[Technisches Gebiet]
Die Erfindung betrifft eine Rückenlehne eines Rückenlehnenstuhls,
die in einem schrägen Winkel einstellbar mit der Sitzplatte verbunden ist.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine Rückenlehne, deren Polster zum Einsatz
als Taillenlehne geeignet ist. Unter dem Begriff "Taillenlehne" versteht man ein
Lehnenpolster der Rückenlehne, an das sich eine Person mit seiner Taille (richtiger
gesagt, mit dem unteren Bereich ihres Rückens) lehnt.
Zur bequemeren ergonomischen Verteilung der Belastung des Körpergewichtes
auf die Rückenlehne verwendet man einen so-genannten "Taillenkissen", das als
ein getrenntes Kissen ausgebildet und auf der Sitzplatte zwischen der Rückenlehne
eines Stuhls und dem Rücken einer darauf sitzenden Person gelegt ist. Bei einigen
Stühlen ist das Taillenkissen als ein Polster in die Rückenlehne integriert.
Beispiele derartigen Taillenpolster sind aus den taiwanesischen Gebrauchsmuster-Veröffentlichungen
Nr. 573500 und Nr. 524084 bekannt. Nachteilig ist bei den bekannten Taillenpolstern,
dass ein solches Taillenpolster erst eine Stützung bewirken kann, wenn man
vollständig im Sitzplatz eines Stuhls einsitzt, wobei die Taille mit dem Taillenpolster
in Kontakt kommt. Ein gewünschter vorzeitiger Kontakt mit der Taille vor dem
vollständigen Einsitzen setzt eine optimale Höheneinstellung des Polsters
zur Anpassung an die Körpergröße einer auf dem Stuhl aufzusitzenden
Person voraus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lagerung und der Rückenlehne
und ein höhenverstellbares Taillenpolster zu schaffen, wodurch die oben genannten
Nachteile vermieden werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen:
[Zeichnung]
1 eine perspektivische Explosionsansicht der Rückenlehne
und ihrer Lagerung der Erfindung,
2 eine perspektivische Ansicht der Rückenlehne
und ihrer Lagerung in zusammengesetztem Zustand,
3 in drei Abbildungen jeweils die Rückenlehne mit
ihrer Lagerung jeweils in Seitenansicht, und in geschnittener Drauf- bzw. Vordersicht
der Lagerung, mit ihrem Betätigungshebel in normalen Stellung,
4 entsprechend 3 in drei
Abbildungen jeweils die Rückenlehne mit ihrer Lagerung jeweils in Seitenansicht,
und in geschnittener Drauf- bzw. Vordersicht der Lagerung, mit ihrem Betätigungshebel
in zusammen gedrückter Stellung,
5 in zwei Abbildungen jeweils die Rückenlehne
mit ihrer Lagerung in teilgeschnittener Seitenansicht und in Vordersicht,
6 entsprechend 5 in zwei
Abbildungen jeweils die Rückenlehne mit ihrer Lagerung in teilgeschnittener
Seitenansicht und in Vordersicht, mit das Polster in einer unterschiedlichen Höhenstellung,
7 eine perspektivische Ansicht einer Variante der Rückenlehne,
8 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform
der Rückenlehne, und
9 entsprechend 1 eine perspektivische
Explosionsansicht der Ausführungsform in 8.
[Erläuterung der bevorzugten Ausführungsformen]
1 bis 6 illustriert eine
erste Ausführungsform einer Rückenlehne 8 bzw. Taillenlehne
8' mit einstellbarem Schrägwinkel nach der Erfindung. Wie beim Stand
der Technik weist die Rückenlehne 8 eine Lehnenplatte 1 und
ein auf der Vorderseite derselben haltbares Polster 2 auf und ist über
zwei Zapfen 14, 15 in einem auf der Sitzplatte (nicht gezeigt)
des Stuhls befestigten Lagersitz 3 schwenkbar gelagert.
Die Besonderheiten der Erfindung bestehen in einer Lagerung der Rückenlehne
zur stufenweisen Einstellung des Schrägwinkels der Rückenlehne und ihre
Festhaltung in der jeweiligen eingestellten Winkelstellung, und in einer höhenverstellbaren
Anordnung des lösbaren Polsters 2 an der Lehnenplatte 1.
Die stufenweise Einstellung des Schrägwinkels der Rückenlehne
und ihre Festhaltung in der jeweiligen eingestellten Winkelstellung erfolgen durch
eine lösbare formschlüssige Kupplung zwischen einer Außenverzahnung
151 auf dem Zapfen 15 und einer Innenverzahnung 52 eines
Kupplungselements 5. Normalerweise steht die Innenverzahnung
52 mit der Außenverzahnung 15 in Eingriff. Deshalb ist die
Rückenlehne 8 in der gewählter Winkelstellung festgehalten. Wird
ein Betätigungshebel 7 tief geschwenkt, so wird das Kupplungselement
5 durch die Federkraft der Feder 54 nach außen geschoben,
wodurch ihre Innenverzahnung 52 von der Außenverzahnung
151 entkoppelt wird. Nun kann die Rückenlehne 8 ungehindert
in eine neue Winkelstellung geschwenkt werden. Dann wird der Betätigungshebel
7 freigelassen, so dass das Kupplungselement 5 in seine ursprüngliche
Stellung zurückgezogen wird, wodurch die Zähne der Außenverzahnung
151 jeweils in eine neue Lücke 521 der Innenverzahnung
52eingreifen und die Kupplung zwischen den beiden Verzahnungen
52, 151 wieder hergestellt wird.
Zur Aufnahme der beiden Zapfen 14, 15 weist der
Lagersitz 3 zwei Lagerböcke 31 auf. Zur axialen Führung
des Kupplungselements 5 ist ein Führungsstück 4 mit
zwei Führungsarmen 41 vorgesehen, das durch Schrauben an der Sitzplatte
befestigt ist. Dementsprechend weist das Kupplungselement 5 zwei Führungsnuten
51 auf, in denen die beiden Führungsarme 41 jeweils aufgenommen
sind. Deshalb ist das Kupplungselement 5 an der Sitzplatte drehfest aber
axial verschiebbar gehalten. Zum Schutz vor einem Kontakt mit dem beweglichen Kupplungselement
5 ist eine Hülse 61 vorgesehen, die eine Kerbe
53 aufweist, in der das proximale Ende des Betätigungshebels
7 eingreift.(3) Der ansehnlichen Symmetrie
zwecks können die Hülse 61 und das Führungselement
5 zweifach vorgesehen sein. (unwirkliche Hülse 41 mit Kerbe
621, und Führungselement 4 mit Führungsarmen
41) Dabei kann der Lagerzapfen 14 als ein hohles Rohr ausgebildet
und durch eine Scheibe verschlossen sein.
Der Betätigungshebel 7 ist in einer Öffnung
612 der Hülse 61 über einen Stift 71 schwenkbar
gelagert, der in einer darin geformten Aufnahme 613 aufgenommen ist. Entsprechend
dem Betätigungshebel 7 weist das Kupplungselement 5 eine
Kerbe 53 auf.
Die stufenweise Höhenverstellung und die Festhaltung des Polsters
2 erfolgt durch eine Verzahnung 11 mit einer Anzahl von widerhakenförmigen
Zähnen auf der Vorderseite der Lehnenplatte 1 und einen federnden
Rasthaken 211 auf der Rückseite des Polsters 2, der federnd
in einer Lücke der Verzahnung 11 eingreift, wodurch das Polster
1 auf der Lehnenplatte 1 in der gewählten Höhenstellung
befestigt ist (Siehe 5). Dazu muss das Polster
1 mit seiner Rückseite eng an der Vorderseite der Lehnenplatte
1 anliegen. Dies geschieht durch zwei auf der Vorderseite der Lehnenplatte
1 befestigte Gleitschuhe 13 und zwei auf der Rückseite des
Polsters 2 angebrachte Führungsschienen 212, in der jeweils
die Gleitschuhe 212 verschiebbar geführt sind. Jede der Gleitschuhe
13 ist in einer Ausnehmung 12 der Lehnenplatte 1 z. B.
durch eine Verschraubung befestigt. Durch die Gleitschuhe 13 und die Führungsschienen
212 ist das Polster 2 höhenverstellbar auf der Lehnenplatte
1 gehalten und durch die federnde Rastung 11, 211 in
der gewählten Höhenstellung befestigt. Der Rasthaken 211 ist
an einer Seite einer federnden Zunge 21 angeformt, deren freies Ende ein
Betätigungsende 213 bildet. Wegen der widerhakenförmigen Ausgestaltung
kann bei einer nach oben gerichteten Höhenverstellung das Polster
2 unmittelbar relativ zur Lehnenplatte 1 nach oben verschoben
werden, wobei der Rasthaken 211 über die Zähne der Verzahnung
11überschnappt bis er die gewünschte Lücke erreicht. Bei
einer nach unten gerichteten Höhenverstellung muss dagegen das Betätigungsende
213 nach vorne gehoben werden, damit der Rasthaken 211 von der
Verzahnung 11 entkoppelt wird. Nun kann das Polster 2 beim entkoppelten
Rasthaken 211 nach unten bis in die gewünschte Höhenstellung
verschoben werden. Nach Freigabe des Betätigungsendes 213 greift der
Rasthaken 211 federnd in eine neue Lücke der Verzahnung
11 ein. Hierdurch wird das Polster 2 in der neuen Höhenstellung
festgehalten.
7 illustriert eine Rückenlehne eines Stuhls
9, mit dem Unterschied, dass die Lehnenplatte 91 eine großflächige
Öffnung 911 zur Verbesserung der Luftzirkulation im Rückenbereich
aufweist, in der der Polster in ähnlicher Weise höhenverstellbar festgehalten
ist.
Die Ausführungsform in 8 und
9 unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform
in 1 nur darin, dass die Gleitschuhe 13 nicht
als getrennte Teile ausgebildet, sondern einstückig an der Lehnenplatte
1 angeformt sind.