TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einfassmaschine, in welcher
die Erkennung einer Klappe durchgeführt wird.
EINSCHLÄGIGER STAND DER TECHNIK
Eine herkömmliche Einfassmaschine umfasst: einen großen
Pressmechanismus (einen Nähgutbewegungsmechanismus), einen Klappenhaltemechanismus,
Nähmittel, einen Einfassmechanismus und einen Klappenfühler (siehe beispielsweise
japanisches Patent Nr. 2716970). Der große Pressmechanismus weist ein Paar
von großen Pressern auf, die ein Hauptnähgut, das auf einem Montagetisch
platziert ist, zusammen mit einem Einfassfleck halten und zuführen. Der Klappenhaltemechanismus
hält über den großen Pressern ein Klappennähgut, das zusammen
mit dem Einfassfleck auf das Hauptnähgut aufgenäht werden soll. Die Nähmittel
führen mit Bezug auf das Nähgut, das zugeführt wird, einen Nähvorgang
aus. Der Einfassmechanismus platziert den Einfassfleck auf dem Hauptnähgut
mit Hilfe einer Einfassvorrichtung, die einen Bodenplattenteil und einen abstehenden
Plattenteil aufweist. Der Klappensensor dient dazu, Licht festzustellen, das von
einer reflektieren Fläche reflektiert wird, die in Richtung der Zuführung
des Nähgutes an einer Oberseite des großen Pressers vorgesehen ist.
In der herkömmlichen Einfassmaschine werden während des
Nähvorganges das Hauptnähgut und der Einfassfleck mit Hilfe des großen
Pressers des großen Pressmechanismus gehalten. Wenn das Klappennähgut
an der Oberseite des großen Pressers gehalten wird, wird ein Teil der reflektierenden
Fläche des großen Pressers durch das Klappennähgut abgedeckt. Infolgedessen
ist es während einer Zuführung und Bewegung des großen Pressers im
Nähvorgang möglich, ein Ende und das andere Ende des Klappennähgutes
zu erkennen, basierend auf einer Änderung im Ausmaß des Lichtes, das von
der reflektierenden Fläche reflektiert und durch den Klappensensor erkannt
wird.
Eine Entfernung von einer Position, in welcher das Ende des Klappennähgutes
von dem Klappensensor erkannt wird (eine Position, an welcher der Klappensensor
befestigt ist) zu einer Nadel ist ein bekannter Wert. Deshalb wird eine Zuführung
entsprechend der oben erwähnten Entfernung nach dem Erkennen des Nähgutendes
ausgeführt, wodurch eine Nähstartposition und eine Nähendposition
im Nähvorgang bestimmt sind.
Unterdessen wird ein Nadelfaden der Nadel der Einfassnähmaschine
durch einen Fadenführer zugeführt, der auf einer Nadelfadenbahn, die an
einer Außenseite eines Nähmaschinenkörpers vorgesehen ist, angeordnet
ist.
In der Einfassmaschine, die in dem japanischen Patent Nr. 2716970
offenbart ist, ist jedoch der Klappensensor, welcher das Ende des Klappennähgutes
erkennt, in der Nähe der Nadel in der Nähgutvorschubrichtung auf einer
Zulaufseite des Nähmaschinenkörpers befestigt und fixiert. Aus diesem
Grund besteht ein Problem darin, dass der Klappensensor zu einem Hindernis wird,
wenn der Nadelfaden in die Nadel eingesetzt wird, und es ist daher schwierig, die
Einfädelarbeit auszuführen.
Weiterhin sind zwei Klappensensoren in Längsrichtung eines Armes
angeordnet, der senkrecht zu einer Nährichtung verläuft, um das Ende des
Klappennähgutes, welches entweder auf der linken Seite oder der rechten Seite
der Nähgutvorschubrichtung aufgenäht werden soll, zu erkennen. Wenn jedoch
die Erkennungspositionen des Endes des Klappennähgutes (das sind die Befestigungspositionen
des Klappensensor) so eingestellt werden, dass sie dicht bei einer Nählinie
liegen, um die Stabilität der Enden des Klappennähgutes in Nähgutvorschubrichtung
auf Ablauf- und Zulaufseiten (dass heißt, die Nähstartposition und die
Nähendposition) zu verbessern, gibt es ein Problem insoweit, als ein Zwischenraum
zwischen den beiden Klappensensoren verringert wird, was in einer stärkeren
Verschlechterung bei der Durchführung des Einfädelns resultiert.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Es ist ein Ziel der Erfindung, die Durchführbarkeit des Einfädelvorganges
einer Einfassmaschine zu verbessern.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung umfasst eine Einfassmaschine:
einen Nähmaschinenkörper (80) mit zwei Nadel (30), die
von einem Spindelmotor (16) in einer vertikalen Richtung (Z) bewegt werden
und zwei parallele Nähte ausbilden;
einen Fadenführer (17), der an einem vorderen Endteil des Nähmaschinenkörpers
(80) an einer Oberfläche, in Nähgutvorschubrichtung (E) auf der
zulaufseite der beiden Nadeln (13) angeordnet ist, und den beiden Nadeln
(13) einen Faden zuleitet;
eine Einfassvorrichtung (12) umfassend einen Bodenplattenteil, der entlang
der Nähgutvorschubrichtung (E) angeordnet ist, und einen abstehenden Plattenteil,
der vom Bodenplattenteil aus nach oben aufgesetzt ist, wobei die Einfassvorrichtung
(12) in Nähgutvorschubrichtung (E) auf der Zulaufseite der beiden
Nadel (13) so gehalten ist, dass sie in der vertikalen Richtung (Z) beweglich
ist, und in einer nach unten bewegten Position einen Einfassfleck auf einem Hauptnähgut
(C) platziert;
einen Nähgutbewegungsmechanismus (40) der ein Paar
großer Presser (41), die sich in der Nähgutvorschubrichtung (E)
an jeweiligen Seiten der in der nach unten bewegten Position platzierten Einfassvorrichtung
(12) erstrecken, nach abwärts bewegt, und das Hauptnähgut (C)
und den Einfassfleck durch Pressen und Halten des Hauptnähgutes (C) und des
Einfassflecks, die auf einem Tisch (11) platziert sind, von oben her und
durch Bewegen des Paares der großen Presser (41) in Nähgutvorschubrichtung
(E) zuführt;
einen Klappenhaltemechanismus (55), der ein auf das Hauptnähgut (C)
und den Einfassfleck aufzunähendes Klappennähgut (F) an einer oberen Seite
jedes großen Pressers (41) hält;
ein Erkennungsglied (31), das in der Nähgutvorschubrichtung (E) auf
der Zulaufseite der beiden Nadeln (13) angeordnet ist, wobei das Erkennungsglied
(31) Licht von oben her auf eine reflektierende, an der Oberseite jedes
großen Pressers (41) ausgebildete Fläche (41c) strahlt,
wenn das Paar der großen Presser (41) mittels des Nähgutbewegungsmechanismus
(40) in Nähgutvorschubrichtung (E) bewegt wird und eine Position eines
Endes des Klappennähgutes (F) durch Erkennen von Licht, das von der reflektieren
Fläche (41c) reflektiert wird, feststellt.
Eine Nähstartposition oder eine Nähentposition ist durch
den Nähmaschinenkörper (80) basierend auf der vom Erkennungsglied
(31) festgestellten Position des Endes des Klappennähgutes (F) bestimmt,
und das Klappennähgut (F) wird auf das Hauptnähgut und den Einfassfleck
aufgenäht.
Die Einfassmaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin
umfasst: ein Armglied (22), welches das Erkennungsglied (31) derart
hält, dass das Erkennungsglied (31) zu einer Befestigungsposition
an einem Armteil (83) des Nähmaschinenkörpers (80) hin
oder von dieser Befestigungsposition aus weg bewegt wird.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung weist in der Einfassmaschine
des ersten Aspekts der Erfindung das Armglied (22) ein Basisende auf, das
drehbar an einer Position in Nähgutvorschubrichtung (E) an einer Ablaufseite
der beiden Nadeln gehalten ist, und das sich in Nähgutvorschubrichtung (E)
zu der Zulaufseite hin so erstreckt, das es seitlich in der Nähe der beiden
Nadeln (13) des Nähmaschinenkörpers (80) verläuft,
und das Erkennungsglied ist zusammen mit der Einfassvorrichtung (12) durch
das Armglied (22) gehalten. Wenn das Armglied (22) verdreht wird,
wird die Einfassvorrichtung (12) zwischen einer Arbeitsstellung, in welcher
in Nähgutvorschubrichtung (E) auf der Zulaufseite der beiden Nadeln (13)
eine Vertikalbewegung ausgeführt werden kann, und einer Bereitschaftsstellung
bewegt, welche vom vorderen Endteil des Nähmaschinenkörpers (80)
in Nähgutvorschubrichtung (E) auf der Zulaufseite der beiden Nadeln entfernt
ist.
Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung bewegt in der Einfassmaschine
des zweiten Aspekts der Erfindung das Armglied (22) die Einfassvorrichtung
(12) aus der Arbeitsstellung in die Bereitschaftsstellung in einer horizontalen
Richtung.
Gemäß einem vierten Aspekt der Erfindung bewegt in der Einfassmaschine
des zweiten Aspekts der Erfindung das Armglied (22) die Einfassvorrichtung
(12) aus der Arbeitsstellung in die Bereitschaftsstellung in einer vertikalen
Richtung.
Gemäß einem fünften Aspekt der Erfindung umfasst in
der Einfassmaschine des ersten oder zweiten Aspekts der Erfindung das Erkennungsglied
(30) zwei Erkennungsglieder (30L, 30R), die so angeordnet
sind, dass sie den jeweiligen großen Pressern (41) entsprechen, und
wenigstens eines der Erkennungsglieder (30L, 30R) ist vom Armglied
(22) gehalten.
Gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung kann das Erkennungsglied
(ein Klappensensor), welches das Ende des Klappennähgutes, das durch den Klappenhaltemechanismus
gehalten und durch den großen Presser des Nähgutvorschubmechanismus zugeführt
wird, bewegt werden, um sich dem vorderen Endteil des Nähmaschinenkörpers
auf der Zulaufseite der beiden Nadeln (in Nähgutvorschubrichtung) hin oder
von diesem vorderen Endteil weg zu bewegen. Mit anderen Worten, der Klappensensor
kann von dem Fadenführer, welcher der Nadel den Faden zuführt, abgetrennt
werden, wenn der Faden in die Nadel eingesetzt wird. Infolgedessen kann der Klappensensor
daran gehindert werden, ein Hindernis für eine Einfädelarbeit zu sein.
Dementsprechend ist es möglich, die Durchführbarkeit eines Einfädelvorganges
im Vergleich mit einer herkömmlichen Einfassmaschine zu verbessern, in welcher
zwei Klappensensoren an einer vorderen Endposition eines Armteiles befestigt sind,
wo sie dicht bei dem Fadenführer angeordnet sind.
Gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung wird der Klappensensor,
der am Armglied befestigt ist, zusammen mit der Einfassvorrichtung, die durch das
Armglied gehalten wird, verdreht. Mehr im Einzelnen: wenn die Einfassvorrichtung
von dem Nähmaschinenkörper weg bewegt wird, wird der am Armglied gehaltene
Klappensensor von dem Fadenführer weg bewegt, der an dem vorderen Ende des
Armteiles angeordnet ist. Infolgedessen kann die Durchführbarkeit des Einfädelvorganges
verbessert werden. Da der Klappensensor am Armglied befestigt ist, können weiterhin
die Einfassvorrichtung und der Klappensensor zur gleichen Zeit geöffnet und
geschlossen werden. Deshalb können sowohl die Einfassvorrichtung wie auch der
Klappensensor vom Nähmaschinenkörper durch einen Drehvorgang
weg bewegt werden. Insbesondere ist es nicht erforderlich, die Einfassvorrichtung
und den Klappensensor einzeln vom Nähmaschinenkörper wegzubewegen, wenn
der Faden in die Nadel eingesetzt werden soll, und es ist möglich, sowohl die
Einfassvorrichtung als auch den Klappensensor durch einen Drehvorgang vom Nähmaschinenkörper
wegzubewegen. Daher kann die Ausführbarkeit des Einfädelns weiterhin verbessert
werden.
Gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung wird das Armglied
in der horizontalen Richtung verdreht, so dass die Einfassvorrichtung aus der Arbeitsstellung
in die Bereitschaftsstellung bewegt wird. Mehr im Einzelnen: der am Armglied befestigte
Klappensensor wird mit Bezug auf den Nähmaschinenkörper auf dem Armglied
in der horizontalen Richtung verdreht und bewegt. Mit anderen Worten, ist es möglich,
den Klappensensor zum Nähmaschinenkörper hin oder vom Nähmaschinenkörper
weg zu bewegen, und zwar durch Bewegen des Armgliedes in der horizontalen Richtung.
Somit ist es möglich, die Einfädeldurchführbarkeit zu verbessern.
Gemäß dem vierten Aspekt der Erfindung wird das Armglied
in der vertikalen Richtung verdreht, so dass die Einfassvorrichtung aus der Arbeitsstellung
in die Bereitschaftsstellung bewegt wird. Mehr im Einzelnen: der Klappensensor,
der am Armglied befestigt ist, wird mit Bezug auf den Nähmaschinenkörper
zusammen mit dem Armglied in der vertikalen Richtung verdreht und bewegt.
Gemäß dem fünften Aspekt der Erfindung sind die beiden
Klappensensoren so angeordnet, dass sie dem Paar der großen Presser entsprechen.
Deshalb ist es möglich, die Position des Endes des Klappennähgutes, das
mit Hilfe einer der beiden Nadeln auf das Hauptnähgut und den Einfassfleck
aufgenäht werden soll, einzeln zu erkennen. Weiterhin wird wenigstens einer
der Klappensensoren durch das Armglied gehalten. Wenn deshalb die Einfassvorrichtung
von der Arbeitsstellung in die Bereitschaftsstellung bewegt werden soll, wird wenigstens
einer der Klappensensoren von der Befestigungsposition am Armteil zusammen mit dem
Armglied weg bewegt. Dementsprechend kann die Durchführbarkeit des Einfädelvorganges
verbessert werden.
KURZE BESCHREIBUNGEN DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
eines schematischen Aufbaus einer Einfassmaschine gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
2 ist eine Vorderansicht der Einfassmaschine.
3 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
eines großen Presservorschubmechanismus.
4 ist eine Draufsicht mit der Darstellung des großen
Presservorschubmechanismus.
5 ist eine Draufsicht der Darstellung eines Zustandes,
in dem ein Klappennähgut auf eine Oberseite eines großen Pressers aufgesetzt
ist.
6 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
eines Zustandes, in dem ein Einfassmechanismus der Einfassmaschine in einer Arbeitsstellung
angeordnet ist.
7 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
eines Zustandes, in welchem der Einfassmechanismus der Einfassmaschine in einer
Bereitschaftsstellung angeordnet ist.
8 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
einer Befestigungsstruktur eines Klappensensors gemäß dem Ausführungsbeispiel.
9 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
der Umgebung eines Fadenführers, wenn einer der Klappensensoren zusammen mit
dem Einfassmechanismus in der Bereitschaftsstellung angeordnet ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
(Gesamtaufbau gemäß dem Ausführungsbeispiel der Erfindung)
Eine Einfassmaschine 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird unten mit Bezug auf 1 bis
9 beschrieben. 1 ist eine
schaubildliche Ansicht mit der Darstellung eines schematischen Aufbaus der Einfassmaschine
10, und 2 ist eine Vorderansicht der Einfassmaschine
10. Im Ausführungsbeispiel sind Richtungen der jeweiligen Teile der
Einfassmaschine 10 auf der Basis von X-, Y- und Z-Achsen definiert, die
in jeder der Zeichnungen dargestellt sind. In einem Zustand, in dem die Einfassmaschine
10 auf einer horizontalen Ebene angeordnet ist, bezeichnet eine Z-Achsrichtung
eine vertikale Richtung, eine X-Achsrichtung bezeichnet eine Richtung, die horizontal
ist und mit einer Nähgutvorschubrichtung E zusammenfällt und eine Y-Achsrichtung
zeigt eine Richtung an, welche horizontal und senkrecht zur X-Achsrichtung verläuft.
Die Einfassmaschine 10 gemäß dem Ausführungsbeispiel
platziert einen (nicht dargestellten) Einfassfleck auf einem Nähgut (Hauptnähgut)
C und vernäht sie in einer vorbestimmten Länge mit Hilfe zweier Nadeln
13, 13. Die Einfassmaschine bildet auch einen geradlinigen Einschnitt
in Nährichtung zwischen zwei Nähten aus sowie V-förmige
Einschnitte an jeweiligen Enden (des geradlinigen) Einschnittes. Wenn das Nähgut
C und der Einfassfleck vernäht werden, wird darüber hinaus auch ein Klappennähgut
(eine Patte) F (siehe 5) auf das Nähgut C mit
Hilfe einer der Nadeln 13, 13 aufgenäht.
Wie in 1 und 2
gezeigt, schließt die Einfassmaschine 10 ein: einen Tisch
11 als einen Montiertisch, der als ein Betriebstisch dient, einen großen
Presservorschubmechanismus 40 als einen Nähgutbewegungsmechanismus,
der das Nähgut C auf dem Tisch 11 von oben her mit Hilfe eines Paares
von großen Pressern 41 hält, die sich in Zuführrichtung
des Nähgutes C erstrecken, und der den großen Presser 41 in der
Zuführrichtung bewegt, wodurch das Nähgut C, der Einfassfleck und das
Klappennähgut F zugeführt werden, einen Klappenhaltemechanismus
55 (siehe 3), der das Klappennähgut F,
das auf das Nähgut C aufgenäht werden soll, an jedem der großen Presser
41 hält, einen Einfassmechanismus 20 (siehe 6),
der jeweilige Seiten des Einfassflecks, der auf das Nähgut C aufgenäht
werden soll, entlang einer Einfassvorrichtung 12 zurückfaltet, ein
Nähmaschinengestellt 80, das an dem Tisch 11 angeordnet ist
und einen Nadelvertikalbewegungsmechanismus und einen Messermechanismus aufnimmt,
einen Fadenführer 17, der an einem vorderen Teil eines Armteiles
83, der einen anderen Teil des Nähmaschinengestells 80 bildet,
an einer Fläche in Nähgutvorschubrichtung auf einer Zulaufseite der beiden
Nadeln angeordnet ist und einen Nadelfaden zu den beiden Nadeln 13 leitet,
einen Eckmessermechanismus 90, der V-förmige Einschnitte an jeweiligen
Enden eines geradlinigen Einschnitts bildet, und Klappenerkennungsmittel
30 zum Aufstrahlen von Licht auf eine reflektierende Fläche
41c, die auf einer Oberseite des großen Pressers 41 entlang
der Zuführrichtung des Nähgutes C angeordnet ist, und zum Feststellung
eines hiervon reflektierten Lichtes.
Das Nähmaschinengestell (Nähmaschinenkörper)
80 schließt ein: einen Messermechanismus, der ein bewegliches Messer
14 an einer in Nähgutvorschubrichtung gelegenen Ablaufseite der beiden
Nadeln 13 aufwärts und abwärts bewegt und einen Einschnitt am
Nähgut C und am Einfassfleck ausbildet, einen Nadelvertikalbewegungsmechanismus
als Nähmittel zum Ausführen eines Nähvorganges mit den beiden Nadeln
13 an dem Nähgut C und dem Einfassfleck, die durch den großen
Presservorschubmechanismus 40 in X-Achsrichtung vorgeschoben werden, und
einen (nicht dargestellten) Schiffchenmechanismus, der den Nadelfaden von der Nadel
13 einfängt und ihn mit einem Spulenfaden verwickelt.
Der Einfassmechanismus 20 ist in 1
mit einem Teil eines Haltemechanismus 21 versehen, der der Einfachheithalber
aus der Beschreibung weggelassen wird.
Jeder Teil wird unten im Einzelnen beschrieben.
(Tisch und Nähmaschinengestell)
Der Tisch 11 hat eine obere Oberfläche, die parallel
zu einer X-Y-Ebene verläuft und in einem horizontalen Zustand verwendet wird.
Eine Stichplatte 15 ist am Tisch 11 befestigt, wo Stichpunkte
der Nadel 13 sind. Nadelöffnungen, durch welche die beiden Nadeln
13 jeweils eingeführt werden und ein Schlitz, durch welchen das bewegliche
Messer 14 des Messermechanismus eingesetzt wird, sind an der Stichplatte
15 ausgebildet (siehe 2).
Ein hohler Teil zum Unterbringen eines Bettabschnitts 81
des Nähmaschinengestells 80 ist am Tisch 11 ausgebildet,
und das Nähmaschinengestell 80 ist in dem hohlen Teil angeordnet.
Am Tisch 11 sind die Nähgutvorschubrichtung auf der Ablaufseite des
Nähmaschinengestells 80, der große Drückervorschubmechanismus
40 und der Eckmessermechanismus 90 angeordnet, und Einfassmechanismus
20 ist in Nähgutvorschubrichtung an der Zulaufseite 20 angeordnet.
Das Nähmaschinengestell 80 schließt ein: den Bettabschnitt
(den Nähmaschinenbettabschnitt) 81, der am Tisch 11 vorgesehen
ist, einen vertikalen Säulenteil 82, der sich ausgehend von einer
Endseite des Bettabschnitts 81 aus erstreckt, und den Armteil (den Nähmaschinenarmteil)
83, der sich ausgehend von einem oberen Teil des vertikalen Säulenteiles
82 horizontal erstreckt.
In einem unteren Teil des Nähmaschinengestells 80 ist
ein Nähmaschinenmotor 16 vorgesehen, und eine Unterwelle, welche eine
Drehantriebskraft vom Nähmaschinenmotor 16 zu einem Schiffchenmechanismus
hin überträgt, ist im Bettabschnitt entlang der Y-Achsrichtung gehalten.
Eine Oberwelle, welche eine vertikale Bewegungsantriebskraft des Nadelvertikalbewegungsmechanismus
vom Nähmaschinenmotor 16 überträgt, ist im Armteil
83 entlang der Y-Achsrichtung gehalten. Rollen sind jeweils an der Ober-
und Unterwelle fixiert und vorgesehen und sind miteinander über einen Treibriemen
gekuppelt, der im Inneren des vertikalen Säulenteiles 82 des Nähmaschinengestells
80 angeordnet ist.
Der Fadenführer 17 (siehe 7
bis 9), der den Nadelfaden zu den beiden Nadeln hinleitet,
ist an einem unteren Teil einer Seitefläche im vorderen Teil des Armteiles
83 in Nähgutvorschubrichtung an der Zulaufseite (eine rechte Seite
in 2) der beiden Nadeln 13 vorgesehen.
Der Fadenführer 17 ist mit zwei Einfädelöffnungen
versehen, die den Fadenführer 17 in Z-Achsrichtung durchdringen und
in der Y-Achsrichtung nebeneinander angeordnet sind. Der Nadelfaden ist frei durch
jede der Einfädelöffnungen eingesetzt und wird zu einer der beiden Nadeln
hingeleitet, die jedem der Einfädelöffnungen entsprechen.
(Nadelvertikalbewegungsmechanismus)
Der Nadelvertikalbewegungsmechanismus hat einen an sich bekannten
Aufbau und umfasst: die beiden Nadeln 13, die eine Zwillingsnadel bilden,
zwei Nadelstangen, welche die zwei Nadeln 13 an ihren unteren Enden halten,
obere und untere Metalllager, die die jeweiligen Nadelstangen so halten, dass sie
in ihrer Längsrichtung gleitbar sind, einen Nadelstangenhalter, der die beiden
Nadelstangen gleichzeitig hält, eine Oberwelle (eine Spindel), die durch den
Nähmaschinenmotor 16 (ein Spindelmotor) in Umlauf versetzt und angetrieben
wird, ein Drehgewicht, das an ein Ende der Oberwelle angekuppelt und dort fixiert
ist und eine Drehbewegung ausführt, und eine Kurbelstange, deren eines Ende
an eine Position angekuppelt ist, die gegenüber einem Drehzentrum des Drehgewichtes
exzentrisch ist, und deren anderes Ende mit dem Nadelstangenhalter verbünden
ist.
Wenn die Oberwelle des Nähmaschinenmotors 16 umläuft,
wird das Drehgewicht zusammen mit der Oberwelle gedreht, und ein Ende der Kurbelstange
führt zusammen mit der Drehung des Drehgewichtes eine Kreisbewegung rund um
die Oberwelle aus. Infolgedessen wird lediglich eine Bewegungskomponente in Z-Achsrichtung
des die Kreisbewegung ausführenden Endes auf die Nadelstange übertragen,
so dass eine Bewegungskraft einer hin- und hergehenden Vertikalbewegung an jede
der Nadelstangen an dem anderen Ende der Kurbelstange angelegt wird.
Die beiden Nadeln 13 sind in der Y-Achsrichtung angeordnet.
Während des Nähvorganges wird ein vorderer Endteil der Einfassvorrichtung
12 zwischen den Stichpunkten der beiden Nadeln angeordnet, und die beiden
Nadeln 13 führen den jeweiligen Nähvorgang an jeweiligen Seiten
aus, wobei die Einfassvorrichtung 12 dazwischen liegt, wodurch zwei Nähte
gebildet werden, die in Nähgutvorschubrichtung parallel zu einander sind.
(Messermechanismus)
Der Messermechanismus schließt ein: das bewegliche Messer
14, welches einen geradlinigen Einschnitt ausbildet, eine Messerstange,
die das bewegliche Messer 14 an ihrem einen Ende hält und vertikal
beweglich im Armteil 83 gehalten ist, einen Messermotor als Antriebsquelle
für die Vertikalbewegung der Messerstange, einen Übertragungsmechanismus,
der eine Rotationsantriebskraft, die vom Messermotor angelegt wird, in eine hin-
und hergehende Antriebskraft in Vertikalrichtung verändert und die hin- und
hergehende Antriebskraft überträgt, und einen Luftzylinder, der das bewegliche
Messer zwischen einer Bereitschaftsstellung und einer Schneidstellung durch eine
Auf-Ab-Bewegung umschaltet.
Das bewegliche Messer 14 ist angrenzend an die beiden Nadeln
13 in Nähgutvorschubrichtung auf der Ablaufseite (eine nach links
verlaufenden Richtung in 2) der beiden Nadeln
13 angeordnet.
Der Messermotor führt zusammen mit einem Betriebsvorgang zum
Vorschieben des Nähgutes C einen Dreh- und Antriebsvorgang aus und bewegt das
bewegliche Messer 14 über den Übertragungsmechanismus vertikal
um wiederholt einen Einschnitt entsprechend einer Messerbreite an dem Hauptnähgut
und dem Einfassfleck auszubilden, wodurch ein geradliniger Schnitt ausgebildet wird.
(Schiffchenmechanismus)
Der Schiffchenmechanismus ist im Bettabschnitt 81 des Nähmaschinengestells
80 vorgesehen. Der Schiffchenmechanismus umfasst: zwei horizontale Schiffchen,
die jeweils einer der beiden Nadeln 13 entsprechen, Schiffchengetrieberäder,
die an umlaufenden Wellen der jeweiligen horizontalen Schiffchen vorgesehen sind,
ein Übertragungsgetrieberad, welches an einer Unterwelle fixiert vorgesehen
ist und einzeln eine Rotationsdrehkraft an jedes der Schiffchenzahnräder anlegt.
Wenn die Unterwelle vom Nähmaschinenmotor 16 in Umlauf
versetzt und angetrieben wird, überträgt sie durch jedes der Übertragungsgetrieberäder
eine Drehantriebskraft auf das Schiffchenzahnrad. Jedes der horizontalen Schiffchen
wird über eine Schiffchenwelle in Umlauf versetzt. Wenn der Spitzenteil der
Nadel 13 nach abwärts zu einer Unterseite der Stichplatte
15 hin bewegt wird, erfasst jedes der horizontalen Schiffchen den Faden
von der Nadel und wird in den Fangzustand verdreht, wodurch das horizontale Schiffchen
durch eine Fadenschleife eingesetzt wird, so dass der Schiffchenfaden damit zusammen
eingesetzt und ein Vorgang zum Verwinden des Fadens mit dem Spulenfaden ausgeführt
wird. Zwei parallele Nähte werden auf diese Weise durch ein Zusammenwirken
der beiden Nadeln 13 und der horizontalen Schiffchen ausgebildet. Die Nähmittel
gemäß dem Ausführungsbeispiel schließen nämlich ein: den
Nadelvertikalbewegungsmechanismus und den Schiffchenmechanismus. Weiterhin schließt
der Nähmaschinenkörper gemäß dem Ausführungsbeispiel das
Nähmaschinengestell 80, den Nadelvertikalbewegungsmechanismus, den
Messermechanismus und den Schiffchenmechanismus ein, die im Inneren des Nähmaschinengestells
80 vorgesehen sind.
(Einfassmechanismus)
Wie in 6 und 7
gezeigt, schließt der Einfassmechanismus 20 ein: die Einfassvorrichtung
12, die den Querschnitt eines umgekehrten T hat und den Einfassfleck so
einsetzt, dass er darum herumgewickelt wird, wobei der Einfassfleck in Längsrichtung
vorgeschoben wird, und den Haltemechanismus 21, welcher die Einfassvorrichtung
12 so hält, dass sie in der vertikalen Richtung beweglich ist.
Die Einfassvorrichtung 12 weist einen Bodenplattenteil auf,
der so angeordnet ist, dass er der Oberseite des Tisches 11 gegenüberliegt
und sich in der Nähgutvorschubrichtung erstreckt, und ferner weist die Einfassvorrichtung
12 einen erhöhten oder abstehenden Plattenteil auf, der senkrecht
nach oben gerichtet an die Oberseite des Bodenplattenteiles aufgesetzt ist und sich
ebenfalls in der Nähgutvorschubrichtung erstreckt, wodurch die Einfassvorrichtung
12 im Querschnitt die Gestalt eines umgekehrten T annimmt. Die Einfassvorrichtung
ist so gehalten, dass sie in der Nähgutvorschubrichtung mit Hilfe des Haltemechanismus
an der Zulaufseite der beiden Nadeln 13 gehalten ist. Die Einfassvorrichtung
12 platziert den Einfassfleck auf dem Hauptnähgut, das seinerseits
auf dem Tisch 11 platziert ist, in einer nach unten bewegten Position der
Vertikalbewegung und presst und hält sie von oben her.
Der Haltemechanismus 21 schließt ein: einen Luftzylinder
23, der eine Antriebsquelle für einen Auf-Ab-Betriebsvorgang der Einfassvorrichtung
12 ist, ein (nicht dargestelltes) elektromagnetisches Ventil, welches den
Luftzylinder 23 antreibt, eine Mehrzahl von Verbindungsgliedern
25, welche die Antriebskraft des Luftzylinders 23 in einer Bewegungskraft
in vertikaler Richtung umwandeln und die Antriebskraft an die Einfassvorrichtung
12 anlegen, ein Armglied 22, welches die Verbindungsglieder
25 hält, und ein Halteglied 24, welches das Armglied
22 drehbar hält.
Wie in 7 gezeigt, ist das Halteglied
24 an einem vorderen Ende eines verlängerten Teiles vorgesehen, der
sich ausgehend von einem Arm eines Pressmotors 45, der eine Antriebsquelle
des großen Presservorschubmechanismus 40 ist, erstreckt, und drehbar
ein Ende des Armgliedes 22 in Nähgutvorschubrichtung auf der Ablaufseite
über einen Schaftteil abstützt, der in entlang Z-Achsrichtung verläuft.
Das Ende (ein Basisendteil) des Armgliedes 22 in Nähgutvorschubrichtung
auf der Ablaufseite wird durch das Halteglied 24 so gehalten, dass es rund
um das Halteglied 24 drehbar ist, und zwar an einer Position in Nähgutvorschubrichtung
auf der Ablaufseite der beiden Nadeln 13. Das vordere Ende des Armglieds
22 erstreckt sich in der Nähgutvorschubrichtung zur Zulaufseite hin,
und zwar durch die Nachbarschaft des Endes des Nähmaschinenkörpers auf
einer Seite der beiden Nadeln 13. Wenn das vordere Ende des Armglieds
22 um das Halteglied 24 verdreht wird, kann die Einfassvorrichtung
12 zwischen einer Arbeitsstellung (siehe 6)
in welcher eine Vertikalbewegung auf der in Nähgutvorschubrichtung gelegenen
Zulaufseite der beiden Nadeln ausgeführt werden kann, und einer Bereitschaftsstellung
(siehe 7) bewegt werden, die vom Ende des Nähmaschinenkörpers
in Nähgutvorschubrichtung auf der Zulaufseite der beiden Nadeln weg bewegt
ist.
Während des Nähvorganges wird der Luftzylinder
23 angetrieben, so dass die Einfassvorrichtung 12 derart nach
abwärts bewegt wird, dass der vordere Endteil der Einfassvorrichtung
12 zwischen den Stichpunkten der beiden Nadeln 13 positioniert
wird. Der Einfassfleck wird in Längsrichtung in einem Zustand vorgeschoben,
in welchem er so gehalten ist, dass er um die Einfassvorrichtung 12 entlang
der Querschnittsform der Einfassvorrichtung 12 durch das Zusammenwirken
mit dem Paar der großen Presser 21 des großen Presservorschubmechanismus
herumgewickelt gehalten wird, welche auf jeweiligen Seiten der Einfassvorrichtung
12, die in der nach unten gerichteten Position platziert ist, nach abwärts
bewegt werden, wodurch der Einfassfleck auf das Nähgut C aufgenäht wird.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist ein Klappensensor
31L der beiden Klappensensoren 31L, 31R an einem unteren
Teil des Armgliedes 22 über ein Befestigungsglied 26 befestigt.
(Großer Presservorschubmechanismus)
3 ist eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung
des großen Presservorschubmechanismus 40, und 4
ist eine Draufsicht mit einer schematischen Darstellung des großen Presservorschubmechanismus
40. Wie in diesen Zeichnungen gezeigt, umfasst der große Presservorschubmechanismus
40 das Paar der großen Presser 41, welche das Nähgut
C von oben her an jeweiligen Seiten pressen, wobei die Nadeln 13 dazwischen
angeordnet sind, zwei Bodenplatten 47, die an Unterseiten der jeweiligen
großen Presser 41 angeordnet sind und auf welche das Nähgut C
während eines Nähgutvorschubvorganges aufgebracht wird, ein Paar von Armgliedern
48, die die jeweiligen großen Presser 41 halten, ein Halteglied
42, das die beiden großen Presser 41 so hält, dass sie
über die Armglieder 48 nach aufwärts und abwärts bewegt
werden, einen Zwischenraumreguliermechanismus 49 für die großen
Presser 41, der eine Position jedes Armgliedes 48 reguliert, welche
durch das Halteglied 42 in der Y-Achsrichtung gehalten sind, einen Luftzylinder
43, der die großen Presser 41 mit Bezug
auf das Halteglied 42 vertikal bewegt, ein (nicht dargestelltes) elektromagnetisches
Ventil, das einen Antriebsvorgang des Luftzylinders 43 steuert, einen Pressmotor
45, der das von den großen Pressern 41 gepresste Nähgut
C in der Nähgutvorschubrichtung E bewegt, und einen Riemen 46, der
eine Drehbewegung des Pressmotor 45 in eine geradlinige Antriebskraft in
X-Achsrichtung umwandelt und die geradlinige Antriebskraft auf das Halteglied
42 überträgt.
Die jeweiligen großen Presser 41 sind Platten mit einem
geringfügig keilförmigen Querschnitt und, in einer Ebene gesehen, mit
einer rechtwinkligen Gestalt, und sie sind am Halteglied 42 derart abgestützt,
dass Kantenteile einander gegenüberliegen. Die beiden großen Presser
41 sind an den jeweiligen Armgliedern 48 gehalten und in der Y-Achsrichtung
angeordnet, wobei die beiden Nadeln 13 zwischen ihnen angeordnet sind.
Eine Längsrichtung der großen Presser 41 erstreckt sind in der
X-Achsrichtung, das ist die Nähgutvorschubrichtung.
Der große Presservorschubmechanismus 40 bewegt die jeweiligen
großen Presser 41 nach unten auf jeweiligen Seiten der Einfassvorrichtung
12, die in der nach abwärts bewegten Position platziert ist, und presst
und hält das Hauptnähgut und den Einfassfleck, die von oben her auf dem
Tisch 11 platziert sind. Weiterhin bewegt der große Presservorschubmechanismus
40 die jeweiligen großen Presser 41 in der Nähgutvorschubrichtung,
wodurch das Hauptnähgut und der Einfassfleck zugeführt werden.
Jeder der großen Presser 41 schließt eine obere
und eine untere Platte ein, und ein Spalt ist zwischen der oberen Platte und der
unteren Platte vorgesehen, so dass sie zu einander hin geöffnet werden können.
Eine Pressplatte 50, die vorwärts und rückwärts bewegt werden
kann, ist im Spalt zwischen jedem der großen Presser 41 angeordnet.
Die Pressplatten 50 der großen Presser 41 können in
einer solchen Richtung hin- und herbewegt werden, dass sie aufeinander zu oder voneinander
weg bewegt werden können (die Y-Achsrichtung), und zwar mit Hilfe von Luftzylindern
51, die an den Armgliedern 41 vorgesehen sind. Die Luftzylinder
51 werden mit Hilfe eines (nicht dargestellten) elektromagnetischen Ventils
EIN/AUS geschaltet, das durch (nicht dargestellten) Betriebssteuermittel gesteuert
wird, wodurch die Pressplatten 50 so bewegt werden, dass sie dicht bei
einander sind und jeweiligen Enden des Einfassflecks zurückgefaltet werden,
so dass sie um die Einfassvorrichtung 12 herumgefaltet sind, und ein solcher
Zustand kann aufrechterhalten werden.
Die reflektierende Fläche 41c ist an einer Oberseite
jedes der großen Presser 41 über die Gesamtlänge hinweg
in dessen Längsrichtung ausgebildet. Die reflektierende Fläche
41c wird zur Erkennung von Positionen der zulauf- und ablaufseitigen Enden
des Klappennähgutes F benutzt, welches durch den Klappenhaltemechanismus
55 in der Nähgutvorschubrichtung gehalten wird. 5
ist eine Draufsicht mit der Darstellung eines Zustandes, in dem das Klappennähgut
F auf die Oberseite des großen Pressers 41 aufgesetzt ist. Wie in
5 gezeigt, wird dann, wenn ein Teil der reflektierenden
Fläche 41c in Längsrichtung von dem Klappennähgut F abgedeckt
ist, eine Reduzierung in der Reflektionsfläche des abgedeckten Teiles von den
Klappenerkennungsmitteln 30 festgestellt. Infolgedessen werden die Positionen
der zulaufseitigen und ablaufseitigen Enden des Klappennähgutes F in Nähgutvorschubrichtung
von den Betriebssteuermitteln erkannt.
Jedes Armglied 48 ist drehbar durch die Halteachse
42a abgestützt, die auf einer Endseite des Haltegliedes
42 in der Y-Achsrichtung vorgesehen ist. Der großer Presser
41 wird an einer vorderen Endteilseite des Armgliedes 48 gehalten,
und eine rückwärtige Endseite wird mit Hilfe des Luftzylinders
43 nach aufwärts und abwärts bewegt. Im Ergebnis wird jedes Armglied
48 so verdreht, dass es den großen Presser 41 aufwärts
und abwärts bewegt.
Der Zwischenraumreguliermechanismus 49 ist zwischen dem Armglied
48 und der Halteachse 42a vorgesehen. Jeder Zwischenraumreguliermechanismus
49 kann das Armglied 48 in einer wahlweisen Position dadurch feststellen,
dass das Armglied 48, welches entlang der Halteachse 42a beweglich
ist, fixiert wird. Infolgedessen kann jeder der großen Presser in einer optionalen
Stellung in der Y-Achsrichtung über jedes der Armglieder 48 einreguliert
werden, wodurch auch ein Abstand zwischen den großen Pressern 41 reguliert
werden kann.
Jede Bodenplatte 47 ist am Halteglied 42 derart
fixiert, dass die Bodenplatten 47 an der Oberseite des Tisches
11 an einer unteren Seite jedes der großen Presser 41 aufgebracht
werden, und werden in Nähgutvorschubrichtung E zusammen mit den großen
Pressern 41 bewegt. Jede Bodenplatte 47 erstreckt sich in X-Achsrichtung
und hat eine Breite, die so eingestellt ist, dass sie nahezu gleich der Breite der
großen Presser 41 in der Y-Achsrichtung ist. Weiterhin sind die Bodenplatten
47 so angeordnet, dass sie die Nadeln 13 zwischen sich aufnehmen,
wobei sie die Stichplatte 15 im Nähvorgang nicht abdecken.
Jede Bodenplatte 47 ist stets auf demselben Höheniveau
positioniert wie die Oberseite des Tisches 11, und jeder der großen
Presser 41 wird mit Bezug dazu abwärts bewegt, wodurch ein Zustand
aufrechterhalten wird, in welchem das Nähgut C dazwischen festgehalten ist.
Mit anderen Worten: jede Bodenplatte 47 ist unter dem Nähgut C platziert
und schützt das Nähgut C davor, dass es während der Zuführung
des Nähgutes C auf der Oberfläche des Tisches
11 gleitet.
Der Luftzylinder 43 kann jeden großen Presser
41 über jedes Armglied 48 mit Hilfe eines (nicht dargestellten)
elektromagnetischen Ventils in obere und untere Positionen umschalten, und der große
Presser 41 wird veranlasst, sich von der Oberseite der Bodenplatte
47 in eine obere Position abzutrennen, und wird nach unten auf die Höhe
der Oberseite der Bodenplatte 47 in der unteren Position bewegt. Eine Betätigung
des elektromagnetischen Ventils des Luftzylinders 43 wird durch den Betriebsvorgang
der Steuermittel gesteuert.
Der Riemen 46 ist zwischen einer Rolle 45a des Pressmotors
45 und einer (nicht dargestellten) Halterolle ausgelegt, und ein Zwischenteil
46a des Riemens 46 ist mit dem Riemenfixierteil 42a des
Haltegliedes 42 verkuppelt, wodurch die beiden großen Presser
41 wahlweise in der Y-Achsrichtung positioniert werden können, und
zwar durch einen Antriebsvorgang des Pressmotors 45.
(Klappenhaltemechanimus)
Der Klappenhaltemechanismus 55 ist einzeln an der Oberseite
jedes der großen Presser 41 vorgesehen, wie in 3
dargestellt. Jeder Klappenhaltemechanismus 55 hält das Klappennähgut
F und gibt es frei und zwar mit Hilfe eines Klappenpressglieds 56 und eines
Luftzylinders 57. Das Klappenpressglied 56 ist durch das Armglied
48 drehbar gehalten, so dass es sich frei an die Oberseite des großen
Pressers 41 annähern und von dieser abtrennen kann, und der Luftzylinder
57 legt an das Klappenpressglied 56 eine Drehkraft an.
Der Klappenhaltemechanismus 55 hält das Klappennähgut
F derart, dass ein Nähendteil des Klappennähgutes F entlang der X-Achsrichtung
ausgerichtet wird, und derart, dass der Nähendteil des Klappennähgutes
F während der Bewegung jedes der großen Presser 41 durch einen
Stichpunkt einer der Nadeln 13 hindurch passiert. Der Klappennähgut
F, das auf das Hauptnähgut und den Einfassflick aufgenäht werden soll,
wird vom Klappenhaltemechanismus 55 in einem solchen Zustand gehalten,
dass es die reflektieren Fläche 41c des großen Pressers
41 von oben her mit einer Gesamtlänge in Längsrichtung des Klappennähgutes
F an der Oberseite des großen Pressers 41 abdeckt.
Obwohl die Klappenhaltemechanismen 55 einzeln für jeden
der großen Presser 41 vorgesehen sind, wird lediglich einer ausgewählt
und während des Aufnähvorganges des Klappennähgutes F benutzt.
(Klappenerkennungsmittel)
Zwei Klappenerkennnungsmittel 30 (30L und
30R) sind so vorgesehen, dass sie den jeweiligen reflektierenden Flächen
41c, die an den Oberseiten der großen Presser 41 ausgebildet
sind, entsprechend. Die Klappenerkennungsmittel 30 sind in der Y-Achsrichtung
an einem vorderen Ende des Armteiles 43 des Nähmaschinengestells
80 angeordnet, dass heißt in Nähgutvorschubrichtung an der Zulaufseite
(die rechte Seite in 2) der beiden Nadeln und über
der Bewegungsbahn für den großen Presser 41.
Die Klappenerkennungsmittel 30 schließen ein: eine (nicht
dargestellte) Lichtquelle als Lichtprojiziermittel, welche Licht zur reflektierenden
Fläche 41c des großen Pressers 41 von oben her abstrahlt,
einen Klappenfühler 31 (31L oder 31R) mit einem
Erkennungsglied, welches Licht, das von der reflektieren Fläche 41c
reflektiert wird, feststellt und in die (nicht dargestellten) Betriebssteuermittel
ein Erkennungssignal eingibt, und einen Haltearm 32 (32L oder
32R), welcher die Lichtquelle und den Klappenfühler 31 hält.
Jeder der Klappenfühler 31 wird durch den Haltearm
32 über der reflektieren Fläche 41c des großen
Pressers 41 in einem Zustand gehalten, in welchem der Klappenfühler
31 nach abwärts gerichtet ist. Wenn der große Presser
41 mit Hilfe des großen Presservorschubmechanismus 40 in
der Nähgutvorschubrichtung bewegt wird, wird von der Lichtquelle Licht zur
reflektieren Fläche 41c hin abgestrahlt, und ein hiervon zurückreflektiertes
Licht wird festgestellt, wodurch die Positionen der jeweiligen Enden des Klappennähgutes
F erkannt werden (dass heißt, eine Position eines ablaufseitigen Endes, das
eine Startposition sein soll, und eine Position eines zulaufseitigen Endes, das
eine Nähendposition sein soll).
Im Ausführungsbeispiel ist das Klappenerkennungsmittel
30R der Klappenerkennungsmittel 30 mit einer Schraube abnehmbar
an einem unteren Teil einer Seitenfläche des Vorderendes des Armteiles
83 des Nähmaschinengestells 80 in Nähgutvorschubrichtung
auf der Zulaufseite befestigt (siehe 1, 8
und 9). Mehr im Einzelnen: die Lichtquelle des Klappenerkennungsmittels
30R und der Klappensensor 31R sind im Inneren eines Gehäuses
passend angeordnet, das in Y-Achsrichtung lang gestreckt ist, und das Gehäuse
ist über den Haltearm 32 am unteren Teil der Seitenfläche des
Armteiles 83 befestigt. Das Klappenerkennungsmittel 30R ist so
befestigt, das es eine derartige Anordnung hat, dass der Fadenführer
17 zwischen dem Klappenerkennungsmittel 30R und dem Armteil
83 des Nähmaschinenkörpers angeordnet ist, und eine rechte Hälfte
des Fadenführers 17 wird von einer Außenseite her teilweise überdeckt
(siehe 9).
Andererseits ist das Klappenerkennungsmittel 30L der Klappenerkennungsmittel
30 an einem unteren Teil des Armglieds 22 über das Befestigungsglied
26, das Armglied 22 befestigt, wobei das Armglied 22
die Einfassvorrichtung 12 so hält, dass sie vertikal beweglich ist
(siehe 8).
Ein Ende (ein oberes Ende) des Befestigungsgliedes 26 ist
an einem unteren Ende des Armglieds 22 in einem Mittelteil in Längsrichtung
des Armglieds 22 befestigt. Der Klappenfühler 31L ist über
den Haltearm 32 an einem unteren Ende des Befestigungsglieds
26 befestigt, dass heißt, dem unteren Ende des Befestigungsglieds
26, das sich vom oberen Ende her nach abwärts in einer horizontalen
Ebene erstreckt, die senkrecht zum Armglied 22 verläuft, wobei das
Befestigungsglied 26 in L-Form in einen Zustand gebogen ist, in welchem
eine vertikale Fläche ausgehend von dem einen Ende erhalten bleibt.
Wenn das Armglied 22 um das Halteglied 24 verdreht
wird, so dass die Einfassvorrichtung 12 in einer Arbeitsstellung angeordnet
ist, wird der Klappenfühler 30L an dem vorderen Ende des Armteiles
83 des Nähmaschinenkörpers angeordnet, und wird weiterhin zusammen
mit dem Klappenfühler 30R in der Y-Achsrichtung angeordnet.
Im Ausführungsbeispiel ist nämlich der Klappenfühler
30L am Armglied 22 fixiert und gehalten, so dass der Klappenfühler
30L so vorgesehen ist, dass er auf eine Befestigungsposition am Armteil
83 des Nähmaschinenkörpers zu bewegt oder von dieser Position
weg bewegt werden kann. Wenn das Armglied 22 um das Halteglied
24 verdreht wird, um die Einfassvorrichtung 12 aus der Arbeitsstellung
in die Bereitschaftsstellung zu bewegen, bewegt sich daher der Klappenfühler
30L vom unteren Teil der Seitenfläche des Armteiles 83 in
Nähgutrichtung auf der Zulaufseite weg, so dass eine linke Hälfte des
Fadenführers 17 in einen Zustand freigelegt wird, in welchem durch
eine Bedienungsperson der Nähmaschine 10 eine Operation ausgeführt
werden kann.
(Eckmessermechanismus)
Der Eckmessermechanismus 90 ist unter dem Tisch
11 und in Nähgutvorschubrichtung an der Ablaufseite (der linke Seite
in 2) des beweglichen Messers 14 auf einer
Bahn angeordnet, entlang welcher der große Presser 41 vom großen
Presservorschubmechanismus 40 bewegt wird. Der Eckmessermechanismus
90 bewegt ein Paar von Eckmessern 91 von unten derart, dass sie
durch das Nähgut C hindurch eindringen, welches der Arbeitsposition des Eckmessers
91 durch den großen Presservorschubmechanismus zugeführt wird,
wodurch ein V-förmiger Einschnitt an Positionen an jeweiligen Enden eines geradlinigen
Einschnitts ausgebildet wird.
Mehr im Einzelnen: der Eckmessermechanismus 90 umfasst einen
Luftzylinder 92, der das Eckmesser 91 vertikal bewegt, ein (nicht
dargestelltes) elektromagnetisches Ventil, welches den Luftzylinder 92
antreibt, und einen Antriebsmotor 94, welcher das Eckmesser 91
in der X-Achsrichtung bewegt und positioniert.
Das Eckmesser 91 hat von oben gesehen V-förmigen Querschnitt
und dringt durch jedes Nähgut von unten her hindurch, wodurch der V-förmige
Einschnitt ausgebildet wird.
Mehr im Einzelnen: ein Zwischenraum zwischen den Eckmessern
91, die ein Paar bilden, wird vom Antriebsmotor 94 eingestellt,
und wenn das Nähgut C und der Einfassfleck, auf denen die Naht und der geradlinige
Einschnitt ausgebildet sind, in Nähgutvorschubrichtung einer vorbestimmten
Position auf der Ablaufseite des beweglichen Messers 14 zugeführt
werden, werden die Eckmesser 91 nach oben angehoben, um die beiden V-förmigen
Einschnitte auszubilden.
(Betriebsweise gemäß dem Ausführungsbeispiel)
Als nächstes erfolgt eine Beschreibung der Betriebsweise der
Einfassmachine 10, welche den oben beschriebenen Aufbau hat.
In einem Nähvorgang wird das Armglied 22, welches die
Einfassvorrichtung 12 hält, in der Arbeitsstellung angeordnet (siehe
6), und die Einfassvorrichtung 12 wird in
der nach unten bewegten Position angeordnet, um den Einfassfleck zu halten. Zu dieser
Zeit wird das Armglied 22, welches die Einfassvorrichtung 12 hält,
in einem Zustand gehalten, in welchem dessen vorderes Ende sich zu der in Nähgutvorschubrichtung
gelegenen Zulaufseite erstreckt. Der Klappenfühler 31L, der am unteren
Ende des Armglieds 22 gehalten ist, wird so angeordnet, dass er den Fadenführer
17, der seinerseits an einer Fläche des vorderen Endes des Armteiles
83 in Nähgutvorschubrichtung auf der Zulaufseite angeordnet ist, gegenüberliegt,
und der Klappenfühler 31L wird neben dem Klappenfühler
31R in der Y-Achsrichtung angeordnet, die senkrecht zur Nähgutvorschubrichtung
E verläuft (siehe 1). In diesem Zustand entsprechen
die Klappenfühler 31L und 31R den jeweiligen reflektierenden
Flächen 41c und 41c, die an den Oberseiten 41 und
41 vorgesehen sind. Wenn das Klappennähgut F an einem der großen
Presser 41 eingestellt und auf diese Weise zugeführt wird, wird Licht
das von der reflektierenden Fläche 41c reflektiert wird, durch einen
der Klappenfühler 31, der dazu entsprechend angeordnet ist, erkannt.
Somit kann das Ende einer Klappe (Patte) festgestellt werden.
Bei einem Einfädelvorgang zum Einsetzen des
der Nadel 13 zugeführten Nadelfadens in die Nadel wird das Armglied
22 in einer horizontalen Richtung um das Halteglied 24 verdreht,
und zwar in einem Zustand, in welchem die Nähmaschine 10 angehalten
ist (siehe 7). Infolgedessen werden die Einfassvorrichtung
12, die am Armglied 22 gehalten ist, und der Klappenfühler
31L, der am Armglied 22 befestigt ist, in der horizontalen Richtung
gleichzeitig so bewegt, dass sie sich vom Armteil 83 der Nähmaschine
10 weg bewegen (siehe 8). Da der Klappenfühler
31L am Armglied 22 befestigt ist, wird er zusammen mit dem Armglied
22 in der horizontalen Richtung bewegt. Wenn das Armglied 22 um
das Halteglied 24 bewegt wird, um die Einfassvorrichtung 12 aus
der in 6 dargestellten Arbeitsstellung in die in
7 dargestellte Bereitschaftsstellung zu bewegen, wird
auch der Klappenfühler 31L in der horizontalen Richtung zusammen mit
dem Armglied 22 in die Bereitschaftsstellung bewegt. Im Ergebnis wird der
Fadenführer 17, der an der Oberfläche des vorderen Endes des
Armteiles in Nähgutvorschubrichtung auf der Zulaufseite befestigt ist, freigelegt,
um einen Zustand hervorzubringen, in welchem die Bedienungsperson den Fadenführer
17 direkt berühren kann (siehe 9). Mit
anderen Worten: wenn der Faden, der durch den Fadenführer 17 hindurch
eingesetzt werden soll, um den Nadelfaden (Faden) der Nadel 13 zuzuleiten,
ist der Klappenfühler 31L, welcher den von der Bedienungsperson auszuführenden
Einfädelvorgang blockiert, entfernt.
Wenn das Armglied 22 um das Halteglied 24 verdreht
wird, um die Einfassvorrichtung 12 aus der Bereitschaftsstellung in die
Arbeitsstellung zu bewegen, wird auch der Klappenfühler 31L in die
Arbeitsstellung mit bewegt, und wird somit in der Befestigungsposition angeordnet
(das ist eine Erkennungsposition, in welcher der Klappenfühler 31L
neben dem Klappenfühler 31R angeordnet ist). Der Verdrehungsvorgang
des Armglieds 22 um das Halteglied 24 herum kann von der Bedienungsperson
manuell ausgeführt werden.
(Vorteil des Ausführungsbeispiels)
Wie oben beschrieben kann gemäß der Einfassmaschine
10 des Ausführungsbeispiels der Klappenfühler 31L, welcher
das Ende des Klappennähgutes F erkennt, so bewegt werden, dass er sich in Nähgutvorschubrichtung
auf der Zulaufseite der beiden Nadeln 13 auf das Ende des Nähmaschinenkörpers
zu oder von diesem weg bewegt. Mit anderen Worten: wenn der Faden durch die Nadel
13 hindurch eingesetzt werden soll, kann der Klappenfühler
31L so bewegt werden, dass er sich vom Fadenführer 17 abtrennt,
der den Faden der Nadel 13 zuleitet. Daher ist es möglich, den Klappenfühler
31 daran zu hindern, ein Hindernis für den Einfädelvorgang zu
sein, dementsprechend kann die Durchführbarkeit des Einfädelns verbessert
werden.
Da weiterhin der Klappenfühler 31 am Armglied
22 befestigt ist, können die Einfassvorrichtung 12 und der
Klappensensor 31L gleichzeitig bewegt werden, und die Einfassvorrichtung
12 und der Klappenfühler 31L können beide veranlasst
werden, sich durch einen Drehvorgang vom Nähmaschinenkörper abzulösen.
Mehr im Einzelnen: wenn der Faden durch die Nadel 13 hindurch eingesetzt
werden soll, ist es nicht erforderlich den Klappenfühler 31L separat
von der Einfassvorrichtung 12 vom Nähmaschinenkörper zu bewegen.
Infolgedessen kann die Ausführbarkeit des Einfädelvorganges verbessert
werden.
Weiterhin wird der Klappenfühler 31L, der am Armglied
22 befestigt ist, mit Bezug auf den Nähmaschinenkörper zusammen
mit dem Armglied 22 in der horizontalen Richtung verdreht und bewegt. Wenn
daher der Klappenfühler 31 vom Nähmaschinenkörper weg bewegt
wird, braucht das Armglied 22 lediglich in der horizontalen Richtung bewegt
werden. Infolgedessen kann die Ausführbarkeit des Einfädelns verbessert
werden.
Weiterhin sind die beiden Klappenfühler 31 so nebeneinander
angeordnet, dass sie dem Paar der großen Presser 41 entsprechen. Deshalb
ist es möglich, die Position des Endes des Klappennähgutes F, das auf
das Hauptnähgut und den Einfassflick durch eine der beiden Nadeln
13 aufgenäht werden soll, einzeln zu erkennen.
Daneben wird einer der Klappenfühler 31 vom Armglied
22 gehalten. Wenn daher die Einfassvorrichtung 12 aus der Arbeitsstellung
in die Bereitschaftsstellung bewegt werden soll, wird wenigstens einer der Klappenfühler
31 veranlasst, sich von der Befestigungsposition am Armteil 83
zusammen mit dem Armglied 22 abzutrennen. Dementsprechend kann die Durchführbarkeit
des Einfädelvorganges verbessert werden.
(Weiteres)
Während das Armglied 22 in der horizontalen Richtung
um das Halteglied 24 herum verdreht wird, so dass der Klappenfühler
31 veranlasst ist, sich im Ausführungsbeispiel vom vorderen Ende des
Armteiles 83 abzutrennen, kann das Armglied 22 in vertikaler Richtung
verdreht werden, um den Klappensensor 31L vom Armteil 83 wegzubewegen.
Obwohl weiterhin der Klappenfühler 31 am unteren Teil
des Armglieds 22 befestigt ist, welches die Einfassvorrichtung
12 hält, so dass die Einfassvorrichtung 12 und der Klappenfühler
31 so bewegt werden, dass sie sich vom Fadenführer 17 am
vorderen Ende des Armteiles 83 gleichzeitig abtrennen, wenn das Armglied
22 im Ausführungsbeispiel verdreht wird, kann auch ein Halteglied,
welches den Klappenfühler 31 allein hält, vorgesehen
werden, um den Klappenfühler 31 so zu bewegen, dass er sich vom Fadenführer
17 am vorderen Ende des Armteiles 83 abtrennt, und zwar unabhängig
vom Armglied 22, welches die Einfassvorrichtung 12 hält.
Während im Ausführungsbeispiel weiterhin der Klappenfühler
30R am Armteil 83 des Nähmaschinenkörpers befestigt
ist und lediglich der Klappenfühler 30L am Armglied 22 fixiert
ist, können sowohl der Klappenfühler 30L wie auch der Klappenfühler
30R am Armglied 22 befestigt werden, so dass sie sich frei dem
Armteil 83 annähern und wieder davon abtrennen. Mit anderen Worten:
ein Aufbau kann derart sein, dass wenigstens einer der beiden Klappenfühler
30 am Armglied 22 gehalten ist, so dass der Fadenführer
17 freigegeben wird, wenn die Einfassvorrichtung 12 aus der Arbeitsstellung
in die Bereitschaftsstellung bewegt wird, wodurch die Durchführbarkeit des
Einfädelns zum Einsetzen des Nadelfadens durch die Einfädelöffnung
des Fadenführers 17 verbessert wird.