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Dokumentenidentifikation DE102006019225A1 31.10.2007
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Querprofiles des abgegebenen Auftragsmediums eines Vorhang-Auftragswerkes
Anmelder Voith Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder Méndez-Gallon, Benjamin, 89551 Königsbronn, DE;
Pichler, Jörg, 89555 Steinheim, DE;
Stellner, Bernd-Uwe, 89522 Heidenheim, DE
DE-Anmeldedatum 26.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006019225
Offenlegungstag 31.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse B05C 11/00(2006.01)A, F, I, 20060426, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B05C 5/02(2006.01)A, L, I, 20060426, B, H, DE   D21H 23/46(2006.01)A, L, I, 20060426, B, H, DE   D21H 23/48(2006.01)A, L, I, 20060426, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einem Verfahren zur Bestimmung des Querprofils des abgegebenen Auftragsmediums eines Vorhang-Auftragswerkes (1) mit maschinenbreiter Abgabedüse (8), welches das flüssige bis pastöse Auftragsmedium (4), insbesondere pigmenthaltige Streichfarbe, als sich im Wesentlichen schwerkraftbedingt bewegenden, frei fallenden Vorhang (5) an eine laufende Papier-, Karton- oder andere Faserstoffbahn während ihrer Herstellung und/oder Veredelung abgibt, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass während des Laufens des Vorhanges (5) kontinuierlich eine zonenweise Messung vorgenommen wird.
Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung des Querprofiles des abgegebenen Auftragsmediums eines Vorhang-Auftragswerkes mit maschinenbreiter Abgabedüse, welche ein flüssiges bis pastöses Auftragsmedium (4), insbesondere pigmenthaltige Streichfarbe, als sich im Wesentlichen schwerkraftbedingt bewegenden, frei fallenden Vorhang (5) an eine laufende Papier-, Karton- oder anderen Faserstoffbahn während ihrer Herstellung und/oder Veredelung abgibt. Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Maschinen zur Herstellung und/oder Veredelung einer Materialbahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, weisen heutzutage Breiten von bis zu 10m und mehr auf. Bei einer Beschichtung der Materialbahn mittels einem Auftragsmedium-Vorhang (Curtain) soll ein, über die gesamte Bahnbreite reichender gleichmäßiger Auftrag sicher gestellt werden. Ein derartiges Auftragswerk zur Beschichtung oder Imprägnierung der Faserstoffbahn ist beispielsweise aus der DE 19714645 A1 bekannt.

Beim Betrieb des Auftragswerkes ist die Einstellung einer gleichmäßigen Abgabemenge äußerst schwierig. Bei den breiten Maschinen, wie schon angesprochen, kommt es zu einem ungleichmäßigen Querprofil über die Breite der Faserstoffbahn bzw. der zugeordneten Abgabedüse des Vorhang-Auftragswerkes. Das heißt nach Aufbringung des Auftragsmediums auf die laufende Faserstoffbahn befindet sich an einigen Stellen mehr Medium als an anderen Stellen. Man spricht hierbei von einem ungleichmäßigen Querprofil. Deshalb ist eine Kontrolle dessen was abgegeben wird, wünschenswert.

Gegenwärtig wird dazu das so genannte gravimetrische Verfahren angewendet. Dabei hält eine das Auftragswerk bedienende bzw. überwachende Person einen Messbecher in beliebigen Zeitabständen und an verschiedenen Stellen per Hand in den laufenden, vom Vorhang- Auftragswerk abgegebenen Vorhang hinein, stoppt dabei die Zeit in der eine bestimmte Menge aufgefangen wird und wiegt an einem anderen Ort einzeln die aufgefangene Menge. Diese Verfahrensweise wird auch als Auslitern bezeichnet. Aus dem pro Zeiteinheit gewogenen Wert lässt sich dann der Durchsatz bestimmen. Will man nun ein Querprofil bestimmen. muss dieselbe aufwändige Prozedur per Hand an vielen Stellen über die gesamte Abgabedüsenbreite durchgeführt werden.

Diese Verfahrensweise ist nachteilig, da sie sehr umständlich, zeitintensiv und vor allem nicht kontinuierlich verläuft. Außerdem verursacht diese Verfahrensweise erhebliche Abspritzungen des Auftragsmediums bzw. Vorhanges, wodurch die Umgebung und auch Auftragswerksteile verschmutzen. Aussagen über das aktuelle Querprofil sind, wie gesagt, umständlich, langwierig und daher auch nicht genau, so dass das bisherige Verfahren bei breiten Auftragswerken uneffektiv ist.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren anzugeben, welches sehr sauber, mit höherer Genauigkeit und in kürzerer Zeit arbeitet und eine kontinuierliche Bestimmung des Querprofiles über die Breite der Abgabedüse eines Vorhang- Auftragswerkes ermöglicht.

Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem Verfahren gemäß der kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird kontinuierlich während des Laufens des Vorhanges eine zonenweise Messung vorgenommen. Dadurch ist man in der Lage, schnell auf Querprofiländerungen zu reagieren und z.B. eine Spaltverstellung der Abgabedüse oder auch Änderungen an der Streichmediumsmischung usw. vorzunehmen.

Wichtig beim Verfahren ist, dass die Messung vorgenommen wird, noch bevor der Vorhang auf die laufende Faserstoffbahn auftrifft oder von einem Auffangaggregat aufgenommen wird.

Zur Realisierung des Messverfahrens ist es zweckmäßig, wenn wenigstens ein in Quer- bzw. Breitenrichtung des Auftragswerkes traversierbarer Messkopf verwendet wird, der an beliebig wählbaren Positionen (innerhalb der Breite der Abgabedüse) die Messung vornimmt.

So ist in diesem Zusammenhang denkbar, dass ein Messkopf von der Führerseite der Papierherstellungs- oder Streichmaschine (zur Veredelung der Faserstoffbahn) zur Mitte hin und zurück und ein zweiter Messkopf von der Triebseite aus zur Mitte hin und zurück schrittweise traversiert.

Alternierend können auch mehrere über die Breite des Auftragswerkes verteilt angeordnete Messköpfe verwendet werden, die an beliebig wählbaren stationären Positionen die Messungen vornehmen.

Die beschriebene kontinuierliche Messung kann auf zwei Wegen erfolgen:

  • 1. Die Messung wird außerhalb des Vorganges des Beschichtens der Faserstoffbahn vorgenommen.
  • 2. Die Messung wird während des Beschichtens der Faserstoffbahn und ohne Störung des vom Auftragswerk abgegebenen Vorhang vorgenommen. Beispielsweise kann das mit ionisierender Strahlung erfolgen. Die Messung wird hierbei durchgeführt bevor der Vorhang die Faserstoffbahn erreicht hat.

Die Messung im Fall der Variante 1, also Messung außerhalb des Beschichtungsvorganges zum Zwecke der Vorbereitung des Auftragswerkes, kann vorteilhaft folgender Maßen durchgeführt werden:

An der oder den Mess- Positionen wird jeweils ein definierter Teil des fallenden Vorhanges abgetrennt und in einen Messbecher geleitet, der vom Vorhangsteil durchlaufen wird. Dabei bildet sich im Messbecher ein Gleichgewicht zwischen aufgefangener und ablaufender Menge bzw. eine Rückstaumenge, deren Gewicht kontinuierlich gemessen und auch angezeigt wird. Über eine Eichkurve wird der lokale Durchsatz bzw. das aktuelle Querprofil bestimmt.

Dadurch hat man erstmals eine sichere Orientierung für die Profileinstellung und kann aufgrund der kontinuierlich gelieferten Messergebnisse die Spaltgeometrie (z.B. Spaltweite, Erhöhung oder -Verringerung der Durchflussmenge des Auftragsmediums) gezielt beeinflussen. Im Endeffekt erreicht man dadurch ein qualitativ höherwertiges bzw. gleichmäßigeres Auftragsergebnis in kürzerer Zeit als mit einem gravimetrischen Verfahren.

Als besondere Vorteil des Verfahrens ist dessen saubere und schnelle Messung anzusehen.

In Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass zur Messung des Gewichtes des aufgefangenen Auftragsmediums, d.h. des Vorhangteiles eine an sich bekannte Waage zum Beispiel auf der Basis einer Vollbrücke mit elektrischen Widerständen verwendet wird. Die Waage arbeitet dabei sehr zuverlässig mit Dehnmessstreifen.

Das erfindungsgemäße Verfahren arbeitet sehr genau, z.B. mit einer Auflösung von 0,1 l/min/m, sauber und schnell. Darüber hinaus stehen, wie gesagt, kontinuierlich Messergebnisse zur Verfügung.

Im Rahmen der Erfindung ist es außerdem zweckmäßig, wenn die Traversierung des Messkopfes automatisch durchgeführt wird. Sie kann selbstverständlich bei weniger breiten Maschinen auch per Hand erfolgen.

Die Aufgabe der Erfindung wird auch mit einer Vorrichtung gemäß Anspruch 11 gelöst.

Erfindungsgemäß ist dazu ein mit einem Messkopf in Verbindung stehender Messbecher vorgesehen, der einen definierten Teil des von der Abgabedüse des Vorhang-Auftragswerkes abgegebenen Vorhanges auffängt und in dem sich ein Gleichgewicht zwischen aufgefangenem und einem abfließendem Vorhangsteil bzw. eine Rückstaumenge einstellt.

Außerdem ist vorgesehen, dass der Messkopf mit einer Waage zur kontinuierlichen Gewichtsmessung der Rückstaumenge in Verbindung steht.

Der Messbecher braucht also nur einmal vom Bedienpersonal angebracht zu werden und liefert dann entweder vor dem Beschichtungsvorgang oder in einem zweiten Weg über den gesamten Beschichtungsprozess hinweg, Ergebnisse.

Erfindungsgemäß ist ein solches Messbecher vorgesehen, der zwischen 200 und 500 ml Auftragsmedium aufzustauen.

Dieser Messbecher ist mit wenigstens einer Öffnung versehen. Zweckmäßig kann die Öffnung in Form eines vertikalen bis zum Boden reichenden Schlitzes bestehen, aus dem zulaufendes Medium nach unten abfließt. Dadurch wird eine messbare Rückstaumenge erreicht (d.h. wenn soviel Flüssigkeit bzw. Auftragsmedium abgeflossen ist, wie in den Messbecher hineinströmt). Die Schlitzweite oder der Durchmesser der Durchströmlöcher beträgt ca. zwischen 1 und 6mm. Die Schlitzlänge wurde mit ca. 60 bis 100mm gewählt.

Es ist vorteilhaft mehrere Messbecher mit verschieden großen Öffnungen herzustellen und zu bevorraten. Diese können dann ganz gezielt in Abhängigkeit der vorhandenen Viskosität des Auftragsmediums ausgewählt und eingesetzt werden.

Bei niedriger Viskosität ist dann ein Messbecher mit schmalem Schlitz oder Schlitzen bzw. kleineren Durchmessern der Durchtrittslöcher zu wählen. Dementsprechend sind bei höherer Viskosität breitere Schlitzweiten, oder mehrere Schlitze, oder mehrere größere Durchtrittslöcher zu wählen.

Denkbar ist die Übereinander- Anordnung von Durchtrittslöchern, wobei die Größe bzw. deren Durchmesser nach unten hin abnimmt. Dadurch wird immer sichergestellt, dass bei sinkendem Widerstand bzw. sinkendem Pegel bzw. Rückstaumenge immer noch Medium den Messbecher durchlaufen kann.

Eine sehr vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass oberhalb des Messbechers eine Vorhangsteil-Abtrenneinrichtung angeordnet ist, die einen definierten Teil des Vorhanges abtrennt und dem Messbecher ohne Abspritzungen zuführt.

Die Vorhangsteil-Abtrenneinrichtung ist auch in der Lage überschüssiges Auftragsmedium über schräg gestellte Leitwände einer vorhandenen Auffangrinne zuzuführen, welche ebenfalls das aus den Öffnungen ablaufende Auftragsmedium auffängt. Das aufgefangene Medium lässt sich nach entsprechender Behandlung, z.B. Entlüftung, Filterung usw. im Kreislauf an das Auftragswerk zurückführen.

Um einen Abgleich zwischen verschiedenen Stellen innerhalb der Breite der Abgabedüse bzw. des von ihr abgegebenen Vorhanges durchführen zu können, kann wenigstens ein weiterer Messbecher – wie vorstehend beschrieben- mit entsprechender Messaufnahme bzw. Messkopf vorgesehen sein. Damit lässt sich eine Referenzmessung an einem Fixpunkt des Vorhanges durchführen.

Eine weitere sehr zweckmäßige Ausgestaltungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, dass der Messbecher und der Messkopf an einer verschiebbaren Traverse montiert sind und die Traverse an einer Schiene, die sich über die Breite des Auftragswerkes erstreckt, entlang bewegbar ist.

Besonders effektiv ist es, wenn die Traverse sich automatisch in die gewünschte Mess-Position entlang der Breite des Auftragswerkes bzw. der Abgabedüse bewegt. Bei weniger breiten Maschinen ist eine Verschiebung auch per Hand ausreichend.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.

In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen vorgesehen.

Es zeigen:

1: in schematischer Darstellung einen Schnitt durch ein Vorhang- Auftragswerk mit erfindungsgemäßer Messeinrichtung zur Bestimmung des Querprofiles in Richtung der Breite des Auftragswerkes gesehen.

2: in schematischer Darstellung eine Ansicht auf einen Teil der Breite des Vorhang-Auftragswerkes von 1

3: eine Ansicht auf die erfindungsgemäße Messeinrichtung

In der 1 ist ein Vorhang- Auftragswerk 1 grobschematisch und im Schnitt dargestellt.

Es besteht aus einem Auftragskopf 2 mit einer Auftragsmediumskammer 3, aus der das flüssige bis pastöse Medium 4, insbesondere pigmenthaltige Streichfarbe, in Form eines Vorhanges 5 aus einem zwischen Düsenlippen 6 und 7 bestehenden Abgabedüse 8 (auch als Auftragsspalt bezeichnet) läuft.

Ein Teil des Vorhanges 5 wird an einer Position innerhalb der Breite B der Abgabedüse 8 von einer Vorhangsteil- Abtrenneinrichtung 9 sauber abgetrennt und dieser abgetrennte Teil 5.1 in definierter Breite, die im Beispiel 50mm beträgt, einem Messbecher 10 ohne Abspritzungen zugeführt.

Die Vorhangsteil- Abtrenneinrichtung 9 weist auch schräg gestellte Leitwände 11 auf, über die überschüssiges mit abgetrenntes Auftragsmedium 4.1 einer Auffangrinne 12 zugeführt wird.

Wie gesagt, der definierte abgetrennte Teil 5.1 des Vorhanges 5 wird dem unterhalb der Abtrenneinrichtung 9 angeordneten Messbecher 10 zugeführt. Der Messbecher 10 wird dann vom Auftragsmedium bzw. dem besagten Vorhangteil durchflossen. Das erfolgt kontinuierlich solange, bis sich ein Gleichgewicht zwischen aufgefangenem und über wenigstens eine Öffnung 14 nach unten in Richtung der Auffangrinne 12 abfließendem Medium einstellt. Es fließt also soviel Flüssigkeit bzw. Medium – nun mit 5.1.1 als Teil vom abgetrennten und aufgefangenen Teil 5.1 bezeichnet – ab, wie in den Messbecher 10 hineinströmt. Dadurch ergibt sich im Messbecher 10 eine Rückstaumenge 13, die kontinuierlich gewogen wird.

Zur kontinuierlichen Gewichtsmessung des aufgefangenen Vorhangteiles 5.1 steht der Messbecher 10 mit einem Messaufnehmer bzw. Messkopf 15 in Verbindung, der wiederum mit einer Waage 16 mit Dehnmessstreifen in Verbindung steht.

Der Messbecher 10 und der Messkopf 15 sind an einer verschiebbaren Traverse 17 montiert. Die Traverse 17 ist entlang einer Schiene 18, die sich über die Breite B des Auftragswerkes 1 erstreckt, zu den gewünschten Messpositionen I, II, usw. hin bewegbar und wird dort fixiert, wie die 2 veranschaulichen soll. Die Bewegung der Traverse 17 kann automatisiert oder per Hand geschehen.

In der 3 ist der Messbecher 10 mit Vorhangsteil-Abtrenneinrichtung 9 deutlicher erkennbar.

Er kann ca. 200 bis 500ml Auftragsmedium aufstauen.

Als Durchlauföffnung 14 ist ein vertikaler Schlitz 14.1 gewählt, der bis zum Boden des Messbechers 10 reicht. Seine Schlitzweite beträgt hier ca. zwischen 3mm und dessen Schlitzlänge ca. 80 mm. Dieses Maß wird gewählt in Abhängigkeit der vorhandenen Viskosität des Auftragsmediums 4, d.h. bei hoher Viskosität ist die Schlitzweite und die Schlitzlänge größer zu wählen als bei geringerer Viskosität.

1
Vorhang-Auftragswerk
2
Auftragskopf
3
Auftragsmediumskammer
4
Auftragsmedium
4.1
überschüssiges Auftragsmedium
5
Vorhang
5.1
abgetrennter Teil
5.1.1
abfliessendes Medium
6
Düsenlippe
7
Düsenlippe
8
Abgabedüse
9
Vorhangsteil-Abtrenneinrichtung
10
Messbecher
11
Leitwände
12
Auffangrinne
13
Rückstaumenge
14
Öffnung
14.1
Schlitz
14.2
Durchtrittslöcher
15
Messkopf
16
Waage
17
Traverse
18
Schiene
B
Breite


Anspruch[de]
Verfahren zur Bestimmung des Querprofiles des abgegebenen Auftragsmediums eines Vorhang-Auftragswerkes (1) mit maschinenbreiter Abgabedüse (8), welches das flüssige bis pastöse Auftragsmedium (4), insbesondere pigmenthaltige Streichfarbe, als sich im Wesentlichen schwerkraftbedingt bewegenden, frei fallenden Vorhang (5) an eine laufende Papier-, Karton- oder anderen Faserstoffbahn während ihrer Herstellung und/oder Veredelung abgibt, dadurch gekennzeichnet, dass während des Laufens des Vorhanges (5) kontinuierlich eine zonenweise Messung vorgenommen wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung vorgenommen wird, bevor der Vorhang auf die laufende Faserstoffbahn auftrifft oder von einem Auffangaggregat aufgenommen wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein in Quer- bzw. Breitenrichtung des Auftragswerkes (1) traversierbarer Messkopf (15) verwendet wird, der an beliebig wählbaren Positionen die Messung vornimmt. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere über die Breite des Auftragswerkes verteilt angeordnete Messköpfe (15) verwendet werden, die an beliebig wählbaren Positionen die Messungen vornehmen. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung außerhalb des Vorganges des Beschichtens der Faserstoffbahn vorgenommen wird, aber noch bevor der fallende Vorhang ein Auffangaggregat erreicht. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der oder den Mess-Positionen ein definierter Teil des fallenden Vorhanges (5.1) abgetrennt und in einen Messbecher (10) geleitet wird, wobei das aufgefangene Medium den Messbecher durchläuft und sich dabei im Messbecher (10) ein Gleichgewicht bzw. eine Rückstaumenge (13) bildet, deren Gewicht mit dem Messkopf (15) gemessen wird. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Messung des Gewichtes eine mit dem Messkopf (15) verbundene an sich bekannte Waage (16) verwendet wird, wobei die Waage (16) beispielsweise auf der Basis einer Vollbrücke mit elektrischen Widerständen arbeitet und mit einer Auflösung zwischen 0,1g und 1g betrieben wird. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Traversierung des Messkopfes (15) von Hand oder automatisch durchgeführt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dass die Messung während des Vorganges der Beschichtung auf die laufende Faserstoffbahn, aber noch bevor der Vorhang die Faserstoffbahn erreicht, durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung beispielsweise mit ionisierender Strahlung durchgeführt wird. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit einem Messkopf (15) in Verbindung stehender Messbecher (10) vorgesehen ist, der einen definierten Teil (5.1) des von der Abgabedüse (8) des Vorhang-Auftragswerkes (1) abgegebenen Vorhanges (5) auffängt und in dem sich ein Gleichgewicht zwischen aufgefangenem und einem abfließendem Vorhangsteil (5.1.1) bzw. eine Rückstaumenge (13) einstellt. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Messkopf (15) mit einer Waage (16) zur Gewichtsmessung der Rückstaumenge (13) in Verbindung steht. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Messbecher (10) geeignet ist, um kontinuierlich zwischen 200 und 500ml an Auftragsmedium (4) bzw. des Vorhangsteiles (5.1) aufzustauen. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Messbecher (10) wenigstens eine Öffnung (14), beispielsweise einen bis zum Boden des Messbechers reichenden vertikalen Schlitz (14.1) oder beispielsweise zum Boden hin sich in ihrem Durchmesser verringernde Durchtrittslöcher (14.2) aufweist aus dem bzw. aus denen ein Teil (5.1.1) des aufgefangenen Vorhangteiles (5.1) wieder abfließt. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Weite des Schlitzes (14.1) bzw. der Durchmesser der Durchtrittslöcher (14.2) zwischen 1 und 6mm und die Länge des Schlitzes zwischen 60 und 100mm beträgt. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass Messbecher (10) mit jeweils verschieden großen Öffnungen (14) vorgesehen sind, die bevorratbar und in Abhängigkeit der Viskosität des Auftragsmediums auswählbar und bereitstellbar sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Messbechers (10) eine Vorhangsteil-Abtrenneinrichtung (9) angeordnet ist, die einen definierten Teil (5.1) vom Vorhang (5) abtrennt und dem Messbecher (10) zuführt. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorhangsteil-Abtrenneinrichtung (9) überschüssiges Auftragsmedium (4.1) über schräg gestellte Leitwände (11) einer Auffangrinne (12) zuführt, welche ebenfalls das aus der oder den Öffnungen (14) ablaufende Auftragsmedium (5.1.1) auffängt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Messbecher (10) und der Messkopf (15) an einer verschiebbaren Traverse (17) montiert sind, wobei die Traverse (17) an einer am Auftragswerk (1) befestigten Schiene (18), die sich über die Breite des Auftragswerkes (1) erstreckt, entlang bewegbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse per Hand oder automatisiert in gewünschte Mess-Positionen entlang der Breite des Auftragswerkes (1) bzw. der Abgabedüse (8) bewegbar ist.






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