Die Erfindung betrifft ein System, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Ermitteln von Positionsabweichungen zwischen mehreren automatischen Zeichengeräten.
Die Erfindung ist anwendbar auf Maschinen und Verfahren zum Drucken
von Text oder Grafik auf Druckmedien, wie Papier, Transparenzfolienmaterial oder
andere glänzende Medien; spezieller betrifft die Erfindung Systeme und ein
Verfahren zum Ermitteln von Positionsabweichungen eines oder mehrerer automatischer
Zeichengeräte, welche bei solchen Drucken verwendet werden. Die Erfindung ist
insbesondere, jedoch nicht ausschließlich vorteilhaft einsetzbar in thermischen
Tintenstrahldruckern, welche Text oder Bilder aus einzelnen Tintenpunkten aufbauen,
welche auf einem Druckmedium in einer zweidimensionalen Pixelmatrix erzeugt werden.
Die US 5,600,350 A
gibt den Hintergrund des Standes der Technik, die Probleme auf diesem Gebiet und
die früheren Versuche, diese Probleme zu lösen, mit vielen Einzelheiten
an.
Die EP 0 540 243 B1
beschreibt ein Verfahren zum Ausrichten einer Druckkartusche mit Hilfe eines Eichmusters,
das aus horizontalen Testlinien besteht. In einer Ausführung wird auch eine
diagonale Eichlinie verwendet, ohne daß dies auf das Auswerteverfahren einen
Einfluß hätte. Die DE 38 00 877
A1 und die US-4,737,858 A beschreiben Verfahren zum Verbessern der Positionsgenauigkeit
von Druckern, die Kalibriermuster aus diagonalen Linien verwenden.
Ein herkömmlicher computergesteuerter Tischdrucker oder Zeichenbüro-Plotter
verwendet ein automatisches Zeichengerät, wie einen Tintenstrahlschreiber oder
einen Punktmatrix-Druckkopf. Das Zeichengerät ist normalerweise auf einem Schlitten
montiert, der in den meisten Fällen ein Druckmedium in einer von zwei orthogonalen
Richtungen überstreicht.
Periodisch wird auch eine relative Bewegung des Mediums im Verhältnis
zu dem Schlitten in der zweiten Richtung vorgesehen – üblicherweise
durch Bewegen des Mediums, gleichwirkend jedoch auch durch Verschieben eines Schlittengerüstes.
Diese zweite Komponente der relativen Bewegung ermöglicht, daß das Zeichengerät
schließlich Zugriff auf jeden Teil des gewünschten Bildbereiches des Druckmediums
hat.
Um Farbeffekte zu erzielen, und selbst für bestimmte Arten von
monochromen Drucken mit hohem Durchsatz ist es heute üblich, mehrere oder mehrfache
Zeichengeräte zusammen in einem einzelnen derartigen Drucker oder Plotter zu
verwenden. In einigen speziellen Fällen können mehrere Reihen der Zeichengeräte
unterschiedliche Ausrichtungen haben – am häufigsten sind die Zeichengeräte
jedoch nebeneinander auf einem gemeinsamen Schlitten montiert, der die Zeichengeräte
zusammen in der ersten orthogonalen Richtung über das Medium trägt. Auch
hier wird die relative Bewegung des Mediums in der zweiten Richtung so vorgesehen,
daß jedes Zeichengerät üblicherweise Zugriff auf den gesamten Bildbereich
hat.
Ein modernes Drucksystem arbeitet mit einer extrem feinen Positionssteuerung
– um einen Pixel-Gitterabstand von heute etwa 0,08 mm oder 0,04 mm (0,003
oder 0,015 Inch) zu erzielen. Es hat sich jedoch als wirtschaftlich herausgestellt,
die absolute Position eines einzelnen Zeichengerätes (z.B. eines einzelnen
Tintenstrahldruckkopfes oder Schreibers) nur bis auf etwa ±0,25 mm (±0,01
Inch) zu regeln – was einer Gesamtspanne von etwa 0,5 mm (0,02 Inch), oder
etwa sechs bis zwölf mal dem Pixel-Gitterabstand, entspricht.
Bei üblichen monochromen Drucken mit einem einzigen Kopf bleibt
diese Toleranz von ±0,25 mm normalerweise ohne Folgen, weil sie nur als Unsicherheit
bei der Positionierung des Gesamtbildes auf dem Blatt des Druckmediums in Erscheinung
tritt, wobei die Ränder üblicherweise viel breiter als ein viertel Millimeter
sind. Innerhalb des Bildes bleibt die Kopfposition mit beträchtlich feineren
Toleranzen als dem Pixel-Gitterabstand konstant.
Die Merkmale des Bildes sind deshalb ziemlich gut zueinander ausgerichtet.
D.h., die Genauigkeit ist normalerweise selbst dann ausreichend, wenn die Genauigkeit
viel gröber als der Pixel-Gitterabstand ist.
Andererseits kann selbst innerhalb eines Bildes oder einer Bilderreihe
die Genauigkeit zwischen den Kopfpositionierungen zu einer Zeit, nachdem ein Drucker
das erste Mal eingeschaltet wurde, manchmal ungenügend sein, weil sich die
Positionierung (unter anderem) mit der Temperatur ändert. Es gibt also gewisse
Ausnahmen zu dem Grundsatz, daß die relative Positionierung ausreichend ist.
Diese Ausnahmen können selbst in einer Einkopf-Druckumgebung eine Rolle spielen.
Die Fehlausrichtung wird jedoch in einem System mit mehreren Druckköpfen
zu einem bedeutenderen Problem – da unterschiedliche Elemente eines Bildes
physisch von unterschiedlichen Köpfen oder Zeichengeräten gebildet werden.
Diese verschiedenen "Elemente" sind, genauer gesagt, in den meisten
Fällen Markierungen oder Zeichnungen auf dem Druckmedium in unterschiedlichen
Primärfarben (z.B. mit den Subtraktionsfarben Cyan, Magenta und Gelb, plus
Schwarz). In einem solchen System kann die Fehlausrichtung zwischen Schreibern z.B.
dünne Bänder mit der falschen Farbe oder ganz ohne Farbe, wo Farbe sein
sollte, längs der Ränder der in einem Bild dargestellten Gegenstände
erzeugen.
Wie oben erwähnt, kann eine Gesamtunsicherheit in der Größenordnung
von sechs bis zwölf mal dem Pixelabstand selbst in Systemen, welche ein einzelnes
automatisches Zeichengerät verwenden, bedeutend sein. Systematische Fehler
solcher Größe sind in der Mehrfarbumgebung, oder allgemeiner in jedem
modernen System, welches mehrere automatische Zeichengeräte verwendet, schlichtweg
inakzeptabel. Das Verrutschen und der Schräglage des Papiers sowie mechanische
Fehlausrichtungen der Zeichenelemente tragen längs der Medienvorschubachse
und der Schlittenbewegungsachse zu den Ungenauigkeiten bei.
Bei Tischdruckern hat es sich allgemein eingebürgert, die Schlittenbewegungs-
oder -scanrichtung als die x-Achse zu bezeichnen und die Medienvorschubrichtung
als die y-Achse zu bezeichnen. Für großformatige Plotter ist jedoch genau
das Gegenteil der Fall – d.h. die Medienvorschubrichtung ist die x-Achse,
und die Schlittenscanrichtung ist die y-Achse. Diese jeweiligen Konventionen wurden
in den Zeichnungen der vorliegenden Anmeldung eingehalten.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, die Positionsabweichung jedes
Zeichengeräts von seiner nominalen Position zu ermitteln und zu kontrollieren
– sowie die Abweichungen mehrerer Zeichengeräte von ihren nominalen
Werten in relativen Positionen (d.h. die Abstände zwischen oder unter den Zeichengeräten).
Es ist die Aufgabe der Erfindung die Positionsgenauigkeit eines oder mehrerer Zeichengeräte
festzulegen.
Die zuvor genannten Dokumente, deren bevorzugte Ausführungsformen
hauptsächlich für großformatige Druckeranwendungen entwickelt wurden,
schlagen vor, das Problem der Positioniergenauigkeit durch Eichen oder Kalibrieren
der Positionen mehrerer Zeichengeräte relativ zueinander zu lösen. Diese
Dokumente beschreiben einen Betrieb mehrerer Zeichengeräte, bei dem Eich-Kalibriermuster
aus Balken in zwei orthogonalen Richtungen gezeichnet werden, wie in den
9, 10a und 10b
dieser Anmeldung gezeigt:
- – ein Muster 406, welches sich längs der Querabmessung
eines Bogens des Druckmediums, parallel zu der Bewegungs- oder Scanrichtung der
Zeichengeräte erstreckt, wobei die einzelnen Balken in dem Muster senkrecht
zu dieser Querrichtung verlaufen (d.h. "vertikale" Balken bei der üblichen
Ausrichtung des Druckmediumbogens); und
- – ein zweites Muster 408' längs der Längsabmessung
dieses Bogens, parallel zu der Mediumvorschubrichtung, wobei die einzelnen Balken
in dem Muster senkrecht zu dieser Längsrichtung verlaufen (d.h. "horizontale"
Balken).
Innerhalb jedes Balkenmusters wird bei dem Beispiel eines Druckers
mit vier Druckköpfen eine erste Gruppe aus grob einem Viertel der Balken von
einem Druckkopf erzeugt, eine zweite Gruppe wird von einem weiteren Druckkopf erzeugt,
usw. – so daß jeder Kopf ausreichend Information aufzeichnen kann, um
die relative Phase seines Balkenmusters zu den Balkenmustern der anderen Köpfe
zu ermitteln.
Ein auf dem Zeichengerätschlitten montierter Sensor überquert
dann das Kalibrier-Prüfmuster, und ein zugeordnetes elektronisches System ermittelt
mögliche Inkonsistenten zwischen den resultierenden Signalwellenzügen,
welche jeweils von den verschiedenen Zeichengeräten erzeugt werden. Das System
interpretiert diese Inkonsistenzen als Positionsabweichungen von den nominellen
Kopfzwischenräumen.
Die Dokumente zeigen, wie Signale von dem Sensor gefiltert, verstärkt,
abgetastet, digitalisiert, an eine ideale Sinuswelle angepaßt und dann digital
phasenanalysiert werden, um die gesamten oder Netto-Positionsabweichungen von der
nominalen Position zu ermitteln. Diese Nettoabweichungen werden dann dazu verwendet,
die Bildelemente zu verschieben, welche von einigen Köpfen erzeugt werden,
damit sie zu denen passen, welche von anderen Köpfen erzeugt werden.
In der horizontalen Richtung wird die Verschiebung durch Einführen
einer kleinen Phasenverzögerung oder eines Phasenvorlaufs für die Anregung
jeweils jedes Druckkopfes erreicht – um jede Pixelsäule zu erzeugen.
In der vertikalen Richtung wird die Verschiebung erreicht, indem für den tatsächlichen
Einsatz eine Gruppe aus Zeichenunterelementen innerhalb jedes Zeichengerätes
(z.B. Düsen in einem Tintenstrahldruckkopf) gewählt wird, welche weniger
als die gesamte Anzahl der Unterelemente in dem Zeichengerät umfaßt.
In der Tintenstrahlumgebung kann die Gruppe, welche eingesetzt wird,
so weit oben liegen wie die Düsen Nr. 1 bis Nr. 96, bei einem Schreiber, welcher
insgesamt 104 Düsen umfaßt, – oder so weit unten wie die Düsen
Nr. 9 bis Nr. 104. Andere Systeme für die vertikale Verschiebung der tatsächlich
gedruckten Schwade jedes Druckkopfes ergeben sich dem Fachmann auf diesem Gebiet
für diese und andere Umgebungen ohne weiteres.
Um all dies zu erreichen, muß das aus dem Stand der Technik bekannte
System sein Muster aus vertikalen Markierungen (genauer gesagt vertikalen geraden
Linien) aufbringen, indem es quer über das Druckmedium geht (scannt). Dieses
Muster wird später von dem Sensor bei der Positionier-Eichung für die
Querrichtung gelesen.
Zusätzlich muß das System ein Muster aus horizontalen Markierungen
aufbringen (genauer gesagt horizontalen geraden Linien), indem es quer über
das Druckmedium geht, wobei das Druckmedium dazwischen in Längsrichtung relativ
zu dem/den Zeichengeräten) bewegt wird. Dieses Muster wird später von
dem Sensor für die Positionier-Eichung in der Längsrichtung gelesen.
Insgesamt haben die Anstrengungen ein schwieriges Problem des Standes
der Technik stark vereinfacht, und zwar sowohl für Tischdrucker als auch für
großformatige Plotter, und unter keinen Umständen sollen ihre Leistungen
geschmälert werden. Der zuletzt genannte Teil der Technologie ist jedoch aus
drei Gründen, die unten angegeben sind, noch nicht ganz ideal.
Die ersten beiden ergeben sich beide aus der Tatsache, daß die
Steuerung der Bewegung des Druckmediums nicht so präzise ist wie die Steuerung
der Bewegung des Schlittens, welcher die Druckköpfe transportiert:
- (1) das Drucken des Eichmusters in der Mediumvorschubrichtung erfordert wenigstens
mehrere Schwaden der Markierungen, wodurch sich störende Variationen innerhalb
des gedruckten Kalibriermusters selbst ergeben
– und zwar aufgrund des Vorschubs des Druckmediums, und weil mehrere Durchgänge
des Schlittens benötigt werden;
- (2) das Lesen des Eichmusters in der Mediumvorschubrichtung erfordert ebenfalls
eine relative Vertikalbewegung des Mediums im Verhältnis zu dem Sensor, wodurch
wiederum unerwünschte Variationen in die Sensordaten eingebracht werden; und
- (3) bei der einfachsten Realisierung muß das Medium frei beweglich in der
positiven und der negativen Richtung, längs der Längsrichtung (der Druckmediumvorschubrichtung)
sein – oder das Medium muß vollständig aus dem Drucker entnommen
und erneut zugeführt werden, wodurch potentiell beträchtliche Abweichungen
in der Ausrichtung entstehen, was die tatsächlichen Gitterabstände beeinflußt,
welche von dem Sensor gelesen werden.
Es gibt daher noch genügend Raum für nützliche und
wichtige Verbesserungen bei der Einrichtung der Positionsgenauigkeit automatischer
Zeichengeräte längs der zu der Scan- oder Bewegungsrichtung senkrechten
Richtung – und insbesondere der relativen Genauigkeit zwischen mehreren solchen
Zeichengeräten.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein System, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Ermitteln von Positionsabweichungen um automatischen Zeichengeräten
in zwei zueinander orthogonalen Richtungen anzugeben, ohne daß ein Druckmedium
und/oder ein Sensor in beide Richtungen bewegt werden müßte.
Diese Aufgabe wird durch ein System mit den Merkmalen von Patentanspruch
1, ein Verfahren mit den Merkmalen von Patentanspruch 11 und eine Vorrichtung mit
den Merkmalen von Patentanspruch 16 gelöst.
Die Erfinder haben erkannt, daß der Trennabstand der Zeichengeräte
oder Zeichenelemente in sowohl der Längs- als auch der Querrichtung durch Ausbilden
eines Eich- oder Kalibriermusters während des Betriebs in nur einer dieser
beiden Richtungen ermittelt werden kann – und entsprechend durch Bewegen
eines Sensors über das Muster in nur einer dieser beiden Richtungen. In der
reinen Lehre muß die Richtung der Musterbildung nicht gleich der der Mustererfassung
sein. Vorzugsweise wird jedoch die Querrichtung oder -dimension sowohl für
den Schreib- als auch für den Lesebetrieb gewählt, weil, wie oben erwähnt,
die Positionssteuerung längs dieser Richtung erheblich besser ist.
Um Information über sowohl die Längs- als auch die Querpositionen
durch Schreiben und Lesen eines Kalibriermusters in nur einer Richtung zu erhalten,
kann ein Kalibriermuster verwendet werden, welches Markierungen oder Indizes aufweist,
die im wesentlichen diagonal sind – z.B. relativ zu der Längsrichtung,
die als "vertikal" angesehen wird. Der Zeitpunkt, zu dem ein Sensor dann eine der
Markierungen erreicht, hängt von den mechanischen Abweichungen des Zeichengerätes
von der Nennposition sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung ab.
Die tatsächliche mechanische Abweichung längs nur der horizontalen
Richtung wird leicht gesondert herausgefunden, indem ein System mit "vertikalen"
Balken, wie bei dem o.g. System, verwendet wird. Die gesamte scheinbar horizontale
Verschiebung, welche durch Abtasten der diagonalen Balken gefunden wird, kann dann
analysiert werden, um den Teil der gesamten horizontalen Verschiebung herauszufinden,
welcher sich aufgrund einer mechanischen vertikalen Abweichung ergibt, indem einfach
die rein horizontale Komponente abgezogen wird.
Außer wenn die Diagonalen fünfundvierzig Grad haben, ist
es ferner wünschenswert den Rest einer Korrektur für
die tatsächliche Orientierung der Eichmusterbalken zu unterziehen, um die tatsächliche
vertikale Abweichung herauszufinden.
Eine Formel für diese Analyse kann, genauer betrachtet, geometrisch
gefunden werden. Wenn die gesamte beobachtete horizontale Verschiebung &dgr;T
ist, und der Teil dieser gesamten scheinbaren horizontalen Verschiebung &dgr;T,
welcher sich aus der mechanischen horizontalen Abweichung bei dem Schreibvorgang
ergibt, mit &dgr;H bezeichnet wird, dann ist der Teil &dgr;V'
dieser selben gesamten horizontalen Verschiebung &dgr;T, welcher sich
ausschließlich aus der vertikalen Abweichung ergibt:
&dgr;V' = &dgr;T – &dgr;H
und die mechanische vertikale Abweichung selbst ist &dgr;V'cot&thgr;
oder:
&dgr;V = (&dgr;T – &dgr;H)cot&thgr;.
Wenn die Balken bei fünfundvierzig Grad orientiert sind, ist
cot&thgr; = 1, und es wird keine arithmetische Korrektur benötigt.
Man wird verstehen, daß diese Analyse auf gleiche Weise auf (1)
die Positionsabweichung einzelner Zeichengeräte von einer nominalen absoluten
Position und (2) die Abweichungen der relativen Abstände zwischen zwei Zeichenelementen
von einem nominalen relativen Abstand anwendbar ist.
Die Erfindung sieht ein System zum Ermitteln von Positionsabweichungen
zwischen mehreren automatischen Zeichengeräten gemäß Anspruch 1,
ein Verfahren gemäß Anspruch 11 und eine Vorrichtung gemäß Anspruch
16 vor.
Das System umfaßt ein Druckmedium. Das System umfaßt auch
ein Kalibriermuster für Positionsabweichungen. Das Eichmuster umfaßt eine
Anordnung aus im wesentlichen diagonalen Markierungen, welche auf dem Druckmedium
von dem wenigstens einen automatischen Zeichengerät gebildet werden.
Wie in der Einleitung erklärt, ermöglichen insbesondere
die diagonalen Markierungen des Eichmusters auf dem Druckmedium die Entwicklung
einer zusammengesetzten Information über die horizontale und die vertikale
Abweichung. Diese Information kann erbracht werden, ohne daß ein Muster gebildet
oder erfaßt werden muß, welches sich (mehr als eine Druckkopfschwade)
in zwei unterschiedliche Richtungen erstreckt.
Vorzugsweise weist das System z.B. einen querlaufenden automatischen
Sensor auf. Dieser Sensor dient zum Lesen der im wesentlichen diagonalen Markierungen,
um Informationen über die Positionsabweichung zu erhalten.
Das Eichmuster umfaßt mehrere Unteranordnungen, die jeweils diagonale
Markierungen aufweisen. Das Eichmuster kann eine Vielzahl im wesentlichen paralleler
Linien, eine gleichmäßige Breite und einen gleichen Abstand der Linien,
Winkel von zwanzig bis siebzig Grad (vorzugsweise dreißig bis sechzig) zur
Vertikalen etc. haben. Die Ausbildung des Musters kann in einem einzigen Durchgang
erfolgen, und das Muster kann in Verbindung mit einer angrenzenden Anordnung aus
im wesentlichen vertikalen Markierungen verwendet werden.
Gemäß einem zweiten Aspekt sieht die Erfindung ein Verfahren
zum Ermitteln von Positionsabweichungen zwischen mehreren automatischen Zeichengeräten
vor. Dieses Verfahren wird in Verbindung mit einem Druckmedium eingesetzt, welches
eine erste und eine zweite Richtung hat, die zueinander orthogonal sind.
Das Verfahren umfaßt einen Schritt, bei dem Positionsabweichungen
in Bezug auf eine erste dieser Richtungen ermittelt werden. Das Verfahren umfaßt
ferner einen weiteren Schritt, bei dem das wenigstens eine Zeichengerät längs
dieser ersten Richtung betrieben wird, um ein Kalibriermuster auf dem Medium auszubilden.
Zusätzlich umfaßt das Verfahren einen Schritt, bei dem ein
Sensor noch immer längs der ersten Richtung bewegt wird (scannt), um das Kalibriermuster
im wesentlichen ohne einen Vorschub des Druckmediums in der zweiten Richtung zu
lesen. Das Verfahren umfaßt ferner einen Schritt, bei dem dann Positionsabweichungen
längs der zweiten Richtung gefunden werden, indem die ermittelten Abweichungen
in Bezug auf die erste Richtung bei der Auswertung der Sensorwerte berücksichtigt
werden.
Das Vorstehende kann eine Beschreibung oder Definition des zweiten
Aspekts der Erfindung in seiner breitesten oder allgemeinsten Form darstellen. Selbst
in dieser allgemeinen Form kann man jedoch sehen, daß auch dieser Aspekt der
Erfindung die Schwierigkeiten, welche vom Stand der Technik nicht gelöst wurden,
erheblich reduziert.
Das Verfahren gemäß dieses zweiten Aspekts der Erfindung
erlaubt insbesondere, die Positionsgenauigkeit relativ schnell und effizient einzurichtung,
ohne daß ein bidirektionaler Transport des Druckmediums erforderlich wäre
(oder das Neueinlegen eines Bogens des Mediums für einen zweiten Durchgang
durch den Drucker) und unabhängig von der relativ unzuverlässigen Längsbewegung
des Druckmediums.
Obwohl dieser zweite Aspekt der Erfindung in seiner breiten Form bereits
einen erheblichen Fortschritt im Stand der Technik darstellt, wird er vorzugsweise
in Verbindung mit bestimmten anderen Merkmalen oder Eigenschaften umgesetzt, welche
die Vorteile der Erfindung noch weiter verbessern.
Vorzugsweise umfaßt das Verfahren z.B. ferner einen Schritt,
bei dem die gefundenen Positionsabweichungen, längs der ersten und der zweiten
Richtung, verwendet werden, um den Betrieb des automatischen Zeichengerätes
zu steuern.
Vorzugsweise umfaßt das Verfahren auch einen Schritt, bei dem
in einer Speichervorrichtung Befehle für die obigen Schritte aufgezeichnet
werden. In diesem Fall ist es weiter vorteilhaft, wenn das Verfahren einen Schritt
umfaßt, bei dem diese Befehle automatisch aus der Speichervorrichtung abgerufen
werden und für die Ausführung der vorstehenden Schritte verwendet werden.
Die Erfindung sieht ferner eine Vorrichtung zum Einrichten oder Einstellen
der Positions- oder Lagegenauigkeit zwischen mehreren automatisch positionierten
Zeichengeräten vor. Das Zeichengerät dieser Vorrichtung kann Relativbewegungen
längs einer ersten und einer zweiten Richtung durchführen, welche zueinander
senkrecht sind.
Diese erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt Mittel zum
Ermitteln der Positions- oder Lageabweichungen in Bezug auf eine erste der beiden
Richtungen. Die Vorrichtung umfaßt ferner ein Kalibriermuster, welches längs
dieser ersten Richtung definiert ist.
Weiterhin ist ein Sensor vorgesehen, der zusammen mit dem Zeichengerät
montiert ist. Zusätzlich weist die Vorrichtung Mittel zum Bewegen des Sensors
zusammen mit dem Zeichengerät längs der ersten Richtung auf, um das Kalibriermuster
zu lesen – im wesentlichen ohne eine Relativbewegung des Sensors oder des
Zeichengerätes längs der zweiten Richtung.
Die Vorrichtung umfaßt zusätzlich Mittel zum Finden der
Positionsabweichung längs der zweiten Vorrichtung durch Auswerten der Sensorwerte
unter Berücksichtigung der Positionsabweichung in der ersten Richtung.
Wiederum stellen die bevorzugten Ausführungsformen dieses dritten
Hauptaspekts oder dieser Facette der Erfindung einen wichtigen Fortschritt in Bezug
auf den Stand der Technik und die verwandten Gebiete dar, wie man aus der Beziehung
dieses Aspektes der Erfindung zu dem zweiten Verfahrensaspekt sehen kann, welcher
oben erörtert wurde. in gewissem Sinne greifen die Vorteile dieses Aspektes
der Erfindung jedoch etwas breiter, weil er nicht notwendig auf eine Vorrichtung
beschränkt ist, welche das Kalibriermuster tatsächlich selbst ausbildet.
Dieser Vorrichtungsaspekt der Erfindung wird jedoch ebenfalls vorzugsweise
in Verbindung mit bestimmten weiteren Eigenschaften oder Merkmalen realisiert, welche
den Genuß seiner Vorteile noch steigern. Dieser Aspekt der Erfindung umfaßt
z.B. ferner Mittel zum Verwenden der gefundenen Positionsabweichungen längs
der ersten und der zweiten Richtung für die automatische Steuerung des Betriebs
des automatisch positionierten Zeichengerätes.
Zusätzlich umfaßt die erfindungsgemäße Vorrichtung
eine Speichereinrichtung, welche aufgezeichnete Befehle für die vorstehenden
Schritte enthält. In diesem Fall weist die Vorrichtung vorzugsweise auch Mittel
zum automatischen Abrufen und Ausführen dieser Befehle aus der Speichereinrichtung
auf, um die Durchführung der vorstehenden Schritte zu ermöglichen.
Alle vorstehend genannten Grundsätze für den Betrieb und
Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich noch deutlicher aus der folgenden
detaillierten Beschreibung mit Bezug auf die Zeichnung, in der:
1 eine perspektivische Darstellung eines thermischen
Tintenstrahl-Tischdruckers zeigt, welcher eine bevorzugte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung enthält oder bildet (nicht maßstäblich);
1a ist eine ähnliche Ansicht eines Großformatdruckers/Plotters,
welcher ebenfalls die Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gemäß
1 enthält oder bildet, wobei enstprechende Teile
jeweils mit denselben Bezugszeichen bezeichnet sind;
2 ist eine perspektivische Darstellung von unten rechts
der Schlittenanordnung der Ausführungsform der 1
(Tischdrucker), in der man das Sensormodul allgemein sieht;
2a ist eine ähnliche Ansicht der entsprechenden
Schlittenanordnung der Ausführungsform von 1a
(Großformatplotter);
3 ist eine vergrößerte Ansicht (nicht maßstäblich)
des Kalibriermusters, welches für die Ausrichtung des Schreibers bei diesen
beiden Ausführungsformen verwendet wird;
4a ist eine perspektivische Außenansicht des Sensormoduls
und der zugehörigen gedruckten Schaltungsplatte, welche in der bevorzugten
Ausführungsform der 1 und 2
verwendet werden;
4b ist eine perspektivische Explosionsdarstellung der
beiden Halbschalen des Sensormoduls und der gedruckten Schaltungsplatte der
4a;
4c ist eine perspektivische Explosionsdarstellung derselben
Elemente, die auch in 4b gezeigt sind, jedoch von der
gegenüberliegenden Seite gesehen und mit den innen liegenden Komponenten;
4d ist eine perspektivische Innenansicht einer internen
Haupt-Unteranordnung eines Sensors, der bei der bevorzugten Ausführungsform
der 1a und 2a verwendet
werden kann;
5 ist ein sehr schematisches Diagramm der optischen
Elemente in dem Sensormodul der bevorzugten Ausführungsform des Tischdruckers
der 1, 2 und
4a bis 4c;
6a zeigt den reinen Kalibriermusteranteil der Schlittenachsenabweichung
(nicht maßstäblich) des Kalibriermusters der 3,
noch stärker vergrößert als in 3;
6b ist eine ähnliche Ansicht des Kalibriermusteranteiles
mit "zusammengesetzter Information" der Ausführungsform der 3;
7 ist eine sehr schematische Rückansicht einer
ersten, einer zweiten, einer dritten und einer vierten Tintenkartusche, oder anderer
Schreibgeräte, welche über einem Druckmedium für eine Bewegung längs
der Schlittenbewegungsachse positioniert sind;
8 ist ein Blockdiagramm des elektrischen Schaltkreises,
welcher bei den bevorzugten Ausführungsformen verwendet wird;
9 ist eine ähnliche Ansicht wie 1,
jedoch mit dem Medienvorschub-Eichmuster des ähnlichen Standes der Technik,
welche zuvor in dem ersten Abschnitt dieser Anmeldung erörtert wurde;
10a ist eine zu 6a im
wesentlichen identische Ansicht, die jedoch für die bessere Bezugnahme auf
10b wiederholt wurde; und
10b ist eine ähnliche Ansicht wie 6b,
die jedoch das Medienvorschub-Eichmuster des verwandten Standes der Technik zeigt.
Wie die 1 und 1a
zeigen, sind die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung vorzugsweise in
einem automatischen Drucker eingebaut, z.B. einem thermischen Tintenstrahl-Tischdrucker
oder einem großformatigen Plotter. Der Drucker oder Plotter 10 umfaßt
ein Gehäuse 12 mit einem Steuerfeld 20.
Wie bei dem Plotter von 1a können
die Arbeitskomponenten auf einem Gestell 14 montiert sein; das Gehäuse
12 umfaßt eine linke und eine rechte Abdeckung 16 und
18 für den Antriebsmechanismus. Das Steuerfeld 20 ist auf
der rechten Abdeckung 18 montiert.
Eine Schlittenanordnung 100 (welche für den Großformat-Plotter
der 1a gestrichelt unter einem transparenten Dekel
22 gezeigt ist) kann sich längs einer Gleit- oder Schlittenstange
24 (bei dem Plotter ebenfalls gestrichelt) hin- und herbewegen. Die Position
der Schlittenanordnung 100 in einer horizontalen oder Schlittenscanachse
wird von einem Schittenpositionierungsmechanismus (nicht gezeigt) in Bezug auf einen
Codierstreifen (nicht gezeigt) bestimmt, wie es im Stand der Technik allgemein bekannt
ist.
Der Schlitten 100 umfaßt vorzugsweise vier Einschübe
oder Fächer für automatische Zeichenstifte, wie Tintenstrahlschreiber,
welche mit Tinte unterschiedlicher Farbe drucken. Dies sind z.B. schwarze Tinte
bzw. Tinten in den drei Primärfarben (z.B. Gelb, Magenta und Zyan).
1 zeigt für den Tischdrucker einen einzelnen repräsentativen
Schreiber 102, wobei die übrigen drei leeren Fächer mit Bezugszeichen
in Klammern markiert sind, d.h. (104), (106) und (108).
Für den Großformatplotter zeigt 1a alle vier
Schreiber 102, 104, 106 und 108.
In sowohl dem Drucker als auch dem Plotter macht die Schlittenanordnung
100 eine Translationsbewegung relativ zu dem Medium 30 längs
der x- und der y-Achse, wobei ausgewählte Düsen in allen vier thermischen
Tintenstrahl-Kartuschenschreibern aktiviert werden. Auf diese Art wird Tinte auf
das Medium 30 aufgebracht.
Die Farben aus den drei buntfarbigen Tintenstrahlschreibern werden
üblicherweise so kombiniert, daß sie sich subtrahieren, wenn sie übereinander
gedruckt werden, um Sekundärfarben zu erhalten; sie addieren sich, wenn sie
nebeneinander gedruckt werden, um andere Farben zu erhalten.
Die Schlittenanordnung 100 umfaßt einen Schlitten
101 (2), welcher sich auf einer Gleit- oder
Schlittenstange 103 hin- und herbewegen kann. Für die wesentlich größere
Spanne des Großformatplotters in Querrichtung (2a)
sind eine vordere Gleit- oder Schlittenstange 103 und eine ähnliche
hintere Stange 105 vorgesehen. Eine repräsentative erste
Schreiberkartusche 102 ist in einem ersten Einschub des Schlittens
101 montiert dargestellt.
Umfangreiche zusätzliche Information über den Schlittenantrieb
und das Steuersystem, welche in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung eingesetzt
werden können, ergeben sich aus den o.g. Dokumenten. Das Antriebs- und Steuersystem
ist im wesentlichen ein herkömmliches System und wird hier nicht weiter behandelt.
Ein Druckmedium 30, wie Papier, wird längs einer vertikalen
oder Druckmediumvorschubachse mit Hilfe eines Mediumvorschub-Antriebsmechanismus
(nicht gezeigt) positioniert. Wie im Stand der Technik üblich und wie schon
früher erwähnt, wird bei Tischdruckern die Schlittenscanachse als die
x-Achse bezeichnet, und die Medienvorschubachse wird als die y-Achse bezeichnet;
bei den großformatigen Plottern ist es gerade umgekehrt.
Die Druckmedium- und Schlittenpositionsinformation wird einem Prozessor
auf einer Schaltungsplatte zugeführt, welche vorzugsweise auf der Schlittenanordnung
100 vorgesehen ist. Die Schlittenanordnung 100 kann auch die Schaltungsteile
enthalten, welche für eine Verbindung zu den Tintenausstoß-Schaltkreisen
(einschließlich der Heizwiderstände) in den Tintenstrahlschreibern notwendig
sind.
Ebenfalls an der Schlittenanordnug 100 montiert ist ein Sensormodul
200. Man beachte, daß die Tintenstrahldüsen 107 (2)
des repräsentativen Schreibers 102, und in der Tat jedes Schreibers,
in einer Linie mit dem Sensormodul 200 liegen.
Wie bereits erklärt, erfordert das Vollfarbdrucken und -plotten,
daß die Farben von den einzelnen Schreibern hochgenau auf das Druckmedium gebracht
werden. Hierfür ist eine präzise Ausrichtung der Schlittenanordnung notwendig.
Unglücklicherweise führen das Verrutschen und der Schräglauf des
Papieres und mechanische Fehlausrichtungen der Schreiber in herkömmlichen Tintenstrahl-Druckern/Plottern
zu Versetzungen längs der Medium- oder Papiervorschubachse und der Scan- oder
Schlittenachse.
Vorzugsweise wird eine Gruppe Prüfmuster oder Kalibriermuster
402, 404, 406 und 408 erzeugt (durch Aktivierung
ausgewählter Düsen in ausgewählten Schreibern, während der Schlitten
über das Medium fährt), immer wenn eine der Kartuschen gestört wurde,
z.B. unmittelbar nachdem ein Zeichengerät (z.B. ein Schreiber) ersetzt wurde.
Die Kalibriermuster werden dann gelesen, indem der elektrooptische Sensor
200 über sie geführt wird und die resultierenden Wellenformen
analysiert werden.
Das Sensormodul 200 fühlt das Kalibriermuster optisch
ab und sieht elektrische Signale für den Prozessor an dem Schlitten vor, welche
die Ausrichtung der Teile des Musters angeben, die jeweils von den verschiedenen
Zeichengeräten erzeugt wurden.
Die 4a bis 4d
zeigen repräsentative Sensormodule 200, welche in den beiden bevorzugten
Ausführungsformen der anfänglichen Zeichnungen verwendet werden. Jedes
Sensormodul 200 umfaßt einen Halter 222 für optische
Komponenten, mit einer Linse 226 (oder, falls bevorzugt, einem komplizierteren
fokalen System mit einer zweiten Linse 228, 4d),
welche relativ zu einem Detektor 240 montiert ist (5).
Während das System des Standes der Technik durch die Verwendung
einer Phasenplatte über dem Detektor Vorteile erzielt, haben die Erfinder herausgefunden,
daß bei diesem Tischdruckersystem eine vollkommen angemessene Funktionstüchtigkeit
auch ohne eine solche Platte erreicht wird, wenn man sich nur auf die optischen
Aperturen verläßt, welche naturgemäß von dem Fokalsystem und
dem Detektor vorgesehen werden. Gleichwohl kann eine Phasenplatte für bevorzugte
Ausführungsformen in einem großformatigen Plotter vorteilhaft sein. Bei
Fehlen einer solchen Platte wird eine ungefähr sinusförmige Antwort während
der Abtastung eventuell durch die Wechselwirkung zwischen den Balken des Kalibriermusters
und dem im wesentlichen runden Querschnitt des Detektors verbessert.
Erste und zweite lichtemittierende Dioden (LEDs) 232 und
234 sind an dem Sensormodul 200 in dem gezeigten Winkel zusammen
mit einem Verstärker und anderen Schaltungselementen (nicht gezeigt) montiert.
Die lichtemittierenden Dioden und der Fotodetektor haben einen herkömmlichen
Aufbau und eine Bandbreite, welche die Frequenzen der Farben der Zeichengeräte
102, 104, 106, 108 umfaßt.
Zum Erzielen der besten Ergebnisse werden jedoch spezielle Maßnahmen
getroffen, um vollständig angemessene Daten in Bezug auf ein Zeichengerät
mit gelber Tinte zu erhalten. Die üblicherweise erhältlichen Detektoren
können relativ schlecht das entsprechende gelbe Licht von dem weißen Hintergrund
eines üblichen Druckmediums 30 unterscheiden.
Während diese Unbestimmtheit durch die Verwendung eines Lichtfilters
gelöst werden kann, sollen diese zusätzlichen Kosten vorzugsweise vermieden
werden, indem mit der Magentatinte ein anteilig getönter Hintergrund gedruckt
wird und dann unmittelbar die gelben Kalibriermusterbalken darüber gedruckt
werden. Die gelbe Tinte reagiert mit der noch feuchten Magentatinte und verursacht
einen Ausbreitungs- und Saugphänomen, welche in den Bereichen,
wo die gelben "Balken" gedruckt wurden den anteiligen Magentaton in eine volle Magentafärbung
umwandelt, woraus sich kurze volle Magenta-Balken ergeben, welche der Sensor schneller
erfaßt.
Die optischen Elemente 240, 226, 232,
234 werden bequem in einem einfachen gegossenen Kunststoffhalter
222 gehalten. Der Halter hat einen oberen Sims 240' für den
Detektor 240, gegenüberliegende Zwischenschlitze 226' für
die Linse 232 und winklige untere seitliche Hohlräume 232',
234' für die LEDs 232, 234.
Eine Halteplatte 222' weist Befestigungsstifte
222p auf, die in passende Aufnahmen 222r der Halter
222 schnappen, um die optischen Elemente in Position zu halten. Vorsprünge
222s an einer gegenüberliegenden Seite der Halteplatte 222'
sehen den richtigen Abstand des Halters 222' von der zugehörigen gedruckten
Schaltungsplatte 300 vor.
Im Betrieb trifft Licht von den LEDs 232 und 234
auf die Kalibriermuster 408 etc. auf dem gedruckten Medium 30
auf und wird über das fokale System 226 teilweise zu dem Fotodetektor
240 reflektiert, welches die Energie auf den Fotodetektor 240
fokussiert. Wenn das Sensormodul 200 das Kalibriermuster 406 oder
408 nur längs der Schlittenscanachse überstreicht, wird ein Ausgangssignal
vorgesehen, welches etwa in Form einer Sinuswelle variiert.
Ein zugehöriger Schaltkreis (8)
speichert diese Signale und untersucht ihre Phasenbeziehungen, um die Ausrichtungen
der Schreiber für jede Bewegungsrichtung zu ermitteln. Das System korrigiert
vorzugsweise eine Fehlausrichtung der Schlittenachse – und eine Fehlausrichtung
der Druckmedienachse – und kann auch zum Korrigieren von Versetzungen aufgrund
der Geschwindigkeit und Krümmung verwendet werden.
Ein erster Schritt ist die Erzeugung der Kalibriermuster der
1, welche zunehmend vergrößert in den
3 und 6 gezeigt sind. Das erste Kalibriermuster
402 wird in der Scanachse lediglich zum Eingewöhnen der Zeichengerät
in Vorbereitung auf die tatsächlichen Messungen erzeugt.
Das erste Muster 402 umfaßt ein Segment für jede
verwendete Kartusche. Das erste Segment 410 ist z.B. gelb (Y), das zweite
Segment 412 ist Cyan (C), das dritte Segment 416 ist Magenta (M),
und das vierte Segment 418 ist schwarz (K).
Als nächstes werden das zweite, das dritte und das vierte Muster
404, 406 bzw. 408 erzeugt. Das zweite Muster
404 kann dazu verwendet werden, Schreiberverschiebungen aufgrunde der Geschwindigkeit
und Krümmung zu überprüfen.
Das dritte Muster 406 wird dazu verwendet, eine Fehlausrichtung
in der Schlittenscanachse zu überprüfen. Das vierte Muster 408
wird dazu verwendet, Fehlausrichtungen längs der Medienvorschubachse zu überprüfen.
In jedem der Muster 404 bis 408 wird gelb vorzugsweise, wie zuvor
beschrieben zusammengesetzt über einem Magentaton gedruckt.
Korrektur von Abweichungen in der Schlittenscanachse
Das Ausrichtmuster 406 für die Schlittenscanachse wird
erzeugt, indem mit jedem Schreiber mehrere horizontal mit Zwischenraum angeordnete
vertikale Balken gedruckt werden. Die Dicke 501 jedes Balken ist gleich
dem Abstand 505 zwischen den Balken. In dem dritten Muster 406
ist das erste Segment 420 (C) Cyan; das zweite Segment 422 (M)
ist Magenta; das dritte Segment 424 (Y) ist gelb, und das vierte Segment
426 (K) ist schwarz.
Die Stiftversetzungen (Offsets) in der Schlittenscanachse sind in
7 gezeigt. Die Tintenstrahlkartuschen 102,
104, 106 und 108 sind bei einer Höhe h über
dem Druckmedium 30 für ihre Bewegung längs der Schlittenscanachse
positioniert.
Die nominalen Abstände D12, D23 und D34 zwischen den Kartuschen
– oder der Ausgleich möglicher Abweichungen von diesen nominalen Abständen
– sind entscheidend für die richtige Ausrichtung der Tintentropfen von
jeder Kartusche im Verhältnis zu den anderen Kartuschen.
Fehlausrichtungen der Schreiber in der Schlittenscanachse werden ermittelt,
indem der Sensor 200 längs der Schlittenscanachse über das dritte
Muster 406 bewegt wird. Wenn das Sensormodul 200 das dritte Muster
406 beleuchtet, fokussiert das fokale System 226 (und, falls vorhanden,
228) ein Bild auf den Detektor 240.
In der Tat wird das Muster der beleuchteten Balken dem Detektor, in
der Detektorebene, eingeprägt – oder umgekehrt. Abhängig hiervon
erzeugt der Fotodetektor 240 ein ungefähr sinusförmiges Ausgangssignal,
welches die mathematische Faltung der im wesentlichen runden System-Blenden mit
dem Kalibriermuster 406 ist.
8 ist ein Blockdiagramm des elektronischen Schaltkreises
300, welcher in dem Ausrichtsystem der vorliegenden Erfindung verwendet
wird. Die Schaltung 300 umfaßt eine Verstärkungs- und Filterschaltung
302, einen Analog-Digital-Wandler 304, einen Schreiber-Ausricht-Operationsblock
306 (üblicherweise einen programmierten Einheits-Mikroprozessor),
eine Abtastimpuls-Erzeugerschaltung 308, einen Schlittenpositionscodierer
310, eine stabile Zeitbasis 312, einen Hauptdruckerbetriebs-Funktionsblock
314 (in demselben Mikroprozessor, wie oben erwähnt), Zeichenstifte
und einen Schlittenachsen-Servosteuermechanismus 316, ein Paar Pulsbreitenmodulatoren
318 und entsprechende Lichtsteuerschaltungen 320 für die
LEDs 232, 234 (4c und 5).
Elektrische Signale von dem Sensormodul 200 werden verstärkt,
gefiltert (wodurch ein genauerer Sinus mit einem geringeren Oberwellenanteil, weniger
Umgebungsstörungen etc. erhalten wird) und von dem Ausricht-Operationsblock
306 abgetastet. Der Schlittenpositionscodierer 310 sieht Impulse
vor, wenn sich die Schlittenanordnung 100 längs des Codierstreifens
(nicht gezeigt) bewegt.
Die Abtastimpulserzeugerschaltung 308 wählt Impulse
von dem Schlittenpositionscodierer 310 oder der stabilen Zeitbasis (Bezugszeit)
312 aus, abhängig von dem Test, welcher durchgeführt werden soll.
Die Daten können mit diskreten Fouriertransformationsverfahren analysiert werden,
um die Abstände und Abweichungen herauszufinden. Alternativ findet die Elektronik
eine Phasendifferenz zwischen einer Bezugs-Sinuswelle (synchronisiert mit der Schlittenposition)
und der aufgenommenen Sinuswelle, wie von Cobbs et al. ausführlich erläutert
wurde.
In jedem Fall verwendet das System drei Parameter der Phasendifferenz:
ihre Position, um anzugeben, welche Kartusche nicht ausgerichtet ist; ihr Polarität,
um die Richtung der Fehlausrichtung anzugeben; und ihre Größe, um die
Größe der Fehlausrichtung anzugeben.
Die entsprechenden Daten, welche Versetzungen (Offsets) für jede
Kartusche beschreiben, werden gespeichert. Diese Daten werden dazu verwendet, die
Aktivierung der Schreiber zu steuern, wenn die Schlittenanordnung über den
Servomechanismus 316 in Richtung der Schlittenachse bewegt wird. Eine Lichtaktivierung
des Sensormoduls wird von dem Ausricht-Operationsblock 306, den Pulsbreitenmodulatoren
318 und den Lichtsteuerschaltungen 320 vorgesehen.
Eine Korrektur der Versetzungen aufgrund der Geschwindigkeit und Krümmung
kann, falls erwünscht, wie bei Cobbs et al. erfolgen.
Korrektur der Versetzungen in der Druckmediumvorschubachse und
zwischen den Schreibern
Eine weitere Quelle für die mangelnde Paßgenauigkeit des
Bildes entsteht durch Rutschen oder Schieflauf des Druckmediums auf den Rollen oder
Antriebswalzen. Gemäß der vorliegenden Lehre ist es nicht nötig,
ein Kalibriermuster in der Richtung der Druckmediumvorschubachse zu drucken oder
zu erfassen, welches sich (um mehr als eine Druckschwade) längs der Mediumvorschubrichtung
erstreckt. Stattdessen wird ein Kalibriermuster 408 mit diagonalen Balken
längs der Schlittenscanrichtung gedruckt, wobei alle Balken gedruckt werden,
ohne das Druckmedium überhaupt weiterzubewegen.
Das gesamte Kalibriermuster 408 (3
und 6b) umfaßt tatsächlich, innerhalb derselben
Schwade wie die diagonalen Linien, ein anfängliches kurzes Segment
440' aus vertikalen schwarzen Balken, um eine extrem präzise Phasenabstimmung
mit dem Schlittenpositions-Codiersystem zu etablieren. Die diagonalen Balken folgen
in vier Segmenten 440 (C), 442 (M), 444 (Y) und
446 (K), welche jeweils von den vier Zeichengeräten aufgebracht werden.
Wie zuvor erklärt, wird dieses Muster von dem Sensor abgetastet,
und die resultierenden Offsetdaten werden entweder durch diskrete Fouriertransformationsverfahren
oder durch Anpassen einer Standard-Sinuskurve an die abgetasteten Daten, wie bei
Cobbs et al., entwickelt. Vorzugsweise soll der Sensor mehrmals über die diagonalen
Balken gehen, um mit den mehreren Durchläufen den Störabstand für
die Phasendaten zu maximieren.
Die so abgeleiteten Verschiebungs- oder Offsetdaten umfassen die Effekte
sowohl der horizontalen als auch der vertikalen mechanischen Abweichungen. Sie müssen
daher für die unabhängig ermittelten horizontalen mechanischen Abweichungen
eingestellt werden, und falls nötig, für den Winkel der diagonalen Balken,
um die vertikalen mechanischen Abweichungen zu finden. Wenn der Winkel sehr nahe
bei fünfundvierzig Grad liegt, hat, wie zuvor erwähnt, die erforderliche
Korrektur den Faktor eins, und es wird keine wirkliche arithmetische Bearbeitung
benötigt.
Vorzugsweise sind daher die Balken des Kalibriermusters mit fünfundvierzig
Grad orientiert – nicht so sehr, um die Multiplikation mit einem Wert des
cot&thgr; ungleich eins zu vermeiden, sondern um die möglichen Fehler etwas
gleichmäßiger über die beiden orthogonalen Richtungen des Systems
zu verteilen. Es können jedoch fast so gute Ergebnisse erreicht werden, wenn
die Balkenorientierung in einem Wertebereich liegt, der ungefähr um die fünfundvierzig
Grad zentriert ist.
Basierend auf unseren Beobachtungen und Berechnungen sind wir zu einem
kritischen Bereich von dreißig bis sechzig Grad für eine vernünftige
Funktionstüchtigkeit gelangt. Diese kritischen Werte können wie folgt
konzipiert werden. Wenn die Balken einen steileren Winkel zu der Vertikalen als
etwa sechzig Grad haben, beginnt die Genauigkeit der Erfassung
der Positionen der Balken stark abzunehmen; und wenn sie gegenüber der Vertikalen
einen geringeren Winkel als etwa dreißig Grad haben, beginnt die Genauigkeit
der Wiedergabe der Positionsermittlung in der vertikalen Dimension – die
sozusagen die hier interessierende Ermittlung ist – sich gleichfalls stark
zu verschlechtern.
Ein zweiter Bereich, bei dem die Funktionstüchtigkeit nicht mehr
besonders gut, sondern eher an der Grenze ist, liegt zwischen zwanzig bis siebzig
Grad. Für diese weiteren Grenzen gilt ein entsprechendes Konzept, wie gerade
oben ausgeführt, hier verschlechtern sich die Genauigkeiten jedoch so stark,
daß die Erfassung sinnvoller Eichergebnisse nicht mehr praktikabel sein kann
– sie kann z.B. eine übermäßig große Anzahl Sensordurchgänge
oder inakzeptabel lange Zeit benötigen.
Streng gesprochen ist es nicht notwendig, daß alle Balken denselben
Winkel, oder einen gleichmäßigen Abstand oder die gleiche Dicke haben,
oder sogar geradlinig sind. Grundsätzlich sind diese Parameter alle variabel,
weil der Mikroprozessor, welcher das Muster mit solchen Veränderungen druckt
lernen kann, die spezifischen Merkmale der Änderung zur Zeit der Erfassung
des Musters zurückzurufen und diese von den resultierenden Signalen zu subtrahieren,
oder aus diesen zu tilgen. In der Praxis werden jedoch gerade Balken mit gleichmäßigem
Winkel, Abstand und Dicke bevorzugt, um die Datenverarbeitung zu vereinfachen und
die Eichzeit zu minimieren.
Die rein horizontalen Abweichungen können entweder vor oder nach
dem Drucken und Abtasten der diagonalen Balken gemessen oder interpretiert werden,
weil die Antwortsignale unabhängig von der Reihenfolge sind. Es ist nur nötig,
daß die Daten für die horizontale mechanische Abweichung für den
letzten Schritt der arithmetischen Einstellung zur Verfügung stehen.
Das Abtasten und Erfassen der diagonalen Balken kann in beiden Richtungen
erfolgen; wenn der Sensor jedoch von rechts nach links geht, wird das algebraische
Vorzeichen der berechneten vertikalen Abweichung umgekehrt. Wenn ein bestimmtes
Zeichengerät z.B. höher ist als es sein sollte, und wenn die diagonalen
Balken wie in den 3 und 6b
orientiert sind, erreicht der Sensor jeden Balken zu früh, wenn er von links
nach rechts geht (entsprechend der Formel für &dgr;V, die oben
angegeben wurde) – er erreicht ihn jedoch zu spät, wenn er von rechts
nach links scannt.
Das zuvor erwähnte System, bei dem Gelb über Magenta gedruckt
wird, ist hilfreich, wenn gelbe und Magenta-Tinte in sehr schneller zeitlicher Folge
aufgezeichnet werden sollen. Dies wird am effektivsten bei einer Bewegung von rechts
nach links erreicht, wenn die Schreiber physisch in der Reihenfolge der
3 angeordnet sind.
Offsets oder Versetzungen zwischen den Schreibern längs der Medienvorschubachse
können korrigiert werden, indem bestimmte ausgewählte Düsen aktiviert
werden, wie von Cobbs et al. beschrieben, oder indem die Daten zwischen Schwaden
der Zeichengeräte maskiert werden. Die Technik von Cobbs hat den Nachteil,
daß sie zusätzliche Düsen erforert; die Datenmaskierungstechnik hat
dagegen den Nachteil, daß sie in einigen Bereichen des Ausdrucks unerwünschte
Variationen in der Reihenfolge der Farbabgabe einführt und die Rechenkomplexität
und -zeit etwas erhöht.