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Dokumentenidentifikation DE202006008145U1 31.10.2007
Titel Reflektor für Satellitenempfangsanlagen
Anmelder ASC-TEC AG Antennen-Satelliten-Communication-Technik, 78351 Bodman-Ludwigshafen, DE
Vertreter Dr. Weiss, Brecht, Arat, 78234 Engen
DE-Aktenzeichen 202006008145
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.10.2007
Registration date 27.09.2007
Application date from patent application 19.05.2006
IPC-Hauptklasse H01Q 1/36(2006.01)A, F, I, 20060519, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Reflektor einer Flächenantenne, insbesondere für den Satellitenempfang von elektromagnetischer Wellen, wie Fernsehempfang.

Antennen sind bekanntlich Vorrichtungen zum Abstrahlen und Empfangen elektromagnetischer Schwingungen, d. h., sie sollen eine elektromagnetische Welle möglichst verlustarm in eine Freiraumwelle umwandeln (Sendeantennen) oder umgekehrt (Empfangsantennen); außerdem ist ein Bündelung der abgestrahlten elektromagnetischen Energie in eine bestimmte Richtung bzw. der Empfang aus einer bevorzugten Richtung damit möglich. Jede Antenne kann dabei grundsätzlich zum Senden und Empfangen verwendet werden und weist in beiden Verwendungsarten die gleichen Eigenschaften auf.

Es gibt zwei grosse Gruppen von Antennen, die sogenannten Linearantennen, das sind Antennen, deren Länge gross ist gegenüber ihrer Querabmessung, also schlanke Antennen, und die so genannten Flächenantennen, bei denen im Falle des Empfangs die ankommenden elektromagnetischen Wellen von einem schüsselförmigen Reflektor zu einem im Brennpunkt des Reflektors sich befindenden Empfänger umgelenkt und in diesem gebündelt werden. Sodann wird die Energie weitergeleitet zu einem Verbraucher, wie einem Fernsehapparat.

Die einfachste Form einer Flächenantenne ist hierbei die symmetrische Parabolantenne, die im wesendlichen aus einem metallischen Rotationsparaboloid mit gut leitender Oberfläche als Reflektor und einem im Brennpunkt angebrachten Empfänger als Dipol besteht. Derartige Flächenantennen haben jedoch den grossen Nahteil, dass deren Reflektor in der Regel aufgrund seiner relativ grossen Abmessungen sehr sperrig ist, d. h., dass der Reflektor relativ viel Platz in Anspruch nimmt, was sich insbesondere auf die Höhe der Verpackungs-, Lager- und Transportkosten wiederum negativ auswirkt.

Dazu kommt, dass derartige so genannte Satellitenschüsseln gerne an Wohngebäuden montiert werden, wobei es im Falle einer Aufdachmontage oft eng werden kann, wenn der Reflektor aufgrund seiner Grösse nicht durch die Dachluke passt. In einem solchen Fall ist dann der Transport des Reflektors von aussen auf das Dach erforderlich, was vielfach einen Kran oder lange Leitern erforderlich macht.

Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, einen Reflektor als Teil einer Flächenantenne derart weiterzubilden bzw. zu verbessern, dass die aufgezeigten Nachteile insbesondere auch bei seiner Verwendung bei Wohngebäuden beseitigt sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Reflektor aus mehreren flächigen Teilabschnitten zusammensetzbar ausgebildet ist.

Hierbei bietet sich als einfachste Lösung eine Zweiteilung der Reflektorschüssel an, und zwar zu zwei gleichen Teilabschnitten, die dann im Bereich ihrer Stosskanten miteinander verbunden sind.

In bestimmten Fällen ist es jedoch bei einer Unterteilung des Reflektors in Teilabschnitte zweckmässig, dass der Bereich der Bündelung der Empfangsenergie nicht gestört und die Reflektorschüssel aus mindestens zwei ungleichen Telabschnitten zusammengesetzt wird. Hierbei kann der kleinere Teilabschnitt in der Form eines Segments ausgebildet ist, und zwar derart, dass seine Stosskante ausserhalb des Bereichs er Bündelung der Empfangsenergie liegt. Derartige segmentartigen Teilabschnitte können ferner auch beidseitig eines mittigen grossen Teilabschnittes vorgesehen sein, was wiederum den Transport des Reflektors aufgrund der kleineren Abmessungen günstig beeinflusst.

Das angestrebte Baukastenprinzip für die erfindungsgemässe Flächenantenne ist durch diese Abschnittsunterteilung in vorteilhafter Weise möglich, wobei die Teilabschnitte im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten entweder scharnierartig und/oder lösbar miteinander verbunden werden können.

Um eine lösbare Verbindung zu erhalten, kann vorgesehen sein, dass die Teilabschnitte im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten rückseitig einen Flansch aufweisen, wobei dann lediglich die aneinandergrenzenden Flansche mittels Schrauben miteinander verbunden werden müssen.

Schliesslich kann der baukastenartige Zusammenbau der Reflektionsschüssel dadurch noch erleichtert werden, dass die Teilabschnitte im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten durch geeignete Einrastelemente in ihrer Lage zueinander gehalten und/oder fixiert sind.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

1 eine schematisch dargestellten Schnitt durch eine Satellitenschüssel;

2 eine Draufsicht auf die Rückseite einer entsprechenden Satellitenschüssel gemäss 1 als erstes Ausführungsbeispiel;

3 eine Draufsicht auf die Rückseite einer entsprechenden Sattelitenschüssel gemäss 1 als zweites Ausführungsbeispiel und

4 eine Draufsicht auf die Rückseite einer entsprechenden Satellitenschüssel gemäss 1 als drittes Ausführungsbeispiel.

Die in 1 schematisch dargestellte rundschüsselförmige Flachantenne, landläufig als Satellitenschüssel bezeichnet, besitzt im wesentlichen einen Reflektor 1, der aus einem metallischen Rotationsparabloid mit gut leitender Oberfläche besteht und einem im Brennpunkt positionierten Empfänger 2 als Dipol, der über ein Gestänge 3 an dem Reflektor 1 befestigt ist. An dem Gestänge 3 ist ferner eine Halterung 4 für die Befestigung der Flächenantenne an einem Gebäude oder dgl.

Wie in 1 angedeutet, treffen die von einem Satelliten ankommenden parallel zur mit 5 bezeichneten Reflektorachse verlaufenden elektromagnetischen Strahlen 6 auf die Innenfläche 7 des Reflektors 1 und werden von dieser aufgrund der vorgegebenen Krümmung des Reflektors 1 in einem bestimmtem Winkel zum Empfänger 2 reflektiert, d. h. dort gebündelt und über eine nicht dargestellte elektrische Leitung möglichst verlustarm entlang der Halterung 4 und weiter z. B. ins Gebäudeinnere zum Verbrauer, wie einen Fernseher geführt.

Gemäss der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, den Reflektor 1 vorteilhaft mehrteilig auszubilden, wobei es in bestimmten Fällen zweckmässig sein kann, hierbei den mit 8 bezeichneten Bereich der Bündelung der Empfangsenergie (2) nicht in die Teilung einzubeziehen. Dennoch kann es von Vorteil sein, wie in 2 als erstes Ausführungsbeispiel schematisch gezeigt, dass der Reflektor 1 in zwei gleiche Teilabschnitte 1.1 und 1.2 unterteilt wird, die dann im Bereich ihrer Stosskanten 1.3 und 1.4 miteinander verbunden sind. Die Verbindung der Teilabschnitte 1.1 und 1.2 ist unterschiedlich ausführbar: Beispielsweise können die Teilabschnitte 1.1 und 1.2 im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten 1.3 und 1.4 rückseitig mit einem Flansch 1.5 bzw. 1.6 versehen sein, welche dann mittels Schrauben 9 miteinander verbunden werden. Ferner kann es zweckmässig sein, die Teilabschnitte 1.1 und 1.2 in 1 mit einem Scharnier 10 – angedeutet in 4 – miteinander zu verbinden, was den Vorteil hat, dass der Reflektor 1 baukastenartig für den Transport platzsparend auf seine Hälfte der Grösse zusammengeklappt werden kann.

In 3 ist als zweites Ausführungsbeispiel ein Reflektor 11 schematisch mit seiner Rückseite dargestellt, der in drei Teilabschnitten 11.1 bis 11.3 unterteilt ist, von denen der grössere mittlere Teilabschnitt 11.2 beidseitig durch jeweils die Segmentabschnitte 11.1 und 11.3 zu dem rundschüsselförmigen Reflektor 11 ergänzt ist. Die Teilabschnitte 1.1 bis 11.3 sind untereinander an ihren Stosskanten 11.4 bis 11.7 miteinander verbunden, und zwar im vorliegenden zweiten Ausführungsbeispiel über nicht näher bezeichneten Flansche mittels Schrauben 9.

Schliesslich ist in 4 als viertes Ausführungsbeispiel die Rückseite eines Reflektors 21 schematisch dargestellt, der aus zwei ungleichen Teilabschnitten 21.1 und 21.2 zusammengesetzt ist, von denen der kleinere Teilabschnitt 21.2 wieder als Kreissegmentabschnitt ausgebildet ist. Die beiden Teilabschnitte sind auch hier an ihren mit 21.3 und 21.4 bezeichneten Stosskanten miteinander verbunden, und zwar mittels des Scharniers 10.

Insgesamt ist mit der vorliegenden Erfindung eine Satellitenschüssel geschaffen worden, die sich auf einfache Weise baukastenartig zusammenbauen lässt, was angefangen bei ihrer Herstellung bis zu ihrem Transport viele Vorteile hat. So können durch die mehrteilige Gestaltung des Reflektors Werkzeugkosten eingespart werden, da nunmehr kleinere Tiefziehwerkzeuge für die Teilabschnitte benötigt werden. Ferner können durch die Teilabschnitte auch die Verpackungs- und Transportkosten reduziert werden, da die Verpackungseinheit pro Satellitenschüssel eine geringere Abmessung aufweist, sodass die Transportkosten günstiger sind als bei einer einstückigen Satellitenschüssel. Nicht zuletzt werden geringere Lagerflächen benötigt und das Problem mit einer kleinen Dachluke ist damit auch bestens gelöst.

Auch sind noch weitere Möglichkeiten einer Teilung der Satellitenschüssel dankbar, z. B., vier gleiche Teile, wodurch man eine noch kleinere Verpackungseinheit bekommen würde. Wesentlich ist jedoch die Vorgabe, eine Satellitenschüssel nach der Art eines Baukastens mehrteilig auszubilden.

1
Reflektor (2)
1.1
Teilabschnitt
1.2
Teilabschnitt
1.3
Stosskante
1.4
Stosskante
1.5
Flansch
1.6
Flansch
2
Empfänger
3
Gestänge
4
Halterung
5
Reflektorachse
6
Strahlen
7
Innenfläche
8
Bereich Bündelung
9
Schrauben
10
Scharnier
11
Reflektor (3)
11.1
Segmentteilabschnitt (links)
11.2
mittlerer Teilabschnitt
11.3
Segmentteilabschnitt (rechts)
11.4
Stosskante
11.5
Stosskante
11.6
Stosskante
11.7
Stosskante
21
Reflektor (4)
21.1
Teilabschnitt
21.2
Teilabschnitt
21.3
Stosskante
21.4
Stosskante


Anspruch[de]
Reflektor einer Flächenantenne, insbesondere für einen Satellitenempfang von elektromagnetischer Wellen, wie Fernsehempfang, dadurch gekennzeichnet, dass dieser aus mehreren flächigen Teilabschnitten (1.1, 1.2; 11.111.3; 21.1, 21.2) zusammensetzbar ausgebildet ist. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser aus mindestens zwei gleichen Teilabschnitten (1.1, 1.2) besteht, die im Bereich ihrer Stosskanten (1.3, 1.4) mittels Flansche (1.5, 1.6) miteinander verbunden sind. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser in mindestens drei Teilabschnitte (11.111.3) unterteilt ist, von denen zwei gleiche Teilabschnitte (11.1, 11.3) in der Form eines Kreissegments ausgebildet und mit ihren Stosskanten (1.5, 1.6) an den Stosskanten (1.4, 1.7) des grossen Teilabschnitts (11.2) angrenzend mit diesem verbunden sind. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser aus zwei ungleichen Teilabschnitten (21.1, 21.2) zusammengesetzt ist, von denen der kleinere Teilabschnitt (21.2) als Kreissegmentabschnitt ausgebildet ist und die beiden Teilabschnitte (21.1, 21.2) an ihren Stosskanten (21.3, 21.4) miteinander verbunden sind. Reflektor nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilabschnitte (21.1, 21.2) im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten (21.3, 21.4) scharnierartig (10) miteinander verbunden sind. Reflektor nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilabschnitte (1.1, 1.2; 11.111.3) im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten (1.3, 1.4; 11.411.7) lösbar miteinander verbunden sind. Reflektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilabschnitte (1.1, 1.2; 11.111.3) im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten (1.3, 1.4; 11.411.7) rückseitig einen Flansch (1.5, 1.6) aufweisen, wobei die aneinandergrenzenden Flansche klappbar und ggf. mittels Schrauben (9) miteinander verbunden sind. Reflektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilabschnitte (1.1, 1.2; 11.111.3; 21.1, 21.2) im Bereich ihrer jeweiligen Stosskanten (1.3, 1.4; 11.411.7; 21.3, 21.4) durch Einrastelemente in ihrer Lage zueinander gehalten und/oder fixiert sind. Reflektor nach einem der vorhergegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterteilung der Teilabschnitte (11.111.3; 21.1, 21.2) derart gewählt ist, dass deren Stosskanten (11.411.7; 21.3, 21.4) ausserhalb des Bereichs der Bündelung der Empfangsenergie (8) liegen.






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