Die Erfindung betrifft allgemein die Technologie der Kopplung einer
Vermittlungsvorrichtung mit der Festnetzverbindung, die zu einem Telefongerät
führt. Die Erfindung betrifft insbesondere die Technologie der Bereitstellung
einer so genannten Rufabschaltungsmeldung, die eine Beantwortung eines Anrufs meldet.
Die übliche Anordnung bei einem analogen Telefonsystem besteht
darin, eine separate Zwillingskabelleitung zu jeder Teilnehmervorrichtung zu ziehen,
und zwar typischerweise zu einem Telefongerät. Bei Digitalsystemen ist es möglich,
die Kapazität, die von diesem physikalischen Medium dargestellt wird, an viele
Teilnehmer zu verteilen, da viele Telefonanrufe gleichzeitig in Multiplexform auf
derselben Leitung übertragen werden können. Wenn einer analogen Telefonvermittlung
eine digitale Übertragungsverbindung hinzugefügt wird, wird am Vermittlungsende
der Übertragungsverbindung eine Schaltung benötigt, die als ein analoges
Telefongerät für die Telefonvermittlung dient. Eine solche Schaltung wird
als Vermittlungsstellen-Schnittstellenschaltung (OLIC – office line interface
circuit) bezeichnet. Wenn das Telefongerät analog ist, benötigt das Telefongerät-Ende
der Übertragungsverbindung eine Schaltung, die die digitale Übertragungsverbindung
für das Telefongerät wie eine Analogverbindung erscheinen lässt.
Eine Schaltung dieser Art wird als Leitungsschnittstellenschaltung (SLIC –
subscriber line interface circuit) bezeichnet. Die vorliegende Erfindung betrifft
die Leitungsschnittstellenschaltungen.
Der Auflegezustand bezeichnet im Allgemeinen einen Zustand des Telefonsystems,
in dem das Telefon nicht benutzt wird. Der Abnahmezustand wiederum bezeichnet einen
Zustand des Telefonsystems, in dem der Telefonhörer von der Gabel abgenommen
ist. Ein Übergang vom Auflegezustand in den Abnahmezustand ergibt sich daraus,
dass der Benutzer des Telefons den Hörer abnimmt, und zwar entweder, um einen
Anruf zu tätigen, oder bei Beantwortung eines klingelnden Telefons. Die vorliegende
Erfindung betrifft die letztere dieser Situationen.
Ein Rufsignal ist ein Wechselspannungs-(AC)-Signal mit einer relativ
großen Amplitude, das an das Zwillingskabel gekoppelt wird, das zu einem Telefon
führt, das einen Anruf empfangen soll. Übliche SLICs sind in Gruppen angeordnet,
die gruppenspezifische Rufgeneratoren benutzen. Ein solcher gruppenspezifischer
Rufgenerator kann an diejenige der abgehenden Leitungen der Gruppe gekoppelt sein,
an die ein Anruf erfolgen soll. Eine alternative Lösung besteht darin, so genannte
Ruf-SLICs zu benutzen, die dazu ausgebildet sind, ihre eigenen Rufsignale zu erzeugen
oder wenigstens zu verstärken. Ruf-SLICs weisen gewisse Vorteile hinsichtlich
der Herstellungskosten, der Modularität des Aufbaus, der physikalischen Größe,
der Zuverlässigkeit und der Leistung auf.
Wenn der Hörer am Empfangsende abgenommen wird, müssen die
Schaltmittel, die der Telefonleitung das Rufsignal zugeführt haben, eine Meldung
bereitstellen, und das Rufsignal so schnell wie möglich abschalten. Das auslösende
Ereignis für diese Vorgänge, d.h. der Fall der Erkennung, dass der Hörer
abgenommen wurde, ist als Rufabschaltungserkennung bekannt.
Eine übliche Lösung für die Rufabschaltungserkennung
ist es, gleichzeitig mit dem Rufsignal eine Gleichspannung (DC-Spannung) an die
Telefonleitung zu koppeln, und zu überwachen, ob die DC-Spannung einen DC-Strom
erzeugt oder nicht. Das Abnehmen des Hörers schließt den so genannten
Gabelumschalter am Telefon, so dass ein Strom durch die Leiterschleife fließen
kann, die aus Drähten des Zwillingskabels und des Gabelumschalters besteht.
Ein einfaches Tiefpassfilter, das mit einem Stromdetektor kombiniert ist, stellt
einen relativ guten Rufabschaltungsdetektor dar. Eine bekannte Alternative zu dem
Tiefpassfilter und dem Stromdetektor besteht darin, den Arbeitszyklus des Rufsignals
zu überwachen: in Abwesenheit eines DC-Stroms beträgt der Arbeitszyklus
genau 50 %, während ein gleichzeitiger DC-Strom ihn dazu veranlasst, von diesem
Wert abzuweichen.
Obwohl die Benutzung einer DC-Spannungskomponente zusammen mit dem
Rufsignal es relativ einfach macht, eine Rufabschaltungsmeldung bereitzustellen,
liegen andere Gründe vor, die es vorteilhafter machen, die DC-Quelle während
des Klingelns von der Telefonleitung zu isolieren. Wenigstens eine Lösung zum
Implementieren der Rufabschaltungserkennung ganz ohne einen zugehörigen DC-Strom
ist aus US-Patentschrift 5,694,465A an Apfel bekannt. Die darin vorgestellte Idee
basiert auf der Überwachung der AC-Impedanz der Telefonleitung, die an dem
SLIC beobachtet wird. Wenn die Distanz entlang dem Draht zwischen dem SLIC und dem
Telefongerät ausreichend kurz ist, ist die AC-Impedanz der Telefonleitung im
Auflegezustand stets höher als im Abnahmezustand. Wenn der SLIC eine plötzliche
Senkung der beobachteten AC-Impedanz der Telefonleitung erfasst, schließt er
daraus, dass der Hörer abgenommen worden sein muss, und stellt eine Rufabschaltungsmeldung
bereit. Der Nachteil dieser Lösung ist ihre Abhängigkeit von der Länge
der Telefonleitung. Bei langen Leitungen kann es geschehen, dass die Differenz der
beobachteten AC-Impedanz zwischen dem Auflege- und dem Abnahmezustand beunruhigend
gering ist. Wenn die Telefonleitung lang genug ist, kann die beobachtete AC-Impedanz
im Auflegezustand sogar kleiner sein als im Abnahmezustand, was es natürlich
unmöglich macht, den oben erwähnten Gedanken zu benutzen,
wenigstens ohne sorgfältige Kalibrierung jeder SLIC-Einheit sowohl während
der Installation als auch nach etwaigen Veränderungen an den Leitungen. Der
Autor des Patents hat diese Tatsache anerkannt, indem er für sein Patent den
Titel „Integrated ringer for short telephone lines" benutzt hat.
Eine US-Patentschrift 4,370,526 an Schoofs et al offenbart eine andere
Schaltanordnung, bei der die Kennlinien der Telefonleitung, die an dem SLIC beobachtet
werden, überwacht werden.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und
eine Schaltanordnung zum Implementieren der Rufabschaltungserkennung ohne Abhängigkeit
von einer DC-Komponente in der Telefonleitung vorzustellen. Es ist auch eine Aufgabe
der Erfindung, die Rufabschaltungserkennung in einer kosteneffizienten und zuverlässigen
Weise zu implementieren. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, das Risiko falscher
Rufabschaltungsmeldungen zu minimieren.
Die Aufgaben der Erfindung werden erfüllt, indem die Rufabschaltungsmeldung
aus beobachteten Veränderungen einer elektrischen Kennlinie in der Leitungsschnittstellenschaltung
hergeleitet wird, die die Telefonleitung, bei der die Rufabschaltung erfasst werden
soll, mit einem Rufsignal versorgt.
Eine Leitungsschnittstellenschaltung gemäß der Erfindung
ist durch das gekennzeichnet, was im kennzeichnenden Teil des entsprechenden unabhängigen
Patentanspruchs aufgeführt ist.
Ein Verfahren zum Bereitstellen einer Rufabschaltungserkennung gemäß
der Erfindung ist durch das gekennzeichnet, was im kennzeichnenden Teil des entsprechenden
unabhängigen Patentanspruchs aufgeführt ist.
Bei Ruf-SLICs sind ein Verstärker oder ein Paar Verstärker
vorgesehen, die ein oszillierendes Signal, das von einem Oszillator erhalten wird,
auf einen Pegel verstärken, der hoch genug ist, um als ein Rufsignal an die
Telefonleitung gekoppelt zu werden. Wie alle Verstärker müssen diese mit
einer Speisespannung versorgt werden, die die eigentliche Quelle der Energie bildet,
mit der die Telefonleitung während des Klingelns versorgt wird. Die Speisespannung
stammt aus einer Speisespannungsquelle, bei der es sich typischerweise um einen
DC/DC-Wandler handelt. Wenn der Gabelumschalter am Teilnehmerende geschlossen wird,
steigt der Strom von dem Ausgang/den Ausgängen des/der Leitungsverstärker(s)
an. Dies wiederum verursacht eine Veränderung im Ausgang der Speisespannungsquelle,
wobei die Veränderung in Beziehung zu der internen Impedanz der Speisespannungsquelle
steht. Die Veränderung kann erfasst und als die Grundlage zum Bereitstellen
einer Rufabschaltungsmeldung benutzt werden.
Ein praktischer Weg zum Erfassen dieser Veränderung besteht darin,
zwei Tiefpassfilter parallel an die Speisespannung zu koppeln. Die Zeitkonstanten
der Tiefpassfilter sind so ausgewählt, dass sie unterschiedlich genug sind,
damit eine plötzliche Veränderung des Speisespannungspegels dazu führt,
dass der Ausgang des „schnellen" Tiefpassfilters sich anders verändert
als der Ausgang des „langsamen" Tiefpassfilters. Eine Vergleichsvorrichtung,
die gekoppelt ist, um die Ausgänge der Tiefpassfilter zu vergleichen, liefert
eine Meldung über ein solches Ereignis. Der Ausgang der Vergleichsvorrichtung
ist grundsätzlich das Signal, das die gewünschte Rufabschaltungsmeldung
trägt.
Mehrere Verfeinerungen sind notwendig, um den oben vorgestellten Grundgedanken
für den praktischen Einsatz geeignet zu machen. Eine Mitkopplung oder eine
entsprechende Kopplung von dem Rufabschaltungsmeldungssignal an die Tiefpassfilteranordnung
ist vorteilhaft beim Bereitstellen einer dynamischen Hysterese, die es ermöglicht,
dass die Rufabschaltungserkennung „während der Übertragung" erfolgt.
Das bedeutet, dass die Erkennung auch dann zuverlässig erfolgt, wenn die Zeitdauer
des erkennbaren Zustands sehr gering ist. Ein Ruf-Ein/Ruf-Aus-Signal, das als weiterer
Eingang in die Erkennungsanordnung eingebracht wird, dient als ein Ein-/Aus-Schaltsignal,
das Erkennungen nur dann ermöglicht, wenn ein Rufsignal an die Telefonleitung
gekoppelt ist. Der Fall, dass das Ruf-Ein/Ruf-Aus-Signal in den Ruf-Aus-Zustand
eintritt, dient auch dazu, eine erzeugte Rufabschaltungsmeldung zu bestätigen,
und den Rufabschaltungsdetektor zurück in seinen Ursprungszustand zu versetzen.
Eine weitere Verfeinerung ist das Koppeln von Referenzspannungen an die Tiefpassfilter,
um die gefilterten Ausgänge in eher angemessene Bereiche von Eingangswerten
für die Vergleichsvorrichtung zu bewegen.
Mit einer kleinen Modifikation ist es möglich, den oben erwähnten
Doppelfilterungsansatz auch für eine „permanente" oder sehr langsame
Veränderung des Pegels der Speisespannung sensibel zu machen. Dies ist vorteilhaft,
da so für eine Situation, in der die eigentliche Doppelfilterungsschaltung
beispielsweise aufgrund einer sehr spezifischen gegenseitigen Taktung des Rufsignals
und des Schließmoments des Gabelumschalters eine aufgetretene Rufabschaltung
nicht erkennt, eine Absicherung bereitgestellt wird. Außerdem ist es möglich,
den Ausgang des Rufabschaltungsdetektors als ein sehr schnelles Schaltsignal zu
benutzen, das das Rufsignal unmittelbar nach der Erkennung der Rufabschaltung ausschaltet.
Die grundlegende Maßnahme gegen falsche Rufabschaltungserkennungen
ist die sorgfältige Auslegung der Detektorschaltungen. Auch andere und zusätzliche
Maßnahmen sind möglich; diese beziehen sich typischerweise auf das Steuern
des Speisespannungswerts in einer Art von Synchronismus mit bekannten Veränderungen
im Rufsignal.
Die neuartigen Merkmale, die als kennzeichnend für die Erfindung
betrachtet werden, sind im Einzelnen in den beiliegenden Ansprüchen dargelegt.
Die Erfindung selbst jedoch wird sowohl hinsichtlich ihres Aufbaus als auch ihrer
Arbeitsweise, zusammen mit weiteren Aufgaben und Vorteilen derselben, am besten
anhand der folgenden Beschreibung spezifischer Ausführungsformen verständlich,
wenn sie im Zusammenhang mit den begleitenden Figuren betrachtet wird.
1 zeigt einen Grundgedanken der Implementierung von
Rufabschaltungserkennung gemäß der Erfindung;
2 zeigt teilweise eine genauere Implementierung des
Grundgedankens aus 1,
3 zeigt einen anderen Teil der genaueren Implementierung
des Grundgedankens aus 1,
4 zeigt bestimmte Zusammenhänge zwischen Eingangs-
und Ausgangsspannungen,
5 zeigt eine Modifikation der grundlegenden Schaltungsanordnung
aus 3,
6 zeigt eine andere Modifikation der grundlegenden
Schaltungsanordnung aus 3,
7 zeigt eine weitere Modifikation der grundlegenden
Schaltungsanordnung aus 3, und
8 zeigt ein Verfahren gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung.
1 zeigt schematisch einen Ruf-SLIC 101, der
zwischen eine Telefonvermittlung und eine Teilnehmerleitung gekoppelt ist, die zu
einem Teilnehmerendgerät führt. In dem SLIC 101 sind eine Rufsignal-Leistungsverstärkungseinheit
102, die an die Teilnehmerleitung gekoppelt ist, und ein steuerbarer Schalter
103 zum Steuern des Betriebs der Verstärkereinheit 102 vorgesehen.
Das Signal, das den Zustand des Schalters 103 steuert, ist das Ruf-Ein/Aus-Signal;
während eines Ruf-Ein-Zustands muss die Verstärkereinheit 102
dem Teilnehmerendgerät über die Teilnehmerleitung ein Rufsignal zuführen,
und während eines Ruf-Aus-Zustands soll sie nichts an die Teilnehmerleitung
koppeln. Es ist nicht notwendig, einen separaten Schalter zu benutzen, wenn die
Verstärkereinheit 102 vom steuerbaren Typ ist, derart, dass ein Ruf-Ein-Signal,
das dem Verstärker zugeführt wird, diesen in einen aktiven Zustand versetzt,
und ein entsprechendes Ruf-Aus-Signal ihn in einen Zustand versetzt, in dem er die
anderen Signale an der Teilnehmerleitung nicht störend beeinflusst.
Um die Verstärkereinheit 102 anzutreiben, ist eine Stromversorgung
104 vorgesehen, die der Verstärkereinheit 102 eine Speisespannung
zuführt. Gemäß der Erfindung ist ein Veränderungsdetektor
105 angeschlossen, um den Ausgang der Stromversorgung 104 zu überwachen.
Für den Umfang der vorliegenden Erfindung ist es irrelevant, ob Spannung oder
Strom (oder beide) überwacht werden. Der Veränderungsdetektor
105 ist an einen Rufabschaltungsmelder 106 gekoppelt (oder darin
integriert), dessen Aufgabe es ist, die eigentliche Rufabschaltungsmeldung in dem
Moment zu erzeugen, wenn eine Veränderung, die im Veränderungsdetektor
105 beobachtet wurde, zeigt, dass ein Gabelumschalter am entfernten Ende
der Teilnehmerleitung geschlossen wurde. Die anderen Teile des SLIC sind für
die Erfindung nicht von entscheidender Bedeutung, weshalb sie in 1
nur allgemein als Block 107 dargestellt sind.
Tatsächlich können auch andere Spannungen als lediglich
der Ausgang der Spannungsquelle 104 als Grundlage für die Analyse
von Veränderungen benutzt werden, die eine Rufabschaltung anzeigen. Die Denkweise
hinter der Erfindung ist die, dass keine praktische Spannungsquelle absolut ideal
ist; es liegen stets gewisse Impedanzen in der Spannungsquelle vor, die entweder
dauerhafte Veränderungen, oder wenigstens vorübergehende Schwankungen
sowohl in der internen Spannung, die innerhalb der Spannungsquelle vorliegt, als
auch in der Ausgangsspannung verursachen, die von der Spannungsquelle erzeugt wird,
wenn Veränderungen in den elektrischen Kennlinien der Last auftreten, die an
die Ausgangsspannung gekoppelt ist. Deshalb könnte auch eine Spannung (oder
ebenso ein Strom) innerhalb der Stromversorgung 104 oder sogar innerhalb
der Verstärkereinheit 102 als Eingang für den Änderungsdetektor
105 benutzt werden. Im Folgenden werden wir uns jedoch auf eine Lösung
konzentrieren, deren Grundstruktur derjenigen ähnelt, die in 1
gezeigt ist.
2 zeigt eine Schaltanordnung, wobei ein Rufsignalerzeugungsteil
eines SLIC über eine Festnetzverbindung an ein Telefongerät gekoppelt
ist. Die Teile von 2, die innerhalb eines (Ruf-)SLIC
angeordnet sind, sind allgemein mit 210 bezeichnet, die Festnetzverbindung
ist allgemein mit 220 bezeichnet, und die Teile von 2,
die innerhalb eines Telefongeräts oder allgemeiner eines Teilnehmerendgeräts
angeordnet sind, sind allgemein mit 230 bezeichnet. Wenn
wir 1 und 2 vergleichen,
sind von den in 1 dargestellten Teilen in
2 nur der Schalter 103, die Stromversorgung
104 und die Verstärkereinheit 102 gezeigt. Der Inhalt von
2 wurde zur Aufrechterhaltung einer maximalen graphischen
Deutlichkeit ausgewählt.
Ein Rufsignalgenerator 211, der typischerweise ein frei oszillierender
Niedrigfrequenzoszillator bei z.B. 25 Hz ist, ist über einen Schalter
212 an die Signaleingänge von zwei parallelen Verstärkern
213 und 214 gekoppelt. Einer der parallelen Verstärker weist
einen Umrichterausgang auf, so dass die Ausgangssignale der Verstärker
213 und 214 ansonsten gleich sind, jedoch eine gegenseitige Phasendifferenz
von &pgr; Radiant aufweisen. Die Speisespannung für die parallelen Verstärker
213 und 214 wird einer Spannungsquelle 215 entnommen,
deren interne Ausgangsimpedanz in 2 explizit als das
Impedanzelement 216 gezeigt ist, das zwischen dem Ausgang der Spannungsquelle
215 und den Speisespannungseingängen der parallelen Verstärker
213 und 214 gekoppelt ist. Zur Veranschaulichung kann angenommen
werden, dass die Spannung VBAT, die von der Spannungsquelle 215 erzeugt
wird, in Bezug auf das Erdpotenzial negativ ist, das den anderen Pol der Speisespannungen
an die parallelen Verstärker 213 und 214 bildet. Der Ausgang
des ersten Verstärkers 213 ist über eine erste Serienimpedanz
217 an einen ersten Draht der Festnetzverbindung 220 gekoppelt,
und der (umgerichtete) Ausgang des zweiten Verstärkers 214 ist über
eine zweite Serienimpedanz 218 an einen zweiten Draht der Festnetzverbindung
220 gekoppelt. Die inhärenten Impedanzen der Drähte der Festnetzverbindung
220 sind als die Impedanzelemente 221 und 222 gezeigt,
die jeweils seriell an die erste bzw. zweite Impedanz 217 und
218 gekoppelt sind.
In dem Teilnehmerendgerät 230 ist eine Rufklingel
231 vorgesehen, die zusammen mit einer Serienkapazität 232
über die Festnetzverbindung 220 gekoppelt ist. Parallel zu der Verbindung
von Rufklingel 231 + Serienkapazität 232 ist der Gabelumschalter
233 vorgesehen, der sich in einem offenen Zustand befindet, wenn das Teilnehmerendgerät
sich im passiven Zustand befindet (der Hörer liegt auf der Gabel), und in einem
geschlossenen Zustand, wenn das Teilnehmerendgerät sich im aktiven Zustand
befindet (der Hörer ist von der Gabel abgenommen).
Bei einem typischen Ruf-SLIC liegt zusätzlich eine Referenzspannung
VREF vor, die an den Signaleingang der parallelen Verstärker 213 und
214 gekoppelt ist. Der Grund für die Benutzung einer Referenzspannung
ist die Notwendigkeit, die Ausgangsspannungen der parallelen Verstärker
213 und 214 auf einen bestimmten Wert zu zentrieren. Aus Gründen
der graphischen Klarheit ist die Verbindung, die benutzt wird, um eine solche Referenzspannung
zu erzeugen und den parallelen Verstärkern 213 und 214 zuzuführen,
in 2 nicht dargestellt. Wir können annehmen, dass
der (konstante) Verstärkungsfaktor der parallelen Verstärker
213 und 214 für die eigentliche Eingangsspannung VEIN von
dem Rufsignalgenerator 211 k ist. Der Wert von k wird normalerweise über
eine lokale Gegenkopplung oder Ähnliches stabilisiert und beträgt wenigstens
10, aber nicht mehr als 50. Beispielsweise können wir annehmen, dass der Wert
von k 16 ist. Es ist üblich, den Verstärkungsfaktor für die Referenzspannung
VREF unterschiedlich zu demjenigen vorzusehen, der für die eigentliche Eingangsspannung
VEIN benutzt wird; hier können wir annehmen, dass der Verstärkungsfaktor
für die Referenzspannung VREF (k-1) ist. Fernerhin können wir unter Benutzung
des Symbols UA für die zeitabhängige Ausgangsspannung des ersten Verstärkers
213, und des Symbols UB für die zeitabhängige Ausgangsspannung
des zweiten Verstärkers 214, und indem wir beachten, dass der Ausgang
des letzteren nicht die im Wesentlichen zeitlich invariable Referenzspannung VREF
beeinflusst, die Gleichungen
UA = (k-1)·VREF + k·VEIN UB = (k-1)·VREF – k·VEIN(1)
schreiben, und für die Differenzausgangsspannung
UAB = UA – UB = 2·k·VEIN.(2)
Die Gleichtaktspannung ist ebenso
UGLEI = 0,5·(UA + UB) = (k-1)·VREF.(3)
Indem vorausgesetzt wird, dass
VREF = < (1/(2·(k-1))·VBAT) >,(4)
wobei die Schreibweise <...> einen zeitlich gemittelten (d.h. tiefpassgefilterten)
Spannungswert bedeutet, erkennen wir, dass die Gleichtaktspannung den Wert
UGLEI = 0,5·VBAT(5)
annimmt, was bedeutet, dass der Ausgang der Verstärkeranordnung, die aus den
parallelen Verstärkern 213 und 214 besteht, in der Mitte
zwischen der Nicht-Null-Speisespannung VBAT und dem Erdpotenzial zentriert ist.
Es ist zu beachten, dass die oben angeführte Annahme eines negativen
Werts von VBAT den Umfang der vorliegenden Erfindung keineswegs beschränkt,
sondern nur deshalb angeführt wird, weil er bestimmte andere Lösungen
beim Aufbau eines SLIC vereinfacht. Der Wert von VBAT könnte ebenso positiv
sein, und die Spannungsquelle, die den parallelen Verstärkern 213
und 214 Spannung zuführt, könnte auch verschiedene
Merkmale der Anpassbarkeit aufweisen, wobei derartige Merkmale Fachleuten bekannt
sind.
Nun soll analysiert werden, was geschieht, wenn der Rufsignalschalter
212 geschlossen wird, was es einem verstärkten Rufsignal erlaubt,
zu dem Teilnehmergerät 230 zu gelangen, wobei anschließend am
Teilnehmergerät der Gabelumschalter 233 geschlossen wird. Die Impedanz,
die der SLIC 210 an seinem Ausgang zu der Festnetzverbindung
220 erfährt, ändert sich, wenn der Gabelumschalter geschlossen
wird, was zu einer Veränderung des Stroms führt, der den Ausgängen
der parallelen Verstärker 213 und 214 entnommen wird. Die
Energiequelle, aus der der Strom ursprünglich erzeugt wurde, ist die Speisespannung,
die von der Spannungsquelle 215 über ihre interne Ausgangsimpedanz
216 bereitgestellt wird. Deshalb reflektiert sich die Veränderung
des Ausgangsstroms von den parallelen Verstärkern 213 und
214 in dem Spannungswert, der an ihren Speisespannungseingängen beobachtet
wird. Typischerweise führt das Schließen des Gabelumschalters zu einem
Abfall des Absolutwerts der Speisespannung, was im Fall unseres Beispiels „negativer
Wert von VBAT" bedeutet, dass der tatsächliche Wert von VBAT höher (weniger
negativ) wird.
Um die Veränderung zu erkennen, ist es möglich, beispielsweise
die Schaltungsanordnung zu benutzen, die schematisch in 3
gezeigt ist. Neben der Kopplung an die Verstärker ist der Ausgang der Spannungsquelle
215 über die interne Impedanz 216 an die Eingänge von
zwei Tiefpassfiltern 301 und 302 gekoppelt. Von diesen ist ein
Tiefpassfilter 301 als das „schnelle" Tiefpassfilter 301
ausgelegt, was bedeutet, dass die Grenzfrequenz in ihrer Frequenzantwort wesentlich
höher ist als die des „langsamen" Tiefpassfilters 302. Mit
anderen Worten, ein schneller Übergang verbreitet sich in erkennbarem Zustand
durch das „schnelle" Tiefpassfilter 301, während seine Ausbreitung
durch das „langsame" Tiefpassfilter 302 im Wesentlichen blockiert
wird. Der genaue Aufbau der Tiefpassfilter ist von geringer Wichtigkeit für
die vorliegende Erfindung. Es kann sich beispielsweise um einfache RC-Filter handeln,
die Fachleuten an sich bekannt sind.
Die Ausgänge der Tiefpassfilter 301 und 302
sind an die Signaleingänge eines Differenzialverstärkers 303
gekoppelt, der als eine Vergleichsvorrichtung dient, die nur dann ein Ausgangssignal
ausgibt, wenn die Differenz zwischen den Signalen, die ihren Signaleingängen
zugeführt werden, einen gewissen vorbestimmten Schwellenwert übersteigt.
In einer einfachen Ausführungsform der Erfindung können wir annehmen,
dass der Differenzialverstärker 303 dazu ausgelegt ist, immer dann
ein Ausgangssignal auszugeben, wenn das Signal, das seiner negativen Eingangsklemme
zugeführt wird, höher wird als das Signal, das seiner positiven Eingangsklemme
zugeführt wird.
Die unterschiedlichen Frequenzantworten des „schnellen" und
des „langsamen" Tiefpassfilters 301 und 302 führen
dazu, dass die Veränderung der Speisespannung VBAT an den Ausgängen des
„schnellen" und des „langsamen" Tiefpassfilters 301 und
302 unterschiedlich wahrgenommen wird. Der Ausgang des „schnellen"
Tiefpassfilters 301 zeigt eine erkennbare Veränderung des Werts, während
der Ausgang des „langsamen" Tiefpassfilters 302 im Wesentlichen
gleich bleibt, oder sich zumindest wesentlich langsamer verändert. Die resultierende
Differenz der Eingangssignale an den Differenzialverstärker 303 wird
wenigstens vorübergehend größer als der vorbestimmte Schwellenwert,
was den Differenzialverstärker 303 dazu veranlasst, ein Ausgangssignal
auszugeben, wobei es sich um das Rufabschaltungsmeldungssignal handelt, nach dem
gesucht wird.
Für bestimmte Zwecke, die später genauer analysiert werden
sollen, ist es vorteilhaft, die Tiefpassfilter 301 und 302 so
auszulegen, dass auch im Beharrungszustand die von ihnen erhaltenen Ausgänge
nicht genau gleich sind. 4 zeigt in qualitativer Weise
und für einen Beispielfall die Entsprechung zwischen einer Eingangsspannung
VBAT und der Ausgangsspannung des „schnellen" Tiefpassfilters, dargestellt
durch Kurve 401, sowie der Ausgangsspannung des „langsamen" Tiefpassfilters,
dargestellt durch Kurve 402. Beide Kurven betreffen nur den Beharrungszustand,
wodurch schnelle Veränderungen im Wert von VBAT ausgeschlossen werden. Es ist
zu beobachten, dass für jeden jeweiligen Beharrungswert von VBAT der von dem
„langsamen" Tiefpassfilter erzielte Ausgang größer, d.h. weniger
negativ ist als die Ausgangsspannung, die von dem „schnellen" Tiefpassfilter
erzielt wird. Eine sich so monoton verhaltende Differenz ermöglicht die Benutzung
der Ausführungsform einer einfachen Vergleichsvorrichtung, die oben beschrieben
wurde; der tatsächliche Wert des Signals, das der negativen Eingangsklemme
des Differenzialverstärkers 303 zugeführt wird, bleibt klein,
d.h. negativer, als der tatsächliche Wert des Signals, das der positiven Eingangsklemme
zugeführt wird, es sei denn, es tritt eine plötzliche Veränderung
von VBAT ein, die sich als ein Übergang durch das „schnelle" Tiefpassfilter
301 ausbreitet und dessen Ausgang veranlasst, vorübergehend über
den Ausgang des „langsamen" Tiefpassfilters 302 anzusteigen.
Unter Betrachtung einer alternativen Ausführungsform der Erfindung,
bei der ein positiver Wert für VBAT benutzt wird, ist zu beachten, dass das
Schließen des Gabelumschalters den Wert von VBAT sogar senken kann. Um die
Erkennung genauso wie in der oben beschriebenen einfachen Ausführungsform
„negativer Wert von VBAT" zu gestalten, müssen die Rollen des „langsamen"
und des „schnellen" Tiefpassfilters umgekehrt werden, damit das „schnelle"
Filter im Beharrungszustand stets einen höheren Wert ausgibt als das „langsame",
wobei außerdem der Ausgang des „schnellen" Filters an die positive Klemme
des Differenzialverstärkers gekoppelt ist, und der Ausgang des „langsamen"
Filters an dessen negative Klemme. Wenn es aus bestimmten Gründen nicht von
vorneherein klar ist, ob das Schließen des Gabelumschalters zu einem Ansteigen
oder Absinken des tatsächlichen Werts von VBAT führt, sollten die Ausgänge
der beiden Filter im Beharrungszustand im Wesentlichen gleich bleiben, und der Differenzialverstärker
sollte dazu ausgelegt sein, Differenzen zwischen den Filterausgängen zu erkennen,
die größer sind als ein bestimmter Schwellenwert, unabhängig von
dem Vorzeichen der Differenz. Es liegt im Rahmen der Fähigkeiten einer Fachperson,
derartige Modifikationen an der oben vorgestellten grundlegenden Koppelanordnung
vorzunehmen.
Aus Gründen der Einfachheit verbleiben wir im Folgenden im Kontext
einer Ausführungsform der Erfindung mit „negativem Wert von VBAT", wobei
angenommen wird, dass die erforderlichen Verallgemeinerungen zum Abdecken auch von
anderen Ausführungsformen trivial sind und im Rahmen der Fähigkeiten einer
Fachperson liegen. Als nächstes sollen bestimmte Hinzufügungen und Modifikationen
des bisher beschriebenen Grundgedankens betrachtet werden.
Der Erkennungsschaltung kann dynamische Hysterese hinzugefügt
werden, um sicherzustellen, dass auch eine Veränderung des Werts von VBAT,
die schnell vorüber ist, wobei der Wert sofort zu einem vorherigen Wert zurückkehrt,
erkannt wird, und eine Rufabschaltungsmeldung erfolgt.
5 zeigt zwei Wege, dynamische Hysterese zu implementieren.
Der erste ist eine Mitkopplung von dem Ausgang des Differenzialverstärkers
303 über einen Rückkopplungswiderstand 501 an seinen
positiven Signaleingang. Der andere betrifft die Struktur eines RC-Filters, das
als das „langsame" Tiefpassfilter 302 benutzt wird. Bei der bekannten
Struktur eines RC-Filters liegt ein Kondensator vor, dessen eines Ende an das Erdpotenzial
gekoppelt ist. In 5 jedoch ist die fragliche Klemme
des Kondensators 502 an den Ausgang des Differenzialverstärkers
303 gekoppelt. Beide dynamischen Hysteresen weisen Kopplungen auf, die
unabhängig ausgeführt werden können, doch zum Prioritätsdatum
dieser Patentanmeldung ist der Erfinder der Meinung, dass der effektivste Weg zum
Erzeugen dynamischer Hysterese die Benutzung beider ist.
6 zeigt eine weitere Schaltungsanordnung, die mehreren
Zwecken zugleich dient. Der Hauptgedanke von 6 ist
es, eine Referenzspannung sowohl an das „schnelle" als auch das „langsame"
Tiefpassfilter zu koppeln. Das Koppeln als solches kann an mehreren alternativen
Punkten in den Filtern erfolgen; 6 zeigt die Referenzspannungskopplungen
an den Ausgängen der Filter. Der Grund für die Benutzung einer Referenzspannung
ist der, die Ausgangsspannungsbereiche der Filter näher an den gewöhnlichen
Eingangsspannungsbereich eines Differenzialverstärkers zu bringen. Der Wert
der Spannung VBAT in der grundlegenden Schaltungsanordnung aus 2
kann im Bereich von –130 V oder darunter liegen. Obwohl es möglich ist,
das Potenzial des Differenzialverstärkers erdfrei auszulegen, so dass die Position
der Eingangsspannungen auf einer absoluten Spannungsskala keine Rolle spielen würden,
ist es in Bezug auf die Isolation und die Verhinderung von Ausfallentladungen normalerweise
praktisch, die Absolutwerte der Eingangssignale im Bereich einiger weniger Volt
zu halten.
Die Anforderung, die Eingangsspannungen des Differenzialverstärkers
303 TTL-Pegeln anzunähern, könnte als solche erfüllt werden,
indem ein festes +5V-Potenzial über eine geeignete Widerstandsverbindung an
beide Signaleingänge des Differenzialverstärkers gekoppelt wird, so dass
die Ausgänge von den Tiefpassfiltern nur zu einigen kleinen Veränderungen
um den Nennwert herum führen würden. Allerdings können zusätzliche
Vorteile erzielt werden, indem ein festes Potenzial für nur einen der Signaleingänge
benutzt wird, und für den anderen ein veränderliches Potenzial, wobei
die Veränderungen eine bestimmte Bedeutung aufweisen. In 6
liegt eine Kopplung von einem Block 601 an den Ausgang des „schnellen"
Tiefpassfilters 301 vor, wobei der Block 601 ein Ruf-Ein/Ruf-Aus-Signal
bereitstellt, wobei ein Pegel von +5 V bedeutet, dass das Rufsignal eingeschaltet
ist, und ein niedrigerer Pegel wie +0 V bedeutet, dass das Rufsignal ausgeschaltet
ist. Eine +5V-Festpotenzialquelle 602 ist an den Ausgang des „langsamen"
Tiefpassfilters 302 gekoppelt.
Das Ruf-Ein/Ruf-Aus-Signal, das in 6
dem Ausgang des „schnellen" Tiefpassfilters 301 zugeführt wird,
dient als ein Ein/Aus-Schaltsignal für die Rufabschaltungserkennungsanordnung.
Wenn nämlich der Ausgang des „schnellen" Tiefpassfilters 301
einen niedrigen Referenzspannungspegel von Block 601 empfängt, ist
sicher, dass die Spannung an dem negativen Eingang des Differenzialverstärkers
303 unter derjenigen am positiven Eingang bleibt, und es erfolgen keine
Rufabschaltungsmeldungen. Nur wenn die Spannung von Block 601 auf denselben
Pegel wie die +5V-Referenz von Block 602 (oder knapp darunter) steigt,
befinden sich die Tiefpassfilter 301 und 302 „auf derselben
Startlinie", so dass es ihre unterschiedlichen Antworten auf ein gemeinsames Eingangssignal
sind, die die gegenseitigen Beziehungen ihrer Ausgänge bestimmen, und nicht
eine externe, feste Referenz.
Das Ruf-Ein/Ruf-Aus-Signal aus 6 kann
auch dazu gebracht werden, als „Bestätigungs"-Signal zu dienen, das
die Rufabschaltungserkennungsanordnung dazu bringt, nach einer erfolgreichen Rufabschaltungserkennung
in einen Bereitschaftszustand zurückzukehren. Wenn wir nämlich annehmen,
dass die oben im Zusammenhang mit 5 beschriebene Mitkopplung
benutzt wird, neigt eine erfolgreiche Erkennung dazu, die Rufabschaltungserkennungsanordnung
in einem Zustand zu belassen, in dem eine Rückkehr zu normal an den Eingängen
der Tiefpassfilter nicht ausreicht, um die Rufabschaltungserkennungsanordnung in
einen Bereitschaftszustand zurückfallen zu lassen. Allerdings führt eine
erfolgreiche Rufabschaltungserkennung auch dazu, dass das Rufsignal ausgeschaltet
wird, was bedeutet, dass das Ruf-Ein/Ruf-Aus-Signal von Block 601 absinkt.
Durch eine geeignete Auslegung der Rückkopplung kann sichergestellt werden,
dass der Effekt der Mitkopplung schwächer ist als der des Absinkens des Ruf-Ein/Ruf-Aus-Signals
von Block 601, was bedeutet, dass letzteres die Rufabschaltungserkennungsanordnung
zurück in den Bereitschaftszustand zwingt.
Es ist auch möglich, die grundlegende Schaltungsanordnung so
zu modifizieren, dass sie auf eine allgemeine (Beharrungszustands)-Veränderung
des Pegels im Wert von VBAT anspricht. Eine einfache Implementierung dieses Gedankens
ist eine Diode, die an eine separate negative Referenzspannung gekoppelt ist. Dies
veranlasst das Signal 402 dazu, sich entlang der gestrichelten Linie
403 zu bewegen, d.h. nicht näher gegen null anzusteigen als die negative
Referenzspannung (unter Addierung des Spannungsabfalls an der Diode), auch wenn
der Wert von VBAT über einen bestimmten Pegel ansteigt. Die Koppelposition
und Ausrichtung der Diode hängen in an sich offensichtlicher Weise davon ab,
ob eine Ausführungsform mit „negativem Wert von VBAT" oder mit „positivem
Wert von VBAT" benutzt wird, und ob eine Erhöhung oder eine Abnahme des VBAT-Pegels
erfasst werden soll.
7 zeigt, wie der Ausgang des Differenzialverstärkers
303 direkt an den Schalter gekoppelt werden kann, der bestimmt, ob das
Rufsignal ein- oder ausgeschaltet ist. Zuvor erwähnten wir, dass es vorteilhaft
ist, das Rufsignal so schnell wie möglich nach der Erkennung einer Rufabschaltung
auszuschalten. Eine lokale Hardware-Implementierung wie in 7
anstelle von Softwaresteuerung ist etwa so schnell, wie ein solches Ausschalten
überhaupt sein kann. Typischerweise liegen in einem SLIC auch andere Mittel
vor, um der Steuerungssoftware mitzuteilen, ob sich die Telefonleitung in einem
Auflege- oder einem Abnahmezustand befindet. Die in 7
gezeigte Hardware-Implementierung stellt die Rufabschaltungsmeldung so schnell bereit,
dass es nötig werden kann, sie dazu zu benutzen, alle anderen Auflege/Abnahmemeldungen
als ineffektiv zu maskieren, damit keine Widersprüche zwischen Auflege- oder
Abnahmezustandsmeldungen auftreten. Die Implementierung einer solchen Maskierung
liegt im Rahmen der Fähigkeiten einer Fachperson.
Das Risiko, falsche Rufabschaltungsmeldungen abzugeben, verdient einige
Aufmerksamkeit. Eine sorgfältige Auslegung, die als solche Teil routinemäßiger
Werksversuche ist und keine erfinderischen Fähigkeiten voraussetzt, spielt
eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung, dass die bisher beschriebenen Schaltungsanordnungen
erfolgreich darin sind, eine tatsächlich eintretende Rufabschaltung zu erkennen,
dabei jedoch keine Falschmeldungen abgeben. Allerdings können bestimmte Betriebsbedingungen
zu Situationen führen, die beim Verhindern von Falschmeldungen eine größere
Herausforderung darstellen. Als Beispiel betrachten wir eine Situation, in der die
Rufkadenz aus dem so genannten Doppelruf besteht, z.B. 400 ms Rufen, 200 ms Pause,
weitere 400 ms Rufen, und anschließend eine lange Pause. Wenn die kurze Pause
zwischen den Rufintervallen beginnt, kann es geschehen, dass der VBAT auf einem
extremen Wert verbleibt, wobei es sich in der Ausführungsform „negativer
Wert von VBAT" um einen extrem negativen Wert handelt. Dies geschieht als Konsequenz
bestimmter Funktionsmerkmale des SLIC sowie der Beziehung des genauen Endmoments
des ersten Rufintervalls zu der Phase des oszillierenden Rufsignals. Die Telefonleitung
befindet sich in einem Auflegezustand, und der Rest des SLIC ist von der Telefonleitung
entkoppelt, so dass wenige Schaltelemente mit Verlust existieren, die die überschüssige
Energie von der Spannung VBAT „auffressen" könnten. Deshalb dauert es
relativ lang, bis VBAT zu einem Normalwert zurückkehrt. Allerdings ist das
Pausenintervall kurz, und zu Beginn des zweiten Rufintervalls kann die Phase des
oszillierenden Rufsignals so sein, dass allein die Rufklingel am Teilnehmergerät
einen großen Augenblicksstrom aufnimmt. Dies wiederum „entleert" den
VBAT, so dass er gegen null springt, was zu einer falschen Rufabschaltungsmeldung
führen kann.
Mehrere Ansätze sind verfügbar, um den oben beschriebenen
Typ der Falschmeldung zu verhindern. Ein erster Ansatz besteht darin, entweder die
normalen Komponenten der Schaltungsanordnung mit ausreichend Verlust auszulegen,
oder einen spezifischen „Entleerungsweg" an dem Ausgang der Spannungsquelle
anzuordnen, die die VBAT-Spannung bereitstellt, so dass die überschüssige
Energie, die vorübergehend darin gespeichert ist, steuerbar entnommen wird,
bevor das nächste Rufintervall beginnt. Ein anderer Ansatz besteht darin, die
Spannungsquelle zu steuern, die die VBAT-Spannung bereitstellt, so dass eine Verbindung
von dem Schaltelement, das die Ruf/Pausensequenz treibt, zu dem
Element existiert, das die Ausgangsspannung der Spannungsquelle steuert, die die
VBAT-Spannung bereitstellt. Diese Verbindung wird benutzt, um den Absolutwert der
VBAT-Spannung während der Pausen in der Sequenz steuerbar zu senken. Die Kehrseite
des letztgenannten Ansatzes ist, dass der Absolutwert der VBAT-Spannung für
die Dauer der eigentlichen Rufintervalle erhöht wird, was einen positiven Einfluss
ausüben kann, so dass das Rufen verstärkt wird. Um Nebensignaleffekte
zwischen Telefonleitungen zu verhindern, kann es allerdings vorteilhaft sein, eine
solche Verstärkung nicht sofort, sondern gemäß einer Abstufungsfunktion
zu implementieren, so dass die volle Leistung des eigentlichen Rufsignals über
mehrere zehn Millisekunden erzielt wird.
Wir schließen mit der Beschreibung eines Verfahrens gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung, mit Unterstützung durch das Ablaufdiagramm
aus 8. Schritt 801 bezeichnet das Einschalten
der Rufabschaltungserkennungsanordnung nur für den Fall, dass ein Rufsignal
eingeschaltet ist; das bedeutet, dass der SLIC sich in einem Ruf-Ein-Zustand befindet,
und nicht, dass ein Rufintervall anstelle eines Pausenintervalls im Rufsignal vorliegt.
Nachdem bestimmt wurde, dass das Rufsignal eingeschaltet ist, wird in Schritt
802 eine interne elektrische Kennlinie des SLIC gemessen. Zuvor merkten
wir bereits an, dass die Erfindung in ihrem weitesten Sinn nicht die Auswahl der
zu messenden internen elektrischen Kennlinie einschränkt, so lange diese dergestalt
ist, dass ein Schließen des Gabelumschalters am entfernten Ende der Telefonleitung
eine abrupte Veränderung in Bezug auf die Veränderung der Impedanz in
der Telefonleitung und dem Teilnehmergerät zusammen verursacht. Die innere
Schleife, die aus den Schritten 802 und 803 besteht, wird durchlaufen,
solange keine Veränderungen an der betreffenden elektrischen Kennlinie beobachtet
werden. Wenn eine Veränderung auftritt, erfolgt ein Übergang von Schritt
803 auf Schritt 804, wo geprüft wird, ob die Veränderung
so schnell war, dass sie ein Ergebnis des Schließens des Gabelumschalters ist.
Wenn ja, erfolgt ein weiterer Übergang auf Schritt 805, wo eine Rufabschaltungsmeldung
abgegeben wird. Wenn ermittelt wird, dass die beobachtete Veränderung nicht
schnell war, wird in Schritt 806 weiter geprüft, ob sie permanent
war. Ein positives Ergebnis in Schritt 806 bedeutet, dass der eigentliche
Augenblick, in dem der Gabelumschalter geschlossen wurde, verpasst wurde, der Gabelumschalter
jedoch offenbar trotzdem geschlossen ist. Deshalb bedeutet ein positives Ergebnis
in Schritt 806 ebenfalls einen Übergang zu Schritt 805. Anderenfalls
erfolgt eine Rückkehr von Schritt 806 zu Schritt 802. Nachdem
in Schritt 805 eine Meldung abgegeben wurde, wird das Rufsignal in Schritt
807ausgeschaltet, und es erfolgt eine Rückkehr in den Ausgangszustand.
Die Ausführungsbeispiele der Erfindung, die in dieser Patentanmeldung
vorgestellt werden, sind nicht als Beschränkungen der Anwendbarkeit der beiliegenden
Ansprüche zu interpretieren. Obwohl die Erfindung beispielsweise vor allem
im Kontext von Ruf-SLICs beschrieben wurde, ist derselbe Grundgedanke auch auf eine
Architektur anwendbar, bei der der Rufsignalgenerator nach Bedarf an eine aus einer
Gruppe von Telefonleitungen gekoppelt wird, und bei der die Telefonleitungen ihre
eigenen SLICs aufweisen, die selbst nicht dazu in der Lage sind, das Rufsignal bereitzustellen.
Das Verb „umfassen" wird in dieser Patentanmeldung als eine
offene Einschränkung benutzt, die nicht die Existenz anderer, nicht genannter
Merkmale ausschließt.