Die vorliegende Erfindung betrifft eine Erntegutbehandlungsvorrichtung
mit einem Rotor mit Ernteguteingriffsmitteln und einer den Rotor teilweise umgebenden
Platte sowie die Verwendung solch einer Vorrichtung.
Die DE 195 46 263 und die
DE 198 41 598 offenbaren Schneidvorrichtungen
mit einem Rotor und einer Bodenplatte, während die Position der Bodenplatte
als Funktion der durch das Erntegut erzeugten Last veränderbar ist. Die Bodenplatte
bewegt sich in einem Überlastzustand von dem Rotor weg und öffnet dadurch
das Halsstück. Es hat sich herausgestellt, dass solch eine Bewegung, statt
eine Verstopfung zu vermeiden, gestattet, dass noch mehr Erntegut eintritt, wodurch
die Tendenz verstärkt wird, das ganze System zum Stillstand zu bringen.
Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem wird darin
gesehen, eine Erntegutbehandlungsvorrichtung zu finden, die in einer Überlastsituation
eine Verstopfung vermeidet.
Dieses Problem wird auf erfinderische Weise mittels der Lehre von
Anspruch 1 gelöst, während Weiterentwicklungen der Erfindung in den mit
Anspruch 1 verwandten Ansprüchen gegeben werden.
Mittels dieser Lehre bewegt sich die Platte um eine bestimmte Strecke,
sobald Reibung zwischen dem Erntegut und der Platte verstärkt wird. Dadurch
kann sich der Rotor weiter drehen, um möglicherweise die hohe Verdichtung zu
überwinden. Da sich das Halsstück jedoch nicht öffnet, kann kein
Erntegut mehr in den Raum eintreten. Dies ist besonders in den Fällen wichtig,
in denen die Erntegutmatte auf sich selbst rollt und den Halsstückbereich verstopfen
könnte, wenn gestattet wird, dass sie in den Raum eintritt. Die Steuerung kann
so eingestellt werden, dass sie eine Umfangsbewegung in solch einem Ausmaß
und in solch einer Richtung gestattet, dass eine unmittelbare Verstopfung vermieden
wird. Der Rotor kann ein beliebiges rotierendes Element sein (nicht nur ein rundes
und zylindrisches), das Erntegut oder anderes zu beförderndes Material wiederholt
ergreift und zuführt. Die Ernteguteingriffselemente können Zähne,
Zinken, Stangen usw. sein und können zum Schneiden, Aufbereiten oder allein
zum Befördern des Ernteguts verwendet werden. Die Platte kann aus einer starren
Konstruktion oder einem Blech mit einer gewissen Flexibilität bestehen. Sie
kann aus einer Platte mit fester Länge in Umfangsrichtung oder mindestens zwei
sich gegenseitig überlappenden Teilen bestehen. Die überlappenden Plattenteile
sind mit dem Vorteil behaftet, dass kein Spalt auftritt, wenn sich einer der Teile
in eine um den Umfang verlaufende Richtung bewegt. Natürlich kann „um
den Umfang" eine begrenzte Radialbewegung zu dem Rotor oder davon weg gestatten.
Die Steuerung kann ein Motor, ein Verbindungsglied oder irgendeine andere Vorrichtung
sein.
In einigen Fällen könnte zu viel Erntegut in den Raum zwischen
der Platte und dem Rotor eingetreten sein und entweder ist eine Verstopfung unvermeidlich
oder es muss dem Erntegut mehr Platz gegeben oder die Erntegutbehandlungsvorrichtung
muss gereinigt werden. Für solch einen Fall kann sich die Platte in einem letzten
Stadium radial nach außen bewegen. Solch eine Bewegung wirkt kaum gegen Widerstand,
sondern gestattet lediglich eine Dekomprimierung.
Um Verschleiß und Blockierung in der Vorrichtung selbst zu vermeiden,
wird vorgeschlagen, einen Übergangsbereich bereitzustellen, um die Bewegung
zu einem gewissen Grad zu glätten.
Durch Verwendung einer Steuerung mit einem elastischen Bewegungsverhalten
wird die Platte nicht nur, möglicherweise mit zunehmender Stärke, gegen
eine Kraft bewegt, sondern sie wird auch die Platte in eine Startposition bewegen,
sobald die Last verschwunden ist. Solch eine Elastizität kann durch eine mechanische
Feder, einen Gasspeicher, ein Ventil in einem Hydraulik- oder Druckluftkreis, einen
Elektromotor oder dergleichen bereitgestellt werden.
Die Bewegung der Platte in Umfangs- und/oder Radialrichtung kann auf
verschiedenste Weise gesteuert und geführt werden. Mechanische Lösungen,
wie zum Beispiel eine Spur, ein Verbindungsglied, eine Schiene, ein Schlitz oder
dergleichen, haben sich jedoch als höchst zuverlässig herausgestellt.
Die Platte kann mittels Rollen oder durch ein Axialdrucklager in solch eine Spur
oder dergleichen eintreten. Die Verbindungsglieder können parallele Verbindungsglieder
sein oder jene, die um die mittlere Achse oder nahe dem Rotor schwenken. Daneben
oder stattdessen können auch Schlitze in einem Gehäuse verwendet werden.
Solche Führungsvorrichtungen können Bahnen mit mehr als einer kreisförmigen
oder geraden Form aufweisen. Des Weiteren können Anschläge vorgesehen
sein, um einen Teil der durch die Führungsvorrichtungen vorgesehenen Bahn zu
sperren.
Da eine Erntegutbehandlungsvorrichtung im Vergleich zu ihrer Länge
ziemlich breit sein kann, kann durch die Verwendung einer auf die Platte einwirkenden
Richtungssteuerungsvorrichtung eine spannungsfreie Bewegung ohne jegliche Blockieren
gewährleistet werden. Solch eine Richtungssteuerungsvorrichtung kann sozusagen
eine Drehstabfeder- und Hebelanordnung umfassen, die jegliches Spiel und jegliche
unkontrollierte Bewegung vermeidet. Als Alternative dazu können Kabel, Ketten,
Verbindungsglieder oder dergleichen verwendet werden, um zu gewährleisten,
dass die Platte an beiden Enden um die gleiche Strecke bewegt wird. Es wäre
auch möglich, elektrische oder hydraulische Kreise zu bewegen, die für
eine gleichförmige Bewegung an beiden Enden sorgen.
Die Verwendung eines Sensors am Einlass- oder Auslassende der Platte
hilft dabei, einem Bediener anzuzeigen, dass eine Überlastsituation vorliegt.
Solch ein Sensor kann auch die Maschine, mit der die Erntegutbehandlungsvorrichtung
verbunden ist, steuern; oder die Pickup stromaufwärts des Rotors kann angehalten
werden, und somit kann dem Spalt zwischen der Platte und dem Rotor kein Erntegut
mehr zugeführt werden.
Obgleich Erntegutbehandlungselemente von der Platte getrennt vorgesehen
werden könnten, wird die Steuerung der Platte zusammen mit den Erntegutbehandlungselementen
erleichtert, wenn sie miteinander verbunden sind. Des Weiteren sind keine Schlitze
für die Erntegutbehandlungselemente vorhanden, in denen sich Erntegut verhaken
könnte, und die geometrische Beziehung zwischen ihnen und der Platte bleibt
unverändert, wenn sie eine einzige Anordnung bilden.
Wenn der Widerstand gegen eine Bewegung in Umfangsrichtung größer
ist als in Radialrichtung, neigt die Platte unter Last dazu, in ihrer normalen und
anfänglichen Position zu bleiben. Demgemäß kann dieser Status schwer
überwunden werden. Sobald eine Situation erreicht ist, in der eine Entlastung
erforderlich ist, erfolgt dies hingegen sofort, wenn der Widerstand zur Bewegung
radial nach außen ziemlich niedrig ist.
Um das Verhalten der Platte auf die Umstände einzustellen, unter
denen die Erntegutbehandlungsvorrichtung arbeitet, ist der an die Platte angelegte
Widerstand verstellbar, und zwar insbesondere als Funktion des Drehmoments oder
der Drehzahl des Rotors. Dies könnte zu einer Steuerung führen, bei der
der Widerstand umso größer ist, je größer die erfasste Drehzahl
und das erfasste Drehmoment des Rotors sind. Insbesondere stellt eine hohe Rotordrehzahl
eine große Bewegungsenergie dar, die einen höheren Erntegutwiderstand
überwinden kann als eine niedrige Drehzahl.
Solch eine Erntegutbehandlungsvorrichtung ist unempfindlich gegenüber
der Position der Platte; das heißt, sie kann als eine oberschlächtige
sowie als eine unterschlächtige Vorrichtung betrieben werden. Bei einer Rundballenpresse
kann dadurch die Drehrichtung des Rundballens eingestellt werden.
Mit einer Entlastungsvorrichtung, wie zum Beispiel einem Ventil, gestattet
ein doppeltwirkendes (hydraulisches, elektrisches oder pneumatisches) Stellglied
oder dergleichen das Entfernen der Platten gegen keinen Widerstand, falls erforderlich.
Solch eine Entlastungsvorrichtung könnte auch als Hebel oder Stellglied ausgebildet
werden, um eine mechanische (Schrauben-, Blatt-, Torsions-)Feder unwirksam zu machen.
Aufgrund des großen Vermögens, sich während der Beförderung
von Erntegut an verschiedene Umstände anzupassen, ist solch eine Erntegutbehandlungsvorrichtung
in einer Rund- oder Quaderballenpresse, einem Selbstladewagen, einer Erntemaschine,
einem Mähdrescher oder dergleichen von sehr großem Nutzen.
Im Folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnung ausführlicher beschrieben: Darin zeigen:
1 eine Rundballenpresse mit einer unterschlächtigen
Erntegutbehandlungsvorrichtung in einem unbelasteten Modus,
2 die Erntegutbehandlungsvorrichtung von
1 in einem Überlastmodus,
3 eine oberschlächtige Erntegutbehandlungsvorrichtung
in einem unbelasteten Modus,
4 einen Teil eines Hydraulikkreislaufs für ein
doppeltwirkendes Stellglied mit einem Gasspeicher,
5 einen Teil eines Hydraulikkreislaufs für ein
doppeltwirkendes Stellglied mit einem Entlastungsventil,
6 einen Teil eines Hydraulikkreislaufs für ein
einfachwirkendes Stellglied mit einem Gasspeicher, und
7 einen Teil eines Hydraulikkreislaufs für ein
einfachwirkendes Stellglied mit einem Entlastungsventil.
Eine Rundballenpresse 10 nach 1
weist einen Rahmen 12, eine Ballenpressanordnung 14, eine Pickup
16 und eine erfindungsgemäße Erntegutbehandlungsvorrichtung
18 auf.
Die Rundballenpresse 10 stellt eine beliebige Art von Erntegutsammelmaschine
dar, wie alle Arten von Rundballenpressen, Groß- und Kleinquaderballenpressen,
Ladewagen, Feldhäcksler usw., die in der Landwirtschaft, in der Forstwirtschaft
und in der Industrie nützlich sind.
Der Rahmen 12 besteht aus einem Fahrgestell, einer Zunge,
einer Achse und Rädern, einer Abschirmung usw. – jeweils ohne Bezugszahlen
– und trägt die Ballenpressanordnung 14, die
Pickup 16 und die Erntegutbehandlungsvorrichtung 18 für eine
Bewegung über ein Feld, eine Straße usw. Während der Bewegung über
ein Feld wird dort auf dem Boden in einem Schwad liegendes Erntegut aufgenommen
und der Ballenpressanordnung 14 zum Ballenpressen zugeführt.
Die Ballenpressanordnung 14 ist für andere Erntegutbehandlungsmittel
repräsentativ und kann als ein Pressmittel mit Fest-, variabler oder Misch-Kammer
unter Verwendung von Bändern, Rollen, Ketten oder dergleichen verwendet werden.
Auch die Pickup 16 ist gewöhnlicher Art, die im Stand
der Technik bekannt ist, und befindet sich stromaufwärts der Erntegutbehandlungsvorrichtung
18.
Soweit ist die beschriebene Rundballenpresse 10 dem Fachmann
bekannter gewöhnlicher Ausführung. Mehrere Merkmale, wie zum Beispiel
Netz- oder Garnbindung, werden nicht beschrieben, können aber vorhanden sein;
sie sind jedoch für die Erfindung unwichtig.
Die Erntegutbehandlungsvorrichtung 18 in 1
besteht aus der unterschlächtigen Art und umfasst einen Rotor 20,
eine Platte 22, Erntegutbehandlungsmittel 24, eine Führung
26, eine Steuerung 28, eine Richtungssteuerung 30 und
einen Sensor 32 – siehe 2.
Die Erntegutbehandlungsvorrichtung 18 wird zur Annahme von
Erntegut von der Pickup, seinem Behandeln, zum Beispiel Schneiden, und seiner Zuführung
zu einem Einlass 34 in der Ballenpressanordnung 14 verwendet.
Da der Erntegutschwad keine gleichförmige Größe und Dichte aufweist,
variiert die Last zwischen dem Rotor 20 und der Platte 22 im Betrieb.
Die Erntegutbehandlungsvorrichtung 18 ist dazu ausgeführt, mindestens
einen Teil der Lastschwankungen so lange zu bewältigen, bis ein Überlaststadium
erreicht ist.
Der Rotor 20 weist eine Reihe von beabstandeten und parallelen
Ringen mit Erntegutbehandlungselementen 36 auf, die das Erntegut ergreifen
und zuführen können. Die Drehrichtung wird durch einen Pfeil angezeigt.
Der Antrieb des Rotors 20 kann umgedreht und verlangsamt oder beschleunigt
werden. Des Weiteren können (nicht gezeigte) Sensoren vorgesehen sein, die
die Geschwindigkeit und die Drehrichtung des Rotors erfassen. Die Erntegutbehandlungselemente
36 bewegen sich durch Schlitze in einem Abstreifer 38, wodurch
vermieden wird, dass sich Erntegut zusammen mit dem Rotor dreht, anstatt dem Einlass
34 zugeführt zu werden.
Die Platte 22 wird als ein gekrümmtes Blech gezeigt,
das einem Teilkreis um die Drehmitte des Rotors 20 folgt. Obgleich dies
hier nicht gezeigt wird, wird die Platte 22 durch Querstäbe, einen
Rahmen oder dergleichen verstärkt, wodurch gewährleistet wird, dass sie
unter der durch das Erntegut ausgeübten Last nicht biegt. Die Platte
22 erstreckt sich zwischen der Pickup 16 und dem Einlass
34. Die Platte 22 wird in einem vorderen Teil von einem vorderen
Querträger 40 und in einem hinteren Teil von einem hinteren Querträger
42 getragen, die sich beide über die gesamte Breite der Platte
22 erstrecken und mit den Querstäben kombiniert oder verbunden sein
können. Obgleich der Begriff „Platte" verwendet wird, schließt
dies nicht Oberflächen mit unebener Struktur von aus Stäben, einem Gitter
oder dergleichen hergestellten Anordnungen aus.
Bei dieser Ausführungsform sind die Erntegutbehandlungsmittel
24 als Messer ausgebildet, die an einem (nicht gezeigten) in Querrichtung
verlaufenden Träger oder Hilfsrahmen befestigt sind, wobei letzterer mit der
Platte 22 verbunden ist. Die Erntegutbehandlungsmittel 24 erstrecken
sich, wie bekannt, durch nicht gezeigte Schlitze in der Platte 22. In diesem
Fall, in dem die Erntegutbehandlungsmittel 24 als Messer ausgebildet sind,
sind diese entweder einzeln oder als eine Anordnung mit Überlast- oder Sicherheitsvorrichtungen
vorgesehen, die eine Bewegung gegen eine Feder oder dergleichen gestatten, wenn
ein Fremdkörper oder ein anderes Hindernis in den Erntegutweg eintritt; solche
Systeme sind dem Fachmann bekannt. Die Querträger 40 und
42 – oder sogar weitere – können lösbar mit der
Platte 22 verbunden sein, so dass die Platte mit den Erntegutbehandlungsmitteln
24 für Wartungsarbeiten oder zur Bereitstellung eines leichten Zugangs
zum Rotor 20 abmontiert werden können.
Die Führung 26 ist als Schlitze pro Querträger
40, 42 im Rahmen 12 oder in den Seitenwänden seitlich
der Platte 22 ausgebildet. Solche Führungen 26 können
in Blech, Trägern, Konsolen oder dergleichen geschnitten sein. Als Alternative
dazu können Spuren aus Gusseisen, U-Stahl oder dergleichen vorgesehen sein.
Die Führungen 26 nehmen die Endbereiche der Querträger
40, 42 mittels Rollen, Gleitlagern oder dergleichen auf. Jede
Führung enthält einen stromaufwärtigen Abschnitt 44, der
ungefähr tangential bezüglich der mittleren Achse des Rotors
20 ausgerichtet ist, und einen stromabwärtigen Abschnitt
46, der in einem Winkel von ca. 130 Grad (am vorderen Querträger
40) oder fast 180 Grad (am hinteren Querträger 42) bezüglich
einer radialen Linie durch die Achse des Rotors 20 verläuft. Beide
Abschnitte treten ineinander ein und stellen eine Bahn für die Bewegung der
Querträger 40, 42 bereit. Der stromaufwärtige Abschnitt
44 erstreckt sich in im Wesentlichen ca. 10 bis 30 Grad eines Kreises um
die Achse des Rotors 20. Eine Bewegung der Platte 22 und ihrer
Querträger 40, 42 durch diese Abschnitte 44
gewährleistet eine Bewegung auf im Wesentlichen einem Kreis um die Drehachse
des Rotors 20, das heißt ohne den Abstand des Rotors 20 zu
ändern oder ihn kaum zu ändern. Hingegen gestatten die Abschnitte
46 eine Bewegung der Platte 22 radial vom Rotor 20 weg.
Die Steuerung 28 – siehe auch 4–7
– ist bei dieser Ausführungsform hydraulischer Art, könnte aber
auch einer beliebigen anderen Art sein, die zur Bereitstellung eines gewissen Widerstands
gegen die Bewegung der Platte 22 von Nutzen ist. Wie in 2
gezeigt, ist ein hydraulisches Stellglied 48 an einem Ende mittels eines
Bolzens 50 am Rahmen 12 und am anderen Ende an einem an der Platte
22 oder an den Erntegutbehandlungsmitteln 24 befestigten Halter
52 angebracht. Das Stellglied ist im Falle der 4
und 5 doppeltwirkend (das heißt, es wirkt in beiden
Richtungen), und im Falle der 6 und 7
einfachwirkend (es wirkt in einer Richtung). Weiterhin umfasst die Steuerung
28 eine Pumpe 54, einen Sumpf 56, ein Steuerventil
58, einen Gasspeicher 60, ein vorgesteuertes Rückschlagventil
62 und sie verbindende nicht spezifizierte Leitungen, wie in den Zeichnungen
gezeigt und dem Fachmann bekannt. Andere gewöhnliche Mittel, wie zum Beispiel
ein Entlastungsventil usw., die dem Fachmann bekannt sind, werden der Einfachheit
halber nicht gezeigt. In der Position des Steuerventils 58 auf der rechten
Seite ist die Pumpe 54 über das Steuerventil 58 über
das öffnende Rückschlagventil 62 mit der Kolbenbodenseite des
Stellglieds 48 und dem Gasspeicher 60 verbunden; in dieser Situation
und unter Bezugnahme auf 2 werden die Platte
22 und die Erntegutbehandlungsvorrichtung 18 zur Pickup bewegt.
Die Kolbenringseite des Stellglieds 48 ist in dieser Situation mit dem
Sumpf 56 verbunden und stellt keinen Widerstand bereit. In einer mittleren
Position des Steuerventils 58 sind alle Leitungen gesperrt, und eine Bewegung
des Stellglieds ist nur gegen den Widerstand im Gasspeicher 60 möglich.
In der linken Position des Steuerventils 58 wird Fluid der Kolbenringseite
des Stellglieds 48 zugeführt und durch das über eine Vorsteuerleitung
geöffnete Rückschlagventil 62 aus seiner Kolbenbodenseite zum
Sumpf 56 herausgezwängt. Solch eine Bewegung kann durch einen Bediener
eingeleitet werden, um zum Beispiel eine Verstopfung des Erntegutwegs entlang der
Platte 22 zu beseitigen.
5 zeigt eine ähnliche Steuerung, bei der der Gasspeicher
60 durch ein Entlastungsventil 64 und ein zweites vorgesteuertes
Rückschlagventil 66 ersetzt wird, das gestattet, dass Fluid die Kolbenbodenseite
durch das Entlastungsventil 64 verlässt und zur Kolbenringseite des
Stellglieds 48 zurückströmt.
6 weist des Weiteren eine Pumpe 54 zur Zuführung
von Druckfluid über eine Position eines Zweipositionssteuerventils
58 und über ein – nicht vorgesteuertes – Rückschlagventil
zur Kolbenbodenseite des Stellglieds 48 und des Gasspeichers
60 auf. Eine Leitung zwischen der Kolbenbodenseite des Stellglieds und
des Sumpfes 56 ist in dieser Situation durch eine Entlastungsvorrichtung
68 in Form eines Ventils geschlossen. In einer anderen Position des Steuerventils
58 führt die Pumpe kein Fluid durch das Steuerventil 58 zu.
Fluid im Stellglied kann aufgrund des Rückschlagventils nicht entweichen, kann
sich aber in den und aus dem Gasspeicher 60 bewegen. In diesem Modus können
sich die Platte 22 und die Erntegutbehandlungsmittel 24 gegen
den durch den Gasspeicher 60 bereitgestellten Widerstand bewegen. Wenn
die Platte 22 in ihre vom Rotor 20 entfernte Position –
siehe 2 – bewegt werden muss, wird die Entlastungsvorrichtung
68 geöffnet und der Kreislauf wird entlastet. Bei der in
7 gezeigten Ausführungsform, wird der Gasspeicher
60 wieder durch ein Entlastungsventil 64 ersetzt, dessen Druck
einstellbar ist, um, falls erforderlich, eine Bewegung der Platte 22 gegen
keinen Widerstand zu gestatten.
Die Richtungssteuerung 30 umfasst bei dieser Ausführungsform
ein mit einer Drehstabfeder 70 verankertes Gestänge, was auf beiden
Seiten des stromabwärtigen Querträgers 42 eine gleichzeitige
und ähnliche Bewegung gewährleistet. Diese Drehstabfeder 70 übt
auf den stromabwärtigen Querträger einen gewissen Widerstand aus, um eine
mögliche Fehlausrichtung der Platte 22 zu korrigieren.
Ein Sensor 32 ist fest am Rahmen 12 oder an seinem
die Platte 22 tragenden Teil angeordnet und ist als ein Näherungsschalter
ausgebildet, der erfasst, wenn die Platte 22 eine bestimmte Position verlassen
oder sie erreicht hat. Als Alternative dazu können mehrere Sensoren
32 entweder entlang der Platte 22 oder entlang ihrer Bewegungsbahn
vorgesehen sein. Der Sensor 32 kann dazu verwendet werden, entweder den
Betrieb des Rotors 20 zu steuern oder den Bediener zu warnen oder dergleichen.
Der Sensor 32 ist mit einer (nicht gezeigten) elektronischen Steuereinheit
verbunden.
Es kann ein anderer Sensor 72 vorgesehen sein, um die Drehzahl
oder das Drehmoment des Rotors 20 zu analysieren. Die Ergebnisse des Sensors
72 werden der elektronischen Steuereinheit zugesandt.
Die Steuereinheit kann dazu verwendet werden, entweder den Betrieb
des Rotors 20 oder des Stellglieds 48 zu steuern oder einen Bediener
zu warnen oder dergleichen.
3 zeigt im Wesentlichen die gleiche Lösung wie
die in 2 gezeigte, während die Platte
22 und alle verwandten Komponenten über dem Rotor 20 statt
darunter angeordnet sind.