Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Polymer-/Polyamidmischsysteme,
die auch ein Reagenz zur Kontrolle der Morphologie aufweisen, das aus der Klasse
von Phosphor-enthaltenden Verbindungen ausgewählt ist.
BESCHREIBUNG DES VERWANDTEN STANDES DER TECHNIK
Der Erfinder hat zuvor ermittelt, dass bestimmte Polyamidmischungen
und neutralisierte Ethylen-Säure-Copolymere Zusammensetzungen bereitstellen,
die in Applikationen, wie zum Beispiel Formteilen, für die eine Kombination
aus Zähigkeit, hohem Glanz, Abrieb-/Kratzfestigkeit, UV-Beständigkeit,
hohe Temperatureigenschaften und Steifheit benötigt werden, besonders nützlich
sind. Es wurde zuvor entdeckt, dass sich diese Mischungen spezifisch auf Zusammensetzungen
mit 40 bis 60 Gew.-% Polyamid und 60 bis 40 relative Gew.-% neutralisiertes Ethylen-Säure-Copolymer
beziehen. Das Polyamid in diesen Mischungen bildet eine kontinuierliche oder co-kontinuierliche
Phase, und das neutralisierte Ethylen-Säure-Copolymer wird in Partikelform
dort dazwischen dispergiert. Eine Vielzahl anderer Hilfsmittel, einschließlich
Wärmestabilisatoren, wie zum Beispiel Organophosphor-Verbindungen, wurden in
diesen Zusammensetzungen benutzt.
Während diese Mischungen in den angegebenen prozentualen Anteilen
ein Gleichgewicht der physikalischen Eigenschaften erreichen, die bei Formteilapplikationen
nützlich sind, wiesen Mischungen mit weniger als 40 Gew.-% Polyamid bisher
kein angemessenes Gleichgewicht der physikalischen Eigenschaften zur Bereiststellung
nützlicher Zusammensetzungen auf. Es wurde nun erfindungsgemäß gefunden,
dass das Zufügen von Phosphor-enthaltenden Salzen, wie zum Beispiel Natriumhypophosphit
(NaH2PO2), zu einer Mischung mit weniger als 40 Gew.-% Polyamid
bezogen auf einen verbleibenden Anteil des neutralisierten Ethylen-Säure-Copolymers
eine Zusammensetzung mit signifikant verbesserten morphologischen und mechanischen
Eigenschaften bereitstellt. Diese Entdeckung erlaubt ein breites Gebrauchsspektrum
für Mischungen aus Polyamid/neutralisiertem Ethylen-Copolymer in Formteilapplikationen.
Außerdem wurde erfindungsgemäß entdeckt, dass das Zufügen des
Hypophosphit-Hilfsmittels zur Mischung auch unerwartete Vorteile für Mischungen
mit 40 % oder mehr Polyamid bezogen auf das neutralisierte &agr;-Olefin-/&agr;,&bgr;-ungesättigte
Carbonsäure-Copolymer oder -Terpolymer bereitstellt.
Bisher haben mehrere Referenzen im Stand der Technik Zusammensetzungen
oder Mischungen mit sowohl Ethylen-Copolymeren, enthaltend eine ungesättigte
Monocarbonsäure als auch Polyamide, die in einer Reihe von Form-, Beschichtungs-
oder Haftapplikationen nützlich sind, offenbart. So lehrt zum Beispiel US-Patent
Nr. 5,091,478 Mischungen aus thermoplastischen Harzen, einschließlich Polyamiden
mit Ethylen-Copolymeren, einschließlich Ethylen-Säure-Copolymeren, die
mit einem Metallion zusammen mit einem Polymerpfropfmittel, ausgewählt aus
Epoxiden, Isocyanaten, Aziridin, Silanen und Alkylierungsmitteln neutralisiert werden
können. Diese Pfropfreagenzien reagieren mit den Säureenthaltenden Teilen
des Ethylen-Säure-Copolymers und reagieren zusätzlich mit einer reaktiven
Pfropfstelle auf dem thermoplastischen Harz zur Bildung teilweise gepfropfter flexibler
thermoplastischer Zusammensetzungen mit einer spezifischen Menge reaktiver Gruppen.
In dieser Offenbarung liegt keine Beschreibung über den Gebrauch eines Hypophosphitsalzes
oder Phosphor-enthaltenden Salzes in der Zusammensetzung vor.
Auf ähnliche Weise offenbart EPO 574 532 B1 und der darin angegebene
Stand der Technik Mischungen aus Polyamid/Ethylen-Copolymer. Diese Referenz offenbart
insbesondere thermoplastische Formzusammensetzungen mit über 0 bis 50 Gew.-%
eines Polyamids; zwischen 1 und 49 Gew.-% von mindestens einem modifizierten Ethylen/Propylen-Copolymer
und zwischen 1 und 49 Gew.-% eines Ionomers von mindestens einem Olefin-Säure-Copolymer
mit Einheiten, die sich von einem &agr;-Olefin und einer &agr;,&bgr;-ethylenisch
ungesättigten Carbonsäure, die 10 – 100%ig neutralisiert ist, herleitet.
Wiederum ist, wie im Stand der Lehre, keine Offenbarung zum und kein Hinweis auf
den Gebrauch einer anorganischen Phosphor-enthaltenden Verbindung in der/den Zusammensetzung(en)
vorhanden.
KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Gegenstand der Erfindung ist breit gefasst eine Zusammensetzung, umfassend
oder bestehend aus im Wesentlichen einem Polyamid, einem neutralisierten oder teilweise
neutralisierten Ethylen-/&agr;,&bgr;-ungesättigten Carbonsäure-Copolymer
oder -Terpolymer und einem organischen oder anorganischen Phosphor-enthaltenden
Salz, wie zum Beispiel Natrium-, Lithium- oder Kaliumhypophosphit (MH2PO2).
Zusätzliche Polymer- oder Nichtpolymer-Komponenten können
dieser Zusammensetzung auch zugefügt werden. So können zum Beispiel die
zusätzlichen Polymer-Komponenten aus modifizierten elastomeren Copolymeren
ausgewählt werden, wie zum Beispiel denen, die in US-Patent Nr. 5,420,206 beschrieben
sind. Geeignete Nichtpolymer-Komponenten schließen UV-Stabilisatoren, Antioxidanzien,
Wärmestabilisatoren, Verarbeitungshilfsmittel, Pigmente und dergleichen ein.
Gegenstand der Erfindung sind Mischungen, wie vorstehend beschrieben,
mit weniger als 40 Gew.-% Polyamid bezogen auf das neutralisierte Ethylen-Copolymer.
Diese Mischungen mit dem Hypophosphit-Additiv stellen eine signifikante Verbesserung
für die Zugfestigkeit bei hoher Temperatur und für die Vicat-Erweichungspunkte
bereit, während sie die Eigenschaften, die mit den kontinuierlichen oder co-kontinuierlichen
Polyamid-Domänen mit dort dazwischen dispergierten Partikeln aus neutralisierten
Ethylen-Copolymeren assoziiert sind, beibehalten.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind, wie vorstehend zusammengefasst,
Mischungen aus Polyamid/Ethylen-Copolymer mit einem zusätzlichen Hilfsmittel
zur Förderung der Morphologie. Dieses die Morphologie fördernde Reagenz
erlaubt Mischungen mit weniger als 40 Gew.-% Polyamid bezogen auf eine neutralisierte
&agr;-Olefin/&agr;,&bgr;-ungesättigte Carbonsäure zur Beibehaltung
der geforderten physikalischen und mechanischen Eigenschaften, die für bestimmte
geformte und vorgefertigte Teile notwendig sind.
Das Polyamid in den Mischungen kann aus semikristallinen Polyamiden
oder Mischungen aus semikristallinen Polyamiden und amorphen Polyamiden ausgewählt
werden. Das auf &agr;-Olefin basierende Copolymer in den Mischungen kann aus Copolymeren
mit einer Carbonsäure oder einem Derivat oder Präkursor davon als entweder
ein Teil der Copolymerkette (z. B. in oder innerhalb der Hauptkette) oder auf die
Polymer- oder Copolymerkette gepfropft (z. B. auf die Hauptkette gepfropft} oder
Mischungen davon ausgewählt werden. Ethylen kann zum Beispiel mit einer &agr;,&bgr;-ungesättigten
Carbonsäure, wie zum Beispiel Acrylsäure oder Methacrylsäure, copolymerisiert
und „neutralisiert" werden, was eine teilweise oder komplette Neutralisation
des Säureteils mit einem Metallsalz zur Bildung eines neutralisierten Ethylen-/Methacrylsäure-
oder -Acrylsäure-Copolymers bedeutet. Dieses neutralisierte Copolymer mit variierenden
prozentualen Anteilen von Ethylen und dem Säureteil oder neutralisierten Versionen
davon wird dann mit dem Polyamid und dem Hypophosphitsalz zur Bildung von erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen kombiniert.
Mischungen von Pfropfcopolymeren und Copolymeren mit einem Carbonsäureteil
in der Polymer-Hauptkette können auch mit einem Polyamid und einem Hypophosphitsalz
zur Bildung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung kombiniert werden.
In allen Fällen sind die Zusammensetzungen zur Verarbeitung zu vorgefertigten
Teilen, wie zum Beispiel geformte Kraftfahrzeugstoßstangen oder dergleichen
geeignet. Die bevorzugte Zusammensetzung ist aus einer Mischung aus einem semikristallinen
Polyamid, wie zum Beispiel Nylon 6, einem neutralisierten Ethylen-Säure-Copolymer
und Natriumhypophosphit, ausgewählt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind insbesondere Zusammensetzungen,
umfassend Mischungen von:
(a) 40 bis 75 Gew.-% neutralisiertem, auf &agr;-Olefin basierendem Polymer
und
(b) 60 bis 25 Gew.-% Polyamid bezogen auf das kombinierte Gewicht von (a) plus
(b) und
(c) einem Hypophosphitsalz.
Die bevorzugte Zusammensetzung weist weniger als 3 Gew.-% der Komponente
(c) bezogen auf das kombinierte Gewicht von (a) + (b) + (c) auf, wobei die am bevorzugtesten
prozentualen Anteile weniger als ein Prozent betragen. Das bevorzugte neutralisierte,
auf &agr;-Olefin basierende Polymer stellt eine neutralisierte Ethylen/Methacrylsäure
dar, und das bevorzugte Polyamid stellt das semikristalline Polyamid Nylon 6 dar.
Wenn es aus einem neutralisierten Ethylen-/&agr;,&bgr;-ungesättigten
Säure-Copolymer oder -Terpolymer ausgewählt ist, ist das neutralisierte
Säure-enthaltende Polymer bevorzugt in einem höheren volumenprozentualen
Anteil als das Polyamid anwesend und ist in der kontinuierlichen oder co-kontinuierlichen
Polyamidphase dispergiert. Das neutralisierte Copolymer bildet bevorzugt kleine
Partikel, die bevorzugt von länglicher und krummliniger oder ellipsoider Form
in einer co-kontinuierlichen Polyamidphase vorliegen oder im Wesentlichen sphärisch
in einer kontinuierlichen Polyamidphase vorliegen. Der durchschnittliche Durchmesser
der im Wesentlichen sphärischen Partikel (Querschnittsdurchmesser
oder Nebenachsenlänge der länglichen/ellipsoiden Partikel) beträgt
bevorzugt 0,1 bis 0,2 Mikrometer (&mgr;m).
Das Zufügen eines Hypophosphitsalzes oder eines ähnlich
wirkenden Phosphor-enthaltenden Salzes stellt verbesserte Vicat-Erweichungspunkte
und verbesserte Zugfestigkeiten für die Polyamid-/neutralisierte Säure-enthaltenden
Polymermischungen bereit und erweitert auch den gewichtsprozentualen Bereich der
Polyamide, die in diesen Zusamensetzungen nützlich sind. Das Zufügen eines
Hypophosphits in Konzentrationen von weniger als 1 Gew.-% erlaubt zum Beispiel die
Verwendung von weniger als 40 Gew.-% Polyamid in Mischungen aus Polyamid-/neutralisiertem
Ethylen-Copolymer auf ca. 30 Gew.-% Polyamid. Zuvor waren nur 40 % oder mehr (z.
B. 40-60 Gew.-%) Polyamid für diese Mischungen geeignet, um gute physikalische
und morphologische Eigenschaften beizubehalten oder zu erlangen, die für die
hierin erwähnten Endgebrauchsapplikationen notwendig sind. Für andere
Applikationen, wie zum Beispiel Zähigkeitsvermittler-Zusammensetzungen kann
der prozentuale Anteil an Polyamid selbstverständlich von 60 bis 98 Gew.-%
bezogen auf die zusätzliche Polymerkomponente zunehmen, während es auch
das Hypophosphit aufweist.
POLYAMIDE
Zur Verwendung geeignete Polyamide schließen die langkettigen
polymeren Amide mit wiederkehrenden Amidgruppen als einen Teil der Polymer-Hauptkette
und bevorzugt mit einem Zahlenmittel des Molekulargewichts, wie durch Endgruppentitration
gemessen von ca. 10000 bis 50000, ein. Die zur Verwendung hierin geeigneten Polyamide
können durch jedwedes im Stand der Technik bekannte übliche Mittel hergestellt
werden.
Die Polyamide schließen diejenigen ein, die durch die Polymerisation
äquimolarer Anteile eines Diamins mit zwei oder mehr Kohlenstoffatomen zwischen
den terminalen Amingruppen mit einer Dicarbonsäure erhalten werden können
oder als Alternative die, die durch die Polymerisation einer Monoaminocarbonsäure
oder ein internes Lactam davon mit einem äquimolaren Anteil eines Diamins und
einer Dicarbonsäure erhalten werden. Geeignete Polyamide können sich weiter
von der Kondensation einer Monoaminocarbonsäure oder einem internen Lactam
davon mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen zwischen den Amino- und den Carbonsäuregruppen
ebenso wie anderen Mitteln herleiten. Die für die Herstellung von Polyamiden
nützlichen allgemeinen Verfahren sind im Stand der Technik überall bekannt,
und die Einzelheiten ihrer Bildung sind unter der Überschrift „Polyamides"
in der Encyclopedia of Polymer Science and Technology, veröffentlicht von John
Wiley & Sons, Inc, Band 10, S. 487-491, (1969) ausführlich beschrieben.
Geeignete Diamine schließen die mit der folgenden Formel ein:
H2N(CH2)nNH2
worin n den Wert einer ganzen Zahl von 1-16 aufweist und solche Verbindungen wie
die folgenden einschließt: Trimethylendiamin, Tetramethylendiamin, Pentamethylendiamin,
Hexamethylendiamin, Octamethylendiamin, Decamethylen-diamin, Dodecamethylendiamin,
Hexadecamethylendiamin, aromatische Diamine, wie zum Beispiel p-Phenylendiamin,
4,4'-Diaminodiphenylether, 4,4'-Diaminodiphenyl-sulfon, 4,4'-Diaminodiphenylmethan,
alkylierte Diamine, wie zum Beispiel 2,2-Dimethylpentamethylendiamin, 2,2,4-Trimethylhexamethylendiamin
und 2,4,4-Trimethylpentamethylendiamin ebenso wie cycloaliphatische Diamine, wie
zum Beispiel Diaminodicyclohexylmethan und andere Verbindungen.
Die bei der Bildung von Polyamiden nützlichen Dicarbonsäuren
sind bevorzugt die, die durch die folgende allgemeine Formel dargestellt sind:
HOOC-Z-COOH
worin Z für ein divalentes aliphatisches Radikal steht, enthaltend mindestens
2 Kohlenstoffatome, wie zum Beispiel Adipinsäure, Sebacinsäure, Octadecandisäure,
Pimelinsäure, Suberinsäure, Azelainsäure, Undecandisäure und
Glutarsäure. Die Dicarbonsäuren können aliphatische Säuren oder
aromatische Säuren, wie zum Beispiel Isophtalsäure und Terephthalsäure
darstellen.
Geeignete Polyamide schließen die folgenden ein: Polypyrrolidon
(Nylon 4), Polycaprolactam (Nylon 6), Polyheptolactam (Nylon 7), Polycapryllactam
(Nylon 8), Polynonanlactam (Nylon 9), Polyundecanlactam (Nylon 11), Polydodecanlactam
(Nylon 12), Poly(tetramethylendiamin-co-Oxalsäure) (Nylon 4,2), Poly(tetramethylendiamin-co-Adipinsäure)
(Nylon 4,6), Poly(tetramethylendiamin-co-Isophthalsäure) (Nylon 4,I), Polyhexamethylenazelainamid
(Nylon 6,9), Polyhexamethylen-sebacamid (Nylon 6,10), Polyhexamethylenisophthalamid
(Nylon 6,IP), Poly-meta-xylylen-adipamid (Nylon MSD:6), das Polyamid von n-Dodecandisäure
und Hexamethylendiamin (Nylon 6,12), das Polyamid von Dodecamethylen-diamin und
n-Dodecandisäure (Nylon 12,12), ebenso wie die Copolymere davon, die folgende
einschließen: Hexamethylenadipamid-caprolactam (Nylon 6,6/6), Hexamethylenadipamid/Hexamethylen-isophthalamid
(Nylon 6,6/6IP), Hexamethylenadipamid/Hexamethylenterephthalamid (Nylon 6,6/67),
Trimethylenadipamid-Hexamethylen-azelainamid (Nylon-Trimethyl 6,2/6,2),
und Hexamethylen-adipinamid-Hexamethylen-azelainamid-Caprolactam (Nylon 6,6/6,9/6)
ebenso wie andere, die hier nicht besonders beschrieben sind.
Von diesen Polyamiden gehören zu den bevorzugten Polyamiden Polycaprolactam,
auf das häufig auch auf Nylon 6 verwiesen wird und Gemische von Nylon 6 mit
anderen Polyamiden, einschließlich amorphen Polyamiden.
Die Synthese von Nylon 6 kann von &egr;-Aminocapronsäure, die
nach Erhitzen mit Wasser Nylon 6 produziert, wie in US-Patent Nr. 2,241,321 an P.
Schlack offenbart ist, durchgeführt werden. Andere geeignete Verfahren sind
im Stand der Technik überall bekannt und schließen die ein, die in den
US-Patenten Nr. 2,234,566; 2,249,177; 2,970,997; 3,000,877; 3,000,878; 3,000,879;
3,016,375 ebenso wie in anderen beschrieben sind. Polyamide, wie zum Beispiel Nylon
6 und Nylon 6,6 können viele verschiedene terminale Funktionalitäten umfassen,
die die bevorzugten terminalen Funktionalitäten von Folgendem einschließen:
einer Carboxylgruppe als beide terminalen Gruppen in der Polyamidkette, einer mit
einem Ende der Polyamidkette verbundenen Carboxylgruppe und einer mit dem anderen
Ende der Polyamidkette verbundenen Amidgruppe, einer mit beiden Enden der Polyamidkette
verbundenen Aminogruppe und einer mit einem Ende verbundenen Carboxylgruppe und
einer mit dem anderen Ende der Polyamidkette verbundenen Aminogruppe. Zur Terminierung
der Polyamidkette können Monocarbonsäuren oder Dicarbonsäuren, einschließlich
Essigsäure, Azelainsäure oder Sebacinsäure verwendet werden. Bevorzugte
Polyamide zeichnen sich durch eine gleiche Anzahl an Amingruppen an Säuregruppen
(auf die auch auf „ausgeglichene" Endgruppen verwiesen wird) ebenso wie durch
die, die durch überwiegend Amingruppen an Säuregruppen ausgezeichnet sind,
aus.
In bevorzugten Ausführungsformen zeichnen sich Nylon 6, Nylon
6,6 oder Mischungen davon durch ein Zahlenmittel des Molekulargewichts von zwischen
10000 und 50000; bevorzugt zwischen 15 000 und 40000; am bevorzugtesten zwischen
15 000 und 20000 aus. Die Basis für diese bestimmte Reihenfolge von Präferenzen
basiert auf Beobachtungen, dass sich die mechanischen Eigenschaften mit zunehmendem
Zahlenmittel des Molekulargewichts bis auf ca. 20000 schnell verbessern, und die
Verarbeitung schwerer wird, wenn sich das Zahlenmittel des Molekulargewichts ca.
30000 annähert und/oder darüber hinausgeht.
Erfindungsgemäß geeignete semikristalline Polyamide werden
im Allgemeinen aus Lactamen oder Aminosäuren oder aus der Kondensation von
Diaminen, wie zum Beispiel Hexamethylendiamin mit zweibasischen Säuren, wie
zum Beispiel Sebacinsäure, hergestellt. Copolymere und Terpolymere dieser Polyamide
sind auch eingeschlossen. Zu bevorzugten semikristallinen Polyamiden gehören
Poly-&egr;-caprolactam (Nylon 6), Polyhexamethylen-adipamid (Nylon 66), am bevorzugtesten
Nylon 6. Andere erfindungsgemäß nützliche semikristalline Polyamide
schließen Nylon 11, Nylon 12, Nylon 12,12 und Copolymere und Terpolymere, wie
zum Beispiel Nylon 6/66, Nylon 6/610, Nylon 6/12, Nylon 66/12, Nylon 6/66/610 und
Nylon 6/6T ein.
Amorphe Polyamide können durch einen Teil des semikristallinen
Polyamids zur Anhebung der Glasübergangstemperatur (Tg) der Nylonphase
substituiert werden. Bis zu ca. 10 Gew.-%, bevorzugt bis zu ca. 5 Gew.-% der Polyamidphase
können amorphe Polyamide darstellen. Der Begriff „amorphes Polyamid"
ist dem Fachmann weithin bekannt. Unter „amorphem Polyamid", wie hierin verwendet,
versteht man die Polyamide, denen es an Kristallinität mangelt, wie durch den
Mangel eines endothermen kristallinen Schmelzpeaks anhand der Messung (ASTM D-3417)
mittels eines Differenzial-Scanning-Kalorimeters ("DSK"), bei einer Erhitzungsrate
von 10°C/Minute. gezeigt wurde.
Beispiele der amorphen Polyamide, die verwendet werden können,
schließen Hexamethylendiamin-isophthalamid, Hexamethylendiamin-isophthalamid/Terephthal-amid-Terpolymer
mit Verhältnissen des Isoterephthalsäureteils von 100/0 bis 60/40, Gemische
aus 2,2,4- und 2,4,4 Trimethylhexamethylendiamin-terephthalamid, Copolymere von
Hexamethylendiamin und 2-Methylpentamethylendiamin mit Iso- oder Terephthalsäuren
oder Gemische aus diesen Säuren ein. Auf Hexamethylendiamin- Iso-/Terephthalamid
basierende Polyamide, die hohe Konzentrationen des Terephthalsäureteils enthalten,
können auch nützlich sein, vorausgesetzt, dass zur Herstellung eines verarbeitbaren
amorphen Polymers ein zweites Diamin, wie zum Beispiel 2-Methyldiaminopentan inkorporiert
wird. Amorphe Polyamide können, als Comonomere, kleine Mengen von Lactamspezies,
wie zum Beispiel Caprolactam oder Lauryllactam, enthalten, obwohl auf diesen Monomeren
basierende Polymere, so lange sie an das Polyamid keine Kristallinität verleihen,
allein nicht amorph sind. Zusätzlich können bis zu ca. 10 Gew.-% eines
flüssigen oder festen Plastifiziermittels, wie zum Beispiel Glycerol, Sorbitol,
Mannitol oder aromatische Sulfonamid-Verbindungen (wie zum Beispiel „Santicizer
8" von Monsanto) mit dem amorphen Polyamid eingeschlossen werden.
Das amorphe Polyamid kann eine Mischung aus Ethylen-Vinylalkohol und
amorphem Nylon darstellen, worin die Polyamid-Komponente ca. 5
bis ca. 95 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung von EVOH plus Polyamid, bevorzugt ca.
15 bis ca. 70 Gew.-% und am bevorzugtesten ca. 15 bis ca. 30 Gew.-% umfasst.
Die Polyamid-Komponente sollte unter Schmelz-Mischbedingungen eine
Viskosität aufweisen, die zur Bereitstellung der mechanischen Eigenschaften
hoch genug, aber zur Herbeiführung des erfindungsgemäßen Phasenverhältnisses
niedrig genug ist. Die Viskosität des Polyamids sollte höher sein als
die des Ethylen-Säure-Copolymers oder -Ionomers bei niedrigen Neutralisationsgraden,
sollte aber weniger als das Ionomer bei hohen Neutralisationsgraden sein.
ZUSÄTZLICHE POLYMERKOMPONENTE
Die zusätzliche Polymer-Komponente, die dem Polyamid zur Bildung
von erfindungsgemäßen Zusammensetzungen zugefügt wird, wird aus einer
breiten Klasse geeigneter Polymer-Verbindungen ausgewählt. Diese „Klasse"
basiert auf Ethylen enthaltenden Polymeren, die auch zusätzliche Monomere aufweisen,
die zum Beispiel ausgewählt sind aus: &agr;-Olefinen, &agr;,&bgr;-ungesättigten
Carbonsäuren oder Derivaten davon, ebenso wie andere nachstehend identifizierte.
Die bevorzugten zusätzlichen Polymer-Komponenten sind aus neutralisierten Ethylen-Säure-enthaltenden
Copolymeren oder Terpolymeren ausgewählt.
Die erfindungsgemäßen neutralisierten Säure-enthaltenden
Polymere können zum Beispiel von direkten Copolymeren, wie zum Beispiel Ethylen
und einer &agr;,&bgr;-ethylenisch-ungesättigten C3-C8-Carbonsäure
(„Ethylen-Säure-Copolymeren"), durch Neutralisation mit Metallionen
hergeleitet werden. Unter „direktem Copolymer" versteht man, dass das Copolymer
zur gleichen Zeit zusammen durch Polymerisation von Monomeren hergestellt werden,
im Gegensatz zu einem „Pfropfcopolymer", bei dem ein Monomer an eine existierende
Polymerkette gebunden oder polymerisiert wird. Verfahren zur Herstellung dieser
neutralisierten Ethylen-Säure-Copolymere sind überall bekannt und werden
in US-Patent Nr. 3,264,272 beschrieben. Die Herstellung der direkten Ethylen-Säure-Copolymere,
auf denen die neutralisierten Spezies basieren, wird in US-Patent Nr. 4,351,931
beschrieben.
Ethylen-Säure-Copolymere mit hohen Säurekonzentrationen
sind aufgrund der Monomer-Polymer-Phasentrennung in kontinuierlichen Polymerisatoren
schwer herzustellen. Diese Schwierigkeit kann jedoch durch Verwendung der „Cosolvens-Technlogie",
wie in US-Patent Nr. 5,028,674 beschrieben, oder durch Einsatz etwas höherer
Drücke als die, bei denen Copolymere mit geringerem Säuregehalt hergestellt
werden können, vermieden werden.
Die zur Herstellung des erfindungsgemäßen neutralisierten
Copolymers verwendeten Ethylen-Säure-Copolymere stellen E/X/Y- und/oder E/Y-Copolymere
da, worin E für Ethylen steht; X ein weichmachendes Comonomer darstellt und
Y die &agr;,&bgr;-ethylenisch ungesättigte C3-C8-Carbonsäure,
insbesondere Acryl- oder Methacrylsäure darstellt, worin der relative gewichtsprozentuale
Anteil von Y 15 bis 25 Gew.-% beträgt. Das Ethylen-Säure-Copolymer stellt
jedoch bevorzugt ein Dipolymer (kein weichmachendes Comonomer) dar. Die bevorzugten
Säureteile stellen Methacrylsäure und Acrylsäure dar.
Unter „weichmachend" versteht man, dass das Polymer weniger
kristallin gemacht wird. Geeignete „weichmachende Comonomere (X) stellen
Monomere dar, die aus Alkylacrylat und Alkylmethacrylat ausgewählt sind, worin
die Alkylgruppen von 1-12 Kohlenstoffatom(e) aufweisen, die – wenn sie anwesend
sind – bis zu 30 Gew.-% (bevorzugt bis zu 25 Gew.-%, am bevorzugtesten bis
zu 15 Gew.-%) des Ethylen-Säure-Copolymers darstellen können.
Bevorzugte Ethylen-Säure-Dipolymere stellen Ethylen/Acrylsäure
und Ethylen/Methacrylsäure dar. Spezifische andere Copolymere schließen
Ethylen/n-Butylacrylat/Acrylsäure, Ethylen/n-Butylacrylat/Methacrylsäure,
Ethylen/ Isobutylacrylat/Methacrylsäure, Ethylen/Isobutylacrylat/Acrylsäure,
Ethylen/n-Butylmethacrylat/Methacrylsäure, Ethylen/Methylmethacrylat/Acrylsäure,
Ethylen/Methylacrylat/Acrylsäure, Ethylen/Methylacrylat/Methacrylsäure,
Ethylen/Methylmethacrylat/ Methacrylsäure und Ethylen/n-Butylmethacrylat/Acrylsäure
dar.
Die zur Herstellung der erfindungsgemäßen neutralisierten
Copolymere verwendeten Ethylen-Säure-Copolymere weisen den Säureteil in
hoher Menge vorliegend auf. Die Menge, die für „hoch" gehalten wird,
hängt davon ab, welcher Säureteil eingesetzt wird und hängt insbesondere
vom Molekulargewicht des Säureteils ab. Im Fall von Ethylen/Methacrylsäure
beträgt die bevorzugte Säurekonzentration 15 bis 25 Gew.-%, (bevorzugt
18 bis 25 Gew.-%, bevorzugter 19 bis 22 Gew.-%) bezogen auf das Copolymer. Im Fall
von Ethylen/Acrylsäure beträgt die bevorzugte Säurekonzentration
16 bis 25 Gew.-%, bevorzugter 18 bis 22 Gew.-% bezogen auf das
Copolymer. Ein „hoher Säuregehalt" ist im Allgemeinen zum Erhalt guter
Glanzgrade und Abriebfestigkeit erwünscht.
Es wird erkannt werden, dass es möglich ist, mehr als ein Copolymer
zu mischen, wobei sich die Säurekonzentration von jedwedem einen oder mehreren
außerhalb des erfindungsgemäßen „hohen" Bereichs befindet,
um vor der Neutralisation eine durchschnittliche Säurekonzentration zu erhalten,
die sich im bevorzugten hohen prozentualen Bereich der Säurekonzentrationen
befindet. Im Fall von Mischungen sollte der gewichtsprozentuale Anteil der Säure
in jedem Säure-Copolymer, von dem sich die Ionomer-Komponenten herleiten, nahe
am bevorzugten Bereich liegen, und am bevorzugtesten sollten sie sich in diesem
Bereich befinden.
Der Säureteil ist bevorzugt mit Metallkationen, insbesondere
monovalenten und/oder bivalenten Metallkationen hoch neutralisiert. Es ist bevorzugt,
mit Metallkationen, die mit dem Polyamid kompatibel sind, das heißt mit Kationen,
die auch mit den Amidverknüpfungen des Polyamids interagieren, zu neutralisieren.
Bevorzugte Metallkationen für die Carbonsäureteile schließen Lithium,
Magnesium, Calcium und Zink oder eine Kombination solcher Kationen ein. Zink ist
am bevorzugtesten. Kalium und Natrium sind im Allgemeinen nicht geeignet. Kalium-neutralisierte
Ethylen/Säure-Copolymere neigen zur Absorption von Wasser, was sich nachteilig
auf das Nylon auswirkt. Mit Natrium neutralisierte Verbindungen sind gegenüber
UV-Strahlung schwer zu stabilisieren. Magnesium und Calcium werden bevorzugt in
Kombination mit Zink verwendet.
Während das Neutralisationsmittel (z. B. Zinkoxid, Magnesiumoxid
und Calciumoxid) in fester Form zugefügt werden kann, wird es bevorzugt als
ein Konzentrat in einem Ethylen-Säure-Copolymerträger zugefügt. Dieses
Konzentrat wird durch sorgfältige Auswahl des Ethylen-Säure-Copolymers
und der Mischungsbedingungen hergestellt, um sicherzustellen, dass das Neutralisationsmittel
den Träger nicht signifikant neutralisiert. Dieses Neutralisationskonzentrat
kann auch kleine Mengen (bis zu ca. 2 Gew.-%) von einem oder mehr Salze(en) der
Metallkationen (z. B. Acetate und Stearate) enthalten.
Eine Vielzahl geeigneter neutralisierter Ethylen-Copolymere sind gewerblich
von Anbietern, wie zum Beispiel E.I. DuPont de Nemours and Company, Wilmington,
Delaware, erhältlich. Unter dem Warenzeichen SURLYN®, zusammen
mit einem speziellen Zahlenkennzeichen, verkaufte Harze sind nützlich, einschließlich
und ohne Einschränkung SURLYN® 9120, SURLYN®
9220, SURLYN® 9520, SURLYN® 9320, SURLYN®
9020 oder Mischungen davon. Andere angebotene Harze, wie zum Beispiel die von Exxon
unter dem Warenzeichen IOTEK® erhältlichen, sind auch geeignet.
Mischungen von SURLYN®-Harzen und IOTEK®-Harzen
sind auch geeignet. Die physikalischen Eigenschaften der Mischung variieren in Abhängigkeit
vom Säuregehalt im vorneutralisierten Säure-enthaltenden Harz. Ein prozentual
hoher Säureanteil ist bevorzugt.
HYPOPHOSPHITSALZE
Das Zufügen einer Phosphor-enthaltenden Verbindung, eines Hypophosphitsalzes
(in organischer oder anorganischer Form) stellt signifikante morphologische Verbesserungen
und Verbesserungen der Eigenschaften für Mischungen von Polyamiden mit Säure-enthaltenden
Copolymeren bereit. Die hierin genutzten Phosphor-enthaltenden Verbindungen werden
aus einer Verbindung der folgenden Formel ausgewählt: R1R2P(O)OH
und Salzen davon, worin R1 und R2 unabhängig aus Wasserstoff
oder einem organischen Radikal mit 1-16 Kohlenstoffatom(en) ausgewählt sind.
Die Metallsalze sind aus Natrium, Kalium oder Lithium ausgewählt. Die bevorzugte
Verbindung ist aus HHP(O)ONa oder NaH2PO2 ausgewählt.
Die vorstehend bevorzugten Phosphor-Verbindungen sind aus der Klasse
der Phosphorsäuren und ihren Salzen ausgewählt. Eingeschlossen in dieser
Klasse sind Oxosäuren mit der allgemeinen Formel H3POn
(Orthosäuren) und HPn-1 (Metaform) und die Disäuren mit der
allgemeinen Formel H4P2On (n = 4-8), die –
wie in der folgenden Tabelle (Tabelle 1) ersichtlich ist – verschiedene Oxidationszustände
aufweisen.
TABELLE1
In wässriger Lösung sind die Anionen der Phosphin-, Phosphon-
und Phosphorsäuren als Phosphat (PO4)3-, Phosphit (HPO3)2-
und Hypophosphit (H2PO2)1- bekannt. Das Hypophosphit-
(Phosphinit-)Anion ist monobasisch und stellt das bevorzugte Anion dar, das erfindungsgemäß
durch ein Metallkation neutralisiert wird. Die anderen Anionen und ihre Salze sind
auch geeignet, vorausgesetzt, dass die morphologischen Eigenschaften der Polyamid/Polymer-Mischungen
im Vergleich zu den gleichen Mischungen ohne die Phosphor-enthaltende Verbindung
verbessert sind. Zusätzlich zu den vorstehend erwähnten einfachen Anionen
gibt es viele Polyphosphorsäuren mit der allgemeinen Formel Hn+2PnO3+1
mit drei oder mehr Phosphoratomen im Molekül, die P-O-P-Bindungen enthalten,
und Säuren, die P-P-Bindungen enthalten, die hierin auch geeignet sind. Diphosphonsäure
oder H4P2O5 mit dem Anion [HPO2O-PO2H]–2
oder Diphosphorsäure oder Pyrophosphorsäure H4P2O7
mit dem Anion [OPO2OPO2O]–4 sind auch geeignet.
Wie vorstehend vorgeschlagen wurde, können die Gegenionen aus jedwedem geeigneten
Metallgegenion mit einer ausgleichenden Ladung, wie zum Beispiel Lithium, Natrium,
Kalium, Magnesium, Calcium, Zink oder anderen, wie im Periodensystem der Elemente
angegeben ist, ausgewählt werden. Das bevorzugte Metall im Fall eines Hypophosphits
stellt Natrium dar.
ANDERE KOMPONENTEN
In der Regel in Kunststoffe kompoundierte Additive können in
die Mischung eingeschlossen werden, wie zum Beispiel UV-Stabilisatoren, Antioxidanzien
und Wärmestabilisatoren, Verarbeitungshilfsmittel, Pigmente und dergleichen.
Bei Einschluss liegen diese Komponenten bevorzugt in Mengen von 1 bis 3 Gewichtsteile(en)
(bevorzugt 1,5 bis 3 Gewichtsteilen) pro hundert Gewichtsteilen bezogen auf die
Ionomer/Polyamid-Mischung vor, sie können aber in geringeren oder höheren
Mengen vorliegen.
Wenn der Teil dem Ultraviolettlicht (UV-Licht) ausgesetzt werden soll,
ist der Einschluss von einem oder mehr UV-Stabilisator(en) für das Nylon und
für das Ionomer von besonderer Bedeutung. Zu nützlichen UV-Stabilisatoren
gehören in der Regel die folgenden: Benzophenone, wie zum Beispiel Hydroxy-dodecyloxy-benzophenon,
2,4-Dihydroxy-benzophenon, Hydroxy-benzophenone, enthaltend Sulfongruppen und dergleichen;
Triazole, wie zum Beispiel 2-Phenyl-4-(2',2'-dihydroxylbenzoyl)-triazole; substituierte
Benzothiazole, wie zum Beispiel Hydroxy-phenylthiazole und dergleichen; Triazine,
wie zum Beispiel 3,5-Dialkyl-4-hydroxyphenyl-Derivate von Triazin, Schwefel-enthaltende
Derivate von Diallcyl-4-hydroxyphenyltriazinen, Hydroxyphenyl-1,3,5-triazin und
dergleichen; Benzoate, wie zum Beispiel Dibenzoat von Diphenylolpropan, tertiäres
Butylbenzoat von Diphenylolpropan und dergleichen; und andere, wie zum Beispiel
niederes Alkylthiomethylen, enthaltend Phenole, substituierte Benzene, wie zum Beispiel
1,3-Bis-(2'-hydroxybenzoyl)benzen, Metallderivate von 3,5-Di-t-butyl-4-hydroxyphenylpropionsäure,
asymmetrische Oxalsäure, Diarylamide, Alkylhydroxy-phenyl-thioalkansäureester
und gehinderte Amine von Bipiperidyl-Derivaten.
Bevorzugte UV-Stabilisatoren, alle erhältlich von Ciba Geigy,
stellen die folgenden dar:
TINUVIN®234 (2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4,6-bis(1-methyl-1-phenylethyl)phenol),
TINUVIN®327 (2-(3',5'-Di-tert-butyl-2-hydroxyphenyl)-5-chlorbenzotriazol),
TINUVIN®328 (2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tertamylphenyl)-benzotriazol),
TINUVIN®329 (2-(2'-Hydroxy-5'-tert-octylphenyl)benzotriazol), TINUVIN®
765 (Bis(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidinyl)sebacat), TINUVIN®
770 (Bis(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidinyl)decandioat) und CHIMASSORBTM
944 (N,N'-Bis(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidinyl)-1,6-hexandiamin-Polymer mit 2,4,6-Trichlor-1,3,5-triazin
und 2,4,4-Trimethyl-1,2-pentanamin).
Bevorzugte Wärmestabilisatoren, alle erhältlich von Ciba
Geigy, stellen folgende dar:
IRGANOX® 259 (Hexamethylen-bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyhydrocinnamat),
IRGANOX® 1010 (3,5-Bis(1,1-dimethylethyl)-4-hydroxybenzenpropansäure,
2,2-Bis[[3-[3,5-bis(1,1-dimethylethyl)-4-hydroxyphenyl]-1-oxopropoxy]methyl]-1,3-propandiyl-ester),
IRGANOX®1076 (Octadecyl-3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyhydrocinnamat),
Iragnox® 1098 (N,N'-hexamethylen-bis(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyhydrocinnamamid),
IRGANOX® B215 (33/67 Mischung aus IRGANOX® 1010
mit Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit), IRGANOX® B225 (50/50
Mischung aus IRGANOX® 1010 mit Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit)
und IRGANOX® B1171 (50/50 Mischung aus IRGANOX®
1098 mit Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit).
Bevorzugte Verarbeitungshilfsmittel schließen Aluminiumdistearat
und Zinkstearat, insbesondere Zinkstearat ein.
Pigmente schließen sowohl klare Pigmente, wie zum Beispiel anorganische
siliziumdioxidhaltige Pigmente (zum Beispiel Kieselsäure-Pigmente) und in Beschichtungszusammensetzungen
übliche Pigmente ein. Übliche Pigmente schließen Metalloxide, wie
zum Beispiel Titandioxid und Eisenoxid; Metallhydroxide; Metallflocken, wie zum
Beispiel Aluminiumflocken; Chromate, wie zum Beispiel Bleichromat; Sulfide; Sulfate;
Carbonate; Kohleschwarz; Siliziumdioxid; Talcum; Kaolin; Pigmente und Farbstoffe
von Phthalocyanin-Blau und Grün, Organorot; Organomaron und andere organische
Pigmente und Farbstoffe, ein. Insbesondere bevorzugt sind Pigmente, die bei hohen
Temperaturen stabil sind.
Pigmente werden im Allgemeinen durch Mischen der Pigmente mit einem
Dispergierharz, welches das gleiche Material sein kann, in das das Pigment inkorporiert
werden soll, oder mit ihm kompatibel ist, in ein Mahlgut formuliert. Pigment-Dispersionen
werden mittels üblicher Mittel, wie zum Beispiel Sandmahlen, Mahlen in der
Kugelmühle, Attritormahlen oder Mahlen in der Zweiwalzenmühle, hergestellt.
Andere Additive, während sie im Allgemeinen nicht gebraucht oder
verwendet werden, wie zum Beispiel Glasfasern und Mineralfüllstoffe, Antirutschmittel,
Plastifiziermittel, Keimbildner und dergleichen, können inkorporiert werden.
HERSTELLUNGSVERFAHREN
Zum Erhalt der gewünschten Morphologie und der gewünschten
Eigenschaften der Mischungen ist es im Allgemeinen notwendig, ein neutralisiertes
Säure-Copolymer, bevorzugt ein hoch neutralisiertes, in einer kontinuierlichen
oder co-kontinuierlichen Polyamidphase zu sichern, selbst wenn der volumenprozentuale
Anteil der Ethylen-Säure größer als der des Polyamids ist. Die bevorzugten
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen weisen faktisch weniger als 40 Gew.-%
Polyamid bezogen auf das neutralisierte Säure-Ethylen-Copolymer auf. Die Morphologie
des Hypophosphits, wobei das Verstärkungsreagenz faktisch erlaubt, dass der
relative gewichtsprozentuale Anteil des Polyamids weniger als 40 % sein kann, während
auch mit einer neutralisierten Säure assoziierte gute morphologische Eigenschaften
in einer kontinuierlichen oder co-kontinuierlichen Polyamidphase beibehalten werden.
Zum Erlangen der gewünschten Morphologie sollte das Ethylen-Säure-Copolymer,
bevorzugt teilweise mit einem Kation, das mit dem Nylon kompatibel
ist, neutralisiert werden, und das Polyamid sollte unter intensiven Mischbedingungen
(hohe Scherung), mit weiterer Neutralisation, wenn das Mischen auftritt, schmelzgemischt
werden. Das Mischen sollte bei einer ausreichenden Intensität, Temperatur und
Verweilzeit stattfinden, um die gewünschte Morphologie zu erhalten. Ein effizientes
Devolatilisierungssystem wird zur Entfernung des Wassers benötigt, das während
des Neutralisationsvorgangs gebildet wird. Die Effizienz der Devolatilisierung ist
wichtiger, wenn bei einer geringen oder keiner Neutralisation begonnen wird, da
mehr Wasser gebildet wird. Bevorzugt sollte beim Schmelzkompoundieren mindestens
eine Vakuumzone vorhanden sein, wobei zur Entfernung von Feuchtigkeit mindestens
ein Vakuum von 630 mmHg beaufschlagt wird.
Die verschiedenen Ausgangsbestandteile können zuerst, in dem,
auf das im Allgemeinen als auf eine „Salz-und-Pfeffer"-Mischung verwiesen
wird, miteinander kombiniert werden. Sie können auch durch simultane oder getrennte
Dosierung kombiniert werden, oder sie können aufgeteilt und in einem Durchgang
oder mehr Durchgängen in einen oder mehr Mischteil(e) der Mischausrüstung,
wie zum Beispiel Extrudern, Banbury-Mischern, Buss-Knetern, kontinuierlichen Ferrell-Mischern
oder dergleichen gemischt werden. Wenn mehr als eine Einspeisungszone zur Verfügung
steht, können das Nylon, das Neutralisationsmittel bevorzugt als ein Konzentrat
und ein geringer Teil des Ionomers an der am weitesten rückwärtig liegenden
Einspeiseöffnung zugefügt werden, wobei der Rest des Ionomers einer späteren
Einspeisezone zugefügt wird. Die Polymerstränge, die den Extruder verlassen,
werden vor dem Schneiden in Pellets bevorzugt in einem Wasserbad gequencht. Alternative
Verfahren, die von einem Fachmann zum Pelletieren, einschließlich des Schneidens
unter Wasser und des Luftquenchens erkannt werden, können verwendet werden.
Eine bevorzugte Ausrüstung zum Mischen stellt eine Ausrüstung
dar, wie sie zum Beispiel in den Beispielen eingesetzt wird, insbesondere in einem
Doppelschnecken-Extruder, der optional mit einem, wie zum Beispiel von der Kenics
Company angebotenen statischen Mischer ausgerüstet ist, der sich zwischen den
Extruder-Schnecken und der Düse befindet. Der in den Beispielen verwendete
Extruder läuft bevorzugt bei einer Schneckengeschwindigkeit von 175 bis 250
U/min. Die Teile der Düsenbuchsen umfassen die Zuspeiseteile, die Knetblockteile
zum Mischen (zur Reaktion), einen Vakuum-Extraktionsteil mit Schnecken mit negativer
Gangsteigung und einem Düsenteil.
Das Mischen und der Neutralisationsgrad sollten bevorzugt zur Herbeiführung
der Phasenumkehr (höherer volumenprozentualer Anteil des in der kontinuierlichen
oder co-kontinuierlichen Nylonphase dispergierten Ionomers) in der Mischausrüstung
ausreichend sein. Es sollte jedoch erkannt werden, dass eine vollständige Inversion
in der Mischausrüstung gegebenenfalls nicht auftreten kann, sondern aus der
weiteren Durcharbeitung der Mischung bei den Spritzgießvorgängen zur Bildung
von Platten und dergleichen resultieren könnte.
Mischungen mit weniger als 40 Gew.-% Polyamid sind im Abschnitt mit
den Beispielen in dieser Patentschrift beispielhaft dargestellt und können
alle Verarbeitungshilfsmittel und neutralisierten Ethylen-Copolymere oder -Copolymermischuneen
wie nachstehend beschrieben in größeren relativen prozentualen Anteilen
einschließen. Was nachstehend beschrieben wird, sind die Vergleichsbeispiele.
Geeignete Polyamidmischungen mit einem hohen prozentualen Anteil, z. B. größer
als oder gleich 40 Gew.-% Polyamid, schließen Mischungen mit den nachstehend
beschriebenen Zusammensetzungen zusammen mit 2 Gew.-% oder weniger Phosphor-Verbindung
(z. B. Natriumhypophosphit) ein. In den nachstehend beschriebenen Mischungen verweist
die Neutralisation mit Zn oder mit ZnO auf ein Verfahren, worin Säure-Polymere
mit einem ZnO-Konzentrat neutralisiert werden, wobei das Konzentrat in den Beispielen
weiter beschrieben wird. Geeignete beispielhafte Vergleichsmischungen schließen
die folgenden ein:
1) 49,8 Gew.-% Nylon 6, 48,6 Gew.-% SURLYN® 9220 (Ethylen-Methacrylsäure
20 % (E/20 % MAA) neutralisiert auf einen 34%igen Zn-Salzgehalt), weiter neutralisiert
mit Zink auf ca. 75 %, und 1,6 Gew.-% Additiv- und Stabilisator-Paket;
2) die gleiche wie die vorstehende Mischung 1 mit zusätzlicher Neutralisation
durch 4 Gew.-% ZnO;
3) die gleiche wie Mischung 1, außer dass SURLYN® 9220
mit Zink auf 67 % neutralisiert wurde;
4) SURLYN® 9220 wurde mit Zink auf 72 % neutralisiert, und 40
Gew.-% von diesem mit 55 Gew.-% Nylon 6 und 1,3 Gew.-% Stabilisator-Paket und weiterer
Neutralisation der Mischung mit 3,7 Gew.-% ZnO auf ca. 100 % kombiniert;
5) 40 Gew.-%% des 72%ig neutralisierten SURLYN® 9220 von Mischung
4; 50 Gew.-% Nylon 6; 5 Gew.-% SELAR® PA (6-Isophthalsäure/6-Terephthalsäure)
amorphes Nylon; 3,7 Gew.-% ZnO-Konzentrat und 1,3 Gew.-% Stabilisator-Paket;
6) 35 Gew.-% des 72%ig neutralisierten SURLYN® 9220 in Mischung
4 vorstehend; 55 Gew.-% Nylon 6; 5 Gew.-% SELAR® PA; 3,7 Gew.-%
ZnO-Konzentrat und 1,3 Gew.-% Stabilisator-Paket;
7) 55 Gew.-% Nylon 6; 37 Gew.-% E/20 % MAA neutralisiert mit Mg2+
auf einen ca. 40%igen Mg-Salzgehalt; und 1,3 Gew.-% Stabilisator-Paket,
weitere Neutralisation der Mischung mit 6,7 Gew.-% 30%igem ZnO-Konzentrat auf eine
ca. 100%ige Neutralisation;
8) 37,2 Gew.-% SURLYN® 9220; 54 Gew.-% Nylon 6 und 1,3 Gew.-%%
Stabilisator-Paket, neutralisiert mit 7,5 Gew.-% 30%igem ZnO auf ca. 100 %;
9) 46 Gew.-% Nylon 6, 43,6 Gew.-% SURLYN® 9120 (Ethylen/Methacrylsäure
19 Gew.-%, neutralisiert mit 38 % Zn, und 1,8 Gew.-% Stabilisator-Paket, weiter
neutralisiert mit 8,6 Gew.-% 30%igem ZnO-Konzentrat auf ca. 97%ige Neutralisation;
10) 43 Gew.-% Nylon 6, 46,05 Gew.-% SURLYN® 9120, und 1,8 Gew.-%
Stabilisator-Paket, weiter neutralisiert mit 8,6 Gew.-% 30%igem ZnO-Konzentrat und
0,55%igem CaO-Pulver auf ca. 100%ige Neutralisation;
11) 40 Gew.-% Nylon 6, 48,95 Gew.-% SURLYN® 9120, und 1,8 Gew.-%
Stabilisator-Paket, weiter neutralisiert mit 8,7%igem ZnO-Konzentrat und 0,55 gew.%igem
CaO-Pulver auf ca. 100%ige Neutralisation;
12) 46 Gew.-% Nylon 6, 49,6 Gew.-% SURLYN® 9520 (E/10 Gew.-%
MAA, neutralisiert mit Zink auf 72%ige Neutralisation), und 1,8 Gew.-% Stabilisator-Paket,
weiter gemischt mit 2,6 Gew.-% 30%igem ZnO-Konzentrat auf ca. 100%ige Neutralisation;
13) 45 Gew.-% Nylon 6, 50,7 Gew.-% SURLYN® 9320 (E/24 Gew.-%
nBA/ca. 10 Gew.-% MAA; 67%ig Zink-neutralisiert); und 1,8 Gew.-% Stabilisator-Paket,
weiter neutralisiert mit 2,5 Gew.-% 30%igem ZnO-Konzentrat auf ca. 95%ige Neutralisation;
14) 45 Gew.-% Nylon 6, 25,4 Gew.-% SURLYN® 9320 plus 25,3 Gew.-%
SURLYN® 9520 und 1,8 Gew.-% Stabilisator-Paket, weiter neutralisiert
mit 2,5 Gew-% 30%igem ZnO-Konzentrat auf ca. 95%ige Neutralisation;
15) 45 Gew.-% Nylon 6, 25,2 Gew.-% SURLYN® 9320 plus 25,3 Gew.-%
SURLYN® 9520 und 1,8 Gew.-% Stabilisator-Paket, weiter neutralisiert
mit 2,5 Gew.-% 30%igem ZnO und 0,2 Gew.-% CaO auf ca. 100%ige Neutralisation;
16) 45 Gew.-% Nylon 6 und 50,7 Gew.-% SURLYN® 9020 (E/10 Gew.-%
iBA/10 Gew.-% MAA, 73% neutralisiert) und 1,8 Gew.-% Stabilisator-Paket, weiter
neutralisiert mit 2,5 Gew.-% 30%igem ZnO-Konzentrat auf ca. 95%ige Neutralisation;
17) 45 Gew.-% Nylon 6, 25,2 Gew.-% SURLYN® 9520 und 22,3 Gew.-%
SURLYN® 9120 mit hohem Säuregehalt und 1,8 Gew.-% Stabilisator-Paket,
weiter neutralisiert mit 5,7 Gew.-% 30%igem ZnO-Konzentrat auf ca. 97%ige Neutralisation;
18) 45 Gew.-% Nylon 6, 25,2 Gew.-% SURLYN® 9320 und 22,3 Gew.-%
SURLYN® 9120 und 1,8 Gew.-% Stabilisator-Paket, weiter neutralisiert
mit 5,7 Gew.-% 30%igem ZnO-Konzentrat auf ca. 97%ige Neutralisation;
19) 45 Gew.-% Nylon 6, und 44,2 Gew.-% SURLYN® 9120, 1,8 Gew.-%
Stabilisator-Paket und 0,5% Zinkstearat, weiter neutralisiert mit 8,5 Gew.-% 30%igem
ZnO-Konzentrat auf ca. 93%ige Neutralisation;
20) 44 Gew.-% ULTRAMID® Nylon 6, 45,7 Gew.-% SURLYN®
9120 und 1,9 Gew.-% Stabilisator-Paket und 0,5 Gew.-% Zinkstearat, weiter neutralisiert
mit 7,4 Gew.-% 30%igem ZnO-Konzentrat auf ca. 88%ige Neutralisation;
21) 44 Gew.-% ULTRAMID® Nylon 6, 46,9 Gew.-% SURLYN®
9120 und 1,9 Gew.-% Stabilisator-Paket und 1,0 Gew.-% Zinkstearat, weiter neutralisiert
mit 6,2 Gew.-% 30%igem ZnO auf ca. 80%ige Neutralisation.
Ein Durchschnittsfachmann kann ohne weiteres die verschiedenen Hilfsstoffe
gemäß den Lehren hierin und in verschiedenen Verhältnissen mischen
und 5 Gew.-% oder weniger des Phosphor-enthaltenden Reagenzes, wie zum Beispiel
ein Natriumhypophosphit einschließen und die morphologische oder physikalische
Eigenschaft fördernden Wirkungen bestimmen.
Die exotherme Reaktion beim Kühlen kann mithilfe des Differenzial-Scanning-Kalorimeters
(DSK) leicht und schnell bestimmt werden und stellt einen nützlichen Indikator
für die Morphologie und die Hinlänglichkeit der Mischbedingungen für
die gewünschte Morphologie dar. Die exotherme Reaktion beim Kühlen, mithilfe
des DSK, unterscheidet sich, abhängig vom verwendeten Nylon, kann aber von
einem Fachmann ohne weiteres bestimmt werden. Die exotherme Reaktion beim Kühlen
sollte, mithilfe des DSK, bei Verwendung von Nylon 6 bevorzugt bei 160°C bis
180°C liegen, wenn die Kühlung bei einer schnellen Rate (z. B. 30°C/min)
durchgeführt wird. Das Vorliegen dieser exothermen Reaktion deutet darauf hin,
dass das gewünschte Phasenverhältnis erreicht worden ist.
Zugprüfungen stellen auch nützliche Indikatoren der Produktmorphologie
dar. Wenn die Morphologie korrekt ist, liegt das Verhältnis der Reißfestigkeit(TB)
bei Raumtemperatur (23°C) zu TB bei erhöhter Temperatur (150°C)
bevorzugt bei weniger als ca. 10.
Formteile aus der erfindungsgemäßen Mischung, die unter
Verwendung von Standard-Spritzgießverfahren hergestellt wurden,
weisen einen hohen Glanz und eine verbesserte Beschädigungsbeständigkeit
ohne die Notwendigkeit von leichter Narbung auf. Ohne leichte Narbung weisen diese
Formteile DOIs von mindestens 80 und so hoch wie 90 bis 95 auf. Feste und metallische
Farben können inkorporiert werden, und die Teile können angestrichen werden.
Die hohen Temperatureigenschaften der Mischung sind ausreichend, um einen OEM-Anstrich
der Formteile ohne die Notwendigkeit für spezielle Einspannvorrichtungen oder
Aufhänger zur Aufrechterhaltung der Teileform während des Einbrennschritts
zuzulassen.
Die Formteile aus erfindungsgemäßen Mischungen unter Zufügen
von Standard-UV-Stabilisatoren sowohl für das Ionomer als auch Polyamid weisen
überraschend Wetterbeständigkeit, insbesondere Stabilität bei Exposition
gegenüber Ultraviolettlicht über längere Zeitspannen auf. Diese Formteile
weisen einen geringen Farbwechseleffekt auf, der zum Beispiel unter Verwendung der
Farbskala nach CIE 1976 (CIE LAB), die für Außenapplikationen verwendete
Formteile benötigt wird, gemessen wurde. Sie weisen die Farbwechseleffekt-Werte
(&Dgr;E) von weniger als ca. 3 auf (eine Höhe, die für automotive Außenapplikationen
für geeignet gehalten wird), wenn sie 2500 Kilojoules/Quadratmeter in einem
Weatherometer mit Xenon-Bogenlampe (SAE J 1960) ausgesetzt werden. Verbesserte Automobil-Armaturenbretter
mit einem DOI von mindestens 80 und überlegener Beschädigungsbeständigkeit
können aus dieser erfindungsgemäßen Mischung hergestellt werden.
Für Applikationen, wie zum Beispiel für Automobil-Armaturenbretter
(zum Beispiel Stoßstangen) wird eine Beschädigungsbeständigkeit,
die größer ist, als sie in einigen kommerziellen Harzen inhärent
ist, benötigt. Bei Gebrauch wird folglich zum Beispiel ein BEXLOY®
W-Harz, erhältlich von E.I. DuPont de Nemours and Company, in der Regel eine
leichte Narbung auf die Oberfläche des Harzes appliziert, um die Beschädigungsbeständigkeit
zu fördern. Jedwede Narbung, wie leicht und glänzend auch immer, retardiert
im Wesentlichen die „Distinctness of Image" (DOI), ein wichtiger Index, der
zur Bewertung der wahrgenommenen Qualität einer Außenfertigbearbeitung
in der Automobilindustrie verwendet wird. DOI, ein Maß der „Gestochenheit"
oder des „Definitionsgrades" einer Reflexion von einem Gegenstand in einer
farbigen Fertigbearbeitung im Vergleich zu dem eigentlichen Gegenstand selbst, wird
anhand des Reflexionswinkels eines Lichtstrahls von einer sphärischen Oberfläche
gemessen. Der DOI kann mittels eines Doigon Gloss Meters, von Hunterlab, Modell
Nr. D47R-6F, gemessen werden. Die Prüfplatte wird auf den Sensor des Instruments
gebracht, und die Schärfe des reflektierten Bildes wird gemessen. Nähere
Einzelheiten zum DOI-Prüfverfahren sind in der GM-Prüfspezifikation TM-204-M
beschrieben. In der Automobilindustrie weisen zufriedenstellende Fertigbearbeitungen
auf einer glatten Oberfläche oder der „Klasse A" in der Regel Fertigbearbeitungen
mit einem DOI-Wert von mindestens 60, bevorzugt 80 oder höher auf.
Während andere wichtige Leistungsmerkmale noch beibehalten werden,
stellt die vorliegende Erfindung einen Bedarf an höherem Glanz (mindestens
einen Wert von 60, bei 20° gemessen, und mindestens 75, wenn bei 60° gemessen)
und einen höheren DOI (mindestens 60), schnellere Verarbeitung, bessere hohe
Temperatureigenschaften und eine verbesserte Beschädigungsbeständigkeit
ohne die Notwendigkeit von leichter Narbung auf. Es besteht auch ein Bedarf an der
Fähigkeit, metallische Farben inkorporieren zu können und als Alternative
an der Fähigkeit, die Formteile mit einem Anstrich versehen zu können.
Höherer Glanz, schnellere Verarbeitung, bessere hohe Temperatureigenschaften
und verbesserte Beschädigungsbeständigkeit ohne die Notwendigkeit von
leichter Narbung wurden erreicht. Der Bedarf an Glasfaserverstärkung wurde
eliminiert. Unter Verwendung von erfindungsgemäßen Mischungen hergestellte
Formteile besitzen einen hohen Glanz, der DOIs aufweist, die mindestens mit den
besten Anstrichdeckschichten auf glatten Oberflächen oder Oberflächen
der „Klasse A", insbesondere DOIs über 80 und so hoch wie 90 bis 95,
vergleichbar sind. Feste und metallische Farben können inkorporiert werden,
und die Teile können angestrichen werden. Hohe Temperatureigenschaften sind
ausreichend, um OEM-Anstriche ohne die Notwendigkeit für spezielle Spannvorrichtungen
oder Aufhänger zur Aufrechterhaltung der Teileform während des Einbrennschritts
zu erlauben. Die Formteile mit dem Zufügen von Standard-UV-Stabilisatoren und
sowohl neutralisiertem Copolymer, Polyamid und Hypophosphit weisen eine gute Wetterbeständigkeit,
insbesondere Stabilität, wenn sie für längere Zeitspannen dem Ultraviolettlicht
ausgesetzt wurden, auf. Verbesserte Automobil-Armaturenbretter mit einem DOI von
mindestens 80 und überlegener Beschädigungsbeständigkeit kann aus
dieser erfindungsgemäßen Mischung hergestellt werden.
PRÜFVERFAHREN1) Vicat-Erweichungspunkt
Die ASTM-Norm für die Messung des Vicat-Erweichungspunkts ist
ASTM 1525. Die Vicat-Prüfung stellt eine Messung der Leistungsfähigkeit
der Temperatur am oberen Ende (dem Punkt, an dem das Material „weich
wird") dar. Sie unterscheidet sich von der Prüfung der Biegetemperatur (HD7),
bei der der Prüfkörper einer aufgebrachten Belastung während des
Erhitzungszyklus standhalten muss. Bei der Vicat-Prüfung wird eine nadelähnliche
Sonde verwendet, deren Spitze bei Erreichen des Erweichungspunkts in die Oberfläche
eindringt.
Niedrige Vicat-Werte bedeuten, dass das Material nicht für Temperaturen
geeignet ist, die um den Vicat-Wert herum oder darüber liegen. Erfindungsgemäß
nimmt bei Anwesenheit von Hypophosphit der Vicat-Wert überraschend zu –
dies ist auf eine Änderung in der Morphologie zurückzuführen. Wenn
Nylon das Material in der kontinuierlichen Phase darstellt, erhält man einen
hohen Vicat-Wert, da Nylon eine hohe Schmelztemperatur und einen hohen Erweichungspunkt
aufweist. Wenn ein neutralisiertes Ethylen/Säure-Copolymer die kontinuierliche
Phase darstellt, ist der Vicat-Wert niedrig – diese neutralisierten Ethylen-Copolymere
weisen im Allgemeinen einen niedrigen Schmelzpunkt auf.
ZUGFESTIGKEIT
Die Zugwerte spiegeln das gleiche Verhältnis zwischen dem Material
der kontinuierlichen Phase und der Materialfestigkeit bei erhöhter Temperatur
wie die Vicat-Werte wider. 150°C wird ausgewählt, weil sie viel höher
als die des Schmelzpunktes des neutralisierten Ethylen-Säure-Copolymers sind.
Deshalb ist eine Differenzierung zwischen Materialien der kontinuierlichen Phase
bezogen auf die Zugfestigkeit möglich.
Bei den in den Beispielen berichteten Prüfungen an spritzgegossenen
Prüflingen (je nachdem Scheiben oder Platten) handelte es sich um die Reißfestigkeit
(ASTM D1708) und Reißdehnung (ASTM D1708) bei 23°C und 150°C und
den Biegemodul (ASTM D790A) bei 23°C.
Die Morphologien des Prüflings wurden auch mittels der Transmissions-Elektronemnikroskopie
(TEM) untersucht. Dazu wurden sehr dünne Schnittproben der Prüflinge mit
dem Mikrotom bei kryogenen Temperaturen sowohl in Maschinenrichtung (parallel zum
Fluss) und in der Querrichtung (senkrecht zum Fluss) geschnitten. Die Proben wurden
mit Wolframatophosphorsäure, die sich mit der Nylonkomponente verbindet und
den Kontrast des Transmissionsbildes erhöht (das Ionomer erscheint auf Fotografien
bei großer Vergrößerung heller und das Nylon dunkler) gefärbt.
Der Glanz wurde unter Verwendung eines Novo Gloss Meters bei einem
Winkel von 60° (Schwarzstandard = 93,64) gemessen.
BEISPIELE
Sofern nicht anderweitig angegeben wird, erfolgte das Mischen in jedem
der Beispiele in einem optional mit einem statischen Mischer von der Kenics Company
ausgerüsteten Doppelschnecken-Extruder (28 mm) mit fünf Erhitzungszonen
zwischen dem oberen Ende des Extruders und einer Düsenplatte mit einer einzelnen
Öffnung. Der Extruder wurde in jedem Fall bei einer Schneckengeschwindigkeit
von 200 Umdrehungen pro Minute (U/min) betrieben, wobei die Vakuumöffnung bei
einem Vakuum von ca. 630 mm Quecksilber betrieben wird und die Bestandteile bei
einer Rate von ca. 10 Pounds (4,536 kg) pro Stunde an der rückseitigen Einspeisezone
des Extruders eingespeist wurden. Eine Stickstoffdecke wurde auf dem Einspeisetrichter
aufrechterhalten. Das Temperaturprofil über die Länge des Extruders verhielt
sich wie folgt: Hals, ca. 25°C; Zone 1, 220°C; Zonen 2, 3, 4 und 5, 250°C;
Adapter 1 und 2, 250°C; und Düse, 265°C. Die Verweilzeit für
die Proben betrug ca. 2,5 Minuten. Die Proben wurden in einem Wasserbad (ca. 23°C)
vor dem Schneiden in Pellets gequencht.
Sofern nicht anderweitig angegeben wird, wurden die Proben in jedem
Fall auf einer 6 oz (170 g) fassenden Formpressmaschine unter Verwendung einer Allzweckschnecke
mit eingestellter Zylindertemperatur, um Schmelztemperaturen im Bereich von 260°C
zu erreichen, spritzgegossen. Bei den eingesetzten Formbedingungen handelte es sich
um die schnelle Vorwärtsgeschwindigkeit des Kolbens, die Schneckengeschwindigkeit
von 60 U/min, den Rückdruck von 50 Pounds pro Square Inch Gauge (psig) (3,52
Kilogramm pro Quadratzentimeter Überdruck (kg/cm2 Überdruck),
Spritzdruck von 400-800 psig (28,12 – 56,25 kg/cm2 Überdruck),
Spritzzeit von 20 Sekunden (sec), Haltezeit von 30 sec und einer Düse von 5/32
Inch (4 Millimeter).
Die Standard-Additiv/Stabilisator-Pakete wurden in jedem Fall verwendet.
Die bevorzugten Pakete schließen Stabilisatoren sowohl für Nylon als auch
Ionomer ein. Das Paket kann zum Beispiel verschiedene Komponenten, wie vorstehend
besprochen, einschließen, einschließlich zum Beispiel IRGANOX®-,
TINUVIN®- und CHIMMASORB®-Stabilisatoren.
Die in diesen Beispielen verwendeten Neutralisationsmittel-Konzentrate
stellen Mischungen des Hauptneutralisationsmittels (z. B. Zinkoxid im ZnO-Konzentrat
und Magnesiumhydroxid im MgO-Konzentrat) in einem Ethylen/niederen (5 bis 10 Gew.-%)
Methacrylsäure-Copolymerträger, die unter Bedingungen hergestellt wurden,
die eine insignifikante Neutralisation des Trägers gewährleisten. Das
Konzentrat kann auch Metallsalze in niedrigen Konzentrationen (bis zu 2 Gew.-%),
wie zum Beispiel Acetate und Stearate enthalten. Der in Bezug auf das Konzentrat
angezeigte „prozentuale Anteil" stellt das Gewichtsprozent (bezogen auf das
Gesamtgewicht des Konzentrats) des Hauptneutralisationsmittels im Konzentrat dar.
Das heißt, dass das in den Beispielen verwendete 50%ige MgO-Konzentrat 50 Gew.-%
(bezogen auf das Gesamtgewicht des Konzentrats) Magnesiumoxid in einem Ethylen/5
Gew.-% Methacrylsäure-Copolymer enthält. Das 30%ige ZnO-Konzentrat enthält
30 Gew.-% (bezogen auf das Gesamtgewicht des Konzentrats) Zinkoxid in einem Ethylen/5
Gew.-% Methacrylsäure-Copolymer, und das 45%ige ZnO-Konzentrat enthält
45 Gew.-% (bezogen auf das Gesamtgewicht des Konzentrats) Zinkoxid in einem Ethylen/10
Gew.-% Methacrylsäure-Copolymer.
Die folgenden Beispiele weisen die Wirkungen der mechanischen Eigenschaften
nach, wenn ein Hypophosphit, wie zum Beispiel NaH2PO2 in Mischungen
aus Polyamid und einer neutralisierten Säure, enthaltend Copolymer, inkorporiert
wird. In Tabelle 2 nachstehend sind die Nummern der Beispiele, Zusammensetzungen
und die relativen Gewichtsprozente von jeder Komponente ersichtlich. In Tabellen
3 und 4 sind die Vicat- und Zugwerte für die Beispiele und Vergleichsbeispiele,
die kein Phosphorenthaltendes Additiv aufweisen, angegeben. Die Beispiele weisen
eindeutig die signifikante relative Leistung dieser Mischungen mit weniger als oder
gleich 40 Gew.-% Polyamid nach.
Die Beispiele 1-4 beschreiben die Herstellung von vier Mischungen
mit 40 bis 33 Gew.-% Polyamid mit 0,2 Gew.-% Hypophosphit. Relativ hohe Vicat-Erweichungspunkte
und Zugwerte bei 150°C werden erhalten (siehe Tabellen 3 und 4 nachstehend).
Tabellen 3 und 4 stellen diese Daten auch für die Vergleichsbeispiele C1-C4
bereit. Im Allgemeinen wurde eine überraschende 4- bis 10fache Verbesserung
des Zugwertes bei hoher Temperatur beobachtet, wenn NaH2PO2
inkorporiert wurde. Die Vicat-Erweichungspunkte nehmen vom Bereich der mittleren
80°C auf den Bereich von 130°C bis 180°C zu. Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist deshalb ein Verfahren zur Erhöhung der Zugwerte bei hoher Temperatur
und der Vicat-Erweichungspunkte in Polyamid-Mischungen, umfassend das Zufügen
der hierin beschriebenen Phosphor-enthaltenden Reagenzien zu den Mischungen. Die
Verbesserung oder Erhöhung wird insbesondere in Polyamid/einen hohen Säuregehalt
enthaltenden Polymer-Mischungen gesehen.
BEISPIEL 1
40 Gew.-% Nylon 6 wurden mit 50 Gew.-% SURLYN® 9120,
6,2 Gew.-% ZnO-Konzentrat, 1,7 Gew.-% Zinstearat, 1,9 Gew.-% UV- und Wärmestabilisatoren
und 0,2 Gew.-% Natriumhypophosphit kombiniert und an den rückwärtigen
Anteil eines Doppelschnecken-Extruders (28 mm) gespeist (siehe vorstehenden Text,
allgemeine Mischbedingungen). Der Extrudatstrang wurde in Pellets geschnitten, getrocknet
und optional über ein Pellet/eine Pellet-Mischung mit einem Farbmittel kombiniert.
Die Mischung wurde einem Spritzguss (6 oz.) zugefügt, um Prüfstangen und
-platten herzustellen (siehe vorstehend, allgemeine Bedingungen für Formpressmaschinen).
BEISPIEL 2
35 Gew.-% Nylon 6 wurden mit 52,4 Gew.-% SURLYN® 9120,
8,8 Gew.-% ZnO-Konzentrat, 1,7 Gew.-% Zinkstearat, 1,9 Gew.-% UV- und Wärmestabilisator-Paket
und 0,2 Gew.-% Natriumhypophosphit kombiniert und an den rückwärtigen
Anteil eines Doppelschnecken-Extruders (28 mm) gespeist (siehe vorstehend, allgemeine
Mischbedingungen). Der Extrudatstrang wurde in Pellets geschnitten, getrocknet und
optional mit einem Farbmittel über ein Pellet/eine Pellet-Mischung kombiniert.
Die Mischung wurde einem Spritzguss (6 oz.) zugefügt, um Prüfstangen und
-platten herzustellen (siehe vorstehend, allgemeine Bedingungen für Formpressmaschinen).
BEISPIEL 3
33 Gew.-% Nylon 6 wurden mit 53,8 Gew.-% SURLYN® 9120,
9,4 Gew.-% ZnO-Konzentrat, 1,7 Gew.-% Zinkstearat, 1,9 Gew.-% UV- und Wärmestabilisatoren
und 0,2 Gew.-% Natriumhypophosphit kombiniert und an den rückwärtigen
Anteil eines Doppelschnecken-Extruders (28 mm) gespeist (siehe vorstehend, allgemeine
Mischbedingungen). Der Extrudatstrang wurde in Pellets geschnitten, getrocknet und
optional mit einem Farbmittel über ein Pellet/eine Pellet-Mischung kombiniert.
Die Mischung wurde einem Spritzguss (6 oz.) zugefügt, um Prüfstangen und
-platten herzustellen (siehe vorstehend, allgemeine Bedingungen für Formpressmaschinen).
BEISPIEL 4
40 Gew.-% Nylon 6 wurden mit 49 Gew.-% SURLYN® 9120,
6,2 Gew.-% ZnO-Konzentrat, 1,7 Gew.-% Zinkstearat, 2,9 Gew.-% UV- und Wärmestabilisatoren
und 0,2 Gew.-% Natriumhypophosphit kombiniert und an den rückwärtigen
Anteil eines Doppelschnecken-Extruders (28 mm) gespeist (siehe vorstehend, allgemeine
Mischbedingungen). Der Extrudatstrang wurde in Pellets geschnitten, getrocknet und
optional mit einem Farbmittel über ein Pellet/eine Pellet-Mischung kombiniert.
Die Mischung wurde einem Spritzguss (6 oz.) zugefügt, um Prüfstangen und
-platten herzustellen (siehe vorstehend, allgemeine Bedingungen für Formpressmaschinen).
VERGLEICHSBEISPIELE C1-C4
Die Beispiele C1-C4 wurden gemäß den für Beispiele
1-4 vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt, außer dass in jedem Fall
kein Natriumhypophosphit zugefügt wurde. Die Verarbeitungsverfahren und Formbedingungen
waren auch mit den vorstehend beschriebenen identisch.
TABELLE2
1ZnO-Konzentrat.
TABELLE 3TABELLE4
* angenommen 457 kg/cm2 (6500 psi)
Die morphologischen Eigenschaften der Mischungen der Beispiele sind
konsistent mit einem Polyamid in der kontinuierlichen Phase oder co-kontinuierlichen
Phase mit dem neutralisierten Ethylen-Copolymer dispergiert darin.
Diese Beispiele werden für nicht einschränkend gehalten,
und ein Durchschnittsfachmann kann die prozentualen Anteile der Mischung und die
einzelnen Komponenten, wie hierin allgemein oder spezifisch gelehrt, variieren,
um zu Polymer-Mischungen mit verbesserten morphologischen Eigenschaften aufgrund
des Phosphor-enthaltenden Additivs zu gelangen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist folglich ein Verfahren zur Verwendung eines Hypophosphits zur Verbesserung der
morphologischen Eigenschaften einer Polyamid-Mischung, umfassend das Zufügen
einer die Morphologie verbessernden wirksamen Menge des Hypophosphits zur Polyamid-Mischung.
Der bevorzugte gewichtsprozentuale Anteil der Phosphorenthaltenden Verbindung bezogen
auf das Gesamtgewicht der Bestandteile in der Mischung beträgt 2 % oder weniger.
Anspruch[de]
Zusammensetzung, umfassend,
(a) 40 Gew.-% oder weniger eines Polyamids;
(b) mindestens ein zusätzliches Polymer, das aus der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus einem neutralisierten oder teilweise neutralisierten direkten
Copolymer eines &agr;-Olefins und einer &agr;,&bgr;-ungesättigten Carbonsäure;
und
(c) ca. 3 Gew.-% oder weniger einer Phosphor-enthaltenden Salzverbindung, worin
die Phosphor-enthaltende Salzverbindung die Morphologie der Zusammensetzung verstärkt
und
worin das &agr;-Olefin-Copolymer aus der Verbindung der folgenden Formel ausgewählt
ist:
E/X/Y und/oder E/Y, worin E für Ethylen steht; X ein weichmachendes Comonomer
darstellt und Y eine &agr;,&bgr;-ethylenisch ungesättigte C3-C8-Carbonsäure
darstellt und worin der relative gewichtsprozentuale Anteil von Y 15 bis 25 Gew.-%
beträgt.Zusammensetzung nach Anspruch 2, worin das Polyamid in einem gewichtsprozentualen
Anteil von 30 bis 40 % vorliegt und aus einem halbkristallinen Polyamid, einem amorphen
Polyamid und einer Mischung davon ausgewählt ist.Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin der Carbonsäureteil mit
einem Metallsalz zur Bildung eines Polymers, enthaltend teilweise neutralisierte
Säure, teilweise neutralisiert ist.Zusammensetzung nach Anspruch 3, worin das Polymer, enthaltend teilweise
neutralisierte Säure, aus einem Polymer in der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus einem Ethylen-Copolymer mit einem neutralisierten oder teilweise neutralisierten
Carbonsäureteil in der Hauptkette des Polymers.Zusammensetzung nach Anspruch 1, umfassend ein Phosphor-enthaltendes
Salz mit mindestens einem Kation.Zusammensetzung nach Anspruch 5, worin das Phosphor-enthaltende Salz
ein Anion aufweist, das aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus: einem
Phosphat mit einer minus 3-Ladung; einem Phosphit mit einer minus 2-Ladung; einem
Hypophosphit mit einer minus 1-Ladung; einem Diphosphonit mit einer minus 2-Ladung;
einem Pyrophosphorit mit einer minus 4-Ladung; einem Anion der Triphosphorsäure
mit einer minus 5-Ladung; einem Anion der Hypodiphosphorsäure mit einer minus
4-Ladung; oder Mischungen davon.Verfahren zur Verstärkung der morphologischen Eigenschaften einer
Polyamid-Mischung mit einer kontinuierlichen oder co-kontinuierlichen Polyamidphase,
umfassend die folgenden Schritte: (1) Mischen von mindestens drei Bestandteilen,
ausgewählt aus a) 40 Gew.-% oder weniger eines Polyamids; b) mindestens einem
zusätzlichen Polymer, das aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus
einem neutralisierten oder teilweise neutralisierten direkten Copolymer von einem
&agr;-Olefin und einer &agr;,&bgr;-ungesättigten Carbonsäure und
c) ca. 3 Gew.-% oder weniger von einer Phosphor-enthaltenden Salzverbindung, worin
die Komponente c) die Morphologie der Polyamid-Mischung verstärkt; und (2)
Extrudieren der Mischung, und worin das neutralisierte oder teilweise neutralisierte
direkte Copolymer von einem &agr;-Olefin und einer Carbonsäure eine Ethylen-/Methacrylsäure
oder ein Ethylen-/Acrylsäure-Copolymer darstellt, und der prozentuale Anteil
des Säuremonomers in dem Säure-enthaltenden Ethylen-Copolymer zwischen
15 und 25 Gew.-% liegt.Verfahren nach Anspruch 7, worin das Polyamid ausgewählt ist aus:
einem halbkristallinen Polyamid; einem amorphen Polyamid; oder einer Mischung davon,
worin das Polyamid in einem gewichtsprozentualen Bereich von 30 bis 40 Gew.-% vorliegt.Verfahren nach Anspruch 7, worin die Phosphor-enthaltende Verbindung
ein Hypophosphit-Salz darstellt.Geformtes oder extrudiertes Teil, umfassend die Mischung nach Anspruch
1.