Die vorliegende Erfindung betrifft Werkzeughalter mit einer Werkzeugaufnahme,
insbesondere Schrumpffuttern und andere Futtern zur Aufnahme von Rotationswerkzeugen
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Werkzeughalter mit Spannfuttern, insbesondere Schrumpffuttern sind
vielfältig bekannt. Sie dienen dem Einspannen von Rohr-, Dreh-, Fräs-,
Reib- und Schleifwerkzeugen o. dgl. über einen thermisch bedingten Schrumpfvorgang.
Üblicherweise werden solche Schrumpffutter durch eine induktive Schrumpfanlage
thermisch erhitzt, wodurch sich der Innendurchmesser des Schrumpffutters vergrößert.
Bei vergrößertem Innendurchmesser wird ein einzuspannendes Werkzeug in
das Schrumpffutter eingesetzt, wobei das Verhältnis des Innendurchmessers des
Schrumpffutters zum Schaftdurchmesser des Werkzeugs derart ausgelegt ist, dass beim
anschließenden Abkühlen des Schrumpffutters das Werkzeug mit dem Schrumpffutter
drehmomentfest verspannt ist.
Aus der WO 01/89758 A1 ist es bekannt, den Hülsenabschnitt mittels
einer dem Hülsenabschnitt im Wesentlichen gleichachsig umschließenden,
ringförmigen Spulenanordnung auf induktivem Wege zu erwärmen. Die Spulenanordnung
ist an einen Hochfrequenz-Wechselstromgenerator angeschlossen und induziert in dem
metallischen Hülsenabschnitt Wirbelströme, die den Hülsenabschnitt
erwärmen. An den Stirnseiten und am Außenumfang der Spulenanordnung sind
zur Vermeidung von Streuflüssen und zur Konzentration des Magnetflusses Magnetfluss-Konzentratorelemente
aus weichmagnetischem, elektrisch im Wesentlichen nichtleitendem Material, wie z.
B. Ferrit o. dgl. angeordnet, die den von der Spulenanordnung erzeugten Magnetfluss
auf den Hülsenabschnitt des Werkzeughalters und insbesondere in den Bereich
des freien Endes des Hülsenabschnittes lenken.
Das Problem bei Werkzeughaltern mit Spannfuttern für Rotationswerkzeuge,
die einen zylindrischen Aufnahmeschaft aufweisen, ist das axiale Auswandern des
Rotationswerkzeugs längs der Drehachse des Spannfutters während des Betriebs.
Diese axiale Auswanderung des Rotationswerkzeugs ist bedingt durch Schwingungen,
die während der Bearbeitung des Werkstücks mit dem Rotationswerkzeug auftreten.
Aufgrund dieses nachteiligen Effekts können die Werkstücke nicht mehr
präzise und Maßhaltig bearbeitet werden. Ferner könnte ein Verkanten
des Rotationswerkzeugs im Werkstück oder sogar in dem Werkstück aufnehmenden
Spannfutter zu gefährlichen Unfällen führen. Unter ungünstigen
Bedingungen könnte sogar im Grenzfall das Rotationswerkzeug das Spannfutter
des Werkzeughalters im Betrieb verlassen und so zu einer großen Gefahr für
den Maschinenbediener werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb einen Werkzeughalter
mit Spannfutter, insbesondere Schrumpffutter oder dgl. zur Verfügung zu stellen,
bei welchem ein axiales auswandern des Rotationswerkzeugs, wie Rundbohrer, Profilbohrer,
Schraubbohrer inkl. Gewindebohrer, Plansenker, Fräser usw., während des
Betriebs nicht möglich ist, sondern das Rotationswerkzeug sowohl drehmomentfest
als auch axial bezüglich der Drehachse festgehalten wird ohne auszuwandern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, wobei zweckmäßigerweise Weiterbildungen
der Erfindung durch die Merkmale in den Unteransprüchen geschaffen werden.
Nach Maßgabe der Erfindung weist ein erfindungsgemäßer
Werkzeughalter eine Auszugssicherung des Werkzeugs auf, welches ein axiales Auswandern
des Werkzeugs aus der Werkzeugaufnahme verhindert. Dabei umfasst die Auszugssicherungseinrichtung
mindestens ein Sperrelement und mindestens eine dazu korrespondierende und das Sperrelement
aufnehmende Sperrnut, welche formschlüssig zusammenwirken. Dabei sind das Sperrelement
und die Sperrnut zumindest teilkugelkopfartig ausgebildet, wobei entweder das Spannfutter
die Sperrelemente und das Werkzeug die Sperrnute aufweist oder umgekehrt. Im Übrigen
können dabei die Sperrnute, welche sich entweder stirnseitig beginnenden am
Werkzeugschaft oder im Werkzeughalter befinden, erweitert bzgl. der Nutbreite ausgeführt
sein, um so ein leichteres Einsetzen des Werkzeugs im Werkzeughalter zu ermöglichen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Werkzeughalter
werkzeughalterseitig mindestens zwei drehbar gelagerte Kugeln auf, wobei rotationswerkzeugseitig
mindestens zwei zu den Kugeln korrespondierenden Sperrnuten am Rotationswerkzeugschaft
formschlüssig zusammenwirken. Die beiden Sperrnuten sind dabei vorzugsweise
gewindeartig am zylindrischen Werkzeugschaft, beginnend an der Stirnseite des Zylinderschafts
entlang der Umfangsfläche des Zylinderschafts, angeordnet. Diese auf der Umfangsfläche
des Zylinderschafts des Rotationswerkzeugs liegenden Sperrnute liegen bei linksgenuteten
Werkzeugen linkssteigend und bei rechtsgenuteten Rotationswerkzeugen rechtssteigend
vor. Dabei können die Sperrnute auch axial und damit parallel zur Rotationsachse
ausgebildet sein, wodurch dies immer noch als Verdrehsicherung für das Werkzeug
wirkt.
Zum Einspannen des erfindungsgemäßen Rotationswerkzeugs
wie Rundbohrer, Profilbohrer, Schraubbohrer inkl. Gewindebohrer,
Plansenker, Fräser, Aufnahmedorne für weitere Werkzeuge usw., in das erfindungsgemäße
Spannfutter, bspw. Schrumpffutter des Werkzeughalters, wird beim Schrumpffutter
zunächst die Induktionsspule eingeschaltet, d. h. die Induktionsspule wird
unter Hochfrequenz-Wechselstrom gesetzt. Aufgrund der auftretenden Wirbelströme
im Hülsenabschnitt des Werkzeughalters, erzeugt durch Induktion aus der dem
Werkzeughalter umgebenden Spule, wird der Hülsenabschnitt rasch erwärmt,
so dass dieser sich thermisch ausdehnt und so der Innendurchmesser der Aufnahmeöffnung
vergrößert wird. Das Rotationswerkzeug kann nun schaftseitig in die Aufnahmeöffnung
eingeführt werden. Die Stirnseite des Rotationswerkzeugs gelangt dabei an die
in den Innenraum der Aufnahmeöffnung hineinragenden Kugeln und schlägt
dort an. Je nach Steigungsrichtung der Sperrnute des Rotationswerkzeugs wird nun
dieses linksrum oder rechtsrum bezüglich der Drehachse gedreht, so dass die
Kugeln in die kugelförmigen Nuten eingreifen können. Das weitere Drehen
erzwingt nun ein schraubenförmiges Eindrehen und damit eine axiale Einzugsbewegung
des Rotationswerkzeugs in das Schrumpffutter oder dgl., bis die Stirnseite des zylindrischen
Schafts im Spannfutter anschlägt bzw. bis die Kugeln in den kugelförmigen
Sperrnuten ihre Endlage erreicht haben. Die Induktionsspule kann nun ausgeschaltet
werden. Aufgrund der nun einsetzenden raschen Abkühlung schrumpft das Schrumpffutter
wieder auf seine ursprüngliche Größe zurück, wodurch der zylindrische
Schaft drehmomentfest mit seiner Umfangsfläche mit der Innenumfangsfläche
der Aufnahmeöffnung des Schrumpffutters mit Presssitz verbunden wird. Da die
Drehrichtung der Sperrnuten der Drehrichtung der Rotationswerkzeuge entsprechen,
kann beim Betrieb des Werkzeugs auch unter starker Belastung, d. h. bei hoher Schnittfestigkeit
des Werkstücks und großem Vorschub des Werkzeugs bzw. des Werkzeugtisches,
ein axiales Auswandern des Rotationswerkzeugs entlang der Drehachse nicht mehr auftreten.
Durch das Zusammenwirken der Kugeln im Werkzeughalter mit den kugelprofilförmigen
Sperrnuten im Werkzeugschaft und der gewindeartigen Ausführung dieser Sperrnuten,
wird eine axiale Verriegelung erzeugt. Diese axiale Verriegelung kann nur dadurch
aufgehoben werden, indem das Rotationswerkzeug in entgegen gesetzter Richtung zur
Arbeitsdrehrichtung des Rotationswerkzeug gedreht wird und dabei gleichzeitig aus
dem Spannfutter hinausgezogen wird. Eine entgegen der Arbeitsrichtung des Rotationswerkzeugs
durchgeführte Drehung ist im Betrieb, also bei der Bearbeitung eines Werkstücks
durch das Rotationswerkzeug aber nicht möglich. Ferner ist diese Drehbewegung
aufgrund des drehmomentfesten Presssitzes während des Betriebs auch nicht möglich.
Somit kann sich das Rotationswerkzeug auch nicht axial aus dem Schrumpffutter oder
dgl. hinausbewegen.
Dadurch bleibt die Bearbeitung präzise und die Maßhaltigkeit
kann innerhalb der geforderten Toleranzen beibehalten werden. Da ein axiales Auswandern
durch die vorliegende Erfindung vermieden wird, kann somit effizient und kostensparend
produziert werden, da sehr wenig Ausschuss im Vergleich zu herkömmlichen Werkzeughaltern
mit Spannfuttern produziert wird. Auch ist damit eine weitere Unfallquelle und somit
die Unfallgefahr für den Maschinenbediener ausgeschlossen.
An Stelle der im Spannfutter drehbar pressgelagerten Kugeln können
auch Zylinderstifte mit einer Teil- bzw. Halbkugel an einer der Stirnseiten verwendet
werden. Diese liegen anstelle der Kugeln in der Lagerbohrung, wobei diese beispielsweise
entweder einen hinauskragenden Vorsprung benötigen, damit der Zylinderstift
nicht in den Innenraum der Aufnahmeöffnung hineinfällt, oder ein Außengewinde,
das korrespondierend zum Innengwinde der Lagerbohrung ist. Die Verwendung von Kugeln
hat gegenüber der Verwendung von Zylinderstiften mit Teil- bzw. Halbkugelkopf
den Vorteil, dass das Einführen des Rotationswerkzeugs im Vergleich zu Zylinderstiften
leichter ist, da die Kugeln drehbar gelagert sind und im Vergleich zu dem Zylinderschaft
nicht verkannten können. Auch können Kugeln in der jeweiligen Lagerbohrung
unter Verwendung eines Gewindestiftes gehalten werden. Dabei weist der Zylinderstift
selbst an seiner Stirnseite eine die Kugel aufnehmende Ausbildung auf, bspw. in
Form einer polygonalen Ausnehmung oder einer kugelförmigen Einbauchung o. dgl..
Anstelle des Gewindestifts können auch Passstifte, Bolzen o. dgl. verwendet
werden.
Die erfindungsgemäße Auszugssicherung von Werkzeugen, insbesondere
Rotationswerkzeuge in Werkzeughaltern mit einer Werkzeugaufnahme, ist insbesondere
geeignet für Spannfutter, wie Spannzangenfutter, HG-Futter, Hydrodehnspannfutter
und Schrumpffutter.
In zweckmäßigerweise sind je nach Anforderung die Sperrnute
in den Umfangsflächen des Schafts des Werkzeugs unterschiedlich ausgebildet.
Dabei können die Sperrnute von der Stirnseite aus beginnend einen unterschiedlichen
Sperrnutverlauf aufweisen. Dieser kann schraubenförmig, L-förmig, kurvenförmig
oder aus zusammengesetzten abschnittsweise gradlinigen und/oder kurvenförmigen
Zylinderflächenbahnen gebildet sein. Insbesondere bei einem schraubenförmigen
Sperrnutverlauf muss der Drehsinn dem Drehsinn des genuteten Werkzeugs entsprechen.
D. h. bei links genutetem Werkzeug muss die schraubenförmige Sperrnut links
steigend, bei rechts genutetem Werkzeug hingegen rechtssteigend gebildet sein. Daher
erfolgt auch eine Sperrwirkung der Auszugssicherung.
In einer weiteren Ausführungsform weist der Schaft
des Werkzeugs endseitig ein Außengewinde auf und die Werkzeugaufnahme des Werkzeughalters
ein dazu korrespondierendes Innengewinde. In diesem Fall erfolgt die Auszugssicherung
unter Verwendung des Außengewindes am Werkzeug, welches linkssteigend bei linksgenutetem
Werkzeug und rechtssteigend bei rechts genutetem Werkzeug ausgebildet ist. In dieser
Ausführungsform werden Sperrelemente und Sperrnute obsolet.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Lagerbohrungen,
welche die Sperrelemente aufnehmen, vorzugsweise durchgängig von der Außenumfangsfläche
des Werkzeughalters bis in den in das Werkzeug aufnehmenden Innenraum des Werkzeughalters
ausgebildet. Dabei können diese Lagerbohrungen senkrecht zur Rotationsachse
des Werkzeughalters und die Rotationsachse schneidend gebildet sein und/oder tangential
angrenzend an die innere Umfangsfläche des Werkzeug aufnehmenden Innenraums
gebildet sein. Vorzugsweise sind die Längsachsen der Lagerbohrungen zueinander
gleichwinkelig und insbesondere in einer Ebene senkrecht zur Drehachse des Werkzeugs
angeordnet.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform, insbesondere
für Werkzeughalter mit Schrumpffutter, sind die Kugeln als Sperrelemente in
einem Kugelkäfig gelagert. Dabei weisen die Lagerbohrungen für die jeweiligen
Kugeln im Kugelkäfig bezüglich der Innenumfangsfläche jeweils einen
kleineren Bohrungsdurchmesser auf, als der Lagerbohrungsdurchmesser. Dadurch können
die Kugeln nicht nach innen in den Innenraum des Werkzeughalters fallen, sondern
überkragen lediglich den Innenbereich des Kugelkäfigs. Der Kugelkäfig
kann dabei entweder als separates Bauteil formschlüssig in den Innenraum des
Werkzeughalters eingefügt sein, oder in einer Hülse eingearbeitet sein.
Dabei weist die Hülse die jeweiligen Lagerbohrungen mit den bzgl. zum Innenraum
liegenden kleineren Lagerbohrungsdurchmessern auf. Die Hülse kann dabei in
den Innenraum der Werkzeugaufnahme eingepresst, eingeschrumpft, mit dem Werkzeughalter
verschweißt, mit zusätzlichen Gewindestiften formschlüssig gehalten
und/oder mit Sperrelementen und Sperrnuten an der Hülse, wie sie erfindungsgemäß
an dem Schaft von Rotationswerkzeugen beschrieben wurden, fixiert werden.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform, insbesondere
für Schrumpffutter, weist die Auszugssicherung zusätzlich eine Einrichtung
auf, welche ein spielfreies Halten des Werkzeugs mit der Auszugssicherung ermöglicht.
Dabei wird durch ein Kraft ausübendes Element, welches bspw. konzentrisch zur
Rotationsachse des Werkzeugs am Bohrungsgrund der Werkzeugaufnahme angeordnet ist,
das Werkzeug in der Werkzeugaufnahme in Richtung aus dem Werkzeughalter gedrückt.
Dadurch liegt die Auszugssicherung spielfrei am Werkzeug. Denn auch ein geringes
Spiel zwischen der Auszugssicherung und dem Werkzeug, erlaubt dem Werkzeug eine
gewisse Bewegungsfreiheit, die bereits zu Beschädigungen der Werkzeugschneiden
führen kann. Insbesondere sind als Kraft ausübendes Element Druckfedern
in Form von Spiralfedern, Kegelfedern, Tellerfedern sowie Tellerfederpakete und/oder
elastische bzw. gummielastische Elemente möglich.
In einer weiteren und besonders vorteilhaften Ausführungsform
für einen Werkzeughalter mit einer Minimalmengenschmierung, weist dieser wenigstens
ein Übergabestück für die Minimalmengenschmierung auf, dass zumindest
einen, vorzugsweise mehrere Kanäle für den Druckaufbau bzw. Druckausgleich
umfasst. Für einen solchen Werkzeughalter mit einem solchen Übergabestück
wird ggf. unabhängig von der Auszugssicherung gesondert Schutz begehrt. Das
Übergabestück, vorzugsweise in Form eines Rohres, welches sich auch aus
mehreren Teilen zusammensetzen kann, ist vorzugsweise mit einem radialen Flansch
gebildet und vorzugsweise in einer im Werkzeughalter befindlichen Bohrung beweglich
aufgenommen und geführt. Das Rohr, welches zudem auch unterschiedliche Querschnittsprofile
aufweisen kann, ist vorzugsweise durch eine Spiralfeder vorgespannt im Werkzeughalter
gelagert, wobei der zylindrische Schaft des Rohres vorzugsweise die Spiralfeder
durchdringt. Selbstverständlich sind auch andere Kraft ausübende Elemente
wie Zugfeder, Kegelfeder, Tellerfeder, und/oder elastische Elemente sowie deren
Kombinationen möglich. Die Spiralfeder ist vorzugsweise zwischen dem radialen
Flansch des Rohres und bspw. einem Anschlagboden im Werkzeughalter angeordnet, wodurch
das Rohr gegenüber dem Werkzeughalter vorgespannt gelagert ist. Das Übergabestück
ist vorzugsweise abgedichtet in der Bohrung gelagert. Dabei weist der Werkzeughalter
konzentrisch zur Bohrung für das Übergabestück bzw. Rohr bspw. zumindest
einen Wellendichtring auf und/oder weitere Dichtungselemente wie Dichtungsringe,
Dichtungslippen usw., welche ebenfalls im Werkzeughalter und/oder am Übergabestück
bzw. am Rohr selbst angeordnet sein können. Die Kanäle in Form von Durchgangsbohrungen,
insbesondere mit kreisförmigen Querschnittsprofil, wobei auch andere Querschnittsprofile
möglich sind, sind vorzugsweise im radialen Flansch des Übergabestücks
angeordnet, so dass die Durchgangsbohrung im Übergabestück mit der Durchgangsbohrung
im radialen Flansch des Übergabestücks verbunden sind. Entlang der zylindrischen
Umfangsfläche des radialen Flansches des Übergabestücks ist eine
radiale Ausnehmung angeordnet. Darin wird vorzugsweise formschlüssig eine der
radialen Ausnehmungen entsprechenden vorzugsweise zylinderflächenabschnittsförmigen
Ringmembran eingebettet. Dabei können sowohl die Umfangsflächenausnehmung,
insbesondere in Form einer Nut, als auch der vorzugsweise dazu korrespondierende
Querschnitt der in der Nut eingebetteten Membran bspw. ein Teilkugelkopfprofil oder
andere Profile aufweisen. Die Ringmembran ist vorzugsweise aus einem elastischen
Material gebildet, insbesondere aus einem gummielastischem Material, aber auch andere
Materialien sind möglich, wie Kohlefasermaterial, Kunststoffe, Teflon und flexible
Metalle. Die Kanäle für den Druckausgleich bzw. Druckaufbau sind dabei
insbesondere mit der Membran und dem Innenraum des Übergabestücks verbunden.
Bei einem Druckaufbau im Werkzeughalter wölbt sich die Membran daher radial
auf und legt sich somit an die Umfangsfläche der Aufnahmebohrung des Werkzeughalters
an. Dadurch wird das Übergabestück gegen ein axiales Verstellen gesperrt.
Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
von Zeichnungen erläutert. Darin zeigt in rein schematischer Darstellung:
1 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit Schrumpffutter mit separatem noch nicht eingespannten und mit
Sperrnuten versehenen Schaftfräser,
2 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit Schrumpffutter und eingespannten erfindungsgemäßen
Schaftfräser.
3 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit Spannzangenfutter und eingespannten erfindungsgemäßen
Schaftfräser.
4 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit HG-Futter und eingespannten erfindungsgemäßen Schaftfräser.
5 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit Hydrodehnspannfutter und eingespannten erfindungsgemäßen
Schaftfräser.
6 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit eingespanntem erfindungsgemäßen Schaftfräser,
wobei das Werkzeug ein Außengewinde aufweist und in ein dazu korrespondierendes
Innengewinde des Werkzeughalters eingeschraubt ist.
7 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit Kugeln als Sperrelemente, die durch Gewindestifte gesichert
sind.
8 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit Kugeln als Sperrelemente, die durch Gewindestifte gesichert
sind, wobei die Kugeln teilweise in den Gewindestiften versenkt sind.
9 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit Kugeln als Sperrelemente, gesichert mit Zylinderstiften in Presspassung.
10 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit einteiligem Sperrelement, welches ein Gewindestift mit kugelförmiger
Ausprägung an einem seiner Stirnseiten ist.
11 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit einteiligen Sperrelementen, welche Zylinderstifte mit kugelförmiger
Ausprägung an einen der Stirnseiten sind, in Presspassung.
12 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit Kugeln in einem separaten Kugelkäfig, daran angrenzend
eine Hülse.
13 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit Kugeln, welche in einem in der Hülse eingearbeiteten Kugelkäfig
angeordnet sind, wobei die Hülse eingepresst oder eingeschrumpft ist.
14 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters aus 13, wobei die Hülse mit dem
Werkzeughalter verschweißt ist.
15 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeugs aus 13, wobei die Hülse mit Gewindestiften
mit Kegelkuppel mechanisch fixiert ist.
16 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit geschlitzer Hülse, welche die Kugeln aufnimmt, und die
Hülse mit Sperrnuten versehen über weitere Kugeln und Gewindestiften am
Werkzeughalter gehalten wird.
17 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit einer Kegelfeder für eine spielfreie Auszugssicherung.
18 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit einer Längeneinstellschraube, welche aus gummielastischem
Material gebildet ist.
19. eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit einer Längeneinstellschraube, welche darin integriert ein
Element aus gummielastischem Material aufweist.
20 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen
Werkzeughalters mit einer Minimalmengenschmierung, Kugeln als Sperrelementen und
einer Membran aus gummielastischem Material.
21 eine Schnittdarstellung und Seitenansicht aus
20 des erfindungsgemäßen Werkzeughalters
mit tangentialer Anordnung der Sperrelemente.
22 eine vergrößerte Darstellung eines Bereichs
aus 20 des erfindungsgemäßen Werkzeughalters
mit der Membran und einem Druckkanal im Übergabestück.
1 zeigt schematisch in einer Schnittdarstellung den
Werkzeughalter 1 sowie exemplarisch einen Schaftfräser 2,
die zueinander bezüglich einer Drehachse 3 angeordnet sind. Der Werkzeughalter
1 weist dabei mindestens zwei, vorzugsweise drei oder vier Kugeln
4 auf. Die Kugel befindet sich dabei in einer Lagerbohrung 5,
welche senkrecht zur Drehachse 3 und damit zur Längsachse, im Hülsenabschnitt
6 des Werkzeughalters 1 angeordnet ist. Diese Lagerbohrung
5 ist eine Durchgangsbohrung und erstreckt sich von der Außenseite
des Hülsenabschnitts 6 bis zur Innenumfangsfläche Aufnahmeöffnung
7, welche konzentrisch zur Drehachse 3 im Werkzeughalter
1 angeordnet ist. Die Lagervorderseite 8 der Lagerbohrung
5 ist in Form einer Kugelschalotte und entsprechend der Kugelform der Kugel
4 ausgebildet, so dass die Kugel 4 teilweise in den Innenraum
der Aufnahmeöffnung 7 hineinragt. Die Kugel 4 wird durch
einen Gewindestift 9 in seiner vorderen Position, also in eine in den Innenraum
der Aufnahmeöffnung 7 ragenden Lage gehalten, dabei weist die Lagerbohrung
5 ein zum Außengewinde des Gewindestiftes 9 korrespondierendes
Innengewinde auf. Die Länge des Gewindestiftes 9 ragt dabei nicht
über die Außenfläche des Hülsenabschnitts 6 hinaus.
Der Gewindestift 9 weist dabei einen Innensechskantbuchse 10 auf.
Der Schaftfräser 2 weist auf seinem Zylinderschaft 11 in
der Nähe der Stirnseite 12 die schraubenförmig angeordneten Sperrnuten
13, 14 auf. Diese haben korrespondierend zur Kugelform der Kugel
4 ein kugelförmiges Profil. Um den Schaftfräser im Werkzeughalter
vollständig einzuspannen, muss beim Einführen des Schaftfräsers gemäß
Drehrichtung 15 gedreht werden, so dass der Schaftfräser
2 axial schraubenförmig in die Aufnahmeöffnung 7 hineingedreht
wird, bis der Schaftfräser 2 einen Anschlag erreicht hat.
2 zeigt rein schematisch in einer Schnittdarstellung
den Werkzeughalter 1, in welchem der Schaftfräser 2 vollständig
eingespannt ist. Der Schaftfräser 2 befindet sich bis zu seinem Anschlag
mit seinem Zylinderschaft 11 in der Aufnahmeöffnung 7. Dabei
greift die Kugel 4, gehalten vom Gewindestift 9, in die Sperrnut
13 bzw. 14. In dieser zeichnerischen Schnittdarstellung ist der
Zylinderschaft 11 im Presssitz mit der Aufnahmeöffnung 7;
d. h. die Induktionsspule (in der Zeichnung nicht gezeigt) ist ausgeschaltet und
das Schrumpffutter des Werkzeughalters 1 ist abgekühlt und auf seine
ursprüngliche Größe zurückgeschrumpft. Wie in 2
deutlich zu erkennen ist, kann eine axiale Bewegung des Schaftfräsers
2 entlang der Drehachse 3 nicht durchgeführt werden, da die
Kugel 4 in der kugelförmigen Sperrnut 13 bzw. 14
im Zylinderschaft 11 sitzt, so dass eine Bewegung entlang der Drehachse
3 gesperrt ist. Somit wird in dieser Zeichnung das Zusammenwirken zwischen
Kugel 4 und Sperrnut 13 bzw. 14 in Form einer Verriegelung
deutlich. Zu Entnehme des Schaftfräsers 2 aus dem Werkzeughalter
1 muss lediglich nach Einschalten der Induktionsspule der Schaftfräser
2 entgegen der Drehrichtung 15 (siehe 1)
gedreht und in axialer Richtung entlang der Drehachse 3 aus dem Werkzeughalter
1 hinausgezogen werden.
In den folgenden Figuren sind mögliche Ausführungsformen
dargestellt, wie die Auszugssicherung bei weiteren handelsüblichen Spannfuttern
ausgebildet ist.
3 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung ein
gewöhnliches Spannzangenfutter mit Überwurfmutter mit der erfindungsgemäßen
Auszugssicherung durch die Sperrnute und Kugeln.
4 zeigt ein HG-Futter mit der erfindungsgemäßen
Auszugssicherung durch Sperrnute und Kugeln.
5 zeigt in rein schematischer Schnittdarstellung ein
gewöhnliches Hydrodehnspannfutter mit erfindungsgemäßer Auszugssicherung
durch die Sperrnute und Kugeln.
6 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
einen Werkzeughalter in Form eines Schrumpffutters, wobei der Schaftfräser
mit dem Werkzeug über ein Gewinde 16 miteinander verschraubt ist.
Aufgrund dieser Verschraubung, welche links steigend bei linksgenutetem Werkzeug
und rechts steigend bei rechtsgenutetem Werkzeug ausgebildet ist, wird eine axiale
Auszugssicherung des Werkzeugs aus dem Werkzeughalter erreicht.
7 zeigt in einer rein schematische Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit Sperrelementen in Form von Kugeln 4, welche in den
jeweiligen Lagerbohrungen 5 mit Gewindestiften 9 gehalten werden.
Der Gewindestift 9 weist dabei eine stumpfe Stirnseite auf.
8 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit Sperrelementen in Form von Kugeln 4, welche in den
Lagerbohrungen 5 durch Gewindestifte 9 gehalten
werden. Gewindestift 9 weist an der die Kugel 4 aufnehmenden Stirnseite
eine Ausnehmung 17 auf. Die Ausnehmung 17 ist in Form einer Sacklochbohrung
oder bspw. in Form einer Innensechskantbuchse korrespondierend zum Durchmesser der
Kugel gebildet.
9 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit Sperrelementen in Form von Kugeln 4, welche in den
Lagerbohrungen 5 durch Passstife 18 gehalten werden. Aufgrund
der Presspassung zwischen dem Passstift 18 und der Lagerbohrung
5 sind die Sperrelemente in Form von Kugeln 4 in ihrer Lage fixiert.
10 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit einteiligen Sperrelementen 19. Sperrelement
19 ist ein Gewindestift, welcher an einer seiner Stirnseiten einen Halbkugelkopf
20 aufweist.
11 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit einteiligem Sperrelement 19 in den Lagerbohrungen
5. Die einteiligen Sperrelemente 19 sind Passstifte, welche in
Presspassung mit dem Schrumpffutter verbunden sind. Die einteiligen Sperrelemente
19 weisen an einer ihrer Stirnseiten einen Halbkugelkopf 20 auf.
12 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit Sperrelementen in Form von Kugeln 4. Die Kugeln
4 sind in einem Kugelkäfig 21 gelagert. Dabei ist der Kugelkäfig
21 am Öffnungsgrund der Aufnahmeöffnung 7 angeordnet.
Daran angrenzend befindet sich eine Hülse 22. Im Käfig
21 sind die Kugeln 4 eingelassen, die vom Käfig radial nach
außen gedrückt werden. Die Kugeln 4 werden dabei an eine Schulter
gedrückt, die sich zwischen der Aufnahmeöffnung 7 und einer Freidrehung
am Ende der Aufnahmeöffnung 7 befindet. An dieser Schulter können
sich die Kugeln 4 axial abstützen. Bei eingeschrumpftem Werkzeug sind
die Kugeln 4 auch nach innen abgestützt und können so sowohl
das Werkzeug 2 als auch die Hülse 22 gegen einen axialen
Auszug sichern.
13 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit den Kugeln 4, welche sich in einer Hülse
22 im linken Abschnitt der Hülse und in der Aufnahmeöffnung
7 befinden. Der linke Abschnitt der Hülse 22 fungiert hierbei
als Kugelkäfig für die Kugeln 4. Die Lagerbohrungen
5 für die Kugeln 4 in der Hülse 22 weisen bzgl.
der innen liegenden Zylinderumfangsfläche der Hülse 22 einen
kleineren Durchmesser auf, als der Durchmesser der Kugeln bzw. der Lagerbohrungsdurchmesser.
Somit können die Kugeln 4 in den Innenraum hineinragen, jedoch nicht
hineinfallen. Die Hülse 22 ist in das Futter entweder eingeschrumpft
oder eingepresst.
14 zeigt in einer reinschematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit Kugeln 4 in einer Hülse 22. Die Hülse
22 ist mit dem Hülsenabschnitt 6 mit einer Schweißnaht
23 verbunden. Die Verschweißung der Hülse 22 mit dem
Schrumpffutter kann dabei punktuell, abschnittweise oder ringförmig als geschlossene
bspw. Y-Naht ausgebildet sein.
15 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit Kugeln 4 in einer Hülse 22. In dieser
Ausführungsform wird die Hülse 22 über Gewindestifte
24 mit dem Werkzeughalter fixiert. Dabei weisen die Gewindestifte
24 bspw. eine Kegelkuppe auf. Selbstverständlich sind auch andere
Ausbildungen, wie bspw. ein Kugelkopf usw. möglich. Zu der stirnseitigen Ausbildung
der Gewindestifte 24 weist die Hülse 22 korrespondierende
Vertiefungen 25 auf, welche korrespondieren zur stirnseitigen Kuppenbildung
der Gewindestifte 24 gebildet sind. In der vorliegenden Ausführungsform
sind diese Vertiefungen 25 kegelförmig gebildet. Zur Fixierung der
Hülse 22 am Werkzeughalter ist zumindest ein Gewindestift
24 mit einer stirnseitigen Ausbildung, bspw. in Form eines Kegels notwendig.
Vorzugsweise sind drei, besonders bevorzugt vier Gewindestifte zum Fixieren der
Hülse 22 am Werkzeughalter angeordnet.
16 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit den in der Hülse 22 angeordneten Sperrelementen
in Form von Kugeln 4. Die Hülse 22 ist dabei dickwandiger
ausgebildet, als in den vorhergehenden Figuren. Daher ist die Hülse
22 geschlitzt (in der Zeichnung nicht dargestellt). In dieser Ausführungsform
wird die Hülse 22 ebenfalls durch Kugeln mit dem Werkzeughalter verbunden.
Dabei befinden sich im linken Bereich der Hülse 22 zu den Kugeln korrespondierende
Sperrnute 27, welche ebenfalls ein Kugelprofil aufweisen. So wie das Werkzeug
im Schrumpffutter durch das Zusammenspiel von Sperrelementen und Sperrnuten axial
fixiert wird, wird in diesem Fall die Hülse 22 über Kugeln
26 als Sperrelemente mit Sperrnuten 27 in der äußeren
Umfangsfläche der Hülse 22 axial fixiert. Die Kugeln
26 befinden sich dabei in Lagerbohrungen 28, welche wiederum Gewindestifte
29 mit einem Gewinde miteinander verbindet. Auch in diesem Fall weist die
Lagerbohrung 28 in dem innen liegenden Bereich in Richtung zur Aufnahmeöffnung
7 einen kleineren Durchmesser auf, als der Lagerdurchmesser, welcher dem
Kugeldurchmesser der Kugel 26 entspricht. Somit kann die Kugel
26 nicht in den Innenraum hineinfallen, sondern sie ragen hinein.
17 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit einer axialen Auszugssicherung gemäß
2. Zusätzlich weist der Werkzeughalter eine Kegelfeder
30 auf, welche sich zwischen der Stirnseite 12 des Zylinderschafts
11 des Schaftfräsers 2 und dem Boden 31 der Aufnahmeöffnung
7 befindet. Die Druckfeder in Form einer Kegelfeder 30 drückt
dabei auf die Stirnfläche 12 des Schaftfräsers 2 in
Richtung der Drehachse 3 aus dem Werkzeughalter 1 hinaus. somit
wird ein mögliches Spiel bzw. Fertigungstoleranzen der Sperrnute in der Umfangsfläche
des Zylinderschafts 11 und der jeweiligen Lage der Kugeln 4 im
Werkzeughalter 1 eliminiert, insofern, dass der Schaftfräser
2 in axialer Richtung durch die Kraft der Kegelfeder 3 zusätzlich
gesperrt ist. Somit kann auch ein geringes Spiel zwischen der axialen Auszugssicherung
und dem Werkzeug eliminiert werden. Somit läuft man nicht Gefahr, aufgrund
von kleinen Fertigungstoleranzen zusätzlich die Werkzeugschneiden während
des Betriebs zu schädigen.
18 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter mit den Sperrelementen in Form von Kugeln 4. Hier erfolgt
die spielfreie Auszugssicherung des Werkzeugs nach dem Einschrumpfen durch Verwendung
einer Längeneinstellschraube 32, welche vorzugsweise aus einem gummielastischen
Material gebildet ist. Zu der Längeneinstellschraube 32 ist im Werkzeughalter
korrespondierend ein Innengewinde 33 gebildet. In 18
ist zusätzlich eine weitere Ausführungsmöglichkeit für den Sperrnutverlauf
gezeigt. In dieser Ausführungsform ist die Sperrnut 34 in Form eines
„L"'s, beginnend aber der Stirnseite 12 des Zylinderschafts
11, gebildet. Damit ist quasi ein bajonetartiger Sperrverschluss für
eine axiale Sperrung als Auszugssicherung des Werkzeugs aus dem Werkzeughalter geschaffen.
19 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter aus 18, wobei konzentrisch zur Längeneinstellschraube
32 ein darin integriertes elastisches Element 35 angeordnet ist.
In diesem Fall ist das elastische Element 35 vorzugsweise aus einem gummielastischen
Material gebildet. Die spielfreie Auszugssicherung erfolgt über die Anpresskraft,
welche über die Längeneinstellschraube 32 auf das elastische
Element 35 über die Stirnseite 12 auf den Schaftfräser
2 ausgeübt wird.
20 zeigt in einer rein schematischen Schnittdarstellung
ein Schrumpffutter, mit einer Minimalmengenschmierung (MMS). Die axiale Auszugssperre
erfolgt über Sperrelemente 36, welche wiederum in Form von Kugeln
gebildet sind. Konzentrisch zur Rotationsachse im Inneren des Schrumpffutters, befindet
sich ein verschiebbares Rohr 37, welches das Übergabestück für
die Minimalmengenschmierung ist. Das Rohr 37 wird aufgrund der Federkraft
einer Spiralfeder 38 an den Werkzeugschaft (in der Zeichnung nicht dargestellt)
angedrückt. In der 20 sind zwei mögliche
Endlagen des Rohres 37 gezeigt. Die rechts liegende Kontaktfläche
des Rohres mit dem Werkzeugschaft ist kegelförmig in Form eines radialen Rohrflansches
39 ausgebildet. Die Spiralfeder 38 wird dabei durch das Rohr
37 konzentrisch durchdrungen. Die Spiralfeder 38 befindet sich
zwischen dem Boden 31 und der kegelabschnittsförmigen Umfangsfläche
des Rohres 37 am radialen Halsflansch. 21
zeigt entlang der Schnittlinie A-A aus 20 in einer
rein schematischen Schnittdarstellung die tangentiale Anordnung der Sperrelemente
36 im Werkzeughalter. 22 zeigt eine Ausschnittsvergrößerung
eines Ausschnitts aus 20, welches mit einer Strichlinie
markiert ist. Im radialen Halsflansch 39 des Rohres 37 sind Durchgangsbohrungen
40 angeordnet, welche sich vom Innendurchmesser des Rohres 37
bis zur äußeren Umfangsfläche 41 des radialen Rohrflansches
39 erstrecken. Entlang der zylindrischen Umfangsfläche 41
des radialen Rohrflansches 39 des Rohres 37 ist eine konzentrische
zylinderflächenförmige Ausnehmung 42 angeordnet, deren Breite
vorzugsweise kleiner als die Breite der Zylinderumfangsfläche 41 des
Rohrflansches 39 ist. Korrespondierend zur Ausnehmung 42 ist eine
ringförmige zylinderflächenabschnittsförmige Membran 43
angeordnet, welche bündig zur äußeren Zylinderumfangsfläche
41 des Rohrflasches 39 gebildet ist. Die Membran 43 ist
dabei vorzugsweise aus einem gummielastischen Material gebildet. Diese Membran
43 entlang der Umfangsfläche 41 dichtet das Rohr
37 gegen die Wand der Aufnahmeöffnung 7 des Schrumpffutters
ab. Die Bohrungen 40, welche radial an die Innenseite der Membran
43 führen, leiten den Luftdruck an die Membran 43 weiter,
welche somit an die Bohrungswand 7 angedrückt wird. Durch den Druckaufbau
wölbt sich die Membran radial auf und legt sich so an die innere Umfangsfläche
der Aufnahmeöffnung 7 des Werkzeughalters an. Somit wird das Rohr
37 als Übergabestück für die Minimalmengenschmierung gegen
ein axiales Verstellen gesichert. Durch das verschiebbare Rohr 37 kann
der Schmiernebel verlustfrei an das Werkzeug geleitet werden.