Die Erfindung betrifft einen Reflektor einer Flächenantenne,
insbesondere für den Satellitenempfang von elektromagnetischer Wellen, wie
Fernsehempfang.
Antennen sind bekanntlich Vorrichtungen zum Abstrahlen und Empfangen
elektromagnetischer Schwingungen, d. h., sie sollen eine elektromagnetische Welle
möglichst verlustarm in eine Freiraumwelle umwandeln (Sendeantennen) oder umgekehrt
(Empfangsantennen); außerdem ist ein Bündelung der abgestrahlten elektromagnetischen
Energie in eine bestimmte Richtung bzw. der Empfang aus einer bevorzugten Richtung
damit möglich. Jede Antenne kann dabei grundsätzlich zum Senden und Empfangen
verwendet werden und weist in beiden Verwendungsarten die gleichen Eigenschaften
auf.
Es gibt zwei grosse Gruppen von Antennen, die sogenannten Linearantennen,
das sind Antennen, deren Länge gross ist gegenüber ihrer Querabmessung,
also schlanke Antennen, und die so genannten Flächenantennen, bei denen im
Falle des Empfangs die ankommenden elektromagnetischen Wellen von einem schüsselförmigen
Reflektor zu einem im Brennpunkt des Reflektors sich befindenden Empfänger
umgelenkt und in diesem gebündelt werden. Sodann wird die Energie weitergeleitet
zu einem Verbraucher, wie einem Fernsehapparat.
Die einfachste Form einer Flächenantenne ist hierbei die symmetrische
Parabolantenne, die im wesendlichen aus einem metallischen Rotationsparaboloid mit
gut leitender Oberfläche als Reflektor und einem im Brennpunkt angebrachten
Empfänger als Dipol besteht. Derartige Flächenantennen haben jedoch den
grossen Nahteil, dass deren Reflektor in der Regel aufgrund seiner relativ grossen
Abmessungen sehr sperrig ist, d. h., dass der Reflektor relativ viel Platz in Anspruch
nimmt, was sich insbesondere auf die Höhe der Verpackungs-, Lager- und Transportkosten
wiederum negativ auswirkt.
Dazu kommt, dass derartige so genannte Satellitenschüsseln gerne
an Wohngebäuden montiert werden, wobei es im Falle einer Aufdachmontage oft
eng werden kann, wenn der Reflektor aufgrund seiner Grösse nicht durch die
Dachluke passt. In einem solchen Fall ist dann der Transport des Reflektors von
aussen auf das Dach erforderlich, was vielfach einen Kran oder lange Leitern erforderlich
macht.
Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, einen
Reflektor als Teil einer Flächenantenne derart weiterzubilden bzw. zu verbessern,
dass die aufgezeigten Nachteile insbesondere auch bei seiner Verwendung bei Wohngebäuden
beseitigt sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass
der Reflektor aus mehreren flächigen Teilabschnitten zusammensetzbar ausgebildet
ist.
Hierbei bietet sich als einfachste Lösung eine Zweiteilung der
Reflektorschüssel an, und zwar zu zwei gleichen Teilabschnitten, die dann im
Bereich ihrer Stosskanten miteinander verbunden sind.
In bestimmten Fällen ist es jedoch bei einer Unterteilung des
Reflektors in Teilabschnitte zweckmässig, dass der Bereich der Bündelung
der Empfangsenergie nicht gestört und die Reflektorschüssel aus mindestens
zwei ungleichen Telabschnitten zusammengesetzt wird. Hierbei kann der kleinere Teilabschnitt
in der Form eines Segments ausgebildet ist, und zwar derart, dass seine Stosskante
ausserhalb des Bereichs er Bündelung der Empfangsenergie liegt. Derartige segmentartigen
Teilabschnitte können ferner auch beidseitig eines mittigen grossen Teilabschnittes
vorgesehen sein, was wiederum den Transport des Reflektors aufgrund der kleineren
Abmessungen günstig beeinflusst.
Das angestrebte Baukastenprinzip für die erfindungsgemässe
Flächenantenne ist durch diese Abschnittsunterteilung in vorteilhafter Weise
möglich, wobei die Teilabschnitte im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten entweder
scharnierartig und/oder lösbar miteinander verbunden werden können.
Um eine lösbare Verbindung zu erhalten, kann vorgesehen sein,
dass die Teilabschnitte im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten rückseitig
einen Flansch aufweisen, wobei dann lediglich die aneinandergrenzenden Flansche
mittels Schrauben miteinander verbunden werden müssen.
Schliesslich kann der baukastenartige Zusammenbau der Reflektionsschüssel
dadurch noch erleichtert werden, dass die Teilabschnitte im Bereich ihrer jeweiligen
Stosskanten durch geeignete Einrastelemente in ihrer Lage zueinander gehalten und/oder
fixiert sind.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
1 eine schematisch dargestellten Schnitt durch eine
Satellitenschüssel;
2 eine Draufsicht auf die Rückseite einer entsprechenden
Satellitenschüssel gemäss 1 als erstes Ausführungsbeispiel;
3 eine Draufsicht auf die Rückseite einer entsprechenden
Sattelitenschüssel gemäss 1 als zweites Ausführungsbeispiel
und
4 eine Draufsicht auf die Rückseite einer entsprechenden
Satellitenschüssel gemäss 1 als drittes Ausführungsbeispiel.
Die in 1 schematisch dargestellte rundschüsselförmige
Flachantenne, landläufig als Satellitenschüssel bezeichnet, besitzt im
wesentlichen einen Reflektor 1, der aus einem metallischen Rotationsparabloid
mit gut leitender Oberfläche besteht und einem im Brennpunkt positionierten
Empfänger 2 als Dipol, der über ein Gestänge 3
an dem Reflektor 1 befestigt ist. An dem Gestänge 3 ist ferner
eine Halterung 4 für die Befestigung der Flächenantenne an einem
Gebäude oder dgl.
Wie in 1 angedeutet, treffen die von
einem Satelliten ankommenden parallel zur mit 5 bezeichneten Reflektorachse
verlaufenden elektromagnetischen Strahlen 6 auf die Innenfläche
7 des Reflektors 1 und werden von dieser aufgrund der vorgegebenen
Krümmung des Reflektors 1 in einem bestimmtem Winkel zum Empfänger
2 reflektiert, d. h. dort gebündelt und über eine nicht dargestellte
elektrische Leitung möglichst verlustarm entlang der Halterung 4 und
weiter z. B. ins Gebäudeinnere zum Verbrauer, wie einen Fernseher geführt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, den Reflektor
1 vorteilhaft mehrteilig auszubilden, wobei es in bestimmten Fällen
zweckmässig sein kann, hierbei den mit 8 bezeichneten Bereich der
Bündelung der Empfangsenergie (2) nicht in die
Teilung einzubeziehen. Dennoch kann es von Vorteil sein, wie in 2
als erstes Ausführungsbeispiel schematisch gezeigt, dass der Reflektor
1 in zwei gleiche Teilabschnitte 1.1 und 1.2 unterteilt
wird, die dann im Bereich ihrer Stosskanten 1.3 und 1.4 miteinander
verbunden sind. Die Verbindung der Teilabschnitte 1.1 und 1.2
ist unterschiedlich ausführbar: Beispielsweise können die Teilabschnitte
1.1 und 1.2 im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten
1.3 und 1.4 rückseitig mit einem Flansch 1.5 bzw.
1.6 versehen sein, welche dann mittels Schrauben 9 miteinander
verbunden werden. Ferner kann es zweckmässig sein, die Teilabschnitte
1.1 und 1.2 in 1 mit einem Scharnier
10 – angedeutet in 4 – miteinander
zu verbinden, was den Vorteil hat, dass der Reflektor 1 baukastenartig
für den Transport platzsparend auf seine Hälfte der Grösse zusammengeklappt
werden kann.
In 3 ist als zweites Ausführungsbeispiel
ein Reflektor 11 schematisch mit seiner Rückseite dargestellt, der
in drei Teilabschnitten 11.1 bis 11.3 unterteilt ist, von denen
der grössere mittlere Teilabschnitt 11.2 beidseitig durch jeweils
die Segmentabschnitte 11.1 und 11.3 zu dem rundschüsselförmigen
Reflektor 11 ergänzt ist. Die Teilabschnitte 1.1 bis
11.3 sind untereinander an ihren Stosskanten 11.4 bis
11.7 miteinander verbunden, und zwar im vorliegenden zweiten Ausführungsbeispiel
über nicht näher bezeichneten Flansche mittels Schrauben 9.
Schliesslich ist in 4 als viertes Ausführungsbeispiel
die Rückseite eines Reflektors 21 schematisch dargestellt, der aus
zwei ungleichen Teilabschnitten 21.1 und 21.2 zusammengesetzt
ist, von denen der kleinere Teilabschnitt 21.2 wieder als Kreissegmentabschnitt
ausgebildet ist. Die beiden Teilabschnitte sind auch hier an ihren mit
21.3 und 21.4 bezeichneten Stosskanten miteinander verbunden,
und zwar mittels des Scharniers 10.
Insgesamt ist mit der vorliegenden Erfindung eine Satellitenschüssel
geschaffen worden, die sich auf einfache Weise baukastenartig zusammenbauen lässt,
was angefangen bei ihrer Herstellung bis zu ihrem Transport viele Vorteile hat.
So können durch die mehrteilige Gestaltung des Reflektors Werkzeugkosten eingespart
werden, da nunmehr kleinere Tiefziehwerkzeuge für die Teilabschnitte benötigt
werden. Ferner können durch die Teilabschnitte auch die Verpackungs- und Transportkosten
reduziert werden, da die Verpackungseinheit pro Satellitenschüssel eine geringere
Abmessung aufweist, sodass die Transportkosten günstiger sind als bei einer
einstückigen Satellitenschüssel. Nicht zuletzt werden geringere Lagerflächen
benötigt und das Problem mit einer kleinen Dachluke ist damit auch bestens
gelöst.
Auch sind noch weitere Möglichkeiten einer Teilung der Satellitenschüssel
dankbar, z. B., vier gleiche Teile, wodurch man eine noch kleinere Verpackungseinheit
bekommen würde. Wesentlich ist jedoch die Vorgabe, eine Satellitenschüssel
nach der Art eines Baukastens mehrteilig auszubilden.
- 1
- Reflektor (2)
- 1.1
- Teilabschnitt
- 1.2
- Teilabschnitt
- 1.3
- Stosskante
- 1.4
- Stosskante
- 1.5
- Flansch
- 1.6
- Flansch
- 2
- Empfänger
- 3
- Gestänge
- 4
- Halterung
- 5
- Reflektorachse
- 6
- Strahlen
- 7
- Innenfläche
- 8
- Bereich Bündelung
- 9
- Schrauben
- 10
- Scharnier
- 11
- Reflektor (3)
- 11.1
- Segmentteilabschnitt (links)
- 11.2
- mittlerer Teilabschnitt
- 11.3
- Segmentteilabschnitt (rechts)
- 11.4
- Stosskante
- 11.5
- Stosskante
- 11.6
- Stosskante
- 11.7
- Stosskante
- 21
- Reflektor (4)
- 21.1
- Teilabschnitt
- 21.2
- Teilabschnitt
- 21.3
- Stosskante
- 21.4
- Stosskante