Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Betreiben einer elektrischen
Maschine nach Anspruch 1 und ein Verfahren dazu nach Anspruch 3.
Aus der DE 102 05 963 A1
ist ein Verfahren und Ansteuersystem zum Ansteuern einer permanenterregten Maschine
bekannt, wobei jeder Phase der elektrischen Maschine eine Halbbrückenanordnung
mit einem ersten und einem zweiten Schaltelement zur Stromversorgung über einen
Zwischenkreis zugeordnet ist. Es wird ein Betriebszustand eines Ansteuersystems
überwacht und mit einem Schwellwert verglichen. Bei Überschreiten des
Schwellwertes wird ein Fehlerzustand detektiert und ein Kurzschluss zwischen den
Phasen der elektrischen Maschine erzeugt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine fehlerhafte Ansteuerung einer elektrischen
Maschine zu verhindern.
Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
gelöst, bei der die elektrische Maschine durch das externe Steuergerät
abschaltbar ist. Damit ist es dem externen Steuergerät möglich, die elektrische
Maschine abzuschalten, wenn das externe Steuergerät erkennt, dass ein für
die Ansteuerung der elektrischen Maschine relevanter Fehler vorliegt. Dabei werden
in der vorliegenden Druckschrift nur solche Abweichungen vom Soll, Signalerfassungs-
oder Signalübertragungsfehler, Unstimmigkeiten oder Grenzwertüberschreitungen
als Fehler betrachtet, die für die Ansteuerung der elektrischen Maschine
1 relevant sind, also zu unerwünschten Folgen führen können.
Wird im Weiteren von einem Fehler gesprochen, so ist ein Fehler in diesem Sinne
gemeint.
Auf diese Weise wird verhindert, dass die elektrische Maschine fehlerhaft
angesteuert wird. Beispielsweise könnte die elektrische Maschine durch eine
fehlerhafte Ansteuerung ein unerwünscht hohes Moment oder eine zu hohe Drehzahl
erzeugen. Dadurch könnte sich eine Überlastung der elektrischen Maschine
oder ein unerwünschtes Verhalten eines von der elektrischen Maschine angetriebenen
Aggregates oder Fahrzeuges ergeben.
Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass ein externes
Steuergerät ein Abschaltsignal an ein Ansteuersystem der elektrischen Maschine
sendet, wenn das externe Steuergerät einen Fehler erkennt.
Damit erhält das Ansteuersystem der elektrischen Maschine die
Information über das Vorliegen eines extern erkannten Fehlers und kann entsprechend
reagieren.
Im einfachsten Fall wirkt das Abschaltsignal direkt auf die Endstufe
der elektrischen Maschine, die in dieser Druckschrift als Teil des Ansteuersystems
der elektrischen Maschine aufgefasst wird. Dabei kann das Abschaltsignal so ausgeführt
sein, dass es die Information enthält, ob die Endstufe einen Dreiphasenkurzschluss
durchführen oder alle Leistungsschalter öffnen soll.
In einer anderen Ausführungsform gibt das Abschaltsignal der
externen Steuereinheit nur vor, dass eine Abschaltung der elektrischen Maschine
erfolgen soll. In diesem Fall entscheidet das Ansteuersystem der elektrischen Maschine,
ob und welche Abschaltung durchgeführt wird.
Bei dem externen Steuergerät kann es sich beispielsweise um eine
Fahrzeugsteuerung eines Kraftfahrzeuges handeln, in der die Informationen eines
aktiven Fahrwerks oder einer Traktionserkennung der Räder verarbeitet werden,
und/oder um eine Motorsteuerung, welche die Ansteuerung der elektrischen Maschine
mit einem Verbrennungsmotor und ggf. weiteren elektrischer Maschinen koordiniert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und anhand der Zeichnungen.
Dabei zeigen:
1 eine schematische Schaltungsskizze eines Ansteuersystem
einer elektrischen Maschine und eines damit verbundenen externen Steuergerätes,
2 eine schematische Schaltungsskizze eines Ansteuersystems
in Verbindung mit einer permanenterregten elektrischen Maschine.
1 zeigt ein Ansteuersystem 25 einer nicht
dargestellten elektrischen Maschine 1 und ein externes Steuergerät
30.
Das externe Steuergerät 30 tauscht über einen Datenbus
oder eine vergleichbare andere bidirektionale Kommunikationsmöglichkeit Daten
mit dem Ansteuersystem 25 der elektrischen Maschine 1 aus. Auch
auf diesem Wege können Fehlerinformationen weitergegeben werden. Die Weitergabe
und Auswertung ist aber so gestaltet, dass sie zur Durchführung einer schnellen
Sicherheitsabschaltung ungeeignet ist.
In der in 1 dargestellten Ausführungsform
weist das externe Steuergerät 30 einen Funktionsrechner
31, einen Überwachungsrechner 32 und eine Logikeinrichtung
33 auf.
Die Logikeinrichtung 33 ist über eine Signalleitung
mit dem Funktionsrechner 31 verbunden und ist über eine weitere Signalleitung
mit dem Überwachungsrechner 32 verbunden. Erkennt der Funktionsrechner
31 oder der Überwachungsrechner 32 einen für die Ansteuerung
der elektrischen Maschine 1 relevanten Fehler, so sendet er über die
ihm zugeordnete Signalleitung ein Fehlersignal an die Logikeinrichtung
33.
Die Logikeinrichtung 33 des externen Steuergerätes
30 ist über einen Abschaltpfad 34 mit dem Ansteuersystem
25 verbunden. Die Logikeinrichtung 33 gibt dann ein Abschaltsignal
über den Abschaltpfad 34 an das Ansteuersystem 25 der elektrischen
Maschine 1 weiter, wenn der Funktionsrechner 31 oder der Überwachungsrechner
32 oder beide einen Fehler erkennen.
Ein Teil des Abschaltpfades 34 ist gepunktet gezeichnet.
Damit soll dargestellt werden, dass zwischen dem Ausgang der Logikeinrichtung
33 und dem Ausgang des externen Steuergerätes 30 noch eine
Aufbereitung oder Weiterverarbeitung des Ausgangsignals der Logikeinrichtung
33 vorgesehen sein kann.
Dadurch, dass das Abschaltsignal des externen Steuergerätes
30 an das Ansteuersystem 25 weitergegeben wird, kann die von der
externen Steuergerät 30 ausgelöste Abschaltreaktion in einen
Abschaltpfad des Ansteuersystems 25 integriert werden.
Dadurch, dass ein separater Abschaltpfad 34 vorgesehen ist,
wird eine schnelle Reaktion der elektrischen Maschine auf extern erkannte Fehler
ermöglicht. Dazu weist der Abschaltpfad vorzugsweise eine Übertragungsrate
auf, die gegenüber der sonstigen Datenübertragung zwischen externem Steuergerät
30 und Ansteuersystem 25 schnell ist. Bevorzugt ist der Weg des
Abschaltpfades 34 so gewählt, dass unnötige Umwege, z.B. über
den Funktionsrechner 3 des Ansteuersystems 25 vermieden werden.
Das Ansteuersystem 25 der elektrischen Maschine
1 ist in 1, wie durch gestrichelte Umrandung
angedeutet wird, nur unvollständig dargestellt. Es weist einen Funktionsrechner
3, einen Überwachungsrechner 4 und verschiedene Logikeinrichtungen
9, 10, 11, 26, 27, 28,
29 auf. Wie in 2 dargestellt, können
diese Logikeinrichtungen 9, 10, 11, 26,
27, 28, 29 in einem Logikbaustein 5 angeordnet
sein.
In der in 1 dargestellten Ausführungsform
ist die Logikeinrichtung 33 des externen Steuergerätes direkt oder
indirekt mit einer Schalteinrichtung 29 des Ansteuersystems 25
verbunden.
Nach Maßgabe des über die Abschaltleitung 34 übertragenen
Abschaltsignals des externen Steuergerätes 30 nimmt die Schalteinrichtung
29 eine als 0-Stellung bezeichnete Schaltstellung oder eine als 1-Stellung
bezeichnete Schaltstellung ein. Ebenso können die zwei Zustände durch
verschiedene Signalarten oder verschiedene Signalniveaus dargestellt werden.
Beispielsweise ist diese abschaltsignalabhängige Umschaltung
so ausgeführt, dass zwei unterschiedliche Zustände dadurch dargestellt
werden, dass unterschieden wird, ob ein Abschaltsignal oder kein Abschaltsignal
anliegt.
Liegt kein Abschaltsignal des externen Steuergerätes
30 auf der Abschaltleitung 34, so befindet sich das Steuerelement
29 in einer 1-Stellung und verbindet einen Teilbereich 8 des Funktionsrechners
3 mit einer Schalteinrichtung 10.
Liegt ein Abschaltsignal des externen Steuergerätes
30 auf der Abschaltleitung 34, so befindet sich das Steuerelement
29 in einer 0-Stellung und verbindet eine Schalteinrichtung 28
des Überwachungsrechners 4 mit einer Schalteinrichtung 10.
Wie in 2 dargestellt gibt die Schalteinrichtung
10 die von der Schalteinrichtung 28 ausgegebenen Informationen
zur Abschaltung der elektrischen Maschine letztlich an eine Endstufe 2
der elektrischen Maschine 1 weiter. Damit kann eine Abschaltung der elektrischen
Maschine erfolgen, wenn eine externe Steuereinheit einen Fehler erkennt, auch wenn
die Ansteuerung der elektrischen Maschine selbst keinen Fehler erkennt. Dadurch
wird die Fehlererkennungsrate erhöht und die elektrische Maschine besser vor
einer fehlerhaften Ansteuerung geschützt.
Die Schalteinrichtung 28 gibt die Informationen für
einen Dreiphasenkurzschluss (KS) aus, wenn sie sich in 0-Stellung 0 befindet. Sie
gibt die Informationen für ein Öffnen aller Leistungsschalter der Endstufe
2 der elektrischen Maschine 1 aus (LS = 0), wenn sich die Schalteinrichtung
28 in 1-Stellung befindet.
Die Schalteinrichtung 28 ist über eine Steuerleitung
mit dem Teilbereich 8 des Funktionsrechners 3 verbunden. Nach
Maßgabe des an dieser Steuerleitung anliegenden Signals nimmt die Schalteinrichtung
28 die 0-Stellung oder die 1-Stellung ein. Damit kann abhängig von
Informationen des Funktionsrechners 3eine Abschaltung über einen Dreiphasenkurzschluss
oder ein Öffnen aller Leistungsschalter der Endstufe 2 erfolgen. Diese
Entscheidung kann beispielsweise davon abhängig gemacht werden, ob der Funktionsrechner
3 erkennt, dass eine erfasste Drehzahl einen zugehörigen Grenzwert
unterschreitet.
Wie in 1 angedeutet, ist auch das Ansteuersystem
25 in der Lage, unabhängig von einem externen Steuergerät
30 eine Abschaltung der elektrischen Maschine 1 auszulösen
und durchzuführen. In 2 ist dies beispielhaft
für die Abschaltung einer permanenterregten Maschine dargestellt. Dabei ist
die in 2 dargestellte Ausführungsform so ausgebildet,
dass die abgeschaltete Maschine 1 kein nennenswertes Bremsmoment erzeugt.
2 zeigt eine schematische Schaltungsskizze eines Ansteuersystems
in Verbindung mit einer permanenterregten elektrischen Maschine 1.
Die elektrische Maschine 1 ist mit einer Endstufe
2 verbunden. Die Endstufe 2 kann als Umrichter bzw. als Stromrichter
ausgebildet sein. Die dargestellte Endstufe 2 weist drei obere Schaltelemente
2o1, 2o2, 2o3 und drei untere Schaltelemente
2u1, 2u2, 2u3 auf. Die Schaltelemente sind typischerweise
als Leistungsschalter ausgebildet. Die Schaltelemente bilden drei Halbbrückenanordnungen
die aus jeweils zwei der Schaltelementen 2o1, 2u1; 2o2,
2u2 und 2o3, 2u3 gebildet werden und jeweils eine der
drei Phasen der elektrischen Maschine 1 ansteuern.
Die Endstufe 2 ist über einen, in 1
nicht dargestellten. Hauptschütz mit einer, ebenfalls in 1
nicht dargestellten, Versorgungseinrichtung der elektrischen Maschine
1 (z.B. einer Batterie) verbunden. Die Versorgungseinrichtung versorgt
die Endstufe 2 mit einer Versorgungsspannung U_DC. Über den Hauptschütz
kann die Versorgungseinrichtung ein- und ausgeschaltet werden.
Die Endstufe 2 ist mit einem Logikbaustein 5 verbunden
und wird von diesem angesteuert. Außerdem gibt die Endstufe 2 Informationen
über die Versorgungsspannung U_DC und Informationen über eine korrekte
Umsetzung eines Dreiphasenkurzschlusses an den Logikbaustein 5 weiter.
Ebenso können Informationen über eine korrekte Umsetzung eine Öffnung
der Schaltelemente 2o1, 2o2, 2o3, 2u1,
2u2 oder 2u3 oder über eine Spannung U_CE eines Schaltelements
2o1, 2o2, 2o3, 2u1, 2u2 oder
2u3 an den Logikbaustein 5 weitergegeben werden.
Der Logikbaustein 5 ist mit einem Funktionsrechner
3 und einem Überwachungsrechner 4 verbunden und erhält
von diesen Daten. Der Funktionsrechner 3 und der Überwachungsrechner
4 sind ebenfalls miteinander verbunden und tauschen miteinander Daten aus.
Dabei überwacht der Überwachungsrechner 4 den fehlerfreien Betrieb
des Funktionsrechners 3.
Der Funktionsrechner 3 erhält die Informationen eines
Drehzahlsensors 6, welcher bevorzugt eine Drehzahl D1 der elektrischen
Maschine 1 erfasst.
Darüber hinaus können ein oder mehrere weitere Drehzahlsensoren
7 zur Erfassung einer oder mehrerer Drehzahlen D2 vorgesehen sein. Beispielsweise
kann als Drehzahl D2 ebenfalls die Drehzahl der elektrischen Maschine
1 erfasst werden. Ebenso kann eine Drehzahl eines mit der elektrischen
Maschine 1 verbundenen Getriebes, eine Raddrehzahl eines Fahrzeugrades
oder eine andere relevante Drehzahl erfasst werden. Bevorzugt ist der Drehzahlsensor
7ein Raddrehzahlsensor eines Fahrzeugrades eines elektronischen Stabilitätsprogramms.
In 2 ist der Drehzahlsensor
7 mit dem Funktionsrechner 3 verbunden. Über diese Verbindung
erhält der Funktionsrechner 3 Informationen des Drehzahlsensors
7 über die erfasste Drehzahl D2.
Der Funktionsrechner 3 weist einen Bereich 8 auf.
Dieser Bereich 8 wird bei einem Zwei-Ebenen-Überwachungssystem oder
einem Drei-Ebenen-Überwachungssystem als erste Ebene bezeichnet. In diesem
Fall wird die erste Ebene von einer zweiten Ebene und ggf. einer dritten Ebene überwacht.
In dem Bereich 8 des Funktionsrechners 3 werden die aktuellen
Ansteuersignale zur Ansteuerung der elektrischen Maschine 1 berechnet.
Diese Ansteuersignale werden von dem Bereich 8 des Funktionsrechners
3 an einen Schalter 10 des Logikbausteins 5 weitergegeben.
Der Schalter 10 des Logikbausteins 5 gibt die Ansteuersignale
über eine Steuerleitung an einen Schalter 14 des Logikbausteins
5 weiter. Der Schalter 14 des Logikbausteins 5 gibt die
Ansteuersignale über eine Steuerleitung an einen Schalter 16 des Logikbausteins
5 weiter. Der Schalter 16 des Logikbausteins 5 gibt die
Ansteuersignale über eine Steuerleitung an die Endstufe 2 weiter.
Die Endstufe 2 stellt ihre Schaltelemente 2o1, 2o2,
2o3, 2u1, 2u2, 2u3 nach Maßgabe der Ansteuersignale
ein und steuert die elektrische Maschine 1 entsprechend den Ansteuersignalen
an.
Der Funktionsrechner 3 ist über einen Abschaltpfad mit
einem Element 9 des Logikbausteins 5 verbunden. Dabei wird als
Abschaltpfad eine Verbindung bezeichnet, über die wahlweise ein Freigabesignal
oder ein Abschaltsignal weitergegeben werden kann.
Der Überwachungsrechner 4 ist ebenfalls über einen
Abschaltpfad mit dem Element 9 des Logikbausteins 5 verbunden.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Abschaltsignal als
spannungsfreier Defaultzustand vorgesehen. Wird durch einen Fehler kein Signal vom
Funktionsrechner 3 oder von Überwachungsrechner
4 an den Logikbaustein 5 übertragen, so interpretiert der
Logikbaustein 5 dies als Abschaltsignal.
Das Element 9 ist in der in 2
dargestellten Ausführungsform als ein „logisches UND" ausgebildet. Element
9 kann wie alle Elemente des Logikbausteins 5 als ein Elektronikbauteil,
als eine Struktur innerhalb eines Logikbausteins oder mittels einer Software dargestellt
werden. Empfängt das „logische UND" 9 sowohl vom Funktionsrechner
3 als auch vom Überwachungsrechner 4 ein Freigabesignal,
so gibt es ein Freigabesignal an den Schalter 10 weiter, ansonsten gibt
es ein Abschaltsignal weiter.
In einer alternativen Ausführungsform ist das Element
9 als ein „logisches ODER" oder dergleichen ausgeführt. In
diesem Falle gibt das Element 9 dann ein Abschaltsignal an den Schalter
10, wenn es vom Funktionsrechner 3 oder vom Überwachungsrechner
4 oder von beiden ein Abschaltsignal erhält.
Empfängt der Schalter 10 ein Abschaltsignal vom Element
9, so schaltet er um und unterbricht so die Weitergabe der von Bereich
8 der Funktionsrechners 3 berechneten Ansteuersignale. Anstatt
der Ansteuersignale von Bereich 8werden nunmehr die Ansteuersignale eines
Elements 11 des Logikbausteins 5 weitergegeben. Dabei handelt
es sich bei dem Element 11 typischerweise um einen permanenten Speicher,
in dem die Ansteuersignale für einen Dreiphasenkurzschluss fest hinterlegt
sind.
Diese Ansteuersignale des Elements 11 werden über den
Schalter 10 in die Steuerleitung eingespeist und über Schalter
14 und Schalter 16 an die Endstufe 2 weitergegeben. Die
Endstufe 2 stellt ihre Schaltelemente 2o1, 2o2,
2o3, 2u1, 2u2, 2u3 nach Maßgabe der Ansteuersignale
für einen Dreiphasenkurzschluss ein und erzeugt so einen Dreiphasenkurzschluss
der elektrische Maschine 1.
Dabei können die Ansteuersignale einen Dreiphasenkurzschluss
der Schaltelemente 2o1, 2o2, 2o3 oder der Schaltelemente
2u1, 2u2, 2u3 vorsehen. Auch kann vorgesehen sein, auf
die jeweils andere Variante eines Dreiphasenkurzschlusses zu wechseln, wenn Informationen
über den Betriebszustand der Schaltelemente 2o1, 2o2,
2o3, 2u1, 2u2, 2u3 den Schluss zulassen, dass
der gewählte Dreiphasenkurzschluss nicht fehlerfrei durchgeführt werden
kann oder durchgeführt wurde.
Der Schalter 14 ist mit einem Element 19 verbunden.
Das Element 19 ist eine Logik, die bei Vorliegen festgelegter Eingangsdaten
ein Abschaltsignal an einen Schalter 14 sendet. Dabei bewirkt das Abschaltsignal,
dass der Schalter 14 in einen Schaltzustand geschaltet wird, in dem er
ihm zugeordnete Ansteuersignale zur Abschaltung der elektrischen Maschine
1 weitergeben kann.
Das Element 19 ist über ein Element 20 mit
dem Drehzahlsensor 6 verbunden. Das Element 20 erhält vom
Drehzahlsensor 6 Informationen über die vom Drehzahlsensor
6 erfasste Drehzahl D1. Bei der Drehzahl D1 handelt es sich bevorzugt um
eine Drehzahl der elektrischen Maschine 1. Das Element 20 überprüft,
ob die Drehzahl D1 unter einem Grenzwert GR1 liegt. In einer vereinfachten Ausführungsform
gibt in das Element 20 ein Signal an das Element 19 weiter, wenn
dies der Fall ist.
In einer Weiterbildung dieser Ausführungsform wird überprüft,
ob der Drehzahlsensor 6 und die Signalübertragung des Wertes für
D1 fehlerfrei arbeiten. In 1 ist diese Prüfung
in einem Element 18 angeordnet. Dabei wertet Element 19 die vom
Element 20 zugeführte Information über die Drehzahl D1 des Sensors
6 nur dann aus, wenn zusätzlich das Element 18 an das Element
19 signalisiert, dass der Drehzahlsensor 6 und die Signalübertragung
des Wertes für D1 fehlerfrei arbeiten.
Ist dies nicht der Fall, so kann in einer Weiterbildung ersatzweise
ein fest hinterlegter Drehzahlwert angenommen werden.
In der 2 ist eine Ausführungsform
dargestellt, bei der das Element 19 über ein Element 17 mit
dem Funktionsrechner 3 verbunden ist. Das Element 17 erhält
vom Funktionsrechner 3 eine Drehzahlinformation D2 eines zusätzlichen
Sensors 7. Dabei kann das Element 17, alternativ zur in
1 dargestellten Ausführungsform, auch im Funktionsrechner
3 angeordnet sein.
In einer Weiterbildung gibt das Element 17 nur dann ein Signal
and das Element 19 weiter, wenn die Drehzahlinformation D2 den Grenzwert
GR2 unterschreitet. In einer alternativen vereinfachten Ausführungsform gibt
das Element 19 ein Signal an das Element 14 weiter, wenn dies
der Fall ist.
In einer Weiterbildung dieser alternativen Ausführungsform wird
die von dem zusätzlichen Drehzahlsensor 7 dem Funktionsrechner
3 zugeführte Drehzahlinformation D2 durch die von dem Drehzahlsensor
6 dem Funktionsrechner 3 zugeführte Drehzahlinformation D1
ersetzt, wenn der Funktionsrechner 3 einen Fehler des Drehzahlsensors
7 oder der Datenübertragung des Drehzahlsensors 7 erkennt.
In diesem Fall gibt Element 17 entsprechend einer bevorzugten Weiterbildung
nur dann ein Signal an das Element 19 weiter, wenn die im Funktionsrechner
3 erfasste Drehzahlinformation D1 den Grenzwert GR1 unterschreitet.
In einer bevorzugten Ausführungsform gibt in das Element
19 dann ein Signal an das Element 14
weiter, wenn die Elemente 17 und 20 jeweils eine
Grenzwertunterschreitung erkennen und keine Informationen über eine fehlerhafte
Erfassung oder Übertragung der grenzwert unterschreitenden Signale vorliegen.
Die Ansteuersignale, die der Schalter 10 über die Steuerleitung
an den Schalter 14 weitergibt, werden auch an ein Element 12 weitergegeben.
Anhand der Ansteuersignale von Schalter 10 erkennt das Element
12, ob ein Dreiphasenkurzschluss ausgelöst werden soll. Das Element
12 gibt diese Informationen an den Funktionsrechner 3 und an das
Element 19 des Logikbausteins 5 weiter.
Das Element 12 ist außerdem mit der Endstufe
2 verbunden und erhält von dieser Informationen über deren Betriebszustand
bzw. den Betriebszustand ihrer Schaltelemente 2o1, 2o2,
2o3, 2u1, 2u2, 2u3. Typischerweise wird dabei
übermittelt, ob eine Spannung U_CE der Schaltelemente 2o1,
2o2, 2o3, 2u1, 2u2, 2u3 einen zulässigen
Wert einnimmt. Anhand der Informationen von der Endstufe 2 erkennt das
Element 12, ob die Endstufe 2einen Dreiphasenkurzschluss der elektrischen
Maschine 1 erzeugt. Liegt ein ordnungsgemäß durchgeführter
Dreiphasenkurzschluss vor, so gibt das Element 12 diese Informationen an
den Funktionsrechner 3 und an ein Element 19 der Logik
5. Liegt ein fehlerhaft durchgeführter Dreiphasenkurzschluss vor,
so ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, die Variante des Dreiphasenkurzschlusses
von Kurzschluss der Schaltelemente 2o1, 2o2, 2o3 auf
Kurzschluss der Schaltelemente 2o1, 2o2, 2o3,
2u1, 2u2, 2u3 oder umgekehrt zu wechseln.
In der in 2 dargestellten Ausführungsform
sendet das Element 19 ein Abschaltsignal an Schalter 14, falls
das Element 19 die Information erhält, dass der Funktionsrechner
3 über das Element 17 eine Drehzahl D2 bzw. D1 unterhalb
des ihr zugeordneten Grenzwertes GR2 bzw. GR1 erkannt hat und das Element
12 einen Dreiphasenkurzschluss der Endstufe 2 und kein Anliegen
eines Abschaltsignals von Element 9 an Schalter 10 erkannt hat.
Hier ist anhand der in Element 19 vorliegenden Signale davon auszugehen,
dass der Funktionsrechner 3 fehlerfrei arbeitet. Daher kann dem über
das Element 17 weitergegebenen Signal vertraut werden und bei Unterschreitung
der Grenzwertes GR2 bzw. GR1 durch D2 bzw. D1 die Umschaltung auf offene Schaltelemente
2o1, 2o2, 2o3, 2u1, 2u2,
2u3 durch senden eines Abschaltsignals an Schalter 14 initiiert
werden. Dieses Verhalten kann genutzt werden, um einen Abschaltbefehl der von einem
externen Steuergerät zugeführt wird und nicht auf einer Fehlererkennung
des Funktionsrechners 3 oder des Überwachungsrechners 4 beruht
in das Verfahren einzubinden. Damit ist es möglich auch für einen externen
Abschaltbefehl drehzahlabhängig und/oder abhängig von einer Spannung U_DC
einen Dreiphasenkurzschluss oder eine Abschaltung der elektrischen Maschine durch
Öffnen aller Schaltelemente 2o1, 2o2, 2o3,
2u1, 2u2, 2u3 auszulösen.
In der in 2 dargestellten Ausführungsform
sendet das Element 19 ein Abschaltsignal an Schalter 14, falls
das Element 19 die Information erhält, dass das Element
20 die Drehzahl D1 als unterhalb des ihr zugeordneten Grenzwertes GR1 liegend
erkannt hat und das Element 12 einen Dreiphasenkurzschluss der Endstufe
2 und das Anliegen eines Abschaltsignals von Element 9 an Schalter
10 erkannt hat. Liegt ein Abschaltsignal von Element 9 an Schalter
10 an, so kann den Daten vom Funktionsrechner 3 und von Überwachungsrechner
4 nicht mehr vertraut werden. Daher ist es sinnvoll in diesem Fall das
von dem Funktionsrechner 3 an das Element 17 weitergegebene Drehzahlsignal
nicht zu verwenden, sondern auf das direkt vom Sensor 6 an den Logikbaustein
5 weitergegebene Drehzahlsignal D1 zu vertrauen.
In diesem zuletzt dargestellten Fall muss in der in 2
dargestellten Ausführungsform zusätzlich das Element 18 an das
Element 19 signalisieren, dass der Sensor 6 fehlerfrei arbeitet.
Ist dies nicht der Fall, so kann ersatzweise ein fest hinterlegter Drehzahlwert
angenommen werden. Dies gilt auch für den Fall, dass das Element
17 ersatzweise auf die Drehzahl D1 ausgewichen ist und Element
18 einen Fehler des Sensors 6 erkennt.
Empfängt der Schalter 14 ein Abschaltsignal vom Element
19, so schaltet er um und unterbricht so die Weitergabe der von Element
10 kommenden Ansteuersignale. Anstatt dieser Ansteuersignale werden nunmehr
die Informationen eines Elements 13 der Logik 5 weitergegeben.
Dabei handelt es sich bei dem Element 13 typischerweise um einen permanenten
Speicher, in dem die Ansteuersignale für eine Öffnung aller Schaltelemente
2o1, 2o2, 2o3, 2u1, 2u2,
2u3 der Endstufe 2 fest hinterlegt sind.
Diese Ansteuersignale des Elements 13 werden über den
Schalter 14 in die Steuerleitung eingespeist und über Schalter
16 an die Endstufe 2 weitergegeben. Die Endstufe 2 öffnet
ihre Schaltelemente 2o1, 2o2, 2o3, 2u1,
2u2, 2u3 nach Maßgabe der ihr zugeführten Ansteuersignale
Betriebsparameter und steuert so die elektrische Maschine 1 an.
Die Informationen, die der Schalter 14 über die Steuerleitung
an den Schalter 16 weitergibt, werden auch an ein Element 21 weitergegeben.
Anhand der Informationen von Schalter 14 erkennt das Element
21, ob alle Schaltelemente 2o1, 2o2, 2o3,
2u1, 2u2, 2u3 geöffnet werden soll. Diese Information
gibt das Element 21 an den Funktionsrechner 3 weiter.
Die Endstufe 2 gibt Informationen über die an ihr anliegende
Spannungen U_CE an ein Element 22 weiter. Element 22 ist ein Vergleicher
der den zugeführten Wert für die Spannung U_CE mit einem Wert Umax vergleicht
und ein Abschaltsignal an den Schalter 16 weitergibt, wenn U_CE größer
als Umax ist.
Erhält der Schalter 16 von Element 22 ein Abschaltsignal,
so schaltet er um und unterbricht so die Weitergabe der von Element 14
kommenden Ansteuersignale. Anstatt dieser Ansteuersignale werden nunmehr die Ansteuersignale
eines Elements 15 der Logik 5 weitergegeben. Dabei handelt es
sich bei dem Element 15 typischerweise um einen permanenten Speicher, in
dem die Ansteuersignale für einen Dreiphasenkurzschluss der Endstufe
2 fest hinterlegt sind.