Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Wasserdampf
(Dampf) in Dampfreformierungsprozessen, bei dem zumindest ein erster und ein zweiter
Dampfstrom erzeugt werden, wobei der erste Dampfstrom (Prozessdampf) vollständig
im Dampfreformierungsprozess eingesetzt wird, während der zweite Dampfstrom
(Exportdampf) extern genutzt wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
In Dampfreformierungsprozessen werden Kohlenwasserstoffe enthaltende
Einsätze, wie Erdgas, Leichtbenzin oder Naphtha, mit Wasserdampf vermischt
und in Dampfreformern zu Synthesegas – einer Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff
(H2) enthaltenden Gasmischung – umgesetzt. Aus dem Synthesegas
werden durch Reinigung und Zerlegung in weiteren Prozessschritten Stoffe wie CO,
H2 oder Oxogas (eine definierte Mischung aus H2 und CO) gewonnen
und als Produkte abgegeben. Um die eingesetzten Kohlenwasserstoffe mit hohem Umwandlungsgrad
umzusetzen, wird die Dampfreformierung in derartigen Prozessen gewöhnlich mit
einem Wasserdampfüberschuss durchgeführt. Um das überschüssige
Wasser zu entfernen, wird das auf diese Weise erzeugte Synthesegas bis unterhalb
des Wasserdampftaupunktes abgekühlt, wodurch der Wasserdampf auskondensiert
und ein sog. Prozesskondensat bildet, das zum überwiegenden Teil aus Wasser
besteht und i.Allg. mit Verunreinigungen wie Methanol, Ammoniak, Kohlendioxid, Ameisensäure
und Essigsäure beladen ist.
Nach dem Stand der Technik wird das Prozesskondensat mit entmineralisiertem
Wasser, das dem Prozess gewöhnlich von außen zugeführt wird, gemischt.
Das so gebildete Mischwasser wird anschließend entgast und gegen im Dampfreformierungsprozess
abzukühlende oder abkühlbare Stoffströme verdampft. Nach Überhitzung
des Dampfes gegen abkühlbare Abgase, wird ein Teil des Dampfes (Prozessdampf)
prozessintern eingesetzt, während der verbleibende Rest (Exportdampf) nicht
innerhalb des Dampfreformierungsprozesses, sondern in einem externen Prozess genutzt
wird. Die Erzeugung von Exportdampf ermöglicht es, im Dampfreformierungsprozess
nicht verwertbare Wärme zu nutzen und die Wirtschaftlichkeit des Dampfreformierungsprozesses
zu steigern.
Oft sind die Ansprüche der Abnehmer an die Qualität des
Exportdampfes so hoch, dass sie von einem auf die oben beschriebene Weise erzeugten
Exportdampf nicht erfüllt werden können. So darf beispielsweise die elektrische
Leitfähigkeit von Exportdampf, der in einer Kondensationsturbine genutzt werden
soll, nicht größer als 0,2 &mgr;S/cm sein, ein Wert, der aufgrund der
im Prozesskondensat enthaltenen Verunreinigungen jedoch häufig überschritten
wird. Um auch in solchen Fällen nicht auf die Produktion von Exportdampf verzichten
zu müssen, existieren Verfahren, die vorsehen das Prozesskondensat zu reinigen,
bevor es mit entmineralisiertem Wasser gemischt wird.
Zur Reinigung des Prozesskondensats sind Verfahren bekannt, in denen
die unerwünschten Stoffe durch Strippung in Strippkolonnen abgetrennt werden.
Als Strippgas werden hierbei Luft oder Kohlenwasserstoffe enthaltende Stoffströme
(z. B. Erdgas) eingesetzt.
In anderen Verfahren wird das Prozesskondensat entspannt und anschließend
mittels Niederdruck-Wasserdampf, Luft oder Stickstoff in einer Waschkolonne entgast.
Die Verunreinigungen werden dabei zusammen mit dem Reinigungsmedium ins freie abgeführt.
Um auch hohen Anforderungen an die Reinheit des erzeugten Dampfes genügen zu
können, sehen diese Verfahren einen weiteren Reinigungsschritt durch Ionenaustausch
in entsprechenden Reaktoren vor.
Um nach dem Stand der Technik in einem Dampfreformierungsprozess Exportdampf
mit hoher Reinheit zu erzeugen, ist ein erheblicher apparativer (Stripperkolonnen,
Ionenaustauscher) und damit auch finanzieller Aufwand nötig. Darüber hinaus
verringert sich u. U. die Menge an Exportdampf, da die für die Reinigung benötigte
Energie nicht mehr zurück gewonnen werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren der
eingangs genannten Art sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
anzugeben, das es erlaubt Exportdampf mit hoher Reinheit, aber ohne die Nachteile
des Standes der Technik zu erzeugen.
Diese Aufgabe wird verfahrensseitig erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass der Exportdampf ausschließlich durch Verdampfung von entgastem
und entmineralisiertem Wasser (Reinwasser) erzeugt wird.
Der zur Erzeugung von Exportdampf bestimmte Anteil des Reinwassers
sowie der für den Export bestimmte Anteil des Reindampfes, werden im Dampfreformierungsprozess
nicht mit anderen Stoffströmen vermischt, insbesondere nicht mit Prozesskondensat
oder Prozessdampf. Die Reinheit des Exportdampfes wird somit ausschließlich
durch die Reinheit des Reinwassers bestimmt. Zweckmäßigerweise wird das
Reinwasser aus Trinkwasser oder aus einem anderen, nur geringe Mengen an Verunreinigungen
aufweisenden Wasser in Wasseraufbereitungsprozessen hergestellt, wie sie aus dem
Stand der Technik hinlänglich bekannt sind.
Die Überhitzung des Exportdampfes und/oder die Verdampfung des
Reinwassers erfolgt erfindungsgemäß durch indirekten Wärmetausch
mit im Dampfreformierungsprozess abzukühlenden und/oder abkühlbaren Stoffströmen.
Unter "abzukühlenden Stoffströmen" sind dabei solche Stoffströme
zu verstehen, die im Dampfreformierungsprozess abgekühlt werden müssen,
um die gewünschten Produkte zu erhalten. Ein Beispiel für einen solchen
Stoffstrom ist ein Synthesegasstrom, der heiß aus einem Dampfreformer austritt
und kalt in eine Zerlegungseinrichtung eingeleitet werden muss. Unter "abkühlbaren
Stoffströmen" sind Stoffströme zu verstehen, die, z. B. aus Gründen
einer besseren Energienutzung, abgekühlt werden können, deren Nichtabkühlung
jedoch keinen Einfluss auf die Menge und die Qualität der herzustellenden Produkte
hat. Ein Beispiel für einen derartigen Stoffstrom ist das heiße, aus einem
Dampfreformer abströmende Abgas.
Eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht
vor, dass der Prozessdampf aus im Dampfreformierungsprozess anfallendem, überwiegend
aus Wasser bestehendem Kondensat (Prozesskondensat) oder aus einer Mischung aus
Prozesskondensat und Reinwasser erzeugt wird. Bevorzugt werden Prozesskondensat
und Reinwasser gemischt, die dabei entstehende Flüssigkeitsmischung durch Erhitzung
verdampft und der so erzeugte Dampfstrom – gegebenenfalls nach Überhitzung
– als Prozessdampf weitergeführt. Eine andere bevorzugte Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass Prozesskondensat und
Reinwasser getrennt in die Dampfphase überführt werden. Die so erzeugten
Dampfströme werden anschließend zusammengeführt und – gegebenenfalls
nach Überhitzung – als Prozessdampf weitergeleitet.
Die Überhitzung des Prozessdampfes und/oder die Verdampfung des
Prozesskondensats oder einer Mischung aus Prozesskondensat und Reinwasser, erfolgt
erfindungsgemäß durch indirekten Wärmetausch mit im Dampfreformierungsprozess
abzukühlenden und/oder abkühlbaren Stoffströmen.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Erzeugung von Wasserdampf
(Dampf) in einer Dampfreformierungseinrichtung (Dampfreformer), in der zumindest
ein erster und ein zweiter Dampfstrom erzeugt wird, wobei der erste Dampfstrom (Prozessdampf)
vollständig innerhalb des Dampfreformers eingesetzt wird, während der
zweite Dampfstrom (Exportdampf) extern genutzt wird, Vorrichtungsseitig wird die
gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Dampfreformer
mit einer Einrichtung zur Erzeugung von Exportdampf ausgestattet ist, welcher ausschließlich
entgastes und entmineralisiertes Wasser (Reinwasser) zuführbar ist.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sieht vor, dass die Einrichtung zur Erzeugung von Exportdampf Wärmetauscher
umfasst, über welche abzukühlenden und/oder abkühlbaren Stoffströmen
Wärme im indirekten Wärmetausch entziehbar und auf aus Reinwasser erzeugten
Dampf und/oder auf Reinwasser übertragbar ist.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sieht vor, dass der Dampfreformer mit einer Einrichtung zur Erzeugung
von Prozessdampf ausgestattet ist, welcher im Dampfreformierungsprozess anfallendes
Kondensat (Prozesskondensat) oder einer Mischung aus Prozesskondensat und Reinwasser
zuführbar ist.
Eine andere bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sieht vor, dass die Einrichtung zur Erzeugung von Prozessdampf Wärmetauscher
umfasst, über welche abzukühlenden und/oder abkühlbaren Stoffströmen
Wärme im indirekten Wärmetausch entziehbar und auf aus dem Prozesskondensat
oder einer Mischung aus Prozesskondensat und Reinwasser erzeugten Dampf und/oder
auf Prozesskondensat oder einer Mischung aus Prozesskondensat und Reinwasser übertragbar
ist.
Mit der Erfindung ist es möglich, die in einem Dampfreformierungsprozess
anfallende Abwärme auch dann durch die Erzeugung von Exportdampf auf wirtschaftliche
Weise zu nutzen, wenn an die Reinheit des Exportdampfes höchste Anforderungen
gestellt werden. Durch die vollständige Trennung von Prozess- und Reindampferzeugung,
besteht keinerlei Gefahr, den Exportdampf durch den Eintrag unerwünschter Substanzen
– beispielsweise aus dem Prozesskondensat – zu verunreinigen.
Im Folgenden soll die Erfindung anhand der in den 1
bis 3 schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele
naher erläutert werden. Bei den Ausführungsbeispielen handelt es sich
um Ausschnitte aus Dampfreformierungsprozessen, in denen aus einem Kohlenwasserstoffe
enthaltenden Einsatzstoffstrom in einem von außen beheizten Dampfreformer Synthesegas
erzeugt und einer Zerlegungseinheit zur Herstellung von Produkten, wie z. B. Wasserstoff
und Kohlenmonoxid, zugeführt wird.
In dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
wird entmineralisiertes und entgastes Importwasser über Leitung 1
in die Dampftrommel D1 eingeleitet und mit bereits darin befindlichem heißem
Wasser gemischt. Über Leitung 2 wird Wasser aus der Dampftrommel D1
abgezogen und in zwei Teilströme aufgeteilt. Der erste Teilstrom wird über
Leitung 3 dem Wärmetauscher E1 zugeführt, in welchem er dem über
Leitung 4 aus dem Dampfreformer (nicht dargestellt) zugeführten
Abgasstrom Wärme entzieht und dabei teilweise verdampft wird. Das so gebildete
Flüssigkeits-Dampf-Gemisch wird über Leitung 5 zurück in
die Dampftrommel D1 geführt, in der Flüssigkeit und Dampf getrennt werden,
während der abgekühlte Abgasstrom über Leitung 6 in den
Kamin (nicht dargestellt) geleitet wird. Der zweite Teilstrom wird über Leitung
7 dem Wärmetauscher E2 zugeführt, in welchem er dem abzukühlenden,
über Leitung 8 zugeführten Synthesegasstrom Wärme entzieht
und dabei teilweise verdampft wird. Das so gebildete Flüssigkeits-Dampf-Gemisch
wird über Leitung 9 ebenfalls zurück in die Dampftrommel D1 geführt,
in der Flüssigkeit und Dampf getrennt werden, während der abgekühlte
Synthesegasstrom über Leitung 10 zur Zerlegungseinheit weitergeleitet
wird. Der Dampf aus der Dampftrommel D1 wird über Leitung 11 abgezogen
und dem im Abgasstrom vor dem Wärmetauscher E1 angeordneten Wärmetauscher
E3 zugeführt, in dem er überhitzt wird und dabei dem über Leitung
12 einströmenden heißen Abgasstrom Wärme entzieht. Über
Leitung 13 wird der überhitzte Dampf aus dem Wärmetauscher E3
abgezogen und als Reindampf weitergeführt.
Eine Mischung aus Prozesskondensat und Reinwasser, deren Reinheit
prozessinternen Zwecken genügt, wird über Leitung 14 der Dampftrommel
D2 zugeführt und mit bereits darin befindlichem Wasser gemischt. Über
Leitung 15 wird Wasser aus der Dampftrommel D2 abgezogen und dem Wärmetauscher
E4 zugeführt, in welchem er dem über Leitung 16 aus dem Dampfreformer
zugeführten Synthesegasstrom Wärme entzieht und dabei teilweise verdampft
wird. Das so gebildete Flüssigkeits-Dampf-Gemisch wird über Leitung
17 zurück in die Dampftrommel D2 geführt, in der Flüssigkeit
und Dampf getrennt werden, während der abgekühlte Synthesegasstrom über
Leitung 8 zum Wärmetauscher E2 weitergeleitet wird. Der Dampf aus
der Dampftrommel D2 wird über Leitung 18 abgezogen und als Prozessdampf
als Einsatz zum Dampfreformer weitergeführt.
In dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
wird entmineralisiertes und entgastes Reinwasser über Leitung 21 in
die Dampftrommel D11 eingeleitet und mit bereits darin befindlichem Wasser gemischt.
Über Leitung 22 wird Wasser aus der Dampftrommel D11 abgezogen und
in zwei Teilströme aufgeteilt. Der erste Teilstrom wird über Leitung
23 dem Wärmetauscher E11 zugeführt, in welchem er dem über
Leitung 24 zugeführten Abgasstrom Wärme entzieht und dabei teilweise
verdampft wird. Das so gebildete Flüssigkeits-Dampf-Gemisch wird über
Leitung 25 zurück in die Dampftrommel D11 geführt, in der Flüssigkeit
und Dampf getrennt werden, während der abgekühlte Abgasstrom über
Leitung 26 in den Wärmetauscher E14 geleitet wird. Der zweite Teilstrom
wird über Leitung 27 dem Wärmetauscher E12 zugeführt, in
welchem er dem abzukühlenden, über Leitung 28 aus dem Dampfreformer
(nicht dargestellt) zugeführten Synthesegasstrom Wärme entzieht und dabei
teilweise verdampft wird. Das so gebildete Flüssigkeits-Dampf-Gemisch wird
über Leitung 29 zurück in die Dampftrommel D11 geführt,
in der Flüssigkeit und Dampf getrennt werden, während der abgekühlte
Synthesegasstrom über Leitung 30 zur Zerlegungseinheit weitergeleitet
wird. Der Dampf aus der Dampftrommel D11 wird über Leitung 31 abgezogen
und dem im Abgasstrom vor dem Wärmetauscher E11 angeordneten Wärmetauscher
E13 zugeführt, in dem er überhitzt wird und dabei dem über Leitung
32 aus dem Dampfreformer (nicht dargestellt) zugeführten heißen
Abgasstrom Wärme entzieht. Über Leitung 33 wird der überhitzte
Dampf aus dem Wärmetauscher E13 abgezogen und als Reindampf weitergeführt.
Eine Mischung aus Prozesskondensat und Reinwasser, deren Reinheit
prozessinternen Zwecken genügt, wird über Leitung 34 der Dampftrommel
D12 zugeführt und mit bereits darin befindlichem Wasser gemischt. Über
Leitung 35 wird Wasser aus der Dampftrommel D12 abgezogen und dem im Abgasstrom
nach dem Wärmetauscher E11 angeordneten Wärmetauscher E14 zugeführt,
in welchem er dem über Leitung 26 aus dem Wärmetauscher E11 zugeführten
Abgasstrom Wärme entzieht und dabei teilweise verdampft wird. Das so gebildete
Flüssigkeits-Dampf-Gemisch wird über Leitung 37 zurück in
die Dampftrommel D12 geführt, in der Flüssigkeit und Dampf getrennt werden,
während das abgekühlte Abgas über Leitung 36 in den Kamin
(nicht dargestellt) weitergeleitet wird. Der Dampf aus der Dampftrommel D12 wird
über Leitung 38 abgezogen und als Prozessdampf als Einsatz zum Dampfreformer
(nicht dargestellt) weitergeführt.
In dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
wird entmineralisiertes und entgastes Importwasser über Leitung 41
in die Dampftrommel D21 eingeleitet und mit bereits darin befindlichem Wasser gemischt.
Über Leitung 42 wird Wasser aus der Dampftrommel D21 abgezogen und
dem Wärmetauscher E21 zugeführt, in welchem er dem abzukühlenden,
über Leitung 43 aus dem Dampfreformer (nicht dargestellt) zugeführten
Synthesegasstrom Wärme entzieht und dabei teilweise verdampft wird. Das so
gebildete Flüssigkeits-Dampf-Gemisch wird über Leitung 44 zurück
in die Dampftrommel D21 geführt, in der Flüssigkeit und Dampf getrennt
werden, während der abgekühlte Synthesegasstrom über Leitung
45 zur Zerlegungseinheit weitergeleitet wird. Der Dampf aus der Dampftrommel
D21 wird über Leitung 46 abgezogen, dem im Abgasstrom des Dampfreformers
(nicht dargestellt) angeordneten Wärmetauscher E22 zugeführt und dort
überhitzt. Die für die Überhitzung notwendige Energie wird dem über
Leitung 47 in den Wärmetauscher E22 einströmenden heißen
Abgasstrom entzogen. Über Leitung 48 wird der überhitzte
Dampf aus dem Wärmetauscher E22 abgezogen und als Reindampf weitergeführt.
Eine Mischung aus Prozesskondensat und Reinwasser, deren Reinheit
prozessinternen Zwecken genügt, wird über Leitung 50 der Dampftrommel
D22 zugeführt und mit bereits darin befindlichem Wasser gemischt. Über
Leitung 51 wird Wasser aus der Dampftrommel D22 abgezogen und dem im Abgasstrom
hinter dem Wärmetauscher E22 angeordneten Wärmetauscher E23 zugeführt,
in welchem er dem über Leitung 49 zugeführten Abgasstrom Wärme
entzieht und dabei teilweise verdampft wird. Das so gebildete Flüssigkeits-Dampf-Gemisch
wird über Leitung 52 zurück in die Dampftrommel D22 geführt,
in der Flüssigkeit und Dampf getrennt werden, während das abgekühlte
Abgas über Leitung 53 in den Kamin (nicht dargestellt) geleitet wird.
Der Dampf aus der Dampftrommel D22 wird über Leitung 54 abgezogen
und als Prozessdampf als Einsatz zum Dampfreformer weitergeführt.