Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuführen
von Walzöl für das Kaltwalzen und insbesondere ein Verfahren zum Zuführen
von Walzöl in einem Rezirkulations-Modus beim Tandem-Kaltwalzen unter Verwendung
einer Vielzahl von Walz-Gerüsten.
STAND DER TECHNIK
Beim Kaltwalzen wird eine Schmierung notwendig, um die Reibung zwischen
einem Stahlblech und der Walze während des Walzens abzusenken und ebenso müssen
die Walze und das Stahlblech gekühlt werden, um die Reibwärme und die
Umformwärme abzuführen.
Üblicherweise wird beim Kaltwalzen die Schmierung durch Verwendung
eines Emulsions-Walzöls durchgeführt. Die Emulsion ist eine Flüssigkeitsmischung,
in der Partikel des Walzöls in einem Zustand vorliegen, bei dem sie stabil
in Wasser verteilt sind, und ist durch den Partikeldurchmesser und deren Konzentration
gekennzeichnet. Der Partikeldurchmesser der Emulsion bedeutet den Partikeldurchmesser
des Walzöls in der Emulsion und die Konzentration der Emulsion bezieht sich
auf das Verhältnis des Ölvolumens zum Gesamtvolumen der Emulsion. Die
Emulsion wird durch Hinzufügen einer vorab bestimmten Menge an Emulgator mit
einer Konzentration in Bezug auf die Menge an Walzöl und anschließend
durch Aufbringen einer Scherkraft mittels eines Betätigers oder einer Pumpe
bereitgestellt. Die Verfahren zum Zuführen von Emulsions-Walzöl beim Kaltwalzen
beinhalten einen direkten Modus, einen Rezirkulations-Modus sowie einen Hybridmodus,
der einen Kompromiss zwischen den erstgenannten zwei Moden darstellt.
Im direkten Modus wird ein hochkonzentriertes Emulsions-Walzöl
auf ein Stahlblech zum Zwecke der Schmierung aufgesprüht und Wasser wird zum
Zwecke der Abkühlung auf eine Walze aufgesprüht. Daher weist dieser Modus
höhere Schmier- und Abkühl-Eigenschaften als der Rezirkulations-Modus
auf. In diesem Modus ist jedoch aufgrund der nicht erfolgten Zirkulation des Emulsions-Walzöls
der Einheitsverbrauch des Walzöls hoch.
Auf der anderen Seite wird im Rezirkulations-Modus ein niedrig konzentriertes
Emulsions-Walzöl, das vorab durch Vermischen und Betätigen eines Walzöls
sowie von Kühlwasser vorbereitet wurde, auf ein Stahlblech sowie eine Walze
zum Zwecke der Schmierung und der Abkühlung aufgesprüht, während
es rezirkuliert wird. Daher ist der Einheitsverbrauch des Walzöls niedrig.
Dieser Modus weist jedoch niedrigere Schmier- und Abkühl-Eigenschaften als
der direkte Modus auf, so dass die Schmierung zum Zeitpunkt von Hochgeschwindigkeits-Walzung
beispielsweise in einem Fall, in dem ein dünnes Stahlblech mit einer Dicke
von nicht größer als 0,2 mm gewalzt wird, unzureichend ist, und ebenso
Vibrationen des Walzgerüsts, die Rattern genannt werden und Oberflächendefekte,
die Hitzeriefen genannt werden, leichter auftreten.
Um die Schmier-Eignung im Verfahren zur Zufuhr von Walzöl im
Rezirkulations-Modus zu verbessern, hat die JP-B-59-24888 (der Begriff "JP-B" bezieht
sich hierbei auf eine geprüfte japanische Patentveröffentlichung) in Verfahren
offenbart, in dem Walzöl mit einer Konzentration von nicht weniger als 10%
direkt auf die rückwärtige Oberfläche eines Stahlblechs bei einer
Rate von 100 bis 200 l/min direkt vor dem Walzen aufgesprüht wird. Mit diesem
Verfahren wird jedoch die Schmier-Eignung aufgrund der nachfolgenden Gründe
i) und ii) nicht vollständig verbessert.
i) Das Phänomen, das das Öl in der aufgesprühten Emulsion auf
der vorderen Oberfläche des Stahlblechs anhaftet, wird "plate out" genannt.
Die Erfinder führten Studien in Bezug auf die Beziehung zwischen dem Verhältnis
der Menge an Plate-out-Öl zur Menge an in der zugeführten Emulsion enthaltenem
Öl (im Anschluss als Anhaft-Effizienz bezeichnet) sowie der Konzentration aus.
Als Ergebnis hiervon wurde ermittelt, dass wenn nur die Konzentration der Emulsion
erhöht wird, die Anhaft-Effizienz absank, so dass die für die Schmierung
notwendige Plate-out-Menge nicht erreicht werden konnte.
ii) Zum Zeitpunkt einer Hochgeschwindigkeits-Walzung treten Hitzeriefen nicht
nur an der rückwärtigen Oberfläche, sondern ebenso auf der vorderen
Oberfläche des Stahlblechs auf.
Die JP-B-58-5731 sowie die JP-A-9-122733 (der Begriff "JP-A" bezieht
sich hierbei auf eine nicht geprüfte japanische Patentveröffentlichung)
haben ein Verfahren im Hybridmodus offenbart, indem abseits vom Walzöl-Zufuhrsystem
zum Zuführen einer Niedertemperatur-Emulsion mit einer niedrigen Konzentration
von weniger als 10%, einer Hochkonzentrations-Emulsion, die durch Hinzufügen
von Walzöl zu einem Extrakt aus der Rezirkulations-Emulsion vorbereitet wurde,
auf eine hohe Temperatur von 75 °C erhitzt wird und direkt auf ein
Stahlblech direkt vor dem Walzen gesprüht wird. Mit diesem Verfahren wird jedoch
nicht nur die Schmier-Eignung nicht ausreichend verbessert, sondern ebenso erhöhen
sich die Vorrichtungskosten aufgrund der nachfolgend genannten Gründe iii)
und iv) deutlich.
iii) Auch wenn die Temperatur der Emulsion erhöht wird, wird die Anhafteffizienz
abhängig von einer Emulsion-Dispersion, die die Emulsion ausbildet nicht immer
erhöht. Ebenso wird, wie dies in Punkt i) beschrieben wird, auch dann, wenn
die Konzentration der Emulsion erhöht wird, eine ausreichende menge an "plate-out"
nicht erreicht. Darüber hinaus ist eine zusätzliche Vorrichtung sowie
ein Erhitzer dazu notwendig, die Emulsion zu erhitzen und unter Druck zu setzen,
und ebenso ist ein Gerät sowie ein großer Kühler für das Walzöl-Zufuhrsystem
notwendig, da die Mischung der Hochtemperatur-Emulsion für das Walzöl-Zufuhrsystem
die Temperatur erhöht.
iv) Im Hybrid-Modus sind dann, wenn die Rezirkulations-Emulsion extrahiert wird,
die Eigenschaften sowie der ESI (Emulsions-Stabilitäts-Index), die Konzentration
des Eisens, der Saponifikations-Wert sowie der Säurewert der Rezirkulations-Emulsion
nicht feststehen, so dass eine chemische Behandlung zur Fixierung dieser Eigenschaften
und ein kompliziertes Gerät sowie ein Filter zur Entfernung des Eisens erforderlich
sind. Ebenso verändern sich dann, wenn die Eigenschaften der extrahierten Emulsion
sich einmal ändern, die Eigenschaften der Emulsion des Hybrid-Modus entsprechend.
Die JP-A-2-37911 hat ein Verfahren offenbart, in dem ein Emulgator,
der zu einer hochkonzentrierten Emulsion hinzugefügt wurde, von der gleichen
Art ist wie die der Rezirkulations-Emulsion, und nur die Menge an hinzugefügtem
Emulgator verändert wird, um den ESI abzusenken, durch die die Emulsion direkt
auf ein Stahlblech gesprüht wird. Mit diesem Verfahren wird jedoch die Emulsion
im Hybrid-Modus, die einen niedrigen ESI aufweist und eine unstabile Emulsions-Dispergierbarkeit,
in einen Walzöl-Zufuhrtank eingeführt, so dass der ESI der Rezirkulations-Emulsion
sich über die Zeit verändert und die Emulsions-Dispergierbarkeit unstabil
wird. Daher tritt eine exzessive Schmierung ein und ein Schlupf tritt bei sämtlichen
Walzgerüsten auf, wodurch das Walzen unstabil wird.
Die JP-B-63-5167 hat ein Verfahren offenbart, in dem unter Verwendung
eines ionischen Emulgators, der kein Salz enthält oder weniger zugänglich
für Salz ist, eine Emulsion mit einer unstabilen Emulsions-Dispergierbarkeit
direkt auf ein Stahlblech gesprüht wird und anschließend die Emulsion
in einen Walzöl-Zufuhrtank zugeführt wird, zu dem im Überfluss eine
wasserlösliche negativ-ionische Substanz hinzugefügt wird, durch die die
Emulgation stabilisiert wird. Da der Walzöl-Zufuhrtank für ein Schmier-System
generell eine hohe Kapazität von über 10000 Liter aufweist, muss in diesem
Verfahren eine große Menge an negativ-ionischer Substanz vorab in den Tank
gegeben werden. Daher variiert die Emulsions-Dispergierbarkeit der Emulsion im Tank
leicht. Ebenso ist dann, wenn ein ionischer Emulgator weniger anfällig für
die Bildung von Salz ist, verwendet wird, eine Salzbildereaktion mit der Emulsion
sehr schwierig zu erreichen, so dass die Emulsion im Tank unstabil wird.
Die JP-B-6-13126 hat ein Verfahren offenbart, in dem die Menge an
zugeführter Emulsion so gesteuert wird, dass ein geeigneter Schmierzustand
erreicht wird. Mit diesem Verfahren ist es jedoch, da der Veränderungsbereich
für das Vorwärtsschlupf-Verhältnis eng ist, schwierig, die Menge
an zugeführter Emulsion so zu steuern, dass das gewünscht Vorwärtsschlupf-Verhältnis
erreicht wird, so dass ein genauer Schmierzustand nicht erreicht werden kann.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung wurde gemacht, um die oben genannten Probleme
des Stands der Technik zu lösen und dementsprechend ist es ein Ziel der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren zum Zuführen von Walzöl für das Kaltwalzen
im Rezirkulations-Modus zur Verfügung zu stellen, welches eine ausreichende
Schmier-Eignung erreichen kann und das in der Lage ist, das Auftreten von Rattern
und Hitzeriefen auch während des Hochgeschwindigkeits-Walzens dauerhaft und
bei niedrigen Kosten zu vermeiden.
Um dieses Ziel zu erreichen, stellt die vorliegende Erfindung ein
Verfahren zum Zuführen von Walzöl für das Kaltwalzen zur Verfügung,
das die folgenden Schritte umfasst: Zuführen von Emulsions-Walzöl unter
Verwendung eines ersten Walzöl-Zufuhrsystems, das das Emulsions-Walzöl
zu einer Walze sowie einem zu walzenden Stahlblech im Rezirkulations-Modus zuführt,
sowie ein zweites Walzöl-Zufuhrsystem, das das Emulsions-Walzöl nur auf
die vordere und hintere Oberfläche des gewalzten Stahlblechs aufbringt, wobei
das Emulsions-Walzöl, das mit einem Emulgator der gleichen Art und Konzentration
in Bezug auf die Menge an Öl wie die des Emulgators des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
aufweist, und welches so gesteuert ist, dass es einen durchschnittlichen Partikeldurchmesser
der Emulsion von mehr als der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems aufweist,
welches vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem zugeführt wird, zugibt; sowie
Verbinden der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, welches
nicht auf dem gewalzten Stahlblech anhaftet, mit der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems.
Ebenso stellt die vorliegende Erfindung zur Erreichung des oben genannten
Ziels ein Verfahren zum Zuführen von Walzöl für das Kaltwalzen zur
Verfügung, welches die folgenden Schritte umfasst: Zuführen von Emulsions-Walzöl
unter Verwendung eines ersten Walzöl-Zufuhrsystems, das das Emulsions-Walzöl
zu einer Walze sowie einem zu walzenden Stahlblech im Rezirkulations-Modus zuführt,
sowie ein zweites Walzöl-Zufuhrsystem, das das Emulsions-Walzöl nur zur
vorderen und hinteren Oberfläche des zu walzenden Stahlblechs führt, wobei
das Emulsions-Walzöl, das mit einem Emulgator der gleichen Art wie die des
Emulgators des ersten Walzöl-Zufuhrsystems, jedoch mit niedriger Konzentration
in Bezug auf die Menge an Öl verglichen mit dem Emulgator des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
und so gesteuert, dass die durchschnittliche Durchmessergröße der Emulsion
größer als die der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist,
hinzugefügt wird, vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem zugeführt wird;
die Wiedergewinnung der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, welche nicht
auf dem zu walzenden Stahlblech anhaftete, die Hinzufügung eines Emulgators
der wiedergewonnenen Emulsion derart, dass die Konzentration in Bezug auf die Menge
an Öl des Emulgators gleich der des Emulgators des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
ist, und eine mechanische Betätigung der Emulsion; sowie Verbindung der Emulsion
des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, das mechanisch betätigt wurde, mit der
Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen dem durchschnittlichen
Partikeldurchmesser und der Anhafteffizienz der Emulsion zeigt;
2 ist eine schematische Ansicht, die einen Plate-out-Test
zeigt;
3 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Konzentration
und der Anhafteffizienz der Emulsion zeigt;
4 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen dem durchschnittlichen
Partikeldurchmesser der Emulsion und der Rotationsgeschwindigkeit eines Betätigers
in einem Tank zeigt;
5 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Temperatur
und der Anhafteffizienz der Emulsion zeigt;
6 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Zufuhrmenge
der Emulsion und der Plate-out-Menge zeigt;
7 ist ein Graph, der die Differenz der Menge an auf
einem Stahlblech zwischen dem Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung sowie einem konventionellen Verfahren anhaftenden Öls zeigt;
8 ist ein schematisches Diagramm, das ein Beispiel
eines Verfahrens zur Zufuhr von Kaltwalzen in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung zeigt;
9 ist ein Graph, der die Partikeldurchmesser-Verteilung
der Emulsion in einem Tank eines ersten Walzöl-Zufuhrsystems zeigt;
10 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Menge an auf einem Stahlblech anhaftenden Öls in dem Fall zeigt, in
dem ein Basismaterial für eine harte Zinnplatte gewalzt wird;
11 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten eines fünften Walzgerüsts in dem Fall zeigt,
bei dem ein Basismaterial für eine harte Zinnplatte gewalzt wird;
12 ist ein Graph, der die Verteilung der Walzgeschwindigkeiten
zeigt, die in der Lage sind, ein Basismaterial für die harte Zinnplatte zu
walzen;
13 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Menge an Öl, die auf einem Stahlblech in dem Fall anhaftet, in dem
ein Basismaterial für eine weiche Zinnplatte gewalzt wird;
14 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten eines fünften Walzgerüsts in dem Fall zeigt,
in dem ein Basismaterial für eine weiche Zinnplatte gewalzt wird;
15 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Temperatur eines Walzblechs an der Zuführseite eines fünften Walzgerüsts
in dem Fall zeigt, in dem ein Basismaterial für eine weiche Zinnplatte gewalzt
wird;
16 ist ein Graph, der die Verteilung der Walzgeschwindigkeiten
zeigt, die in der Lage sind, ein Basismaterial für eine weiche Zinnplatte zu
walzen;
17 ist ein schematisches Diagramm, das ein anderes
Beispiel eines Verfahrens zur Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt;
18 ist ein Diagramm zur Berechnung der Wiederauffüllmenge
an Emulsion sowie Verdünnungswasser;
19A und 19B sind Graphen,
die die Beziehung zwischen der Konzentration eines Emulgators in Bezug auf das Öl
und den durchschnittlichen Partikeldurchmesser der Emulsion zeigen;
20 ist ein schematisches Diagramm, das ein noch anderes
Beispiel eines Verfahrens zur Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt;
21 ist ein schematisches Diagramm, das ein Beispiel
eines Verfahrens zum Hinzufügen und Betätigen eines Emulgators in dem
in 20 gezeigten Verfahren zeigt;
22 ist ein schematisches Diagramm, das ein Beispiel
eines Verfahrens zum Hinzufügen und Betätigen eines Emulgators in dem
in 20 gezeigten Verfahren darstellt;
23 ist ein schematisches Diagramm, das ein noch anderes
Beispiel eines Verfahrens zur Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt;
24 ist ein schematisches Diagramm, das ein Beispiel
eines Verfahrens zum Hinzufügen und Betätigen eines Emulgators in dem
in 23 gezeigten Verfahren darstellt;
25 ist ein schematisches Diagramm, das ein Beispiel
eines Verfahrens zum Hinzufügen und Betätigen eines Emulgators in dem
in 23 gezeigten Verfahren zeigt;
26 ist ein Diagramm zur Berechnung der Wiederauffüllungsmenge
an Emulsion und Verdünnungswasser sowie der Hinzufügungsmenge an Emulgator;
27 ist eine Ansicht, die die Position von Sprühköpfen
zum Zuführen von Emulsion im zweiten Walzöl-Zufuhrsystem zeigt;
28 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Position
der Sprühköpfe sowie der Menge an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl
zeigt;
29 ist eine schematische Ansicht, die ein Verfahren
zur Erzielung einer Plate-out-Schicht zeigt;
30 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Phasenumkehrzeit
und der Plate-out-Menge zeigt;
31 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
dem Vorwärtsschlupf-Verhältnis eines fünften Walzgerüsts sowie
dem Auftreten von Rattern zeigt;
32 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Vorwärtsschlupf-Verhältnis eines fünften Walzgerüsts
zeigt;
33 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Zufuhrmenge
an Emulsion und dem Vorwärtsschlupf-Verhältnis zeigt;
34 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Zufuhrmenge
an Emulsion und der Menge an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl zeigt;
35 ist ein schematisches Diagramm, das ein noch anderes
Beispiel eines Verfahrens der Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt;
36A und 36B sind Graphen,
die die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit und der Menge der auf der vorwärtigen
und rückwärtigen Oberfläche eines Stahlblechs anhaftenden Öl
zeigt;
37 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten eines fünften Walzgerüsts zeigt;
38 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten eines fünften Walzgerüsts zeigt;
39 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Temperatur eines Stahlblechs an der Zufuhrseite eines fünften Walzgerüsts
zeigt;
40 ist ein schematisches Diagramm, das ein noch anderes
Beispiel eines Verfahrens der Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt;
41A und 41B sind Graphen,
die die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit und der Menge an auf der vorwärtigen
bzw. rückwärtigen Oberfläche eines Stahlblechs anhaftenden Öls;
42 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten eines fünften Walzgerüsts zeigt;
43 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Vorwärtsschlupf-Verhältnis eines fünften Walzgerüsts
zeigt;
44 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Zufuhrsystem für Emulsion in dem Verfahren in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung zeigt;
45 ist ein Graph, der die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Zufuhrmenge an Emulsion in dem konventionellen Verfahren zeigt;
46 ist ein Graph, der die Verteilung der Walzgeschwindigkeiten,
die in der Lage sind, ein Basismaterial für eine harte Zinnplatte zu walzen,
zeigt; und
47 ist ein schematisches Diagramm, das ein noch anderes
Beispiel eines Verfahrens zur Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt.
AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNGErste Ausführungsform
1 zeigt die Beziehung zwischen dem durchschnittlichen
Partikeldurchmesser der Emulsion und der Anhafteffizienz der auf einem Stahlblech
anhaftenden Emulsion, welches durch Ausführen eines Plate-out-Tests (bei dem
Walzöl aufgesprüht wird und nachdem eine vorab bestimmte Zeit verstrichen
ist, das Walzöl, welches nicht anhaftete, mittels aufgeblasener Luft abgeblasen
wird) wie in 2 unter den in Tabelle 1 gegebenen Bedingungen
bestimmt wird.
Die Anhafteffizienz steigt mit durchschnittlichem Partikeldurchmesser
der Emulsion an und insbesondere steigt sie dann stark an, wenn der durchschnittliche
Partikeldurchmesser 20 &mgr;m oder größer ist. Tabelle 1
Daher wird entfernt von einem erste Walzöl-Zufuhrsystem, welches
konventionell Emulsions-Walzöl zu einer Walze sowie einem zu walzenden Stahlblech
im Rezirkulations-Modus zum Zwecke der Schmierung und Kühlung zuführt,
ein zweites Walzöl-Zufuhrsystem zum Zuführen von Emulsions-Walzöl
zu dem zu walzenden Stahlblech nur zum Zwecke der Schmierung zur Verfügung
gestellt. Somit wird Emulsions-Walzöl, das aus einer so geregelten Emulsion
besteht, dass es einen durchschnittlichen Partikeldurchmesser größer als
der vom ersten Walzöl-Zufuhrsystem zugeführten Emulsion und insbesondere
mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 20 &mgr;m oder größer
aufweist, vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem zugeführt. Hierdurch wird die
Anhafteffizienz der Emulsion erhöht, so dass die Schmier-Eignung deutlich verbessert
werden kann.
Durch eine solche Unterteilung des Walzöl-Zufuhrsystems kann
die Schmier-Eignung nur der stromabwärtigen Walzgerüste, die dazu neigen,
während des Hochgeschwindigkeits-Tandemwalzens nur schlecht geschmiert zu werden,
verbessert werden und somit werden die stromaufwärtigen Walzgerüste, die
gut geschmiert sind, nicht exzessiv geschmiert. Ebenso werden die Gerätekosten
nicht deutlich erhöht, da nur das zweite Walzöl-Zufuhrsystem bereitgestellt
wird.
3 zeigt die Beziehung zwischen der Konzentration der
Emulsion und der Anhafteffizienz der auf einem Stahlblech anhaftenden Emulsion,
die durch Ausführen eines Plate-out-Tests unter dem in Tabelle 2 gegebenen
Bedingungen ausgeführt wird.
Tabelle 2
Die Anhafteffizienz sinkt mit steigender Konzentration der Emulsion
ab. In dem Falle jedoch, bei dem der durchschnittliche Partikeldurchmesser der Emulsion
20 &mgr;m beträgt, sinkt der Grad der Anhafteffizienz in Bezug auf die Konzentration
der Emulsion ab. Daher verkürzt sich beim Hochgeschwindigkeits-Walzen die Sprühzeit
mit einem Anstieg der Geschwindigkeit und somit sinkt die Menge an zugeführtem
Walzöl pro Flächeneinheit des Stahlblechs ab. Somit zeigen die Testergebnisse,
dass auch dann, wenn die Konzentration und die Temperatur der Emulsion
wie vorher angehoben werden, ein ausreichender Effekt nicht erreicht wird und der
Anstieg des durchschnittlichen Partikeldurchmessers wie in der vorliegenden Erfindung
effektiv ist.
Das Emulsions-Walzöl des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems muss
auf die vordere und rückwärtige Oberfläche des Stahlblechs zugeführt
werden, da manchmal eine Hitzeriefe nicht nur auf der rückwärtigen Oberfläche,
sondern auch auf der vorderen Oberfläche des Stahlblechs beim Hochgeschwindigkeits-Walzen
auftreten kann.
Ebenso wird die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems durch
Verwendung von gespeichertem Walzöl, Emulgator und Verdünnungswasser neu
hergestellt, um eine stabile Schmier-Eignung zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt wird
dann, wenn ein Emulgator der gleichen Art und der gleichen Konzentration in Bezug
auf die Menge an Öl wie diejenige des Emulgators des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
als zur Emulgator-Dispersion hinzugefügter Emulgator verwendet wird, ein gegenläufiger
Einfluss dann verhindert werden, wenn die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
in einem ersten Walzöl-Zufuhrtank beinhaltet ist.
Darüber hinaus wird dann, wenn die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems,
die nicht auf dem Stahlblech anhaftete, sowie die Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
miteinander verbunden werden, die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
wiederholt einer starken Scherung nicht nur im Tank, sondern ebenso in einer Pumpe
und in einer Düse auf halber Position der Rezirkulation so unterworfen, dass
sie feiner mit dem gleichen Partikeldurchmesser wie dem der Emulsion des ersten
Walzöl-Zufuhrsystems pulverisiert wird, wodurch eine Emulsion mit einer stabilen
Emulgator-Dispergierbarkeit zur Verfügung gestellt wird. Daher kann die Stabilität
der Emulgator-Dispersion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems beibehalten werden.
Wie in 4 gezeigt, ist es zur Erhöhung
des durchschnittlichen Partikeldurchmessers der Emulsion erforderlich, nicht nur
die Rotationsgeschwindigkeit eines Betätigers in einem Tank, der im zweiten
Walzöl-Zufuhrsystem bereitgestellt ist, abzusenken. Insbesondere muss zur Erhöhung
des durchschnittlichen Partikeldurchmessers der Emulsion auf 20 &mgr;m oder größer
die Rotationsgeschwindigkeit auf 400 U/min oder niedriger abgesenkt werden. In
4 ist der durchschnittliche Partikeldurchmesser der
Emulsion leicht kleiner an der Auslassseite der Sprühdüse zum Zuführen
von Walzöl als im Tank. Der Grund hierfür ist der, dass die Emulsion einer
Scherung in einer Zufuhrpumpe und in einer Düse unterworfen ist.
5 zeigt die Beziehung zwischen der Temperatur der Emulsion
und der Anhafteffizienz der auf einem Stahlblech anhaftenden Emulsion, welche durch
Ausführen eines Plate-out-Tests unter dem in Tabelle 3 angegebenen Bedingungen
und unter Verwendung der Emulgatoren a, b sowie c als Emulgator-Dispergiermittel
bestimmt wurde.
Tabelle 3
Wenn die Temperatur der Emulsion erhöht wird, kann die Plate-out-Menge
wie im Fall des Emulgators c absinken, oder die Plate-out-Menge kann wie in den
Fällen der Emulgatoren a und b erhöht werden, jedoch ist das Erhöhungsmaß
der Anhafteffizienz gering. Ebenso ist ein Erhitzer dazu notwendig, die Emulsion
bei hoher Temperatur zu halten, und ebenso ist dann, wenn die Emulsion in dem ersten
Walzöl-Zufuhrsystem beinhaltet ist, ein Kühler notwendig, um den Temperaturanstieg
zu beschränken. Daher ist es wünschenswert, dass die Temperaturen der
Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems und des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
gleich sind.
Die Konzentration und Zufuhrmenge der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
werden durch ein im Folgenden beschriebenes Verfahren bestimmt.
Angenommen, die Plate-out-Menge wird als Pϕ bezeichnet und die
kleinste Plate-out-Menge, die nicht Hitzeriefen und Rattern erzeugt, wird als Pϕmin
(mg/m2) bezeichnet, wird die folgende Gleichung (2) erhalten.
Pϕmin ≤ Pϕ(2)
6 zeigt die Beziehung zwischen der Zufuhrmenge der
Emulsion und der Plate-out-Menge, welche durch Ausführen eines Plate-out-Tests
unter den in Tabelle 4 angegebenen Bedingungen bestimmt wird.
Tabelle 4
Die Plate-out-Menge ist bei einer bestimmten Zufuhrmenge der Emulsion
gesättigt und die Anhafteffizienz sinkt ab. Daher ist es wünschenswert,
dass die Zufuhrmenge der Emulsion in dem Bereich eingestellt wird, in dem die Plate-out-Menge
nicht gesättigt ist. Wird nun die Strömungsraten-Dichte als &ohgr; (l/m2)
und die Sprüh-Verweilzeit als &tgr; (min) angenommen, wird die Zufuhrmenge
der Emulsion als &ohgr;&tgr; ausgedrückt. Angenommen, die Zufuhrmenge der
Emulsion zu dem Zeitpunkt, wenn die Plate-out-Menge gesättigt ist, wird als
&ohgr;&tgr;max (l/m2) angenommen, wird die folgende Gleichung (3)
erhalten. Aus 6 kann ersehen werden, dass &ohgr;&tgr;max
etwa l/m2 ist.
&ohgr;&tgr; ≤ &ohgr;&tgr;max(3)
Die Strömungsrate Q (l/min) pro Sprühkopf eines Walzgerüsts
wird durch Q = (&ohgr;&tgr;) × W × V berechnet, wobei W (m) die Breite
des Sprühens ist und V (m/min) die Walzgeschwindigkeit ist. Wenn W = 1,2 m
und V = 1800 mpm ist, ist Q gleich 250 l/min. Daher kann die Strömungsrate
pro Sprühkopf maximal 215 l/min betragen.
In dem Bereich, in dem die Plate-out-Menge nicht gesättigt ist,
wird die Plate-out-Menge Pϕ durch die folgende Gleichung (4) berechnet.
Pϕ = k × (c/100) × &ohgr;&tgr; × (f/100)(4)
wobei c die Konzentration (%) der Emulsion, f die Anhafteffizienz (%) und k ein
Einheits-Umrechnungsfaktor (mg/l) ist. Der Faktor k beträgt obwohl er von der
Art des Öls abhängig differiert, etwa 0,89 bis 0,90 × 106.
Wie in 3 gezeigt, sinkt die Anhafteffizienz
f mit dem Anstieg der Konzentration f der Emulsion ab, so dass die Konzentration
c der Emulsion so niedrig wie möglich gemacht wird. Wie in 1
gezeigt, wird die Anhafteffizienz f vom durchschnittlichen Partikeldurchmesser d
(&mgr;m) der Emulsion beeinflusst, so dass die Beziehung zwischen der Anhafteffizienz
f, der Konzentration c und dem durchschnittlichen Partikeldurchmesser d
durch die folgende Gleichung (5) ausgedrückt wird.
f = F(c, d)(5)
wobei F eine bestimmte Funktion ist.
Die folgende Gleichung (6) wird aus den Gleichungen (2), (4) sowie
(5) erhalten.
c × F(c, d) ≥ Pϕmin/&ohgr;&tgr; × k(6)
Daher muss die Konzentration c und der durchschnittliche Partikeldurchmesser
d der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems die Gleichung (6) erfüllen.
Beispielsweise wird im Falle einer Emulsion mit einer Anhafteffizienz
f, wie sie in 3 gezeigt ist, ein Beispiel der Berechnung
der minimalen Konzentration bei einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser d von
20 &mgr;m wie folgt beschrieben.
Die minimale Plate-out-Menge Pϕmin in der Gleichung (6) wird
durch die folgende Prozedur bestimmt. Zuerst wird die Beziehung zwischen dem Auftreten
von Hitzeriefen und Rattern und der Menge an auf dem Stahlblech anhaftendem Öl
untersucht und der unterste Grenzwert der Menge an auf dem Stahlblech zum Zeitpunkt,
wenn weder Wärmeriefen noch Rattern auftreten, anhaftendem Öl wird als
Plmin (mg/m2) angenommen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Plate-out-Menge
Pϕmin auf der Stahlblech-Oberfläche an der Eintrittsseite des Walzgerüsts
durch Pϕmin = 2 × P1min/1-r) unter der Annahme, dass Walzöl mit
der gleichen Menge wie die Menge von Öl, die auf dem Stahlblech auf der Oberfläche
der Walze an der Zufuhrseite des Walzgerüsts anhaftet, berechnet. In dieser
Berechnung kennzeichnet r eine Reduktionsrate zum Zeitpunkt des Walzens.
Wenn Plmin 300 mg/m2 und r gleich 0,3 betragen, ist Pϕmin
860 mg/m2. Wenn die Zufuhrmenge &ohgr;&tgr; der Emulsion 30% von &ohgr;&tgr;max
beträgt, wird die minimale Konzentration der Emulsion, die die Gleichung (6)
erfüllt, unter Verwendung der Beziehung zwischen der Konzentration c und der
Anhafteffizienz f der Emulsion zum Zeitpunkt, wenn der durchschnittliche Partikeldurchmesser
d 20 &mgr;m ist, wie in 3 gezeigt, auf 10,0% bestimmt.
Auf der anderen Seite wird in dem Falle, in dem die oben beschriebene
Emulsion als Emulsion für ein konventionelles Walzöl-Zufuhrsystem im Rezirkulations-Modus
verwendet wird, eine Scherung aufgebracht, die dazu ausreicht, den durchschnittlichen
Partikeldurchmesser kleiner als 20 &mgr;m einzustellen, wodurch die Emulsion eine
stabile Emulgator-Dispersibilität aufweist und die Konzentration wird auf etwa
1,0 bis 5,0 % eingestellt.
Wie aus diesem Beispiel ersichtlich, ist unter Beachtung der Bedingungen
in den oben beschriebenen Gleichungen (2) bis (6) die Konzentration der Emulsion
des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems höher als die im Fall eines Walzöl-Zufuhrsystems
im Rezirkulations-Modus. Der Sprühdruck des Walzöls zum Zeitpunkt, wenn
die Emulsion zugeführt wird, ist vorzugsweise 0,5 bis 7 kg/cm2.
Ein Druck von 0,5 kg/cm2 ist der minimale Druck für die vom Sprühkopf
zum Besprühen der rückwärtigen Oberfläche des Stahlblechs zugeführten
Emulsion, um die vordere Oberfläche des Stahlblechs zu erreichen. Wenn der
Sprühdruck 7 kg/cm2 übersteigt, kollidiert die Menge an Emulsion
mit der vorderen Oberfläche des Stahlblechs und ein Rattern steigt an, so dass
eine Zerstäubung erhöht wird und die Anhafteffizienz absinkt.
Tatsächlich wurde die Menge an auf dem Stahlblech anhaftendem
Öl im Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung und im konventionellen
Verfahren zum Zuführen von Walzöl im Rezirkulations-Modus durch den Lösungsmittel-Extraktionsprozess
durch Einstellen der Konzentration der Emulsion bei 3,5%, dem durchschnittlichen
Partikeldurchmesser bei 10 &mgr;m und der Zufuhrmenge von Emulsion von den oberen
und unteren Sprühköpfen bei 400 l/min im ersten Walzöl-Zufuhrsystem,
sowie durch Einstellen der Konzentration der Emulsion bei 10%, des durchschnittlichen
Partikeldurchmessers bei 20 µm und der Zufuhrmenge der Emulsion von den oberen
und unteren Sprühköpfen bei 130 l/min im zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
gemessen. Als ein Ergebnis war die Menge an Öl, die auf dem Stahlblech anhaftete,
welche durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
gemessen wurde, bei etwa 40% höher als die im konventionellen Verfahren gemessene.
Dies bedeutet, dass die Anhafteffizienz etwa 12 Mal der im konventionellen Verfahren
entspricht.
Im ersten Walzöl-Zufuhrsystem zum Zuführen von Emulsions-Walzöl
in einem Rezirkulations-Modus wurden Walzöl und Wasser, die in einem Zustand
der Anhaftung auf dem Stahlblech nach außen gebracht wurden
oder durch Verdampfen, Leckage oder scum-out verloren gingen, wieder aufgefüllt,
so dass die Flüssigkeitsmenge und die Konzentration der Emulsion im Tank konstant
gehalten wurde.
Auf der anderen Seite weist die im Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem beinhaltete Emulsion eine höhere Konzentration
auf als diejenige der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems, der Typ und
die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des Emulgators sind jedoch die
gleichen. Daher kann die Emulsion als Make-up-Öl verwendet werden.
Daraufhin ist es in dem Fall, in dem die Menge an Walzöl, die
in dem Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
beinhaltet ist, größer als die Menge an Ölverlust des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
ist, noch wünschenswerter, dass der Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
mit Verdünnungswasser wieder aufgefüllt wird, da die Konzentration der
Emulsion konstant gehalten werden kann. Zu diesem Zeitpunkt steigt die Flüssigkeitsmenge
der Emulsion in dem Tank an, während die Konzentration konstant gehalten wird,
was äquivalent zu der Kompensierung von Ölverlustmenge, die vorab bereitgestellt
wurde, ist.
In dem Fall, in dem die Menge an im Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem beinhalteten Walzöl kleiner als die Menge
an Ölverlust des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist, ist es noch wünschenswerter,
dass der Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems mit Emulsion im Tank des zweiten
Walzöl-Zufuhrsystem sowie mit Verdünnungswasser wieder aufgefüllt
wird, da die Konzentration der Emulsion konstant gehalten werden kann.
Die Wiederauffüllungsmenge W (l/min) an Verdünnungswasser
und die Wiederauffüllungsmenge q2 (l/min) an Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
werden basierend auf den folgenden Gleichungen (8) bis (12) gemäß der
Ölanstiegsmenge &Dgr;Q0 (l/min), die durch die folgende Gleichung (7) ausgedrückt
wird, in der die Menge an Ölverlust des ersten Walzöl-Zufuhrsystems von
der Ölmenge der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, welche im ersten
Walzöl-Zufuhrsystem in einem Rezirkulations-Modus beinhaltet ist, subtrahiert
wird, bestimmt.
&Dgr;Q0 = (c/100) × (1 – f/100) × q1 – Q10(7)
&Dgr;Qw = (1 – c/100) × q1 – Q1w(8)
Wenn &Dgr;Q0 ≥ 0,
W = (100/c – 1) × &Dgr;Q0 – &Dgr;Qw(9)
Wenn &Dgr;Q0 < 0 und &Dgr;QE ≤ 0,
q2 = &Dgr;Q0 × 100/c(10)
W = –&Dgr;Q0 × 100/co – q2 – &Dgr;Qw(11)
Wenn &Dgr;Q0 < 0 und &Dgr;QE > 0,
W = [(c/co – 1) + c/100 × f/100 × (1 – 100/co)] × q1(12)
wobei &Dgr;Qw (l/min) die Wasseranstiegmenge des ersten Walzöl-Zufuhrsystems,
Ql0 (l/min) die Ölverlustmenge des ersten Walzöl-Zufuhrsystems, Qlw (l/min)
die Wasserverlustmenge des ersten Walzöl-Zufuhrsystems, &Dgr;QE (1) eine
Abweichung von einem feststehenden Niveau der Flüssigkeitsmenge der Emulsion
in dem Tank, q1 (l/min) die Zufuhrmenge an Emulsion vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
zu einem Stahlblech und c0 (%) die Konzentration der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
sind.
Unter Verwendung eines solchen Wiederauffüllungsverfahrens kann
die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems effektiv verwendet werden, inklusive
der Verwendung für die Wiederauffüllung von unzureichendem Öl im
ersten Walzöl-Zufuhrsystem, so dass der Einheitsverbrauch an Walzöl wie
im konventionellen Walzöl-Zufuhrverfahren im Rezirkulations-Modus abgesenkt
werden kann. Ebenso kann in dem Falle, in dem die Schmierung und die Abkühlung
durch das erste Walzöl-Zufuhrsystem ausgeführt wird, das zweite Walzöl-Zufuhrsystem
dazu verwendet werden, die Ölverlustmenge des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
zu kompensieren. Zu diesem Zeitpunkt wird die Wiederauffüllungsmenge der Emulsion
und des Verdünnungswassers im zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
basierend auf den Gleichungen (10) und (11) unter der Annahme, dass &Dgr;Q0 =
-Ql0 und &Dgr;Qw = -Qlw sind, bestimmt.
Beispiel 1
8 zeigt ein Beispiel eines Verfahrens zum Zuführen
von Walzöl für das Kaltwalzen in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung.
In diesem Verfahren sind vierte und fünfte Walzgerüste eines
Tandem-Kaltwalzwerks, welches insgesamt aus fünft Walzgerüsten mit einem
ersten Walzöl-Zufuhrsystem in einem konventionellen Rezirkulations-Modus besteht,
mit dem zweiten Walzöl-Zufuhrsystem versehen. Die Schmierung und die Abkühlung
der ersten bis dritten Walzgerüste wird durch das erste Walzöl-Zufuhrsystem
erreicht, die Schmierung des vierten und fünften Walzgerüsts wird durch
das zweite Walzöl-Zufuhrsystem erreicht und die Abkühlung des vierten
und fünften Walzgerüsts wird durch das erste Walzöl-Zufuhrsystem
erreicht. Der Grund für diese Bereitstellung des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
an den vierten und fünften Walzgerüsten ist der wie oben beschriebene,
dass an den stromabwärtigen Walzgerüsten die Walzgeschwindigkeit höher
ist und daher die Walzbelastung höher ist, da die Blechdicke klein ist, so
dass die Schmierung leichter unzureichend werden kann.
Heißes Wasser, für das Walzöl gespeichertes Öl
und ein Emulgator werden von jeweiligen Tanks 2, 3 und
4 zu einem Emulsionstank 1 durch Zufuhrpumpen 5a,
5b und 5c zugeführt, während die Wiederauffüllungsmenge
durch die Strömungsregulierungsventile 6a, 6b und
6c so gesteuert wird, dass eine vorab bestimmte Ölkonzentration oder
eine Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl bereitgestellt wird. Die Konzentration
der Emulsion in dem Tank 1 bis 4 beträgt 15% und die Konzentration
des Emulgators in Bezug auf die Menge an Öl ist gleich der im ersten Walzöl-Zufuhrsystem.
Der durchschnittliche Partikeldurchmesser im Tank 1 wird so durch die Rotationsgeschwindigkeit
eines Betätigers 7 so gesteuert, dass er 30 bis 50 µm beträgt.
Die Temperatur der Emulsion ist gleich der im ersten Walzöl-Zufuhrsystem.
Die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems wird zur vorwärtigen
und rückwärtigen Oberfläche eines Stahlblechs 21 durch Sprühköpfe
10a und 10b mittels einer Pumpe 8 befördert, nachdem
es durch eine Walzöl-Zufuhrleitung 9 hindurch verlief. Der durchschnittliche
Partikeldurchmesser der Emulsion wird zu diesem Zeitpunkt durch die Scherung an
der Pumpe 8 und der Düse der Sprühköpfe 10a und
10b auf 20 bis 40 µm abgesenkt. Die Zufuhrmenge wird maximal auf 215
l/min pro Sprühkopf eingestellt und wird in Übereinstimmung mit der Größe
und des Typs des Stahlblechs gesteuert.
Diejenige Emulsion, die nicht auf dem Stahlblech 21 anhaftet,
nachdem sie auf das Stahlblech 21 aufgesprüht wurde, wird mittels
einer Wiedergewinnungs-Ölwanne 17b zusammen mit der zur Kühlung
rezirkulierenden Emulsion wiedergewonnen und zu einem Tank 13b des ersten
Walzöl-Zufuhrsystems durch eine Rückführleitung 27b gesendet.
Danach wird die Emulsion mittels eines Betätigers 18, der in dem Tank
13b vorgesehen ist, betätigt und auf dem gleichen Partikeldurchmesser
wie die Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems feiner pulverisiert, wodurch
eine Emulsion mit einer stabilen Emulgator-Dispersibilität bereitgestellt wird.
9 zeigt die Partikeldurchmesser-Verteilung der Emulsion
in dem Tank 13b des ersten Walzöl-Zufuhrsystems in dem Falle, in dem
das zweite Walzöl-Zufuhrsystem verwendet wird (•) und in dem Fall, in
dem sie nicht verwendet wird (0).
Da die Partikeldurchmesser-Verteilung der Emulsion in dem Tank
13b in dem Fall, in dem das zweite Walzöl-Zufuhrsystem verwendet wird,
mit der in dem Fall übereinstimmt, in dem diese nicht verwendet wird, und somit
wird die Emulgator-Dispersibilität des ersten Walzöl-Zufuhrsystems beibehalten.
Die Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems wird in einem Tank
13a für die ersten bis dritten Walzgerüste und dem Tank
13b für die vierten und fünften Walzgerüste gespeichert
und wird durch die Betätiger 18 betätigt, durch die eine stabile
Emulsion mit kleinen Partikeldurchmessern bereitgestellt wird. Der durchschnittliche
Partikeldurchmesser der Emulsion beträgt 8 bis 15 µm, wenn ein Emulgator
der Art einer kationischen Dispersion verwendet wird, und beträt manchmal 10
µm oder kleiner, wenn ein Emulgator anders als der oben beschriebene Typ verwendet
wird. Ebenso beträgt die Konzentration der Emulsion üblicherweise 1 bis
4%. Die Temperatur der Emulsion beträgt 55 bis 70 °C, wenn Rintertalg
als Basisöl verwendet wird, und ist manchmal niedriger als die oben beschriebene
Temperatur, wenn ein synthetisches, auf Ester basierendes Walzöl verwendet
wird. Die Emulsion in den Tanks 13a und 13b wird zu den Walzöl-Zufuhrleitungen
15a und 15b mittels Pumpen 14a und 14b zugeführt.
An den ersten bis dritten Walzgerüsten, bei denen die Schmierung
durch das erste Walzöl-Zufuhrsystem durchgeführt wird, wird die Emulsion
von den Sprühköpfen 19a und 19b auf den Walzspalt hin
gesprüht. Die Zufuhrmenge an Emulsion beträgt 1000 bis 2000 l/min an jedem
Sprühkopf. An der Zufuhrseite jedes der ersten bis fünften Walzgerüste
wird die Emulsion vom Kühlemulsions-Zufuhrsystem 20 auf das Stahlblech
21, eine Arbeitswalze 22 sowie eine Stützwalze
23 hin gesprüht. Die Zufuhrmenge an Emulsion beträgt 100 bis
2000 l/min an jedem Sprühkopf. Anschließend wird die Emulsion durch Wiedergewinnungs-Ölwannen
17a und 17b wiedergewonnen und zu den Tanks 13a und
13b durch Rückführleitungen 27a und 27b zurückgeführt.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung,
wie es in 8 gezeigt ist, wurde ein Basismaterial für
eine harte Zinnplatte mit einer Dicke von 1,8 mm und einer Breite von 900 mm auf
eine Dicke von 0,18 mm gewalzt und ein Basismaterial für eine weiche Zinnplatte
mit einer Dicke von 2,3 mm und einer Breite von 1000 Merkmal wurde auf eine Dicke
von 0,20 mm unter den Walzöl-Zufuhrbedingungen gewalzt, die im Folgenden beschrieben
werden, während die Geschwindigkeit verändert wurde und das Auftreten
von Rattern und Hitzeriefen überprüft wurde.
Als Basisöl für das Walzöl wurde Rindertalg (Viskosität
bei 40 °C: 45 cSt) verwendet. Als Emulgator wurde ein kationischer Emulgator
verwendet. Die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl und die Temperatur
des Emulgators der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems wurden, wie im
ersten Walzöl-Zufuhrsystem, bei 0,6% bzw. 60 °C eingestellt, und die Konzentration
der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems wurde bei 10% eingestellt. Der
Partikeldurchmesser der durch die Pumpe und die Kopfdüse einer Scherung unterworfenen
Emulsion wurde bei 20 µm eingestellt. Der durchschnittliche Partikeldurchmesser
im Tank des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems wurde bei 30 µm eingestellt und
die Zufuhrmenge der Emulsion wurde bei 100 l/min am vierten Walzgerüst und
bei 130 l/min beim fünften Walzgerüst eingestellt. Die Schmierung der
anderen Walzgerüste und die Kühlung sämtlicher Walzgerüste wurde
durch Verwendung einer Emulsion mit einer Konzentration von 3,5% und einem durchschnittlichen
Partikeldurchmesser von 10 µm des ersten Walzöl-Zufuhrsystems erreicht.
Zum Vergleich wurde die gleiche Untersuchung ebenso in dem Fall ausgeführt,
in dem das Walzen durch ein konventionelles Verfahren ausgeführt wurde, bei
dem die Schmierung der vierten und fünften Walzgerüste durch das erste
Walzöl-Zufuhrsystem erreicht wurde. In diesem Fall wurde die Zufuhrmenge der
Emulsion bei 2500 l/min am vierten Walzgerüst und bei 4000 l/min am fünften
Walzgerüst eingestellt.
Wie in Tabelle 5 angegeben, kann dann, wenn ein Basismaterial für
eine harte Zinnplatte durch ein Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung gewalzt wird, die Walzgeschwindigkeit auf 2100 mpm ohne Auftreten von
Rattern oder Hitzeriefen angehoben werden. Auf der anderen Seite tritt durch das
konventionelle Verfahren das Rattern bei einer Walzgeschwindigkeit von 1500 mpm
auf und die Walzgeschwindigkeit kann nicht weiter erhöht werden.
Tabelle 5
O: Weder Hitzeriefen noch Rattern traten auf
·: Rattern tritt ein
·: Walzen ist unmöglich
10 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Menge an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl in dem Falle, in dem ein
Basismaterial für eine harte Zinnplatte gewalzt wird. Die Menge an auf dem
Stahlblech haftendem Öl ist ein Wert, der durch eine Mittlung der Mengen an
auf der Oberfläche und der Rückseite mittels eines Lösungsmittel-Extraktionsprozesses
bestimmter Mengen ermittelt wird.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
kann eine konstante Menge an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl dauerhaft
auch bei Hochgeschwindigkeitswalzung erreicht werden, die Menge an auf einem Stahlblech
anhaftendem Öl sinkt jedoch bei dem konventionellen Verfahren stark dann ab,
wenn das Walzen bei einer Geschwindigkeit von höher als 800 Mikroprägemuster
durchgeführt wird.
11 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten des fünfsten Walzgerüsts in dem Fall, in dem
ein Basismaterial für eine harte Zinnplatte gewalzt wird.
Korrespondierend zu den in 10 gezeigten
Ergebnissen erhöht sich bei dem Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung der Reibkoeffizient des fünften Walzgerüsts nicht und somit
tritt eine Verkürzung der Schmierung auch bei Hochgeschwindigkeits-Walzung
nicht ein.
12 zeigt die Verteilung der Walzgeschwindigkeiten,
die in der Lage sind, ein Basismaterial für eine harte Zinnplatte zu walzen.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
beträgt die durchschnittliche Walzgeschwindigkeit 1700 mpm, was einen verglichen
mit den durchschnittlichen Walzgeschwindigkeiten von 1359 mpm im konventionellen
Verfahren stark erhöhte Wert darstellt.
Tabelle 6 zeigt ein Ergebnis, das dann erzielt wird, wenn ein Basismaterial
für eine weiche Zinnplatte gewalzt wird. Durch das Verfahren in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung kann die Walzgeschwindigkeit auf 2100 mpm ohne Auftreten
von Hitzeriefen erhöht werden. Auf der anderen Seite tritt beim konventionellen
Verfahren eine Hitzeriefe bei einer Walzgeschwindigkeit von 1700 mpm ein und der
Grad an Hitzeriefen wird dann bemerkbar, wenn das Walzen bei einer Geschwindigkeit
höher als 1700 mpm durchgeführt wird.
Tabelle 6
O: Weder Hitzeriefen noch Rattern traten auf
&Dgr;: Leichtes Rattern tritt auf
·: Deutliche Hitzeriefen treten auf
13 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Menge an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl in dem Falle, in dem ein
Material für eine weiche Zinnplatte gewalzt wird.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
kann eine konstante Menge an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl dauerhaft
auch beim Hochgeschwindigkeits-Walzen erreicht werden, jedoch sinkt bei dem konventionellen
Verfahren die Menge an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl deutlich dann ab,
wenn das Walzen bei einer Geschwindigkeit von mehr als 800 mpm durchgeführt
wird.
14 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten des fünften Walzgerüsts in dem Fall, in dem
ein Basismaterial für eine weiche Zinnplatte gewalzt wird.
In Übereinstimmung mit dem in 13
gezeigten Ergebnis steigt bei dem Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung der Reibkoeffizient des fünften Walzgerüsts nicht an und somit
tritt eine Verkürzung der Schmierung auch bei Hochgeschwindigkeits-Walzen nicht
auf.
15 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Temperatur eines Stahlblechs an der Zufuhrseite des fünften Walzgerüsts
in dem Fall, in dem ein Basismaterial für eine weiche Zinnplatte gewalzt
wird.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
wird der Anstieg der Temperatur dann beschränkt, wenn das Walzen bei einer
Hochgeschwindigkeit verglichen mit dem konventionellen Verfahren durchgeführt
wird, wobei dieses Ergebnis mit dem oben beschriebenen Ergebnis übereinstimmt,
dass es unwahrscheinlicher ist, dass eine Hitzeriefe auftritt. Der Grund hierfür
ist der in 14 gezeigte, dass der Anstieg des Reibkoeffizienten
in dem Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung beschränkt
ist.
16 zeigt die Verteilung der Walzgeschwindigkeiten,
die in der Lage sind, ein Basismaterial für eine weiche Zinnplatte zu walzen.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
beträgt die durchschnittliche Walzgeschwindigkeit 1900 mpm, was verglichen
mit der durchschnittlichen Walzgeschwindigkeit von 1550 mpm im konventionellen Verfahren
einen deutlich verbesserten Wert darstellt.
Beispiel 2
17 zeigt ein anderes Beispiel eines Verfahrens zur
Zufuhr von Walzöl zum Kaltwalzen in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung.
In diesem Verfahren ist eine Walzöl-Zufuhrleitung 11
zusätzlich in dem in 8 gezeigten Verfahren vorgesehen,
so dass die Emulsion von dem zweiten Walzöl-Zufuhrsystem zu den Tanks
13a und 13b des ersten Walzöl-Zufuhrsystems zugeführt
werden kann. Ebenso ist eine Verdünnungswasser-Zuführleitung
16 so vorgesehen, dass das Verdünnungswasser wieder von dem Heißwassertank
2 zu den Tanks 13a und 13b des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
zugeführt werden kann.
Eine Berechnungsvorrichtung 24b berechnet die Zufuhrmenge
an von dem Tank 1 des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems zu dem Tank
13b des ersten Walzöl-Zufuhrsystems zugeführter Emulsion und
die Wiederauffüllmenge des Verdünnungswassers.
18 zeigt ein Diagramm für diese Kalkulation. Die
Zufuhrmenge q1 der an dem vierten und fünften Walzgerüst vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
aufgesprühten Emulsion wird mit einem Strömungsmeter 25 gemessen.
Die Zufuhrmenge q2 der von dem Tank 1 zugeführten Emulsion und die
Wiederauffüllmenge W des Verdünnungswassers werden unter Verwendung der
oben beschriebenen Gleichung (7) bis (12) berechnet. Basierend auf den Berechnungsergebnissen
werden die Strömungssteuerungsventile 12b und 26b geregelt.
Beispielsweise betragen dann, wenn die Konzentration der Emulsion
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems für die vierten und fünften Walzgerüste
2,5% beträgt, die Ölverlustmenge und die Wasserverlustmenge 1,4 l/min
bzw. 18,4 l/min, die Konzentration der Emulsion im Tank 1 des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
ist 10% und die Anhafteffizienz der Emulsion beträgt 30% unter der Annahme,
dass die Zufuhrmengen an zu einem Stahlblech zugeführter Emulsion 20 l/min
und 30 l/min an den vierten und fünften Walzgerüsten beträgt, die
Füllanstiegmenge des ersten Walzöl-Zufuhrsystems &Dgr;Q0 beträgt
2,1 l/min gemäß Gleichung (7), was bedeutet, dass &Dgr;Q0 > 0 ist.
Somit wird ausschließlich Verdünnungswasser wieder zugeführt, um
die Konzentration des ersten Walzöl-Zufuhrsystems bestehen zu lassen. Die Wiederauffüllmenge
W des Verdünnungswassers wird durch die Gleichung (9) auf 55,3 l/min bestimmt.
Ebenso beträgt unter der Annahme, dass die Zufuhrmengen an auf ein Stahlblech
zugeführter Emulsion an den vierten und fünften Walzgerüsten 5 l/min
bzw. 13 l/min beträgt, die Ölanstiegmenge des erste Walzöl-Zufuhrsystems
&Dgr;Q0 = –0,14 l/min gemäß Gleichung (7), was bedeutet, dass
&Dgr;Q0 < 0 ist. Somit wird die Zufuhr von Walzöl zum ersten Walzöl-Zufuhrsystem
erforderlich. Wenn die Flüssigkeitsmenge der Emulsion in dem Tank des ersten
Walzöl-Zufuhrsystems konstant gehalten wird (&Dgr;QE = 0), werden die Emulsion
des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems sowie Verdünnungswasser zugeführt.
Aus den Gleichungen (10) sowie (11) werden die Zufuhrmenge q2 der Emulsion und die
Wiederauffüllmenge des Verdünnungswassers auf 1,4 l/min bzw. 6,4 l/min
bestimmt.
Wenn die Flüssigkeitsmenge der Emulsion in dem Tank größer
als das feststehende Niveau ist (&Dgr;QE > 0), wird nur Verdünnungswasser
wiederaufgefüllt. Die Wiederauffüllmenge W des Verdünnungswassers
wird durch die Gleichung (12) auf 33,0 l/min bestimmt.
Eine Berechnungsvorrichtung 24a berechnet die Zufuhrmenge
an von dem Tank 1 des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems zu dem Tank
13a des ersten Walzöl-Zufuhrsystems zugeführter Emulsion sowie
die Wiederauffüllmenge des Verdünnungswassers. Die Zufuhrmenge
q2 der von dem Tank 1 zugeführten Emulsion sowie die Wiederauffüllmenge
W des Verdünnungswassers werden unter Verwendung der Gleichungen (10) bis (11)
berechnet und basierend auf dem Berechnungsergebnis werden die Strömungssteuerungsventile
12a und 26a geregelt. Hierdurch wird das Öl in dem Tank
13a des ersten Walzöl-Zufuhrsystems wiederaufgefüllt.
Beispielsweise sind dann, wenn die Konzentration der Emulsion des
ersten Walzöl-Zufuhrsystems für die ersten bis dritten Walzgerüste
2,5% beträgt, die Ölverlustmenge und die Wasserverlustmenge 0,6 l/min
bzw. 7,9 l/min, die Konzentration der Emulsion in dem Tank 1 des zweiten
Walzöl-Zufuhrsystems beträgt 10% und die Anhafteffizienz der Emulsion
beträgt 30%, die Wiederauffüllmenge W des Verdünnungswassers beträgt
25,9 l/min und die Zufuhrmenge q2 der von dem zweiten Walzöl-Zufuhrsystem zugeführten
Emulsion beträgt 6 l/min.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung,
wie es in 17 gezeigt ist, wurde ein Basismaterial für
eine Zinnplatte mit einer Dicke von 1,8 bis 2,0 mm und einer Breite von 800 bis
1200 mm auf eine Dicke von 0,16 bis 0,25 mm unter den unter beschriebenen Walzöl-Zufuhrbedingungen
gewalzt und der Einheitsverbrauch des Walzöls wurde untersucht.
Als Basisöl für das Walzöl wurde Rindertalg (Viskosität
bei 40 °C: 45 cSt) verwendet. Als Emulgator wurde ein kationischer Emulgator
verwendet. Die Konzentration der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
wurde bei 10% eingestellt und dessen durchschnittlicher Partikeldurchmesser wurde
bei 20 µm eingestellt. Die Konzentration der Emulsion im ersten Walzöl-Zufuhrsystem
wurde bei 3% eingestellt und deren durchschnittlicher Partikeldurchmesser wurde
bei 9 µm eingestellt. Die Temperaturen der Emulsion des ersten und zweiten
Walzöl-Zufuhrsystems sowie die Konzentration der Emulgatoren in Bezug auf die
Menge an Öl wurden zueinander gleich bei 60 °C bzw. 0,6% eingestellt.
Zu diesem Zeitpunkt wurde die Zufuhrmenge der Emulsion, die vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
zugeführt wurde, gemäß der Dicke nach dem Walzen verändert.
Die Zufuhrmengen an den vierten und fünften Walzgerüsten wurde bei 100
l/min bzw. 130 l/min eingestellt, wenn die Blechdicke 0,16 bis 0,2 mm beträgt,
und bei 5 l/min bzw. 13 l/min, wenn die Blechdicke 0,20 bis 0,25 mm betrug.
Zum Vergleich wurden die gleichen Untersuchungen ebenfalls in dem
Fall durchgeführt, bei dem das Walzen durch das konventionelle Verfahren ausgeführt
wurde, indem die Schmierung der vierten und fünften Walzgerüste durch
das erste Walzöl-Zufuhrsystem erreicht wird. In diesem Fall wurde die Zufuhrmenge
der Emulsion bei 3000 l/min an dem vierten Walzgerüst und bei 4000 l/min am
fünften Walzgerüst eingestellt.
Wie in Tabelle 7 angegeben, kann in dem Verfahren in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung der Einheitsverbrauch des Walzöls verglichen
mit dem konventionellen Verfahren abgesenkt werden. Der Grund hierfür ist der,
dass in dem Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung die
Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems effektiv als Make-up-Öl für
die Kompensation des Ölverlusts des ersten Walzöl-Zufuhrsystems verwendet
werden kann, und die Zufuhrmenge der Emulsion verglichen mit dem konventionellen
Verfahren so abgesenkt werden kann, dass die Menge an Ölverlust aufgrund von
Rauch und dergleichen abgesenkt werden kann.
Tabelle 7
Zweite Ausführungsform
Die 19A und 19B
zeigen die Beziehung zwischen der Konzentration an Emulgator in Bezug auf die Menge
an Öl und dem durchschnittlichen Partikeldurchmesser der Emulsion.
19A zeigt ein Beispiel, in dem Rindertalg als Walzöl
verwendet wird, und ein kationisches Dispergiermittel als Emulgator verwendet wird.
19B zeigt ein Beispiel, in dem ein synthetisches, auf
Ester basierendes Öl als Walzöl verwendet wird und ein nichtionischer
Emulgator als Emulgator verwendet wird. Die Emulsion wird vollständig einer
mechanischen Betätigung und Scherung unterworfen.
In beiden Fällen steigt der durchschnittliche Partikeldurchmesser
der Emulsion mit Absenken der Konzentration des Emulgators in Bezug auf die Menge
an Öl an. Ebenso erhöht, da die Anhafteffizienz der Emulsion mit einem
ansteigenden durchschnittlichen Partikeldurchmesser der Emulsion wie in
1 gezeigt ansteigt, das Absinken der Konzentration
des Emulgators in Bezug auf die Menge an Öl die Anhafteffizienz der Emulsion
an, wodurch die Schmier-Eignung verbessert wird.
Daher kann dann, wenn ein erstes Walzöl-Zufuhrsystem zur Zufuhr
von Emulsions-Walzöl zu der Walze und einem zu walzenden Stahlblech sowie ein
zweites Walzöl-Zufuhrsystem zum Zuführen von Emulsions-Walzöl zu
den vorderen und hinteren Oberflächen eines zu walzenden Stahlblechs bereitgestellt
werden, und ein Emulgator mit einer Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl
niedriger als der Emulgator des ersten Walzöl-Zufuhrsystems hinzugefügt
werden und Emulsion mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von mehr als
der der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems, vorzugsweise 20 µm oder
größer, zugeführt werden, eine außergewöhnliche Schmier-Eignung
wie in der ersten Ausführungsform erreicht werden.
Um die Stabilität der Emulsions-Dispersion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
beizubehalten, ist es jedoch notwendig, dass die Emulsion wieder aufgefangen wird,
bevor die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, die nicht auf einem zu
walzenden Stahlblech anhaftete, mit der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
verbunden wird, und ein Emulgator der gleichen Art wie im ersten Walzöl-Zufuhrsystem
hinzugegeben wird, so dass die gleiche Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl
wie im ersten Walzöl-Zufuhrsystem erreicht wird, und eine mechanische Betätigung
aufgebracht wird. Hierdurch wird die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
feiner auf den gleichen Partikeldurchmesser wie die Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
pulverisiert, wodurch eine Emulsion mit einer stabilen Emulsions-Dispergierbarkeit
bereitgestellt wird.
Zu diesem Zeitpunkt wird die Menge qe (l/min) des hinzugegebenen Emulgators
basierend auf der folgenden Gleichung (13) bestimmt.
qe = ql × (l1 – f/100) × c/100 × (ceo – ce)/100(13)
wobei ceo (%) die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des Emulgators
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist und ce (%) die Konzentration in Bezug auf
die Menge an Öl des Emulgators des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems ist.
Der Emulgator kann unter Verwendung des folgenden Verfahrens hinzugegeben
und betätigt werden:
(1) Ein Verfahren, bei dem der Emulgator in den Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
gegeben wird und die Rotationsgeschwindigkeit des Betätigers im Tank angehoben
wird, wodurch die Emulsion betätigt wird.
(2) Ein Verfahren, in dem die Emulgatoren auf halber Position einer Rückführröhre,
die von der Ölwanne zur Wiedergewinnung der Emulsion zum Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
verläuft, gegeben wird und eine Öffnung sowie eine Betätigungspumpe
auf halber Position der Röhre vorgesehen sind, um die Emulsion zu betätigen.
(3) Ein Verfahren, in dem der Emulgator in die Ölwanne zur Wiedergewinnung
der Emulsion gegeben wird, und eine Öffnung sowie eine Betätigungspumpe
auf halber Position einer Rückführröhre vorgesehen sind, die von
der Ölwanne zum Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems verläuft, um
die Emulsion zu betätigen.
(4) Ein Verfahren, in dem ein Puffertank zur Wiedergewinnung entfernt vom Tank
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems vorgesehen ist, und in dem Puffertank der Emulgator
zur wiedergewonnenen Emulsion hinzugegeben wird und ein Betätiger dazu vorgesehen
ist, die Emulsion zu betätigen.
Die Emulsion, die nachdem sie auf ein Stahlblech vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
aufgesprüht wurde, wiedergewonnen wurde, weist eine Konzentration auf, die
höher als diejenige der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist,
und der Emulgator wird so hinzugegeben, dass die Konzentration des Emulgators in
Bezug auf die Menge an Öl und den durchschnittlichen Partikeldurchmesser der
Emulsion gleich der in dem Falle des ersten Walzöl-Zufuhrsystems sind, so dass
die wiedergewonnene Emulsion als Make-up-Öl verwendet werden kann.
Daher ist in dem Falle, in dem die Menge an in dem Tank des ersten
Walzöl-Zufuhrsystems vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem eingeschlossenen
Öl größer als die Menge an Ölverlust des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
ist, es vorteilhaft, dass der Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems mit Verdünnungswasser
wieder aufgefüllt wird, da die Konzentration der Emulsion konstant gehalten
werden kann. Zu diesem Zeitpunkt steigt die Flüssigkeitsmenge
der Emulsion in dem Tank an, während eine feste Konzentration beibehalten wird,
was äquivalent zur Kompensation an vorab bereitgestellter Ölverlustmenge
ist.
In dem Fall, in dem die Menge an in dem Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem beinhalteten Öls die Menge an Ölverlust
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems übersteigt und die Flüssigkeitsmenge
der Emulsionen im Tank ein feststehendes Niveau übersteigt, kann die Konzentration
der Emulsion nur durch Wiederauffüllung von Verdünnungswasser konstant
gehalten werden.
Auf der anderen Seite kann in dem Falle, in dem die Menge an in dem
Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem beinhalten
Öls kleiner als die Menge an Ölverlust des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
ist und die Flüssigkeitsmenge der Emulsion in dem Tank nicht ein feststehendes
Niveau übersteigt, die Konzentration der Emulsion durch die Wiederauffüllung
des Tanks des ersten Walzöl-Systems kann mit der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
konstant gehalten werden, zu dem der Emulsion so hinzugegeben wird, dass die Konzentration
des Emulgators in Bezug auf die Menge an Öl gleich der der Emulsion des ersten
Walzöl-Zufuhrsystems ist, sowie die von Verdünnungswasser.
Zu diesem Zeitpunkt wird die Menge qe an hinzugegebenem Emulgator
durch die folgende Gleichung (14) ausgedrückt.
qe = q2 × c/100 × (ceo – ce)/100(14)
Die Konzentration, Zufuhrmenge und Wiederauffüllmenge der Emulsion
im zweiten Walzöl-Zufuhrsystem und die Wiederauffüllmenge des Verdünnungswassers
werden auf die gleiche Weise wie in der ersten Ausführungsform bestimmt.
Beispiel 3
20 zeigt ein noch anderes Beispiel eines Verfahrens
zur Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung. In dieser Figur sind wie im Falle der 8
die vierten und fünften Walzgerüste Teile einer Tandem-Kaltwalzstraße,
die insgesamt aus fünf Walzgerüsten besteht, die ein erstes Walzöl-Zufuhrsystem
in einem Rezirkulations-Modus aufweisen und die mit dem zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
versehen sind.
In dem in 20 gezeigten Beispiel wird
die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, zu dem ein Emulgator mit einer
niedrigen Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl hinzugegeben wurde, welche
nicht an dem Stahlblech 21 anhaftete, in einem Betätigungstank
27 wiedergewonnen, bevor es mit der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
verbunden wird. In dem Betätigungstank 27 wird ein Emulgator so hinzugegeben,
dass dessen Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl gleich der des Emulgators
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist, und die Emulsion wird betätigt. Insbesondere
wird die Emulsion, die nicht auf dem Stahlblech 21 anhaftete, in dem Betätigungstank
27 über eine Wiedergewinnungs-Ölwanne 17b sowie eine
Rückführleitung 30b zusammen mit der Emulsion für die Kühlung,
die rezirkuliert wird, wiedergewonnen. Der Emulgator mit einer Menge, die durch
die oben beschriebene Gleichung (13) bestimmt wurde, wird durch die Öffnungssteuerung
eines Ventils 29 hinzugegeben und die Emulsion wird zusätzlich mittels
eines Betätigers 18 betätigt. Danach wird die Emulsion zum Tank
13b des ersten Walzöl-Zufuhrsystems über eine Pumpe
28 geschickt und wird mit der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
verbunden.
Die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des zur Emulsion
des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems hinzugegebenen Emulgators beträgt beispielsweise
dann 0,005 bis 0,2%, wenn ein Emulgator einer Art eines kationischen Dispergators
verwendet wird und die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des ersten
Walzöl-Zufuhrsystems beträgt 0,5%.
Die Menge an zu der wiedergewonnenen Emulsion im Betätigungstank
27 hinzugegebenen Emulgators beträgt beispielsweise 8,4 cc/min, wenn
die Konzentration der Emulsion und die Konzentration des Emulgators in Bezug auf
die Menge an Öl des ersten Walzöl-Zufuhrsystems 2,5% bzw. 0,5% betragen,
die Konzentration der Emulsion und die Konzentration des Emulgators in Bezug auf
die Menge an Öl des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems sind 10% bzw. 0,1% und
die Zufuhrmengen der Emulsion, die zum Stahlblech an den vierten und fünften
Walzgerüsten zugegeben wurde, beträgt 20 l/min bzw. 30 l/min.
Um den Emulgator zur wiedergewonnenen Emulsion hinzuzugeben und die
Emulsion zu betätigen, kann ebenso das nachfolgende Verfahren verwendet werden.
(1) Nachdem die wiedergewonnene Emulsion mit der Emulsion in den Tanks
13a und 13b des ersten Walzöl-Zufuhrsystems verbunden wurde,
wird der Emulgator hinzugegeben und die Drehgeschwindigkeit des Betätigers
18 wird erhöht.
(2) Wie in 21 gezeigt, wird der Emulgator auf einer
halben Position der Rückführleitung 30b, die von der Wiedergewinnungs-Ölwanne
17b verläuft, vom Tank 4 durch eine Röhre
32 und ein Ventil 33 hinzugegeben und eine Scherung wird mittels
einer Betätigungspumpe 34, die auf halber Position der Rückführleitung
vorgesehen ist, auf die Emulsion aufgebracht.
(3) Wie in 22 gezeigt, wird der Emulgator vom Tank
4 durch die Röhre 32 und das Ventil 33 in die Wiedergewinnungs-Ölwanne
17b hinzugegeben und eine Scherung wird durch die Betätigungspumpe
34, die auf halber Position der Rückführleitung 30b
vorgesehen ist, auf die Emulsion aufgegeben.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung,
wie es in 20 gezeigt ist, wurde ein Basismaterial für
eine harte Zinnplatte mit einer Dicke von 1,8 mm und eine Breite von 900 mm auf
eine Dicke von 0,18 mm gewalzt und ein Material für eine weiche Zinnplatte
mit einer Dicke von 2,3 mm und einer Breite von 1000 mm wurde auf eine Dicke von
0,2 mm und den Walzöl-Zufuhrbedingungen, die im Folgenden beschrieben werden,
gewalzt, während die Geschwindigkeit verändert wurde und das Auftreten
von Rattern und Hitzeriefen untersucht wurde.
Als Basisöl für das Walzöl wurde Rindertalg (Viskosität
bei 40 °C: 45 cSt) verwendet. Als Emulgator wurde ein kationischer Emulgator
verwendet. Die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl und die Abkühltemperatur
des Emulgators der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems wurden bei 0,1
bzw. 60 °C eingestellt und die Konzentration der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
wurde bei 10% eingestellt. Der Partikeldurchmesser der der Scherung durch die Pumpe
und die Kopfdüse unterworfenen Emulsion wurde bei 20 µm eingestellt. Die
Zufuhrmenge der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems wurde am vierten
Walzgerüst auf 100 l/min und am fünften Walzgerüst auf 130 l/min
eingestellt. Die Schmierung an den anderen Walzgerüsten und die Abkühlung
sämtlicher Walzgerüste wurde durch das erste Walzöl-Zufuhrsystem
ausgeführt und deren Emulsion hatte eine Konzentration von 3,5% und einen durchschnittlichen
Partikeldurchmesser von 10 µm, und der Emulgator hatte eine Konzentration in
Bezug auf die Menge an Öl von 0,6%.
Zum Vergleich wurde die gleiche Untersuchung ebenfalls in dem Fall
ausgeführt, in dem das Walzen durch das konventionelle Verfahren ausgeführt
wurde, bei dem die Schmierung der vierten und fünften Walzgerüste durch
das erste Walzöl-Zufuhrsystem erreicht wird. In diesem Fall wurde die Zufuhrmenge
der Emulsion am vierten Walzgerüst auf 2500 l/min und am fünften Walzgerüst
auf 4000 l/min eingestellt.
In dem Fall, in dem ein Basismaterial für ein harte Zinnplatte
gewalzt wird, wie dies in der ersten Ausführungsform, wie sie in
5 gezeigt ist, durchgeführt wurde, kann bei Anwendung
des Verfahrens in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung die Walzgeschwindigkeit
auf 2100 mpm ohne Auftreten von Rattern oder Hitzeriefen durchgeführt werden.
Auf der anderen Seite tritt beim konventionellen Verfahren das Rattern bei einer
Walzgeschwindigkeit von 1500 mpm auf und die Walzgeschwindigkeit kann nicht weiter
erhöht werden.
In dem Fall, in dem ein Basismaterial für eine weiche Zinnplatte
gewalzt wird, wie dies in der ersten Ausführungsform, wie sie in Tabelle 6
gezeigt ist, ausgeführt wird, kann bei Anwendung des Verfahrens in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung die Walzgeschwindigkeit auf 2100 mpm ohne Auftreten
von Hitzeriefen erhöht werden. Auf der anderen Seite treten beim konventionellen
Verfahren Hitzeriefen bei einer Walzgeschwindigkeit von 1700 mpm auf und der Grad
der Hitzeriefen wird dann bemerkbar, wenn die Walzung bei einer Geschwindigkeit
von höher als 1700 mpm durchgeführt wird.
Beispiel 4
23 zeigt noch ein anderes Beispiel eines Verfahrens
zum Zuführen von Walzöl für das Kaltwalzen in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung. In dieser Figur wird, obwohl der Basisaufbau der
gleiche ist wie der in dem Falle aus 20, die Emulsion
im Tank 1 des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems in einer Ölwanne
48 über eine Pumpe 8b und eine Röhre 9b wiedergewonnen
und der Emulgator mit einer Menge, die durch die oben beschriebene Gleichung (14)
bestimmt wird, wird durch Steuerung der Öffnung eines Ventils 6d hinzugegeben,
und danach wird die Emulsion mittels einer Pumpe 16 einer Scherung unterzogen
und in die Tanks 13a und 13b des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
wieder zurückgegeben. Die Wiederauffüllmenge wird die die Öffnung
von Ventilen 26a und 26b gesteuert.
Um die Emulgatoren zuzugeben und die Emulsion zu betätigen, kann
ebenso das nachfolgende Verfahren verwendet werden.
(1) Nachdem die Tanks 13a und 13b des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
mit der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems wieder aufgefüllt wurden,
wird der Emulgator hinzugegeben und die Rotationsgeschwindigkeiten der Betätiger
18 in den Tanks 13a und 13b wird erhöht.
(2) Wie in 24 gezeigt, wird der Emulgator auf halber
Position eines Rohrs 38, das von dem Tank 1 des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
zum Tank 13b des ersten Walzöl-Zufuhrsystems verläuft, durch
ein Ventil 39 sowie eine Röhre 40 hinzugegeben und anschließend
wird die Emulsion dazu gebracht, durch eine Pumpe 41 hindurch zu verlaufen,
und wird somit einer Scherung unterzogen.
(3) Wie in 25 gezeigt, ist ein Wiederauffülltank
42 vorgesehen und heißes Wasser, gespeichertes Öl sowie ein Emulgator
werden von dem Heißwassertank 2, dem Speicheröltank
3 sowie dem Emulgatortank 4 zum Tank 42 durch die Röhren
43a, 43b bzw. 43c geschickt. Die Mengen an Heißwasser,
Speicheröl und Emulgator werden durch die Ventile 44a, 44b
bzw. 44c gesteuert. Die Emulsion wird durch einen Betätiger
45 im Wiederauffülltank 42 so betätigt, dass deren Partikeldurchmesser
kleiner gemacht wird, wodurch eine stabile Emulsion bereitgestellt wird und über
eine Zufuhrpumpe 46 durch eine Röhre 47 zum Tank
13b wieder zugeführt wird.
Die Berechnungsvorrichtung 24b berechnet die Wiederauffüllmenge
der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems sowie des in den Tank
13b wieder zugegebenen Verdünnungswassers und die Menge an in der
Ölwanne 48 zugegebenen Emulgator. Der Berechnungsweg ist in
26 gezeigt. Die Zufuhrmenge q1 der auf die Oberfläche
des Tabelles 21 an der Eintrittsseite des vierten und fünften Walzgerüsts
vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem aufgesprühter Emulsion wird durch den
Strömungsmeter 25 gemessen und basierend auf dem gemessenen Wert werden
die Wiederauffüllmenge q2 der Emulsion zum zweiten Walzöl-Zufuhrsystem,
die Menge qe des in der Ölwanne 48 zugegebenen Emulgators sowie die
Wiederauffüllmenge W des Verdünnungswassers durch die oben beschriebenen
Gleichungen (7) bis (12) und (14) berechnet. Basierend auf diesen berechneten Werten
werden die Strömungssteuerungsventile 6d, 31, 12b
und 26b reguliert.
Beispielsweise beträgt dann, wenn die Konzentration der Emulsion
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems für das vierte und fünfte Walzgerüst
3,5% beträgt, die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des Emulgators
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems 0,5%, die Ölverlustmenge und die Wasserverlustmenge
sind 1,4 l/min bzw. 18,4 l/min, die Konzentration des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
beträgt 10%, die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des Emulgators
des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems ist 0,1% und die Zufuhrmengen der zu einem
Stahlblech zugegebenen Emulsion sind 20 l/min und 30 l/min am vierten Walzgerüst
bzw. fünften Walzgerüst, die Ölanstiegmenge des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
&Dgr;Q0 ist 2,1 l/min gemäß Gleichung (7), was bedeutet, dass &Dgr;Q0
> 0 ist. Somit wird nur Verdünnungswasser wieder aufgefüllt, um die
Konzentration des ersten Walzöl-Zufuhrsystems stabil zu halten. Die Wiederauffüllmenge
W des Verdünnungswassers wird durch die Gleichung (9) auf 55,3 l/min bestimmt.
Wenn die Zufuhrmenge an zu einem Stahlblech zugegebener Emulsion 5
l/min an jedem der vierten und fünften Walzgerüste ist, beträgt die
Ölanstiegmenge des ersten Walzöl-Zufuhrsystems &Dgr;Q0 – 0,14
l/min gemäß Gleichung (7), was bedeutet, dass &Dgr;Q0 < 0 ist. Somit
wird eine Wiederzufuhr des Walzöls zum ersten Walzöl-Zufuhrsystem erforderlich.
Wenn die Flüssigkeitsmenge der Emulsion im Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
konstant gehalten wird (&Dgr;WE = 0), werden die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
sowie des Verdünnungswassers wieder aufgefüllt. Aus Gleichung (10) werden
die Zufuhrmenge q2 der Emulsion und die Wiederauffüllmenge des Verdünnungswassers
auf 1,4 l/min bzw. 6,4 l/min bestimmt und aus Gleichung (14) wird die hinzugegebene
Menge an Emulgator auf 0,6 cc/mm bestimmt.
Wenn die Flüssigkeitsmenge der Emulsion im Tank größer
als das feststehende Niveau (&Dgr;QE > 0) ist, wird nur Verdünnungswasser
wieder aufgefüllt. Die Wiederauffüllungsmenge W des Verdünnungswassers
wird durch die Gleichung (12) auf 33,0 l/min bestimmt.
Die Berechnungsvorrichtung 24a berechnet die Wiederauffüllmenge
der vom Tank 1 des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems zum Tank
13a des ersten Walzöl-Zufuhrsystems zugegebener Emulsion sowie Verdünnungswasser.
Die Zufuhrmenge q2 der vom Tank 1 zugeführten Emulsion sowie die Wiederauffüllmenge
W des Verdünnungswassers werden unter Verwendung der Gleichungen (10) bis (11)
berechnet und die zugegebene Menge qe des Emulgators wird unter Verwendung der Gleichung
(14) berechnet. Basierend auf dem Berechnungsergebnis werden die Strömungssteuerungsventile
6d, 31, 12a und 26b reguliert, wodurch der Tank
13a mit Öl wieder aufgefüllt wird.
Beispielsweise ist dann, wenn die Konzentration der Emulsion des ersten
Walzöl-Zufuhrsystems für die ersten bis dritten Walzgerüste 2,5%
beträgt, die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des Emulgators
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems 0,5%, die Ölverlustmenge und die Wasserverlustmenge
sind 0,6 l/min bzw. 7,9 l/min, die Konzentration der Emulsion im Tank
1 des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems beträgt 10% und die Konzentration
in Bezug auf die Menge an Öl des Emulgators des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
ist 0,1%, die Wiederauffüllmenge W des Verdünnungswassers beträgt
25,9 l/min, die Zufuhrmenge q2 der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
ist 6 l/min und die zugegebene Menge des Emulgators beträgt 13 cc/min.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung,
wie es in 23 gezeigt ist, wurde in Basismaterial für
eine dünne Zinnplatte mit einer Dicke von 1,8 bis 2,0 mm und eine Breite von
800 bis 1200 mm auf eine Dicke von 0,16 bis 0,25 mm unter den im Folgenden beschriebenen
Walzöl-Zufuhrbedingungen gewalzt und der Einheitsverbrauch des Walzöls
wurde untersucht.
Als Basisöl für das Walzöl wurde Rindertalg (Viskosität
bei 40 °C: 45 cSt) verwendet. Als Emulgator-Dispersionsmittel wurde ein kationischer
Emulgator verwendet. Die Konzentration der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
wurde bei 10% eingestellt und der durchschnittliche Partikeldurchmesser wurde bei
20 µm eingestellt. Die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des
Emulgators des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems wurde bei 0,1% eingestellt. Die
Konzentration der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems wurde bei 3% eingestellt
und deren durchschnittlicher Partikeldurchmesser wurde bei 9 µm eingestellt.
Die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des Emulgators des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
wurde bei 0,6% eingestellt und die Temperaturen der Emulsion des ersten und zweiten
Walzöl-Zufuhrsystems wurde bei 60 °C eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt
wurde die Zufuhrmenge der Emulsion, die vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem zugeführt
wurde, gemäß der Dicke nach dem Walzen verändert. Die Zufuhrmengen
bei den vierten und fünften Walzgerüsten wurde bei 100 l/min bzw. 130
l/min eingestellt, wenn die Blechdicke 0,16 bis 0,2 mm betrug, und bei 5 l/min bzw.
13 l/min, wenn die Blechdicke 0,20 bis 0,25 mm betrug.
Zum Vergleich wurden die gleichen Untersuchungen ebenso in dem Fall
durchgeführt, in dem das Walzen durch das konventionelle Verfahren ausgeführt
wurde, in dem die Schmierung der vierten und fünften Walzgerüste durch
das erste Walzöl-Zufuhrsystem erreicht wurde. In diesem Fall wurde die Zufuhrmenge
der Emulsion bei 3000 l/min am vierten Walzgerüst und bei 4000 l/min am fünften
Walzgerüst eingestellt.
Es kann der gleiche Einheitsverbrauch des Walzöls wie der in
der in 7 gezeigten ersten Ausführungsform erreicht
werden. In dem Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
kann daher der Einheitsverbrauch des Walzöls verglichen mit dem konventionellen
Verfahren abgesenkt werden. Der Grund hierfür ist der, dass in dem Verfahren
in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung die Emulsion des zweiten
Walzöl-Zufuhrsystems effektiv als Make-up-Öl zur Kompensation des Ölverlusts
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems verwendet werden kann, und die Zufuhrmenge
der Emulsion verglichen mit dem konventionellen Verfahren so abgesenkt werden kann,
dass die Menge an Ölverlust aufgrund von Verrauchung usw. abgesenkt werden
kann.
Dritte Ausführungsform
Die Erfinder haben die Menge der auf einem Stahlblech anhaftendem
Öl durch das oben beschriebene Verfahren und unter Veränderung der Position
des Sprühkopfs, wie in 27 gezeigt, zum Zuführen
von Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems auf A, B und C gemessen. Die
Position A ist eine Position sehr nahe am Walzspalt, wo generell eine Schmier-Emulsion
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems zugeführt wird. Die Positionen B und C
sind Positionen 1 m und 3 m entfernt vom Walzspalt auf die stromaufwärtigen
Walzgerüste hin. Die Position A' ist die Position, die in der JP-B-59-24888
beschrieben ist, in der eine Emulsion mit einer Konzentration höher als die
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems auf die rückwärtige Oberfläche
des Stahlblechs sehr nahe am Walzspalt zugeführt wird. Zu diesem Zeitpunkt
wurde Rindertalg als Walzöl verwendet. Von dem Sprühkopf-Positionen A,
B und C wurde Emulsion mit einer Konzentration von 4% mit einem durchschnittlichen
Partikeldurchmesser von 9 µm bei einer Strömungsrate von 3400 l/min zugeführt.
Zu dem gleichen Zeitpunkt, zu dem die Emulsion von der Position A zugeführt
wurde, wurde Emulsion mit einer Konzentration von 10% und einem durchschnittlichen
Partikeldurchmesser von 9 µm einer Strömungsrate von 200 l/min von der
Position A' zugeführt.
28 zeigt die Beziehung zwischen der Position des Sprühkopfs
und der Menge an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl.
Die Menge an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl steigt an, wenn
die Position des Sprühkopfs von A bis C verschoben wird, d.h. von dem Walzspalt
auf die stromaufwärtigen Walzgerüste hin. Dies bedeutet, dass die Schmier-Eignung
durch Verschiebung der Position des Sprühkopfs vom Walzspalt auf die stromaufwärtigen
Walzgerüste hin verbessert werden kann.
Auch wenn die Emulsion von der Position A' zur gleichen Zeit wie die
Emulsion von der Position A zugeführt wird, kann nur eine Qualität der
Ölanhaftung auf dem Stahlblech im gleichen Grad wie die der Menge an Öl,
die dann erreicht wird, wenn die Emulsion von der Position B zugeführt wird,
erreicht werden.
Die Beziehung zwischen der Position des Sprühkopfs und der Menge
an auf einem Stahlblech anhaftendem Öl basiert vermutlich auf dem unten beschriebenen
Phänomen.
29 zeigt schematisch einen Prozess, in dem Öl
vom Wasser getrennt wird, um einen Ölfilm (Plate-out-Schicht) zu erzielen,
wenn die Emulsion auf das Stahlblech gesprüht wird. Wenn die Emulsion eines
von uns genannten O/W-Typs, in dem Öltröpfchen in Wasser dispergiert sind,
auf die vordere Oberfläche eines Stahlblechs gesprüht wird, werden die
Öltröpfchen in der Emulsion zuerst durch Kollision einem Druck von Stahlblech
unterzogen und anschließend durch die relative Geschwindigkeit in Bezug auf
das Stahlblech einer Scherung unterworfen, so dass die Öltröpfchen physikalisch
an dem Stahlblech, dessen Temperatur erhöht ist, adsorbieren. Zu diesem Zeitpunkt
verdampft das Wasser in einigen Fällen, so dass die Emulsion eines O/W-Typs
ihre Phase zu einer Emulsion des W/O-Typs (Wassertröpfchen sind in Öl
dispergiert) oder zu einer einzelnen Ölschicht umkehrt. Es wird vermutet, dass
die Plate-out-Schicht auf diese Weise ausgebildet wird. Da dieser Prozess eine Reaktion
der Phasenumkehr unter den oben beschriebenen dynamischen Bedingungen und thermischen
Bedingungen beinhaltet, tritt der Prozess nicht simultan mit der Sprühung ein,
sondern einige Zeit (Phasenumkehrzeit) ist erforderlich. 30
zeigt die Beziehung zwischen der tatsächlich gemessenen Phasenumkehrzeit und
der Plate-out-Menge. Die Plate-out-Menge steigt mit einer ansteigenden Phasenumkehrzeit
an und sinkt plötzlich bei einer kürzeren Phasenumkehrzeit als die minimale
Phasenumkehrzeit Tmin ab.
Daraufhin kann in dem Verfahren, bei dem eine Emulsion direkt vor
dem Walzspalt zugeführt wird, eine ausreichende Phasenumkehrzeit nicht sicherstellen.
Daher kann dann, wenn die Position des Sprühkopfs vom Walzspalt auf die stromaufwärtigen
Walzgerüste hin verschoben wird, so dass die Phasenumkehrzeit sichergestellt
werden kann, eine Plate-out-Schicht mit einer Menge, die zur Schmierung ausreicht,
ausgebildet werden, so dass die Menge an auf dem Stahlblech anhaftendem Öl
erhöht werden kann.
Somit ist der Sprühkopf zum Zuführen von Emulsion des zweiten
Walzöl-Zufuhrsystems vorzugsweise bei einer Position bereitgestellt, so dass
die Distanz L (m) zwischen dem Walzspalt und dem Sprühkopf die folgende Gleichung
(1) erfüllt.
L ≥ Vin × Tmin(1)
wobei Vin die Stranggeschwindigkeit (m/sec) an der Eintrittsseite der Walze und
Tmin die minimale Phasenumkehrzeit (sec) ist.
Die Konzentration, Zufuhrmenge und Wiederauffüllmenge der Emulsion
des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems sowie die Wiederauffüllmenge des Verdünnungswassers
werden durch das gleiche Verfahren wie in der ersten Ausführungsform bestimmt.
Das Verfahren zum Verschieben der Position des Sprühkopfs vom
Walzspalt auf die stromaufwärtigen Walzgerüste hin kann auf das Walzöl-Zufuhrsystem
im direkten Modus angewandt werden.
Anschließend stellten die Erfinder Sprühköpfe zum Zuführen
von Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems an dem vierten und fünften
Walzgerüst einer Tandem-Kaltwalzstraße, die insgesamt aus fünf Walzgerüsten
besteht, zur Verfügung, so dass die oben beschriebene Gleichung (1) erfüllt
wurde, und beobachteten das Auftreten von Rattern.
31 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit,
dem Vorwärtsschlupf-Verhältnis des fünften Walzgerüsts sowie
dem Auftreten von Rattern (der ausgefüllte Kreis kennzeichnet das Auftreten
und der nicht ausgefüllte Kreis kennzeichnet das Nichtauftreten).
Das Auftreten von Rattern hängt von der Walzgeschwindigkeit und
dem Vorwärtsschlupf-Verhältnis ab, es besteht jedoch ein Bereich des Vorwärtsschlupf-Verhältnisses,
in dem ein Rattern nicht ohne Abhängigkeit von der Walzgeschwindigkeit auftritt.
Generell ist dann, wenn die Walzbedingungen sowie die Reduktionsrate
und die Spannung die gleichen sind, das Vorwärtsschlupf-Verhältnis ein
Index, der den Walz-Schmierzustand darstellt. Jedoch ist ein Rattern, das in einem
Bereich des Vorwärtsschlupf-Verhältnisses von nicht weniger als 1% auftritt,
ein Rattern, das durch eine unzureichende Schmierung bewirkt wird, und ein Auftreten
des Ratterns in einem Bereich des Vorwärtsschlupf-Verhältnisses von nicht
höher als 0% ist ein Rattern, das durch eine exzessive Schmierung bewirkt wird.
In einem niedrigen und mittleren Geschwindigkeitsbereich, in dem die
Walzgeschwindigkeit 500 bis 1000 mpm beträgt, ändert sich das Vorwärtsschlupf-Verhältnis
am fünften Walzgerüst in Bezug auf die Walzgeschwindigkeit wie in der
Kurfe (a) in 32 dargestellt, und sinkt mit der Walzgeschwindigkeit
ab. Der Grund für dies ist der, dass der Reibkoeffizient mit der Walzgeschwindigkeit
absinkt. Wenn das Vorwärtsschlupf-Verhältnis niedriger als 0% ist, tritt
ein Rattern auf, das durch eine exzessive Schmierung bewirkt wird. Um ein solches
Rattern zu verhindern, ist es effektiv, dass die Zufuhrmenge an Emulsion abgesenkt
wird, um den Reibkoeffizienten zu erhöhen, wodurch das Vorwärtsschlupf-Verhältnis
auf 0% oder höher eingestellt wird.
Auf der anderen Seite treten in einem Hochgeschwindigkeits-Bereich,
in dem die Walzgeschwindigkeit 1200 mpm oder höher beträgt, ein durch
exzessive Schmierung als auch durch unzureichende Schmierung bewirktes Rattern ein.
Das Vorwärtsschlupf-Verhältnis ändert sich wie durch die Kurve (b)
in 32 im Falle von exzessiver Schmierung angezeigt
und wie durch die Kurve (c) im Falle unzureichender Schmierung angezeigt. Daher
sind durch Verhinderung des Ratterns Mittel, die in der Lage sind, das Vorwärtsschlupf-Verhältnis
über einen breiten Bereich von 0 bis 1% zu regeln, erforderlich.
Daraufhin bestimmten die Erfinder zur Untersuchung der Bedingungen
zur Bereitstellung eines weiten Veränderungsbereichs des Vorwärtsschlupf-Verhältnisses
in Bezug auf die Veränderung der Zufuhrmenge an Emulsion die Beziehungen zwischen
der Zufuhrmenge der Emulsion und des Vorwärtsschlupf-Verhältnis des und
zwischen der Zufuhrmenge der Emulsion und der Menge an auf dem Stahlblech unter
den in Tabelle 8 angegebenen Bedingungen anhaftenden Öls durch Veränderung
der Position des Sprühkopfs auf A, B und C, wie dies in 27
gezeigt ist.
Tabelle 8
33 zeigt die Beziehung zwischen der Zufuhrmenge der
Emulsion und dem Vorwärtsschlupf-Verhältnis. Der Veränderungsbereich
des Vorwärtsschlupf-Verhältnisses in Bezug auf die Veränderung in
der Zufuhrmenge der Emulsion steigt dann an, wenn die Position des Sprühkopfs
weit entfernt vom Walzspalt auf die stromaufwärtigen Walzgerüste hin verschoben
wird.
34 zeigt die Beziehung zwischen der Zufuhrmenge an
Emulsion und der Menge an auf dem Stahlblech anhaftendem Öl. Die Menge an auf
dem Stahlblech anhaftendem Öl steigt dann an, wenn die Position des
Sprühkopfs weit entfernt von dem Walzspalt auf die stromaufwärtigen Walzgerüste
hin verschoben wird.
Der Grund für diese Ergebnisses ist der Folgende: Durch Aufsprühen
der Emulsion auf das Stahlblech bei einer Position entfernt vom Walzspalt wird die
Phasenumkehrzeit für die Emulsion zum Plate-out an der vorderen Oberfläche
des Stahlblechs sichergestellt, so dass die Plate-out-Menge ansteigt. Daher verändert
sich dann, wenn die Zufuhrmenge der Emulsion verändert wird, der Reibkoeffizient
deutlich, so dass der Veränderungsbereich des Vorwärtsschlupf-Verhältnisses
ansteigt. Insbesondere bei Hochgeschwindigkeits-Walzung ist es, da die Zeit für
die Emulsion zum Plate-out kurz ist, effektiv, die Position des Sprühkopfs
soweit wie möglich vom Walzspalt weg auf die stromaufwärten Walzgerüste
hin zu verschieben.
Daher kann, wenn der Sprühkopf an einer Position entfernt vom
Walzspalt auf die stromaufwärtigen Walzgerüste hin bereitgestellt wird
und die Zufuhrmenge der auf das Stahlblech aufgesprühten Emulsion gesteuert
wird, das Vorwärtsschlupf-Verhältnis während des Walzens so geregelt
werden, dass es innerhalb eines Zielbereichs liegt.
Beispiel 5
35 zeigt noch ein anderes Beispiel eines Verfahrens
zur Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung.
In diesem Verfahren sind die Sprühköpfe 10a und
10b an einer Position bereitgestellt, die die oben beschriebene Gleichung
(1) erfüllt, an der stromaufwärtigen Seite des Walzgerüsts der vierten
und fünften Walzgerüste einer Tandem-Kaltwalzstraße, die aus fünf
Walzgerüsten besteht, die das erste Walzöl-Zufuhrsystem in einem konventionellen
Rezirkulations-Modus aufweisen.
Die Distanz L zwischen den Sprühköpfen 10a und
10b sowie den Walzspalten der vierten und fünften Walzgerüste
beträgt 1,8 m oder größer am vierten Walzgerüst und 2,8 m oder
größer am fünften Walzgerüst, und ist in diesem Beispiel bei
3,5 m eingestellt, da dann, wenn beispielsweise eine auf Rindertalg basierende Emulsion
verwendet wird, die minimale Phasenumkehrzeit Tmin aus 30
0,12 sec beträgt und ebenso dann, wenn die höchste Walzgeschwindigkeit
2000 mpm beträgt und die Reduktionsraten der vierten und fünften Walzgerüste
35% bzw. 30% betragen, die Stranggeschwindigkeiten an der Eintrittsseite der vierten
und fünften Walzgerüste 910 mpm bzw. 1400 mpm betragen.
Durch das Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
wurde, wie es in 35 gezeigt ist, ein Basismaterial
für eine harte Zinnplatte mit einer Dicke von 1,8 mm und einer Breite von 900
mm auf eine Dicke von 0,183 mm unter den unten beschriebenen Walze-Zufuhrbedingungen
unter Veränderung der Walzgeschwindigkeit gewalzt und die Menge an auf dem
Stahlblech anhaftendem Öl sowie der Reibkoeffizient des fünften Walzgerüsts
wurden untersucht.
Als Basisöl für das Walzöl wurde Rindertalg (Viskosität
bei 40 °C: 45 cSt) verwendet. Als Emulgator-Dispersionsmittel wurde ein kationischer
Emulgator verwendet. Die Konzentration der Emulsion wurde bei 4% eingestellt, der
durchschnittliche Partikeldurchmesser wurde bei 9 µm eingestellt, die Konzentration
des Emulgators in Bezug auf die Menge an Öl wurde bei 0,1% eingestellt und
die Konzentration des Emulgators in Bezug auf die Menge an Öl wurde bei 0,6%
eingestellt. Ebenso wurde die Temperatur der Emulsion bei 60 °C eingestellt
und die Zufuhrmenge der Emulsion an den vierten und fünften Walzgerüsten
wurde bei 3400 l/min eingestellt.
Zum Vergleich wurde die gleiche Untersuchung ebenso in dem Fall ausgeführt,
in dem die Sprühköpfe an der Position A (konventionelles Verfahren 1)
sowie der Position A + A' (konventionelles Verfahren 2) in 27
eingestellt wurde und die Schmierung der vierten und fünften Walzgerüste
durch das konventionelle Verfahren erreicht wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurde die
Zufuhrmenge der Emulsion an den vierten und fünften Walzgerüsten bei 3400
l/min für den Sprühkopf an der Position A und bei 200 l/min für den
Sprühkopf an der Position A' eingestellt. Die Konzentration der vom Sprühkopf
an der Position A' zugeführten Emulsion wurde bei 10% eingestellt.
Die 36A und 36B
zeigen die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit und der Menge an auf der vorderen
und rückwärtigen Oberfläche des Stahlblechs anhaftenden Menge an
Öl.
37 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten des fünften Walzgerüsts.
In dem Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
kann auch wenn die Walzgeschwindigkeit 1200 mpm oder höher beträgt, die
Menge an auf dem Stahlblech anhaftendem Öl dauerhaft auf der vorderen und rückwärtigen
Oberfläche des Stahlblechs erreicht werden. Daher wird der Anstieg des Reibkoeffizienten
des fünften Walzgerüsts beschränkt, wodurch stabile Reibbedingungen
erreicht werden können. Insbesondere steigt bei einer hohen Walzgeschwindigkeit
der Reibkoeffizient kaum an, so dass ein durch unzureichende Schmierung bewirktes
Rattern nicht eintritt.
Auf der anderen Seite sinkt im konventionellen Verfahren 1, wenn die
Walzgeschwindigkeit 800 mpm oder höher beträgt, die Menge an auf dem Stahlblech
anhaftendem Öl an der vorderen und rückwärtigen Oberfläche des
Stahlblechs ab. Ebenso ist im konventionellen Verfahren 2 bei einer Walzgeschwindigkeit
von 1000 mpm die Menge an auf dem Stahlblech anhaftendem Öl nur an der rückwärtigen
Oberfläche des Stahlblechs verglichen mit dem konventionellen Verfahren 1 groß,
wenn jedoch die Walzgeschwindigkeit 1200 mpm oder höher beträgt, sinkt
die Menge an auf dem Stahlblech anhaftendem Öl plötzlich ab. Dementsprechend
wird der Reibkoeffizient in den konventionellen Verfahren 1 und 2 durch das Hochgeschwindigkeits-Walzen
erhöht, so dass ein durch unzureichende Schmierung bewirktes Rattern bei Geschwindigkeiten
von 1200 mpm bzw. 1500 mpm auftritt.
Beispiel 6
Ein Grundmaterial für eine weiche Zinnplatte mit einer Dicke
von 2,3 Merkmal und einer Breite von 900 mm wurde auf eine Dicke von 0,183 mm unter
Anwendung des gleichen Verfahrens sowie der gleichen Walzöl-Zufuhrbedingungen
wie im Beispiel 5 unter Veränderung der Walzgeschwindigkeit gewalzt und der
Reibkoeffizient des fünften Walzgerüsts sowie die Temperatur des Stahlblechs
wurden untersucht.
38 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten des fünften Walzgerüsts.
39 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Temperatur des Stahlblechs an der Austrittsseite des fünften Walzgerüsts.
In der vorliegenden Erfindung wird auch dann, wenn das Walzen bei
hoher Geschwindigkeit durchgeführt wird, der Anstieg des Reibkoeffizienten
des fünften Walzgerüsts beschränkt, so dass stabile Reibbedingungen
erreicht werden können. Insbesondere steigt bei hoher Geschwindigkeit des Walzens
der Reibkoeffizient kaum an. Als Ergebnis hiervon wird ebenso der Anstieg der Temperatur
des Stahlblechs beschränkt, so dass keine Hitzeriefen erzeugt werden.
Auf der anderen Seite wird in den konventionellen Verfahren 1 und
2 der Reibkoeffizient bei Hochgeschwindigkeits-Walzung erhöht und die Temperatur
des Stahlblechs an der Austrittsseite des fünften Walzgerüsts steigt ebenso
stark an. Bei einer Walzgeschwindigkeit von 1500 mpm oder höher im konventionellen
Verfahren 1 und einer Walzgeschwindigkeit von 1700 mpm oder höher im konventionellen
Verfahren 2 übersteigt die Temperatur des Stahlblechs 170 °C, so dass
Hitzeriefen erzeugt werden.
Beispiel 7
40 zeigt noch ein anderes Beispiel eines Verfahrens
zur Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung.
Wie in dem in 8 gezeigten Verfahren werden
in diesem Verfahren die vierten und fünften Walzgerüste einer Tandem-Kaltwalzstraße,
die aus fünf Walzgerüsten mit dem ersten Walzöl-Zufuhrsystem in einem
konventionellen Rezirkulations-Modus bestehen, mit dem zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
versehen. Die Schmierung und die Abkühlung der ersten bis dritten Walzgerüste
wird durch das erste Walzöl-Zufuhrsystem erreicht, die Schmierung der vierten
und fünften Walzgerüste wird durch das zweite Walzöl-Zufuhrsystem
erreicht, und die Abkühlung der vierten und fünften Walzgerüste wird
durch das erste Walzöl-Zufuhrsystem erreicht. Die Sprühköpfe
10a und 10b zur Zuführung von Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
werden jedoch bei einer Position vorgesehen, die die oben beschriebene Gleichung
(1) an der Seite des stromaufwärtigen Walzgerüsts jeder der vierten und
fünften Walzgerüste vorgesehen, so dass die Phasenumkehrzeit für
die Emulsion für das Plate-out sichergestellt sind.
Die Distanz L zwischen den Sprühköpfen 10a und
10b an den Walzspalten der vierten und fünften Walzgerüste beträgt
1,8 m oder größer am vierten Walzgerüst und 2,8 m oder größer
am fünften Walzgerüst und wird in diesem Beispiel bei
3,5 m eingestellt, da beispielsweise dann, wenn eine auf Rindertalg basierende Emulsion
verwendet wird, die minimale Phasenumkehrzeit Tmin 0,12 sec aus 30
beträgt und ebenso dann, wenn eine höchste Walzgeschwindigkeit von 2000
mpm und Reduktionsraten der vierten und fünften Walzgerüste von 35% bzw.
30% eingestellt werden, die Stranggeschwindigkeiten an der Eintrittsseite der vierten
und fünften Walzgerüste 910 mpm bzw. 1400 mpm betragen.
Die Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems wurde unter den
Walzöl-Zufuhrbedingungen aus Beispiel 5 zugeführt, die Emulsion mit einem
durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 20 µm wurde vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
bei einer Zufuhrrate von 300 l/min zugeführt, ein Basismaterial für die
harte Zinnplatte mit einer Dicke von 1,8 mm und einer Breite von 900 mm wurde auf
eine Dicke von 0,183 mm durch Veränderung der Walzgeschwindigkeit gewalzt,
und die Menge an auf dem Stahlblech anhaftendem Öl und der Reibkoeffizient
des fünften Walzgerüsts wurden untersucht.
Die 41A und 41B
zeigen die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit und der Menge an auf den vorwärtigen
und rückwärtigen Oberflächen eines Stahlblechs anhaftendem Öl.
42 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Reibkoeffizienten des fünften Walzgerüsts.
In dem Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
kann auch wenn die Walzgeschwindigkeit 1200 mpm oder höher beträgt, die
Menge an auf dem Stahlblech anhaftendem Öl stabil an der vorderen und rückwärtigen
Oberfläche des Stahlblechs erreicht werden. Daher wird der Anstieg des Reibkoeffizienten
des fünften Walzgerüsts beschränkt, wodurch stabile Reibbedingungen
erreicht werden können. Insbesondere steigt bei hoher Walzgeschwindigkeit der
Reibkoeffizient kaum an, so dass ein durch unzureichende Schmierung bewirktes Rattern
nicht eintritt.
Beispiel 8
Im gleichen Verfahren wie dem aus Beispiel 7 wurden die Konzentrationen
der durchschnittlichen Partikeldurchmesser der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
bei 4% bzw. 20 µm eingestellt, die Zufuhrmenge des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
am fünften Walzgerüst wurde bei 90 bis 170 l/min eingestellt, die Konzentration
und der durchschnittliche Partikeldurchmesser der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
wurde bei 4% bzw. 8 µm eingestellt, die Zufuhrmenge des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
am fünften Walzgerüst wurde bei 90 bis 170 l/min eingestellt, ein Basismaterial
für die harte Zinnplatte mit einer Dicke von 1,8 mm und einer Breite von 900
mm wurde auf eine Dicke von 0,183 mm unter Verwendung einer Arbeitswalze mit einem
Durchmesser von 600 mm und durch Veränderung der Walzgeschwindigkeit gewalzt
und das Vorwärtsschlupf-Verhältnis wurde untersucht.
Zum Vergleich wurde die gleiche Untersuchung auch in dem Fall durchgeführt,
in dem das Walzen mittels eines konventionellen Verfahrens durchgeführt wurde,
in dem nur das erste Walzöl-Zufuhrsystem verwendet wurde.
43 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und dem Vorwärtsschlupf-Verhältnis des fünften Walzgerüsts.
44 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Zufuhrmenge der Emulsion in dem Verfahren in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung.
45 zeigt die Beziehung zwischen der Walzgeschwindigkeit
und der Zufuhrmenge der Emulsion im konventionellen Verfahren.
In dem Fall, in dem das Verfahren in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung verwendet wurde, wird die Zufuhrmenge der Emulsion auf 90
l/min festgelegt, wenn die Walzgeschwindigkeit nicht höher als 1000 mpm beträgt,
und mit der Walzgeschwindigkeit dann angehoben, wenn die Walzgeschwindigkeit höher
als 1000 mpm beträgt. Durch Steuerung der Zufuhrmenge in dieser Weise wird
das Vorwärtsschlupf-Verhältnis während des Walzens so gesteuert,
dass es ein Ziel-Vorwärtsschlupf-Verhältnis von 0,3 bis 0,4% beträgt,
wenn die Walzgeschwindigkeit höher als 1000 mpm beträgt. Daher kann ein
stabiles Walzen durchgeführt werden und ein Hochgeschwindigkeits-Walzen kann
bei einer Geschwindigkeit von 2000 mpm ohne Auftreten von Rattern durchgeführt
werden.
Auf der anderen Seite steigt im konventionellen Verfahren dann, wenn
die Walzgeschwindigkeit 1000 mpm übersteigt, das Vorwärtsschlupf-Verhältnis
an. Dementsprechend wurde die Zufuhrmenge der Emulsion von 2000 l/min auf 3400 l/min
angehoben. Ein Rattern trat dennoch bei einer Walzgeschwindigkeit von 1500 mpm auf.
Daher kann ein Hochgeschwindigkeits-Walzen bei einer Geschwindigkeit von 1500 mpm
oder höher nicht durchgeführt werden.
46 zeigt die Verteilung der Walzgeschwindigkeiten,
die in der Lage sind, ein Basismaterial für eine harte Zinnplatte ohne Auftreten
von Rattern in dem Fall auszuführen, in dem das Basismaterial für die
harte Zinnplatte tatsächlich auf eine Dicke von 0,21 mm oder kleiner unter
den Bedingungen dieser Ausführungsform unter Veränderung der Walzgeschwindigkeit
gewalzt wird.
In dem Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
beträgt die durchschnittliche Walzgeschwindigkeit 1900 mpm, was eine deutliche
Verbesserung verglichen mit der durchschnittlichen Walzgeschwindigkeit von 1500
mpm im konventionellen Verfahren darstellt.
Beispiel 9
47 zeigt noch ein anderes Beispiel eines Verfahrens
zur Zufuhr von Walzöl für das Kaltwalzen in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung.
Dieses Verfahren ist ein Beispiel, in dem die Schmierung des vierten
Walzgerüsts durch das erste Walzöl-Zufuhrsystem erreicht wird und die
Schmierung nur des fünften Walzgerüsts durch das zweite Walzöl-Zufuhrsystem
in dem in 40 gezeigten Verfahren erreicht wird.
Die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, die mittels der
Pumpe 8 durch die Zufuhrleitung 9 hindurchtritt, wird auf die
vordere Oberfläche eines Stahlblechs durch die Sprühköpfe
10a und 10b, die an einer Position 3,5 m entfernt von dem Walzspalt
zur Verfügung gestellt sind, aufgesprüht, während deren Zufuhrmenge
durch ein Ventil 30 gesteuert wird, dessen Öffnung mittels einer Steuerung
31 so reguliert wird, dass das Vorwärtsschlupf-Verhältnis des
fünften Walzgerüsts innerhalb eines stabilen Bereichs liegt, in dem ein
Rattern nicht eintritt.
Das Nachfolgende ist eine Beschreibung einer Prozedur zur Regelung
der Öffnung des Ventils 30.
(1) Die Rotationsgeschwindigkeit der Arbeitswalze, die mittels eines in
47 gezeigten Pulsgenerators gemessen wird, und die
Bandgeschwindigkeit, die mittels eines Bandgeschwindigkeits-Meters 33 an
der Austrittsseite des Walzgerüsts gemessen wird, werden in die folgende Gleichung
(15) eingesetzt, um das Vorwärtsschlupf-Verhältnis fs (%) während
des Walzens des fünften Walzgerüsts zu bestimmen.
fs = (Vs – &pgr; × D × n) × 100/(&pgr; × D ×
n)(15)
wobei Vs die Bandgeschwindigkeit (m/min) an der Austrittsseite des Walzgerüsts
ist, D der Durchmesser (m) der Arbeitswalze ist und n die Rotationsgeschwindigkeit
(in U/min) der Walze ist.
(2) Eine Abweichung &Dgr;fs von einem Ziel-Vorwärtsschlupf-Verhältnis
fs* (%) wird aus der folgenden Gleichung (16) berechnet.
&Dgr;fs = fs – fs*(16)
Das Ziel-Vorwärtsschlupf-Verhältnis fs* wird durch Untersuchung eines
stabilen Bereichs des Vorwärtsschlupf-Verhältnisses bestimmt, in dem kein
Rattern eintritt, wie dies in 31 gezeigt wird.
(3) Eine Veränderungsmenge &Dgr;Q (l/min) der Zufuhrmenge der Emulsion
des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems wird aus der folgenden Gleichung (17) berechnet.
&Dgr;Q = (&Dgr;fs/100)/[(&dgr;fs/&dgr;&mgr;) × (&dgr;&mgr;/&dgr;Q)](17)
wobei µ der Reibkoeffizient ist, &dgr;fs/&dgr;&mgr; der Einflusskoeffizient
des Reibkoeffizienten µ in Bezug auf das Vorwärtsschlupf-Verhältnis
fs ist, und &dgr;&mgr;/&dgr;Q der Einflusskoeffizient der Zufuhrmenge der
Emulsion Q in Bezug auf den Koeffizienten der Reibung µ ist. Ebenso wird &dgr;fs/&dgr;&mgr;
durch die folgende abgeleitete Funktionsglelichung (18) in Bezug auf den Reibkoeffizienten
µ im Vorwärtsschlupf-Verhältnis der beispielhaften Gleichung von
Bland & Ford angegeben.
&dgr;fs/&dgr;&mgr; = 1/(2 × &mgr;2) × {tan[(h ×
Hn)S/(R' × 2)S]/cos2 [(h ×
Hn)S/(R' × 2)S]} × [h/(H × 2 ×
Hn)]S × ln {[H × (1 – &sgr;b/km)]/[h
× (1 – &sgr;f/km)]}(18)
wobei Hn durch die folgende Gleichung (19) ausgedrückt wird.
Hn = (R'/h)S × tan–1 [(H – h)S/hS]
– 1/(2 × &mgr;) × ln {[H × (1 – &sgr;b/km)]/[h
× (1 – &sgr;f/km)]}(19)
wobei H und h die Banddicken (mm) an der Eintritts- und der Austrittsseite des Walzgerüsts
sind, R' der abgeflachte Radius (mm) der Walze ist, &sgr;b und &sgr;f die vorderen
und hinteren Einheitsspannungen (kg/mm2) während des Walzens sind
und km der durchschnittliche Strömungswiderstand (kg/mm2) des Stahlblechs
ist.
Der durchschnittliche Strömungswiderstand km und der Reibkoeffizient
µ während des Walzens werden durch eine Substituierung der gemessenen
Belastung P (ton) während des Walzens und fs in die folgende Walzbelastungs-Gleichung
von Hill (20) und die Vorwärtsschlupf-Verhältnisgleichung von Bland &
Ford (21) bestimmt.
P = WH × [1 – (7 × &sgr;b + 3 × &sgr;f)/(10 × km)]
× km × [R' × (H – h)]S × {1, 08 + 1,
79 × [(H -h)/H] × (h/H)S × µ × (R'/h)S
– 1, 02 × [H – h)/H]}(20)
fs = tan2 [(h × Hn)S/(R' × 2)S]
× 100(21)
wobei WH die Breite (mm) des Stahlblechs ist.
&dgr;&mgr;/&dgr;Q wird basierend auf der während des Walzens
im Betrieb entnommenen Daten bestimmt.
Ein Beispiel hiervon wird im Folgenden angegeben.
Die Beziehung zwischen der Zufuhrmenge der Emulsion und der Dicke
des Plate-out-Ölfilms Pϕ (µm) wird ausgedrückt durch die folgende
Gleichung (22) als durch den Plate-out-Test erhaltenes Untersuchungsergebnis.
P&PHgr; = (c × f × Q)/(WS × Vin)(22)
Wobei WS die Sprühbreite (m) ist.
Der Reibkoeffizient µ wird durch die folgende Gleichung (23)
als Funktion des Verhältnisses der Dicke des anhaftenden Ölfilms P &PHgr;(&mgr;m)
zur Oberflächenrauheit der Arbeitswalze &Lgr;(&mgr;m).
µ = N × (P &PHgr;/&Lgr;)–M(23)
wobei N und M Konstanten sind.
Die Gleichung (22) wird in die Gleichung (23) eingesetzt, und die
abgeleitete Funktion der Zufuhrmenge der Emulsion Q, zu berechnen, wodurch die folgende
Gleichung (24) erhalten wird.
&dgr;&mgr;/&dgr;Q = -N × M × [(K × c × f × Q)/(WS
× Vin × &Lgr;)]-M-1 × (c × f)/(WS × Vin ×
&Lgr;)(24)
wobei K eine Konstante ist.
(4) Wenn die Öffnung des Ventils 30 gemäß &Dgr;Q geregelt
wird, kann die Zufuhrmenge der Emulsion Q gesteuert werden.
Anspruch[de]
Verfahren zum Zuführen von Walzöl zum Kaltwalzen, umfassend
die Schritte:
Zuführen von Emulsions-Walzöl unter Verwendung eines ersten Walzöl-Zufuhrsystems,
das das Emulsions-Walzöl zu einer Walze und einem Stahlblech, das in einem
Rezirkulations-Modus gewalzt wird, zuführt, sowie ein zweites Walzöl-Zufuhrsystem,
das Emulsions-Walzöl nur zur vorderen und hinteren Oberfläche des gewalzten
Stahlblechs zuführt, wobei das Emulsions-Walzöl, das mit einem Emulgator
der gleichen Art und Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl wie diejenigen
des Emulgators des ersten Walzöl-Zufuhrsystems versehen ist, hinzugefügt
und derart gesteuert wird, dass der durchschnittliche Partikeldurchmesser der Emulsion
größer als der der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist,
vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem zugeführt wird; und
Verbinden der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, das nicht auf dem
gewalzten Stahlblech anhaftete, mit der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems.Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei der durchschnittliche Partikeldurchmesser
der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems nicht kleiner als 20 µm
ist.Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Verfahren des Weiteren
einen Schritt des Wiederbefüllens eines Tanks des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
mit Verdünnungswasser umfasst, wenn die Menge des im Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
beinhalteten Walzöls von dem zweiten Walzöl-Zufuhrsystem größer
als die Menge an Ölverlust des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist.Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Verfahren des Weiteren
einen Schritt des Wiederbefüllens eines Tanks des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
mit Emulsion in einen Tank des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems sowie von Verdünnungswasser
umfasst, wenn die Menge an Walzöl, die in dem Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
beinhaltet ist, von dem zweiten Walzöl-Zufuhrsystem geringer als die Menge
an Ölverlust des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist.Verfahren zum Zuführen von Walzöl zum Kaltwalzen, umfassend
die Schritte:
Zuführen von Emulsions-Walzöl unter Verwendung eines ersten Walzöl-Zufuhrsystems,
das das Emulsions-Walzöl zu einer Walze und einem in einem Rezirkulations-Modus
gewalzten Stahlblech zuführt, sowie ein zweites Walzöl-Zufuhrsystem, dass
das Emulsions-Walzöl nur auf die vordere und hintere Oberfläche des gewalzten
Stahlblechs zuführt, wobei das Emulsions-Walzöl, das mit einem Emulgator
der gleichen Art wie der Emulgator des ersten Walzöl-Zufuhrsystems, jedoch
mit niedrigerer Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl als die des Emulgators
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems hinzugefügt und derart gesteuert wird,
dass der durchschnittliche Partikeldurchmesser der Emulsion größer als
der der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist, vom zweiten Walzöl-Zufuhrsystem
zugeführt wird;
Wiedergewinnen der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, die nicht auf
dem gewalzten Stahlblech anhaftete, Hinzufügen von Emulgator zu der wiedergewonnenen
Emulsion, so dass die Konzentration in Bezug auf die Menge an Öl des Emulgators
gleich der des Emulgators des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist, und mechanisches
Rühren der Emulsion; und
Verbinden der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, die mechanisch gerührt
wurde, mit der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems.Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei der durchschnittliche Partikeldurchmesser
der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems nicht kleiner als 20 µm
ist.Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei das Verfahren des Weiteren
einen Schritt des Wiederbefüllens eines Tanks des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
mit Verdünnungswasser umfasst, wenn die Menge an in dem Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
beinhalteten Walzöls von dem zweiten Walzöl-Zufuhrsystem größer
als die Menge an Ölverlust des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist.Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei in einem Fall, bei dem die
Menge an im Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems beinhalteten Walzöls
von dem zweiten Walzöl-Zufuhrsystem kleiner als die Menge an Ölverlust
des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist, der Tank des ersten Walzöl-Zufuhrsystems
mit der Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems, zu dem ein Emulgator so
hinzugefügt wurde, dass die Konzentration in Bezug auf die Menge an dessen
Öl gleich der der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems ist, sowie
Verdünnungswasser, wenn die Emulsion des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems
mit der Emulsion des ersten Walzöl-Zufuhrsystems verbunden wird, wiederbefüllt
wird.Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei ein Sprühkopf zum Zuführen
des Emulsions-Walzöls des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems zur vorderen und
hinteren Oberfläche des gewalzten Stahlblechs an einer Position an der stromaufwärtigen
Seite des Walzspalts eines Walzgerüsts vorgesehen ist, wobei der Walzspalt
die folgende Gleichung (1) erfüllt:
L ≥ Vin × Tmin(1),
wobei
L die Distanz zwischen dem Walzspalt und dem Sprühkopf (m) ist, Vin die Bandgeschwindigkeit auf der Eingangsseite (m/sec) ist,
und
Tmin die minimale Phasenumkehrungs-Zeit (sec) ist.Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei ein Sprühkopf zum Zuführen
des Emulsions-Walzöls des zweiten Walzöl-Zufuhrsystems zur vorderen und
hinteren Oberfläche des gewalzten Stahlblechs an einer Position an der stromaufwärtigen
Seite eines Walzspalts eines Walzgerüsts vorgesehen ist, wobei der Walzspalt
die folgende Gleichung (1) erfüllt:
L ≥ Vin × Tmin(1),