Die vorliegende Erfindung betrifft einen Versorgungsflüssigkeitsspender
für Toilettenbecken und genauer einen Reinigungsflüssigkeits- und Duftspender
für Toiletten. Der erfindungsgemäße Spender kann in Toilettenbecken
verwendet werden und sichert eine Verteilung von Versorgungsflüssigkeit.
Es wurden verschiedene Lösungen vorgeschlagen, um in den Toilettenbecken
Reinigungs- oder Duftprodukte zu verteilen. So werden Blöcke vertrieben, die
dazu bestimmt sind, in den Wasserspülungen angeordnet zu werden. Die Blöcke
schmelzen langsam und geben ein Reinigungsprodukt ab. Ein solches Produkt kann im
Hinblick auf die Reinigung zufrieden stellend sein, aber es ermöglicht es nicht,
einen Duft zu verteilen. Es ist auch bekannt, an den Rand der Toiletten einen Gitterbehälter
zu montieren, der einen Block eines Produktes enthält, der sich durch das abfließende
Wasser der Wasserspülung, wenn diese betätigt wird, auswäscht. Ein
solcher Produktblock, der sich an der Luft befindet, kann nicht während seiner
gesamten Lebensdauer eine Duftwirkung haben. In dem einen wie dem anderen Fall ergibt
sich das Problem aus der Tatsache, dass die Duftprodukte flüchtig sind und
ihre Duftwirkung verlieren, wenn sie der Luft ausgesetzt sind, und dass die Produktmenge,
die sie bei jeder Spülung freisetzen, im Zuge der Verringerung des Volumens
des Blocks geringer wird.
US-A-3 946 448 (El Sioufy) beschreibt eine Vorrichtung zur Desinfektion
und chemischen Reinigung für die Toilettenbecken. Die Vorrichtung wird am Innenrand
des Beckens befestigt; sie umfasst einen mit einem Desinfektions- und Reinigungsprodukt
gefüllten Behälter. Der Behälter ist in seinem unteren Teil durch
einen Stöpsel verschlossen, der durch eine in dem Behälter befindliche
Feder nach oben gedrückt wird. Der Stöpsel ist überdies mit einer
angelenkten Klappe, die mit Schaum bedeckt ist, verbunden. Wenn die Wasserspülung
der Toiletten betätigt wird, treibt das über die Klappe fließende
Wasser diese in Drehung nach unten an und öffnet vorübergehend den Behälter.
Auf diese Weise fließt das in dem Behälter enthaltene Produkt über
die angelenkte Klappe und in das Becken der Toiletten. Die Desinfektionswirkung
wird dank des vom Wasser in das Toilettenbecken mitgenommenen Produktes erzielt,
und die chemische Reinigungswirkung wird auf Grund der Tatsache erzielt, dass sich
das Produkt auf der Klappe befindet und nach und nach verdampft. Diese Vorrichtung
hat im Wesentlichen den Nachteil, dass sie von einer großen Anzahl von angelenkten
Teilen gebildet ist, was zu sehr hohen Kosten führt.
EP-A-0 538 957 (Sara Lee) beschreibt eine Reinigungs- und Säuberungsvorrichtung,
die wie die vorhergehende an den Rand des Beckens der Toiletten gehängt wird.
Die Vorrichtung umfasst einen Behälter, der mit einer Reinigungs- und Säuberungsflüssigkeit
gefüllt ist und konstant mit einer porösen Masse in Verbindung steht,
die sich im Abflussweg des von der Wasserspülung kommenden Wassers befindet.
Um die konstante Verbindung zu sichern, schlägt dieses Dokument vor, einen
in den Hals des Behälters eingeleiteten Schaum zu verwenden. Wenn die Wasserspülung
betätigt wird, fließt das Wasser ab und nimmt einen Teil des Produktes
mit, das die poröse Masse durchtränkt. Die chemische Reinigungswirkung
wird durch die Verdampfung des die poröse Masse durchtränkenden Produktes
zwischen den Wasserspülungen erzielt. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, dass
sich der Behälter manchmal leert, auch wenn die Toiletten nicht benützt
werden. Genauer ist das Abfließen nicht systematisch kontinuierlich; das Abfließen
wird unterbrochen, wenn die Platte gesättigt ist, je nach den Viskositätsbedingungen,
der Temperatur und der Häufigkeit der Spülungen. Die Funktion der Vorrichtung
ist unregelmäßig, und die Lebensdauer kann lang bis doppelt so lang sein.
Ferner ist die Vorrichtung nicht funktionsbereit, bevor die poröse
Masse mit Flüssigkeit durchtränkt ist, was eine erhebliche Zeit in Anspruch
nehmen kann; im Falle einer intensiven Verwendung kann die Flüssigkeitsverteilung
unzureichend sein, und die poröse Masse wird von jeglicher Flüssigkeit
ausgewaschen. Schließlich hängt die Kontrolle der Flüssigkeitsmenge
von der Viskosität ab; das verteilte Produkt weist eine große Viskosität
von ungefähr 3000 mPa·s auf. Die Verwendung von Verdickungsmitteln, um
eine solche Viskosität zu erhalten, kann zum Blockieren des Spenders führen.
EP-A-0 785 315 (Sara Lee) schlägt eine weitere Vorrichtung derselben
Art vor. Diese Vorrichtung schlägt vor, im Hals des Behälters einen Flüssigkeitsdurchgang
vorzusehen, der an der porösen Masse endet: der Flüssigkeitsdurchgang
ist mit einer Lufteinlassöffnung versehen. Die Viskosität des Produktes
und die Größe der Durchgänge und der Öffnungen sind derart bestimmt,
dass der Druck der Flüssigkeit auf die poröse Masse konstant und vom Flüssigkeitsstand
im Behälter unabhängig ist. Diese Vorrichtung bringt eine komplexe Lösung
für das Problem der Änderung der Produktmenge in Abhängigkeit vom
Füllstand im Behälter, weist aber auch dieselben Nachteile auf, nämlich
dass sich der Behälter leert, auch wenn die Toiletten nicht verwendet werden,
und dass die Funktion der Vorrichtung unregelmäßig ist.
Eine weitere ähnliche Vorrichtung, die von La Johnson Franϛaise
vertrieben wird, schlägt vor, an Ort und Stelle einer porösen Masse eine
gerillte Platte zu verwenden. In diesem Fall, wie im Fall der porösen Masse,
stellt sich das Problem des Hochsteigens von Wasser in den Behälter durch Osmose
auf Grund des direkten Kontakts zwischen dem Wasser der Spülung,
das von der porösen Masse absorbiert oder von der gerillten Platte aufgenommen
wird, und der im Behälter enthaltenen Flüssigkeit. Das Problem des Abfließens
des Produktes zwischen zwei Spülungen stellt sich ebenfalls.
FR-A-2 747 139 (Rotiertet) schlägt eine Vorrichtung zur Flüssigkeitsverteilung
vor. Die verschiedenen Varianten dieser Vorrichtung sind komplex und setzen ein
Abfließen des Wassers der Spülung durch verschiedene Siphone oder dergleichen
voraus. Die Einheit ist schwierig zu konstruieren und von geringer Zuverlässigkeit.
Genauer weist die Vorrichtung des Dokuments FR-A-2 747 139 einen geschlossenen
Behälter auf, der ein flüssiges Produkt enthält und über dem
ein Luftvolumen vorgesehen ist. Der Behälter umfasst am unteren Teil eine Austrittsöffnung,
die in ein unteres Abteil eines zweiten Behälters mündet. Bei einer ersten
Ausführungsart (1) taucht ein Rohr in einem Hohlraum
ein, der mit einem flüssigen Produkt gefüllt ist. Ein Ende des Rohrs mündet
in den Boden des Hohlraums, und das andere Ende mündet in das obere Abteil
des zweiten Behälters. Wenn die Spülung betätigt wird, dringt Wasser
in das obere Abteil des zweiten Behälters ein, und die in dem Rohr enthaltene
Luft wird komprimiert. Eine Luftblase dringt nun in den Behälter ein und erzeugt
ein Druck-Ungleichgewicht, das einen Teil der Flüssigkeit aus dem Behälter
durch die freie Öffnung drückt.
Das Dokument GB-A-2 094 846 beschreibt einen Flüssigkeitsspender
in einem Toilettenbecken, umfassend einen Behälter, der ein flüssiges
Produkt und Luft enthält und eine Öffnung in seinem unteren Teil aufweist.
Die Öffnung mündet in ein umgedrehtes Behältnis, das Luft enthält.
Wenn die Spülung betätigt wird, steigt der Wasserstand im Becken, bis
er das Behältnis umgibt, was den Druck in dem Behältnis erhöht und
das Austreten von Luftblasen vom Behältnis unter Überdruck zum Behälter
hervorruft.
Wenn der Wasserstand im Becken nach Beseitigen des Spülwassers
sinkt, wird der Druck in dem umgedrehten Behältnis wieder gleich dem Luftdruck,
während die in den Behälter hinzugefügten Luftblasen einen Überdruck
hervorrufen, der eine gewisse Menge an Flüssigkeit aus der Öffnung drückt.
Die in diesem Dokument beschriebene Produktverteilungsvorrichtung ist dazu bestimmt,
zumindest teilweise in das Wasser des Beckens getaucht zu werden.
Das Dokument EP-A-0 570 326 beschreibt einen Flüssigkeitsspender,
umfassend einen Flüssigkeitsbehälter, der mit einer Düse versehen
ist, um ein Produkt in ein Becken zu befördern. Ein Erfassungsrohr hat ein
Ende, das in den Behälter über der Flüssigkeit mündet, und ein
anderes Ende, das in die Flüssigkeit des Beckens mündet. Wenn der Flüssigkeitsstand
in dem Becken sinkt, verringert sich die Flüssigkeitssäule in dem Erfassungsrohr
ebenfalls, wobei Luft aus dem Behälter angesaugt und Luft in den Behälter
durch die Düse eingeleitet wird. Wenn der Flüssigkeitsstand in dem Becken
steigt, erhöht sich die Flüssigkeitssäule in dem Rohr ebenfalls und
leitet Luft in den Behälter ein, wodurch eine gewisse Flüssigkeitsmenge
durch die Düse gedrückt wird.
Das Dokument GB-A-03485 A.D. beschreibt einen Flüssigkeitsverteiler,
umfassend einen Flüssigkeitsbehälter, um ein Produkt in das Becken zu
leiten. Ein Rohr hat ein Ende, das in den Behälter über der Flüssigkeit
mündet, und ein anderes Ende, das in das Becken mündest. Ein Verteilungsrohr
verbindet eine Öffnung des Behälters mit dem Boden des Beckens mit einer
Rückleitung, die das Abfließen der Flüssigkeit ohne Druck verhindert.
Wenn das Becken geleert ist, wird das Ende in die Luft gehalten, und wenn das Becken
voll ist, wird das Ende in das Wasser des Beckens getaucht, wobei Luft im Rohr eingeschlossen
wird. Das Aufsteigen des Wassers im Rohr, wenn das Becken gefüllt ist, drückt
an die in dem Behälter eingeschlossene Luft und führt zu einer Abgabe
eines flüssigen Produktes in das Verteilungsrohr.
EP-A-0 878 586 beschreibt eine Vorrichtung zur Verteilung eines flüssigen
Mittels in einem Toilettenbecken. Ein an das Becken der Toiletten angehängtes
Behältnis enthält das flüssige Mittel, das tropfenweise über
eine Verteilungsöffnung verteilt wird. Da das flüssige Mittel kontinuierlich
tropfenweise verteilt wird, kann das Becken im Bereich des Abfließens der Flüssigkeit
schmutzig erscheinen. Eine Stützplatte ist nun vorgesehen, die unter der Öffnung
angeordnet ist; diese Platte sammelt das flüssige Mittel im Zuge seines Abfließens.
Wenn die Wasserspülung betätigt wird, wird das auf der Stützplatte
gesammelte flüssige Mittel in das Becken mitgenommen. Die Wasserspülung
hat keine Auswirkung auf die Verteilung der Flüssigkeit sondern spült
nur die Stützplatte.
WO-A-01 02653 (Globol Chemicals) schlägt einen Spender für
ein Toilettenbecken vor, der eine Dosis des aktiven Wirkstoffes, den er enthält,
in das Becken immer dann abgibt, wenn die Spülung betätigt wird. Der Spender
weist einen Behälter mit einer Öffnung in seinem unteren Teil auf: diese
Öffnung ist von einem Rohr aus einem porösen Material umgeben, das einen
Schlitz in seinem oberen Teil entlang einer Mantellinie aufweist. Das Rohr ist an
seinem unteren Ende geschlossen. Das Abfließen des Wassers der Spülung
führt zu einer Pumpwirkung und zur Lieferung einer Dosis in das Rohr aus porösem
Material. Soweit die Funktion dieser Vorrichtung verständlich ist, dient das
Rohr aus porösem Material gleichzeitig
- – zur Erzeugung eines Überdrucks zum Einleiten des Pumpens,
- – zur Verteilung des aktiven Wirkstoffes zwischen den Spülungen.
Diese Vorrichtung ist einfacher als die Vorrichtung von Rotiertet.
Sie hat allerdings Nachteile. So ist die poröse Masse kostspielig. Die poröse
Masse wirft auch ein Problem der Imprägnierung auf, wobei die Imprägnierzeit
der Zeit entspricht, die der aktive Wirkstoff benötigt, um außerhalb die
poröse Masse zu diffundieren. Häufige Spülungen können die poröse
Masse durchspülen und die Diffusion begrenzen. Ferner funktioniert die Vorrichtung
nur, wenn das Wasser in den Schlitz eindringt, der in der porösen Masse vorgesehen
ist; dies begrenzt die Funktion auf einen Wasserstrom, der eine gewisse Kraft und
eine gewisse Richtung hat. Die Vorrichtung ist somit sehr sensibel für die
Verwendungsbedingungen.
Die Erfindung schlägt eine Lösung für diese neuen Probleme
vor. Sie beschreibt einen Spender eines flüssigen Produktes ohne bewegliches
Teil, der verhindert, dass sich das Produkt leert, wenn die Wasserspülung nicht
betätigt ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsart verhindert der erfindungsgemäße
Spender auch das Aufsteigen von Wasser in den Behälter. Der erfindungsgemäße
Spender kann in einem Toilettenbecken für die Verteilung eines flüssigen
Produktes verwendet werden.
Genauer schlägt die Erfindung einen Versorgungsflüssigkeitsspender
für Toilettenbecken vor, umfassend Mittel zur Befestigung am Becken, einen
Versorgungsflüssigkeitsbehälter, wobei der Behälter in seinem unteren
Teil eine freie Öffnung mit einer Größe aufweist, die das Abfließen
der Versorgungsflüssigkeit aus dem Behälter bei Nichtvorhandensein einer
Wasserspülung verhindert, wobei der Spender ein Rohr aufweist, an dessen einem
Ende die Öffnung mündet, wobei das andere Ende des Rohrs offen ist: das
andere Ende des Rohrs befindet sich in der Nähe der Wand des Beckens oder in
der Nähe einer Führungsvorrichtung für das Wasser einer Wasserspülung,
und wobei die Öffnung eine derartige Größe aufweist, dass das Ansaugen
der Versorgungsflüssigkeit durch hydrodynamische Wirkung beim Durchströmen
des Wassers einer Wasserspülung in der Nähe des Spenders möglich
ist. Es kann insbesondere eine kreisförmige Öffnung gewählt werden,
die einen Durchmesser zwischen 0,2 und 5 mm und vorzugsweise von ungefähr 3
mm aufweist.
Vorzugsweise weist die Versorgungsflüssigkeit eine Viskosität
zwischen 10 und 4000 mPa·s auf.
Die Führungsvorrichtung kann die Form einer gerillten Platte
und/oder einer Platte mit einem Rand oder auch einer gekrümmten Platte aufweisen.
Sie kann eine Öffnung aufweisen.
Bei einer Ausführungsart ist der Behälter abnehmbar.
Der Behälter kann ferner in seinem unteren Teil eine zweite freie
Öffnung mit einer Größe aufweisen, die das Abfließen der Versorgungsflüssigkeit
aus dem Behälter bei Nichtvorhandensein einer Wasserspülung verhindert.
Die Öffnung und die zweite Öffnung des Behälters weisen vorzugsweise
unterschiedliche Abmessungen auf. Es kann ein zweites Rohr vorgesehen werden, das
sich in dem Rohr unter einer der beiden Öffnungen erstreckt. Es kann auch vorgesehen
sein, dass das Rohr die zweite Öffnung nicht umgibt.
Die Erfindung schlägt ferner ein Versorgungsflüssigkeitsspendeverfahren
für Toilettenbecken vor, das die folgenden Schritte umfasst:
- – Befestigung eines solchen Versorgungsflüssigkeitsspenders in dem
Toilettenbecken;
- – Ansaugung von Versorgungsflüssigkeit aus dem Behälter durch
hydrodynamische Wirkung des Wassers bei einer Wasserspülung.
Dieser Schritt des Ansaugens kann umfassen:
- – Hochsteigen des Wassers der Wasserspülung in das Rohr, so dass
ein Überdruck im Bereich der Öffnung erzeugt wird und Luft in den Behälter
eintritt;
- – Spenden von Flüssigkeit aus dem Behälter.
Er kann ferner umfassen:
- – Hochsteigen des Wassers der Wasserspülung um das Rohr, so dass
ein Überdruck im Bereich der Öffnung erzeugt wird und Luft in den Behälter
eintritt;
- – Spenden der Flüssigkeit aus dem Behälter.
In dem einen wie dem anderen Fall können der Schritt des Hochsteigens
und der Schritt des Wasserspendens gleichzeitig erfolgen.
Der Schritt des Ansaugens kann ferner umfassen:
- – Durchströmen des Wassers der Wasserspülung um das Rohr, so
dass ein Unterdruck im Bereich der Öffnung erzeugt wird;
- – Spenden von Flüssigkeit aus dem Behälter.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der Studie der
nachfolgenden detaillierten Beschreibung der Ausführungsarten der Erfindung
hervor, die nur als Beispiele dienen und sich auf die Zeichnungen beziehen, die
zeigen:
1 eine schematische Schnittansicht eines Spenders nach
einer ersten Ausführungsart der Erfindung;
2 eine Ansicht ähnlich jener aus 1,
die aber das Produkt in dem Behälter zeigt;
die 3 bis 8
Prinzipansichten von weiteren Ausführungsarten des Spenders.
Die Erfindung schlägt vor, zur Kontrolle des Abfließens
der in dem Spender enthaltenen Versorgungsflüssigkeit in Abhängigkeit
von der Verwendung der Toiletten, die hydrodynamische Wirkung zu nutzen, die durch
die Wasserspülung hervorgerufen wird. Spezifisch ist der Behälter in seinem
unteren Teil mit einer Öffnung versehen, die eine derartige Abmessung aufweist,
dass sie das Abfließen der Reinigungsflüssigkeit bei Nichtvorhandensein
einer Beanspruchung von außen verhindert. Unter „unterer Teil" ist der
Teil des Behälters zu verstehen, in dem sich die Flüssigkeit befindet,
wenn sich der Spender im Toilettenbecken an seiner Position befindet. Diese Öffnung
ist frei in dem Sinne, dass sie nicht durch einen Stöpsel verschlossen ist,
im Gegensatz zu den Ausführungen in US-A-3 946 448.
Unter dieser Öffnung in Verwendungsrichtung des Spenders ist
ein Rohr vorgesehen. Das untere Ende des Rohrs ist offen oder frei, im Gegensatz
zu der in WO-A-01 02653 vorgeschlagenen Lösung; auf diese Weise wird die Schwierigkeit
der Einstellung vermieden, die bei der Vorrichtung dieses Dokuments anzutreffen
ist.
Das Abfließen des Wassers der Wasserspülung in der Nähe
des Endes des Rohrs führt durch hydrodynamische Wirkung zum Ansaugen einer
Versorgungsflüssigkeitsmenge aus dem Behälter. Die Flüssigkeit kann
während des Spülens abfließen und nach Beendigung der Wasserspülung
aufhören zu fließen.
In jedem Fall fließt bei Nichtvorhandensein einer Wasserspülung
die Reinigungsflüssigkeit nicht aus dem Behälter. Somit wird eine Produktverteilung
nur bei Bedarf gesichert, wie in US-A-3 946 448, allerdings ohne bewegliche mechanische
Elemente. Die Erfindung ist somit sowohl von einfacher Struktur als auch von sicherer
Funktion und vermeidet die Nachteile der Spender mit einem ständigen Kontakt
zwischen der Flüssigkeit des Behälters und einer Diffusionsmasse. Der
Spender gemäß der Erfindung funktioniert nicht wie jener aus EP-A-0 538
957 durch Schwerkraft oder Kapillarität, sondern durch einfache hydrodynamische
Wirkung des Abfließens des Wassers bei einer Wasserspülung.
Vorzugsweise wird der erfindungsgemäße Spender verwendet,
um ein Produkt zu verteilen, das eine Flüssigkeit ist. Das Produkt kann Tenside,
Parfumessenzen, Emulgatoren, Entkalkungsmittel oder Sequestriermittel für den
Kalk, Desinfektionsmittel oder Farbstoffe enthalten. Die aktiven Komponenten der
Flüssigkeit können getrennt oder gemeinsam die folgenden Eigenschaften
aufweisen:
- – reinigend,
- – desinfizierend,
- – entkalkend,
- – parfümierend, usw.
In der nachfolgenden Beschreibung ist das Produkt einfach als „Versorgungsflüssigkeit"
bezeichnet.
1 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Spenders
nach einer ersten Ausführungsart der Erfindung; Das Bezugszeichen
1 bezeichnet den Rand eines Toilettenbeckens, auf dem der Spender
2 befestigt ist. Der Spender umfasst einen Behälter 4, dessen
Öffnung 6 sich nach unten hin in der Funktionsposition des Spenders,
die in der Figur dargestellt ist, befindet. Mit dem Spender sind Mittel zum Halten
im Becken verbunden; in dem Beispiel handelt es sich um eine Lasche 8 aus
biegsamem Kunststoff. In der Ruheposition ist die Lasche umgelegt, wie in unterbrochenen
Linien in der Figur dargestellt; sie wird vom Benutzer aufgeklappt, um den Spender
in dem Toilettenbecken zu befestigen, wie in durchgehenden Linien in der Figur dargestellt.
Es ist vorteilhaft, wenn diese Lasche höhenverstellbar ist, so dass eine richtige
Positionierung des Spenders für verschiedene Beckenformen und Beckenumrandungen
gewährleistet ist.
Der Spender umfasst ferner ein Rohr, das oben als Flüssigkeitsverteilungsrohr
bezeichnet wurde. Dieses Rohr 10 ist mit einem Ende 12 mit dem
Behälter verbunden, und sein anderes Ende 14 oder freies Ende befindet
sich in der Nähe des Weges des Wassers der Wasserspülung oder sogar auf
dem Weg des Wassers; in den Beispiel der Figur befindet sich das freie Ende des
Rohrs in der Nähe der Wand des Beckens, wobei diese Position gewährleistet,
dass bei Betätigung der Wasserspülung das Wasser in der Nähe des
Endes desselben abfließt. In dem Ausführungsbeispiel der 1
und 2 ist der Abstand zwischen dem Ende des Rohrs und
der Wand des Beckens ungefähr 3 mm. Dieser Abstand kann allgemeiner zwischen
0,2 und 6 mm betragen. Dieser Abstandsbereich sichet beim Abfließen des Wassers
einen ausreichenden Unterdruck, um die Versorgungsflüssigkeit anzusaugen. Es
ist möglich, dass das Wasser auch entlang des Rohrs abfließt.
Die Form des Rohrs kann beliebig sein; in dem Beispiel wurde für
das Rohr ein runder Querschnitt gewählt; dieser sichert, dass das Rohr ein
maximales Innenvolumen bei einem gegebenen Umfang aufweist. Dieser Querschnitt sichert
ferner, dass das Wasser der Wasserspülung an allen Seiten des Rohrs abfließt.
Das Rohr weist bei der Ausführungsart der Figur eine geknickte
Form auf, die es ermöglicht, sein freies Ende der Wand des Beckens anzunähern,
wenn sich der Spender in Funktionsposition befindet. Diese geknickte Form verbessert
die Wirksamkeit des Spenders. Der Querschnitt der Öffnung 15 am Ende
des Rohrs ist derart gewählt, dass das Abfließen der Versorgungsflüssigkeit
bei Nichtvorhandensein eines Wasserstroms um das Rohr vermieden wird; auf diese
Weise fließt keine Versorgungsflüssigkeit ab, wenn die Toiletten nicht
verwendet werden. Dies ist ein Vorteil im Vergleich zu den Spendern des Standes
der Technik, bei denen der Behälter konstant mit einer porösen Masse in
Verbindung steht. Der Querschnitt der Öffnung am Ende des Rohrs ist derart
gewählt, dass die Versorgungsflüssigkeit abfließt, wenn das Wasser
der Wasserspülung entlang des Rohrs oder in der Nähe des Endes desselben
fließt.
Der Querschnitt der Öffnung am freien Ende des Rohrs hat einen
Durchmesser von 1,5 mm in dem Ausführungsbeispiel der 1
und 2 für eine Versorgungsflüssigkeit, die
eine Viskosität von ungefähr 500 mPa·s aufweist. Allgemeiner kann
die Versorgungsflüssigkeit eine Viskosität zwischen 10 und 4000 mPa·s
aufweisen, und die Öffnung kann einen Durchmesser zwischen 0,2 und 15 mm aufweisen
– wobei dieser letztgenannte Wert der Ausführungsart der 3
oder 5 entspricht. Der Durchmesser der Öffnung
kann experimentell für eine gegebene Versorgungsflüssigkeit bestimmt werden.
Noch höhere Viskositäten sind möglich, insbesondere bei den Ausführungsarten
der 3, 5 oder
6. Werte zwischen 2500 und 5000 mPa·s bzw. bis
zu 6000 mPa·s sind geeignet. Der Durchmesser der Öffnung kann nun zwischen
1,2 und 1,5 mm gewählt werden.
Die geknickte Form des Rohrs ermöglicht es auch, den Winkel zwischen
dem Rohr und der Wand des Beckens und somit den Winkel &agr; zwischen der Achse
des Rohrs und der Vertikalen zu kontrollieren. Vorzugsweise beträgt dieser
Winkel zwischen 0 und 90°. In dem Beispiel ist der Winkel &agr; 75°,
so dass die Achse des Endes des Rohrs im Wesentlichen senkrecht auf die Wand des
Beckens und die Fließrichtung des Wassers steht. Diese Werte des Winkels ermöglichen
es, die Ansaugwirkung zu verbessern. Unter der Annahme, dass die Ansaugung mit Venturi-Effekt
erfolgt, ermöglicht es die geknickte Form des Rohrs sicherzustellen, dass die
Achse des Rohrs möglichst senkrecht auf den Wasserstrom ist; dies verbessert
die Ansaugwirkung im Vergleich mit einem Wasserstrom, dessen Richtung zur Senkrechten
zum Rohr geneigt ist.
2 ist eine Ansicht ähnlich jener aus
1, zeigt allerdings das Produkt in dem Behälter;
die Flüssigkeit befindet sich in dem Behälter und auch in dem Rohr in
der Nähe seines freien Endes. Wie in der Figur zu sehen ist, gibt es keinen
Kontakt zwischen der Flüssigkeit, die sich am Ende des Rohrs befindet, und
der Flüssigkeit, die sich in dem Behälter befindet; dies ist ohne Auswirkung
auf das Abfließen der Flüssigkeit aus dem Behälter, vermeidet aber
jedes Hochsteigen von Wasser in dem Behälter, wie später im Detail erklärt.
Die Funktion des Spenders der 1 und
2 ist folgende. Bei Nichtvorhandensein eines Wasserstroms
befindet sich die Versorgungsflüssigkeit in der Nähe des Endes des Rohrs,
fließt aber nicht ab. Wenn die Wasserspülung betätigt wird, fließt
das Wasser entlang der Wand des Beckens ab und ruft durch hydrodynamische Wirkung
einen Unterdruck in der Nähe des Endes des Rohrs hervor. Die Versorgungsflüssigkeit
fließt aus dem Rohr. Nach Beendigung des Abfließens des Wassers der Wasserspülung
gleicht sich der Druck im Behälter aus, und der Spender ist bereit für
eine neuerliche Verwendung.
Es ist verständlich, dass die Erfindung ein konstantes Abfließen
der Versorgungsflüssigkeit und einen Flüssigkeitsverlust bei Nichtverwendung
der Toiletten verhindert. Es ist auch verständlich, dass die Erfindung Hochsteigen
von Wasser im Behälter und die Verdünnung der Versorgungsflüssigkeit
verhindert. Überdies ist die erfindungsgemäße Vorrichtung sofort
funktionsbereit, im Gegensatz zu den Vorrichtungen mit poröser Masse; ab der
ersten oder zweiten Wasserspülung wird eine bestimmte Menge der Versorgungsflüssigkeit
verteilt. Die verteilte Versorgungsflüssigkeitsmenge ist von der Häufigkeit
der Verwendung des Spenders unabhängig.
Da die Funktion des erfindungsgemäßen Spenders auf der Ansaugung,
die durch das Abfließen des Spülwassers hervorgerufen wird, beruht, kann
die Versorgungsflüssigkeit eine geringere Viskosität als bei den Spendern
des Standes der Technik aufweisen. Dies vermeidet jede Blockierung des Spenders
durch Verdickungsmittel und verbessert seine Zuverlässigkeit.
Es werden nun Ausführungsdetails der Erfindung bei der Ausführungsart
der 1 und 2 dargestellt.
Wie die Figur zeigt, ist der erfindungsgemäße Spender tatsächlich
von mehreren Teilen gebildet: jeder dieser Teile kann aus durch Spritzguss geformtem
Kunststoff bestehen. Der Behälter ist von einem ersten Teil gebildet. Ein zweiter
Teil bildet den Körper des Spenders und nimmt den Behälter auf, die Befestigungsmittel
sind an diesem zweiten Teil befestigt. Dieser zweite Teil weist vorzugsweise auf
der Seite des Behälters ein abgeschrägtes Öffnungsrohr
16 auf, das es ermöglicht, den Behälter zu öffnen, wobei
ein Verschlussdeckel zerrissen wird. Dies ermöglicht es, den Spender mit einem
versiegelten Behälter zu liefern oder versiegelte Ersatzbehälter zu liefern.
Der Deckel des Behälters wird durch das Öffnungsrohr zerrissen, wenn der
Behälter in den Körper des Spenders eingesetzt wird. Auf der dem Behälter
gegenüber liegenden Seite weist dieser zweite Teil eine zylindrische Lagerung
auf, in die das Rohr 10 eingesetzt wird. Der Spender umfasst ferner einen
vierten Teil, der eine Düse am Ende des Rohrs 10 bildet. Die Tatsache,
dass ein vierter Teil am Ende des Rohrs vorgesehen ist, in dem die Öffnung
15 definiert ist, ermöglicht es, den Durchmesser der Öffnung
zu verändern, ohne die Struktur des Spenders zu ändern. Keiner der Teile
des Spenders ist beweglich, und der Spender ist in seiner Struktur wie in seiner
Funktion einfacher als der Spender des Dokuments El Siouty, das oben erwähnt
ist.
Wie in der Figur zu sehen ist, umfasst der Spender in der Nähe
des Endes des Rohrs ein Loch 18. Dieses Loch ermöglicht den Lufteintritt
in den Spender nach dem Abfließen der Flüssigkeit unter der Wirkung des
durch eine Wasserspülung erzeugten Unterdrucks. Das Loch sichert somit einen
Ausgleich des Drucks im Rohr zwischen zwei Wasserspülungen. So ist die Funktion
des Spenders vom Flüssigkeitsstand im Behälter unabhängig.
Es ist besonders vorteilhaft, dass das Ende des Rohrs vom Behälter
getrennt ist; in dem Beispiel der 1 und 2
weist der Boden der Lagerung, der das Rohr aufnimmt, somit eine Öffnung
22 auf. Wie die Öffnung 15 verhindert diese zweite Öffnung
22 im Rohr das Abfließen der Flüssigkeit bei Nichtvorhandensein
einer Wasserspülung. Wie 2 zeigt, wird während
der Funktion die in dem Behälter vorhandene Flüssigkeit durch die Öffnung
22 zurückgehalten; und die in der Nähe des freien Endes des Rohrs
10 vorhandene Flüssigkeit ist nicht mit der Flüssigkeit des Behälters
in Kontakt. Die Öffnung 22 kann einen Durchmesser zwischen 0,2 und
10 mm aufweisen; ein solcher Durchmesser ist ausreichend, um während der normalen
Funktion ein Abfließen der Flüssigkeit vom Behälter zum Ende des
Rohrs zu verhindern. Auf diese Weise wird ein Abteil zwischen dem freien Ende des
Rohrs 10 und der Öffnung 22 definiert. Die Funktion des Spenders
bei dieser Ausführungsart ist folgende. Ausgehend von der Ruheposition der
2 ruft, wie oben erklärt, das Abfließen des
Wassers einen Unterdruck durch hydrodynamische Wirkung, die Beseitigung der in dem
Abteil enthaltenen Flüssigkeit und die Verteilung der Aktivstoffe im Wasser
des Beckens hervor. Eine neue Flüssigkeitsmenge wird vom Behälter durch
die Öffnung 22 für eine Verteilung bei der nächsten Wasserspülung
angesaugt. Diese Ansaugung führt zu einem Hochsteigen von Luft im Behälter,
wodurch der Luftdruck über der Flüssigkeit ausgeglichen wird, und ermöglicht
eine Funktion der Vorrichtung unabhängig vom Flüssigkeitsstand.
Der Unterdruck im Rohr wird dann durch Luftansaugung durch das Loch
18 ausgeglichen. Diese Luftansaugung sichert eine Trennung zwischen der
Flüssigkeit im Rohr in der Nähe der unteren Öffnung des Rohrs einerseits
und der Flüssigkeit des Behälters über der Öffnung
22 andererseits. Diese Trennung verhindert jedes Hochsteigen von Wasser
im Behälter durch Osmose. In der Tat, auch wenn die Flüssigkeit des Rohrs
teilweise durch in das Rohr eindringendes Wasser verdünnt wird, wird die Flüssigkeit
des Behälters nicht verdünnt.
Das Verhältnis zwischen dem Durchmesser des Luftloches und der
Öffnung am freien Ende des Rohrs ermöglicht eine Verzögerung beim
Druckausgleich und somit eine Ansaugung der Flüssigkeit aus dem Behälter
vor dem Druckausgleich. So ist es vorteilhaft, dass der Durchmesser des Luftloches
klein genug ist, um die Bildung eines Unterdrucks in dem Behälter während
der Ableitung der Flüssigkeit zu ermöglichen. Wenn der Durchmesser des
Luftloches zu groß ist, bildet sich kein Unterdruck im Rohr bei der Verteilung
der Flüssigkeit durch die Wasserspülung, und die angesaugte neue Flüssigkeitsmenge
kann unzureichend sein. Umgekehrt, wenn der Durchmesser des Loches zu klein ist,
verringert sich die Luftmenge zwischen der Flüssigkeit des Rohrs und der Flüssigkeit
des Behälters, und die Trennung kann nicht mehr gewährleistet werden.
Bei der Ausführungsart der Figur weist das Loch einen Durchmesser von 0,8 mm
auf, was für die oben erwähnten Viskositäten der Flüssigkeit
passend ist. Allgemeiner kann das Loch einen Durchmesser zwischen 0,2 und 2 mm aufweisen.
Das Loch ist weit genug vom freien Ende des Rohrs entfernt, damit die eingeleitete
Luft im Rohr hochsteigt: die Tatsache, dass während der Ansaugphase das Wasser
der Spülung über das Loch strömt, hat den Vorteil, dass auch jeder
zu rascher Druckausgleich vermieden wird.
Die Figur zeigt ferner, dass der Spender einen Haken oder vorspringenden
Teil 20 in der Nähe der Öffnung am freien Ende des Rohrs aufweist.
Der Haken stützt sich auf die Wand des Beckens und ermöglicht es, genau
die Position des Endes des Rohrs in Bezug zur Wand zu bestimmen. Dieser Haken ist
besonders nützlich bei Fehlen einer Führungsplatte für das Wasser,
wie jener der 3 oder 5.
Eine Länge des Hakens zwischen 0,2 und 6 mm ist geeignet. Es ist vorteilhaft,
dass der Haken den Wasserstrom nicht stört und diesen insbesondere nicht verlangsamt.
Aus diesem Grund kann der Haken versetzt zur Achse des Rohrs angeordnet werden,
wie dies die 1 und 2 zeigen.
Diese verschiedenen Merkmale sind bei der Ausführungsart der
1 und 2 kombiniert, aber
sie können auch unabhängig voneinander eingesetzt werden.
Die 3 bis 9 zeigen
Prinzipansichten von weiteren Ausführungsarten des Spenders.
Bei der Ausführungsart der 3 weist der Spender
einen Behälter 24 mit einer Öffnung 26 auf, die in ein
Rohr 28 mit einem größeren Durchmesser als der Durchmesser der
Öffnung mündet. Das Rohr weist einen konstanten Durchmesser auf. Die Funktion
der Vorrichtung ist analog zu der oben beschriebenen: das Abfließen der Flüssigkeit
erzeugt einen Unterdruck im Rohr, und eine Flüssigkeitsmenge wird angesaugt.
Die angesaugte Flüssigkeit fließt in das Rohr ab und wird verteilt. Bei
Nichtvorhandensein einer Wasserspülung bleibt die Flüssigkeit im Behälter.
Es kommt zu keinem Kontakt zwischen dem Wasser und der Flüssigkeit des Behälters,
und die Vorteile der Erfindung sind gewährleistet. Eine weitere Erklärung
für das Abfließen der Flüssigkeit ist folgende: bei der Wasserspülung
steigt das Wasser im Rohr hoch und erzeugt durch das Hochsteigen im Rohr
28 einen Überdruck. Dieses Eindringen des Wassers in das Rohr wird
durch die gerillte Platte begünstigt. Der Überdruck im oberen Bereich
des Rohrs führt zu einem Eindringen von Luft in den Behälter
24, wobei sich der Druck beiderseits der Öffnung 26 ausgleicht.
Es ist anzumerken, dass die Luft, die sich in dem Rohr befindet, ferner jeden Kontakt
zwischen dem im Rohr hochsteigenden Wasser und der Versorgungsflüssigkeit verhindert.
Wenn das Wasser abfließt, sinkt am Ende der Wasserspülung
der Wasserstand in dem Rohr, wobei das Wasser der Wasserspülung nun aus dem
Rohr abfließt. Der Druck im Behälter 24 ist nun größer
als der Druck im Rohr, und der Druck gleicht sich durch Ansaugung von Versorgungsflüssigkeit
aus dem Behälter durch die Öffnung 26 aus. Die Versorgungsflüssigkeit
fließt entlang des Rohrs und dann über die gerillte Platte ab.
Bei der Ausführungsart der 4 ist
der Spender ähnlich jenem der 3, aber er weist
eine Öffnung 30 mit einem kleineren Durchmesser am Ende des Rohrs
auf. Im Gegensatz zu der Ausführungsart der 1
und 2 weist das Rohr kein Luftloch auf. Die Funktion
der Vorrichtung ist analog zu der oben beschriebenen: eine Flüssigkeitsmenge,
die am freien Ende des Rohrs vorhanden ist, wird durch den von der Wasserspülung
hervorgerufenen Unterdruck angesaugt. Dies erzeugt einen entsprechenden Unterdruck
im Behälter und führt zur Ansaugung einer neuen Flüssigkeitsmenge
durch die Öffnung 26 des Behälters. Wie bei der Ausführungsart
der 1 und 2 kommt es zu
einer Trennung zwischen der Flüssigkeit des Rohrs und der Flüssigkeit
des Behälters.
5 zeigt noch eine Ausführungsart der Erfindung.
Bei dieser Ausführungsart ist der Spender ähnlich jenem der
3 und weist einen Behälter 24 auf, der
in seinem unteren Teil mit einer Öffnung 26 versehen ist. Diese hat
eine Größe – im Fall einer kreisförmigen Öffnung einen
Durchmesser – die das Abfließen der Versorgungsflüssigkeit bei
Nichtvorhandensein äußerer Beanspruchungen verhindert. Wie in dem Beispiel
der 1 und 2 kann eine
Größe von ungefähr 3 mm verwendet werden, allgemeiner eine Größe
zwischen 0,2 und 6 mm, in Abhängigkeit von der Viskosität der Versorgungsflüssigkeit.
Die Öffnung mündet in ein Rohr 32 mit einem Durchmesser von ungefähr
15 mm und einer Länge von ungefähr 8 mm. Diese Länge des Rohrs sichert
das Nichtvorhandensein eines Kontaktes zwischen dem Wasser der Spülung und
der Versorgungsflüssigkeit, die in dem Behälter enthalten ist, allgemeiner
würde eine Rohrlänge über 2 mm entsprechen. Der Spender weist ferner
eine Führungsplatte 34 auf, die unter dem Ende des Rohrs
32 angeordnet ist. Der Abstand zwischen dem freien Ende des Rohrs und der
gerillten Platte beträgt bei der Ausführungsart ungefähr 1,5 mm.
Allgemeiner kann dieser Abstand – oder der Abstand zwischen der Platte und
der Öffnung bei Nichtvorhandensein eines Rohrs – zwischen 0,2 und 6
mm betragen.
Der Spender aus 5 funktioniert folgendermaßen:
bei Nichtvorhandensein einer Wasserspülung gewährleistet die Öffnung
26, dass die Flüssigkeit nicht aus dem Behälter abfließt.
Wenn der Benutzer die Wasserspülung auslöst, fließt das Wasser über
die Platte 34, die es führt, wie durch den Pfeil der Figur dargestellt;
es fließt auch um das Rohr 32 und zwischen das Ende des Rohrs und
der Platte 34 in eine Richtung senkrecht zur Achse des Rohrs. Das Abfließen
des Wassers führt zu einem Unterdruck in dem Rohr, dann im Behälter, was
zu einer Ansaugung von einigen Tropfen der Versorgungsflüssigkeit aus dem Behälter
führt. Das Abfließen ruft gleichzeitig das Hochsteigen einer Luftblase
in dem Raum des Behälters über der Versorgungsflüssigkeit hervor.
Dieses Hochsteigen von Luft ermöglicht das Abfließen der Versorgungsflüssigkeit
aus dem Behälter, bis der Ausgleichsdruck in dem Behälter erreicht ist
und das Abfließen der Versorgungsflüssigkeit aufhört.
Die Flüssigkeit fließt durch die Öffnung
26 ab und fällt auf die Platte 34; ein Teil der Flüssigkeit
wird von der Wasserspülung mitgenommen; die Flüssigkeit fließt allerdings
weiter während einer Dauer von ungefähr 6 s nach Ende der Wasserspülung
ab, bei einer Viskosität der Versorgungsflüssigkeit von ungefähr
500 mPa·s; allgemeiner kann diese Dauer in Abhängigkeit von der Viskosität
und den Durchmessern der verschiedenen Löcher zwischen 2 und 60 s oder mehr
betragen. In jedem Fall hört nach Ende dieser Dauer das Abfließen von
Flüssigkeit völlig auf. Die Versorgungsflüssigkeit, die nach Beendigung
der Wasserspülung abfließt, bleibt auf der Platte. Diese ist vorzugsweise
gerillt, was die Ausbreitung der Versorgungsflüssigkeit erleichtert und die
Geruchswirkung des Spenders, die durch die Verdampfung der Versorgungsflüssigkeit
hervorgerufen wird, verbessert. Der Anteil an Flüssigkeit,
der während der Wasserspülung und nach Beendigung derselben abfließt,
hängt von der Größe der Öffnung 26 und spezifischer
von der Druckausgleichsgeschwindigkeit ab.
Das Vorhandensein des Rohrs 32, in das die Öffnung
26 mündet, hat die folgenden Vorteile: einerseits führt das Rohr
das Wasser und verbessert die hydrodynamische Ansaugwirkung. Andererseits vermeidet
das Rohr jeden Kontakt zwischen der Öffnung 26 und dem Wasser, verhindert
mit anderen Worten jedes Hochsteigen von Wasser im Behälter. Es ist möglich,
das Rohr wegzulassen, auf die Gefahr hin, dass die hydrodynamische Wirkung der Wasserspülung
verringert wird und ein Hochsteigen von Wasser in der Versorgungsflüssigkeit
möglich ist.
Die Verteilung der Flüssigkeit durch die hydrodynamische Wirkung
des Hochsteigens der Flüssigkeit in und um das Rohr kann ebenfalls wie für
die vorhergehenden Figuren erklärt werden. Um ein solches Hochsteigen der Flüssigkeit
im Rohr zu begünstigen, kann vorgesehen werden, dass das Rohr 32 und
die Platte 34 miteinander auf einem Teil des Umfangs des Rohrs in Kontakt
stehen; die Kontaktzone liegt, falls vorhanden, vorzugsweise der Richtung des eintreffenden
Wasserstroms gegenüber. In dem Beispiel der Figur wäre diese Kontaktzone
die linke Seite der Figur. Diese Kontaktzone kann durch ein Abschneiden des Endes
des Rohrs in schräger Form oder dergleichen hergestellt werden; es kann auch
ein Vorsprung auf der Platte 34 vorgesehen werden, der teilweise das Rohr
umgibt oder sich im Inneren eines Teils desselben befindet. In jedem Fall bleibt
das Ende des Rohrs offen, so dass die Nachteile der Vorrichtung WO-A-01 02653 vermieden
werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass ein Teil des Umfangs des Rohrs näher
der Führungsvorrichtung als das übrige Rohr ist – ohne dieses notwendigerweise
zu berühren. Ferner kann eine Öffnung am Ende des Rohrs in der Umfangswand
des Rohrs vorgesehen werden.
6 zeigt noch eine Ausführungsart eines erfindungsgemäßen
Spenders. Der Spender ist in seinem Prinzip ähnlich jenem aus 5
mit Ausnahme der Form der Platte 36. Bei der Ausführungsart der
5 ist die Platte 36 derart ausgeführt,
dass sie das Hochsteigen von Wasser um das Rohr begünstigt. Sie ist somit auf
dem Weg des Wasserstroms angeordnet und kann vorzugsweise einen Rand aufweisen,
der einen Teil des Wasserstroms zurückhält. Die Platte 36 mit
Rändern hat eine Trichterfunktion, um den Wasserstand um das Rohr steigen zu
lassen. Es können Öffnungen 38 im Rand vorgesehen werden. Es
ist anzumerken, dass die Platte auch gerillt sein kann.
Die Funktion des Spenders aus 6 kann
folgendermaßen erklärt werden: wenn der Wasserstrom stark genug ist, führt
die Platte das Wasser senkrecht zum Rohr, was zu einem Unterdruck und zur Ansaugung
einer Flüssigkeitsmenge wie im Spender der 5 führt.
Wenn hingegen der Wasserstrom zu schwach ist, ermöglicht die Abfließdauer
des Wassers der Spülung das Hochsteigen von Wasser um das Rohr; dieses Hochsteigen
führt zu einer Erhöhung des statischen Drucks unten am Rohr und im Inneren
desselben; dieser Druck führt zur Einleitung von Luft in den Behälter
und somit zu einem Überdruck über der aktiven Flüssigkeit. Nach Unterbrechung
des Wasserstroms, wenn der Wasserstand durch Abfließen auf die Platte absinkt,
verringert sich der statische Druck, und eine Menge von aktiver Flüssigkeit
wird aus dem Behälter angesaugt, bis der Druck wieder ausgeglichen und der
Überdruck verschwunden ist. Die Flüssigkeit, die nach der Unterbrechung
des Wasserstroms auf der Platte 36 ankommt, breitet sich hier aus und verstärkt
die geruchshemmende Wirkung durch Verdampfung bis zur nächsten Wasserspülung.
Bei der folgenden Spülung wird die vorher angesaugte Flüssigkeit, die
sich auf der Platte befindet, vom Wasser mitgenommen, so dass die Aktivstoffe im
Wasser des Beckens verteilt werden. Diese Ausführungsart ist besonders vorteilhaft
für die geruchshemmende Wirkung auf Grund des Ausbreitens einer frisch unmittelbar
nach der Spülung angesaugten Versorgungsflüssigkeit auf der Platte.
Diese Vorrichtung hat auch den Vorteil, dass sie auch mit Wasserströmen
mit sehr geringer Geschwindigkeit funktioniert. Von diesem Standpunkt aus kann die
Ausbildung der Platte 36 erfolgen, wobei Öffnungen 38 auf
den Rändern der Platte ausgespart werden. Die Größe der Öffnungen
ist derart, dass das Wasser um das Rohr bei der Spülung hochsteigt, dann aber
nach Beendigung derselben abfließt, um die Ansaugung der Versorgungsflüssigkeit
hervorzurufen. Dies erzeugt eine Verzögerungswirkung bei der Ansaugung der
Flüssigkeit und gewährleistet, dass die Versorgungsflüssigkeit aus
dem Spender nach Beendigung der Spülung angesaugt wird. Die Entleerung der
Platte gewährleistet, dass das Rohr vor der folgenden Spülung voll mit
Luft ist.
Wie unter Bezugnahme auf 5 beschrieben,
kann auch vorgesehen sein, dass das Rohr die Platte 36 teilweise auf der
der Ankunft des Wasserstroms gegenüber liegenden Seite berührt. Es könnte
auch vorgesehen sein, dass das Rohr die Platte 36 auf der Ankunftsseite
des Wasserstroms berührt; dies hätte den Effekt, dass die statische Funktion
der Vorrichtung durch das Hochsteigen des Wassers um das Rohr begünstigt und
die dynamische Funktion der Vorrichtung durch Hochsteigen des Wassers im Rohr beim
Abfließen von Wasser benachteiligt wird. Wie oben beschrieben, kann einfach
das Ende des Rohrs oder ein Teil desselben ohne Kontakt angenähert werden.
Umgekehrt oder ergänzend dazu könnte eine Führungsplatte
vorgesehen sein, die nicht eben sondern geneigt ist, was in unterbrochenen Linien
in 6 dargestellt ist. In einem solchen Fall befindet
sich die Öffnung in der Führungsplatte in der Nähe des freien Endes
des Rohrs, sie erfüllt nicht die Funktion eines Diffusors, dient aber nur dazu,
den Wasserstrom zu führen, um die Verteilung der Versorgungsflüssigkeit
zu sichern.
Die 7 und 8
zeigen Teilschnittansichten von zwei weiteren Ausführungsarten eines Spenders:
in diesen Figuren ist nur der Teil des Spenders dargestellt, der sich in der Nähe
der Öffnung befindet: die beiden Figuren sind Beispiele mit einem abnehmbaren
Behälter und zeigen somit das abgeschrägte Rohr 40, das es ermöglicht,
den Deckel eines abnehmbaren Behälters zu durchstoßen. In den Beispielen
dieser Figuren weist der Spender zwei getrennte Öffnungen auf, die als Lufteintritt
bzw. zur Verteilung der Versorgungsflüssigkeit dienen.
In dem Beispiel der 7 sind zwei Öffnungen
42 und 44 vorgesehen: die Öffnung 42 dient als Lufteintritt
in den Behälter, während die Öffnung 44 zur Verteilung der
Versorgungsflüssigkeit dient: zu diesem Zweck umgibt das Rohr 46 die
Öffnung 42, während kein Rohr unter der Öffnung
44 vorgesehen ist: es könnte auch ein Rohr unter der Öffnung
44 vorgesehen sein, das sich weniger weit unten als das Rohr
46 erstreckt. Auf Grund des Rohrs 46 ruft das Abfließen des
Wassers einen Lufteintritt in den Behälter durch die Öffnung
42 hervor, der sich durch eines der oben erwähnten Phänomene
erklären lässt. Das Abfließen des Wassers bei Fehlen eines Rohrs,
das die Öffnung 44 umgibt, oder auf Grund der geringeren Größe
dieses Rohrs ruft hingegen keinen oder nur einen geringen Lufteintritt durch die
Öffnung 44 hervor.
Die Flüssigkeitsverteilung erfolgt in dem Beispiel der
7 gleichzeitig mit dem Abfließen; sie kann durch
die Öffnung 44 beginnen, sobald die Luft beginnt, in den Behälter
durch die Öffnung 42 einzudringen. Die Tatsache, dass zwei Öffnungen
vorhanden sind, ermöglicht es auch, unabhängig die Abmessungen dieser
beiden Öffnungen einzustellen. Die Abmessung der Öffnung 42 kann
geringer als in den Beispielen mit einer einzigen Öffnung sein, ohne deshalb
die Wirksamkeit der Flüssigkeitsverteilung zu beeinträchtigen. Dies ermöglicht
es, zuverlässig eine geringere Dosis als bei Vorhandensein einer einzigen Öffnung
zu verteilen. Die Größe der Verteilungsöffnung 44 kann nun
einfach derart gewählt werden, dass das Abfließen der Versorgungsflüssigkeit
aus dem Behälter bei Nichtvorhandensein einer Wasserspülung verhindert
wird; die Größe der Öffnung 42 wird in Abhängigkeit
von der zu verteilenden Flüssigkeitsmenge gewählt. So kann eine geringere
Flüssigkeitsmenge verteilt und die Lebensdauer des Produktes bei einem gegebenen
Behältervolumen verlängert werden.
In dem Beispiel der 8 umgibt ein einziges
Rohr 48 die beiden Öffnungen 42 und 44; damit die
Luft in die Öffnung 42 eintritt und das Produkt von der anderen Öffnung
44 verteilt wird, ist ein zweites Rohr 50 unter der Flüssigkeitsverteilungsöffnung
44 im Inneren des einzigen Rohrs 48 vorgesehen. Auf Grund der
Höhe dieses zweiten Rohrs besteht bei der Wasserspülung ein Druckunterschied
im Bereich der beiden Öffnungen: dies begünstigt den Lufteintritt durch
die Öffnung 42 und die Verteilung von Versorgungsflüssigkeit
durch die Öffnung 44.
In dem Beispiel der 7 und 8
ist die Führungsvorrichtung nicht dargestellt; es können die Führungsvorrichtungen
der vorhergehenden Figuren oder auch keine verwendet werden, je nach der Art des
Wasserstroms. Es ist auch die Form des Endes des Rohrs zu bemerken: diese weist
einen Ausschnitt 52 auf. So kann das Hochsteigen des Wassers im Rohr oder
das Gegenteil, wie oben erklärt, in Abhängigkeit von der Position des
Ausschnitts in Bezug auf die Richtung des Wasserstroms begünstigt werden.
Bei allen Ausführungsarten können den Spendern weitere Elemente
zugeordnet werden. Es ist somit möglich, dem Behälter eine poröse
Masse, die mit Parfum getränkt ist, zuzuteilen, die gleichzeitig mit dem Behälter
gewechselt wird. Insbesondere kann ein mit Parfum getränkter Zelluloseblock
verwendet werden.
Diese Lösung verhindert, dass in die Flüssigkeit Parfumessenzen
und Aktivstoffe gemischt werden, die diese Parfumessenzen beeinträchtigen könnten.
So können die wegen ihrer Entkalkungswirkung verwendeten Säuren die Parfumsubstanzen
beeinträchtigen.
In dem Spender kann auch eine beispielsweise poröse oder gerillte
Diffusionsmasse vorgesehen sein. Diese Masse könnte mit der Flüssigkeit
des Rohrs in Kontakt sein, würde sich aber außerhalb des Weges des Wassers
der Spülung befinden; so könnte auf dem unteren Teil des Rohrs eine Öffnung
vorgesehen sein, durch die die Versorgungsflüssigkeit abfließt. Diese
Lösung hat den Vorteil, dass sie die Diffusionskraft des Spenders verbessert,
was für Parfumaktivstoffe geeignet ist. In einem solchen Fall steht die Diffusionsmasse
mit der Flüssigkeit des Rohrs in Verbindung, und die Nachteile des Standes
der Technik Sara Lee werden vermieden. Es kann auch eine Diffusionsmasse vorgesehen
sein, die nicht in direktem Kontakt mit der Flüssigkeit steht, sondern sich
auf dem Weg des Wassers der Spülung befindet. Ein Teil der Flüssigkeit,
die aus dem Spender abfließt, wird nun durch die poröse Masse entnommen;
wie im vorhergehenden Fall verbessert dies die Parfumwirkung durch
die längere Diffusion der Parfumaktivstoffe. Diese Lösung ist insbesondere
für das Beispiel der 3 geeignet, in dem die Flüssigkeit
vom Behälter durch den von der Wasserspülung erzeugten Unterdruck angesaugt
wird, aber weiterhin vom Rohr auch nach Beendigung der Wasserspülung abfließt.
Die Länge des Rohrs und die Wiederausgleichszeit erzeugen somit eine Verzögerung
zwischen der Ansaugung vom Behälter und dem Abfließen des Produktes, so
dass ein Teil des Produktes aus einer Diffusionsmasse entnommen werden kann.
Ferner kann eine Vorrichtung zur Führung des Wassers zum freien
Ende des Rohrs 10 vorgesehen sein; eine solche Vorrichtung, beispielsweise
in Form von Führungsplatten oder eines Trichters, ermöglicht es, das Wasser
zum Ende des Rohrs zu führen. So kann die Wassermenge, die zum Rohr abfließt,
erhöht werden, allerdings mit einem möglichen Geschwindigkeitsverlust.
Die verschiedenen Elemente der verschiedenen Ausführungsarten
der Erfindung können kombiniert werden. So verwenden die Ausführungsarten
der 3, 5 und
6 eine Führungsplatte für das Wasser, von
der die Versorgungsflüssigkeit zwischen zwei Spülungen verdampft. Es könnte
eine solche Platte auch bei den Ausführungsarten der 1
und 2 oder der 4 verwendet
werden. Die Platte hat, wie oben erklärt, eine Führungsfunktion und eine
Funktion der Verbesserung der Geruchswirkung, beispielsweise bei einer Versorgungsflüssigkeit
ohne Parfumfunktion oder einfach für eine Geruchswirkung, ohne an der Führung
des Wassers beteiligt zu sein.
Das Rohr kann gerade sein, wie bei der Ausführungsart der
5, oder auch geknickt, wie bei den Ausführungsarten
der anderen Figuren; nochmals, die Formen der Rohre können in Abhängigkeit
von der Richtung des Wasserstroms ausgetauscht werden; es ist vorteilhaft, die Form
des Rohrs zur Maximierung des hydrodynamischen Effekts des Wassers auszuwählen.
Wenn das Rohr geknickt ist, oder allgemeiner, wenn es nicht vertikal ist, kann es
dazu dienen, eine Verzögerungswirkung bei der Ansaugung der Versorgungsflüssigkeit
einzuleiten, wobei diese an den Wänden des Rohrs abfließt. Im Falle eines
in einen Wasserspülbehälter eingetauchten Spenders hat das Rohr vorzugsweise
eine Länge oder genauer eine Höhe, die das Hochsteigen von Wasser zur
Öffnung des Behälters des Spenders verhindert. Dies vermeidet jeden Kontakt
zwischen der Versorgungsflüssigkeit und dem Wasser des Behälters der Spülung.
Der Spender kann einen abnehmbaren Behälter aufweisen, wie bereits
bei einigen Spendern des Standes der Technik vorgeschlagen wurde. In diesem Fall
ist der Spender typischerweise mit Mitteln zur Aufnahme und zum Halten des Behälters
und einer Spitze oder dergleichen versehen, um einen Deckel des Behälters zu
zerreißen. In diesem Fall ist unter „Behälter" der Teil des Spenders
zu verstehen, in dem die Flüssigkeit in Funktionsposition des Spenders gespeichert
ist. Mit anderen Worten ist im Falle eines abnehmbaren „Behälters" der
Behälter im Sinne der vorliegenden Beschreibung nicht einfach der abnehmbare
Teil, sondern umfasst auch den gesamten Teil des Spenders, in dem sich die Flüssigkeit
befindet, wenn sich der Spender in Funktionsposition befindet.
Die Ausführungsarten der Erfindung können ein Rohr aufweisen,
in das die Öffnung mündet. In diesem Fall ist es vorteilhaft, dass das
freie Ende des Rohrs – d.h. das Ende, das nicht mit dem Behälter verbunden
ist – selbst von jeder Führungsvorrichtung oder von der Wand der Toiletten
entfernt ist, so dass ein Durchströmen des Wassers der Spülung möglich
ist. Wie oben erklärt, kann auch vorgesehen sein, dass das Rohr nur teilweise
an seinem unteren Ende offen ist.
Die hydrodynamische Ansaugwirkung der Versorgungsflüssigkeit
in dem erfindungsgemäßen Spender kann somit durch drei Phänomene
erklärt werden:
- – eine Ansaugung auf Grund des Unterdrucks, der durch das Abfließen
des Wassers am Ende des Rohrs hervorgerufen wird; dieser ist maximal, wenn der Wasserstrom
senkrecht zu diesem Ende verläuft;
- – eine Ansaugung auf Grund des Hochsteigens und dann des Absinkens von
Wasser im Rohr, wie in 3; in diesem Fall ruft auch
bei Nichtvorhandensein eines statischen Drucks um das Rohr das Hochsteigen von Wasser
im Rohr einen Überdruck im Behälter hervor; diese Vorrichtung ist im Himbeick
auf die Geschwindigkeit und die Richtung des Wasserstroms empfindlicher;
- – eine Ansaugung auf Grund der Änderung des statischen Drucks am
Ende des Rohrs.
Die drei Phänomene können je nach Stärke und Richtung
des Wasserstroms kombiniert auftreten. Dies ermöglicht es dem Spender, unter
verschiedenen Bedingungen der Wasserspülung zu funktionieren. Der Spender ist
zuverlässiger.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die als Beispiele beschriebenen
Ausführungsarten beschränkt; so könnte das Verteilungsrohr eine andere
Form als die in den Ausführungsbeispielen dargestellte aufweisen und könnte
beispielsweise eine Öffnung von länglicher Form besitzen. In einem solchen
Fall kann der Begriff „Durchmesser" im Vorhergehenden durch den Begriff „Größe"
ersetzt werden. Das erfindungsgemäße Rohr kann einen anderen Querschnitt
als den vorgeschlagenen aufweisen: beispielsweise kann ein quadratischer Querschnitt
verwendet werden, wobei das Rohr einfach von vier Wänden gebildet ist, die
die im unteren Teil des Behälters vorgesehene Öffnung umgeben. Die Länge
des Rohrs kann im Zusammenhang mit den Ausführungsarten variieren, sie könnte
auch kleiner als der Querschnitt sein. Der Querschnitt des Rohrs kann auch die gesamte
Fläche des Spenders bedecken: in diesem Fall könnte das Rohr „Schürze"
oder „Abteil" genannt werden.
Schließlich ist die Erfindung bei ihrer bevorzugten Anwendung
für die Verteilung einer Versorgungsflüssigkeit in einem Toilettenbecken
beschrieben; sie kann auch für die Verteilung einer Flüssigkeit einer
anderen Art in einem Umfeld mit einem Abfließen eines Fluids verwendet werden.