| Dokumentenidentifikation |
DE102004019497B4 31.10.2007 |
| Titel |
Verfahren zur Sanierung einer Isolierverglasung |
| Anmelder |
Lukoschus, Gerd, 17237 Userin, DE |
| Erfinder |
Lukoschus, Gerd, 17237 Userin, DE |
| DE-Anmeldedatum |
22.04.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004019497 |
| Offenlegungstag |
17.11.2005 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
31.10.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
31.10.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E06B 3/677(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sanierung einer Isolierverglasung
zur Vermeidung von Wärmeverlusten.
Isolierglasscheiben wurden in der Vergangenheit so hergestellt, dass
entweder zwischen den Scheiben lediglich (atmosphärische) Luft oder ein Edelgas
eingefüllt wurde, welches aus Kostengründen eine schlechtere Wärmeleitzahl
aufwies als die zur Zeit verwendeten Edelgase. Weiterhin verändert sich dieser
Wert bei allen gasgefüllten Zwei- oder Mehrfachverglasungen durch Diffusion
(3,5-5,5 %/a) der Gase aus der Verglasung und durch technologisch bedingte Undichtheiten
im Laufe der Jahre. Daraus ergibt sich eine weitere Verschlechterung der der Wärmeisolierung
der Isolierglasscheibe gegenüber den heutigen Anforderungen. Das hat einen
erhöhten Wärmeverlust zur Folge. Durch die schlechte Wärmedämmung
wird eine geringere Oberflächentemperatur erreicht, was zu einem größeren
Unbehaglichkeitsgefühl führt.
Durch die DE 43 12 956 C2
ist ein Verfahren zur Sanierung einer Isolierverglasung zur Vermeidung von Wärmeverlusten
bekannt. Bei diesem Verfahren wird ein rohrförmiges Werkzeug, das an einem
Ende wie ein Stopfenbohrer angeschärft und am anderen Ende mit einem Griffbereich
versehen ist, an dem sich ein Anschlussstück für eine Vorrichtung zum
Gasaustausch befindet, an mindestens einer Stelle durch den Dichtstoff in den Scheibenzwischenraum
eingeführt, anschließend der Gasaustausch vorgenommen und danach der Scheibenzwischenraum
durch Herausziehen der Vorrichtung und gleichzeitiges Einsetzen des Bohrstopfens
in den Bohrkanal wieder verschlossen.
Bei diesem Verfahren wird der Dichtstoff beschädigt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu
vermeiden.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren nach dem Anspruch 1 gelöst.
Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen des
erfindungsgemäßen Verfahrens.
Nach der Erfindung wird mittels einer Fülleinrichtung (-adapters)
nach 1 oder 2 die Möglichkeit
geschaffen, kontrolliert die benötigte Füllmenge an Gas zwischen die Scheiben
zu leiten und gleichzeitig die enthaltene Luft und oder das Luft-/Gasgemisch zu
evakuieren. Zu diesem Zwecke wird im unteren Bereich der Verglasung 1 eine
Bohrung 9 hergestellt. In die Bohrung 9 wird die Fülleinrichtung
nach 1 oder 2 mittels ihrer
elastische Muffe 5 und einer Führungshülse 4 integriert.
Am Eingang der Führungshülse 4 ist eine Gleitdichtung
6 angeordnet. Durch die Gleitdichtung 6 wird ein flexibler Schlauch
3 über einen Umlenkkeil 10 bis in Höhe des oberen Rahmens
der Scheiben 1 geführt. Bei Anordnung einer zusätzlichen Bohrung
braucht der flexible Schlauch 3 nicht so tief in den Zwischenraum geführt
zu werden. An die Schlauchtülle 8 wird eine Verbindungsleitung zum
(Edel-) Gasbehälter mit zwischen geschaltetem Druck- und oder Mengenregler
(-zähler) angeschlossen. Das (Edel-) Gas wird über das Anschlussrohr
7 und die Führungshülse 4 in den Zwischenraum der beiden
Glasscheiben 1 geleitet.
Das Edelgas hat eine größere Dichte als das zwischen den
Glasscheiben 1 befindliche Luft-/Gasgemisch und lagert sich deshalb von
unten nach oben ein. Das zwischen den beiden Glasscheiben 1 befindliche
Luft-/Gasgemisch wird durch Verdrängung durch das eingebrachte (Edel-) Gas
über den Schlauch 3 von oben nach außen abgeleitet. Die Füllmenge
kann entweder über einen Mengenzähler entsprechend des errechneten Volumens
eingebracht werden oder aber über Messung des abgeleiteten Gemisches mittels
eines Gasanalysegerätes am Austritt des Schlauches 3 dosiert werden.
Nach dem Füllvorgang wird der jetzt verschlossene Schlauch 3 fast
vollständig aus dem Scheibenverbund 1 herausgezogen, um dann die Fülleinrichtung
nach 1 oder 2 mit dem Schlauch
3 zu entfernen und die Bohrungen sofort, vorzugsweise mittels einer Glasscheibenverklebung,
zu verschließen.
- 1
- Glasscheibe
- 2
- Scheibenabstandsrahmen
- 3
- flexibler Schlauch
- 4
- Führungshülse
- 5
- Elastische Muffe
- 6
- Gleitdichtung
- 7
- Gasanschlussrohr (Füllrohr)
- 8
- Schlauchtülle (für Gasfüllschlauch)
- 9
- Glasbohrung
- 10
- Umlenkkeil (Umlenkführung)
- 11
- Verbundversiegelung
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| Anspruch[de] |
Verfahren zur Sanierung einer Isolierverglasung zur Vermeidung von Wärmeverlusten,
wobei im unteren Bereich einer der beiden Glasscheiben (1), die die Isolierverglasung
bilden, eine Bohrung (9) angeordnet wird,
durch die mittels einer Fülleinrichtung kontrolliert die benötigte Füllmenge
an Gas zwischen die Scheiben geleitet und gleichzeitig die enthaltene Luft und/oder
das Luft-Gasgemisch evakuiert wird,
wobei die Fülleinrichtung mittels einer elastische Muffe (5)
und einer Führungshülse (4) in die Bohrung (9) eingesetzt
wird,
wobei am Eingang der Führungshülse (4) eine Gleitdichtung (6)
angeordnet ist, durch die ein flexibler Schlauch (3) über einen Umlenkkeil
(10) bis in Höhe des oberen Rahmens der Isolierverglasung geführt
wird,
wobei ein Gas oder Edelgas über ein Anschlussrohr (7) und die Führungshülse
(4) in den Zwischenraum der beiden Glasscheiben (1) geleitet wird,
und
über eine am Anschlussrohr (7) angeordnete Schlauchtülle (8)
eine Verbindungsleitung zum Gasbehälter angeschlossen wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe (5)
in einem beliebigen Winkel zur Glasscheibe (1) ansetzbar ist.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Mengen- und/oder Druckregelung verwendet wird.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass eine nachträgliche Befüllung der Isolierglasscheiben mit Gas und
die Ableitung des vorhandenen Gas- und/oder Luftgemisches über eine zweite
Bohrung, unabhängig von der Fixierung der Bohrungen, mit einer Ableiteinrichtung
erfolgt.
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