| Dokumentenidentifikation |
EP1832389 25.10.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001832389 |
| Titel |
Expansionswalze mit einzelnen Sektoren |
| Anmelder |
Gerd Eisenblätter GmbH, 82538 Geretsried, DE |
| Erfinder |
Eisenblätter, Gerd, 82538 Geretsried, DE |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
23.02.2007 |
| EP-Aktenzeichen |
070038138 |
| EP-Offenlegungsdatum |
12.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
25.10.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
B24D 9/02(2006.01)A, F, I, 20070814, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Expansionswalze zur Aufnahme
einer Schleif- oder Polierhülse. Solche Expansionswalzen werden eingesetzt
um flexible Schleif- oder Polierhülsen auf einer Antriebswelle eines Flächen-
oder Längsschleifgerätes zu montieren. Üblicherweise arbeiten Flächen-
oder Längsschleifgeräte mit walzenförmigen Werkzeugen, wie z. B.
Moprädern oder Vliesrädern. Für bestimmte Anwendung werden aber auch
flexible Werkzeughülsen beispielsweise aus Schleifband mit solchen Geräten
verwendet. Solche flexible Hülsen werden dann von einem walzenförmigen
Adapter getragen und angetrieben. Für diesen Zweck gibt es verschiedene Expansionswalzen,
auf welche die flexiblen Hülsen wie eine Manschette aufgeschoben werden. Durch
eine Expansion der Walze und einer Vergrößerung ihres Durchmessers wird
die Hülse dann fest auf die Walze gespannt. Solche Expansionswalzen bestehen
häufig aus Rädern mit gegenüber der radialen Richtung verkippten
Speichen, die sich unter Fliehkrafteinwirkung aufstellen. Im Betrieb mit einem Flächen-
oder Längsschleifgerät wird die Expansionswalze in Rotation versetzt.
Infolge der Fliehkraft stellen sich die Speichen auf, wodurch der Durchmesser der
Expansionswalze vergrößert wird. Die Hülse wird dadurch gespannt
und fixiert. Neben den genannten sind auch aufblasbare Expansionswalzen bekannt,
bei denen durch die Anpassung des Drucks eine individuelle Härte-Einstellung
möglich ist.
Problematisch bei den herkömmlichen Expansionswalzen
mit den verkippten Speichen ist das Zusammenwirken von Stabilität der Fixierung
der Hülse und dem gewünschten Härtegrad. Hierbei ist eine Abwägung
erforderlich. Weiche Walzen passen sich gut an die Hülse an und die Hülse
wird dementsprechend gut gespannt. Bei einer harten Walze dagegen ist unter Umständen
die Fixierung der Hülse nicht in demselben Maße gegeben. Andererseits
sollen die Hülsen im Ruhezustand nicht zu straff auf der Expansionswalze sitzen,
damit ein einfaches und schnelles Wechseln möglich ist. Dies wiederum beeinflusst
natürlich auch den Sitz der Hülse im Betriebszustand.
Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der Erfindung,
eine Expansionswalze anzugeben, welche gleichzeitig einen schnellen und einfachen
Wechsel der Hülsen ermöglicht und dabei auch einen stabilen Sitz der Hülse
auf der Expansionswalze während des Betriebszustandes gewährleistet.
Die Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß dem
unabhängigen Anspruch gelöst. Eine erfindungsgemäße Expansionswalze
zur Aufnahme einer Schleif- oder Polierhülse ist aus einem elastischen Material
hergestellt. Sie umfasst einen hohlzylindrischen Grundkörper, von dem um die
Zylinderachse verteilt Speichen ausgehen, die in ihrer Richtung senkrecht zur Zylinderachse
jeweils um einen festen Winkel gegenüber der radialen Richtung verkippt sind.
Bei einer Rotationsbewegung einer erfindungsgemäßen Expansionswalze um
die Zylinderachse spreizen sich die Speichen unter Fliehkrafteinwirkung auf. jeweils
mehrere benachbarte Speichen einer erfindungsgemäßen Expansionswalze sind
dabei an ihrem äußeren Ende durch eine Zylindermantel-Teilfläche
zu einem Sektor verbunden. Die Speichen gehen an ihrem äußeren Ende in
diese Zylindermantel-Teilfläche über, ähnlich wie Speichen in eine
Felge. Die Gesamtzahl der Speichen ist bei einer erfindungsgemäßen Expansionswalze
auf mindestens zwei getrennte Sektoren aufgeteilt. Dadurch ist die äußere
Mantelfläche der Expansionswalze ebenfalls in Sektoren unterteilt. Zwischen
jeweils zwei Sektoren, das heißt zwischen benachbarten Speichen, welche zu
unterschiedlichen Sektoren gehören, befindet sich dann ein zur äußeren
Mantelfläche hin offener Spalt.
Das elastischen Material der Expansionswalze ist beispielsweise
ein Gummi. Durch die Elastizität des Materials wird gewährleistet, dass
sich die Speichen durch Fliehkrafteinwirkung aufstellen können und zur radialen
Richtung hin bewegen können. Insgesamt sollte das Material dennoch eine gewisse
Stabilität aufweisen, so dass die Walze in Achsrichtung relativ biegesteif
ist. Durch die erfindungsgemäße Aufteilung der Speichen und Unterteilung
der äußeren Mantelfläche in Sektoren wird aber auch eine gewisse
Kompressibilität der Expansionswalze erreicht. Dies ermöglicht einen einfachen
Wechsel auch von relativ straff sitzenden Hülsen. Um die Hülse auf die
Expansionswalze aufzuziehen, kann die Expansionswalze durch Druck auf die Mantelfläche
in ihrem Durchmesser geringfügig komprimiert werden. Dadurch können auch
eng sitzende Hülsen problemlos gewechselt werden. Während des Betriebes
in einer Rotationsbewegung ermöglichen die Spalte zwischen den Sektoren wiederum
eine verstärkte Expansion der Walze und damit eine bessere Fixierung der Hülsen.
Gegenüber einer herkömmlichen Expansionswalze mit durchgehender äußerer
Mantelfläche können sich bei der erfindungsgemäßen Expansionswalze
die Speichen in den einzelnen Sektoren besser aufstellen. Die Hülse wird dadurch
im Betrieb stärker gespannt und ist dann durch Reibung und Spannsitz drehfest
auf der Expansionswalze gehaltert.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante
sind die Speichen auf drei gleich große Sektoren aufgeteilt. Aus Symmetriegründen
ist es vorteilhaft, wenn die einzelnen Sektoren gleich groß ausgebildet sind.
Dadurch kann die Entstehung von Unwuchten vermieden werden. Bei einer Zahl von drei
Sektoren werden die oben genannten Vorteile durch die Unterteilung noch verstärkt.
Grundsätzlich ist auch eine höhere Zahl von Sektoren möglich.
Für die Montage auf der Antriebswelle eines Längsschleifers
oder einer anderen Antriebsmaschine ist die Expansionswalze in der Durchlassöffnung
im hohlzylindrischen Grundkörper zweckmäßig mit einer Befestigungsvorrichtung
ausgestattet. Eine solche Befestigungsvorrichtung kann, zum Beispiel, ein Innengewinde
oder auch eine Doppelkeilnut sein. Über die Befestigungsvorrichtung kann die
Expansionswalze drehfest mit einer entsprechenden Antriebswelle verbunden werden.
Die Drehbewegung wird dann über die Expansionswalze eine Schleif- oder Polierhülse
übertragen werden. Die Hülsen entsprechen ihrer Form nach einem kurzen
Stück Schlauch, dessen Länge der Länge der Expansionswalze entspricht.
Ihr Durchmesser ist nur geringfügig größer als der der Expansionswalze
im Ruhezustand, so dass die Hülse zur Montage dann einfach über diese
geschoben werden kann.
Schleif- oder Polierhülsen zur Verwendung mit einer
erfindungsgemäßen Expansionswalze können beispielsweise aus Schleifband,
Vlies oder aus Filz bestehen. Sie eignen sich für Anwendungen wie Polieren,
Schleifen oder Mattieren von verschiedensten Materialien, beispielsweise Holz, Metall,
Edelstahl oder auch Kunststoff.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in Fig. 1. dargestellten
Ausführungsbeispiels weiter erläutert.
- Fig. 1:
- zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Expansionswalze mit drei Sektoren.
Die Expansionswalze 10 umfasst einen hohlzylindrischen
Grundkörper 11 mit einer Durchlassöffnung 16, in welchem sich eine Befestigungsvorrichtung
befindet. Von dem hohlzylindrischen Grundkörper 11 gehen 21 Speichen 13 aus.
Die Speichen sind durch Kanäle 14 voneinander getrennt. Jeweils sieben Speichen
sind über eine äußere Zylinderteilmantelfläche 15 miteinander
zu einem Sektor verbunden. Die Kanäle zwischen zwei benachbarten Speichen,
welche zu verschiedenen Sektoren gehören, sind zur äußeren Zylindermantelfläche
hin als Spalt 17 geöffnet. Die äußere Zylindermantelfläche der
Expansionswalze ist daher durch die Spalte 17 in drei Sektoren 15 unterteilt. Hohlzylindrischer
Grundkörper, Speichen und äußere Teilmantelflächen können
aus einem Stück geformt sein. Die einzelnen Speichen 13 weisen einen Querschnitt
auf, der am Ansatzpunkt am hohlzylindrischen Grundkörper 11 die geringste Breite
aufweist. Bei einer Rotationsbewegung der Expansionswalze um die Zylinderachse 12
wirkt eine Zentrifugalkraft auf die Speichen 13, so dass sich die Speichen 13 zur
radialen Richtung hin aufspreizen. Durch die besondere Form des Querschnitts der
Speichen 13, mit der geringsten Breite am Ansatzpunkt wird ein Abknicken und Aufspreizen
der Speichen 13 erleichtert. Den Speichen 13 wird dabei durch die äußere
Mantelfläche 15 ein gewisser Widerstand entgegengesetzt, da das Aufspreizen
der Speichen 13 eine Dehnung der äußeren Mantelfläche 15 verursacht.
Dieser Widerstand wird durch die geöffneten Kanäle 17 zwischen den Sektoren
verringert. Die gesamten Sektoren können sich damit leichter aufspreizen. Andererseits
ermöglichen die offenen Kanäle 17 auch eine leichte Kompression der Expansionswalze
10, wenn beispielsweise eine Hülse auf die Expansionswalze geschoben werden
soll.
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| Anspruch[de] |
Expansionswalze (10) aus einem elastischen Material zur Aufnahme einer
Schleif- oder Polierhülse, umfassend einen hohlzylindrischen Grundkörper
(11), von dem um die Zylinderachse (12) verteilt Speichen (13) ausgehen, die in
ihrer Richtung senkrecht zur Zylinderachse (12) jeweils um einen festen Winkel gegenüber
der radialen Richtung verkippt sind, wobei sie sich bei einer Rotationsbewegung
der Expansionswalze (10) um die Zylinderachse (12) unter Fliehkrafteinwirkung aufspreizen,
und wobei jeweils mehrere benachbarte Speichen an ihrem äußeren Ende in
eine Zylindermantel-Teilfläche (15) übergehen und dadurch miteinander
zu Sektoren verbunden sind, so dass die Gesamtzahl der Speichen (13) auf mindestens
zwei getrennte Sektoren aufgeteilt ist.
Expansionswalze (10) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gesamtzahl der Speichen (13) auf mindestens drei gleich große
Sektoren aufgeteilt ist.
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Patent Zeichnungen (PDF)
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