51 eingesetzt sind.
Eine Klammer 45 bindet den Haltebereich 43 an das
Rohr 50. Wie dies in 3 zu erkennen ist, weist
die Klammer 50 einen Zinken-Fanghaken 46 auf, der teilweise den
Haltebereich 42 umgibt. Die Klammer 45 weist weiterhin eine gekrümmte
Rohr-Auslöseeinrichtung 47 auf. Die Klammer ist ausreichend flexibel,
um es der Klammer 45 zu ermöglichen, sich zu biegen, sie ist jedoch
fest genug, um es der Klammer 45 zu ermöglichen, den Windschutz-Zinken
44 an dem Rohr 50 zu befestigen. Die Klammer 45 umgibt
das Rohr 50 über zumindest 180°, vorzugsweise 225° oder
mehr.
Typischerweise werden der erste Zinkenabschnitt 41 und der
zweite Zinkenabschnitt 42 in benachbarte Zinkenöffnungen
51 eingesetzt, die sich in dem Windschutz-Rohr 50 befinden. Der
Haltebereich 43 wird mit dem Rohr 50 derart in Berührung
gebracht, dass die Haltebereichs-Achse 43a und die Windschutz-Rohr-Achse
50a allgemein parallel sind. Der Zinken-Fanghaken 46 der Klammer
45 wird auf dem Haltebereich 42 aufgelegt. Unter Verwendung der
Rohr-Auslöseeinrichtung 47 wird die Klammer um das Rohr
50 herumgeschoben oder gezogen, bis der Windschutz-Zinken 44 sicher
an dem Rohr 50 befestigt ist. Um den Zinken 44 zu entfernen, wird
eine Kraft F in der Nähe der Rohr-Auslöseeinrichtung 47 ausgeübt.
Dies ermöglicht es, dass die Klammer den Haltebereich 43 der Zinke
44 freigibt. Reparaturen oder ein Ersatz des Zinkens 44 können
nunmehr ohne die Verwendung von Werkzeugen zur Entfernung des Zinkens
44 von dem Windschutz-Rohr 50 ausgeführt werden.